AfD-Bundesparteitag fordert sofortige Abschaffung des Euro

Bezüglich der AfD habe ich keine Insiderkenntnisse mehr und interessiere mich auch gar nicht mehr für die meisten Interna. So weiß ich nicht einmal, ob zum AfD-Bundesparteitag heute und morgen in Hannover die NRW-Delegierten vom ‚Parteitag der Rechtsbrüche und Nein-Stimmen‘ in Siegen entsandt wurden oder doch noch eine halbwegs demokratische Wahl stattfand. Ich habe mir auch nicht den Entwurf für die dann inzwischen vierte Bundessatzung näher angeschaut, während es noch immer kein auf breiter Basis beschlossenes Parteiprogramm gibt. Über die Resolution zum Asylrecht: Niederlage für AfD-Bundesvorstand“ lese ich auch nur in der Zeitung. Ich kann nur vermuten, dass dieses „Thesenpapier Asyl“ der gescheiterte Antrag vom Bundesvorstand war, der selbst schon massive Grundgesetzänderungen erfordert hätte, für die es keine Zweidrittelmehrheit gibt, und zugleich zu viel mehr Asylanten geführt hätte, weil die Antragstellung weltweit zugelassen werden sollte (siehe ‚Flüchtlingspolitik verschiedener Parteien‘). Herr Renner ist da bestimmt nicht so großzügig, während Herr Pretzell gleich auf die Flüchtlinge schießen will (siehe „NRW-AfD-Chef will Flüchtlinge notfalls mit Schüssen stoppen“ und „AfD lehnt Verschärfung des Waffenrechts ab“). Aber es gibt zumindest einen wirklich positiven Beschluss vom AfD-Bundesparteitag zu vermelden, wenngleich ich auch darüber keine Details kenne, denn es wird jetzt „die sofortige Abschaffung des Euro gefordert“ (siehe S. 3 von „AfD-Basis schmettert Petrys Asyl-Konzept ab“), was unter Herrn Lucke leider nicht möglich war.

138 Gedanken zu „AfD-Bundesparteitag fordert sofortige Abschaffung des Euro

  1. Es ist nicht so einfach, den Euro abzuschaffen. Da bin ich Realist. Es würde schon reichen,
    1. den Vertrag von Maastricht mit der 3%-Defizitgrenze einzuhalten, bzw. Staaten die ihn wiederholt brechen, auch dem Euro auszuschließen;
    2. den Vertrag von Lissabon mit seiner bailout-Klausel einzuhalten, damit kein Staat für die Schulden eines anderen haften muss;
    3. Staaten, die sich an Vereinbarungen nicht halten oder bei ihren Daten tricksen, konsequent aus der Euro-Währungsunion zu werfen und
    4. die Geldpolitik der EZB nicht dem Südländer Mario Draghi zu überlassen, der das Tricksen mit falschen Zahlen bei der dubiosen Investment-Bank Goldman-Sachs (eigentlich Goldman sucks!) gelernt hat.
    Mit einem „Nord-Euro“ könnten wir sehr gut leben!!!

    • Wenn man anfängt, Länder aus dem Euro zu werfen, ist er ohnehin Geschichte. Was wären hingegen die Vorteile eines Nord-Euro? Er hätte grundsätzlich dieselben Probleme wie der Euro, nur anfangs abgeschwächt, weil sich die Länder ähnlicher wären.

      • Vielleicht kommt die Abschaffung des Euro ja schon mit der Abschaffung des Bargelds. Beides wird über Nacht erfolgen, wie bereits mehrfach von Wolfgang Schäuble angedeutet …

    • @francomacorisano

      Die Praxis hat gezeigt, dass genau das eben nicht funktioniert. Unterschiedlichen Volkswirtschaften eine Gemeinschaftswährung verpassen zu wollen ist absurd. Aber die Absicht dahinter ist ja auch nicht die (nur vorgeschobene) „Vereinfachung des Zahlungsverkehrs“, sondern das Erzwingen eines gemeinsamen Staates – der Vereinigten Staaten von Europa. Diese sollen dann angeblich auch in der Lage sein, die anderen Probleme, die so ein viel zu großer Monster-Zentralstaat mit sich bringt, zu „lösen“, was natürlich genauso zum Scheitern verurteilt ist wie schon die UdSSR gescheitert ist.

      • Quatsch! Sowjets sind nicht wegen der Größe gescheitert. Warum ist USA nicht gescheitert? Eine kommunistische Diktatur mit einem marxistischem Wirtschaftssystem/ Planwirtschaft zu eine Marktwirtschaft zu vergleichen ist naiv.

      • @Ivan de Grisogono

        Die USA sind wahrlich kein Vorbild. Sehen Sie sich doch die Infrastruktur, den Zustand des Bildungssystems, das kulturelle Leben und auch Das Niveau auf dem die meisten US-Amerikaner leben, nur einmal genauer an. Das alles ist mit Mitteleuropa nicht ansatzweise zu vergleichen.

      • Im Schnitt sind die USA reicher als Mitteleuropa, nur ist die Ungleichheit viel größer. Das gilt nicht nur für die individuellen Einkommen, sondern z. B. auch für das Bildungs- und Gesundheitssystem. Die weltbesten Universitäten befinden sich in den USA, aber auch solche, gegen die jede Volkshochschule hier exzellent erscheint.

      • „Reich“ ist eben relativ. Wenn das BIP je Kopf höher ist, bedeutet das ja nicht zwangsläufig, dass der Durchschnittsbürger besser da steht (wie Sie treffend beschreiben) und auch nicht, dass die reale Kaufkraft höher ist.

      • Die reale Kaufkraft ist in den USA höher, übrigens nicht nur im Durchschnitt, sondern auch im Median, weil z. B. die Steuer- und Abgabenlast geringer ist und gerade die materiellen privaten Güter relativ günstig sind. Es fehlt eher an öffentlichen oder zumindest staatlich bereitgestellten Gütern. Eigentlich müssten Sie das doch begrüßen, aber vermutlich wollen Sie den hiesigen Wohlfahrtsstaat, nur eben kostenlos.

      • @AD

        Sehen Sie sich beispielsweise die Immobilien- und Mietpreise in New York City an. Oder die dortigen Preise für Hotelzimmer, etc.. Da kann von höherer realer Kaufkraft doch keine Rede sein. Wenn Sie natürlich den Big-Mäc-Index zum Maß aller Dinge erklären, mögen Sie Recht haben.

        Die „Annehmlichkeiten“ des „Wohlfahrtsstaates“ sind im übrigen überwiegend verzichtbar. Insbesondere der Wasserkopf von öffentlicher Verwaltung und sogenanntem „Sozialstaat“.

      • Ein größeres Land hat eben auch dichtere und damit teurere Ballungsräume. Die durchschnittlichen US-Hauspreise sind viel niedriger als hier. Die Hausqualität ist auch niedriger, aber das kann einem z. B. bei der Familiengründung erst einmal egal sein, zumal besseres Klima und/oder niedrigere Energiepreise auch Wärmedämmung etc. weniger wichtig machen. Dagegen wäre im Alter eine sichere Rente und eine bezahlbare Gesundheitsversorgung schon schön.

      • Sie sagen es: Die durchschnittlichen Hauspreise in USA sind niedriger, die Qualität aber auch. Nicht anders in den neuen Bundesländern oder in Russland. Nun frage ich Sie – soll das tatsächlich der Maßstab für „Lebensqualität“ sein?

  2. Die Verengung auf das Flüchtlings- und Migrationsthema ist m.E. zwar ein Tanz auf des Messers Schneide für die AfD, aber in Anbetracht der Omnipräsenz dieser Merkels despotischem Alleingang geschuldeten Krise und ihrer öffentlichen Wahrnehmung wohl leider unumgänglich.

    Erfreulich indes, dass sich die AfD nun endlich wieder offiziell und für jeden sichtbar mit der Forderung nach der Abschaffung des Euro befasst.

    • Schlaflose Nächte?
      Illegale Migranten, Syrien/Terror und EURO/ EU werden in nächsten Monaten aktuell bleiben und deswegen hat AfD jetzt eine einmalige Chance! Frau Petry lernt langsam was Verdrängungskämpfe bedeuten. Ich glaube hier hat jemand (Prof. Dilger?) damals vorausgesagt, dass Frau Petry von Herrn Höcke verdrängt wird. Es scheint wahrscheinlich, dass Höcke, Gauland, Hampel, Schachtschneider, Kubitschek sowie Buddys von NPD etc. sich konsolidieren und die Mehrheit der Partei hinter sich haben!

      https://andreaskemper.wordpress.com/2015/11/23/die-npd-afd-achse-heise-hocke/

      AfD bewegt sich noch immer weiter rechts von Ur-AfD. Sehr erfolgreiche Petition gegen Frau Merkel (>210000 Stimmen) bei Change.org wurde von Frau Monika Hanutko gestartet. Die Dame versucht jetzt sofort die nächste Petition los zu lassen: „Ein Nichtangriffspakt mit Russland“ i.e. auch Austritt aus der NATO. Ich glaube sie ist AfD Mitglied in Brandenburg? Ja, Herr Meister auch für Linke sind solche absurde Gedanken noch aktuell!

      Frau Petrys Forderung nach Merkels-Rücktritt stellte schon Prof. Lucke im July in Essen. Allerdings, erstens es ist richtig es zu tun und heute sind die Bedingungen günstiger. Prof. Oberreuter, Passau, sagte dazu :

      http://www.wirtschaft.com/politologe-haelt-merkel-ruecktritt-fuer-moeglich/

      • Dass Leute wie Höcke ein Problem für vernünftige AfD-Mitglieder darstellen, bestreitet niemand. Aber einfach davon zu laufen, ist keine Lösung. Sie sehen es ja am ‚großartigen Erfolg‘ Ihrer neuen Partei (ALFA), die außer ein paar wenigen Insidern niemand kennt, woran sich auch bis zu den nächsten Wahlen nichts ändern wird. Luckes Stern ist untergegangen, herbeigeführt hat er diesen Untergang höchst selbst.

  3. Ihre Fixierung auf die und Ihre ausgeprägte Voreingenommenheit gegenüber der AfD, weil sie sich anders entwickelt als es Ihnen gefällt, ist schon bemerkenswert. Dem längst fälligen Euro-Thema stimmen Sie zwar zu, wo jedoch ist die Partei, die den Merkelschen Wahnsinn auch nur ansatzweise thematisiert?

    Vielleicht müssen Sie in Ihrer beruflichen Situation aber so handeln.

    • Das hat mit meinem Beruf nur indirekt zu tun, nämlich mit meiner Verpflichtung als Wissenschaftler zur Wahrheit, während es in der AfD keinen Mut zur Wahrheit mehr zu geben scheint. Eine Kritik der Merkel-Politik ist nötig, wird allerdings auch von mir formuliert, während die AfD leere Rücktrittsforderungen erhebt.

      • Ein ziemlich bequemer Standpunkt, scheint mir. Damit haben Sie immer irgendwie recht. Und wieso „leere Rücktrittsforderungen“? Sie werden zumindest klar erhoben (Sie kritisieren nur eher lau). Und es ist ja nicht nur die AfD, sondern es sind viele andere, die nicht in der Partei organisiert sind, die beispielsweise in offensichtlich größerer Zahl gegen Merkel geklagt haben.

        Das Argument „Verpflichtung als Wissenschaftler zur Wahrheit“ klingt wie ein Feigenblatt. Nicht nur Wissenschaftler sollten die Wahrheit sagen – die momentane Politik, die Medien und vielen andere mehr lügen jedoch geradezu fast schon begeistert, was mich schaudern läßt.

      • Meine Kritik ist doch nicht lau, sondern in der Sache viel tiefergehend als die meisten parteipolitischen Parolen. Ich könnte auch durchaus begründet den Rücktritt von Frau Merkel oder Frau Petry fordern, aber die Wirkung wäre dieselbe, nämlich keine. Ebenso werden die Klagen gegen Frau Merkel scheitern, weshalb man sich erfolgversprechendere politische Strategien und Koalitionsmöglichkeiten überlegen sollte. Dazu muss die AfD anschlussfähig sein bzw. wieder werden, natürlich ohne Ausverkauf ihrer Grundpositionen. Grundsätzlich sollte jeder die Wahrheit sagen (oder schweigen), aber insbesondere in der Politik wird vor allem gelogen, weil das häufig noch belohnt wird (denken Sie nur an Herrn Pretzell).

    • Merkels-Wahnsinn wird vernünftig von ALFA, besonderes von 5 Prominenten MdEPs, thematisiert! ALFA-Kampagne „Merkel stoppen“ läuft seit min. 4 Wochen!

      • Witzig. ALFA ist als Gruppierung völlig überflüssig. Lucke wird auch das in den Sand setzen. Diese „Bewegung“ hat keinerlei Aufmerksamkeit mehr und macht sich selbst überflüssig.

      • Das ist leider so. Herr Lucke hätte den Bruch verhindern können und sollen. Ich bin gespannt, was er nach den Landtagswahlen nächsten März macht.

      • @Ivan de Grisogono

        Welche ALFA-MdEPs?
        Meinen Sie die fünf AfD-Deserteure, die nicht einmal den Schneid haben, ihre Mandate anstandshalber zurück zu geben?
        Lächerlich!

      • Die Dame und Herren wurden gewählt. Dagegen verstehe ich nicht, was Herr Pretzell immer noch in der ECR-Fraktion macht. Bei seiner Kandidatur hatte er kategorisch ausgeschlossen, in eine Fraktion mit den Tories zu gehen. Dass er dann umfiel, mag man mit Parteidisziplin erklären (die er sonst jedoch eher weniger zeigt). Aber jetzt könnte er doch mit Frau von Storch in die viel besser passende ENF oder zumindest EFDD wechseln.

      • @AD

        M.E. wäre es ohnehin glaubwürdiger gewesen, wenn die AfD überhaupt nicht zur Europawahl angetreten wäre.

        Aber wie Sie an allen sieben (ehemaligen) AfD-MdEPs sehen, ist allen eines gemein: Sie stehen nicht für das, wofür sie angetreten sind.

      • Vielleicht war das eine Voraussetzung dafür, um nominiert zu werden. Das würde zeigen, dass die AfD bereits im Januar 2014 vom propagierten Mut zur Wahrheit weit entfernt war.

      • @AD

        Nicht „DIE AfD“, sondern ihre damaligen Vorturner.

      • Das gilt aber leider auch für die Mehrheit der Delegierten, während zumindest in NRW die Mehrheit der Mitglieder damals noch ganz gemäßigt und ehrenhaft war. Die heutigen Verhältnisse an der Basis kann ich nicht mehr richtig einschätzen. Ich weiß aber, dass immer noch etliche bürgerliche Mitglieder in der AfD sind, weshalb der ALFA-Unvereinbarkeitsbeschluss doppelt fragwürdig ist (es will fast niemand wechseln und es werden durchaus honorige Leute diskreditiert, während es selbst in ALFA bereits frühere [?] Rechtsextremisten gibt).

      • “ Aber jetzt könnte er doch mit Frau von Storch in die viel besser passende ENF oder zumindest EFDD wechseln.“

        Insbesondere für die EFDD wäre das wichtig, weil man ja für eine EU-Fraktion 7 Abgeordnete aus 7 verschiedenen Ländern braucht und im Augenblick haben die nur 7 Länder, die könnten bei Streit schnell den Fraktionsstatus verlieren.
        Die ENF konnte schon auf 8 Länder erhöhen.

        Interessanter Übertritt: “ Am 15. Juli 2015 erklärte der für die Partidul Conservator gewählte Constantin Laurențiu Rebega seinen Übertritt von der sozialdemokratischen Fraktion zur ENF.“
        https://de.wikipedia.org/wiki/Europa_der_Freiheit_und_der_direkten_Demokratie

      • @AD:
        „Das gilt aber leider auch für die Mehrheit der Delegierten, während zumindest in NRW die Mehrheit der Mitglieder damals noch ganz gemäßigt und ehrenhaft war. Die heutigen Verhältnisse an der Basis kann ich nicht mehr richtig einschätzen.“

        Zumindest in meinem AfD-Landesverband (Bayern) handelt es sich bei der Mehrheit der Mitglieder nach wie vor um gemäßigte und ehrenhafte Mitglieder. Ich sehe auch keinen Grund, warum das in den anderen westlichen Landesverbänden (aus denen die AfD nach wie vor immerhin 85% ihrer Mitglieder schöpft) anders sein sollte.

      • Wenn das so ist, dann bräuchte die AfD einen „Aufstand der Anständigen“. Die ursprüngliche Idee ist immer noch gut und wichtig.

      • @AD

        Es ist so. Aber anständige Menschen neigen eben nicht so sehr zu Aufständen wie Radikale und Extremisten, daher wird es eher eine sanfte Evolution werden.

  4. @Hr. Macorisano: Eine Abschaffung des Euro ist sicherlich eine größere Operation. M.e. ist sie aber leichter umsetzbar als eine Rückkehr zu den Verträgen. Rückkehr zu den Verträgen fordert eine Vielzahl von Staaten zu überzeugen (was Geld und Zugeständnisse auf anderen Gebieten verlangt) und eine Konfrontation zu Staaten wie Frankreich und Italien (highly unlikely). Eine Abschaffung des Euro hingegen ist unilateral umsetzbar: Sobald die Bundesregierung kommuniziert, dass D austritt ist der Euro Geschichte.

    Interessieren würde mich, was eine realistische politische Konstellation ist, die eine Euro Abschaffung begünstigt. Ich kann mir kaum vorstellen, dass D den ersten Stein wirft weil es keinen Politiker in den Volksparteien geben dürfte, der als der „Euro-Zerstörer“ in die Geschichte eingehen will. Anders wäre die Situation wenn bspw. Italien austreten will, oder in Frankreich Le Pen an die Macht käme: Beides m.E. derzeit auch unrealistisch.

    Wie sehen Sie das?

  5. Ist es nicht völlig egal, ob die Delegierten aus Siegen oder eventuell zwischenzeitlich neu gewählte Delegierte die NRW-AfD in Hannover vertreten? Das Ergebnis beider „Wahlen“ dürfte sich nicht wesentlich unterschieden haben, Mob bleibt Mob!
    Die Forderung nach sofortiger Abschaffung des Euro dürfte nur erhoben worden sein, um nicht als Ein-Themen-Partei dazustehen und um an die vermeintliche Kontuinität der AfD aufzuzeigen. Wer in der neuen AfD ist denn in Lage, den Weg zu einer Abschaffung des Euro zu formulieren. Doch wohl nicht der Fachhochschulprofessor aus Baden-Württemberg.

    • In einer Demokratie geht es nicht nur, vielleicht nicht einmal vorrangig darum, wer gewählt wird, sondern auch darum, dass und wie gewählt wird. In Siegen hat sich das AfD-Führungspaar Petry-Pretzell als völlig undemokratisch und rechtsbrechend gezeigt.

      • Wo bitte haben wir noch eine Demokratie in diesem Land? Bestenfalls gibt es doch noch Überbleibsel. Eine Regierung, die routinemäßig Verträge bricht, ein Parlament das gleichgeschaltet ist, Medien, die vom Staat gegängelt werden, Grenzen, die nicht geschützt werden, eine Meinungsfreiheit, die alle, deren Meinung einem nicht paßt, zu Nazis werden läßt, eine Regierung, die Teile des Volkes als „Pack“ bezeichnet, Einwohner, die gegenüber völlig Kulturfremden benachteiligt werden, Soldaten, die in Kampfgebiete geschickt (und, was zu befürchten ist, getötet) werden, wobei aber gleichzeitig die jungen Männer aus just diesen Ländern hier gepampert werden – all das sind wohl Elemente, die das Insistieren auf der „Demokratie“ und den „demokratischen Regeln“ in diesem Land leider, leider sehr überholt ausschauen läßt.

      • Die Große Koalition hat doch leider die meisten Wähler hinter sich. Selbst wenn die AfD 2013 in den Bundestag gekommen wäre, wären die Mehrheiten klar (bzw. noch klarer, weil Rot-Rot-Grün keine potentielle Mehrheit hätte). Wenn Sie sich außerhalb der AfD einmal umhören, werden Sie auch merken, dass immer noch viele Leute Frau Merkel gar nicht so schlecht finden. Das heißt nicht, dass man nicht für Veränderungen werben sollte, ja sogar muss. Aber den Untergang des Abendlandes durch gewählte Politiker zu verkünden, ist auch nicht sonderlich demokratisch.

      • So schnell wird das „Abendland“ nicht untergehen. Es hat die Christianisierung überstanden, dann wird es auch weitere Veränderungen überstehen.

      • Die vermeintliche „Islamisierung des Abendlands“ wird ausbleiben. Nicht jedoch die Afrikanisierung.

      • Ja, ich weiß das. Der Durchschnitts-Wutbürger auch?

      • Vielleicht nicht, weshalb Sie entsprechende Ressentiments nicht noch befeuern sollten. Interessanter finde ich die Frage, ob pauschale Ablehnung anderer Menschen wegen ihrer Religion statt Rasse eigentlich ein Fort- oder Rückschritt ist.

      • @AD

        Kommt es darauf wirklich an?

        Bemerkenswerterweise sind es doch überwiegend konfessionslose oder „reformierte“ Ossis, die die „Islamisierung des Abendlands“ fürchten und nicht etwa erzkatholische Bayern, wie man vielleicht annehmen sollte.

      • Das gilt umgekehrt auch. Muslime, die fest in ihrem Glauben verwurzelt sind, werden eher nicht zu Terroristen, sondern zumindest in Europa vorherige Kleinkriminelle, die nach Drogen einmal etwas Härteres ausprobieren wollen. Dazu kommt ein bestimmter kultureller und ethnischer Hintergrund. Als Araber sollte man es besser nicht bei der lokalen Skinheadgruppe versuchen.

      • Wenn ich mir die „Kämpfer“ des IS und andere Terroristen so ansehe, zumindest die, die man im Fernsehen und in anderen Medien zu Gesicht bekommt, dann scheint es sich hier doch überwiegend um die Auswüchse der Generation „Gameboy“ oder „Playstation“ zu handeln, als um wirkliche Überzeugungstäter aus religiösen Motiven. Auch ihre Hintermänner sind mit Sicherheit machtbewusste Strategen mit insbesondere wirtschaftlichen Interessen. Mit Religion hat das alles sehr wenig zu tun. Der „Glaube“ dient nur als Vorwand.

        Ein guter Beitrag zum Thema war diese Sendung des Spiegel-TV:
        http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_76196836/islamischer-staat-barbarei-hat-ein-ziel-heiliger-krieg-um-macht.html

  6. Jetzt wird es langsam eng um die GroKo. Beide Parteien gehören zu den Verlierern auf breiter Ebene. Nicht nur die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin sondern die kriegstreibende und volkszerstörende Nichtbeachtung der Deutschen Geschichte treibt die Wähler in eher patriotisch denkende Gruppierungen. Dabei ist es nicht hilfreich, inständig die AfD in die rechte Ecke zu stellen. Schließlich findet man ähnlich denkende und vorsichtiger taktierende Politiker auch in der CDU/CSU und sogar bei der SPD und den Linken. Etwas mehr Fairness bei der Berichterstattung und ein wenig mehr Einfühlungsvemögen in die Denkweise der Deutschen wäre hier hilfreich, da ansonsten der Gesichtsverlust der jetzigen Regierung nicht mehr zu stoppen ist.

    • Man kann die Deutsche Geschichte überbewerten, missbrauchen und sich selbst „in die Luft sprengen“. Denkweise der Deutschen ist eine interessante Frage i.e. an welche Deutsche denkt man dabei?

  7. Ich komme wieder zurück zum Kern dieses Themas:
    Die Forderung der AfD auf dem BPT in Hannover jetzt die sofortige Auflösung des Euros zu fordern ist nicht mehr, als etwas in die Schublade zur Alibifunktion zu legen. Schließlich war die Forderung zum Euroaustritt damals der Gründungsgedanke von Bernd Lucke. Heute ist das Thema „Euro“ in der AfD wegen Mangel an Kompetenz nahezu auf Null gesunken. Entspechende Wissenschaftler haben der AfD den Rücken gekehrt und müssen achtgeben, dass sie nicht noch ein Messer nachgeworfen bekommen. Hätte die AfD doch wenigstens heute mal ansatzweise die echten Gründe eines Euroaustritts angedeutet, hätte man die Meinung haben können, es wäre ihr wichtig. So waren die Delegierten stolz im Saal zu wissen, dass draußen eine Hundertschaft an Polizisten sie schützen. Das erhöht die Wichtigkeit der Menschen im Saal, und dem zur Folge ihre geistige Potenz. Dabei hätte man doch mal sagen sollen, dass nächste Woche wiederum ein Fass aufgemacht wird, um 1300 Milliarden Euro zu einem neuen Anleihenkaufprogramm zu benutzen. Dabei kaufen die Notenbanken schon längst im hohen Maße Wertpapiere auf mit zusätzlich gedrucktem Geld. Was man genau kauft bleibt das große Geheimnis auf dieser Welt. Man wird erst dann den Euro fallen lassen können, wenn man die Wahrheit kennt. Um das herauszufinden hat die AfD keine Kompetenz mehr.

      • Wir sind aber bei Gründung zu Tausenden in diese Partei eingetreten, weil wir hier das Ziel sahen, unsere Euoskepsis zur Wahrheit werden zu lassen. Letztendlich ging es damals nur noch um die Methode. Nordeuro oder Austritt einiger Euroländer oder wir aus dem Euro. Etliche Bücher wurden damals geschrieben, etliche Finanzexperten auf den Plan gerufen, etliche Szenarien durchgedacht. Wir kleinen Wähler hatten plötzlich einen Schlüssel in der Hand, wo man nur noch das passende Schloss zu finden brauchte. Mit dem Thema „Euro“ kann man keine Demonstrationen ins Leben rufen, weil kein Demonstrant das Thema in seiner Komplexität versteht. Es ist ein Thema für die Hinterköpfe, welches man ab und an für populistische Zwecke für ganz kurze Zwecke dem Volk zeigt, um es dann wieder einzugraben, bevor Fragen kommen. Deshalb ist das Thema „Euro“ mittlerweile für die AfD ohne Bedeutung, genauso wie Petry 2016 zur Geschichte gehören wird.

      • Bernd Lucke steht doch nicht wirklich für Inhalte. Das sieht man nicht nur an seinem Herumgeeiere in der Euro-Frage, sondern auch daran, dass er seinerzeit die braune Brut in die AfD geholt hat, weil er meinte, damit die AfD und mithin seinen Einfluss vergrößern zu können. Lucke hat sich mit seinem autokratischen Gehabe zudem selbst ins Aus geschossen und wird daher als politische Eintagsfliege allenfalls als Randnotiz der Merkel-Dämmerung in die jüngere deutsche Parteiengeschichte eingehen und das ist auch gut so.

    • @Alexander Dilger 29.11. um 20.05:

      „Aber es stimmt leider nicht, dass “die Forderung zum Euroaustritt damals der Gründungsgedanke von Bernd Lucke” war. Er hat damals herumgeeiert und tut es noch immer (siehe z. B. ‘Lucke lehnt im Gegensatz zu ALFA die D-Mark ab’)“

      Auch der ALFA-NRW-Landesvorsitzende Professor van Suntum bläst nun ins gleiche Horn und sagte Ende November, dass „ALFA die D-Mark nicht zurückhaben möchte“.

      http://www.welt.de/regionales/nrw/article149308379/So-etwas-wie-die-CDU-von-frueher-nur-ohne-das-C.html

    • @Horst Krebs

      Irgendwie ist es putzig, was Sie sich so aus den Fingern saugen. Haben Sie denn gar nicht mitbekommen, dass Ihr ALFA-Landesvorsitzender kürzlich feststellte, die ALFA wolle die D-Mark nicht zurückhaben?

      Ist es denn auch Ihre Linie und die Ihrer Parteikollegen, wenn dabei ALFA-Parteiprogramme und -Beschlüsse konterkariert werden? Oder nicken Sie alles ab, so die Parteibasis überhaupt gefragt wird?

      Nehmen Sie doch einfach zur Kenntnis, dass die AfD die einzige Partei ist, die sich für den sofortigen Ausstieg aus dem Euro ausspricht. Die Resolution dazu ist okay, auch wenn ich mir eine etwas schärfere und weitergehende Formulierung und wesentlich mehr Öffentlichkeit gewünscht hätte.

  8. ALFA (Allianz für Fortschritt und Aufbruch ) ist halt auch ein langweiliger Parteiname, den man schnell vergisst. Hätte man sich doch Weckruf-Partei genannt ( egal ob mal eine NS-Zeitung so geheißen hat oder ob das an Zeugen Jehovas erinnert), das merkt man sich. Oder wenigstens Lucke-Partei.

    Obwohl natürlich, muss man auch ehrlicherweise sagen, man spaltetet sich von einer Partei ab, da einen einfallsreichen Parteinamen zu finden, ist auch nicht unbedingt besonders leicht. Haider spaltet sich von der FPÖ ab und die neue Partei heißt BZÖ ( Bündnis Zukunft Österreich), dem Haider ist scheinbar auch nichts besseres eingefallen. Da hat er gleich den Spott von der FPÖ kassiert:“ Bienenzüchter Österreichs.“

    Man kann auch „coole“ und denkwürdige Parteinamen haben, wie die PBC ( Partei Bibeltreuer Christen), aber riesige Wahlerfolge haben die trotzdem nicht gefeiert.

    • Der Parteiname allein garantiert natürlich keinen Erfolg, aber er ist trotzdem wichtig und sollte aussagekräftig, besser noch programmatisch sein. Schon Alternative für Deutschland macht da Probleme, doch die Ideen von Herrn Lucke Anfang 2013 waren eher schlechter und Allianz für Fortschritt und Aufbruch ist ein ziemlicher Tiefpunkt. Allein daran wird ALFA nicht scheitern, aber es deutet auf weitere Probleme hin wie die Kritiklosigkeit gegenüber Herrn Lucke oder die fehlende klare Ausrichtung. Richtig zur Charakterisierung der Partei wäre der Name Lucke-Partei, doch das würde natürlich auch ein großes Problem offenlegen.

      • Mit Parteinamen ist es immer so eine Sache.
        Wie heißt die Partei in Deutschland “ Der III. Weg“ ( die will die NPD rechts überholen).
        Ist auch kein selbsterklärender Parteiname wie PBC oder Tierschutzpartei oder Rentnerpartei.
        Unter 3.Weg kann man ja auch wieder verschiedenes verstehen.

      • Der Name ist, insbesondere in der Schreibweise, für Eingeweihte schon ziemlich klar, während man Unwissende vielleicht extra nicht aufklären möchte. Immerhin könnte jemand die Partei versehentlich wählen, weil er z. B. einen dritten Weg zwischen Kapitalismus und Kommunismus sucht (obwohl die Bundesrepublik Deutschland ihn schon längst gefunden hat).

      • @AD

        „… einen dritten Weg zwischen Kapitalismus und Kommunismus sucht (obwohl die Bundesrepublik Deutschland ihn schon längst gefunden hat).“

        Dieser „dritte Weg“ (ich meine nicht die gleichnamige Partei), den die Bundesrepublik Deutschland da Ihrer Meinung nach ‚gefunden‘ hat, ist genauso eine Sackgasse wie der Kommunismus, von dem er sich nur noch in Nuancen unterscheidet und wird genau wie der Kommunismus in den Staatsbankrott und zum Zusammenbruch führen.

      • Soziale Marktwirtschaft scheint mir recht erfolgreich zu sein, war aber ursprünglich mehr Marktwirtschaft und weniger Sozialismus. Wenn sie zum Sozialismus mutiert, wird ihre Vorhersage zutreffen.

      • @AD:
        „Wenn sie zum Sozialismus mutiert, wird ihre Vorhersage zutreffen.“

        Dieser Zustand ist doch längst Realität.

      • In Ihrer Vorstellung vielleicht, in der die Steuer- und Abgabenlast über 80 % hinausgeht und bald wieder Mauern gebaut werden, um die Leistungsträger am Verlassen des Landes zu hindern. Die Realität sieht nicht unbedingt schön, aber ganz anders aus.

      • Die Realität wird auch Ihren Berufsstand noch einholen, lieber Herr Dilger. Natürlich bekommen Sie es als Beamter nicht so schnell ab, wie ein selbständiger Unternehmer. Aber wenn der Umverteilungssozialismus crasht, gehen auch in Ihrer Amtsstube die Lichter aus und das Beamtengehalt kommt nicht mehr automatisch jeden Monat pünktlich aufs Konto. Vielleicht suchen Sie sich besser einen Lehrstuhl in der Schweiz oder in Russland? Die nicht mehr existente UdSSR hat den Crash schon hinter sich.

      • Ihre Verbitterung über entgangene Staatsbegünstigung zu Lasten aller Bürger ist bedauerlich. Ein echter Unternehmer würde dem jedoch nicht hinterherjammern, sondern etwas Sinnvolles unternehmen, was den Kunden wirklich nützt. Um meine Bezüge mache ich mir keine Sorgen, zumindest solange Deutschland ein Rechtsstaat bleibt und nicht von Leuten wie Ihnen regiert wird.

      • Ich brauche keine Staatsbegünstigung und habe die auch nie verlangt. Aber ich reagiere allergisch auf unnötig hohe Zwangsabgaben, die dann von verantwortungslosen Beamten und Politikern sinnlos verplempert werden.

      • Sie haben vom Staat vielleicht kein Geld verlangt, aber Zwangsmaßnahmen, die Millionen Menschen geschadet hätten. Das relativiert Ihre Predigten von Freiheit und Marktwirtschaft stark.

      • Da irren Sie sich gewaltig. Der Staat (besser gesagt seine Bundesländer) haben das was Sie – nicht ganz zu Unrecht – als „Zwangsmaßnahmen“ bezeichnen, in Gesetze gegossen und wir haben uns (naiverweise) darauf verlassen, dass diese Gesetze eingehalten werden. Mehr nicht.

        Im Übrigen fand dieselbe „Zwangsmaßnahme“ auch beim Fernsehen statt. Oder empfangen Sie Ihre Fernsehprogramme etwa noch analog per Antenne?

        Dass der Staat gesetzesbrüchig wurde, kann nicht den dadurch betroffenen Unternehmen und ihren Gesellschaftern angelastet werden.

        Jeder Energieriese würde in vergleichbarer Lage großzügig vom Staat (also vom Steuerzahler) entschädigt. Aber wen schert es schon, wenn eine handvoll Mittelständler vom Gesetzgeber und seinen Behörden um zusammen vielleicht ein oder zwei Milliarden geprellt wird?

      • Manchmal werden Stromkonzerne entschädigt, oft auch nicht. Schauen Sie sich deren Aktienkurse an. Der Staat kann schlechte Gesetze auch wieder ändern oder in bestimmten Fällen aussetzen. Ich finde es gut, dass nicht alle Radios entwertet wurden. Hätten Sie mich sonst entschädigt?

      • @AD
        „Hätten Sie mich sonst entschädigt?“

        Warum ich?
        Dafür ist doch Ihr sozialistischer Brötchengeber, Väterchen Staat zuständig.

        Grundsätzlich bin ich ja bei Ihnen, dass es gar nicht sinnvoll ist, UKW durch Digitalradio zu ersetzen. Aber so war nun mal der Plan der Länder und des ehemaligen Staatsmonopolisten „T-Systems Media Broadcast“ (nicht etwa der Programmanbieter) und die entsprechende Gesetzeslage, auf der u.a. unser Geschäftsmodell für einen bundesweiten Radiosender für Lkw- und Vielfahrer basierte (was im UKW-Frequenzbereich mangels verfügbarer Frequenzen gar nicht realisierbar wäre).

        Im Vertrauen darauf, dass Ihr geliebter Brötchengeber kein Gesetzesbrecher sei, haben wir investiert. Alleine unser Unternehmen hat dadurch alles in allem mehr als 25 Mio. € in den Sand gesetzt. Einige andere auch. Getroffen hat es überwiegend mittelständische Unternehmer und Kleinanleger.

        Aber so ist das eben im „Sozialstaat“. Großkonzerne werden vom Staat gefüttert, KMUs sind diesem „Sozialstaat“ schnurzpiep egal, obwohl sie die meisten Arbeitsplätze schaffen und auch in Sachen neuer Technologien am risikofreudigsten sind.

      • Wenn das Digitalradio wirklich so viel besser wäre, hätte es sich doch auch ohne Staatseingriff am Markt durchgesetzt. Vielleicht kommt das sogar noch.

      • Digitalradio bietet zum reinen Hören keine wirklich wahrnehmbaren Vorteile gegenüber UKW. Aber es ermöglicht einerseits mobile Zusatzdienste (die durch Smartphones inzwischen allerdings hinfällig geworden sind) und die Möglichkeit mehr Programme zu übertragen.

        Gerade Letzteres ist aber von den schon länger im Markt tätigen Anbietern nicht erwünscht, da sie sich dann ja den Markt entweder mit mehr Mitbewerbern teilen müssten oder aber selbst mehr Aufwand für die Produktion zusätzlicher Programme betreiben müssten. Und da sich die meisten privaten Radiounternehmen in den Händen eines auch sonst i.S. Lobby-Arbeit nicht gerade zimperlichen und den „Volksparteien“ sehr nahe stehenden Verleger-Kartells befinden, ruderte die Politik eben zurück.

        So viel zum Thema „freier Wettbewerb“ in der deutschen Medienlandschaft …

  9. Ein wichtiger Hinweis auf wahre AfD ist auch die Forderung an die Regierung alle Sanktionen gegen Russland aufzuheben. Erinnern wir uns an Antraege/Resolutionen schon in Erfurt! Es ist noch ein Beweis fuer den immer vorhandenen Antiamerikanismus und ideologische Naehe zwischen extremen rechten Nationalisten in Russland und Rechtschauvinisten in AfD. Auch die vor kurzem erwaehnte Petition, einen Nichtsngriffspakt mit Russland zu schliessen, kommt aus gleicher Ecke. Sicherlich folgen bald noch die Forderungen aus NATO auszutreten. AfD will offensichtlich fuer meiste Menschen unwaehlbar bleiben. Natuerlich ist diese politische Richtung auch fuer linke68-er in AfD sehr wuenschenswert.

    Es war eine richtige Entscheidung, dass ALFA keine ex-AfD-ler mehr aufnehmen wird. Weil Populisten in AfD sehr gut wissen was sie tun!

    • Der Antiamerikanismus in großen Teilen der AfD ist ein ernstes Problem. Trotzdem ist es ein Fehler, alle AfD-Mitglieder unter Generalverdacht zu stellen, zumal momentan niemand mehr wechseln will. Dazu bräuchte ALFA überraschende Wahlerfolge im März, auf die sie sich viel stärker konzentrieren müsste.

      • Also hier in Mannheim ist fast jede Woche einer der alfa „promis“. Die strengen sich schon an. Die Mobilisierung an der Basis ist allerdings nicht besonders…

      • Ein (nicht einmal) wöchentlicher Besuch reicht doch nicht zum Wahlerfolg. Baden-Württemberg halte ich ohnehin für zu groß und schwierig, aber die ALFA-Führung wollte sich nicht auf Rheinland-Pfalz beschränken, sondern sich auch noch eine sichere Niederlage in Sachsen-Anhalt abholen.

    • Nur weil man keine Russlandsaktionen will (die in erster Linie unserer eigenen Exportwirtschaft schaden), ist man doch noch lange kein Anti-Amerikaner!

      Völlig grenzdebil finde ich es aber, den USA generell kritiklos gegenüber zu stehen und sogar zu negieren, dass die USA als eines der letzten Länder der Erde die Todesstrafe praktizieren und auch Guantanamo noch immer in Betrieb ist.

      • Wer gegen jegliche Russlandsaktionen ist, ist deshalb kein Antiamerikaner, sondern nur gegen die Ukraine und das Völkerrecht. Dagegen sollte man an den USA als wichtigstem Verbündeten berechtigte Kritik üben, aber keine andere. Was geht uns z. B. deren in einigen Staaten demokratisch beschlossene Todesstrafe an, die übrigens auch in ganz Russland noch existiert und nur ausgesetzt ist?

      • Na immerhin ist die Todesstrafe in Russland ausgesetzt und es muss dort niemand mehr wegen eines Justizirrtums sterben. In vergleichsweise barbarischen Staaten wie China, Nordkorea und USA ist das leider nicht gewährleistet.

        Kein Wort zu Guantanamo?

      • In Putin-Russland gibt es dafür extralegale Hinrichtungen. Finden Sie das besser?

        Sie können gerne bei der AfD beantragen, dass Bayern die Guantanamo-Gefangenen übernehmen möchte. Besser käme dort allerdings eine Wehrpflicht in Syrien an. Fragt sich nur, auf welcher Seite die Gefangenen dann kämpfen würden.

      • Keineswegs. Aber ein Unrecht rechtfertigt das andere nicht.

        Im Übrigen stützt Ihre geliebte US-Regierung so einige Barbaren-Regimes. Denken Sie nur an Saudi-Arabien. Da weht der Geist des Fortschritts und der Demokratie wie sonst in nur wenigen Ländern der Erde …

      • Ich bin auch nicht für die Todesstrafe, aber sie ist doch nicht automatisch Unrecht, insbesondere wenn sie rechtmäßig in einer Demokratie beschlossen wurde und nur bei echten Kapitalverbrechen nach einem fairen Verfahren angewandt wird. Saudi-Arabien ist sicher kein vorbildliches Land, doch in der Region gibt es leider noch viel schlimmere, z. B. Syrien, welches von Putin-Russland militärisch unterstützt wird.

      • Rein juristisch gesehen mag die Todesstrafe kein Unrecht sein. Ethisch und moralisch betrachtet sehe ich das jedoch anders, zumal Justizirrtümer nie auszuschließen sind und die einmal vollzogene Todesstrafe für Betroffene nicht rückgängig zu machen ist.

        Was Syrien und Putin angeht, können Sie damit doch nicht ernsthaft rechtfertigen, dass die USA überall, wo es um Öl oder Gas geht, alle Augen zudrücken, so lange sie nur zu ihren Bedingungen an diese Rohstoffe kommen.

        Um „Demokratie“ geht es den USA auch in der Ukraine nicht. Hier befinden sich beträchtliche Ressourcen, weshalb CIA und der ‚Wohltäter‘ George Sorros hier schon seit geraumer Zeit Milliardenbeträge in „politische Bildung“ investieren.

      • Eine einmal vollzogene Haftstrafe kann auch nicht rückgängig gemacht werden. Wenn der Häftling noch lebt und einsitzt, kann er freigelassen werden, was aber auch auf Kandidaten in der Todeszelle zutrifft. Die Entschädigung für unschuldig Inhaftierte ist übrigens lächerlich niedrig.

        Die Annexion fremder Gebiete ist grundsätzlich verboten, nicht nur gegenüber Demokratien, wobei die Ukraine durchaus eine ist (Kuwait aber z. B. nicht). Die USA sind nicht perfekt, aber die Gleichsetzung mit Putins Russland oder gar echten Verbrecherregimen ist nicht gerechtfertigt.

      • @Che Meister, Castros Revolutzer gegen Windmuehlen

        Nein, in Russland ist alles in Butter. Gegner werden zusammengeschlegen oder ermordet wie Politkowskaja, Boris Nemtsov und Tausende Opfer des Systems Putin. Todesstrafen ohne Gericht und Urteil. Russland hat kein Guantanamo in Tropen sondern hunderte Guantanamos in arktische Kaelte. Frueher hiessen sie Vorkuta, Kolyma, Magadan!

        Und Sie trauen sich hier noch ueber Recht uns zu belehren! Sie betreiben hier eine hysterische linke Agitation fuer eine dubiose populistische rechte Partei. Waren Sie schon wegen Prof. Lucke -Syndrom beim Arzt?

      • @Old Grisogono

        Dass Sie auf einem Auge blind sind, lässt sich nicht dadurch heilen, dass Sie andere Leute zum Arzt schicken. Da müssen Sie schon selbst hin – zum Augenarzt.

    • @Ivan de Grisogono
      „Es war eine richtige Entscheidung, dass ALFA keine ex-AfD-ler mehr aufnehmen wird. Weil Populisten in AfD sehr gut wissen was sie tun!“

      Diese „Entscheidung“ ist in etwa so relevant, wie wenn ALFA beschließt keine Chinesen mehr aufzunehmen, denen schon einmal ein Sack Reis umgefallen ist. Irgendwie hapert es bei diesen ALFAs etwas mit dem Realitätssinn.

  10. @AD: naja es gibt halt nur 3 oder 4 „promis“bei alfa, daher finde ich es nicht überraschend, dass da nicht jeden tag einer vorbeischauen kann. Die kommunikation und mobilisierung der basis sind allerdings wie gesagt ausbaufähig. Es sind ja auch noch 4 Monate bis zur wahl.

    Nichtsdestotrotz biete ich auch Ihnen gerne die 1% wette an, die ich auch schon mit hr. Meister am laufen habe. Es gibt eine Flasche Pfälzer Riesling zu gewinnen.

      • Okay, abgerechnet wird im März. Übrigens wird ALFA sicher in einigen Wahlkreisen antreten, aber vermutlich nicht in allen, was 1 % oder gar 5 % landesweit umso schwieriger macht.

      • @AD

        Sie trauen sich diese Wette nur in Bezug auf Baden-Württemberg zu?

        Was ist mit Sachsen-Anhalt?
        Reissen die ALFAs dort Ihrer Ansicht nach die 1% – Marke? ;-)))))))))))

      • Wir können gerne auch wegen Sachsen-Anhalt wetten (wobei ich auf unter 1 % für ALFA setze). Interessanter ist allerdings, ob dort die NPD 5 % schafft oder sogar die AfD aus dem Landtag hält. Inzwischen sieht es nämlich so aus, als ob die AfD in Sachsen-Anhalt nicht ihr bestes, sondern ihr schlechtestes Ergebnis im März 2016 einfahren wird, und zwar wegen der NPD. Da sage noch einer, die AfD würde nicht dieselben Wähler ansprechen.

      • Bei ALFA kann ich leider nicht einschlagen, da ich ALFA auch in Sachsen-Anhalt nicht bei 1% oder höher sehe. Allenfalls bei 0,1%.

        Was Ihren anderen Wettvorschlag angeht, hätte ich nicht das geringste Problem damit, wenn die braune Brut in den neuen Bundesländern der AfD den Rücken kehrt. Daher werde ich auch auf diese Wette nicht eingehen.

      • Und wenn ALFA es nicht einmal schafft, in Sachsen-Anhalt überhaupt anzutreten, habe ich auch gewonnen?

      • Ja, denn dann hätte sie kein Promille der Wählerstimmen, sondern gar keine. Das halte ich übrigens für wahrscheinlicher als einen positiven Wert zwischen null und einem Promille.

      • Also gut. Ich schlage ein. Worum wollen wir wetten?

      • Eine Flasche. Sie muss ja nicht von Aldi sein. Sagen wir für rund 50 Euro, das ist schon ganz ordentlich und entspricht meinem letzten Wettverlust.

      • Ok, Wette angenommen.

        So bedeutend, dass wir gleich um eine ganze Kiste Champagner wetten müssten, ist weder ALFA noch die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.

  11. Es wird interessant sein, zu sehen, wie die AfD sich zukünftig wirtschaftspolitisch aufstellen wird. Der Beschluss, nur Mandatsträger zulassen zu wollen, die mindestens 5 Jahre Berufserfahrung haben, deutet jedenfalls darauf hin, daß sich noch viele wirtschaftsfreundliche Personen, insbesondere Selbständige unter den Mitgliedern befinden. Sofern auch in Zukunft an der Forderung nach dem kirch’hoffschen Steuermodell festgehalten wird, bleibe ich vorerst weiter dabei und beobachte die Entwicklung.

    • Was zählt denn alles als Berufserfahrung? Bei strenger Sicht dürfte Herr Pretzell nicht mehr kandidieren. Allerdings halte ich ein strenges Kandidaturverbot für unzulässig, so dass es sich nur um eine unverbindliche Empfehlung handelt, die ihn noch nie interessiert hat.

      Ich finde es auch fraglich, ob Herr Meuthen durch eine nachträgliche Satzungsänderung einfach länger Bundessprecher bleiben darf. Gewählt wurde er jedenfalls nur bis Ende November.

  12. Die AfD gibt sich zahm; das fällt ihr jetzt leicht, in subjektiv betrachtet „entspannter“ Lage fliegen ihr die Stimmen zu. Sie hat vorübergehend sogar Höcke gezähmt – scheinbar.
    Ich frage mich indes, für wen ist wohl der dritte Vorstandsposten reserviert, den die Satzung jetzt ermöglicht?
    Für den, der sich jetzt hat zähmen lassen. Diese Partei wird noch ihr wahres Gesicht zeigen, um mit dem einzigen Thema, das ihr blieb, die Stimmen der „Unmutigen“ zu erlangen.
    ALFA arbeitet konzentriert im Hintergrund am liberal-konservativen Programm, nach ihren ursprünglichen vernunftbetonten Grundsätzen; das wird in der Bevölkerung konsensfähig sein.

    • Die AfD wird erfolgreich sein, solange das Flüchtlingsproblem völlig ungelöst bleibt. Aber das ist doch auch in Ordnung, um insbesondere die Union zur Problemlösung anzuhalten. Leider fehlt ein entsprechender politischer Druck beim Euro. Dagegen wird eine in der ganzen Bevölkerung konsensfähige Partei eher nicht gebraucht. Was alle wollen, können auch alle Parteien vertreten. Eine neue Partei hat die Aufgabe, eine von vielen Wählern, aber keiner anderen Partei vertretene wichtige Position zu befördern.

      • Das Flüchtlingsproblem wird im Winter erst so richtig eskalieren.

        Noch mehr Flüchtlinge ins Land zu bitten ist auch den Flüchtlingen selbst gegenüber, die zum Großteil überhaupt keine Vorstellung davon haben, was sie in Deutschland tatsächlich erwartet, ausgesprochen inhuman.

      • Natürlich ist das inhuman, was aber von der Kanzlerin und ihren parteiübergreifenden Anhängern ignoriert wird. Das betrifft nicht nur die Flüchtlinge, die es bis nach Deutschland schaffen, sondern mehr noch die, die unterwegs scheitern oder sogar sterben. Es ist ebenfalls inhuman, die Türkei dafür zu bezahlen, dass sie uns echte wie falsche Flüchtlinge mit zweifelhaften Methoden vom Leib hält. Die direkte Unterstützung von Flüchtlingslagern in der Türkei und anderen syrischen Nachbarländern finde ich hingegen sinnvoll und human.

    • Da brauchen Sie sich nicht fürchten. Jedenfalls nicht um Ihre Leber, da die Wetten ja Herr Dilger und ich gewinnen. 😉

  13. Ich würde mich ja auch gerne an den Wetten beteiligen, zumal ich in BaWü involviert bin, da ich von dem dortigen Geschäftsleiter der ALFA einem Parteiordnungsverfahren unterworfen wurde. Selbstverständlich kommt die ALFA dort über 1%, zumal die AfD noch erheblich verlieren wird. Zur Zeit versuche ich dort, den Geschäftsleiter aus dem Amt zu heben. Was ist denn der Wetteinsatz?

    • Geht das parteiinterne Hauen und Stechen jetzt bei ALFA auch schon los? Eigentlich kein Wunder – der ganze CDU-CSU-Intrigantenstadl aus der AfD ist ja dem Wegruf seines Messias gefolgt. Na dann mal viel Spaß …

    • Was hat ein Parteiordnungsverfahren mit einer Wette zu tun!

      Wichtiger zu wissen ist das ALFA mit EKR-Fraktion eine Fachtagungsreihe “ Europas Zukunft“ mit prominenten Referenten organisiert hat. Es beginnt mit Thema Euro in Mannheim. Das ist was ich richtige Parteiarbeit nenne.
      A propos, Frau Metzger ist die Pressesprecherin der ALFA-Abgeordneten bei EU geworden.

      • Man muss sich das mal reinziehen: Fünf von sieben AfD-Europaparlamentariern verlassen die Partei, behalten aber ihr Mandat und missbrauchen sodann ihre Fraktionsmittel für den Aufbau und Promotiontouren für eine neue Partei, die nicht einmal ins Europarlament gewählt wurde …

        Die Islamhasserin im Brüsseler Vorzimmer des ALFA-Parteivorsitzenden hat jetzt übrigens Unterstützung von Frau Casale bekommen: http://www.europarl.europa.eu/meps/de/124820/BERND_LUCKE_home.html

        Ach, wie klein die Welt doch ist.

      • Von der Veranstaltung habe ich auch gehört. Allerdings liest man nichts davon, Kommunikation und werbung:null. Bin gespannt ob lucke und Co vor leeren rängen sprechen werden…

      • Wie passend, dass die Schlauberger von ALFA ihre calvinistische Jugendsekte gleich „Junge Reformer“ getauft haben. In einigen Kantonen der Schweiz könnten sie damit sicher punkten. Im katholisch geprägten Süden Deutschlands hingegen wohl eher weniger … 😉

        Bye, bye, Landtagswahl Baden-Württemberg. https://de.wikipedia.org/wiki/Baden-W%C3%BCrttemberg#Religionen_und_Weltanschauungen

        Oh Herr, lass Hirn vom Himmel fallen! (… falls es Dich überhaupt gibt)

      • @Prof. Dilger 9:45

        Die Betonung ist auf gemeinsame Stiftung New Direction und die Traeger dieser Stiftung.
        Immer Bedenken zu haben ist langweilig, weil diese Aktivitaeten ohne Zweifel positiv zu bewerten sind. Wenn man objektiv ist muss man es einsehen. ALFA Mitglieder wurden ordentlich informiert.

      • Vieles ist bedenklich und dann sind Bedenken auch berechtigt oder sogar nötig. Das Fehlen jeglicher Kritikfähigkeit gegenüber der eigenen Partei hat schon die AfD in die falsche Richtung geführt. Was nützt es schließlich, nur die ALFA-Mitglieder zu informieren? Diese sind doch (hoffentlich) schon überzeugt. ALFA muss neue Mitglieder und vor allem Wähler ansprechen.

      • Herr Grisogono. Sie fragen: „Was hat ein Parteiordnungsverfahren mit einer Wette zu tun!“ Ich gehe mal davon aus, dass dies eine ernstgemeinte Frage ist, obwohl das Fragezeichen durch ein Ausrufezeichen ersetzt wurde. Trotz Parteiordnungsverfahren gegen meine Person bin ich der Meinung, dass wir in BW mehr als 1% der Wählerstimmen in BaWü bekommen werden. Sie erkennen, ich bin durch die Umstände nicht mit Euphorie belastet. Und da möchte ich auch gerne gegen Herr Dilger wetten. Wenn ich die Wette verliere schenke ich Herrn Dilger eine Mitgliedschaft in der ALFA, wo ich ihm für ein Jahr den Mitgliedsbeitrag zahle. Wenn er die Wette annimmt, soll er mir seinen Wettbeitrag nennen.

      • Was ist denn das für ein kruder Wetteinsatz? Das würde ich nicht einmal annehmen, wenn ich eine Wette verliere. Sie unterstellen, ich würde gerne ALFA-Mitglied werden, bin aber nur zu arm oder geizig dazu. Wenn sich ALFA nächstes Jahr wider Erwarten gut schlägt, dann unterstütze ich gerne den NRW-Wahlkampf 2017 finanziell. Denn Herr van Suntum hätte es wirklich verdient und Herr Pretzell überhaupt nicht.

      • @Alexander Dilger

        Jetzt mal ganz im Vertrauen …
        … setzt die ALFA-Partei ihre Mitglieder unter Drogen?
        😉

  14. Danke für den link. In ma und auf den alfa bw Seiten lese ich davon bislang nichts…

    Klar, alfa ist nicht perfekt. Wenn jemand von Ihnen eine bessere Partei kennt, die die aktuellen Probleme anspricht ohne extremistisch zu sein bin ich für Hinweise dankbar. Ein bashing aller Parteien hingegen ist nicht sehr hilfreich.

    • Ist die AfD extremistisch? Insgesamt sicher noch nicht, während es durchaus mehrere inhaltlich interessante Kleinstparteien geben dürfte, die aber alle keine ernsthafte Chance haben. Deshalb ist grundsätzliche Kritik am deutschen Parteiensystem wohl durchaus berechtigt. Mir fallen zahlreiche Verbesserungsmöglichkeiten ein. Am wichtigsten wäre die reale Möglichkeit von relevanten Volksentscheiden.

    • Unter alfa-bund.de ist fuer 30.11″Europas Zukunft“ eingetragen. Das gleiche ist auf alfa-bw.de fuer 1.12. angegeben.
      Ausserdem gab es Info von B.L. und U.T. per e-mail an Mitglieder am 30.11.

  15. doch recht unterhaltsam wie weit sich der Bogen dieses Fadens spannt, der die beschlossene Haltung der AfD zum Euro titelt.

    Eine Frage möchte ich gerne beantworten: NRW hat seine Bundesdelegierten neu gewählt – diesmal auf Bezirksebene.

    Ja – die AfD hat auch durch Alfa viel Kompetenz verloren, weit mehr noch durch Austritte, die nicht zu einem Wechsel zu Alfa führten ( und das sind in meinem persönlichen Umfeld etwa 70 %)

    Ich ’sehe‘ viele Alfa- Mitglieder von denen ich weiß, dass sie einmal sehr engagierte AfDler waren

    Albern wird Alfa alleine schon dadurch, dass sie ab. dem 1.12 die Aufnahme von wechselwilligen AfD Mitgliedern blockiert – und nicht einmal erkennt, dass es durchaus noch AfD Mitglieder gibt, die ihren bezahlten Jahresbeitrag absitzen.
    Leider nehme ich Alfa nur medial war, wenn sie mal wieder die AfD als ‚Rechte‘ outen – das interessiert die Presse 😉

    Vielleicht sollte man den Ball hier einmal ins Feld zurückschlagen, denn es war Herr Lucke der Unterwanderungen bestimmter rechter Gruppierungen sogar noch förderte – und davon ausging, dass diese händelbar seien. Gegen den Rat doch recht Vieler.
    Den durchschnittlichen AfDler als rechtsaußen zu bezeichnen ist dann schon eine Unverschämtheit – die Meisten gehören überhaupt keiner politischen Ideologie an, sondern sind in echter Sorge der Afd beigetreten..

    Meine Hoffnung ist es, dass viele der heutigen Alfamitglieder, den Weg in die AfD zurückfinden mögen – hier werden sie gebraucht. Denn Alfa spielt in der gleichen Größenliga wie die Partei der Vernunft – hat nur nicht so einen schönen Namen.

    • Dies ist übrigens der AfD-Beschlusstext zum Euro. Vielleicht schreibe ich demnächst noch einmal einen Beitrag dazu, doch es passiert gerade so viel.

      Danke für die Information zur Delegiertenwahl! Jetzt fällt mir ein, dass mir das schon einmal jemand mitgeteilt hatte. Doch letztlich sind das Interna, die für Nicht- und Ex-Mitglieder dann doch nicht so interessant sind.

      An eine massenhafte Rückkehr von ALFA-Mitgliedern zur AfD glaube ich nicht, dabei wäre sie wohl für beide Parteien am besten. So groß sind die inhaltlichen Unterschiede in Wirklichkeit nicht. Wahlerfolge kann nur die AfD einfahren, die aber von kompetenten und gemäßigten Mitgliedern profitieren würde. Warum ist Herr Lucke nicht als Vorsitzender der Gruppe im Europaparlament und z. B. Ehrenvorsitzender geblieben? Sein politischer Einfluss wäre ungleich größer als jetzt.

      • Vielleicht muss man anerkennen,dass es ein Verdienst von Frau Petry ist, die afd’ler auf eine mainstreamtaugliche Sprache eingeschworen zu haben. Da sind praktisch keine sprachlichen Aussetzer mehr dabei und bei den Veranstaltungen der afd, die ich bislang besucht habe, distanziert man sich sehr bewusst von rechtsextremer Rhetorik. Wahrscheinlich hat sie auch aus dem Auftritt von Höcke bei jauch gelernt, dass solche Auftritte mehr schaden als nutzen und ihn entsprechend eingenordet. Bei einzelnen Personen tue ich mich allerdings recht schwer ihnen die nicht extremistische Haltung abzunehmen.

        Unter den Umständen wäre es für lucke in der Tat besser gewesen zu bleiben.

      • Das Problem bei der AfD ist, dass sie vermutlich den gleichen Weg wie die ganzen rechtslastigen Parteien gehen wird und nach Verschwinden des Sonderthemas Asylbewerber ebenfalls verschwinden dürfte. Deshalb ist es ja so wichtig, eine seriöse Alternative zu bilden – ALFA oder wie auch immer.

  16. Pingback: Petry will wie Pretzell auf Flüchtlinge schießen lassen | Alexander Dilger

  17. Pingback: Vor EKR-Ausschluss wechselt von Storch zur EFDD | Alexander Dilger

  18. Pingback: AfD-Spitze will weder regieren noch die DM zurück | Alexander Dilger

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s