ALFA NRW gegründet mit Professor van Suntum an der Spitze

„Professor aus Münster ist erster Alfa-Landesvorsitzender“. Meinen herzlichen Glückwunsch an Herrn Kollegen Ulrich van Suntum! Ich wünsche ihm und der Allianz für Fortschritt und Aufbruch, insbesondere dem heute gegründeten NRW-Landesverband, wirklich viel Erfolg.

Im Grunde läuft die ALFA-Gründung bis in Details wie zuvor die AfD-Gründung ab. So wurde vor zweieinhalb Jahren ebenfalls ein Professor aus Münster Landesvorsitzender in NRW (nämlich ich). Der Weckruf entspricht der Wahlalternative 2013, Herr Professor ‚Lucke wird einziger Vorsitzender von ALFA‘ auf Bundesebene. Aber das ist kein reiner Grund zur Freude. Er ist in der AfD gescheitert und das auch nicht grundlos.

Eine reine Wiederholung droht also wieder zu scheitern, diesmal allerdings noch schneller und aus einem anderen Grund, nämlich mangelnden Wahlerfolgen, die man der AfD bislang nicht nachsagen kann. Bei der Bundestagswahl 2013 kam die AfD aus dem Stand auf über zwei Millionen Stimmen und 4,7 %. Seither ist sie ins Europaparlament und in jeden zu wählenden Landtag eingezogen. Es ist nicht klar, wie das auf ALFA übertragen werden soll, insbesondere da die AfD noch da ist und zumindest bislang klarer positioniert ist als ALFA.

Im nächsten März will ALFA gleich bei allen drei Landtagswahlen antreten, statt alle Kräfte auf Rheinland-Pfalz zu konzentrieren. Sachsen-Anhalt hat die AfD viel bessere Chancen und Baden-Württemberg ist zu groß und schwierig für einen unbedingt nötigen Anfangserfolg. Bis zur Landtagswahl in NRW ist ein Jahr mehr Zeit, aber das setzt trotzdem vorherige Erfolge anderswo voraus.

Niemand weiß, wie diese Bundesregierung mit der selbst geschaffenen Flüchtlingskrise umgehen will oder welcher Unsinn Frau Merkel noch einfällt. Vielleicht kommt es deshalb zu vorgezogenen Bundestagswahlen. In jedem Fall wird eine vernünftige Alternative gebraucht und hoffentlich ist Herr van Suntum politisch erfolgreicher als ich.

79 Gedanken zu „ALFA NRW gegründet mit Professor van Suntum an der Spitze

  1. Die etablierten Parteien müssten die Asylproblematik endlich in den Griff bekommen. Die CSU und selbst die SPD schwenken ja mittlerweile um, doch Frau Merkel will anscheinend auf all die Einwände nicht eingehen. Bei einem weiterso stehen die Chancen im jeden Fall gut, dass die AfD auch 2016 erfolgreich bleibt und vielleicht sogar darüber hinaus, wenn es in das Wahljahr 2017 geht. Für mich persönlich wäre dies ein Albtraum. Ob ALFA wirklich wahrnehmbar wird, lässt sich wohl erst nach den Landtagswahlen sagen. Die Partei mag zwar klein sein und hat nicht aus Fehlern gelernt, bringt aber für die Landtagswahlkämpfe ein sehr gutes Budget mit. Und dann ist da ja auch immer noch die CSU, welche neuerdings mit Kritik an der Kanzlerin nicht spart. Erfühlt sich vielleicht doch noch der Traum von Josef Strauß und die CSU wird bundesweit antreten? Eine bessere Möglichkeit als diese Krise wird es auf langer Zeit wohl kaum geben.

      • Seehofer, Söder & Co., vertreten eigene Machtinteressen. Es ist für diese Personen sicherer und einfacher, ihre Machtinteressen innerhalb der CDU / CSU durchzusetzen. Rein theoretisch könnte die CSU mit der ALFA zusammen gehen. Aber Lucke und Seehofer / Söder passen natürlich zusammen wie die Faust auf das Auge.

        Wahrscheinlicher ist, dass die CSU in der Allianz mit der CDU verbleibt und die Merkel vertreibt. Mit einer konservativeren CDU werden ALFA und AfD von der politischen Bühne verschwinden.

        Was weiterhin fehlt, dass ist eine liberale Alternative. Die FDP hat unter Lindner / von Lambsdorff ideologisch ausgedient. Der eine leitet die FDP als persönliche Einnahmequelle, der andere sitzt aus Traditionsgründen in der FDP, ohne Recht zu wissen, wofür die FDP stehen sollte.

      • Warum sollte die CSU mit ALFA fusionieren? Das hat sie doch gar nicht nötig. Interessanter ist die Frage, warum sich die CSU nicht bundesweit ausdehnt. Ich schreibe noch einen Beitrag dazu. Interessant ist auch, ob die FDP ohne liberale Erneuerung trotzdem überleben kann, weil die anderen Parteien noch schlimmer sind.

        Es war schon von Anfang an ein Problem in der AfD-Strategie, nicht mit möglichen Reaktionen der anderen Parteien zu rechnen. Gerade wenn die AfD zu stark werden sollte, wird die Union reagieren (müssen) und wieder konservativer werden. Da ich von der Sache her denke, fände ich das gut. Wer auf eine langfristige Politikkarriere in der AfD hofft, sollte sich deshalb jedoch Sorgen machen (wobei das Verschwinden in der rechtsradikalen Ecke inzwischen die deutlich größere Gefahr ist).

      • Die CSU hätte auf Bundesebene das gleiche Problem wie jede Neugründung. Sie müsste erst Strukturen aufbauen. Auch sie würde sich mit kruden Leuten herumschlagen müssen. Die CSU könnte durch solche Leute einen starken Reputationsschaden erleiden. Würde sie genauso stark wachsen wie die AfD, dann wäre die Gefahr des Umkippens zudem gegeben. Mit dem Zusammengehen mit der ALFA würde sie von Anfang an solidere Strukturen haben als wenn sie von vorne anfangen müsste.

        Aber, wie schon mitgeteilt, wäre eine Bundes-CSU für Seehofer, Söder, pp. wenig nützlich. Es kostet viel Kraft, birgt viele Risiken. Es ist viel einfacher, die Merkel zu kegeln und innerhalb der CDU die Machtverhältnisse zu verschieben.

      • Die CSU hätte viele Vorteile gegenüber einer echten Neugründung. Vor allem würde sie viel schneller wachsen als selbst die AfD. Wachstum ist zwar gefährlich, aber echte Größe schützt dann vor den Radikalinskis. Sie könnte auch auf CDU-Strukturen zurückgreifen. Am Anfang könnte es sogar sinnvoll sein, nur CDU-Mitglieder zuzulassen. Dagegen ist es gar nicht so leicht, Frau Merkel zu entmachten. Sie könnte notfalls ganz ohne die CSU weiterregieren.

      • Gemessen an dem Aufwand, der bei dem Gründungsparteitag NRW in Lünen betrieben worden ist, kann man zumindest nicht von einem schlechten Budget reden. In zwei Jahren AfD habe ich zumindest noch keinen vergleichbaren Parteitag erlebt.

      • Auf Bundesebene waren die AfD-Parteitage doch immer extrem teuer, nur in NRW haben wir extra gespart. Geld sollte lieber in Wahlwerbung als teure Parteitage, luxuriöse Geschäftsstellen und überbezahlte Geschäftsführer investiert werden.

  2. Bei der Gründung der AfD bzw. des Landesverbands NRW war ich nicht dabei. Ich bin erst später in die Partei eingetreten und noch viel später aktiv geworden. Ich meine, dass sich die Gründung des Landesverbands genauso abgespielt hat, wie es zu erwarten war: rational und harmonisch. Im Gegensatz zu den letzten Parteitagen der AfD schienen alle Beteiligten am Gelingen des Vorhabens interessiert.
    Was ist die Alternative zur Alternative? Diese ist für uns nicht mehr akzeptabel. Die Altparteien zeigen gerade wieder einmal mehr ihre Handlungsunfähigkeit. Daß deshalb ein Neuanfang noch einmal gewagt wird mit allen Anstrengungen der Beteiligten ist anerkennenswert. Hoffen wir, daß man aus den gemachten Fehlern gelernt hat. Dieses Bemühen ist jedenfalls deutlich erkennbar.
    Ein bisschen Wohlwollen gegenüber dem Projekt ALFA wäre deshalb angebracht. Garantien und 100%-Lösungen gibt es sowieso nicht.

    • „Hoffen wir, daß man aus den gemachten Fehlern gelernt hat.“ Das hatte ich auch einmal gehofft, doch welcher Fehler wird jetzt nicht wiederholt? Wohlwollen allein nützt da leider nichts. Ich wollte auch, dass FDP und dann AfD es besser machen.

  3. Natürlich ist Prof. Lucke nicht grundlos abgewählt worden! Eine ganze unanständige Manschaft arbeitete fast Jahrelang daran Prof. Lucke zu diffamieren und zu entmachten. Sie wollten eine rechtspopulistische, antamerikanische und nationalchauvinistische Politik durchsetzen. Sonst könnte man noch denken er selbst hat seine Abwahl verschuldet. Wenn das für Sie „scheitern“ ist dann blendet man AfD Erfolge mit Prof. Lucke aus.
    Was aus ALFA wird ist alles reine Spekulation. Nach den Wahlen in BW und RP wird man erst über mögliche Fehler reden könnenn. Zunächst werden weitere LVs in Ruhe gegründet und die Organisation etabliert. Neben NRW wurden in den letzten Tagen auch LV Berlin und LV Niedersachsen gegründet.

    • „Sonst könnte man noch denken[,] er selbst hat seine Abwahl verschuldet.“ Das hat Herr Lucke doch auch, sogar gleich auf mehrfache Weise. Seine späteren Gegner hat er am Anfang selbst ins Boot geholt und gefördert. Den liberalen Flügel hat er 2013 und Anfang 2014 systematisch geschwächt, weil er damals in ihm die größere Gefahr für seine persönliche Macht sah. Er hat nie einen klaren Kurs für die AfD vorgegeben. Ende 2014 und 2015 wollte er unbedingt alleiniger Vorsitzender werden, statt das Amt weiter mit Frau Petry zu teilen. Den so von ihm selbst angefachten Machtkampf hat er mit dem Weckruf ganz schlecht geführt und deshalb verloren.

      Nach den Landtagswahlen im März 2016 ist es zu spät, um über Fehler zu reden. Mit echtem Wohlwollen wartet man nicht bis zum Scheitern, sondern versucht vorher noch eine Kurskorrektur. Weil das leider nicht versucht wird, nehme ich beliebige Wetten an, dass ALFA in keinen Landtag einziehen wird. (Dabei muss ich zugeben, dieses Jahr schon zwei Wetten verloren zu haben.)

      • Sein Amt mit Frau Petry zu teilen waere nur eine verlaengerte Agonie. Gewise Menschen wolte man weder mehr sehen noch hoeren und damit war eine Teilung ohne Alternative. Was fehlenden klaren Kurs betrifft haben Sie recht. Fuer unpassende Mitglieder waren natuerlich auch massgeblich LVs und KVs schuldig.

        Natuerlich, Sie setzen voraus dass ALFA staendig Fehler macht und sie auch nicht nach LV Gruendungen versucht zu korrigieren? Es ist einfach zu frueh ueber grundsaetzlice Fehler zu reden. Man vermutet sie nur , begruendet oder nicht. Zwischen 03.16 und 2017 ist aber genug Zeit weitere Verbesserungen vorzunehmen.
        Eher werden AfD und ALFA ueberfluessig?

  4. Lucke hat genug dumme gefunden, die ihm ein Ergebnis von 0,5% bei der nächsten EU Wahl garantieren. Damit ist sein Mandat gesichert. Tja, wenn es soviel Wiedergänger gibt, die ihm hinterherfahren, bitte. Er ist als Politiker, Vorstand , Parteimitglied und Teamplayer grandios gescheitert. Seine Alfa Mission wäre beendet, wenn jemand seinen Führungsanspruch bezweifelt.

  5. Was soll denn überhaupt das Thema dieser Alfa Sekte sein? Welcher Wähler sollte so dämlich sein, diesen Nobodies eine Stimme zu geben? Eine reine Führerpartei hat es ja auch 70 Jahre nicht gegeben. Nun taucht Mr. Lucke auf und duldet keine Götter neben sich. Das riecht mir sehr nach totalitärem Führerstil. So hat er ja auch den AfD Vorstand und die LV traktiert.

    • Eine schöne Beschreibung der Petry AfD…aber leider merken Sie es in ihrem Lucke-Hass nicht! Petry ist natürlich eine Teamplayerin…so wie Meuthen gleichberechtigter Vorsitzender ist 😀 Schon mal aufgefallen, dass Petry Ämter sammelt (Bundesvorsitzende, Landesvorsitzende, Fraktionsvorsitzende usw) und keines abgeben will, obwohl der Tag nur 24 Stunden hat…natürlich, so sieht eine selbstlose Teamplayerin aus 😉 …Herr Luck ist nicht perfekt, aber so machthungrig war er nie.

  6. Natürlich nicht die NPD, Pro-NRW, Die Linke oder Pegida Wähler, sie alle passen zu AfD. Deswegen haben sich vernünftige Menschen von AfD getrennt, deswegen gibt es ALFA.

    • Die Landesverbände der ALFA-Partei sind gegenwärtig im Entstehen und nach und nach werden neue Mitglieder hinzukommen. Wie bei jeder Partei hängt der Erfolg von ihnen ab, von ihrem Fleiß und Können. Der AfD braucht beileibe nicht bange sein, denn die Kanzlerin schafft Platz nicht nur für Flüchtlinge im Land, sondern auch für eine echte Opposition in den Parlamenten. Die Namen AfD aber auch Bernd Lucke haben beim Wähler einen Klang. ALFA muss an seinem Image noch arbeiten. Bei den Wahlen in Baden-Württemberg ist zu erwarten, dass die AfD vor ALFA über die Ziellinie geht. Doch auch für ALFA sehe ich die Chance, ins Parlament einzuziehen.

      • In deutsche Landesparlamente ist immer wieder eine kleinere neue Partei eingezogen. Ich kenne jedoch keinen Fall, wo es zwei auf einmal gewesen wären (von der jeweils ersten Wahl im Land abgesehen), insbesondere wenn nicht einmal deren Mitglieder die wesentlichen Unterschiede zwischen ihnen erklären können. Mir selbst ist klar, dass es solche Unterschiede gibt, doch erklären Sie diese einmal in wenigen Worten einem normalen Wähler und das auch noch in werbenden statt abschreckenden Worten.

  7. Mich wundert immer, mit welch sicheren Schritten hier der Werdegang der ALFA ins Nirwana dargestellt wird. Hat man auch mal Gründe aufgetragen, welche wirklich der Wahrheit entsprechen? Nein, hat man nicht. Zum Beispiel haben wir seit Gründung innerhalb von 6 Monaten ein Parteiprogramm, spätestens im Februar. Im Febraur geht die Afd ins vierte Jahr, wo sie noch immer kein Parteiprogramm zusammengestellt hat. Ich könnte euch einiges vom Bund erzählen, Ich bin selbst in einigen Fachausschüssen im Bund, Bleiben wir aber einmal bei den Kernpunkten in NRW. Als Demokratie sind wir für Volksentscheide und Finanzreferenden nach Schweizer Vorbild. Wir sind gegen die Politisierung und Bürokratisierung der Hochschulen. Die ALFA ist für ein mehrgliedriges Schulsystem, Inklusion mit Augenmaß. In unserem Programmpapier finden sie eine Landesschuldenbremse, was die Sicherheit angeht sind wir gegen rechtsfreie Räume. Für die Familien fordern wir mehr Betreungsplätze und fördern die Wertschätzung der Aufgabe der Eltern. Was die Einwanderung angeht fordern wir Integration statt Ghettos und die konsequente Anwendung des Asylrechts. Wir sind gegen Fracking, solange es die Energiesicherheit hergibt und der Preis der Energie kostengünstig bleibt. An diesem Programm habe ich selber mitgewirkt. Was die Kommunalpolitik angeht, haben wir dafür auf Landesebene einen gesonderten Vorstandsposten angelegt. Ihr habt einfach über die ALFA etwas geschrieben, ohne ein einziges Wort auf die Programmatik einzugehen. Wir sind keine Personenpartei als Schwerpunkt. Wir wollen in Deutschland mithelfen das zu verändern, was zu verändern ist. Schwerpunkte habe ich oben benannt. Der ewige „Hass“ an Lucke, vor allem im Facebook, hängt uns allen irgendwie am Halse heraus. ALFA ist eine Partei von Bürgern und nicht von Berufspolitikern, und das Lucke vom Staat bezahlt wird als Europaabgeordneter ist auf europäischer Grundlage geregelt.

    • Bitte benennen Sie konkret, welcher meiner Kritikpunkte nicht der Wahrheit entsprechen soll. Dagegen ist nicht ganz richtig, was Sie zu den Parteiprogrammen ausführen. Jede Partei braucht ein Programm. Dementsprechend wurden sowohl von AfD wie ALFA bei der Gründungsversammlung jeweils ein Programm beschlossen. Was fehlt, ist der Beschluss eines neuen Programms auf breiterer demokratischer Grundlage. Ankündigungen gab es jedoch schon viele bei der AfD wie jetzt auch bei ALFA. Bei den Inhalten, die Sie anführen, sehe ich weder eine überzeugende Leitidee noch eine wesentliche Differenz zur AfD. Dagegen ist ALFA durchaus eine personenzentrierte Partei, die von Berufspolitikern gegründet wurde. Ob diese von Deutschland oder Europa bezahlt werden, ist irrelevant.

      • Mit meinem Text habe ich dargelegt, dass die Kritik der Partei ALFA nie Programm bezogen ist, sondern fast immer im Vergleich zu AfD stehen. Dabei sind sie in meiner Kritik eingeschlossen, aber nicht expliziet benannt, und somit auch nicht persönlich angezeigt. Ich habe bislang niemanden gehört, der Kritik am Programm geübt hat geschweige denn ein Programm benannt hat. Somit vermute ich, man kritisiert, ohne das Programm zu kennen. Diese Kritik, als alleinherrschende Kritik ist unredlich. In NRW sind jetzt gute Leute im Vorstand, wo ich meine, dass sie zusammenarbeiten. Sie wissen genau, dass ich sie mit ihrem Sachverstand dazuzähle,und sie wissen auch genau, dass ich es sehr bedaure, dass sie nicht mitgekommen sind zu ALFA. Die Hoffnung allerdings gebe ich nicht auf.

      • Sie hatten doch suggeriert, dass es noch kein ALFA-Parteiprogramm gäbe, während ich bereits darauf verlinkte (siehe ‚Lucke wird einziger Vorsitzender von ALFA‘) und Aspekte besprach (z. B. unter ‚Lucke lehnt im Gegensatz zu ALFA die D-Mark ab‘, für ein anderes programmatisches Papier siehe ‚Flüchtlingspolitik verschiedener Parteien‘).

        Im Übrigen ist es nicht angemessen, ALFA jetzt mit der AfD vom Sommer 2015 kurz vor dem Bruch zu vergleichen. Der Vergleich sollte sich auf die jeweilige Frühphase beziehen, um aus Fehlern lernen zu können. Im Frühjahr 2013 ging es auch in der AfD relativ harmonisch zu und wurde Herr Lucke von fast allen geschätzt oder sogar gefeiert. Analog ist der Beginn einer neuen Beziehung vermutlich schöner als die letzte kurz vor der Trennung. Aber ist dieser Beginn auch schöner als die letzte Beziehung an ihrem Anfang?

      • Zitat: Dagegen ist ALFA durchaus eine personenzentrierte Partei, die von Berufspolitikern gegründet wurde. Ob diese von Deutschland oder Europa bezahlt werden, ist irrelevant.

        Hier hätten wir schon einen Kritikpunkt, der nicht der Wahrheit entspricht.
        Die ALFA wurde von rund 70 Personen in Kassel gegründet.
        Hingegen Ihrer Aussage, waren und sind die meisten davon keine Berufspolitiker.

      • Natürlich entspricht meine Aussage der Wahrheit. Wer hat denn die Gründung vorbereitet, wer sind denn die Initiatoren und Mitglieder vom Weckruf?

  8. Auf dem NRW Gründungsparteitag der ALFA sprach ich mit Herrn Behrendt und sagte ihm, mit Dilger hätten wir heute die Satzung nicht so einfach und schnell über die Bühne gebracht. Er lachte und gab mir recht. Er sagte aber auch, dass an der NRW Satzung in der Folgezeit noch weiter gefeilt werden muss. Nun gut, dass ist ein Kompliment für Herrn Professor Dilger, der es auch „einmal“ verdient hat. Leider ist er nicht Mitglied in der Partei ALFA.

      • Herr Dilger, wieso ist das Kompliment vergiftet? Ich hatte angemerkt, dass die Satzung mit Ihnen nicht wäre so einfach durchgewunken worden wären. Das spricht doch für sie, oder? Bislang sind die Parteisatzungen immer so umgestaltet worden, wie sie sie verlangt haben und nicht weil sie es so wollten, sondern weil sie die Satzungsinkompetenzen immer aufgedeckt hatten. Das war auch der Gesprächssinn mit Herrn Behrendt. Mir hatte dies immer gefallen, zeigte es doch die Grenze vieler Opportunisten. In der Partei ALFA allerdings spielt die Rolle der Opportunisten bislang keine relevante Rolle, das wird von den Kritikern bislang auch geflissentlich unter der Decke gehalten, wenn man Vergleiche AfD/ALFA darlegt.

      • Solange sich alle verstehen, sind Satzungen und andere formelle Regeln nicht so wichtig. Diese braucht man, wenn es zu Konflikten kommt, was in der Politik früher oder später immer der Fall ist.

  9. Ich finde die Kommentare zu ALFA und zur AFD als Beiträge zur Beurteilung von Strategie und Taktik für die Zukunft sinnvoll (für den Fall, dass auch Entscheider mitlesen). Bei ALFA sehe ich die Gefahr, dass der relativ abgewogene und mir sehr sympathische Politik-Stil von Prof. Lucke zu einem geringen Mobilisierungsgrad führen wird (wir haben das hier bezüglich des Euro schon diskutiert). Bei der AFD hatten sich die Gründer-Persönlichkeiten hinsichtlich der Mobilisierung besser ergänzt, bis sie – wie das auch bei wirtschaftlichen Vereinigungen gelegentlich vorkommt- außer Kontrolle geraten sind. Vielleicht sollte sich der Bundesvorstand von ALFA eine AGIT-PROP-Abteilung zulegen, die als „Wadenbeißer“ professionell und tagesaktuell die Fehlleistungen der konkurrierenden Parteien auf´s Korn nimmt und entscheidet, wen man vorschickt. Die auf den Partei-Vorsitzenden zugeschnittene Organisation wird hoffentlich die in der AFD gesehene und durch soziale Medien geförderte Fraktionsbildung verhindern.
    Und ja- zur Arbeit an den Satzungen unter besonderer Würdigung von Prof. Dilger: An sich habe ich dessen Beiträge schon sehr geschätzt; sie haben aber nicht verhindert, dass Ehrgeizlinge an den Satzungen vorbei zu Einfluss gekommen sind und sich auch – ohne die Ergebnisse der Fachausschüsse und der Programm-Kommission abzuwarten – persönlich profiliert haben. Man muss beim Einsatz seiner Kräfte eben abwägen.

    • Politikstil Luckes war sympathisch? Abgewogen? Ich bitte Sie. Eine arteigen mit einem Führer, der sich als ewiger Vorsitzender sieht und dessen Meinung die Richtung vorgibt, kann doch nur von Idioten getragen werden. Lucke hat 5 Minuten vor seiner Abwahl in Essen gelobt, jedes Ergebnis zu akzeptieren – im deutlichen Wissen der Stimmung im Saal – um dann nach Auszählung seinen Austritt vorzubereiten und übel nachzureden. Sie können doch mit dem Mann, den ich bis vor der Abwahl unterstützt habe, nicht als neuen Heilsbringer sehen. Dessen Sekte wird es nie zu nennenswerten Stimmen bringen, zumal er sich nie festlegte. Er will seinen Job in Brüssel behalten und dafür braucht er 0,5 %, wie Sonneberg. Mehr nicht.

  10. Herr Lucke, den ich einmal sehr verehrt habe, ist leider ein Mensch von zweifelhaftem Charakter. Er ist daran in der AFD gescheitert und genau dafür abgewählt worden, NICHT wegen inhaltlich-politischer Differenzen!

    Einen „Basta-Schröder“ oder eine „Alternativlos-Merkel“ wollen viele Menschen nicht.
    In der AfD wollen wir das schon gar nicht.
    Daher sind wir sehr froh, Lucke und seinen Hofstaat los zu sein!
    Er wird auch ein zweites Mal verdient an sich selbst scheitern…….

    • Na- ein besonders vorteilhafter Tausch ist der AFD da aber nicht gelungen ;-].
      Wenn Ihnen, lieber francomacorisano, die zumindest teilweise deckungsgleichen Ziele von AFD und ALFA am Herzen liegen, sollten wir uns darauf einigen, den politischen Hauptgegner nicht mit Statements vorstehender Art zu erfreuen. Ich unterdrücke im Unterschied zu Ihnen- wenn auch nur unter Anspannung aller Willenskräfte – meine Insider-Informationen zum AFD-Landesverband NRW – es bringt nichts.

      • Vielleicht bringt es doch etwas, Kritikwürdiges nicht immer zu verschweigen, sondern zumindest außerhalb des Wahlkampfs offen zu diskutieren und Verbesserungen anzustreben. Während des Wahlkampfs überlässt man die Kritik dann dem politischen Gegner und konzentriert sich auf diesen bzw. die Wählerwerbung.

    • Ich stimme Ihnen zu, er ist ein netter Mensch, der für alles geeignet scheint, nur nicht für Politik. Da hat er sich von dummen Menschen z.B. Frau Claudia Roth – die ja bekanntlich die Dummheit mit Löffeln gefressen hat – sogar dumpfen Unsinn öffentlich um die Ohren hauen lassen. Er schaute dann bedröppelt drein, dass aber reicht in der Politik nicht. Mir schwebt noch immer die Siegerpose aus Bremen vor, als er irgendwie 8 Stimmen als Menrheit gezählt hatte. Das war sein geistiger Knieschuss.

  11. Zwischen CDU und FDP ist doch kein Platz! ALFA hat nur eine Funktion, nämlich der AFD zu schaden. Das scheint allerdings nicht so richtig zu gelingen.

  12. Aus dem ALFA Programm v.19.07.2015 ist eindeutig ersichtlich was die Kernpunkte der ALFA-Politik sind: Rechtsstaat, bürgerliche Freiheit, Soziale Marktwirtschaft und Westbindung. Und ich kann nur hoffen , dass manche Besserwisser nicht schon dabei sind von diesem Prinzipien abzurücken.

    Wenn Sie schreiben „Wir sind gegen Fracking…..“ geben Sie nicht ALFA Standpunkte korrekt wider! Bleiben Sie bei den Tatsachen. Unter „Energie“ auf Seite 11 des Programms steht:
    „Die Erdöl- und Erdgasproduktion aus konventionellen Lagerstätten in Deutschland ist langfristig zu sichern. Die Erforschung der Fördermethoden unkonventioneller Lagerstätten darf nicht behindert werden.“ Beide Sätze sind gut verständlich!

    Mit anderen Worten, fossilen Energieträger werden für Deutsche Energieversorgung langfristig eine wichtige Rolle spielen. Es ist bekannt dass Erdgasproduktion von Jahr zu Jahr geringer wird und ersetzt werden muss, ohne noch abhängiger von Russland zu werden. Deswegen müssen neue Lagerstätten gesucht und entwickelt werden und unkonventionelle Lagerstätten aktiv Erforscht werden. ALFA ist nicht gegen Fracking sondern ist dafür diese Methode in Schiefergaslagerstätten zu Erforschen. Das bedeutet Probebohrungen, Tests und Pilotversuche um zu bestätigen , dass man Gas sicher und wirtschaftlich aus solchen Lagerstätten fördern kann!

    • Welche Partei ist denn nicht für „Rechtsstaat, bürgerliche Freiheit, Soziale Marktwirtschaft und Westbindung“? Das Problem ist, dass die etablierten Parteien diese aushöhlen, doch rein abstrakt und in Sonntagsreden sind sie alle dafür, nur Teile von AfD und Linken nicht.

      Fracking hat dagegen nicht diese Bedeutung. Damit gewinnt man keine Wählerstimmen, kann damit aber auch nicht ernsthaft die deutsche Energieversorgung sichern.

      • Wesentliche Unterschied ist, AfD wäre gerne eine nationalchauvinistische und populistische rechte Bewegung. Die Spitze bietet eine Auswahl an unsoliden und unseriösen, zu extremen Positionen neigenden Figuren. Was darunter, unsichtbar, sich hemingslos entfaltet ist uns allen bekannt. So eine Partei darf in D. keine massgebliche Rolle spielen.

        ALFA wird schrittweise als liberal-konservative Partei aufgebaut. In diese Phase ist es zu früh für fundierte und konkrete Kritik. Wer Gauland oder Hampel schätzt ist einfach nicht auf Luckes oder Starbattys Niveau. ALFA wird nie eine Partei für Massen sein, dafür sind eher die Parteien die mit Pegida etc. symphatisieren geeignet.

        Hintern den Kernpunkten verbergen sich einzelne Teilbereiche, Themen für ein Wahlprogram z.B.
        a. EU-Kritische Punkte wie Rettungspaket-Griechenland, Grexit, EZB Rolle, EU-Finanzministerium
        b. Enteignung der Sparer, Beschlagnahme von Immobilien
        c. s.g. Energiewende, Klimawahnsinn,
        d. Ukraine, Krim-Annexion, Russische Agresson, Sanktionen
        e. Terorrismus, Islamisierung, Nahe Osten
        f. illegale Migration, Kontrollverlust, Gesetzverletzungen

        Was man heute lesen und kritisieren kann ist ein Programm, und nachdem Wahlprogramme fertig sind, auch diese. Alles anderes sind Spekulationen und Unterstellungen. Ich beobachte hier viel Kritik aber wenig was konstruktiv wäre.

      • Es sind keine Spekulationen und Unterstellungen, sondern Erfahrungen. Wenn Sie nicht sehen und sich damit auseinandersetzen wollen, dass ALFA nach genau dem gleichen Schema wie die AfD gegründet wird, dann werden Sie auch nichts konstruktiv verbessern können. Ich gebe demnächst einmal ungefragt konkrete Tipps, wie insbesondere der Landesverband NRW jetzt versuchen könnte, das Beste aus der gegebenen Situation zu machen.

      • Was halten Sie davon, sich lieber aktiv in die ALFA einzubringen, anstatt hier „demnächst einmal ungefragt konkrete Tipps, wie insbesondere der Landesverband NRW jetzt versuchen könnte, das Beste aus der gegebenen Situation zu machen.“

        Taten sprechen alle Mal lauter als Worte!

      • Jeder macht Fehler, doch es ist ein Zeichen von Dummheit, denselben Fehler zweimal (oder noch öfter) zu machen. Wenn sich ALFA nicht grundlegend wandelt, hat sie überhaupt keine Chance.

        Als AfDler müssten Sie doch eigentlich eher für die AfD werben. Dort gilt allerdings dasselbe.

      • Als Ex-AfDler brauche ich das nun wohl nimmermehr 😉

    • Herr Grisogono, die beiden Sätze, die sie sagten, stehen auch so im Programm drin, an diesen beiden Sätzen habe ich auch mitgearbeitet. Es steht aber auch im Programm drin, dass was ich um 18:27 gesagt habe, dass wir auf Fracking verzichten sollten, wenn die Wirtschaftlichkeit nicht gegeben ist. Diese Aussage im Programm ist von mir, bzw. vom Fachteam. Beide Aussagen schließen Fracking nicht aus aber auch nicht ein, deshalb brauchen wir nicht weiter darüber zu diskutieren. Was die AfD will, weiß ich nicht, ich habe noch nichts darüber gelesen.

      • Herr Krebs, wo steht es im ALFA Programm dass wir auf Fracking verzichten wollen? Ich kann es nicht finden. Auf S. 10 und 11 steht nich , dass was Sie sagen.

        Selbstverständlich bezieht sich “ Erforschung von unkonventionellen Lagerstätten“ auch auf Fracking Methode!

        Und eine „dumme“ Partei kann sich nicht berufen fühlen um über Wirtschaftlichkeit zu entscheiden! Seien Sie sicher , dass Industrie keine unwirtschaftlichen Projekte finazieren wird!

  13. Wenn man in der BRD eine liberal-konservative Partei der Vernünftigen wählen will, gibst doch eh die Freien Wähler. Da brauch ich kein ALFA. “ Allianz für Fortschritt und Aufbruch“
    Toll und so ein einfallreicher Name. Obwohl Fortschritt bzw. fortschrittlich ist eher ein linker Begriff. Ist das eine Rechtsabspaltung von der DKP.

    Da mach ich locker auf Ösi-Seher: Die haben doch sowieso keine Chance. Wenn die bei einer Landtagwahl mehr als 1,5% erreichen, heiß ich mit Vornamen Hugo.

  14. Man kann bekanntlich nicht zweimal in den selben Fluss steigen (Heraklit), und es wird sich vermutlich auch nicht zweimal eine Begeisterung bei großen Wählerzahlen erzeugen lassen, wie sie 2013 die AfD fast in den Bundestag und im Jahr darauf ins EP und die Landtage brachte, erst recht nicht bei weitgehend ähnlichen politischen Forderungen. Deshalb bleibe ich skeptisch – auch wenn bei ALFA wirklich nette und fähige Leute sind. Bedauerlich wäre nur, wenn die Konkurrenzsituation dazu führen würde, dass z.B. in Baden-Württemberg letztlich keine der beiden alternativen Parteien in den Landtag einzieht und dafür bei Grün-rot (oder wahlweise Schwarz-grün oder Schwarz-rot) die Sektkorken knallen.

    • Die FPÖ in Oberösterreich konnte bei der Wahl vor gut einer Woche ihr Ergebnis auf 30% verdoppeln. „Die Flüchtlingskrise hatte im Vorfeld des Urnengangs alle anderen Themen überlagert.“, hieß es bei Focus.de. Man darf wohl davon ausgehen, dass bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg die Zuwanderung ebenfalls ein zentrales Thema sein wird und das Wählerpotential jenseits der Merkelschen Willkommenskultur über 10% liegen wird. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass keine der alternativen Parteien in den Stuttgarter Landtag einzieht, dürfte also gering sein.

      • Deutschland ist nicht Österreich und bis März ist es noch lange hin. Über den Winter wird sich die Situation zumindest etwas entspannen und vor allem die mediale Aufmerksamkeit nachlassen. Außerdem hat die Regierung bis dahin hoffentlich doch langsam reagiert. Schließlich können sich alternative Parteien gegenseitig die Stimmen abnehmen, insbesondere wenn sie trotz allem so ähnlich sind wie AfD und ALFA.

  15. Wir werden einer Annäherung AfD/ALFA näher kommen, wenn die Pegida sich öffentlich radikalisiert und wenn die AfD wieder begreift, dass die D-Mark erst dann tot ist, wenn der letzte Zeitzeuge verstorben ist.

    • Wir sollten einer Annäherung AFD/ALFA näher kommen, wenn wir endlich begreifen, was gerade abläuft! Ich schaue gerade parallel N24: wöchentlich 35.000 (!) neue Asylbewerber allein in Passau, Unterkünfte platzen aus allen Nähten, die Verantwortlichen vor Ort wissen nicht mehr, wie es noch weiter gehen soll. Und wir, die einzige wirkliche politische Alternative in Deutschland, zertrennen uns wegen ein paar Pöblern auf einem Parteitag und dem Konkurrenzkindergarten einiger Führungsleute? Lächerlich!

      • Der Bruch hätte nicht sein müssen, doch ich sehe nicht, wie die Hauptprotagonisten jemals wieder zusammenfinden könnten. Vielleicht sollte sich deshalb einmal die zweite Reihe zusammensetzen. Wie wäre es mit einer gemeinsamen Veranstaltung der Professoren Meuthen und van Suntum?

      • Und was sollen die beiden Professoren uns verkaufen? Es ist völlig falsch es als ein Versagen der Spitzen darzustellen . Nein, die Spaltung geht ganz bis unten.

      • Die Spaltung ging, wie bei Organisationen üblich, von oben aus und Herr Lucke war dafür zwar nicht allein, aber durchaus mitverantwortlich. Da Sie das leugnen, können Sie auch nicht die Problemlage von ALFA verstehen. Umgekehrt können jetzt viele in der AfD vor Kraft kaum laufen, weil diese in einer Umfrage wieder auf sieben Prozent kommt. Doch die Gefahr eines Rechtsrutsches ist noch längst nicht gebannt und Frau Petry wäre jetzt sicher über Gegengewichte zu Herrn Höcke und der Pegida-Fraktion froh.

      • Sehr gute Idee, Herr Dilger! Starten Sie doch mal einen „geheimdiplomatischen“ Vorstoß bei Ihren beiden Kollegen. 🙂

      • Zitat: Der Bruch hätte nicht sein müssen, doch ich sehe nicht, wie die Hauptprotagonisten jemals wieder zusammenfinden könnten. Vielleicht sollte sich deshalb einmal die zweite Reihe zusammensetzen. Wie wäre es mit einer gemeinsamen Veranstaltung der Professoren Meuthen und van Suntum?

        Der Bruch war unausweichlich. Immerhin ist die AfD inzwischen zu einem Sammelbecken von Opportunisten und fremdenfeindlichen Polemikern mutiert.

      • Die ALFA beging gravierende Gründungsfehler, die zu allererst auf Lucke und seine Gefolgsleute zurück zu führen sind. Man kann ohne Vision keine Partei erfolgreich gründen. Man kann keine Partei – mehr oder weniger unausgesprochen – als reine Anti-Partei zu einer bestehenden Partei erfolgreich gründen. Schließlich wurde die Partei auch noch stümperhaft in „Hinterzimmern“ gegründet.

        Natürlich hat die ALFA auch noch das Pech, das ein wichtiges Thema von der Ur-Partei medial besser besetzt ist.

        „Umgekehrt können jetzt viele in der AfD vor Kraft kaum laufen, weil diese in einer Umfrage wieder auf sieben Prozent kommt. “

        Die AfD sammelt zur Zeit Protestwähler. Sie wird vermutlich sogar zweistellige Werte erreichen. Protestwähler kommen und gehen. Sie kommen, wenn essentielle Probleme bestehen und sie gehen, wenn diese gelöst sind. Solange keine Protestkultur – wie bei den Grünen – entsteht, ist der Erfolg nicht dauerhaft. Keine rechte Partei hat sich dauerhaft gegenüber CDU / CSU halten können. Die Merkel hat zwar die CDU inzwischen links von der SPD platziert, aber ihre Tage sind m.E. gezählt. Im Gegensatz zu den Schuldenpaketen sind in der Flüchtlingsproblematik das politische Missgeschick und die Folgen sofort erkennbar..Merkel gebe ich ca. fünf Monate, dann ist diese Personalienproblem gelöst und die CDU wird deutlich nach rechts rutschen. Wenn das glaubhaft durchgeführt und kommunziert wird, werden ALFA und AfD existentielle Probleme kriegen. Beide Parteien haben eine unprofessionelle und keine ausreichend seriöse mediale Außenwirkung. Beide Parteien wirken in ihrer Außenwirkung polemisch und protestlerisch. Die Spaltung hat beiden Parteien die Glaubwürdigkeit gekostet. ( Es gibt keinen Rosenkrieg, in dem eine Partei gewinnen würde. )

        „Doch die Gefahr eines Rechtsrutsches ist noch längst nicht gebannt und Frau Petry wäre jetzt sicher über Gegengewichte zu Herrn Höcke und der Pegida-Fraktion froh.“

        Wer mit einem Teufel paktiert, der paktiert mit einem treuen Begleiter. Lucke ist eben auch daran gescheitert und Frau Petry wird wohl oder übel mit dem Teufel leben müssen, das wird sie auch können, als analoge Angela Merkel.

  16. Ich kenne Ulrich van Suntum aus Vorträgen sowie persönlichen Gesprächen aus der Zeit des Bundestagswahlkampfes 2013 wie auch jener Zeit, als seine Frau AFD-Kreissprecherin in Coesfeld war.

    Damals hatte er ganz klar gegen den Euro Stellung bezogen. Nachdem wir nun, – auch in diesem Forum von Herrn Dilger -, erfahren haben, wie Bernd Lucke erst nur noch den Grexit wollte und jetzt sogar gegen den Ausstieg ist -, frage ich mich, wie Ulrich van Suntum den Standpunkt von ALFA (seinen Standpunkt?) glaubwürdig vertreten kann.

    Eine besonders interessante Performance hatte damals übrigens seine Ehefrau als Kreissprecherin der AFD dargeboten: In Rundmails sprach sie sich „für ein Europa souveräner Völker“ aus. Aber bereits damals war sie eine stramme Lucke-Anhängerin. Das Rätsel, wie es unter dem Dach einer Einheitswährung souveräne Völker geben könnte, hatte sie auch damals weder gelöst noch überhaupt als solches erkannt. Es bestand der Eindruck, daß sie gar nicht wußte, was eine Währung ist. Das allerdings hätte sie sich von dem Ökonom Ulrich van Suntum erklären lassen können.

    Wie ALFA in Bund und Land mit diesem widersprüchlichen Thema umgehen wird, schaue ich mir an!

  17. AfDler sagte am 07/10/2015 um 21:16 :

    Die AfD hat uns auch immer wieder gezeigt bzw. zeigt es uns noch immer, wie Werte und Moral – innerhalb der Partei – einfach mit Füßen getreten werden:

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/afd-chefin-verlaesst-ehemann-alternative-fuer-petry-13844567.html

    Da ist jemand der BILD-Zeitung zuvor gekommen!

    Also wissen Sie, wenn es privat nicht mehr läuft, wird mit Dreck geworfen, das weiß jeder denkende Mensch. Fast jede zweite Ehe wird geschieden. Aber ausgerechnet bei Frauke Petry ist alles anders, da werden Anstand und Moral mit Füßen getreten. Die Frage ist allerdings, von wem!

  18. @ Alexander Dilger:

    Hätten die beiden doch besser mal nur mit Dreck geworfen. Denn der durch die Affäre entstandene Reputationsschaden für den Herrn Pastor ist in seiner Auswirkung noch viel schlimmer.

    • Wenn eine Ehe zerbricht, ist es vermutlich selten schön, schon gar nicht für die Kinder. Doch rein von der Reputation her ist es für den Herrn Pastor besser so, dass er von seiner Frau verlassen wurde und nicht länger den Ehemann der Vorsitzenden der Höcke-Partei spielen muss.

      • Noch besser wäre es gewesen, wenn seine Frau ihn rechtzeitig verlassen hätte, anstatt die ganze Zeit noch die gute Ehefrau zu spielen.

  19. Es dürfte ganz anders kommen: Die Alfa Romeo-Partei (wohl eher ein Omega – Opel-Partei) steigt mächtig in die Eisen und wirbt für ihre – zum Verwechseln der AfD ähnlichen – Standpunkte. Diejenigen, die sie davon überzeugt, werden dann die AfD wählen, weil sie ihre Stimme bei der Alfa für verloren halten müssen. So stärkt die Alfa die AfD, ohne das bedacht zu haben. Aber das wäre nicht der erste Lucke-Schnellschuss, der in den Ofen geht.

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