Mehr Flüchtlinge als Neugeborene in Deutschland

Thomas de Maizière spricht etwas völlig Selbstverständliches aus, was sicher trotzdem bald in den Parteienstreit geraten und fälschlich als fremdenfeindlich diffamiert werden wird: Innenminister hält Zuwanderung für ‚auf Dauer zu viel'“. Die Bundesregierung geht jetzt offiziell von 800.000 Flüchtlingen in diesem Jahr aus, es könnten aber auch eine Millionen Menschen nach Deutschland kommen. Bei 80 Millionen Einwohnern scheinen das manchen Linken gar nicht so viele zu sein. Doch selbst die Höchste Geburtenrate seit zehn Jahren“ führte letztes Jahr nur zu 715.000 neuen Kindern (einschließlich meinem).

Es ist auch nicht korrekt, hiesige Kinder, die über viele Jahre erzogen und gebildet werden, mit ungefilterten Flüchtlingen gleichzusetzen. Viele von ihnen können kein Deutsch und den neuen Mindestlohn nicht erwirtschaften, selbst wenn sie wollen. Jeden auf Dauer hier zu dulden, der es irgendwie nach Deutschland schafft, ist ungerecht gegenüber den Bedürftigen hier und anderswo. Für die immensen Kosten könnte in den Krisenländern oder auch sicheren Drittstaaten viel mehr Menschen geholfen werden. Wer es legal versucht, kommt hingegen gar nicht nach Deutschland, selbst wenn er hier eher gebraucht würde.

Stattdessen werden gar nicht so arme Menschen angereizt, illegale Schleuserbanden teuer zu bezahlen und sogar ihr Leben zu riskieren. Ein Todesrisiko von z. B. einem Prozent mag individuell durchaus akzeptabel erscheinen, um am hiesigen Wohlstand zu partizipieren, doch als offizielle Politik ist es mörderisch, denn es führt angesichts der großen dadurch angelockten Flüchtlingszahlen zu Tausenden von Toten. Nötig ist dagegen eine Differenzierte statt unregulierte Zuwanderung‘ mit der Unterscheidung zwischen ‚Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik‘. Bekommen unsere Politiker das hin oder warten sie, bis sich die Gegner von jeder Hilfe für Flüchtlinge durchsetzen?

84 Gedanken zu „Mehr Flüchtlinge als Neugeborene in Deutschland

  1. Laut UN-Bericht befinden sich zur Zeit etwa 12.000.000 Syrer auf der Flucht. Ein Teil von ihnen ist im eigenen Land untergekommen, der Großteil im benachbarten Ausland.

    Man muß kein Prophet sein, um vorhersagen zu können, daß diese in den nächsten Monaten und Jahren fast alle in Europa – sprich in Deutschland – landen werden, wenn sich an unserem Asylrecht nicht grundsätzlich etwas ändert. Dazu werden natürlich noch die Flüchtlinge aus all den anderen Herkunftsländern kommen.

    Eine Änderung unseres Asylrechtes halte ich dennoch für völlig ausgeschlossen. Die Grünen lehnen es aus ideologischen Gründen ab (Deutschland muß von außen eingehegt, und von innen durch Zustrom heterogenisiert, quasi verdünnt werden. [Joschka Fischer]), die SPD erhofft sich durch den Zuzug eines neuen Proletariats neue Wählerschichten und Frau Merkel will unbedingt mit den Grünen ins Bett. Das war’s dann wohl, Deutschland!

    • Unser Asylrecht muss doch gar nicht (erneut) geändert, sondern nur konsequent angewandt werden. Politisch Verfolgte genießen Asyl, nicht jeder Kriegs- oder gar Wirtschaftsflüchtling. Jeden unterschiedslos ins und im Land zu lassen, halte ich für einen klaren Rechtsbruch. Kriegsflüchtlinge, denen in ihrer Heimat eine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben droht, kann man aus humanitären und völkerrechtlichen Gründen nicht dorthin zurückschicken, aber z. B. in ein sicheres Drittland. Selbst Asylbewerber muss Deutschland nicht aufnehmen, wenn sie aus einem sicheren Drittstaat kommen. Deutschland ist nur von sicheren Drittstaaten umgeben. Deshalb sollte der bestehende Schengen-Vertrag sofort gekündigt werden. Auf Grenzkontrollen kann man nur zu Ländern verzichten, die ihrerseits die Außengrenzen kontrollieren und nicht jeden Flüchtling nach Deutschland weiterschicken. Wirtschaftsflüchtlinge muss man schließlich überhaupt nicht aufnehmen, sondern kann frei entscheiden, wen man überhaupt möchte.

      • Seit wann spielt geltendes Recht, wie die Regelung sicherer Drittstaat, für die Regierung Merkel eine Rolle? Würde sich Frau Merkel keinen Vorteil für ihre Ziele versprechen, würde es die aktuelle Einwanderungswelle nicht geben.

      • Was sind denn die Ziele von Frau Merkel, wenn man von einer möglichst langen Kanzlerschaft absieht? Sie steht für überhaupt keinen politischen Inhalt, sondern versucht, alle Probleme auszusitzen. Wenn das nicht mehr geht, wählt sie den Weg des geringsten Widerstandes. Folglich muss der politische, nicht gewaltsame Widerstand gegen ihre schlechte Politik erhöht werden.

    • L‘ Osservatore: In erster Linie sollte hier der Staat die Lasten tragen, der für die Zustände im Nahen Osten, in Nordafrika und diese Flüchtlingsströme durch seine kriegerische Politik direkt die Verantwortung trägt: die USA. Ansonsten haben Sie völlig Recht, der Rechtsanspruch für Jedermann auf Asyl (Gnadenaktlösung als Alternative?) kann in dieser Form nicht durchgehalten werden. Sie haben die Gründe völlig richtig beschrieben.

  2. Eine meiner persönlichen, großen Hoffnungen ist, dass die Nomenklatura die Kontrolle über den Prozess verloren hat und eine Eindämmung seitens der heutigen Nomenklatura nicht mehr möglich ist.

    Denn:
    Wieviele neue Zuwanderer in die Sozialsysteme kann z.B. Deutschland 2016, 2017 und danach finanziell verkraften? Eine Million, zwei, drei oder mehr?
    Ein „Flüchtling“ kostet die Volkswirtschaft ca. 20 000 Euo im Jahr. Die Million 2014 / 2015 sind schon 20 Milliarden zusätzlich pro Jahr. Und jedes Jahr werden weitere Millionen dazu kommen.

    Je mehr Zuwanderer da sind um so mehr werden kommen, die Angekommenen ebnen die Wege für die Neuen. Die Zuwanderung via Asylrecht wird sich beschleunigen und das System wird aus rein finanziellen Gründen 2016 oder 2017 eindämmen müssen.

    Wird es aber nicht können!

    Wenn die Millionen zukünftiger Zuwanderer befürchten, dass Europa die Schotten dicht zu machen beabichtigt, nimmt der Einwanderungsdruck noch mal gewaltig zu. Die Eindämmung erforderte dann derart drastische Massnahmen, dass die Nomenklatura diese den eigenen Truppen nicht vermitteln könnte.

    Ich meine Massnahmen wie Sperrzäune und Militär an den deutschen Grenzen, wie aktuell schon in Mazedonien und Bulgarien. Heute wird dort schon Tränengas gegen Grenzdurchbrecher eingesetzt. In weiterer Steigerung wird dann eventuell ein Schießbefehl bei versuchtem Grenzdurchbruch folgen. Dazu rigorose Abchiebungen.

    Vieles von dem was jetzt als pausenlos als rassistisch verteufelt wird, was den, der es bloß fordert, schon in die Gefahr staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen wegen Volksverhetzung bringt, werden die Herrschenden umsetzen müssen, um den finanziellen Kollaps der Sozialsystem zu verhindern.

    Das werden sie politisch nicht überleben.

    • Sie unterschätzen die Leistungsfähigkeit, vor allem kurzfristig, der deutschen Sozialsysteme und des Fiskus. Selbst 100 Milliarden Euro sind kein Problem, wie die völlig sinnlose Griechenlandretterei zeigt. Der Arbeitsmarkt brummt und kurzfristig lassen sich mit Lohnsubventionen wohl selbst unqualifizierte Personen beschäftigen. Langfristig, wenn das Verhältnis der Rentner zu Beitragszahlern dramatisch zunimmt, werden allerdings diese Personen die Sozialsysteme zusätzlich belasten. Der soziale Sprengstoff ist enorm und wir sollten uns über seine Steigerung nicht freuen, sondern das Problem jetzt zu lösen versuchen. Auf die AfD würde ich da nicht mehr setzen, sondern eher auf eine absolute Mehrheit der Union. Sie muss dann nicht mehr auf SPD und Grüne Rücksicht nehmen, sondern potentielle Abweichler in den eigenen Reihen.

      • Würde die Union eine absolute Mehrheit bekommen, würde sie noch mehr rot-grüne Politik machen. Denn streng am Medianwähler orientiert, kann sie nach links Stimmen an andere Parteien verlieren, im bürgerlich konservativen Lager gibt es allenfalls Stimmen an Nichtwähler, weil es an respektablen Parteien fehlt.

      • Entscheidend ist doch, wo der Medianwähler politisch steht. Bei einer absoluten Mehrheit der Union wäre er ein (liberaler) Unionswähler, auf den Rücksicht zu nehmen ist. Bei einer rot-rot-grünen Mehrheit ist er rot, worauf Frau Merkel Rücksicht zu nehmen hat, selbst wenn sie regiert. Komplizierter wird es natürlich durch die 5 %-Hürde. Im Bundestag gibt es eine linke Mehrheit, die nur zu zerstritten für die Regierungsbildung ist, doch mit AfD und FDP gab es eine bürgerliche Mehrheit bei den Wählern. Schließlich sind Bundestagswahlen nur alle vier Jahre, doch muss die Regierung bei jeder Abstimmung eine eigene Mehrheit organisieren.

      • Eine absolute ?DU-Mehrheit ist utopisch. Wenn sich die aktuelle Migrationstendenz fortsetzt, wird es in wenigen Jahren nur noch linke bis ganz linke Mehrheiten geben. Damit werden auch alle Bollwerke gegen eine Transferunion und eine europäische Schuldenunion hinfällig geworden sein. Das erste politische Opfer der aktuellen Migrationspolitik wird die ?DU sein.

      • Sie gehen davon aus, dass eingebürgerte Zuwanderer mit großer Mehrheit für weitere Zuwanderung sind und linke Parteien wählen. Das ist nicht so. Sie leiden am meisten unter unkontrollierter Zuwanderung, die die Konkurrenz um ihre Arbeitsplätze, Wohnungen und Sozialleistungen verschärft. Von einer europäischen Schulden- und Transferunion haben sie auch überhaupt nichts. Insbesondere Muslime sind häufig sehr konservativ. Sie würden am ehesten eine CDU ohne C im Namen (wie von Ihnen angedeutet) wählen. In der Anfangszeit gab es auch entsprechendes Interesse an der AfD, bis diese offen islam- und ausländerfeindlich wurde. Eine kluge FDP könnte davon profitieren.

  3. Alexander Dilger, Sie bringen es wieder auf den Punkt, U n s e r e Kinder und hart arbeitende Bürger müssen die Lasten einer völlig verfehlten Flüchtlingspolitik tragen.

    Kinder weil Schulunterricht – in Kitas ähnlich – noch einmal aufgeteilt wird in Lehrern die deutsche Kinder unterrichten, parallel Lehrer abgestellt die Förderklassen Asylkindern v e r s u c h e n zu unterrichten. Beim Niveau das die Kinder mitbringen einschl. Kultur gelingt das nur rudimentär !

    Und das bei aktuellem, nicht gelösten Problem Inklusion, überfordert fast alle Lehrer, bringt sie zur Verzweiflung , Resignation / Frust.

    Bedeutet noch einmal mehr Schüler in einer Klasse, weniger Lehrer – Krankenquote liegt aktuell bei 16 % – .

    Arbeitnehmer / Selbständige / Unternehmen müssen über Steuern, Abgaben die Kosten die Kosten der Asylantenunterkunft , Folgekosten Versorgung + med. Hilfen, + Integration + Sozialhilfe + + + + tragen.

    Es ist nicht möglich, geringqualifizierte Asylanten in den Arbeitsmarkt zu bringen. “ Es kommen nur Ärzte und Ingendieure “ eine Plattidüde, hier bei uns im Unternehmen nie angekommen. Persönliche Anmerkung zu diesem Thema : Soll Afrika, der Nahe Osten,Afghanistan, Pakistan von den Besten entvölkert werden, ist das Sinn der Politik von frau Katrin Eckardt ?

    Wir haben seit über 20 Jahren permanent in den Unternehmen – Industrie – Produktion , Handel, Logistik, Landwirtschaft etc. automatisiert, rationalisiert. Vom Auftrags- bis Zahlungseingang 4.0, AV Aufträge direkt an die Maschine, CNC – Bohrautomaten mit autom. Werkzeugwechsel, Spritzkabinen mit Roboter, im Versand Flurförderung direkt an die Rampe in den LKW – fast mannlos – an den Sägen autom. Abräumung des Sägentisches etc.

    In unserem Unternehmen haben wir eine unglaubliche Produktivitätssteigerung / Stand erreicht, Maschinenstraßen mit vor 10 Jahren noch 6 Mitarbeitern stehend heute max. 3 MA, auch hier autom. Werkzeugwechsel, komplexe Steuerung, leichteres sauberes Arbeiten einschl. Präzision, höheren Stückzahlen.

    Telefonistinnen, Sekretärinnen, Pförtner sämtlichst “ wegrationalisiert “ , Sachbearbeitung hoch qualifiziert, permanent geschult, Kultur Leistungsbereitschaft, Kunde im Mittelpunkt, global denkend.

    Was will ich ausdrücken. Langfristig auf kommende Jahre erzeugt das bei Asylanten und bei deutschen Bürgern eine ungeheure Frustration, zunehmende Gewalt, weil die Männer und Frauen – zumal die mit dem Kopftuch – keinen bezahlten Job finden.

    Und was machen wir mit den bestehenden ca. 3 Millionen Arbeitslosen Deutschen ? Schon vergessen dieses Dauerproblem ?

    • Herr Müller, vielen Dank für den Bericht aus der Realität. Vom harten Fahrtwind des Lebens geschützte Professoren sind teilweise doch zu weit entfernt davon, als sich da hinein zu fühlen. Warum wohl sind die 3 Millionen deutschen Arbeitslosen sind für das Regierung uninteressant?

      • In Deutschland sind rund 2,7 Millionen Personen arbeitslos gemeldet. Viele davon sind aber gar nicht deutsch, zumindest nicht gebürtig. Außerdem gibt es immer eine gewisse Sucharbeitslosigkeit und grundsätzlich unvermittelbare Personen, die aber z. T. auch aus der Statistik herausfallen, was auch auf die meisten Flüchtlinge zutrifft.

  4. Ich habe die Befürchtung, dass die politischen Ebenen mit dem Problem überfordert sind. Keiner hat eine wirkliche Lösung, bzw. will das Probelm angehen und zu einer Lösung kommen. Denn jegliche Lösungen, wie etwa Sachleistungen statt Bargeld, Antragstellungen um Heimatland, Bekämpfung der Schleuserbanden, Abbau der Flüchtlingsindustrie widerspräche dem links-grünen Meinungsklima in dieser Republik.

    Dieses besagt ja, dass wir gute Menschen sein wollen und daher Flüchtlinge aufnehmen müssen. Wobei dann in ideologischer Borniertheit und intellektueller Begrenztheit dies gleichgesetzt wird mit einer ungesteuerten und unregulierten Zuwanderung.
    Bei der politischen Großwetterlage dürfte es nicht mehr lange dauern, bis alle Schranken fallen und man jeglichen politischen Widerstand aufgibt. Erst wenn eine politische Gruppierung dieses Thema aufgreift, dann könnte sich die Lage ändern.

    Bis dahin aber dürften wir noch einige Jahre mit diesem Thema zu tun haben.

    • Vielleicht können Sie erklären, wie ein Asylbewerber, der vor Ermordung, Folter, Verfolgung aus dem Heimatland flüchtet, schon im Heimatland einen Asylantrag stellen soll.
      Wahrscheinlich würde ihm beim Versuch der Antragstellung im Heimatland genau das drohen, vor dem er flüchtet. Verhaftung, Folter, Ermordung.

      • Das gilt für politisch Verfolgte in einem funktionierenden Staat. Doch auch diese würden davon profitieren, wenn sie z. B. in einem Nachbarland den Antrag stellen dürften. Umgekehrt haben wir dann das Problem, dass es viele Millionen Antragsteller geben könnte. Wollen wir wirklich jeden nach Deutschland ausfliegen, bis keiner mehr kommen will, weil die Verhältnisse hier auch nicht mehr besser sind? Wäre es nicht besser, den Menschen vor Ort bzw. in dem sicheren Nachbarland zu helfen?

  5. Formulieren wir es doch positiv: Wir wollen möglichst viel Menschen und den wirklich Hilfsbedürftigen wie Frauen, Kindern, alten Menschen, die eine Flucht nach Deutschland nicht mehr schaffen, helfen. In den Flüchtlingslagern im Libanon mussten die Ausgaben für Nahrungsmittel für Flüchtlinge wegen Geldmangels ungefähr halbiert werden (meines Wissens auf ca. 13 Dollar pro Monat), so dass die Menschen dort hungern müssen. Einen Flüchtling bzw. Asylbewerber bei uns aufzunehmen, kostet pro Person Tausende von Euro. Warum fordern wir also nicht, alles Geld, das wir hier für „Vorzeigeflüchtlinge“ in Deutschland ausgeben, an Organisationen (z. B. UNHCR) weiterzureichen, die Menschen in den Flüchtlingslagern in den Nachbarländern betreuen, und die Aufnahme in Deutschland völlig einzustellen? Damit könnten viel mehr Menschen gerettet werden, auch deshalb, weil manche Kosten (Antragsprüfung, Deutschkurse, Kriminalitätsbekämpfung etc.) gar nicht erst entstünden. Man könnte noch mehr Vorteile aufzählen. Die derzeitige Asyl- und Flüchtlingspolitik ist nicht nur völlig ineffektiv, sondern inhuman.

    • Gut gemeint ist eben noch nicht gut gemacht. Der derzeitige Umgang mit den Flüchtlingen ist in der Tat inhuman und völlig ineffizient. Mit viel geringeren Kosten könnte viel mehr Menschen geholfen werden. Bei der Euroretterei ist es ebenso. Auch die ‚Energiewende ist teuer, unzuverlässig und dreckig‘. Es ist wohl kein Zufall, dass das alles Projekte der Grünen sind, denen die anderen Parteien und Massenmedien verblendet hinterherlaufen.

      • Eine Partei, die so argumentiert, würde sowohl bei „Rechten“ als auch bei „Linken“ Wähler finden: Einerseits wird mehr Menschen geholfen – dagegen kann wohl niemand etwas haben, andererseits gibt es keine interkulturellen Probleme mit Flüchtlingen/Asylbewerbern anderer kultureller Herkunft mehr. Voraussetzung für die Umsetzbarkeit wäre natürlich, das Schengener Abkommen auszusetzen – sagen wir, bis EU-weit ein einheitlicher Umgang mit Asylbewerbern etc. praktiziert wird und garantiert werden kann, dass die Kriminalität wieder so niedrig wie vor der Öffnung der Grenzen bleibt. Die AfD könnte beides nicht vertreten, da ihr inzwischen die Glaubwürdigkeit fehlt und sie als „rechts“ abgestempelt ist, eine neue Partei schon. Drittes Thema könnte der Euro sein (viertes meinetwegen die Energiewende, aber es sollte nicht zu viel sein). Nun, Herr Dilger, reizt es Sie nicht, eine solche Partei (oder meinetwegen auch erst einmal einen Verein oder eine Bürgerinitiative – flache Hierarchien halte ich für besser) zu gründen? Ich wäre dabei.

      • Wie ich schon mehrfach schrieb, sehe ich für eine neue Partei momentan keine Möglichkeiten. Schon Herr Lucke dürfte mit ALFA vergeblich eine aussichtsreiche Nische suchen, wie sollte mir das dann gelingen? Wenn die Wählerschaft nur aus meinen Blog-Lesern bestünde, würde ich es versuchen, doch 2013 haben der AfD selbst über zwei Millionen Stimmen nicht zum Einzug in den Bundestag gereicht. Es wird sich wieder eine Gelegenheit bieten, denn in Deutschland gibt es durchaus Potential für eine neue Partei, doch momentan ist nicht der richtige Zeitpunkt. An einem Anti-Euro-Verein arbeite ich hingegen und freue mich demnächst über Beteiligung.

  6. „Bekommen unsere Politiker das hin oder warten sie, bis sich die Gegner von jeder Hilfe für Flüchtlinge durchsetzen?“ Genau das letztere ist doch die Gefahr! Ich würde nicht ausschließen, dass die rechtsgewendete neue AfD dann doch auch im Westen größere Erfolge hat, denn sie wird das Thema „Flüchtlinge“ sicher hemmungslos in das Zentrum ihrer Wahlkämpfe stellen. Sie könnte damit die Stimmen kleinerer Rechtsparteien und die der Unzufriedenen zusammenführen. Mit so einem Schmuddelhaufen würde zwar keine der „klassischen“ Parteien etwas zu tun haben wollen, die Pleitiers a la Pretzell hätten aber ihr Auskommen erst mal gesichert.

    • Wäre es nicht sogar gut, wenn Union und SPD Angst vor der AfD hätten, so dass sie ihre Politik entsprechend ändern und damit sowohl ein reales Problem lösen als auch den Wahlerfolg der AfD verhindern? Treue Stammwähler haben kaum Einfluss auf die Politik, die sich vor allem um (potentielle) Wechselwähler bemüht.

      • Ich glaube mittlerweile an Wahlerfolge der AfD. Das Flüchtlingsthema ist gigantisch, es wird alles zerreißen und die AfD als eine Stimme, die schon immer dagegen war, Stimmen abfangen. Die momentanen Umfragen sind da nur wenig tauglich. Momentan bemerken die Menschen zwar schon etwas, aber die Stimmung ist noch eher „da sind halt ein paar neue Leute da“. Unter dem Flüchtlingsansturm leiden, dass tun hingegen bisher nur sehr wenige Menschen. Sobald allerdings erste Gebäude zwangsweise für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt werden müssen, wird die Stimmung kippen. Je nachdem, wie sich die Schleuser verbessert haben, wird das bereits die Wahl in B-W beeinflussen. Bisher war es im Winter meist ruhig, ändert sich das dieses Jahr, dann werden wir sehr viele Überraschungen überleben. Spätestens nächstes Jahr im Sommer wird in Deutschland vermutlich der Notstand ausgebrochen sein, denn an effektive Gegenmaßnahmen glaube ich nicht.

        Machen wir uns nichts vor: Ohne neue Grenzzäune und notfalls auch dem Einsatz des Militärs wird man dieses Problem nicht lösen können. Das klingt unschön, lässt sich aber nicht mehr verhindern, weil man bisher zu tatenlos war. Das sind allerdings bisher Ansichten, die medial nicht zu vermitteln sind. Die Alternative zu ihnen wird der Zusammenbruch des deutschen Sozialsystems und der inneren Ruhe in Deutschland sein. Die letzten Monate waren entscheidend. Während jener Zeit hat die ganze Welt gesehen, dass jeder nach Deutschland kommen kann, der es irgendwie hier her schafft und letztendlich auch bleiben wird. Das wird ein Anreiz sein, dem Millionen von Menschen, denen es schlecht geht, nicht widerstehen werden können.

  7. Also wenn man der Medienberichterstattung Glauben schenken kann, dann sind die Flüchtlinge doch alles hoch gebildete Menschen, die hier problemlos als Ärzte und Physiker arbeiten werden und der alteingesessenen Bevölkerung überlegen seien. Altkanzler Schröder fordert mehr „Einwanderung in die Sozialsysteme“ (http://www.welt.de/politik/deutschland/article145777823/Schroeder-will-Einwanderung-in-unser-Sozialsystem.html ), das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge wirbt dafür, in Deutschland Asyl zu beantragen (http://www.welt.de/politik/deutschland/article145792553/Der-Werbefilm-fuer-das-gelobte-Asylland-Germany.html ) und auf spiegel.de kann man lesen, dass Europa schuld ist daran, dass die Menschen überhaupt fliehen müssen (http://www.spiegel.de/politik/ausland/fluechtlings-drama-europa-traegt-mitschuld-kommentar-a-1050220.html#ref=meinunghp ). Auf Begrüßungsfesten für die ankommenden Gäste wird gern mal „Nie wieder Deutschland“ skandiert (http://www.welt.de/politik/deutschland/article145759703/Die-Antifa-jagt-Sachsens-Innenminister-einfach-vom-Hof.html ). Und wer nicht freiwillig Siedlungsraum und Vermögen für dieses neue Land in Zentraleuropa hergibt, dass ja kein Deutschland mehr sein soll, der ist halt ein Nazi.

    • Das ist natürlich alles Unsinn. Schuld sind jedoch nicht die Flüchtlinge, sondern die etablierten Politiker. Deshalb wird weiterhin eine Alternative für Deutschland gebraucht, auch wenn die AfD leider keine mehr ist, sondern inzwischen eine von vielen rechten Parteien mit Parolen statt Problemlösungskompetenz.

      • Natürlich wird in unserer veröffentlichten Meinung gerade viel Unsinn geschrieben. Folge wird aber doch sein, dass absehbar Teile der autochthonen Bevölkerung und Zuwanderer in Konflikte geraten und diese Konflikte dieses Land weiter destabilisieren. Wem dient das?

      • Herr Dilger: Was Sie in Ihrer gutmenschelnden, fehlgeleiteten BRD-Sozialisierung nicht verstehen: Die Problemlösung liegt mehr oder weniger vollständig darin wieder nationale Positionen (wieder der Herrschaft der Oligarchen und der angeschlossenen Pseudolinken) zu stärken (Nation=Volk=Demokratie). Dazu gibt es keine Alternative und die Aufgabe der AfD. Ich bitte Sie auch, Begriffe wie „rechts“ nicht im Sinne der Linksextremisten zu verwenden.

      • Keine Angst, ich halte Sie nicht für rechts (sondern für rechtsradikal). Sie haben leider überhaupt keine Problemlösungen anzubieten, weder sachlich noch politisch. Ihre AfD macht alles nur noch schlimmer und verhindert eine sachliche Debatte, weil sie mit Unsinn ablenkt und sinnvolle Kritik diskreditieren hilft.

      • Hier noch ein interessanter Bericht über die Realität in vielen Flüchtlingsheimen:

        http://www.welt.de/politik/deutschland/article145779834/Das-Multikulti-Krisengebiet-im-Thueringer-Wald.html

        Die beschriebenen Zustände entsprechen auch meiner Erfahrung. Gerade der beschriebene „Testosteronüberschuss“ sowie die kulturellen Fazilitäten werden noch große Probleme bereiten. Selbst bei dezentraler Unterbringung in Unterkünften kleiner 50 Personen entsteht kaum noch eine Assimilationskraft durch deutsche Kultur und Werte. Im Ergebnis entsteht kein integratives Miteinander, sondern Gegeneinander und Aufschaukelung. Allenfalls in dezentralen reinen Familienunterkünften (ohne männliche Einzelfahrer, vorsortiert ohne ideologische Problempersonen) entsteht eine Stimmung des Ankommens und ankommen wollen.

        Die Politik legt hier gerade den Zunder für einen Flächenbrand. Auch aufgrund der vielen Rückmeldungen vom Personal „an der Front“ müsste die Politik wissen, was da gerade entsteht. Weil das alles nicht neu ist, muss ich einen dahinterstehenden politischen Willen vermuten.

    • „Ex-AfDler“: Vielen Dank für die Darstellung der Fakten. Wenn die Erkenntnisse bei Ihnen bereits soweit reiften, wieso haben Sie uns dann verlassen?

      • @ Chufu:
        Die AfD ist leider Teil des Problems geworden. Man löst die anstehenden Probleme nicht, indem man gegen Flüchtlinge hetzt. Die einzelnen migrationsbereiten Personen handeln in ihrer individuellen Entscheidungsmatrix durchaus rational. Wenn die Politik Rahmenbedingungen schafft, die die Gesellschaft destabilisieren, dann hilft es wenig, wenn eine politische Kraft nun anfängt, gegen diese einzelnen Personen zu pöbeln, die sich rational in den von der Politik geschaffenen Rahmenbedingungen bewegen. Die in der AfD salonfähig gewordene Anti-Islam-Hetze führt allenfalls zu Pogromen, nicht zur Lösung des Islamismus-Problems. Durch pauschale Religionshetze und Ausgrenzung treibt man Islamisten vorher eher säkular geprägte Menschen in die Arme, die halt zufällig aus Abstammungsgründen Muslim sind. Der von der AfD eingeschlagene Weg schadet daher sogar den Zielen, die die (neue) AfD vorgibt, zu haben.

        Dazu kommt dann der vollkommen inakzeptable Putinismus der neuen AfD, der diese Partei unwählbar gemacht hat.

      • Das ist leider so, auch wenn es für mich kein Grund zur Freude ist. Die Themen der AfD bleiben wichtig, aber wir brauchen konstruktive Lösungsvorschläge statt des üblichen Politiktheaters von etablierten Parteien und Fundamentalopposition.

      • Man braucht nur an die Gesichter und Sprüche des neuen Vorstandes zu denken um zu verstehen warum Tausende AfD verlasen haben und viele es noch beabsichten. AfD ist nur eine traurige Vergangenheit!

    • @ Alexander Dilger sagte am 31/08/2015 um 10:58 :

      Zitat: „Welcher politische Wille sollte das sein?“

      Schwierige Frage, insbesondere weil man sich da schnell ins Reich der Spekulation bzw. Verschwörungstheorien begibt. Trotzdem wäre die systematisch fundierte Ergründung der Frage: „Wem dient eine Destabilisierung Deutschlands?“ durchaus interessant und wichtig. Spontan würde mir da Putin einfallen, für den ein in Anarchie verfallenes Deutschland leichte Beute wäre. Vielleicht macht IM Erika ihrem Chef gerade große Freude …

      Dummheit als Erklärungsansatz birgt Gefahren. Ein kluger Stratege versucht gern, seinen Gegner über seine wahren Ziele im Unklaren zu lassen, bis es zu spät ist.

      • Dummheit ist deshalb keine wirklich befriedigende Erklärung, weil sich damit grundsätzlich alles erklären ließe. Trotzdem ist diese Erklärung häufig richtig, gerade in der Politik. Ein kluger Akteur kann versuchen, seine Absichten als vermeintliche Dummheit zu verschleiern. Umgekehrt kann ein dummer Akteur kaum Klugheit vortäuschen.

        Gerade die normalen Menschen meinen häufig noch, was sie sagen. Es zeigt sich dann, dass sowohl die totalen Flüchtlingsgegner wie -befürworter relativ einfache und sogar nachvollziehbare Motive haben, dabei aber nicht besonders weit denken, sondern das Gewollte unmittelbar und unreflektiert umsetzen wollen.

      • „Wem dient eine Destabilisierung Deutschlands?“ Den USA. Es gibt Berichte, wonach die Schlepper z.T. von US-Organisationen bezahlt werden. Das würde auch erklären, woher die Flüchtlinge die oft genannten 11000€ herhaben. Das Motto Deutschland muss unten, Russland draußen und die USA drinnen gehalten werden ist nachwievor aktuell. Nach dem 1. und 2. WK ist das der dritte Versuch Deutschland zu vernichten. Diesmal vermutlich mit dauerhaftem Erfolg dank jahrzehntelanger Umerziehung und Medienpropaganda. Des Weiteren möchte ich Ihnen empfehlen, sich mit dem Hootonplan zu beschäftigen.

      • Das ist russische Propaganda, die nicht nur den USA, sondern auch Deutschland schaden soll. Es ist eine Schande, dass die AfD dabei mitspielt.

      • @ Bernd

        Blödsin! weder der 1. noch der 2. WK waren Versuche Deutschland zu vernichten. 1. WK war stark durch Russland und Frankreich provoziert, 2.WK , wie allgemein bekannt, war ein Missgriff Deutschlands.

        Für AfD sind Putins Verschwörungstheoretiker Anfang des Untergangs gewesen. Offensichtlich ist es noch nicht so weit!

  8. Home Secretary Theresa May sagte die Freizügigkeit in Europa bezieht sich “ to move across EU to a job“ ! Richtig, klare Worte! So war es auch in D., mit einem Arbeitsvertrag bekam man auch eine Aufenthaltsgenehmigung , man musste sich Krankenversichern und in Sozialversicherung eintreten. Man war Steuerpflichtig und eröffnete ein Konto. Und, ein Arbeitsvertrag bekam man nach einer (vielen) Bewerbung(en) und nach einem Vorstellungsgespräch. So ein Weg wäre auch heute einziger Weg nach Deutschland legal zu kommen mit der Option nach 10 oder weniger Jahren sich einzubürgern. Natürlich, das ging nicht ohne Pass, Diplom und Sprachkentnisse.

    Was sich jetzt abspielt zeigt wie D. heute als Staat destabilisiert und unterwandert ist durch Linke und Grüne. Wir beobachten Rechtslosigkeit beginnend mit EU Ebene . Europa hat keine Strategie und ist nicht entschlossen zu handeln. Reformen in puncto Dublin, Shengen etc sind dringend!

    Eine scharfe Trennung auf 1. ausreisepflichtige Ausländer, 2. Flüchtlinge nach UN Konvention, 3. echte Asylsuchende und 4. (ilegale) Wirtschaftsmigranten müsste schon an EU Grenzen und spätestens an der deutschen Grenze stattfinden.
    Kat.1 (angeblich 600 000) sofort ausweisen, Kat.2 Einreise von Kontingenten nur auf Einladung in Zusammenarbeit zwischen UNHCR und EU, keine individuelle Gruppen, Kat.3 (unter 1%) beschleunigtes Verfahren , Kat.4. (rund 50%) nicht ohne Arbeitsvertrag einreisen lassen

    S.g. „pull-faktoren“ müssen abgeschaft oder minimiert werden. Das Marine gerettete Menschen nach EU bringt ist falsch! Unklarheiten und Lügen werden nur zur Trennung zwischen Politik und Bürger führen und zur Unruhen. Viele falsche Diskussionen mit falschen Teilnehmern werden in Medien geführt, meistens werden die Fakten und Sachlichkeit ausgeblendet. Die Kosten und Zukunft Deutschlands sind ein Tabu. Das wird negative Folgen für das Land haben. Hoffentlich wird ALFA eine vernünftige „EINWANDERUNGSPOLITIK“ rechtzeitig formulieren können.

    • Zu Beginn war ich der Alfa positiv gegenüber eingestellt, mittlerweile setze ich keine Hoffnungen mehr in sie.

      Wie will sie denn auf sich aufmerksam machen? Griechenland, Energiewende und Steuern interessiert doch keine Sau mehr. Das Problem momentan ist die Asylpolitik und das wird auch die nächsten Jahre so bleiben. Vielleicht wird es über den Winter etwas ruhiger werden, aber ernsthaft Zeit für neue Themen, über die sich Alfa profilieren könnte, sehe ich nicht mehr.

      Alfa hat nur eine Chance, wenn sie die Asylpolitik in den Mittelpunkt rückt, davor werden Lucke und Co, aber auf jeden Fall zurückschrecken, die AfD kann hingegen deutlich hemmungsloser agieren. Die Überzeugungstäter werden dann AfD wählen, viele besorgte Bürger mangels Alternative im Geheimen auch. Für jene, die nicht noch stellenweise braun angefärbtes Gedankengut mittragen wollen, wird die CDU ein paar Sprüche zu bieten haben, auch wenn sie diese eh nicht umsetzen werden. Leise ausformulierte Kritik von Alfa wird es da nicht schaffen, gehört zu werden.

      So traurig es klingt: Mittlerweile muss man wirklich wieder hoffen, dass die AfD mit Meuthen in B-W einen halbwegs akzeptablen Kurs behält und so zumindest als das geringere Übel gewählt werden kann. Das Asylproblem hat sich so gigantisch verschärft. wäre Bernd Lucke erst heute angetreten, hätte er vielleicht nur noch 20 % Anhänger gehabt und aus der AfD ausgeschieden wäre nur die Hälfte der Mitglieder, die es bis jetzt getan haben. Die Asylkrise kann gar nicht unterschätzt werden und Deutschland ist noch handlungsunfähiger als in der Euro-Krise.

      • Die AfD hat aber gar keine ernsthafte Lösung anzubieten (bzw. nur eine verfassungswidrige, so dass man dann auch gleich die rechtsradikalen Originale wählen kann), während Herr Lucke leider auch bei diesem Thema herumeiert (siehe hier: offene Grenzen und der Sozialstaat seien unvereinbar, geschlossene Grenzen und eine christlich-humanistische Prägung aber auch – will er deshalb ganz christlich-humanistisch den Sozialstaat abschaffen???).

      • Das ist ja alles richtig. Nur wie will man sich als Bürger noch wehren? Wählt man die traditionellen Parteien und Alfa, dann wählt man die aktuelle Politik, die ganz klar ins Verderben führen wird. Wählt man AfD, dann löst man zwar keine Probleme, gibt seiner Stimme aber immerhin einen Protest. Moralisch wird man dafür zwar bereits angefeindet, aber noch nicht als hoffnungsloser Nazi abgetan, den man bei der NPD wäre. Ein großes Übel schwingt zwar mit, aber wie will man als seriöser Kritiker denn noch vorgehen? Wie will man vorgehen, wenn man kein Heidenau möchte, aber auch keinen kaputten Staat, der sich bei der aktuellen Politik auf kurz oder lange einstellen wird?

      • Die Politik der etablierten Parteien muss geändert werden, wenn man reale Verbesserungen will. Dass eine neue Partei in absehbarer Zeit die absolute Mehrheit erhält, ist dagegen völlig utopisch. Wie sich vor allem die Union umstimmen lässt, müssen wir Wähler vielleicht ad hoc vor den anstehenden Wahlen entscheiden.

      • @ Alexander Dilger sagte am 31/08/2015 um 16:23 :

        Es ist in der Tat bedauerlich, das Alfa keine zu Ende gedachten Konzepte vorträgt. Die vorgetragene Abwägung ist ja berechtigt, nur eben noch nicht bei einer Lösung angekommen. Ich frage mich allerdings, ob die deutsche Öffentlichkeit überhaupt schon zu Ende gedachte Konzepte ertragen könnte.

        Nur mal ins Unreine: Man stelle sich vor, Alfa würde jetzt fordern, die vielen bei uns ankommenden jungen Männer sollten militärisch ausgebildet werden, um als Infanterie in zwei bis drei Jahren an vorderster Front bei der Rückeroberung ihrer Heimat in der Levante und der Niederschlagung von IS durch eine internationale Streitmacht zu kämpfen … die deutsche Öffentlichkeit wäre noch nicht so weit, das zu verstehen und zu akzeptieren.

      • Halten Sie das wirklich für ein zu Ende gedachtes Konzept? Es würde manche Probleme lösen, dafür aber ganz andere schaffen.

      • @ Alexander Dilger sagte am 31/08/2015 um 22:38 :

        Zitat: „Halten Sie das wirklich für ein zu Ende gedachtes Konzept?“

        In einer Blog-Kommentar-Kürze sind das natürlich erst mal Schlagworte. Wir müssen uns fragen, wie wir uns in diesem bisher weitgehend hybrid/asymmetrisch ablaufenden 3. Weltkrieg positionieren wollen.

        – Wollen wir uns mit Wertesystemen anlegen, die eine andere Lebensweise propagieren, als wir das bisher für richtig hielten? Deutschland liegt hier im Spannungsfeld von westlichen Werten, Putinstan und islamistischer Welt. Einige Binnenspieler wollen bei dieser Gelegenheit den eigentlich entschiedenen Kampf zwischen Kommunismus und freiheitlich demokratischer Grundordnung wieder aufleben lassen.

        – Wollen wir uns aktiv beteiligen? Oder sind wir bereit, die Konsequenzen von Passivität zu tragen?

        – Wollen wir Menschen, die als Flüchtlinge zu uns kommen, ein gesellschaftliches Konzept aufzwingen? Wollen wir Parallelgesellschaften akzeptieren? Sind wir ggf. bereit, das Gesellschaftskonzept von Flüchtlingsgruppen zu übernehmen (was gerade im Nahen Osten gescheitert ist …)?
        – Hat unser gesellschaftliches Narrativ die Bindungskraft, Flüchtlinge in dieses Gesellschaftmodell zu integrieren? Oder machen Inkonsistenzen und Lebenslügen dieses Modell unglaubwürdig und damit schwach? Die Erfahrung lehrt: Wer sein Leben riskieren soll, dem muss dafür ein überzeugendes höheres Ziel geboten werden.

        – …

        Die Ausbildung von Flüchtlingen, um sie gegen die Ursache ihrer Flucht kämpfen zu lassen, hat im 2. Weltkrieg sowohl auf dem europäischen, als auch auf dem asiatischen Kriegsschauplatz auf alliierter Seite recht gut funktioniert. Im ersten Weltkrieg hat der Brite Thomas Edward Lawrence („Lawrence von Arabien“) erfolgreich arabische Stämme gegen das Osmanische Reich, das an deutscher Seite kämpfte, geführt. In die deutsche Wehrmacht (2.WK) integrierte Truppen aus eroberten Ländern zeigten jedoch eine geringe Kampfkraft. Ursache war höchstwahrscheinlich ein Mangel an Willenskraft (man stand nicht hinter dem Kriegsziel), Akzeptanz (man wurde von deutschen Kommandeuren respektlos wie Untermenschen behandelt) und auch Bildung.

        Die jüngeren Erfahrungen mit Mentoren-Programmen/Übertragung der Kampflast auf Einheimische, sind weitgehend gescheitert, egal, ob man nach Afghanistan, in den Irak oder auf diverse westliche Engagements in Afrika schaut.
        Zentraler Grund für das neuzeitliche Scheitern scheint mir auf westlicher Seite das Fehlen eines konsistenten Narratives zu sein und der Mangel an Willenskraft, seinen Willen durchzusetzen. Den wesentlichen Grund für diese Schwächen sehe ich darin, dass die „Entwicklungshilfe-Kriege“ der letzten Jahrzehnte jeweils ein „War of Choice“ waren und kein existenzieller „War of Necessity“.
        Dann scheint in Deutschland immer noch die Illusion zu dominieren, es gäbe so etwas wie eine internationale Rechtsordnung, die ohne die die Unterfütterung durch eine „Staatsgewalt“ auskommen würde. Die Irrelevanz von Recht, Gesetz und Verträgen, wenn die Macht des Faktischen anderes möglich macht, haben wir doch ausgiebig genug in der EU beobachten können. Diese (deutsche) Naivität wird den Zusammenbruch der bisher gekannten Ordnung eher noch beschleunigen.

      • Es gibt zum Glück keinen Dritten Weltkrieg, sondern verschiedene begrenzte Kriege, Bürgerkriege und terroristische Aktivitäten. Meiner Ansicht nach sollte sich Deutschland nach Möglichkeit heraushalten und Kämpfer weder importieren noch exportieren.

      • @ Alexander Dilger sagte am 01/09/2015 um 14:05 :
        Zitat: „Es gibt zum Glück keinen Dritten Weltkrieg …“

        Ich hoffe, Sie haben damit recht. Leider zeigt die Erfahrung der Vergangenheit, dass Weltkriege meist erst sehr spät als solche erkannt werden und erst im Nachhinein so bezeichnet wurden.

        Einen Anfang mit dieser Bezeichnung hat Papst Franziskus gemacht mit seiner Äußerung „Es ist eine Art dritter Weltkrieg, der geführt wird“ (http://www.welt.de/politik/ausland/article142060798/Eine-Art-dritter-Weltkrieg-ist-im-Gang.html ). Damit hat er natürlich gegen zahlreiche diplomatische Sprachregellungen verstoßen, die aktuell gepflegt werden.

        Von der strukturellen Definition sind wir nicht weit weg: „Als Weltkrieg wird ein Krieg bezeichnet, der durch sein geographisches Ausmaß über mehrere Kontinente und durch den unbegrenzten Einsatz aller verfügbaren strategischen Ressourcen weltweite Bedeutung erlangt oder der im Ergebnis eine grundsätzliche Neuordnung der weltweiten internationalen Beziehungen mit sich bringt.“
        Die Neuordnung der weltweiten internationalen Beziehungen ist ja in vollem Gange … auch für Deutschland verkünden ja erste Medien, dass dies bald ein anderes Land sei. Die Sache mit den Ressourcen wird auch am Horizont sichtbar …

        Auch wenn es nicht schön ist, wir müssen beginnen, die Ereignisse der Gegenwart entsprechend einzuordnen.

        Die Sache mit dem raushalten wird schnell zweischneidig: „Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin – dann kommt der Krieg zu Euch! Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt, und läßt andere kämpfen für seine Sache, der muß sich vorsehen: Denn wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage. Nicht einmal Kampf vermeidet, wer den Kampf vermeiden will, denn er wird kämpfen für die Sache des Feindes, wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat.“

        Wenn wir bereit sind, die Werteordnung irgendeines Siegers einfach zu übernehmen, egal, wer, dann ist heraushalten eine durchaus mögliche Strategie. Wer Schwerter zu Pflugscharen umschmiedet, muss ggf. damit leben, zukünftig für die zu „pflügen“, die das nicht tun.

      • „Leider zeigt die Erfahrung der Vergangenheit, dass Weltkriege meist erst sehr spät als solche erkannt werden und erst im Nachhinein so bezeichnet wurden.“ Das ist historisch so nicht richtig. Der Beginn beider Weltkriege blieb keineswegs unbemerkt. Jeder wusste auch, dass es zumindest große europäische Kriege werden würden. Heute kämpfen die echten Großmächte nicht direkt gegeneinander. Am gefährlichsten wäre übrigens eine militärische Auseinandersetzung zwischen China und den USA, die hierzulange kaum jemand im Blick hat.

        Der Papst meinte aber auch nach Ihrer verlinkten Quelle: „Einige Menschen wollten dieses Klima absichtlich schüren und suchten den Zusammenstoß verschiedener Kulturen“, womit auch die Islamhasser in der AfD gemeint sind.

        Bis auf den ersten Satz ist Ihr Zitat von Berthold Brecht, bezieht sich aber gar nicht auf den Krieg, sondern den revolutionären Kampf (siehe „Von Brecht? Unvorstellbar“). Kriege, aus denen sich ein Land heraushält, müssen dieses keineswegs erreichen (individuell ist es schwieriger bzw. muss man ggf. fliehen). Schließlich sind es die USA, die Deutschland direkt und indirekt verteidigen, auch wenn das die Putinversteher in der AfD nicht verstehen (wollen).

      • @ Alexander Dilger sagte am 01/09/2015 um 17:40 :
        Zitat: „Das ist historisch so nicht richtig.“
        Sehe ich anders.
        Ihr Fehler ist, dass Sie die ex-post Betrachtung von Historikern mit dem Gegenwartserleben zum Geschehenszeitpunkt gleichsetzen. In der rückblickenden Betrachtung ist es durchaus richtig, den Beginn des 2. Weltkrieges auf den 01.09.1939 zu datieren (Hitlers Überfall auf Polen). In der damaligen Gegenwart ist jedoch niemand auf die Idee gekommen, dass dies der Ausbruch eines Weltkrieges mit grundlegender Neuordnung der Welt war. Frankreich verschanzte sich halbherzig und wollte nicht für Polen kämpfen. England schickte eine Alibi-Unterstützung mit veralteter Ausrüstung nach Frankreich, die USA hielten sich weiter raus. Hätten die damaligen Mächte die Tragweite dieses (ex-post erkannten) Weltkrieges erkannt, hätten sie allein schon aus Selbsterhaltungstrieb anders reagiert.

        Es gehört zu den Paradoxien der Geschichte, dass der Überall auf Polen möglicherweise nicht den Beginn eines Weltkrieges markiert hätte, wenn die damaligen Mächte die Tragweite erkannt und mit voller Wucht am 17.09.1939 eine Westfront eröffnet und das Zeitfenster zur Niederschlagung des 3. Reiches genutzt hätten.

        Zitat: „Der Papst meinte aber auch nach Ihrer verlinkten Quelle: “Einige Menschen wollten dieses Klima absichtlich schüren und suchten den Zusammenstoß verschiedener Kulturen”, womit auch die Islamhasser in der AfD gemeint sind.“
        Vollkommen richtig. Papst Franziskus will Augen öffnen. Weil Menschen gern zu kurzsichtiger Vogel- Strauß- Politik neigen, benennt er die Weltkriegsgefahr, damit die Entscheider wach werden. Die Enzyklika „Mit brennender Sorge“ vom 14. März 1937 wurde ja nicht gehört, da theologischer Elfenbeinturm. Also geht Franziskus an die Presse, wird allerdings auch dort weitgehend ignoriert, was seiner Geisteskraft nicht gerecht wird.

        Zitat „ … Zitat von Berthold Brecht“
        Wem diese Aussage zugeschrieben wird (Brecht, Sandburg, …) ist umstritten, aber auch irrelevant. Dieser Ausspruch bringt die Folgen von Appeasement und sicherheitspolitischer Beliebigkeit gut auf den Punkt. Die deutsche Friedensbewegung bekämpft diesen Ausspruch traditionell, bringt er doch ihre Lebenslügen auf den Punkt. Der Versuch der Uminterpretation des deutlichen Kriegsbezuges ist Teil dieser Bekämpfung (von Wahrheit?).
        Weil man in den letzten Jahren zahlreiche Erkenntnisse einer präventiven Sicherheitspolitik ignoriert, ja sogar negiert hat, rauschen wir gerade wieder in einen heißen Krieg, den die zukünftigen Historiker möglicherweise als Weltkrieg bezeichnen und den Beginn dieses 3. Weltkrieges auf das Jahr 2014 datieren werden. Anschließend werden wieder alle betroffen empört aufschreien: „Wie konnte das nur passieren!“

      • Der Beginn des 2. Weltkriegs oder zumindest eines neuen großen europäischen Krieges war allen Beteiligten im September 1939 klar, wenn auch vielleicht noch nicht am 1. September. Hitler hatte wohl darauf spekuliert, dass Frankreich und Großbritannien ihn auch in Polen gewähren lassen würden, während die Westmächte vielleicht noch auf eine Wirkung ihres Ultimatums spekulierten. Welches vergleichbare Ereignis hat es denn in 2014 gegeben? Ich halte das für Ablenkung von den realen Problemen und Gefahren.

        Die Zuschreibung des Zitats zu drei verschiedenen Autoren ist völlig eindeutig. Ihre Forderung nach präventiver Sicherheitspolitik erhöht doch gerade die Gefahr großer Kriege. Meinen Sie z. B. wirklich, dass der Westen auf die Annexion der Krim militärisch hätte reagieren sollen? Der letzte Irakkrieg war ein schwerer Fehler wie auch der Versuch, Afghanistan dauerhaft zu besetzen.

      • @ Alexander Dilger sagte am 02/09/2015 um 10:08 :

        Zitat: „Welches vergleichbare Ereignis hat es denn in 2014 gegeben?“

        1) Russlands Ukraine-Krieg mit Annektierung der Krim.
        2) Ausrufung des Kalifats des IS (Juni 2014) in der Levante.
        3) „Geänderte“ Außenpolitik Chinas.
        Nur so für den Anfang. Mali, Ägypten, Libyen etc. betrachten wir mal als Nebenkriegsschauplätze.

        Ein präventive Sicherheitspolitik hätte die Ukraine stabilisiert und im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends in die Nato aufgenommen, so den „Moment der Schwäche“ vermieden, der Putin zum Einmarsch verleitete. Damals war der innere politische Wille in der Ukraine vorhanden und das historische Fenster offen.
        Stattdessen hat man sich durch 9/11 zu Abenteuern in inkompatiblen Kulturkreisen verleiten lassen. Der Fehler der Außen- und Sicherheitspolitik der letzten Jahrzehnte liegt meiner Meinung darin, dass man sich nicht stringent an den eigenen Interessen orientiert hat. Dazu kommt eine gutmenschliche Nation-Building-Denke, die nicht funktionieren kann. Wir können fremden Völkern nicht gegen ihren Willen unseren Willen (Demokratie, Gender, Menschenrechte, deutsche Verwaltung, etc. ) aufzwingen. Wir können allenfalls einen im dortigen Volk vorhandenen Willen fördern und verstärken (dieses Prinzip wendet Putins Propaganda gerade in Deutschland an, durchaus mit Erfolg). Der pro westliche Werte Wille war in der Ukraine im letzten Jahrzehnt vorhanden, in Afghanistan oder im Irak jedoch nie. In Afghanistan hätte man sich auf eine Strafexpedition (Operation Enduring Freedom) beschränken und den gutmenschlichen Nation-Building-Ansatz (ISAF) weglassen sollen.
        Beim Irak-Krieg 2003 bin ich mir nicht sicher, ob man tatsächlich darauf hätte verzichten können. Der im Irak herrschende Baathismus, der heute die Führungsriege des IS stellt, war mit seinem nationalistischen Panarabismus schon damals am Zündeln. Auch hier hätte man ggf. auf Nation-Building verzichten müssen und es bei klassischer Niederwerfung/Vernichtung von Feinden belassen sollen.

        Das Problem dabei ist, dass das unseren seit dem 2. Weltkrieg entwickelten Völkerrechtsnormen widerspricht, unseren Feinden diese Normen aber egal sind. Dummerweise kann man in einem Krieg nur das eigene Verhalten bestimmen und dem Feind leider nicht die Einhaltung des (modernen) Kriegsvölkerrechts abverlangen (das geht im begrenzten Ausmaß erst nach Unterwerfung des Feindes). Das Konzept der Humanität/Feindesliebe macht im Krieg möglicherweise unterlegen. Wie wir unsere ethischen Normen mit dem realen Verhalten unserer Feinde in Einklang bringen können, weiß ich nicht. Aber wenn wir das Paradoxon Werte vs. Wirksamkeit/Durchsetzungsfähigkeit nicht lösen, wird unsere Werteordnung untergehen.

  9. Ja,da stimmme ich dem Eingangsbeitrag von Herrn Prof. Dilger komplett zu.
    Ich vermute das es gar nicht um die Einwanderer geht,die sind abgeschrieben im Sozialsystem.

    Aber die Kinder vone denen können über gute Schulausbildung sicher die Geburtenlücke von Fachkräften wieder schließen.Die Frage ist nur ob wie das wollen,deutsche Innenstädte die an Toronto oder Manhattan erinnern.

    Sind wir bunt oder deutsch ?

    Brauchen wir tatsächlich soviel personalintensive Industrie ?
    Was ist mit den Ländern die viele Menschen aber kaum Industrie besitzen ?
    Die produzieren dann Menschen und exportieren diese nach Europa.
    Arm wie sie sind bleiben sie aber trotzdem,wenn man von den Geldern absieht die nach Hause geschickt werden.

    Ein Tropfen auf den heißen Stein.

    Wir brauchen ein EU Programm zur Förderung von Industrie und Bildung für eigentlich alle Länder die so etwas benötigen.

    Armut läßt sich nicht mit Massenflucht und nachwachsender Armut beseitigen.

    • Es ist sehr die Frage, wie viele von den Flüchtlingskindern schulisch und beruflich erfolgreich sein werden. Die Integration von vielen hier geborenen Türken ist jedenfalls nicht sehr gelungen und z. T. bei den späteren Generationen geringer ausgeprägt als bei den früheren.

      Theoretisch kann die Auswanderung von Qualifizierten langfristig auch dem Land nutzen, aus dem sie auswandern. Erstens erhöht sich der Anreiz zur Qualifizierung in dem Land und es werden nicht alle Qualifizierten gehen. Zweitens können die Auswanderer oder ihre Kinder später mit noch höheren Qualifikationen und wertvollen Kontakten zurückkehren. Beides ist jedoch fraglich, wenn das Zuwanderungsland gar nicht auf Qualifikationen abstellt, sondern jeden nimmt, der sich irgendwie durchschlägt.

      • Bei der ersten Welle türkischer Kinder in Schule und Berufsausbildung waren die sehr gut und motiviert,ist mein Jahrgang.

        Da waren aber nur zwei bis drei Türken in einer Klasse und haben die Chance etwas zu werden auch ergriffen.

        Das geht bei Klassen mit 25 Türken und zwei deutschen in Problemstadtteilen nur schwierig.

        In Remscheid geht es aber noch sehr gut,wobei allerdings die IHK das sinkende Leistungsniveau beklagt,bei den Deutschen allerdings auch,weil das Niveau der Schulklassen permanent nach unten geht.

        Ob das Niveau durch verdammt viele Afrikaner,Südosteuropäer und Araber nach oben geht zweifel ich stark an.Weil denen im Gegensatz zu den ersten Gastarbeiterfamilen die Perspektive nach Wohlstand durch Leistung einfach fehlt.

        Das hat nichts mit den Leuten selber zu tun,die Umstände sind insgesamt für diese Leute einfach sehr schlecht.

        Es funktioniert sehr gut,wenn man einige ins Land holt,diese merken,das sie HIER etwas aufbauen können,das sie in der Heimat nie konnten und das so an die Kinder weitergeben.

        Es funktioniert nicht,wenn man Massen ins Land holt,ohne Perspektive und die das so an die Kinder weitergeben.

      • Das sehe ich auch so. Die hier dauerhaft lebenden Menschen müssen möglichst gut integriert werden. Da gibt es große Defizite, die durch immer neue und vor allem völlig chaotische Zuwanderung nicht kleiner, sondern größer werden.

      • @ MT
        Wenn wie zu erwarten 8.000.000 bis 10.000.000 Syrer, die sich zur Zeit auf der Flucht befinden, in absehbarer Zeit ihren Weg nach Deutschland finden werden, bedeutet dies für eine Stadt wie Remscheid ein Zuzug von 10.000 bis 12.000 Menschen.
        Diese Menschengruppe ist dann so groß, daß sie sich nicht mehr zu integrieren braucht. Diese Menschen werden weder Deutsch lernen noch sich dem deutschen Rechtssystem anpassen. Sie werden einfach eine Parallelgesellschaft bilden.

  10. @Alexander Dilger sagte am 31.8. um 16.12 Uhr.
    „Das ist russische Propaganda, die nicht nur den USA, sondern auch Deutschland schaden soll. Es ist eine Schande, dass die AfD dabei mitspielt.“

    Dass die USA Schlepper nach Europa bezahlen, sagt nicht nur der „böse“ Putin, sondern kommt auch aus den Reihen des österreichischen Geheimdienstes. „Bernd“ hat hier recht.

    http://www.info-direkt.at/insider-die-usa-bezahlen-die-schlepper-nach-europa/

      • Nun, ich sehe mich in der Lage, zu differenzieren und lasse mich von Mainstream-Medien und den allenfalls mittelklassigen Politikern weder erziehen noch attackieren. Ich lese nicht nur das Heimatblättchen, sondern wandere ins Internet ab und stelle mir mein Nachrichten Menü schon selbst zusammen. Putin ist böse und die Amerikaner sind gut – das ist eine Sichtweise, die ich so nicht akzeptieren kann.

      • Darum geht es doch gar nicht, sondern um Quellenkritik. Meine Studenten dürfen z. B. alle Quellen verwenden (was durchaus nicht alle Kollegen so handhaben), müssen aber Unterschiede und deren Bedeutung erkennen. Wenn etwas irgendwo im Internet steht, ist es eben nicht dasselbe wie in einem Qualitätsmedium (selbst wenn dieses in bestimmten Kreisen als „Lügenpresse“ bezeichnet wird) oder gar einer wissenschaftlichen Zeitschrift mit Begutachtungsverfahren.

    • Putin-Versteher können es nicht lassen! Auf solche „Sensationen“ schalten AfD Verschwörungstheoretiker Gehirne ab und schreien, Hurra!

    • Eins muss man Putins fünfter Kolonne aber lassen: Sie haben die AfD erfolgreich übernommen! Der zuständige Agitprop- Offizier des SWR hat seinen Bonus durchaus verdient.

      • Es wäre interessant, irgendwann einmal die Akten dazu lesen zu können, so wie man jetzt die partielle Unterwanderung der bundesdeutschen Parteien durch DDR-Agenten nachvollziehen kann.

  11. Es ist Rechtsbruch, wenn illegale Eindringlinge unsere Grenzen und unsere Einreisegesetze missachten. Und es ist Rechtsbeugung wenn staatliche Stellen nicht dagegen vorgehen. Haben wir noch einen Rechtsstaat? Oder ist es schon ein Links-Staat……???

    • Rein rechtlich darf die Regierung zusätzliche Flüchtlinge ins Land lassen. Aber warum will sie das? Ein Grund mehr, warum eine alternative Partei sowie Volksentscheide gebraucht werden.

      • Gem. Art. 16a Abs. 2 GG haben die Ankommenden aus den Drittstaaten doch kein Antragsrecht mehr. Dementsprechend dürften denen keine Leistungen mehr zustehen. Bin kein Asylrechtsexperte, aber so müßte es sein.
        Was macht die Politik? Es wird der Grenzübertritt wohl teilweise nicht mehr kontrolliert, die Leute nicht erfaßt. Wie kann ich dann den Drittstaat nachweisen?
        Ich vermute hier einen Rechtsbruch.
        http://www.focus.de/politik/deutschland/politik-und-gesellschaft-grenzenloser-rechtsbruch_id_4865466.html
        Aber wir halten uns eh nicht daran. Die Idee, Leute von den Booten zu holen, um sie dann Richtung Europa zu schippern, war doch schon das Ende der Schengen-Außengrenze. Mann hätte die Menschen ja auch nach Afrika zurückbringen können. Merkel hat dies alles mitbeschlossen.
        Und sie tut heute so, als seien die Anderen die Vertragsbrecher…

      • Es gibt eine linke Asyl-Lobby Namens „Pro Asyl“.
        Wann gründen wir „Pro Abschiebung“?
        Illegale Eindringlinge zurück dorthin, wo sie hergekommen sind!
        Ich bin sofort dabei!

    • Rechtsbruch wird Normalität. Ist Frau Merkel keine Verräterin?
      Die Masse (s.g. „Flüchtlinge“) werden nicht mehr kontroliert/ registriert und beginnen sich über schlechte Organisation in Deutschland (vielleicht auch über das Essen) zu beschwären!!! So fängt es an!

      Wenn Deutschland eigene Grenzen nicht mehr verteidigt sieht es schlecht aus.

  12. Welchen Preis haben wir denn bezahlt, damit wir kein Erstland werden konnten? Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Südländer dem damals kostenlos zustimmten. Wenn es unionsmäßig Ausnahmen innerhalb in der Europäischen Union gibt, dann ist es doch keine Union. Union heißt für mich alle für einen, einen für alle usw.

    • Das ursprüngliche Dubliner Übereinkommen wurde bereits 1990 in einer ganz anderen Lage geschlossen. Damals gab es z. B. noch viele Flüchtlinge aus Osteuropa, die zuerst in Deutschland ankamen. Allein die Bundesregierung ist dafür verantwortlich, dass sie jetzt insbesondere bei Syrern das „Selbsteintrittsrecht“ wahrnimmt und diese nicht in das Ersteinreiseland zurückschickt. Es ist leider so wie beim Euro, dass unsere eigene Regierung unsere Interessen nicht richtig vertritt. Da kann man anderen Ländern kaum einen Vorwurf machen.

      • Richtig, und es wird wieder Deutschlands Schuld, dass Migranten über sichere Länder nach D. strömen und überhöhte Erwartungen haben. Man braucht nur die Dezernentin in Königswinter zu sehen in TV und zu hören wie sie sich bei „Flüchtlingen“ für schlechte Organisation und Bedingungen in Deutschland entschuldigt. Das ist absichtlich oder nicht absichtlich die 5. Kolonne in Deutschland die man nicht akzeptieren darf. Das, und die politisch gewolten “ pull-faktoren“ die uns Gutmenschen aufgezwungen haben.

        Deutsche Schuld wird es auch wenn arme afrikanische (oder Balkan-) Länder halbwegs ausgebildete und benötigte Menschen verlieren!

        Deutsche Schuld wird auch wenn HarzIV Empfänger, mit den jungen , billigen Afrikaner oder Balkanesen nicht konkurieren können.

        Niemand wird Danke sagen, nein Respekt und Dankbarkeit verdient man so nicht! Wie war es mit Griechenland -Krise?

  13. Pingback: Wie viele kommen denn? | Saldenmechanik

  14. Wer 15 Minuten Zeit hat soll folgende Beiträge lesen. Wahre Beobachtungen, aber wir wissen, dass wir vor einem Gummiwand stehen und nur Mut wird nicht ausreichen!

    http://www.rolandtichy.de/kolumnen/bettina-roehl-direkt/fluechtlingsdebatte-hass/

    http://www.rolandtichy.de/gastbeitrag/fluechtlinge-die-diktatur-des-rettens/

    http://www.rolandtichy.de/gastbeitrag/fluechtlinge-drei-verschiedene-blicke/2/

    http://www.rolandtichy.de/gastbeitrag/fluechtlinge-drei-verschiedene-blicke/3/

    Hoffentlich liegt keine Verwechslung vor wenn unsere Politiker in Flüchtlingen schon Einwanderer sehen. Herr Tichy schrieb: „Die UNO hat ausgerechnet: Um das Zahlenverhältnis von Arbeitskräften und Rentnern aufrecht zu erhalten, bräuchte Deutschland bis 2050 3,6 Millionen (!) Zuwanderer – und das jährlich.“

  15. Das was die BRD-Regierung gemacht hat, praktisch die Dublin-Verordnung auszuhebeln ( na gut Italien und Griechenland haben es so wieso nicht eingehalten). wird von der ungarischen und österreichischen Regierung kritisiert.

    Die ungarische JOBBIK und die FPÖ verhält sich ruhig. Na irgend so ein FPÖ-Funktionär aus der zweiten Reihe wird schon Angriffspointen gegen Merkel bringen. Na so ungefähr: “ Die Dame ist nicht nur eine Volksverräterin sondern auch noch eine Dublin-Verräterin“ .

    • Nein. Vermutlich meinen Sie, dass ein Rückgang der arbeitsfähigen Bevölkerung auch die Wirtschaft schrumpfen lässt. Das muss aber nicht so sein, insbesondere nicht pro Kopf, was für die Betroffenen wichtiger ist.

  16. Pingback: EuGH bestätigt Beschränkungen der Sozialhilfe für Ausländer | Alexander Dilger

  17. Pingback: Siebenstellige Flüchtlingszahl | Alexander Dilger

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