60 Jahre Bundeswehr

Heute vor 60 Jahren wurden die ersten 101 Freiwilligen vereidigt, was man als Beginn der Bundeswehr betrachten kann. Von 1957 bis 2011 gab es Wehrpflichtige, wobei die erst nachträglich 1968 ins Grundgesetz (Artikel 12a) aufgenommene Wehrpflicht grundsätzlich weiter gilt, aber ausgesetzt ist. Dahinter steht die Frage, welchen Zweck die Bundeswehr überhaupt noch haben soll. Bis zum Mauerfall vor 26 Jahren diente sie vor allem zur Landesverteidigung, wobei diese nur im NATO-Verbund bzw. mit den USA möglich war und ist. Seither ist Deutschland militärisch nicht mehr ernsthaft bedroht, während zur Verteidigung der Landesgrenzen ohnehin der politische Wille zu fehlen scheint. Dafür stürzt man sich lieber in internationale Abenteuer, wobei die Beteiligung am völkerrechtswidrige Angriffskrieg 1999 gegen Serbien durch die rot-grüne Bundesregierung der Sündenfall war. Ich wäre für eine Rückbesinnung auf die Landesverteidigung bzw. im Rahmen der NATO auf die kollektive Verteidigung, aber nicht am Hindukusch.

3 Gedanken zu „60 Jahre Bundeswehr

  1. Nicht am Hindukusch: Genau! Wir schicken unsere Leute dorthin und lassen sie ermorden (was niemanden interessiert), gleichzeitig kommen die jungen Männer aus Afghanistan und werden von Steuergeldern auf unabsehbare Zeit alimentiert (was offiziell alle in diesem Land prima finden, sie sind halt „willkomme“).
    Welch ein Wahnsinn! Auch an dieser Front versucht die Regierung, das Volk auszutauschen.

  2. Da muß ich Herrn Prof. Dilger uneingeschränkt zustimmen.

    Die BW war von den Vätern des GG mit gutem Grund ausschließlich zur Landesverteidigung berechtigt und so sollte das auch wieder sein.
    Auslandseinsätze um in den Weltsicherheitsrat zu kommen,mal als Beispiel brachten keinerlei befriedende Erfolge ( außer eventuell im Balkan ) und kosten extrem viel Geld und tote Soldaten.

    Sinnvoll ist eine Bundeswehr,die zwar stark und innovativ ist,aber natürlich nicht als Bedrohung unserer Nachbarländer angesehen werden darf.

    Für Auslandseinsätze hielte ich nur für diesen speziellen Fall eine EU Eingreiftruppe für sinnvoll.
    Ganz raushalten kann man sich ja auch nicht,die Amis machen das schon.
    Man hängt da schon global in der Verantwortung,nur sollte das eben mit viel mehr Verantwortung und eben einstimmig durch die EU geschehen.

    Dafür wäre eine „EU Millitärpolizei“ mit einem nicht übertriebenen aber brauchbaren Rahmen der Möglichkeiten,sicher eine Antwort,außenpolitisch als EU,gegen eventuelle Gefahren aufzutreten.

    Ansonsten haben wir auch keinen weiteren Grund,militärisch am Hindukusch,Niger oder sonstwo aufzutreten.Wir haben da nichts verloren,auch politisch nicht.

  3. Pingback: Neue Anschlagsserie in Paris | Alexander Dilger

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