Umfrageergebnis zur Vereinsgründung

Zwischenzeitlich gab es eine Umfrage unter den 55 Personen, die bislang bei der ‚Interessensabfrage für Euro-Kritiker e. V. i. G.‘ ihr konkretes Gründungsinteresse bekundet haben. Jeweils relative Mehrheiten gab es für eine zeitnahe Gründung in Dortmund am 10. Januar 2016. Die absolute Mehrheit will aber jetzt noch nicht gründen, sondern entweder später oder mangels Zuspruch eher gar nicht mehr. Deshalb ist es sinnvoll, am ursprünglichen Plan festzuhalten, d. h. auf eine dreistellige Zahl von Gründungsinteressierten zu warten, um dann auch noch einige Prominente anzusprechen. Vielleicht kommt die Zahl zeitnah zusammen, wenn z. B. jeder Interessent noch einen weiteren wirbt oder jeder eurokritische Leser hier mitmacht. Vielleicht dauert es auch länger, bis etwa die Eurokrise auf die Titelseiten zurückkehrt. Zwischenzeitlich wird bei Facebook regelmäßig auf Berichte rund um den Euro hingewiesen. Auch dieser Blog wird sich weiter diesem wichtigen Thema widmen, jedoch nicht ausschließlich.

21 Gedanken zu „Umfrageergebnis zur Vereinsgründung

  1. Schade, dass dieses so wichtige Thema so wenig Resonanz erfährt.

    Die Architekten der Vereinigten Staaten von Europa leisten inzwischen ganze Arbeit. Auch das Mammut-Ablenkungsmanöver „Flüchtlingskrise“ erfüllt wohl leider seinen Zweck. Nämlich – wie bereits mit Hilfe des Euro – die Bürger glauben zu lassen, dass es alternativlos sei, die EU zu einem Zentralstaat umzubauen. Dies erfolgt unter Zuhilfenahme von für die meisten Bürger wohl plausiblen Parolen wie (sinngemäß) „die Herausforderungen sind für Nationalstaaten zu groß“ (Schäuble) oder „wir müssen jetzt alle zusammenrücken“ (Hollande, Merkel).

    • Bezeichnend ist doch, wie nun selbst von Teilen der AfD und vor allem ALFA geglaubt wird, die anderen europäischen Länder seien unsolidarisch, weil sie sich weiter an die Vereinbarungen halten und keine Flüchtlingsquoten wollen.

      • Wie es bei ALFA aussieht, kann ich nicht beurteilen. Von dieser Splitterpartei bekommt man ja so gut wie gar nichts mit. Vermutlich sind die Häuptlinge dort Tag und Nacht nur am diskutieren. Bin sehr gespannt, ob sie es überhaupt auf die Reihe bekommen, genügend Unterschriften für ihre geplante Teilnahme an den bevorstehenden Landtagswahlen zu sammeln. Glaube aber eher nicht, da ihnen hierfür ja die Indianer fehlen.

        Was die AfD angeht, ist mir bislang keine Kritik an Ungarn und anderen EU-Nachbarn, die jetzt ihre Grenzen sichern, zu Ohren gekommen.

      • Frau Petry beklagt z. B. auf Facebook:

        Die Asyl-, aber auch die Eurokrise beweisen, dass die vielbeschworene Solidarität unter den Mitgliedsstaaten nicht mehr existiert. Die kleinen Länder der Union werden in der Asylkrise mit ihren Problemen alleine gelassen. Brüssel hat es bisher noch nicht einmal geschafft, das Minimum von 160.000 Asylbewerbern wie vorgenommen EU-weit zu verteilen.

      • Ist das wirklich eine Kritik an den europäischen Nachbarländern?
        Ich sehe das eher als zutreffende Beschreibung des Zustands.

      • Das ist doch keine reine Beschreibung, sondern eine normative Wertung, die fehlende europäische Solidarität und die mangelhafte Umverteilung von Asylbewerbern beklagt. Was bin ich froh, dieser Partei nicht mehr anzugehören!

      • Ich glaube, Sie überschätzen Frau Petry … 😉

      • Prof. Dilger, ich finde Ihre Kommentare wenn es um ALFA Fluehtlingspolitik geht unsachlich und unfair!
        Sie erwecken den Eindruck als ob Sie sich mit ALFA Programm und Mitteilungen nicht gut auskennen. Schade. Wer Herrn Koelmels Konzept, Europa- Journal, Mitteilungen den einzelnen MdEP, Mitteilungen der LVs, etc. verfolgt weiss, dass ALFA Konzept voellig realistisch ist und sich an Gesetzen und Vertraegen orientiert! Ihre Behauptung, dass ALFA andere, vertragstreue EU Partner als nicht solidarisch kritisiert ist nicht die Wahrheit! Es ist umgekehrt, wegen Rechtslosigkeit und Verletzung der Vertraege wird auch Frau Merkels Politik auf schaerfste kritisiert! Informieren Sie sich besser ueber ALFA- Kampagne „Wir stoppen Merkel“ und unterstuetzen Sie diese Kampagne. Theoretische Diskussionenen am gruenem Tisch werden nichts veraendern!
        Was Sie zu solchen Aeusserungen veranlasst bleibt fuer mich unklar?

      • Offensichtlich kenne ich mich damit besser aus als Sie. So erklärte Herr Lucke (siehe hier):

        Es ist offenkundig, dass selbst unter Berücksichtigung seiner Wirtschaftskraft Deutschland eine Überlast an Flüchtlingen trägt. Es ist deshalb Zeit, die sonst so oft betonte europäische Solidarität einzufordern und einen Teil der Flüchtlinge auf andere EU-Staaten umzuverteilen. Dafür gibt es Artikel 78 (3) des AEU-Vertrages, und er ist sicherlich nicht nur für Italien und Griechenland geschaffen worden.

        Mir geht es nur um die Wahrheit, nicht um Parteipolitik so wie Ihnen.

      • Danke, das Wort Solidaritaet wird tatsaechlich durch Prof. LUCKE in dieser Pressemitteilung erwaehnt! Ich habe nicht tief genug gelesen. Betonung ist aber eindeutig auf finanziellen Hilfen fuer Deutschland . Und es wird keine Kritik laut weil sich jemand an Vertraege haelt. ALFA ist wenn es um Migranten geht sehr eindeutig positioniert und Prof. LUCKES Worte aendern nichts.
        Mir ging es um korrekte Widergabe!
        Auch bei Frau Petry ist es eine eurokritische Aussage bezogen auf allgemeine EU Zusammenarbeit und Uebermacht der grossen Mitglieder und keine Kritik an den Mitgliedern die keine Migranten wollen. KEIN Land will illegale Migranten haben, nur deutsche Politik.

  2. Am 13. März zieht die AfD in den Landtag von Rheinland-Pfalz ein. Die AfD wird immer mehr Einfluss auf die Politik bekommen. Die Einwanderung wird stark begrenzt. Die Eurokratie wird beseitigt.
    Es muss eine Reform des Christentums geben. Das Beten ist sinnlos. Wir brauchen eine praxisorientierte Spiritualität gemäß Emile Coue und C. G. Jung.
    Wir brauchen ein nachhaltiges Wirtschaften gemäß Schmidt-Bleek. Zum Beispiel sollten immer mehr Menschen in einem 3-D-gedruckten, einstöckigen Haus wohnen, dessen Wände nur 4 cm dick sind. Ein solches Haus kostet 10-mal weniger als ein herkömmliches Haus.

    • Die Angst vor der AfD beeinflusst tatsächlich die Politik insbesondere der Union. Die AfD selbst bewirkt in den Landtagen, in denen sie bereits vertreten ist, eigentlich gar nichts bzw. stärkt faktisch die linken Parteien. Von daher hoffe ich, dass Frau Merkel umkehrt oder gestürzt wird, so dass die Union wieder bessere Politik macht und die AfD nicht mehr nötig ist.

      Bei Häusern sind insbesondere die Grundstücke und die ganzen energetischen Maßnahmen teuer, wogegen Ihr Vorschlag nicht hilft.

    • @Spiritualist343

      Ihr Papierhaus aus dem 3-D-Drucker ist vielleicht eine gute Lösung für warme Länder, aber ganz sicher nicht für Mittel- und Nordeuropa. Am besten nehme Sie ihre frommen Ideen und gehen diese im Morgenland umsetzen, wo auch die drei Buchreligionen her kommen.

  3. Alles was verhindert, dass der Euro zu einer Weichwährung wird, ist gut.
    Eurokritiker haben ihr zu Hause in der AfD – alles andere ist Zeit- und Geldverschwendung.

      • Die Kritik am Euro wird IMMER ein Kernthema der AfD sein.
        Es kann und darf aber nicht das einzige Thema bleiben.
        Da Deutschland gerade von einer Lawine illegaler Eindringlinge überrollt wird, macht die AfD alles richtig, sich im Moment auf dieses Problem zu konzentrieren. Die Umfragewerte geben der AfD Recht!

      • Ich frage nochmals: Wer in der AfD befasst sich denn noch ernsthaft mit der Eurothematik? Welche Argumente werden von der AfD gebracht? Pauschale Ablehnung der EU ist nicht dasselbe wie sachlich begründete Eurokritik.

        Die Umfragewerte sind eine Momentaufnahme. In den nächsten zwei Jahren wird noch viel passieren. Insbesondere radikalisiert sich die AfD immer mehr, so dass sie unwählbar sein wird, sobald der akute Problemdruck so oder so geringer geworden sein wird.

      • Dass die Eurothematik in der AfD nur noch angesprochen aber derzeit nicht mehr vertieft wird, trifft leider zu. Hierin unterscheidet sich aber keine der anderen Parteien positiv. Nicht einmal „ALFA“ und die Altparteien ohnehin nicht.

        Was die angebliche „Radikalisierung“ der AfD angeht, bin ich indes nicht bei Ihnen, Herr Dilger. Die nationalistischen Schreihälse in der AfD gibt es schon seit mehr als zwei Jahren. Wessen Einladung diese Leute damals gefolgt sind, wissen auch Sie nur all zu gut.

        Aber wie heißt es doch so schön: „Totgesagte leben länger“. Die derzeitigen Umfragewerte der AfD zeigen deutlich, dass eine Partei eben nicht nur an ihren einzelnen Protagonisten gemessen wird und das ist auch gut so.

      • Ich sehe keine Radikalisierung der AfD. Der Bundesvorstand pflegt einen moderaten Ton. Es scheint ihm bewusst, dass Wahlen in Deutschland in der Mitte entschieden werden. Mit schrillen Parolen verschreckt man in der Tat das Bürgertum.

        Die Euro-Kritik wird in der Tat im Moment von der lawinenhaften Welle von Eindringlingen überlagert. Leider. In ihrem Schatten kann Draghi den Euro weiter zur Weichwährung degradieren und unbegrenzt Papiergeld drucken, die Regierungen weiter maßlos Schulden machen und Griechenland und andere Südländer ihre Insolvenz verschleppen.

        Es macht meines Erachtens keinen Sinn, den Euro auflösen zu wollen. Aber einzelne Krisen-Staaten sollten ihn verlassen und geschlossene Verträge (Maastricht, Lissabon, …) müssen endlich eingehalten werden. Wer soll darauf hinweisen, außer der AfD?

      • Die befürchtete „Radikalisierung“ der AfD ist zumindest in den alten Bundesländern in der Tat ausgeblieben. Und in Dunkeldeutschland waren die vorlauten völkischen Dumpfbacken von Anfang an dabei. Leider.

  4. Wir können natürlich immer diskutieren, welche Partei das kleinste Übel ist. Jede Partei steht im politischen Wettbewerb und muss daher zu allen möglichen Themen etwas mehr oder weniger qualifiziertes sagen und damit ist wohl jede Partei irgendwo angreifbar. Ich freue mich jedenfalls auf die Diskussionen, wenn der März näher rückt. Auch wenn Sie nicht wählen können in NRW, bin ich doch gespannt, mit welcher Partei Sie sich über kurz oder lang anfreunden werden, Hr. Dilger 😉

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