Helmut Schmidt gestorben

Helmut Schmidt ist tot“. Der Altbundeskanzler starb heute im Alter von 96 Jahren in seiner Geburtsstadt Hamburg. Er war nicht nur ein guter Politiker, sondern vor allem ein echter Staatsmann, der auch nach seiner Kanzlerschaft von 1974 bis 1982 politisch aktiv und prägend blieb. Er wird Deutschland fehlen.

12 Gedanken zu „Helmut Schmidt gestorben

  1. Wenn ich mich recht erinnere, war es Schmidt, der die Haushalte in Unordnung gebracht hat und mit albernen Konjunkturprogrammen den Grundstein für unsere horrende Staatsverschuldung gelegt hat.

    Mir fehlt er nicht.

    • „De mortuis nil nisi bene“. Dabei muss hier gar nichts geschönt werden, sondern die erste Ölkrise und überzogene Lohnforderungen fallen bereits in die Kanzlerschaft von Willy Brandt. Auch die meisten Ökonomen glaubten damals an keynesianische Wirtschaftspolitik, um das nachlassende Wirtschaftswachstum anzukurbeln, obwohl es sich nicht um eine Konjunktur-, sondern Strukturkrise handelte, weshalb es zu Stagflation kam. Die Staatsverschuldung war damals noch vergleichsweise gering.

      • Richtig: de mortuis nil nisi bene
        Ein Scherz, der Helmut Schmidt sicher gefallen hat, zirkulierte damals in Bonn.
        Helmut Schmidt, ein Pfadfinderjunge und der Papst sitzen in einem Privatflieger. Erscheint der Pilot in der Tür, das Flugzeug sei unrettbar am abstürzen, er habe jedoch nur drei Fallschirme. Er müsse sich aber zwecks Unfallbericht selbst retten, greift einen Fallschirm und springt raus. Darauf Helmut Schmidt: er müsse als Weltökonom ja die ganze Welt retten, schnappt sich einen zweiten und springt ebenfalls ab. Nun wendet sich der Papst dem Pfadfinder zu: “Mein Sohn, ich habe ein langes und reiches Leben gehabt. Nimm du den letzten Fallschirm und spring.“ Daraufhin der Pfadfinder zum Papst:“ Eure Heiligkeit, wir können beide abspringen, der Weltökonom ist soeben mit meinem Rucksack abgesprungen.“
        Es bestanden nach dem Mauerfall 1990 sehr starke Bestrebungen, hier im Bonner Raum, in der SPD, aber auch weit darüber hinaus, Helmut Schmidt müsse sich noch einmal aufraffen und gegen Kohl kandidieren. Ich selbst hatte mich damals auch für eine derartige Kandidatur stark gemacht. Helmut Schmidt hat aber unter Berufung auf seine angegriffene Gesundheit (!!) darauf verzichtet, so dass Helmut Kohl Kanzler der Einheit werden konnte.
        Helmut Schmidt hätte sicherlich eher eine Rekapitalisierung der Ex-DDR betrieben als eine Durchfütterung à la Kohl, schließlich ist die DDR nicht an Broiler- oder Biermangel zugrunde gegangen. Die neuere deutsche Geschichte wäre gewiss anders verlaufen.

      • Für viele gesellschaftliche Fehlentwicklungen in unserem Lande trug Schmidt entweder selber die Verantwortung oder er hat sie gefördert. Zu nennen sind hier an erste Stelle die weitgehende Abtreibungsfreigabe, der bis heute Millionen Kinder zum Opfer gefallen sind, und sein Beitrag zur Zerstörung der Familien.

        Auch wenn er jetzt tot ist, gibt es keinen Grund, über seine Fehler zu schweigen.

      • Auch das ist faktisch nicht richtig (um gar nicht erst in die normative Bewertung und Ihre Gleichsetzung von Embryos mit Kindern einzusteigen). Die Fristenregelung wurde unter Kanzler Willy Brandt beschlossen, unter Helmut Schmidt dann später die (etwas) restriktivere Indikationsregelung.

      • Korrekt, die Indikationslösung, für die Schmidt die Verantwortung trug, war ETWAS abgeschwächt, wobei die Abschwächung für die Praxis irrelevant war.

  2. Man muß bedenken,das viele Schritte damals Neuland waren und nicht immer hat Helmut Schmidt alles richtig gemacht,er hat es aber versucht.

    Der Schuldenberg war zum Teil als Investition gedacht,was nicht richtig aufging.
    Gleichzeitig die hohen Lohnforderungen,welche das Wirtschaftwachstum dämpften und wiederum über Schulden ausgeglichen bzw. angekurbelt werden sollten.

    Daneben hatte Deutschland zur Zeit Helmut Schmitds die höchste Dichte an Zigarettenautomaten in ganz Europa,bis direkt vor die Schule,was dann schrittweise verboten wurde.

    Gleichzeitig kritisierte er zwar zuviel Einwanderung,unternahm dagegen aber gar nichts.

    Ein großer Staatsmann sicher,mit Fehlern die sicher auch der Tatsache geschuldet sind,das vieles Neuland war und es zu vielen Dingen noch gar keine Erkenntnisse gab.
    Ich kritisiere,das er vieles als falsch erkannt und falsch genannt hat,aber oft nichts konkretes dagegen unternahm.Dafür hat er aber auch bei vielem,wie dem RAF Terror oder der Hochwasserkatastrophe unheimlich gut gehandelt.

    Unter dem Strich ein Staatsmann,der sich verdient hat.

    • Niemand macht alles richtig. Man sollte versuchen, möglichst viel und vor allem die wirklich wichtigen Sachen richtig zu machen. Seit 1973 gilt übrigens der Anwerbestopp für Gastarbeiter.

  3. Es ist ein Fehler gewesen, so viele Ausländer ins Land zu holen!

    Dieses und viele andere Original-Zitate von Helmut Schmidt reißen Rot/Grün die Maske vom Gesicht.

      • Wessen „Frontfrau“? Meine bestimmt NICHT!
        Merkel = Rot/Grün, DAS ist die traurige Wahrheit!

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