Wahl-O-Mat Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt

Nun gibt es den Wahl-O-Mat für alle drei Landtagswahlen am 13. März 2016. Dabei habe ich die untenstehenden Übereinstimmungen mit den Parteien (ohne Gewichtung) erzielt. Richtig hoch ist keiner der Werte (jeweils unter Zweidrittel). Zweimal ist die AfD vorne, in Baden-Württemberg ist es die FDP. ALFA liegt zweimal auf dem zweiten Platz, von dem sie in Sachsen-Anhalt von den Freien Bürgern Mitteldeutschland auf den dritten verdrängt wird. In Sachsen-Anhalt ist noch die CDU vorne dabei (und Die Rechte, die ich aber auf keinen Fall wählen würde), ansonsten sind es die Freien Wähler. Meine Wahlempfehlungen formuliere ich noch, weil es dabei nicht nur auf die abgefragten Thesen, sondern mehr noch die inhaltlichen Schwerpunkte, die zu wählenden Politiker und wahltaktische Überlegungen ankommt.

Wahl-O-Mat Baden-Württemberg:

FDP 65,8 %

ALFA 61,8 %

AfD 60,5 %

Freie Wähler 59,2 %

Die Republikaner 57,9 %

CDU 55,3 %

Die Partei 53,9 %

Bündnis C 47,4 %

BüSo 47,4 %

Piraten 47,4 %

Die Rechte 46,1 %

NPD 43,4 %

Grüne 40,8 %

Menschliche Welt 40,8 %

Tierschutzallianz 40,8 %

SPD 39,5 %

Tierschutzpartei 39,5 %

Die Linke 34,2 %

ÖDP 34,2 %

DKP 32,9 %

Wahl-O-Mat Rheinland-Pfalz:

AfD 64,5 %

ALFA 61,8 %

Freie Wähler 61,8 %

FDP 61,8 %

ÖDP 57,9 %

III. Weg 56,6 %

Piraten 53,9 %

CDU 52,6 %

Republikaner 51,3 %

Die Linke 47,4 %

NPD 47,4 %

Die Einheit 43,4 %

SPD 38,2 %

Grüne 36,8 %

Wahl-O-Mat Sachsen-Anhalt:

AfD 60,5 %

Freie Bürger Mitteldeutschland 59,2 %

ALFA 56,6 %

CDU 56,6 %

Die Rechte 56,6 %

FDP 53,9 %

NPD 53,9 %

Tierschutzpartei 48,7 %

Freie Wähler 44,7 %

SPD 38,2 %

Tierschutzallianz 35,5 %

Die Linke 32,9 %

Grüne 28,9 %

Die Partei 30,3 %

22 Gedanken zu „Wahl-O-Mat Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt

  1. Ich verwende immer auch die Gewichtung, denn man bekommt dadurch wirklich ein genaueres Ergebnis. Allerdings habe ich nur den Wahl-O-Mat für Rheinland-Pfalz benutzt, da ich landesspezifische Themen in anderen Bundesländern schwer beurteilen kann.

    Die AfD liegt bei mir mit 78.3% Zustimmung auf dem ersten Platz, gefolgt von ALFA. Das zeigt, dass die beiden Parteien inhaltlich wirklich nicht weit auseinander liegen und von einem „Rechtsruck“ zumindest in den westlichen Bundesländern keine Rede sein kann!

    Mit meiner früheren politischen Heimat, der CDU, habe ich nur noch 57.5% Zustimmung. SPD, Grüne und Linke prüfe ich erst gar nicht. Da ist mir die Zeit zu schade.

    Beim Wahl-O-Mat stört mich die linke „gendergerechte Sprache“ (Asylbewerberinnen und Asylbewerber). Ich werde mich niemals dieser Kunstsprache beugen und alle Komik nutzen, diesen Mist ins Lächerliche zu ziehen (Mensch_Innen, Tisch_Innen, …).

    Solche Fragen wie „Sozialwohnungen nur für Deutsche“ sind so typische NPD-Fangfragen. Viele trauen sich gar nicht, da zuzustimmen. Es könnte ja jemand mitlesen…..

    Trotzdem benutze ich den Wahl-O-Mat immer wieder gerne, denn man kann dabei viel Lachen und das tun viele von uns zu wenig.

    • Die meisten Thesen sind bundespolitisch, was unterstreicht, dass der deutsche Föderalismus nicht mehr so richtig funktioniert. Die Länder haben die meisten Kompetenzen an den Bund verloren. Dafür bestimmen sie über den Bundesrat in Bundesangelegenheiten mit. Deshalb habe ich als Einwohner von NRW aber auch ein echtes Interesse daran, wie in anderen Ländern gewählt wird.

      Zumindest meine Ergebnisse zeigen, dass das Rechts-Links-Schema noch seine Bedeutung hat und mir linke Positionen besonders fernliegen. Dabei sind mir die rechtsradikalen Parteien jedoch nur scheinbar näher, weil sie auf viele Fragen bürgerliche Antworten geben, sie diese Themen aber gar nicht wirklich interessieren. Bei der AfD ist genau die Frage, ob sie noch eine wählbare rechte Partei ist oder eine zumindest für mich unwählbare rechtsradikale. Die Antwort muss wohl differenziert ausfallen, hängt also vom Landes- oder sogar Kreisverband ab.

      „Asylbewerberinnen und Asylbewerber“ ist doch noch keine sonderlich gendergerechte Sprache, sondern ganz normales Deutsch, auch wenn meistens „Asylbewerber“ ausreicht, um weibliche und männliche Asylbewerber zugleich zu bezeichnen. Mit „Tisch_Innen“ wagen Sie sich hingegen schon weit in die Genderwelt vor. Noch besser gefällt mir „MitgliederInnen“, wo es doch eigentlich „Mitglieder und Ohneglieder“ heißen müsste.

      • …mir linke Positionen besonders fernliegen„.

        Damit sind sie für alle Linken als ganz böser Rechter eindeutig identifiziert! Stichwort „Alltagsrassismus“, „Rechtspopulismus in der Mitte der Gesellschaft“ und „empfänglich für krude Thesen“. Klar, sie sind Mann, weiß, ohne Migrationshintergrund, besser verdienend und heterosexuell……..

    • „Die AfD liegt bei mir mit 78.3% Zustimmung auf dem ersten Platz, gefolgt von ALFA. Das zeigt, dass die beiden Parteien inhaltlich wirklich nicht weit auseinander liegen und von einem “Rechtsruck” zumindest in den westlichen Bundesländern keine Rede sein kann!“ Die AfD hat inhaltlich scheinbar (bzw. offiziell…aber welche Partei hält sich korrekt an sein Programm?) keinen Rechtsruck vollzogen. Jedoch hat die gesamte AfD personell und verbal große Schritte in diese Richtung gemacht, wenn man sich die letzten Monate anschaut. Ein wichtiger Punkt ist auch die Glaubwürdigkeit…das Führungspersonal besteht aus Wendehälsen, die sich der jeweiligen Stimmung anpassen, z.B. die Bundesvorsitzende ist ein gutes Beispiel dafür, wenn man sieht, wie oft sie ihre eigene Meinung in der Vergangenheit geändert hat, sobald sie Gegenwind bekam…um ihre Macht zu erhalten bzw. auszubauen. Wer heute AfD wählt, kann sich doch nicht sicher sein, dass morgen die gewählten Vertreter noch dafür stehen. Höcke und Co. sind nur aktuell ruhig, da sie sich bspw. mit einem sehr guten Ergebnis in Sachsen-Anhalt eine gute Ausgangslage bei der Machtübernahme verschaffen wollen…die Chancen stehen gut, dass Höcke und „Der Flügel“ die Macht übernehmen oder Petry vor sich hertreiben werden. Zudem fehlt es bei der AfD größtenteils an Kompetenz…z.B. Wirtschaftsprofessoren und erfolgreiche Unternehmer zum Großteil ausgetreten, dafür ein Pleitegeierpaar an der Spitze. Die AfD ist das Gegenstück zur Linkspartei…die Abgeordneten werden im Parlament (wie schon bisher in den Landesparlamenten) sitzen und pöbeln, aber überhaupt nicht die Politik mitgestalten. Was man auch beachten muss: beim Wahl-O-Mat gibt es vorgegebene Fragen, die über die Fähigkeiten und Kompetenzen der Kandidaten, Glaubwürdigkeit der jeweiligen Partei etc. keine Aussagen zulassen. Bspw. liegen bei vielen Liberalen und Konservativen auch die rechtsextremen Parteien weit vorn, weil sie bei vielen konservativen Fragen eben wie die demokratischen Parteien zustimmen/ablehnen….es macht aber einen großen Unterschied, ob man NPD oder CDU wählt. Zumindest in Sachsen-Anhalt vertritt die AfD allerdings deutlich sonst nur bei rechtsextremen Parteien wie der NPD vorkommende Punkte wie „Wohngeld nur für Deutsche“, „Bürgerwehren sollen die Polizei unterstützen dürfen“ …und ist dagegen, dass man „Projekte gegen Rechtsextremismus fördert“ (andere Parteien sind dafür und fordern gleichzeitig, auch Projekte gegen Linksextremismus zu fördern) usw. …dort wird man das beste Ergebnis haben. Nach den Landtagswahlen 2014 (und vor allem nach den schlechteren Landtagswahlen 2015 in den alten Bundesländern) richteten immer größere Teile der AfD ihren Kurs immer mehr nach den neuen Bundesländern aus, da diese wegen ihre guten Wahlergebnisse Ansprüche anmeldeten. Warum sollte es diesmal anders kommen? Höcke und Co. ordnen sich Petry dauerhaft unter?

  2. Nanu bin ja ein Neutralist in RLP: Schon die ersten 2 Fragen, ökologischen Weinbau fördern und irgendeine Rheinbrücke bauen, ich bin da meinungslos. Nanu „Schreiben nach Gehör“ neutral.

    • Ökologischen Weinbau finde ich gut! Trotzdem habe ich mit „Nein“ gestimmt, denn ich will keine weiteren Subventionen. In der Frage geht es um staatliche Förderung!

      Obwohl ich ganz und gar kein Grüner bin, habe ich auch bei der Rheinbrücke mit „Nein“ gestimmt. Ich lebe direkt am Rhein und habe dort im Tourismus meinen Arbeitsplatz. Außer dem Fremdenverkehr und dem Weinbau gibt es im Tal der Loreley nicht viel Arbeit. Mit einer Rheinbrücke würden die zahlreichen Personen- und Autofähren, deren Überfahrt gerade für Touristen sehr interessant ist, überflüssig und über 500 Menschen unmittelbar arbeitslos.

      Das „Schreiben nach Gehör“ ist so ein linkspädagogischer Quatsch. Wenn dann ein Kind in der Grundschule „Wase“ hört, schreibt es das auch so und nicht „Vase“. Hintergrund ist doch nur, die Bildungsstandards abzusenken, damit es für Ausländerkinder einfacher wird. Das beste Lernen ist nach wie vor die Kombination aus Sehen (Lehrer schreibt an die Tafel), Hören (Lehrer liest ganz langsam vor), Abschreiben (Schüler schreibt auf) und Lesen (Schüler liest in der Schule und zu Hause). Es ist heute auch eine so verbreitete Unart, dass Lehrer ständig fotokopierte Zettel austeilen.

      Denken Sie am Besten bei jeder Frage die Konsequenzen durch.
      Dann finden Sie auch Antworten.

      • Subventionen bedürfen ebenso wie Verbote einer gesonderten Rechtfertigung. Dass man etwas mag oder nicht mag, reicht jeweils nicht aus.

        Die Absenkung der Bildungsstandards in den öffentlichen Schulen hat übrigens das gegenteilige Ergebnis, dass Angehörige bildungsferner Schichten, ob mit oder Migrationshintergrund, langfristig stärker benachteiligt werden. Ich hatte als Kind auch meine Mühe mit der Rechtschreibung, doch wer kein akzeptables Niveau erreicht (als Daumenregel ist ein Fehler pro Seite tolerierbar, nicht aber pro Satz), wird in den meisten gehobenen und höheren Tätigkeiten Probleme bekommen. Ganz an der Spitze kann man vielleicht andere für sich schreiben lassen, doch auch dann ist es ein Vorteil, wenn man deren Leistung überprüfen kann (gilt auch fürs Rechnen und Verwenden von Rechnern).

  3. Wie schaffen Sie es, alle zur Wahl stehenden Parteien in den Vergleich einzubeziehen? Durchlaufen Sie den Wahlo-o-Mat mehrfach? Denn eigentlich können jeweils nur 8 Parteien für den Vergleich angeklickt werden

    • Nach dem Vergleich von acht Parteien können Sie eine Seite zurück acht neue Parteien auswählen. Würde ich hingegen alle jeweils 38 Fragen noch einmal beantworten müssen, könnte ich nicht beschwören, tatsächlich in jedem Fall genau gleich zu antworten. Zu vielen Thesen habe ich eine eindeutige Meinung, aber bei manchen nicht, während es bei noch anderen auf die genaue Formulierung und deren Interpretation ankommt. Z. B. bin ich als Liberaler grundsätzlich dafür, möglichst viele Sachen zu erlauben bzw. nicht zu verbieten, selbst wenn ich nicht für die betreffenden Sachen selbst bin.

      • Mein Deutsch streik wieder! Also, Sie sind dafuer Sachen zu erlauben auch wenn Sie dagegen sind? Sie sind gegen einen Tempolimit auf der Autobahn aber auch dafuer 130 km/h einzufuehren?
        Kofi Anan ist gegen Drogen Verbot, die Liberalen sind nicht fuer Drogen aber haben nichts dagegen wenn Drogen freigegeben werden? So ist es aehnlich wie wenn man Hern Lindners Worte mit Graf Lambsdorfs Aussagen vergleicht.

      • Ihre Tempolimitbeispiel scheint ein Widerspruch zu sein. Besser ist Ihr Drogenbeispiel. Ich bin gegen Drogen, aber auch gegen ihr striktes Verbot. Das gilt für Tabak, welcher legal ist, wie auch für Cannabis, welches verboten ist, obwohl es weniger gefährlich und vor allem nicht tödlich ist, aber auch für harte Drogen, die ich nie nehmen würde und auch sonst keinem empfehle, aber trotzdem unter strikten Auflagen erlauben würde. Alkohol konsumiere ich sogar selbst, allerdings in Maßen, nicht in Massen.

      • Mir ist klar, dass Sie als Liberaler für die Legalisierung von Drogen sind. Auch ich als Konservativer will nicht unnötig viele Verbote. Der legale Drogenkonsum hat allerdings kostenauslösende Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft. Wenn wir die Sozialämter und die Krankenversicherungspflicht abschaffen, können wir wegen mir auch Drogen freigeben.

        Obwohl auch ich den Alkohol kontrolliert genieße, ist mir bewusst, dass er zur Droge werden kann. Hätte es bisher keinen Alkohol gegeben und würde er jetzt erst erfunden, wäre er garantiert schnell verboten. Da er aber Teil unserer Kultur geworden ist, geht das zum Glück nicht.

        Es ist äußerst interessant, dass Grüne ganz verrückt danach sind, Cannabis zu legalisieren, was aus anderen Kulturen stammt, aber massiv gegen den Alkohol zu Felde ziehen, der Teil unserer Kultur ist. Für mich ein weiterer Beleg, dass Grüne antideutsch sind!

      • Für Liberale rechtfertigen nur direkte und reale Schäden für andere ein Verbot. Wenn jemandem etwas nur nicht gefällt, ist das keine hinreichende Rechtfertigung für ein Verbot, selbst wenn das Missfallen und die damit verbundenen negativen Gefühle als immaterieller Schaden beschrieben werden könnten. Ebenso sind indirekte Auswirkungen auf Sozialleistungen und Steuern kein hinreichender Grund für staatliche Ge- und Verbote. Ansonsten müssten Sie allen Mitbürgern das Arbeiten und Sparen sowie einen bestimmten Lebensstil vorschreiben. Bei richtiger Berechnung füllt übrigens Rauchen nicht nur die Staatskasse, sondern entlastet auch die Sozialversicherungen, weshalb es nach dieser Logik jedem vorgeschrieben werden müsste.

        Die Legalisierung von Cannabis oder gar härteren Drogen sollte mit angemessener Regulierung und Besteuerung verbunden werden. Faktisch funktioniert das pauschale Drogenverbot ohnehin nicht, sondern begünstigt organisierte Kriminalität und Drogenmissbrauch, dessen Auswirkungen dann auch schlimmer sind als bei Legalisierung.

  4. Ich wette um 50€ , dass ALFA mehr Stimmen bekommt als der III. Weg .

    Die berufen sich auf Otto Strasser, nur wie viele Menschen haben jemals in RLP von diesem Otto gehört . „99,99 % nicht.“ Obwohl in RLP sagt einer mein Nachbar heißt Otto .

    Sein Bruder Gregor war wichtig in der NSDAP.
    Bei diesem sogenannten Röhm-Putsch wurde er erschossen.

    • Bei der Wette halte ich nicht dagegen. Der III. Weg ist eine rechtsextreme Partei, die noch extremer als die NPD ist. Es geht halt alles immer noch schlimmer. ‚Jeder hat Grenzen‘ und braucht diese auch, weshalb diejenigen (z. B. in der AfD, aber auf ganz andere Weise auch die Kanzlerin), die dies leugnen, unehrlich sind.

  5. Alfa und AfD sind vom Programm her im Prinzip identisch, lediglich die Formulierungen sind andere. Meine Zustimmungen sind auch überall sehr groß (lediglich in S-A ist komischerweise die CDU vorne, dort habe ich allerdings auch zu vielen Fragen keine Meinung), mal ist die AfD vorne, mal Alfa. Mit ungefähr 75% jeweils im echten Wahl-O-Mat könnte ich wohl bedenkenfrei beiden Parteien zustimmen.

    Die linken Parteien (ganz besonders die Grünen) sind immer besonders weit hinten bei mir, aber auch die ganz stramm nationalen Parteien (NPD und Co.) sind nur durchschnittlich. Das zeigt aber auch eindeutig, dass es zwischen der AfD und diesen Parteien noch ein großer ideologischer Unterschied besteht. Diese Parteien sind nämlich im Kern links und sozialistisch und lediglich zusätzlich gegen Ausländer (eben eine nationale „soziale“ Volksgemeinschaft). Die AfD und Alfa sind hingegen liberal-konservativ (in der AfD auch ein Teil zusätzlich klar gegen Ausländer) und haben mit den ganzen Rechtsauslegern nichts, aber auch gar nichts gemein. Es ist eine Schande, dass es gewisse Protagonisten gibt, die dies zu verwischen versuchen.

    Die AfD war für liberal-konservative Menschen eine Chance, endlich auch wieder politisch vertreten zu sein. Momentan hat sich das erledigt weil sie zu stigmatisiert ist, aber vielleicht gibt es ja nochmal einen Weg zurück. Alfa, da muss ich Herrn Güllner leider zustimmen, entwickelt sich hingegen mehr und mehr zur Totgeburt. Es ist traurig um die vielen Spitzenleute (Starbatty, aber auch Henkel haben es mir immer sehr angetan), aber die Gesellschaft sieht anscheinend keinen Bedarf für eine verbal gemäßigte AfD-Variante.

    Ich sehe mich als Konservativer aus einer liberalen Perspektive, d.h. es sollen alle Menschen so leben, wie sie es für richtig halten. Ich selbst habe allerdings ein konservatives (aus Sicht mancher Menschen heutzutage (Grüne) vielleicht auch reaktionäres Weltbild) und möchte auch so leben dürfen ohne gesellschaftlich angefeindet zu werden. Die Wertschätzung der klassischen Familie ist mir wichtig und Gender-Ideologien haben in unseren Bildungsplänen nichts zu suchen. Auch ist Erziehung Sache der Eltern und es darf nicht sein, dass finanzielle Unterstützung nur einseitig für Fremdbetreuung gewährt wird und Ganztagesschulen zur Pflicht (alles sollte nur auf Wunsch der Eltern geschehen, nicht aus (indirektem) Zwängen) werden. Ich möchte nicht weiter, dass Vertreter konservativer Positionen, selbst aus der Mitte der Gesellschaft wie Birgit Kelle, in Talkshows zum Fraß vorgeworfen werden. Wo findet man das noch in den klassischen Parteien? Ich persönlich sehe meine Vorstellungen in der Person von Jörg Meuthen sehr gut vertreten und wünsche mir, dass er sich innerhalb seiner eigenen Partei durchsetzt und auch endlich medial Aufmerksamkeit erreicht. Eigenverantwortung und gesunde Werte (welche genau muss für die sich freilich jeder selbst entscheiden), das ist das, was ich mir für unser Land wünsche. Auch Herrn Kölmel schätze ich sehr und wünsche ihm viel Erfolg bei der Wahl im März.

    • Bei mir liegt auch die CDU in Sachsen-Anhalt (deutlich) vorn….und knapp dahinter FDP.Ich vermute, es liegt daran, dass es sowohl bei AfD als auch ALFA ein Ost-West Unterschied gibt. Beide Parteien vertreten in den neuen Bundesländern weniger (ausgewogen) liberal-konservative Ansichten…die AfD ist nationaler und sozialistischer, ALFA ist eine komische Mischung aus AfD und Grüne. Ich würde in Sachsen-Anhalt keiner der beiden Parteien meine Stimmen geben, da sie persönliche no-go’s vertreten. Ist auch daran erkennbar, dass beide Parteien bei mir nicht einmal 50 % erreichen.

  6. Ich habe die Wahl-o-maten jetzt zum Spaß auch einmal durchgespielt. 3x ist die AfD vorne, die FDP hingegen nicht einmal auf Platz 2, obwohl ich immer die marktwirtschaftsfreundlichste Antwort gegeben habe. Programmatisch ist die AfD also weiterhin bei vielen Wirtschaftsliberalen erste Wahl. Deshalb sollten wir uns bemühen, daß sie auch aufgrund des öffentlichen Auftritts und des Personals seriös bleibt oder wieder wird, wo erforderlich. Es sind weiterhin viele Eurokritiker der ersten Stunde an board. Insofern sollten sich auch ehemalige AfD-Mitglieder überlegen, ob und wie sie wieder aktiv werden könnten. Deutschland braucht eine Alternative zu den Bundestagsparteien. Mehr als jemals zuvor.

  7. Pingback: Wen ich nächsten Sonntag wählen würde | Alexander Dilger

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