Nordkorea gibt Atom- als Wasserstoffbombe aus

Wir diskutieren hier über ‚Gewalt gegen Frauen trotz Polizei wegen falscher Politik‘. Das waren wirklich keine schönen Silvester: Sexuelle Belästigungen auch in Dortmund“. Doch weltweit gibt es noch ganz andere Probleme, die sich auch nicht durch einen Abgang von Frau Merkel lösen oder zumindest begrenzen ließen.

Am schlimmsten ist ganz aktuell wohl folgende Nachricht: Nordkorea will Wasserstoffbombe gezündet haben“. Das mit der Wasserstoffbombe ist zwar gelogen, da Nordkorea zum Glück (noch?) nicht über die notwendige Technologie dafür verfügt und die messbaren Explosionsfolgen dann doch zu gering waren. Aber es handelte sich dennoch um eine weitere Atombombenzündung Nordkoreas, die extra provozieren und Terror verbreiten sollte.

Der UN-Sicherheitsrat kündigt Schritte gegen Nordkorea an“, wobei die Beteiligung von China am meisten Hoffnung macht. Aber konkrete Sanktionen wurden noch nicht beschlossen und werden vielleicht auch wieder nicht beschlossen werden. Selbst von einer suboptimalen Einigung wie mit dem Iran (siehe Eckpunkte mit Iran vereinbart‘) ist man jedenfalls weit entfernt. Der Nutzen eines entsprechenden Abkommens wäre ohnehin zweifelhaft, da sich die grausame Diktatur in Nordkorea noch nie an frühere Vereinbarungen gehalten hat.

Ein Weltkrieg ist deshalb nicht zu erwarten, doch Nordkorea könnte erneut Südkorea angreifen (zum letzten Angriff siehe ‚Nordkorea griff vor 65 Jahren den Süden an‘) und diesmal auf einen Schlag die Millionenstadt Seoul auslöschen. Auch Japan ist für nordkoreanische Raketen inzwischen erreichbar. Die Welt braucht eine engere Kooperation der Großmächte, um solche Katastrophen zu verhindern. Bis dahin hilft nur die Hoffnung, dass Nordkoreas Diktator Kim Jong Un nicht völlig wahnsinnig ist, sondern weiter leben und seine Macht demonstrieren möchte.

3 Gedanken zu „Nordkorea gibt Atom- als Wasserstoffbombe aus

  1. Eine einfache Kernspaltungsbombe (fission) leistet bis 400 Kilotonnen TNT, eine sog. enhanced fission Bombe leistet bis zu 700 Kilotonnen TNT. Um Letzteres dürfte es sich in N-Korea handeln. 700 Kilotonnen TNT sind etwa das 40-fache der Hiroshimabombe und gelten als „city buster“.
    Wie von Ihnen angedeutet muss sich Seoul eine nukleare Garantiemacht suchen. Hier fallen die USA seit Platzen des Budapester Abkommens aus. Ironischerweise bleibt nur China übrig.
    Die realste Gefahr eines Atomkrieges sehe ich bei Indien / Pakistan, da hier keine Seite über eine „second strike capability“ verfügt und damit die „mutually assured destruction“ (MAD) ausfällt. Kissinger meinte, man sollte jeder Seite jeweils ein gebrauchtes Atom-U-Boot schenken, damit die Abschreckung wieder funktioniert.
    Das Platzen des Budapester Abkommens muss auch Deutschland nachdenklich machen.

  2. Der Schachspieler Tartawoker hat immer so gute Sprüche drauf “ Die Drohung ist stets stärker als die Ausführung.“ Sieht dieser Kim scheinbar genauso.

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