Tsipras darf planlos weiterwurschteln

Es gibt erneut einen ‚Wahlsieg von Syriza in Griechenland‘ und Alexis „Tsipras will wieder mit Rechtspopulisten koalieren“. Oberflächlich betrachtet hat sich gar nichts geändert und gab es keinen Grund für Rücktritt und Neuwahlen. Tatsächlich sind jedoch die linken Kritiker am hemmungslosen Opportunismus des Ministerpräsidenten nicht mehr in seiner Partei, wobei ihre Abspaltung (siehe ‚Volkseinheit und Linke gegen den Euro‘) wohl an der Drei-Prozent-Hürde scheiterte. Außerdem haben ihm hinreichend viele Wähler seinen ‘Ausverkauf der griechischen Demokratie’ und das völlige Versagen bei den Verhandlungen mit den Gläubigern Griechenlands verziehen. Faktisch hat er bislang als Regierungschef weniger als nichts erreicht. Schon im Januar hätte ein für Griechenland günstigeres Abkommen geschlossen werden können, ohne zwischenzeitlich die griechischen Banken zu schließen und die Wirtschaft weiter einbrechen zu lassen. Vor allem hat er keinen sinnvollen Plan für die Zukunft. Die angestrebten Neuverhandlungen der gerade geschlossenen Abkommen werden entweder gar nicht stattfinden oder zu nichts führen. Interessanter ist die Frage, wann das vierte Hilfspaket nötig wird und dann hoffentlich die Einsicht reift, dass es so nicht weitergehen kann, weder in Griechenland noch der ganzen Eurozone.

7 Gedanken zu „Tsipras darf planlos weiterwurschteln

  1. Ich verstehe nicht, wie sich die Syriza-Abspaltung von der Kommunistischen Partei Griechenlands unterscheidet. Es wäre logischer gewesen, schnell mit dieser zu fusionieren, wie in Deutschland WASG und PDS.

    „Die angestrebten Neuverhandlungen der gerade geschlossenen Abkommen werden entweder gar nicht stattfinden oder zu nichts führen.“
    Man kann die mit David Camerons Verhandlungen über die Gründung der Vereinigten Staaten der Eurozone (blödes Land, blöder Name) inklusive EU-Mindestlohn und EU-Arbeitslosenversicherung zusammenlegen.

    Was das vierte Paket betrifft – bis dahin dürfte Griechenland mit seinem Migrationskrieg gegen Westeuropa (basiert wohl auf Konstantinopel) so viel Erfolg gehabt haben dass Deutschland von jeder Transferunion profitieren wird. Vielleicht ist das Merkels Plan – Deutschland wie die DDR wirtschaftlich ruinieren (siehe auch Energiewende) und an den Tropf hängen. Halte ich für eine dumme Idee, denn in der DDR spielten sich zwar auch bürgerkriegsähnliche Szenen ab (Arbeiteraufstand), aber so schlimm wie in Syrien, Afghanistan und BRD 2020 war es nicht. Wahrscheinlich hat jemand ein Interesse daran, dass Deutschland nicht auf eigenen Beinen stehen kann und im Inneren stabil ist, seitdem Schröder sich bei Putin angebiedert hat.

    • Immer diese Verschwörungstheorien, nur weil Sie sich nicht vorstellen können, wie dumm viele Menschen einschließlich Spitzenpolitikern wirklich sind. Die glauben tatsächlich, dass wir hier die ganze Welt retten können und von der Zuwanderung auch noch profitieren.

  2. Merkel darf es ja auch – und das auch noch alternativlos.
    Naja fast und deshalb ist es wichtig das die AFD ihr auf beide Füße gleichzeitig tritt.
    Der FDP gleich mit,wäre das schon mal ein guter Erfolg.

    Was ich nicht verstehe ?

    Egal wo ich bin und mit wem ich rede,keiner wählt mehr CDU oder SPD.
    Von wem kriegen die die Stimmen ?

    Was gar nicht so gut ist,mir ist ein regelrechter Ausländerhass der so tief sitzt,bislang in Deutschland noch nie begegnet.

    Aber nicht nur von Deutschen,auch sehr oft von Polen,Russen,Kroaten,Ungarn,
    Serben,Italienern….

    Ein regelrechter europäischer Hass breitet sich aus.

    Ob Merkel das weiß,na ich denke nicht.

    • Wenn Sie in einer AfD-Versammlung oder -Facebookgruppe fragen, werden Sie natürlich nur wenige SPD-Wähler antreffen. Fragen Sie mal irgendwo in Dortmund (in der Innenstadt sind viele Auswärtige, doch in den Vororten hat die SPD immer noch die zumindest relative Mehrheit). Ich kenne auch viele Unionswähler, wobei in Akademikerkreisen die kleinen Parteien (einschließlich Grünen) überrepräsentiert sind.

      Hass ist nie gut, schon gar nicht in der Politik. Auch deshalb ist es nötig, die großen Probleme sachlich zu behandeln und möglichst zu lösen. Verbales Zukleistern und Schönreden helfen da nicht weiter, aber auch nicht das Anheizen negativer Stimmungen, wozu jetzt leider viele in der AfD beitragen. Dabei müsste die AfD ihre inhaltlichen Forderungen nur vernünftig präsentieren.

      • Ja das stimmt.

        Ich vermisse bei der AFD neben dem es reicht mit Flüchtlingen auch eine sagen wir mal alternative Idee,wie man dieses Problem lösen kann.
        Einen Zaun bauen grenzt zwar ab,ändert aber an den Ursachen nichts.

        Ich denke das wir Menschen sicher zuerst Verantwortung in unserem eigenen Land haben sollten und müssen.Aber eben auch,das wir auch Verantwortung grundsätzlich für alle Menschen haben.

        Und dazu wäre es zumindestens ein Etappensieg,wenn man den Mittelmeerraum wirtschaftlich fördert,Infrastruktur aufbaut und ähnliches.

        Der Wohlstand könnte sich um Europa herum ausdehnen,ersteinmal als erster Schritt.Aufnehmen können wir die nicht alle und die Armmut unvermindert nachwachsen lassen.Das schaft nur Hass oder wir schaffen uns tatsächlich ab.

  3. Es gibt KEIN Beispiel dafür, dass Sozialisten korrekt mit Geld umgehen können!
    Dem Radikal-Sozialisten Tsipras vertraue ich überhaupt nicht!
    Alles Geld, das wir dem in die Hand geben, wird verloren sein!
    Wir wollen nicht dessen Wahlgeschenke finanzieren!!!
    Griechenland MUSS den Euro verlassen oder der Euro verlässt uns alle……

  4. Pingback: Griechen streiken gegen Reformen | Alexander Dilger

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