Diskussionspapier zu Drittmittelorientierung

Noch zu Silvester gab es ein neues Diskussionspapier von meinem Institut und zugleich mir: „Drittmittelorientierung als Risiko für Hochschulen“. Die Zusammenfassung lautet:

Walter Dörhage und Raimund Mildner empfehlen Hochschulen und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen, sich strategisch an der Gewinnung von Drittmitteln und kommerziellen Einnahmen auszurichten. Das ist allerdings für Hochschulen und auch die Hochschulpolitik gefährlich. Zu empfehlen ist bestmögliche Wissenschaft als Ziel, wofür Drittmittel nur ein Mittel darstellen.

Es lässt sich noch simpler formulieren: Wer nur hinter Geld her ist, ist in der Wissenschaft fehl am Platze, sei es als einzelner Wissenschaftler oder Hochschule. Könnte man dasselbe doch nur auch von Politikern und Parteien behaupten!

5 Gedanken zu „Diskussionspapier zu Drittmittelorientierung

  1. Die Wirtschaft muss sich sehr wohl in Forschung und Wissenschaft engagieren.
    Das kann nicht eine reine Staatsaufgabe sein, für die vor allem der Steuerzahler aufkommt.
    ABER es muss sicher gestellt werden, dass ihrem Einfluss dort klare Grenzen gesetzt sind!!!

    • Es gibt angewandte Forschung, die Wirtschaftsunternehmen selbst betreiben oder durch andere Unternehmen betreiben lassen. Das ist völlig in Ordnung. Reine Auftragsforschung durch ansonsten öffentlich finanzierte Hochschulen und Forschungsinstitute ist zwar üblich, aber keineswegs unproblematisch. Die öffentliche Finanzierung kann gleichzeitig einen ungerechtfertigten Wettbewerbsvorteil und eine Verschwendung von Steuermitteln darstellen. In bestimmten Fällen ist diese Forschung trotzdem gerechtfertigt, aber nicht als generelle Strategie.

  2. Pingback: Einreichung für den 19. Workshop Hochschulmanagement | Alexander Dilger

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