Wikipedia ist 15

Heute vor 15 Jahren wurde Wikipedia gegründet bzw. die englischsprachige Version ins Netz gestellt (siehe unter „Wikipedia“). Internet-Enzyklopädien gab es schon vorher, auch von den Wikipedia-Gründern Jimmy Wales und Larry Sanger. Die Neuerung war das Wiki-Konzept, wonach jeder Nutzer Beiträge nicht nur lesen, sondern auch schreiben und verändern kann. Allerdings gibt es inzwischen eine Hierarchie von Autoren und zahlreiche Regeln, die gerade neue Autoren abschrecken können. Wikipedia ist trotzdem die mit Abstand größte Enzyklopädie der Welt in über 300 Sprachen.

Einige Kollegen verbieten das Zitieren von Wikipedia-Artikeln, doch ich halte es für grundsätzlich zulässig, wenn man die Quelle richtig einordnet und nicht naiv alles glaubt, was man ohnehin nie tun sollte. Die Beiträge sind nicht grundsätzlich schlechter als in anderen populären Nachschlagewerken und häufig aktueller. Wenn man eindeutige Fehler findet, kann man sie gleich selbst korrigieren.

12 Gedanken zu „Wikipedia ist 15

  1. Leider wird das deutsche Wikipedia von linken Schreiberlingen beherrscht.
    Zugegeben, auch ich nutze hin und wieder Wikipedia, ABER man muss diesen linksorientierten Hintergrund kennen, um die Informationen richtig einzuordnen. Die linken Zecken haben sich überall eingenistet. Daher kann man nicht kritisch genug sein!

      • Leider bei politischen Themen nicht!

        Was dort so alles als „rechts“, „rechtspopulistisch“, „rechtsextremistisch“, „rechtsradikal“, u.s.w. bezeichnet wird, stammt eindeutig aus linker bis sehr linker Sichtweise. Es werden „Politikwissenschaftler“ und andere „Experten und „Fachleute“ zitiert (Häußler, Niedermaier, …), die so links sind, dass sie gar nicht neutral wissenschaftlich eingestuft werden können.

        Es liegt an uns, ob wir die Einteilung des politischen Koordinatensystems Linken überlassen. Wenn Linke von bösen „Rechten“ reden, dann weiß ich schon, dass es bestimmt gute Leute sind. Lassen wir uns nicht linken!

      • Das betrifft doch nur einen Bruchteil selbst der politischen Themen. Auch da wird mit Quellen gearbeitet und Sie könnten anderslautende Quellen anführen, wenn es diese denn gibt. Für Einschätzungen durch Politikwissenschaftler oder gar den Verfassungsschutz kann doch Wikipedia nichts.

    • Wichtige Sachen sollte man ohnehin durch mindestens zwei unabhängigen Quellen zu prüfen versuchen. Das Hauptproblem ist, dass ganz viele Medien gar nicht unabhängig voneinander sind. Die Zeitungen schreiben größtenteils dieselben Agenturmeldungen oder voneinander ab. Wikipedia ist auch (fast) nie eine Primärquelle, sondern zitiert (manchmal wörtlich ohne Anführungszeichen oder sogar ohne Quellenangabe) aus anderen Quellen. Für die Suche von Quellen muss es aber gar nicht schlecht sein, was z. B. auch auf Google und die Unterseiten dort zutrifft.

  2. Ich halte Wikipedia allgemein für ziemlich gut und auch ziemlich neutral. Natürlich sind die Schreiber dort primär links, doch die meisten Beiträge sind sehr ausgewogen. Natürlich findet man auch mal zweifelhafte Formulierungen, aber ich sehen auch nicht, warum Wikipedia generell proprietären Formaten unterlegen sein soll.

    Wikipedia ist ideal, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen. Auch die Aussagen lassen sich dank der Quellenangaben sehr gut nachprüfen. Zitieren würde ich Wikipedia (aber auch generell proprietäre Allgemeinlexika) an der Uni im Regelfall aber nicht (es mag Ausnahmen geben, aber die dürften weniger im Themengebiet der Ökonomie zu finden sein), da sollten schon die Primärquellen, d.h. wissenschaftliche Artikel aus Fachzeitschriften verwendet werden. Für allgemeine Fragestellungen auch ein allgemeines Lehrbuch von hoher Qualität. (die gängigen Standardwerke von Varian, Blanchard, Mankiw, Krugman, Wooldridge, etc.) Spätestens bei sehr spezifischen Fragestellungen kann man Wikipedia aber auch als ersten Überblick vergessen, aber das kann man einem Allgemeinlexikon wohl kaum zum Vorwurf machen.

    Google (Google Scholar) als Quellensuche funktioniert erfahrungsgemäß auch ziemlich gut, gefällt mir besser als so mancher Online Katalog. Gerade für Brainstorming ideal geeignet.

    • In der Wissenschaft sollte man möglichst Primärquellen zitieren, wozu Wikipedia, andere Lexika und die meisten Lehrbücher nicht gehören. Für allgemeine Konzepte und Begriffe muss man eigentlich gar keine Quellen angeben, aber manchmal ist das doch informativ, wofür sich dann Wikipedia & Co. anbieten.

  3. Wikipedia ist natürlich eine tolle Seite.

    Nur nervig sind die Deutschen , die sofort Löschanträge stellen, wenn wer was über Ö-Politik reinstellt.
    Wenn ich keine Ahnung habe als Piefke, dann bin ich doch nicht fürs löschen.

    Da gibst ja unzählige Beispiele :

    Zum Beispiel:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Reformkonservativen

    Wenn ich noch nie was gehört habe, von Ewald Stadler, als BRDler dann halte ich meine Klappe und mach mich doch nicht wichtig.
    Harte Brandreden hat der im Parlament gehalten.:

  4. Der Wikipedia Eintrag über Jörg Meuthen ist hingegen leider ein Armutszeugnis und in keiner Weise mit einem verlegten Lexikon vergleichbar. Ich vermute den hat ein Grundschüler geschrieben. Ich sagen nur „Er wird, dadurch dass er Ökonom ist, politisch als Liberaler angesehen.“

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