Gerd Habermann, ein wertkonservativer Liberaler

Herr ‚Professor Habermann besucht[e den] Hayek-Club Ruhrgebiet in Bochum‘ heute Abend. Er sprach zuerst über die jüngsten Streitereien in der Hayek-Gesellschaft (siehe ‚Auch die Hayek-Gesellschaft streitet sich‘, ‚Austritte aus der Hayek-Gesellschaft‘ und ‚Dürfen liberale Organisationen intern alles tolerieren?‘), die jetzt zum Glück überwunden sind. Dann erläuterte er in seinem Vortrag mit dem Titel „Liberalismus und Konservatismus, ‚Links‘, ‚Rechts‘ und Hayek“ seine liberal-konservative Position. Diese deckt sich im Wesentlichen mit der, die ‚Ulrich Motte zu liberalen Parteien‘ bzw. zu ‚Liberalismus und Liberalität‘ ausführte. Was den Staat und dessen Zwangsgewalt angeht, sind Liberale für Freiheit und Gleichheit vor dem Gesetz. Persönlich nutzen sie diese Freiheit und können z. B. wertkonservativ sein, für ihre Werte werben sowie diskriminierende Entscheidungen treffen. Strukturkonservative, zu denen auch viele Sozialisten gehören, wollen hingegen die ihnen genehmen Verhältnisse mit staatlichem Zwang aufrechterhalten. In der Diskussion wurde dies u. a. auf die Familienpolitik und religiösen Glauben angewandt. Außerdem verschenkte Gerd Habermann zahlreiche liberale Bücher. Ich danke ihm und allen Teilnehmern für den interessanten Abend.

Ein Gedanke zu „Gerd Habermann, ein wertkonservativer Liberaler

  1. Liberale und Konservative haben eine wesentlich größere gemeinsame Schnittmenge als mit Sozialdemokraten/Sozialisten. Eigenverantwortung, Selbstbestimmung, Schutz des Eigentums, Rechte des Einzelnen und Begrenzung des Staates auf seine Kernaufgaben: Hier vertreten Liberale und Konservative ähnliche Inhalte.

    Es gibt „National-Liberale“ (heute eher selten, noch vorhanden bei der Jungen Freiheit), Links-Liberale (wie Leuthäuser-Schnarrenberger), Wirtschafts-Liberale (teilweise in FDP, auch bei CDU/CSU und Lucke/Henkel) und Libertäre (sehr selten in Deutschland, Splitter-„Partei der Vernunft“). Ebenfalls gibt es „National-Konservative“, teilweise zu Hause in der AfD (Gauland, Höcke, …, vereinzelt in der CSU), Sozial-Konservative (teilweise in der CSU, DSU, Bayernpartei, christliche Gewerkschaften,…), Liberal-Konservative (vereinzelt in der CDU/CSU), Freiheitlich-Konservative (teilweise AfD, vereinzelt CDU/CSU, inzwischen oft Nicht-Wähler) und Christlich-Konservative (Reste in CDU/CSU, Splitterparteien wie PBC, Christliche Mitte, …).

    Für mich bleibt es bei „Freiheit statt Sozialismus“!
    Hört sich nur altmodisch an, ist aber brandaktuell!!!
    Es lebe der Unterschied!

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