Åzone Futures Market

Das Guggenheim Museum in New York hat am 23. Oktober ein virtuelles Kunstprojekt gestartet, den Åzone Futures Market, auf dem noch bis zum 31. Dezember Anteile an Technologien möglicher Zukünfte gehandelt werden können. Am 7. November bin darauf gestoßen und habe ich mich als Eurokritiker angemeldet, wobei noch frühere Teilnehmer Vorteile hatten und sich z. B. mehrfach anmelden durften. Es gibt aktuell insgesamt 2.860 Portfolios, von denen 1.412 zumindest eine Aktivität aufweisen. Aus meinen anfänglich 10.000 Å, der Währung dieses Kunstmarktes, habe ich inzwischen 14,832 Å gemacht, was den 188. Platz bedeutet. Mit 44 Transaktionen liege ich auf dem 38. Platz und mit meinen Handelsempfehlungen habe ich bereits 2.950 Å verdient, was dem 33. Platz entspricht. Es macht Spaß, auch wenn dieser Markt alles andere als perfekt ist und z. B. extra inflationär ist, weil die Zahl der Anteile konstant ist, jeder neue Teilnehmer aber zusätzliche 10.000 Å erhält.

7 Gedanken zu „Åzone Futures Market

  1. What’s the point? Ich vergleiche es mit Boersenspiel bei FAZ. Wirklich Spass macht es virtuel nicht weil es irgendwann langweilig wird und zu viel Zeit in Anspruch nimmt. Spass wuerde es nur machen wenn man auf eine Summe Risk-Money ohne „Bauchschmerzen“ verzichten kann, wenn man den Markt regelmaessig verfolgen kann und aktiv spielt sowie falls die Steuergesetzgebung Anlaegerfreundlich waere.
    Deutsche Steuergesetzgebung ist prohibitiv und ausgesprochen Anlegerfeindlich. In solcher Atmosphere macht es gar kein Spass Risiko auf sich zu nehmen.

    • Es ist ein Kunstprojekt, doch auch bei echten Börsenspielen setzt man doch kein echtes Geld ein. Bei realen Anlageentscheidungen muss man hingegen viel vorsichtiger sein und sollte auch viel weniger umschichten. Ich habe Aktien gekauft und lasse sie einfach liegen. Das spart Zeit, Transaktionskosten und Steuern.

      • Ich habe es kurz angesehen, interessante Ideen.

        Sie halten sich offensichtlich an Kostolanys Strategie. Irgendwo habe ich gelesen , dass diese passive Strategie ueberholt ist. Beispiel: Sie halten RWE oder EON. Dann haben Sie 30+% in den letzten 2-3 Jahren verloren. Wenn Sie weiter warten vertrauen Sie in Management eine neue Strategie, u.A. mit Erneuerbaren-Energien, zu finden und erfolgreich zu implementieren. Trotz eines feindlichen Umwelts fuer Energieunternehmen in Deutschland? Werden viele Anleger so viel Vertrauen in RWE weiter haben etc?

      • Diese Anlagestrategie ist nicht überholt, sondern wurde immer von Managern aktiver Fonds kritisiert, die von der Behauptung des Gegenteils gut leben, im Schnitt aber Geld der Anleger vernichten. Ich werde jedenfalls meine Versorgeraktien behalten. Deutschland wird auch in Zukunft nutzbare Energie brauchen. Ob Frau Merkel die bestehenden Unternehmen vernichtet oder diese nach ihr wieder aufleben, wird sich zeigen. Der heutige Börsenkurs preist diese Möglichkeiten bereits ein. Wichtig ist natürlich, dass man viele verschiedene Aktien hält und nicht alles auf ein Unternehmen setzt.

  2. ETF’s sind oft eine gefährliche Geldanlage, da die meisten ETF’s auch die Aktien ihrer Anleger für z.B. Leerverkäufe gebrauchen dürfen. Bei einer Pleite des Fonds ist dann natürlich das Geld der Anleger weg; Regress- und Strafrecht nützen dann herzlich wenig.
    Heutzutage kann man in Fonds hineinsehen und die entsprechenden Aktien einzeln über ein Direktbankdepot am Günstigsten kaufen.
    Fonds sind dann sinnvoll, wenn man in einer ganzen Branche anlegen will ohne Spezialkenntnisse der Einzelaktien, z.B. Aktien von Goldminen; hier war ein spezialisierter Merril Lynch Fonds extrem erfolgreich, dessen Führung aus einem Betriebswirt und einem Bergwerksingenieur bestand. Dieser Fonds hat durch das aktive Management trotz des Abrutsches des Goldpreises bis heute auch nur 36% verloren. Aktuell erscheinen mir Fonds für Marihuanaaktien und 3D-Druck sinnvoll, als Randbeimischung und vor allem für ganz junge Leute.
    Autoaktien und Bankaktien bilde ich grundsätzlich nicht mehr ab.
    Ach ja, bin erst seit 50 Jahren an der Börse (praktischer Ökonom).

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