Tag der Menschenrechte

Heute ist der Tag der Menschenrechte, weil vor 67 Jahren die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von der Vollversammlung der Vereinten Nationen beschlossen wurde. Sie ist für sich genommen völkerrechtlich nicht verbindlich und die formulierten Menschenrechte sind leider in vielen Ländern bis heute nicht umgesetzt. Dabei ist zu beachten, dass die ersten 20 Artikel klassische liberale Freiheitsrechte sind, während die nachfolgenden 10 Artikel eher Ansprüche formulieren, deren Erfüllung nicht in jedem Fall garantiert werden kann. Es ist auch fraglich, ob die Demokratie tatsächlich ein Menschenrecht darstellt, wie Artikel 21 fordert. Das Asylrecht wird übrigens in Artikel 14 formuliert: „Jeder hat das Recht, in anderen Län­dern vor Ver­fol­gung Asyl zu suchen und zu genießen.“ Ohne Verfolgung besteht also kein Anspruch darauf, wie auch kein Anspruch auf ein bestimmtes Aufnahmeland besteht, aber durchaus auf ein verfolgungsfreies Land und Leben (siehe auch ‚Recht aufs Aus-, aber nicht Einwandern?‘, wobei Artikel 13 das Recht enthält, sein Land zu verlassen).

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11 Gedanken zu „Tag der Menschenrechte

  1. Der Islam schränkt die Menschenrechtserklärung deutlich ein. Dem Koran und dem islamischen Gesetz (der Sharia) wird ein höherer Rang eingeräumt. Menschenrechte können daher in islamischen Ländern eigentlich nur im Rahmen der im Koran und dem islamischen Gesetz festgelegten Gebote gewährt und eingefordert werden. Artikel 24 der Kairoer Erklärung der Menschenrechte von 1990 formuliert etwa: „Alle Rechte und Freiheiten, die in dieser Erklärung genannt wurden, unterstehen der islamischen Sharî’a“ [also dem islamischen Gesetz], und Artikel 25 ergänzt: „Die islamische Sharî’a ist die einzige zuständige Quelle für die Auslegung oder Erklärung jedes einzelnen Artikels dieser Erklärung“. Diese betont die „historische Rolle der islamischen Umma“ [der weltweiten Gemeinschaft aller Muslime], „die von Gott als die beste Nation geschaffen wurde und die der Menschheit eine universale und wohlausgewogene Zivilisation gebracht hat, in der zwischen dem Leben hier auf Erden und dem Jenseits Harmonie besteht und in der Wissen mit Glauben einhergeht“.

    Das wird bei Gutmenschen gerne vergessen……!

    • Dafür vergessen Islamfeinde regelmäßig Artikel 18:

      Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewis­sens– und Reli­gions­frei­heit; dieses Recht schließt die Frei­heit ein, seine Reli­gion oder seine Weltan­schau­ung zu wech­seln, sowie die Frei­heit, seine Reli­gion oder seine Weltan­schau­ung allein oder in Gemein­schaft mit anderen, öffentlich oder pri­vat durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Kulthand­lun­gen zu bekennen.

      Die Menschenrechte gelten im Übrigen auch für Menschen, die sie selbst nicht (vollständig) anerkennen, also z. B. Islamisten und Islamfeinde. Politisch wird das erst dann ein Problem, wenn das zu viele oder mächtige Menschen sind.

      • Ich bin KEIN Islamfeind! Auch und gerade Artikel 18 der Menschenrechtserklärung sind mir wichtig. Aber der Islam muss, ebenso wie andere Religionen es dulden müssen, kritisiert werden dürfen, gerade wenn er radikal auftritt.

        Auf die Kairoer Erklärung, mit der die islamischen Staaten die Menschenrechtserklärung der UNO unter Islam-Vorbehalt stellen, was andere Religionen nicht tun (!), gehen Sie leider nicht ein. Tatsache ist, dass abgesehen von Nord-Korea, in islamisch geprägten Staaten die Menschenrechte am häufigsten verletzt werden.

      • Dass viele islamische Staaten kein Hort der Menschenrechte sind, ist unbestritten. Die Unterstellung, dass dies am Islam liegen würde und nichtislamische Staaten die Menschenrechte grundsätzlich (mit Ausnahme Nordkoreas) mehr achten würden, ist jedoch falsch. Viel schlimmere deutsche Verbrechen sind noch nicht so lange her, der Völkermord in Ruanda wurde von Christen begangen und in Sri Lanka waren die meisten tamilischen Terroristen Hinduisten, die dann von Buddhisten massakriert wurden. Menschen sind leider zu vielen Graumsamkeiten fähig, was nicht auf eine Religion reduziert werden kann.

      • Prof. Dilger, Menschen können primitiv, brutal, schrecklich sein. Ich habe in Ägypten den brutalsten Umgang mit Tieren lange beobachten können. Vielleicht ist ein guter Teil davon Primitivismus und ein wenig Religion. Vergessen wir aber Sharia nicht, hier kann man eine enge Verbindung mit einer bestimmten Religion nicht leugnen. Und Sharia ist menschenverachtend etc. wie es in keiner anderen Religion möglich ist.

      • Die Scharia widerspricht in wesentlichen Teilen den Menschenrechten. Sie ist aber nicht menschenverachtender als andere religiöse Texte wie das Alte Testament oder hinduistische Schriften, auf denen z. B. das Kastensystem beruht. Historisch ist es sogar so, dass heute rückständig erscheinende Vorschriften seinerzeit fortschrittlich waren (z. B. dass Frauen überhaupt etwas zählen, wenn auch weniger als Männer).

      • Es ist auffällig, dass die meisten Menschenrechtsverletzungen in islamischen Staaten geschehen. Und es ist noch auffälliger, dass diese Staaten ihr Vorgehen eben mit dem Koran rechtfertigen. Ja, Gewalt und Unrecht gibt es weltweit, auch in nicht muslemischen Staaten. ABER nirgendwo sonst wird das mit der Religion gerechtfertigt. DAS macht den Unterschied!

        Mir als Christ sind Positionen der Zeugen Jehovas oder der Mormonen auch sehr suspekt. ABER die werfen keine Bomben und entführen auch keine Flugzeuge!

      • Es ist sachlich falsch, dass es die meisten Menschenrechtsverletzungen in islamischen Staaten gibt. Außerdem sind dort nicht nur die meisten Täter, sondern auch Opfer Muslime. Im Westen fallen die Islamisten nur deshalb besonders auf, weil sie auch hier (in viel geringerem Maße) Terror ausüben. Was ist schließlich relevant daran, ob Menschenrechtsverletzungen mit der Religion, dem Kommunismus oder Nationalismus gerechtfertigt werden sollen, obwohl sie nicht zu rechtfertigen sind? Ich lehne sie alle gleichermaßen ab.

  2. Am Tag der Menschenrechte darf man besonderes in Deutschland die negative Rolle Russlands nicht leugnen. Ich erinnere nur an ein Paar Menschen wie, Frau Politkowskaja, Boris Nemtsow, Frau Estemirowa, Juschenkow, Klebnikow etc. In den letzten 15 Jahren wurden schaetungsweise ueber 250 Journalisten aber auch Aktivisten um Menschenrechte in Russland ermordet. Hintermaenner dieser Morde wurden nicht gefunden! Verantwortung des Systems-Putin und seiner „Dienste“ sind nicht zu leugnen.

    Organisationen wie “ Memorial“ und „Soldaten Muetter“ , und andere tapfere Buerger oder Zeitungen, verdienen unser Respekt und Hilfe. Das sind die russischen Eliten. Sie verdienen in Deutschland, als Beispiele fuer mutigen Kampf um Freiheit und Demokratie, nicht vergessen zu werden.

    Wir reden gerne ueber einen totalitaeren Herrscher Wladimir Putin, vergessen aber, dass er und sein System Russland nicht allein darstellen. Er ist nicht dabei Stalinismus aufzuarbeiten sondern zu verlaengern und Europa zu spalten. Menschenrechtsschuetzerin Frau Swetlana Gennuschkina von der Organisation “ Zivile Unterstuetzung“ veroefentlichte “ Auch wir sind Russland“, in Europa Verlag! Solche Menschen werden in Putins-Rusland als „auslaendische Agenten“ gefuehrt.

    Und noch ein Hinweis. Gerade hat die Duma, ein Gesetzprojekt verabschiedet, dass die Verbindlichkeit von Urteilen des Europaeischen Gerichtshofs fuer Menschenrechte unter den Vorbehalt stellt, dass das russische Verfassungsgericht nicht anderweitig entscheidet. Ein Klarer Bruch der russischen Verfassung, findet Frau Gannunschkina. Damit soll Aufklaerung der Verbrechen an der eigenen Bevoelkerung verhindert werden!

  3. Es kann keine unbegrenzte Hilfe für Flüchtlinge geben.
    Nach dem Erfolg der FN in Frankreich wird die AfD im März in mehrere Landtage einziehen. Auch nicht-grüne Ökoparteien wie die ÖDP bekommmen immer mehr Einfluss.
    Es muss ein nachhaltiges Wirtschaften geben. Zum Beispiel sollten immer mehr Menschen mit Einsitzer-Autos fahren und in Mobilheimen wohnen.
    Wir brauchen eine praxisorientierte Religion gemäß C. G. Jung und Emil Coue.

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