Zuckerberg will 99 % spenden

Mark „Zuckerberg will fast sein ganzes Vermögen spenden“ angesichts der Geburt seiner Tochter Max. Im Laufe seines Lebens will er 99 % seiner Facebook-Aktien mit einem gegenwärtigen Börsenwert von 45 Milliarden Dollar für wohltätige Zwecke spenden bzw. größtenteils in eine eigene Stiftung einbringen. Dazu hat er einen Brief bei Facebook veröffentlicht, der an seine Tochter adressiert ist, die aber sicher nie unter Armut leiden wird. In Wirklichkeit wendet sich der Facebook-Gründer an die ganze Welt und trägt dabei ziemlich dick auf. Ich rechne jedenfalls nicht damit, dass in den nächsten ein bis zwei Generationen alle Krankheiten erfolgreich bekämpft werden oder das Internet das Lernen völlig revolutioniert und neue Technologien stets die Lösung sind. Es gibt Fortschritte, doch der Weg ist lang und mühsam, wie auch 45 Milliarden Dollar angesichts der globalen Probleme nicht übermäßig viel sind. Trotzdem ist es großartig, wie sich insbesondere US-amerikanische Milliardäre engagieren, wobei es nicht nur auf ihr Geld, sondern auch ihre Managementfähigkeiten ankommt. Am besten gefällt mir dabei diese Einsicht:

We must back the strongest and most independent leaders in each field. Partnering with experts is more effective for the mission than trying to lead efforts ourselves.

14 Gedanken zu „Zuckerberg will 99 % spenden

  1. Eine weitere Episode des ‚American Dream‘ (den es inzwischen auch in Russland gibt), mehr nicht.

    Neureichen Milliardärs-Darstellern wird über Nacht gegeben und dann unter scheinheiligsten oder auch mal nicht ganz so schönen Vorwänden wieder genommen. Die wahren Oligarchen haben längst gelernt, besser nicht mehr so stark öffentlich in Erscheinung zu treten und sich bedeckt zu halten.

    Parallelen zur Politik sind natürlich rein zufällig …

    Trotzdem muss sich niemand Sorgen um Oligarchen-Schützlinge wie Mark Zuckerberg machen. Von 450 Millionen lässt es sich schließlich auch noch eine Weile lang ganz gut leben.

    • Ist das Ihr Neid, weil Herr Zuckerberg als Unternehmensgründer erfolgreich war?

      45 Milliarden Dollar kann man ohnehin nicht für persönlichen materiellen Konsum ausgeben. Dagegen behält er noch lange die Kontrolle über Facebook und das Vermögen.

      • Neid?

        Ganz sicher nicht. Ich bin zufrieden mit dem was ich „erreicht“ habe.

        Ich kenne mehrere echte Schwerreiche ganz gut persönlich und muss sagen, dass ich nicht mit ihnen tauschen möchte. Ein Leben hinter Mauern, umgeben von Securities. Nur wenige schaffen es tatsächlich inkognito zu bleiben.

        Glück lässt sich ohnehin nicht in Geld ermessen und maximaler Wohlstand macht das Leben nicht zwangsläufig besser. Zu den Menschen, die nach Reichtum streben, um sich damit Macht über andere zu erkaufen, gehöre ich nicht und ich beneide diese Schattenmenschen auch genauso wenig wie ihre Marionetten von der Forbes-Liste (auf der die wahren Ultrareichen interessanterweise schon lange nicht mehr auftauchen).

      • Ihr verschwörungstheoretischer Unsinn ist wirklich schwer erträglich. Wieso trollen Sie nicht AfD-Foren, was habe ich Ihnen getan?

      • Was ist denn daran schon wieder „verschwörungstheoretischer Unsinn“?

        Haben Sie etwa auf einer der Forbes-Listen der letzten Jahre jemals einen der Namen „Rothschild“, „Rockefeller“, „Getty“, „Guggenheim“ usw. gelesen?

        Dabei werden doch angeblich nur Diktatoren und Königshäuser nicht ausgewiesen …
        (was erklärt warum mein vermeintlicher Auftraggeber nicht auf dieser ‚ehrwürdigen Liste‘ erscheint)

        Sind die vorgenannten Familien nun Diktatoren oder plötzlich Könige geworden? Oder unerwartet verarmt? Genauso wie immer wieder Jung-Milliardäre aus dem NICHTS auftauchen? (z.B. „A“ wie Abramowitsch, „B“ wie Beresowski, „C“ wie Chodorkowski, … bis hin zu „Z“ wie Zuckerberg)

        Ich lach mich wirklich bald tot über Ihre Verschwörungstheorien-Phobie. Dann haben Sie Ihre Ruhe vor mir und Waldimir Putin muss sich eben einen neuen Troll für Ihren Blog suchen. Old Frackinghead Grisogono von der Gegenseite wird es Ihnen danken. *Ironie off*

      • Es ist einfach unanständig, wie Sie Herrn Zuckerberg angesichts seiner guten Tat unterstellen, sein Vermögen nicht selbst verdient zu haben (über das Wie könnte man sinnvoll diskutieren) und nur Marionette von geheimen Verschwörern zu sein. Ich möchte solche unseriösen Kommentare hier nicht mehr diskutieren müssen. Wenn Sie meiner oft wiederholten Bitte nicht nachkommen, sperre ich wieder Ihre zahllosen Kommentare, und zwar dauerfhaft.

      • Zuckerberg ist kein Wohltäter. Facebook ist eines der schlimmsten Gifte des 21. Jahrhunderts. Vor solchen Menschen wie Herrn Zuckerberg mache ich keinen Kniefall.

        Und dass es die Rothschilds und Rockefellers wirklich gibt, werden Sie doch wohl nicht ernsthaft bestreiten?

      • Es geht hier nicht um einen Kniefall, sondern Ihren fehlenden Mut zur Wahrheit. Wenn Sie nicht belegen können, dass Herr Zuckerberg eine reine Marionette von wem auch immer ist, war das Ihr letzter Kommentar hier.

  2. Zuckerberg zahlt die Summe in Raten in ein GmbH-ähnliches Konstrukt mit jährlich einer Milliarde ein und spart damit ca. 330.000.000 Steuern jährlich. Das Geld bleibt weiter in seinem Einflussbereich. Das kann man mit Bezug auf die Steuerersparnis sinnvoll finden oder auch nicht.

    • Na dann ist es wohl eher ein Steuersparmodell mit sozialer Nebenwirkung. Ich kenne ja das US-Stiftungsrecht nicht so genau. Aber meines Wissens kann der Stifter einen „vertrauenswürdigen Verwalter“ (Verwandte?) des Stiftungsvermögens bestimmen. Der wird natürlich für seine verantwortungsvolle Tätigkeit auch entsprechend bezahlt. Man vererbt also nicht das Vermögen, sondern einen lukrativen Job.

      • Das wäre vielleicht bei ein paar Millionen relevant, nicht aber bei 45 Milliarden. Es geht hier nicht um die persönliche Verwendung des Geldes, sondern um Ruhm und Einfluss.

      • Nun ja. Die USA erhebt bei derart hohen Vermögenswerten auf Bundesebene eine „federal estate tax“ in Höhe von 40%. Hinzu kommt noch die Erbaftsteuer des jeweiligen Bundesstaates in Höhe von 10-20%.
        Wer sein Vermögen über mehrere Generationen sichern will, gründet eine Stiftung (die ja bekanntlich kein Erbfall werden kann) und sorgt für gutbezahlte Jobs für seine Nachkommen.
        Wenn der Stiftungszweck dann auch noch einen sozialen Hintergrund hat, ist dem Herrn Zuckerberg der Ruhm über den Tod hinaus gewiss.

      • FOCUS Online schreibt dazu:

        Könnte Zuckerberg sich als Mitglied im Stiftungsrat ein fürstliches Gehalt zahlen?
        Nein. Das Gehalt orientiert sich am Gehalt, das ein normaler Angestellter im öffentlichen Dienst in dieser Position bekäme. Diese Regel gilt auch in den USA. Tritt Zuckerbergs Tochter Max einmal in den Stiftungsrat ein, muss sie ihrer Ausbildung entsprechend bezahlt werden – kann also nicht ohne Abschluss ein MBA-Gehalt kassieren.

        Die Dividenden oder Zinsen fürs verbleibende Prozent seines Vermögens sind viel höher.

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