IBAN ab morgen Pflicht

Die „Bundesbank mahnt: Ab Februar neue Kontonummer IBAN nutzen“. Ab morgen reichen die bisherige Kontonummer und Bankleitzahl auch für nationale Überweisungen nicht mehr aus. Ohne IBAN (International Bank Account Number) werden nationale Überweisungen nicht mehr ausgeführt und zusätzlich ohne BIC (Business Identifier Code) keine internationalen, obwohl die IBAN die Bank bereits eindeutig identifiziert. Insgesamt handelt es sich um einer weitere, wenn auch zum Glück nur kleine, Unannehmlichkeit bzw. Schikane durch die EU. Diese Standardisierung hätte zumindest für den nationalen Zahlungsverkehr nicht vorgeschrieben werden müssen, zumal sich die IBAN aus den bisherigen Angaben errechnen lässt. Die Banken tun das aber nicht mehr direkt, während Angebote im offenen Internet gefährlich sind (siehe Betrüger helfen gerne – und plündern dann Ihr Konto“). Jedenfalls muss jetzt jeder ständig viel mehr Zeichen als früher eingeben, was ineffizient und fehleranfällig ist, insbesondere da die langen Angaben oft ohne Leerzeichen und sehr klein gedruckt kaum zu lesen sind.

17 Gedanken zu „IBAN ab morgen Pflicht

  1. Die IBAN stellt für uns Bankkunden KEINE Verbesserung dar. Durch die Länge der Zahlenkombination erhöht sich in der Tat das Risiko von Tippfehlern. Also wieder Käse aus Brüssel!

    Viel schlimmer ist jedoch die geplante EU-weite Einlagensicherung für Banken. Während wir in Deutschland und einigen anderen EU-Staaten funktionierende nationale Einlagensicherungssysteme haben, gibt es diese Praxis in anderen Staaten nicht, vor allem in den südlichen Krisenstaaten. Bei einem neuen EU-weiten System wird unser aufgebauter Kapitalstock sofort für alle verfügbar, während andere an diesem Aufbau überhaupt nicht mitgewirkt haben. Damit sind auch wieder wir, die vorgesorgt haben, die Dummen, weil wir für andere haften.

    Ich war einmal ein ganz großer Fan des vereinten Europas und auch des Euro, weil ich Idiot den Wahlversprechen von Kohl & Co. vertraut habe. Heute wünsche ich mir, dass EU und Euro scheitern und Typen wie Juncker ins Gefängnis oder sogar an Laternenmasten kommen.

    • Natürlich gibt es viel schlimmere Sachen als die lästige IBAN-Pflicht, z. B. die geplante Bankenunion oder den wohlstandsvernichtenden Euro. Trotzdem möchte ich im Gegensatz zu Ihnen und der AfD niemanden umbringen, sondern wir sollten das friedlich (auf)lösen.

      • Ich werde niemanden umbringen, der mich nicht mit dem Tod bedroht!
        Aber der Tag könnte kommen, wo der Volkszorn so groß wird, dass einige Volksverräter gehängt werden. Mir wäre ein friedliches Ende auch lieber, weil bei Revolutionen leider auch immer Unschuldige umkommen, während sich die Verbrecher rechtzeitig ins Exil absetzen.

      • Bei der von Ihnen angedachten Revolution sind die wahren Verbrecher diejenigen, die andere aufhängen und erschießen wollen. Die Politik von Frau Merkel ist nicht gut, doch wenn Frau von Storch und Herr Höcke an die Macht kämen, könnte man sich tatsächlich auf Artikel 20 Absatz 4 Grundgesetz berufen und gegen sie ankämpfen.

  2. Das ist wieder so eine typische Ausgeburt der EU-Allmachtsfantasien. Die Sache kostet viel Geld und ist so überflüssig wie ein Kropf. Datentechnisch macht es keinen Unterschied, ob ein Feld oder zwei transportiert werden müssen. Wenn diese Form für den Interbankenverkehr gewählt wurde, wäre es ein Leichtes gewesen, die SEPA-Nr aus von den Kunden vorgelegten Daten Kontonr. und Bankleitzahl zu berechnen. Das einzige echt hinzugekommene Datenfeld ist das Länderkennzeichen. Alles andere sind nur errechenbare Prüfziffern. Aber das wäre ja eine Kundenfreundlichkeit der Banken gewesen. Nun ist es diesen ja sogar verboten, meine ich gelesen zu haben. So werden die Bürger technikkompatibel gemacht und nicht die Technik an den Menschen angepaßt. Gab es Protest dagegen? Fehlanzeige.

    • Früher wäre das ein Thema für die AfD gewesen, die jetzt aber lieber gewaltlose Menschen beschießen will. Doch auch von ALFA war dazu nichts zu lesen, während die ganzen Euro-Parteien das ohnehin super finden.

      • AfD und ALFA sind bei illegalen Migranten ganz gut positioniert aber nicht identisch!
        Vielleicht sollen Sie die Kirche im Dorf lassen mit dem „Schiessbefehl“ es ist schon absurd. Menschen interpretieren es unterschiedlich, es ist kein Aufreger fuer serioese Buerger, Praxis sieht anderes aus und wird von Umstaenden und Augenblick diktiert. Vergessen Sie nicht, Wachen schiessen nachts auch auf Schatten, aus Angst! Alle muessen vor Gesetz gleich sein, „Schutzsuchenden“ duerfen nicht gleicher sein! Haben Sie gesehen wie die echten Kinder an der serbisch-ungarischen Grenze ueber den Zaun ruecksichtslos geworfen wurden. Frauen waren zu schwer um sie zu werfen! Dagegen ist die hysterische Debatte um Petry-v. Storch nur eine Ablenkung!

      • Für seriöse Bürger hat sich die AfD spätestens dieses Wochenende endgültig diskreditiert. Ich bin gegen Frau Merkel und ihre falsche Politik bei vielen wichtigen Themen, würde aber deshalb nie NPD und jetzt auch nicht mehr AfD wählen. Ich bin gegen unkontrollierte Zuwanderung, aber noch viel mehr gegen das Beschießen von friedlichen Flüchtlingen einschließlich Kindern. Außerdem wird Herr Höcke jetzt nachlegen und noch absurdere Forderungen absondern, um sich nicht rechts überholen zu lassen.

      • Prof. Dilger, ein Blick auf alfa-bund.de haette Ihnen Antworten gegeben. Prof. Lucke und Herr Koelmel haben am 1.2. Und 31.1. Frau Petrys Ausserungen schon kommentiert!

      • Herr Lucke schimpft auf die Äußerungen von Frau Petry, obwohl Herr Kölmel kürzlich noch unwidersprochen so ähnlich argumentiert hat. Hier ging es mir jedoch um fehlende Äußerungen zum IBAN-Zwang.

    • Ja, die Deutschen demonstrieren gerne fuer Voegelarten, gegen TTIP, gegen Fracking, fuer Putin etc. Mit Lichterketten, Teddys und Sonnenblumen. Gemuetlichkeit der Hippie- Generation.
      Und Wohlstand kommt aus einer Steckdose!

  3. Mein Gott, Dilger! 5 Ziffern mehr sind „Viele“? Die Gefahr von Tippfehlern um 99% reduziert – durch die 2 Prüfziffern. Sonst noch Probleme?

    • Sie lieben eben den Zwang und ich die Freiheit. Effizienzverbesserungen könnten durchaus im Hintergrund laufen, statt jeden Bankkunden zu belästigen. Bei der Umstellung wird es zu vielen zusätzlichen Fehlern kommen, insbesondere der Nichtausführung von Überweisungen.

      • Aha! Sie möchten also gern daß Ihre Überweidungen bei versehentlich falscher Kontonummer trotzdem ausgeführt werden?
        (Ohne eine Prüfzifferneingabe ist die Feststellung, ob es die gewünschte Kontonummer oder Bankleitzahl ist, nicht möglich. Die bank weiß nämlich nicht, wem Sie Geld überweisen möchten.)
        Zwang und Freiheit ist vielleicht ein bißchen hoch gegriffen.

      • Es gab einmal eine Zeit, als auch der Name des Empfängers überprüft wurde oder dann zumindest die Rückbuchung erlaubt wurde. Aber durch die EU wird ja alles immer nur besser…

  4. Ich möchte die AfD nicht verteidigen, sondern vielleicht zur Versachlichung der zwischendurch aufgekommenen Debatte beitragen:
    Es gibt in Deutschland das UzwG -Gesetz über den unmittelbaren Zwang bei Ausübung öffentlicher Gewalt durch Vollzugsbeamte des Bundes.
    http://www.gesetze-im-internet.de/uzwg/BJNR001650961.html
    Dieses ist wohl gemeint. Es erlaubt die Anwendung von Schußwaffen im Dienst, wenn kein . anderes Mittel mehr hilft (§ 4 Grundsatz der Verhältnismäßigkeit)
    Unter §9.2 werden Beamte des Genzschutzdienstes explizit erwähnt und noch einmal besonders in §11. §10(2) bestimmt, „Schußwaffen dürfen gegen eine Menschenmenge nur dann gebraucht werden, wenn von ihr oder aus ihr heraus Gewalttaten begangen werden oder unmittelbar bevorstehen und Zwangsmaßnahmen gegen einzelne nicht zum Ziele führen oder offensichtlich keinen Erfolg versprechen.“ Der §13 sagt, dass der Gebrauch der Schußwaffe anzudrohen und ggf. ein Warnschuß abzugeben ist.
    Dies Gesetz sagt, wann Schußwaffen gebraucht werden dürfen, von wem und zu welchem Zweck. Es verpflichtet aber keinesfalls dazu. Die Schwelle der Zulässigkeit wird ziemlich hoch angesetzt. Die Anwendung eines solchen Gesetzes in der momentanen emotionsgeladenen Debatte ins Spiel zu bringen, zeugt nicht von politischem Geschick, es sei denn, man will entsprechende Wählerklientel anlocken.

    • Niemand hat bestritten, dass es Situationen gibt, in denen Polizisten Gewalt ausüben dürfen oder sogar müssen, schlimmstenfalls mit Schusswaffen. Denken Sie an Notwehr und Nothilfe. Die von Frau Petry oder gar Frau von Storch beschriebenen Situationen gehören aber nicht dazu. Explizit steht im Gesetz (§ 12 Abs. 3 UZwG): „Gegen Personen, die sich dem äußeren Eindruck nach im Kindesalter befinden, dürfen Schußwaffen nicht gebraucht werden.“ Deshalb ist die Juristin von Storch an dieser Stelle wohl zurückgerudert, doch ihre weiteren Ausführungen, man solle und müsse auf friedliche Flüchtlinge schießen, bleiben unmenschlich.

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