Wahlerfolg für SVP und FDP in der Schweiz

Bei der gestrigen Wahl in der Schweiz überzeugte „Quereinsteiger Köppel mit bestem Ergebnis aller Zeiten“. Meinen Glückwunsch! Seine Schweizer Volkspartei (SVP) gewann als ohnehin schon stärkste Partei noch dazu (siehe das Wahlergebnis), was auch der FDP.Die Liberalen gelang. Warum haben wir in Deutschland nicht solche Parteien, wo wir hierzulande schon auf Volksentscheide verzichten müssen? Die „Schweiz ist das glücklichste Land der Welt“, nicht nur, aber auch wegen ihres politischen Systems, welches allerdings alle (größeren) Parteien in eine Konsensregierung einbindet.

13 Gedanken zu „Wahlerfolg für SVP und FDP in der Schweiz

  1. Die deutsche Parteienlandschaft wird sich in naher Zukunft massiv verändern. Es werden neue, in anderen Kulturen verwurzelte, Parteien entstehen und bestehende Parteien an Bedeutung verlieren. Die Ränder werden gestärkt und prallen mit zunehmender Wucht aufeinander (vgl. Dresden). Gleichzeitig werden die etablierten Parteien den letzten Rest an Vertrauen bei den eigenen Bürgern verlieren. Schon jetzt sind größere Wählerwanderungen von ?DU/CSU, SPD und SED zur AfD zu beobachten sowie ein nennenswerter Wechsel von der ?DU zu den Nichtwählern.
    Gerade die letzte Gruppe, denen die AfD offenbar zu unseriös ist, bietet das Wählerpotential, mit dem das Projekt ALFA doch noch zum Erfolg geführt werden kann. ALFA ist sicherlich nicht die optimale Alternative, aber welche haben wir sonst noch?

    • Wie Sie selbst schreiben, werden neue Parteien entstehen. Eine in einer anderen Kultur verwurzelte Partei wird aber auf absehbare Zeit nicht über 5 % kommen, dazu sind die Migranten noch zu heterogen. Wenn es ernsthafte Konkurrenz gibt, haben die etablierten Parteien auch einen Anreiz, darauf zu reagieren und den Wählerwillen wieder mehr zu berücksichtigen. Wenn die AfD einen Kurswechsel in der Union auslösen sollte, wäre sie immerhin nützlich gewesen.

  2. Die leserbriefe in dem welt artikel sind ja wieder der wahnsinn. Vielleicht sollten wir mal eine wette über sie zusammensetzung des nächsten Bundestages veranstalten

      • Ich schlage eine wette über das abschneiden von afd, alfa und fdp vor. Die geringste summe der abweichungsbeträge gewinnt. Gegenstand ist die nächste reguläre BT Wahl im herbst 2017. Mein tip: 9;4;5

      • Sollte nicht vorrangig berücksichtigt werden, ob das Über- oder Unterschreiten der Fünf-Prozent-Hürde richtig vorhergesagt wurde? Bei Punktegleichheit dabei könnte man dann die Summe der Abweichungsbeträge bestimmen. Außerdem brauchen wir einen Wetteinsatz und eine Frist, bis zu der sich weitere Personen an der Wette beteiligen können.

      • Die FDP versucht sich ja als Kritiker Merkels zu positionieren. Das würde sie ja prinzipiell wählbar machen, vor allem, weil mit Höcke die AfD ins gesellschaftliche Abseits gerät. Allerdings habe ich jedes Vertrauen in die FDP verloren. Ich glaube ihr nicht mehr, in der Euro-Krise haben sie den Liberalismus und die soziale Marktwirtschaft verlassen und damit Millionen Menschen, die ihnen diesbezüglich vertrauten, alleine gelassen. Ich habe das noch nicht vergessen, noch kann ich sie nicht wieder wählen.

  3. Dem Glückwunsch an die SVP und Herrn Köppel schließe ich mich gerne an. Seine rhetorischen Fähigkeiten sind bemerkenswert, und er wird der Schweiz gute Dienste leisten. Die Schweiz gehört zu den reichsten und erfolgreichsten Ländern überhaupt, und wir können viel von ihr lernen. Die Einführung von Volksabstimmungen auf Bundesebene wäre insoweit ein wichtiger Schritt.

    • Die Schweiz ist schlicht das Paradies. Nicht nur die Landschaft und der Lebensstandard, sondern auch die Menschen und die politische Kultur und ist nebenbei den Süddeutschen ohnehin menschlich näher als die Berliner oder Hamburger.

      Roger Köppel habe ich schon immer bewundert und seine Positionen fast immer geteilt. Weltoffenheit gepaart mit Wirtschaftsliberalismus und Bodenständigkeit (die sich in seiner Position der Neutralität der Schweiz und der Absage an das Großmachtstreben der EU ausdrückt), dafür fehlt in der deutschen Öffentlichkeit leider das passende Pendant. Eine Partei, die äquivalente Ansichten, natürlich auf die deutsche Situation übertragen, vertritt, fehlt in Deutschland leider. Köppel ist ein großer Gewinn für die SVP und es ist jammerschade in Deutschland keine entsprechende klar demokratische Volkspartei mit teils rechten, aber vor allem liberal-konservativen Wurzeln, zu haben. Man hatte die Hoffnung bei der AfD, leider wird sie unter Höcke wohl langfristig zu einer rein völkischen Kraft werden. Da hilft nur eine Sache: Ab in die Schweiz, nicht Hochdeutsch reden (für einen Allemannen ohnehin kein Problem), sich integrieren und möglichst schnell Schweizer werden. Hoffentlich wird das dann noch möglich sein.

      • Es muss mir entgangen sein, aber wann hat die fdp merkel denn substanziell kritisiert in letzter zeit? Im euro rettungskurs keimte erst im allerletzten moment ein hisschen kritik auf. In der flüchtlingspolitik jubelte die fdp bei twitter mit refugeeswelcome über die neue „weltoffenheit“ der deutschen Bevölkerung. Nicht einmal von den julis höre ich kritische worte (obwohl diese generation die party bezahlen darf), siehe handelsblatt artikelvon gestern. Über belege ihrer Behauptung würde ich mich freuen.

  4. Den beflissenen Gratulanten hier empfehle ich einen Beitrag von Raphael Gross in der FAZ vom 21.10.15, überschrieben „Dieser Versuchsballon reicht nicht – er stinkt zum Himmel“.

    • Entgegen dem Artikel sind doch nicht SVP, Herr Köppel und die direkte Demokratie Bedrohungen für die Schweiz, sondern Frau Merkel und ihre linksgewendete CDU bedrohen zusammen mit den anderen Linksparteien Deutschland und Europa. Sie bedienen sich auch schamlos des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, der viel finanzstärker ist als selbst Herr Blocher, der seine Produkte am Markt verkaufen muss, während den Deutschen eine degressive Haushaltssteuer zur Finanzierung der Euro-, Flüchtlings- und Merkelpropaganda abgepresst wird.

  5. Ich war ein ganz großer Fan der europäischen Einigung und eigentlich bin ich es heute auch noch. ABER was die Brüsseler Bürokraten und sozialistisch inspirierte Politiker daraus gemacht haben, ist ein einziges Chaos von gigantischer Geldverschwendung, beängstigendem Vorschriftenwahn und einem Zentralismus, der unsere Freiheit gefährdet! SO NICHT!!!

    Daher freue ich mich über alle selbst bestimmten und basisdemokratischen Bewegungen, für die die Schweiz beispielhaft ist und die SVP die Bewahrerin dessen ist! Der Widerstand gegen undemokratische EU-Strukturen wächst und ich werde alles unterstützen, was diesen Widerstand stark macht. Wir brauchen ein Europa der Vaterländer, mit einem Wettbewerb um die besten Lösungen und KEINEN Brüsseler Zentralstaat!

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