Günter Schabowski stirbt an Allerheiligen

Der Mann, der aus Versehen die Mauer öffnete, Günter Schabowski, ist heute an Allerheiligen im Alter von 86 Jahren nach langer Krankheit verstorben. Er spielte eine entscheidende Rolle beim ‚Mauerfall vor 25 Jahren‘ bzw. nun schon fast 26 Jahren am 9. November 1989. Er verlas den Beschluss des Politbüros der DDR, dass Reisegenehmigungen ohne besondere Voraussetzungen erteilt würden. Auf Nachfrage erklärte er, dass dies unverzüglich gelten würde, was Tausende an die Grenze trieb, die deshalb noch in der Nacht geöffnet wurde. Die DDR überlebte diese Grenzöffnung nicht. Hoffen wir, dass die Bundesrepublik Deutschland eine andere Art der Grenzöffnung, nämlich für jeden echten, aber auch angeblichen Flüchtling von außen, durch Angela Merkel überlebt. Jedenfalls bereute Herr Schabowski sein vorheriges Mittun in der DDR-Führung danach ernsthaft. Er war kein Heiliger, aber doch ein lernfähiger und vernünftiger Mensch, der im entscheidenden Moment das Richtige getan hat, auch wenn ihm selbst die Tragweite seines Tuns da gar nicht bewusst war.

12 Gedanken zu „Günter Schabowski stirbt an Allerheiligen

  1. Knapp 26 Jahre später gibt nun also die ehemalige FDJ-Funktionärin Angela Merkel den Schabowski. Alles im deutlich größeren Maßstab und mit mindestens ebenso weitreichenden Folgen für die Zukunft der schon 1989 todgeweihten Bundesrepublik Deutschland. Denkwürdig.

  2. Nun,er konnte damals kaum auf das ganze eigene Volk schießen,welches sich vom System abgenabelt hatte.

    Zur Zeit muß man leider erkennen,wieviele Bürger schon vom BRD System reden.
    Das ist sicher kein Kompliment.
    Mein Freundeskreis redet immer von der Linken Maximalkapitalistischen BRD GmbH und Co KG.
    Auch kein großes Kompliment.

    Ich weiß nicht was die Zukunft bring,weiß ich nicht.
    Ich sehe aber,was da in viel zu großen Mengen in unser Land kommt und das man diese Leute fast unmöglich wieder raus bekommt.

    Davon kann man eigentlich fast gar nichts in der Arbeitswelt gebrauchen und das wird uns noch sehr sehr große Probleme einbringen.

    • Vorher hatte die DDR-Führung durchaus auf die eigene Bevölkerung schießen lassen, z. T. auch von russischen Soldaten. „Die chinesische Lösung“ wäre eine Option gewesen, die zum Glück nicht gewählt wurde. Heute hilft doch die russische Führung wieder einem Diktator dabei, sein eigenes Volk militärisch zu bekämpfen.

      Vielleicht sollten Sie einmal über Ihren Freundeskreis nachdenken. „Ausmisten bei Facebook“ kann ich nur empfehlen.

      • Och danke,ich bin mit meinen Freunden ganz zufrieden.

        Das liegt so im Identären Umfeld,zieht sich über die Freiheit,zumindestens in deren Entstehung bis nach Pax Europa,kreutzt die JDL Germany bis zur bekannten ehemal. Bloggerin Kybeline die ich auch privat besser kenne und so weiter.

        Ein multikulti Fan bin ich also eher weniger,wie sie sehen und rechtsradikal oder gar NPD Wähler war ich gerade trotzdem noch nie.

        Kann man schön am Jüdischen erklären.
        Es gibt Liberale,Orthodoxe,Ultra Orthodoxe und Zionisten.
        Sie können mich bei orthodox einstufen,wenn ich Jude wäre.

        Übrigens im Jüdischen redet man miteinander,egal welche Ansichten man vertritt.
        Liberale und Zionisten haben nichts aber auch gar nichts gemeinsam,trotzdem reden und debattieren sie miteinander,es ist überlebenswichtig.

        Das ist etwas,was wir in Deutschland leider nicht können.

        Und wenn man sich über verschieden Ansichten nicht ansatzweise austauschen kann,ohne niedergeschrien oder beworfen zu werden,dann radikalisiert sich eine Gesellschaft zwangsweise in zwei Lager,die sich irgendwann gegenseitig versucht den Schädel einzuhauen,was auch evolutionär nicht unbedingt sehr weiter entwickelt erscheint.

      • Zumindest hier im Blog diskutieren wir doch miteinander, wenn auch manchmal hart, so doch hoffentlich meistens nicht allzu persönlich.

      • @MT:
        „… NPD Wähler war ich gerade trotzdem noch nie.“

        Ihre Betonung scheint mir auf „noch“ zu liegen. Richtig?

  3. Der Sozialismus hat viel Unheil über die Menschheit gebracht.
    Die „DDR“ ist ein sehr gutes Beispiel dafür.
    Aber man muss Menschen auch die Chance für Einsicht in Fehler und eine zweite Chance zugestehen, wenn sie es ernst meinen.
    Günter Schabowski hat als einer der ganz wenigen der führenden Köpfe der SED das Unrecht bereut.
    Respekt! R.I.P.

  4. @M.Meister

    Nein grotten Verkehrt !

    Nationalisten wollen bedrohen und konservative nicht bedroht werden,das ist die Nuance Unterschied bei den auch tatsächlich bestehenden Gemeinsamkeiten.

    • @MT

      „… bei den auch tatsächlich bestehenden Gemeinsamkeiten.“

      Na da bin ich aber sehr froh, kein Konservativer zu sein.

      • Ich weiß nicht was sie sind,es ist mir auch langsam egal.

        Bringen sie sich doch einfach mehr zur Thematik ein und lassen sie ihre überall im Blog anzufindenen Kurzkommentare mal sein.

        Wenn ein Nazi mehr Familien brüllt und ein Konservativer mehr intakte Familien haben möchte,sind das sicher Gemeinsamkeiten,die sich näher liegen als die Links Grüne Abschaffung der Familien – das ist so schon richtig.

        Ich weiß auch nicht inwieweit sie differenzieren können und ab wo dann schluß ist.
        Aber nörgeln können sie sehr gut.

      • Ist das nicht eine Verharmlosung des Nationalsozialismus, wenn Sie diesen auf die Forderung von „mehr Familien“ reduzieren? Islamisten sind auch für große und intakte Familien (wenn auch vielleicht etwas anders strukturiert). Das ist jeweils nicht der Kritikpunkt daran und das Betonen einer solchen Gemeinsamkeit mit Koservativen diskreditiert eher letztere.

      • @MT:

        Oh, ich dachte bislang eigentlich, ich könne ganz gut differenzieren. Aber auf die Idee, Nazis und Konservative in einen Topf zu werfen, bin ich dabei noch nicht gekommen. Ich dachte nämlich immer, „differenzieren“ hieße so etwas ähnliches wie „auseinanderhalten“. Na, immerhin wieder was gelernt. Vielen Dank!

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