Betreuungsgeld aus formalen Gründen gekippt

Das Bundesverfassungsgericht stellte heute fest, dass es „Keine Gesetzgebungskompetenz des Bundes für das Betreuungsgeld“ gibt, weshalb die gesetzlich Grundlage dafür (§§ 4a bis 4d des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes) nichtig ist. Nach § 79 Abs. 2 Satz 1 Bundesverfassungsgerichtsgesetz bleiben nicht mehr anfechtbare Zusagen des Betreuungsgeldes bestehen. Doch es kann ab sofort mangels gesetzlicher Grundlage kein Betreuungsgeld mehr vom Bund vergeben werden, da das allein Länderkompetenz ist. Landeserziehungsgeld wie in Bayern, Sachsen und Thüringen bleibt dementsprechend zulässig.

Diese Stärkung des Föderalismus begrüße ich. In der Sache selbst war das Betreuungsgeld zumindest ungünstig ausgestaltet, weil es gerade für diejenigen Kinder eine Fremdbetreuung unwahrscheinlicher machte, die davon am meisten profitiert hätten (siehe ‚Studie zum Betreuungsgeld‘). Wie man es besser ausgestalten kann, ist jetzt Sache der Länder und des föderalen Wettbewerbs, wobei die meisten Länder wohl ganz darauf verzichten werden. Doch die CSU könnte in Bayern zeigen, wie es besser geht, wo sie schon im Bund kein grundgesetzkonformes Gesetz hinbekommen hat.

28 Gedanken zu „Betreuungsgeld aus formalen Gründen gekippt

  1. Es mag sein, dass das Gesetz verfassungswidrig war, weil der Bund nicht die Kompetenz dazu besitzt.

    In der Sache halte ich es für bedenklich, unterstützt es doch eine zuriefst staatsfreundliche und sozialistische Familienpolitik.

    Wer sein Kind in der Krippe großziehen lassen will, der soll das tun. Er soll aber auch die entsprechenden Kosten dafür übernehmen. Es kann nicht sein, dass derjenige, der eine soziale Leistung in Anspruch nimmt, davon finanziell profitiert. Er kann arbeiten und wird unter anderem durch jene Steuern bezahlt, die jene bezahlten, die teils diese Leistung nicht in Anspruch nehmen. Das ist zutiefst illiberal und benachteiligt jene, die im Sinne des Grundgesetzes Erziehung als Hoheit der Eltern ansehen.

    Liberal heißt auch Verantwortung zu übernehmen, für sich, aber auch für seine Kinder. Wer Kinder in die Welt setzt, der kann keinen staatlichen Anspruch darauf haben, dass der Staat seine Kinder großzieht und finanziell dafür sorgt. Nein, er ist selbst dafür verantwortlich, wie er konkret diese Aufgabe zu lösen vermag.

    Es ist jedenfalls nicht liberal und auch nicht sozial gerecht, dass der Staat auf Kosten jener, die auch eine gesellschaftliche Leistung vollbringen (und ihre Kinder eigenständig erziehen), jene finanziell unterstützt, die das nicht tun.

    In der Praxis führt diese einseitige Unterstützung jedenfalls dazu, dass es auf kurz oder lang aus ideologischen Gründen fast nur noch Fremdbetreuung geben wird. Wenn das die Menschen frei entscheiden würden, indem sie ihren Lohn für die Kosten des entsprechenden Krippenplatz aufwendeten, dann hätte ich damit keinerlei Probleme. Es gibt auch keine finanzielle Gründe, die das verhindern würden, denn selbst ohne Subventionierung würde hierfür ein Vollzeitjob ausreichen. Das wäre eine freie Entscheidung. Aber nicht den Krippenplatz weit unter den tatsächlichen Kosten anzubieten und die Eltern de facto vor die Wahl zu stellen, im Monat geschätzt auf 1000 Euro zu verzichten und die Erziehung selbst zu übernehmen oder aber die Erziehung dem Staat zu überlassen.

    Diesbezüglich vermisse ich die alte AfD, von Alfa ist da wohl nicht viel zu erwarten, da dürfte die linke Familienpolitik Einzug halten. Ich persönlich hingegen unterstütze jeden Lebensentwurf, allerdings unter einer Voraussetzung: Er muss eigenständig finanziert und ich nicht zur Kasse gebeten werden.

    • Ihnen ist aber schon klar, dass die derzeitige Sozialpolitik die meisten Eltern bestraft und Rentner ohne Kinder begünstigt, oder? Davon getrennt ist die Verteilungsfrage zwischen Eltern.

      • Definitiv. Deshalb mein neuer Beitrag weiter unten. Der Staat sollte den Menschen allerdings das Geld nicht erst wegnehmen und dann nach seinen Präferenzen mit Effizienzverlust wieder zu verteilen, sondern sie selbst darüber verfügen lassen.

      • Masse der Rentner wird betrogen/bestraft, es hat mit Kindern nichts zu tun! Menschen mit Kindern/mehr Kindern sind keine Helden sondern normale Menschen wie auch alle ohne Kinder. Auch so etwas ist eine dumme ideologisierte Diskussion. Dass fuehrt zu einer Diktatur und ist weder demokratisch noch gerecht. Es gibt immer Argumente warum jemand boese ist und warum jemand bevorzugt wird. Vielleich sollten Sie zusammenstellen alle Beguenstigungen und Zuschuesse die fuer Familien und Kinder bereitstehen. Das ist nur Stimmenfang.
        Verantwortung fuer sich und Kinder selbst zu uebernehmen
        ist was Deutschland braucht. Mehr Kinder sind anstrengender und Kosten mehr Geld. Es muss aber immer eine freue Entscheidung bleiben. Sonderrechte deswegen ist weder liberal sondern lebensfremd.

        Herr Burger betrachtet die Situation realistisch. Zu erwarten dass dieser Staat Verantwortung fuer alles Uebernimmt und durch Umverteilung eine Spassgesellschaft alimentiert kann nur ein Untergang einer Gesellschaft bedeuten.

      • Es werden nicht nur Rentner ohne Kinder begünstigt…bei DDR-Rentnern bekommen ehemalige Funktionäre und sonstige DDR-System-Unterstützer höhere Renten, da sie in der DDR für damalige Verhältnisse gut verdient hatten…Opfer und deren Familienangehörigen, denen Aufstiegschancen, Studium etc. verwehrt wurden und schon zu DDR-Zeiten schlechter leben mussten, werden heute zum zweiten Mal mit (zukünftigen) geringen Renten, oft nur Mindestrente, bestraft! Komisch, dass vor allem die Parteien, die gern mit sozialer Gerechtigkeit werben, sich nicht für Änderungen zu ungunsten ehemaliger DDR Funktionäre und Co. einsetzen…könnte es daran liegen, dass vor allem die Linke ohne diese besser gestellten DDR Rentner die 5% nicht mehr schaffen würde? Ein Beispiel für die Scheinheiligkeit der linken Parteien…

  2. Bei diesem Thema wird mir wieder bewusst, wie verheerend sich das Ende der AfD ausgewirkt hat. Die AfD hat als mehr oder weniger einzige Partei Kritik zu Themen geäußert, zu denen ansonsten eine politische Einheitsmeinung herrscht (obwohl die Bevölkerung da anderer Ansicht ist, wie die überwältigende Mehrheit in Süddeutschland zeigt, die das Betreuungsgeld beantragt und ihre Kinder nicht zur Fremderziehung abgegeben hat) Von Alfa ist diesbezüglich wohl wenig zu erwarten, leider haben sich in der AfD zu viele Spinner und tatsächlich Rechte gesammelt. Was soll man da noch wählen? Alfa, als das vermeintlich geringste Übel, welches die Meinung der Einheitsparteien etwas vernünftiger verpackt oder doch die AfD, die zwar den Finger tatsächlich in die Wunde legt, mit deren Stimme man aber auch Leute unterstützt, die ich aus reinem Herzen schlicht nur menschenfeindlich nennen kann? Nein, das wird sehr vermutlich zur Nichtwählerschaft fühen.

    Von Ihnen bin ich übrigens enttäuscht, Prof. Dilger. Ob Migranten das Betreuungsgeld stärker oder weniger stark nachfragen als Einheimische sollte bei der Bewertung des Betreuungsgeld keinerlei Rolle spielen. Sie implizieren damit übrigens 2 Dinge:

    1: Migranten erziehen ihre Kinder schlechter als Einheimische. Das ist eine Aussage, die sie so ansonsten sicher nie tätigen würden.

    2: Staatliche Erziehung ist besser als elterliche, letztere wirkt bei Migranten lediglich noch verheerender als bei Einheimischen. Diese Implikation wiederum halte ich für einen selbsternannten Liberalen für bedenklich.

    Ich sage Ihnen etwas als meine persönliche Meinung: So sehr ich Integrationsdefizite sehe und zu bekämpfen wissen möchte, so sehr freue ich mich persönlich , dass durch die Migration vergangene Vorstellungen von Familie im kalten Deutschland doch noch gelebt werden. Seien es nun die Staaten im Süden, im Osten oder auch Muslime, nirgendwo wird die Erziehungsleistung des Staates kritiklos so als das Nonplusultra tituliert. Sie selbst tun das sicherlich nicht direkt, dennoch leisten sie dieser Ansicht durch ihren Verzicht auf liberalen Positionen (tatsächliche Wahlfreiheit, dies impliziert natürlich keinerlei monetäre Anreize, ganz gleich in welche Richtung) jedoch Vorschub.


      • In der Sache selbst war das Betreuungsgeld zumindest ungünstig ausgestaltet, weil es gerade für diejenigen Kinder eine Fremdbetreuung unwahrscheinlicher machte, die davon am meisten profitiert hätten (siehe ‘Studie zum Betreuungsgeld’).

        Was sagt uns dieser Abschnitt?

        In dem Artikel wird darauf verwiesen, dass ausländische Familien weniger Fremdbetreuung wünschen als einheimische Familien. Dies ist erst mal ein neutraler Fakt. Sie sprechen aber davon, dass diese Familien aber von dieser Betreuung profitieren würden. Frei übersetzt heißt das einerseits, dass diese Familien Defizite aufweisen (welcher Art auch immer) und diese durch Fremdbetreuung abgebaut würden. Außerdem sprechen sie von „am meisten“. Das wiederum heißt, dass auch deutsche Familien davon profierten, nur nicht so deutlich.

        Aus liberaler Sicht ist es okay eines der Modelle (Fremdbetreuung vs. Eigembetreuung) aus der eigenen Perspektive zu bevorzugen. Es ist aber nicht liberal, eines der Modelle staatlich bevorzugt zu fördern. Sie selbst fordern das freilich nicht wörtlich, ihr Wohlwollen bezüglich des Urteils aus sachlicher Perspektive (mein obiges Zitat), lässt diesbezüglich dennoch gewisse Schlüsse zu.

        Der Staat hat nicht darüber zu bestimmen, wer wie seine Kinder erzieht. Er hat auch nicht zu bestimmen wer, wie und wie viel jemand auf dem Arbeitsmarkt tätig wird. Genau das versucht die Politik aber gesellschaftpolitisch. Sie verfolgt linke Gesellschaftspolitik. Es geht nicht darum Familien mit Kindern zu unterstützen. Wollte man das, gäbe es die Möglichkeit das Kindergeld zu erhöhen. Es gäbe die Möglichkeit Familien mit Kindern stärker steuerlich zu entlasten. Es gäbe die Möglichkeit, die Rentenbeiträge endlich stärker von der Kinderanzahl abhängig zu machen, denn darauf basiert unser Rentensystem, nicht auf den Anteil des Lohnes, den wir vermeintlich für unsere eigene Rente abführen. Nein, das tut man alles nicht. Man will, dass Frauen verstärkt am Arbeitsmarkt tätig sind, das ist das Ziel. Man will diese Entscheidung nicht frei den Familien überlassen, man will sie per finanzielle Anreize dazu „zwingen“. Deshalb unterstützt man die Familien nicht direkt frei finanziell, sondern man gibt ihnen „Sachleistungen“, die der Staat aus seiner eigenen paternalistischen Perspektive als gut erachtet.

        Ich bin absolut dafür, dass man das Betreuungsgeld abschafft. Ebenfalls abgeschafft gehören allerdings auch die staatlichen Subventionierung von Kinderkrippen. Dieses Geld sollte man dafür verwenden entweder das Kindergeld zu erhöhen oder den Ansatz der Sozialsysteme (die strikte Trennung zum Staatshaushalt gibt es ohnehin nicht mehr) zu wählen. Dann können die Familien das Geld frei verwenden. Für eine Krippe, für eine Tagesmutter oder aber dazu ihr Kind selbst großzuziehen.

      • Sie sollten meine Aussage genauer lesen. Es ging um die Kinder, nicht die Eltern. Die Interessen der Eltern und Kinder müssen nicht identisch sein, wobei in der Regel trotzdem die Eltern die Interessen ihrer Kinder am besten vertreten, jedenfalls besser als der Staat, der höchstens die Einhaltung eines Minimalniveaus einfordern kann. Im Übrigen sagt „am meisten“ nichts über das absolute Niveau aus, sondern nur, dass die anderen Gruppen weniger davon profitieren.

  3. Als Liberaler lehne ich jegliche staatliche Unterstützung ab, es sei denn, sie ist für wirklich Bedürftige gedacht. Sinnvoller wäre es, den Bürgern weniger von ihrem Einkommen wegzunehmen, wie selbst die FAZ heute zu Recht kommentierte. Hier wäre es angezeigt, das System vom Kopf auf die Füße zu stellen: der „Staat“ nimmt den Bürgern zunächst einen erheblichen Anteil ihrer Einkünfte weg, um dann großzügig alle möglichen Gelder, wie z.B. das Betreuungsgeld, zu zahlen.

    Richtig wäre das Gegenteil, welches die AfD in ihren Anfängen propagierte, d.h. ein 25%-iger Höchststeuersatz. Almosen für Familien könnte man dann für wirklich Bedürftige auskehren.

  4. Bernd Lucke ist genial! Er wurde nicht gewählt, da gründet er sich eine neue Partei, wirbt der AfD Leute ab und klaut das noch nicht beschlossene AfD Programm.
    Und dann behauptet er einfach, die AfD sei islamfeindlich..
    Einfach ein ALFA-Mann, dieser Bernd Lucke! Hoffentlich hat er genug Geld für Ipsen-Gutachten ausgegeben, weil seine Satzung wirkt nicht sonderlich demokratisch und PartG-konform!

    Berlin (dts Nachrichtenagentur)

    Die AfD will ihren früheren Vorsitzenden Bernd Lucke wegen Diebstahls geistigen Eigentums verklagen. Das berichtet „Bild“ (Mittwoch). Grund ist, dass zentrale Passagen aus internen AfD-Programmentwürfen, unter anderem zum Islam in Deutschland, nahezu wortgleich in dem am vergangenen Sonntag beschlossenen Programm von Bernd Luckes neuer ALFA-Partei auftauchen.

    Der AfD-Sprecher Christian Lüth bestätigte „Bild“: „Es ist erstaunlich, wie viele Programmpunkte schlichtweg von unserem Programm kopiert wurden. Wir prüfen derzeit rechtliche Schritte wegen Diebstahls geistigen Eigentums.“ Tatsächlich heißt es in „Bild“ vorliegenden, internen Entwürfen für das neue, noch zu beschließende endgültige AfD-Parteiprogramm unter der Überschrift „Der Islam in Deutschland“: „Die AfD lehnt eine islamische Paralleljustiz nach den Regeln der Scharia ab, da sie unvereinbar mit dem Grundgesetz und unserer Rechtsordnung sowie unseren Wertegrundlagen ist.“ Im ALFA-Programm steht: „ALFA akzeptiert weder die Etablierung von Parallelgesellschaften, noch irgendeine Form einer Paralleljustiz nach den Regeln der Scharia, da sie mit dem Grundgesetz, unserer Rechtsordnung sowie unseren Wertegrundlagen unvereinbar ist.“ Eine weitere Passage aus dem AfD-Programmentwurf übernahm die ALFA-Partei fast ohne jede Änderung. Wörtlich steht dort: „Vielmehr gehört der Islam zu den Menschen islamischen Glaubens, die friedlich und integriert als Freunde, Nachbarn und Arbeitskollegen unter uns leben.

    Sie sind selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft, und ihnen gilt unsere Solidarität gegen alle pauschalen, undifferenzierten Angriffe gegen die Anhänger ihrer Religion.“ Im ALFA-Programm steht auf Seite 20: „Die Menschen islamischen Glaubens, die friedlich und integriert als Freunde, Nachbarn und Arbeitskollegen unter uns leben, sind Teil unserer Gesellschaft und ihnen gilt unsere Solidarität gegen alle pauschalen und undifferenzierten Angriffe.“

    Auch in den ALFA-Kapiteln „Sicherheit und Recht“ sowie „Bürgerrechte“ und „Bildung“ finden sich nahezu identisch formulierte und inhaltlich deckungsgleiche Passagen. Der stellvertretende AfD-Bundessprecher Alexander Gauland sagte zu „Bild“:

    „Offensichtlich fällt Bernd Lucke nichts ein, deswegen klaut er die Themen von der AfD. So habe ich mir eine Partei gegründet von Bernd Lucke vorgestellt. Ich frage mich: Wieso sind wir angeblich in seiner Meinung nach so rechts, wenn er von uns alles abschreibt?“ Tatsächlich hatte Lucke seinen Austritt aus der AfD und die anschließende ALFA-Gründung unter anderem damit begründet, dass die AfD inhaltlich „entgleist“ sei und dabei vor allem „islam- und ausländerfeindliche Ansichten“ in der AfD ins Feld geführt. Lucke reagierte auf „Bild“-Anfrage überrascht auf den Plagiatsvorwurf. Er wisse lediglich, dass die gemeinsam mit ihm von der AfD zu ALFA gewechselte, frühere bayerische AfD-Politikerin Ulrike Schürt sowohl am AfD-Programmentwurf als auch am ALFA-Programm mitgeschrieben habe: „Das, was möglicherweise wortgleich auch in AfD-Papieren auftaucht, ist zu AfD-Zeiten offenbar von Frau Schütt geschrieben worden, und jetzt gehört Frau Schütt eben zu ALFA“, sagte er zu „Bild“.

    In § 12 („Geistiges Eigentum und Vertraulichkeit“) des AfD-Leitfadens zur Programmarbeit, der „Bild“ vorliegt, ist jedoch festgelegt, dass die schriftlich niedergeschriebenen Ergebnisse aus den Programmpapieren „geistiges Eigentum der Alternative für Deutschland“ seien.

    Bereits am Montag hatte der Verein „Aktion Lebensrecht für Alle“, der sich abgekürzt ALfA nennt, Klage wegen einer Namensverletzung gegen Luckes neue Partei angekündigt. Der Autobauer Alfa Romeo überlegt nach eigenen Angaben ebenfalls den Gang vor das Gericht. „

      • Geistiges Eigentum an Formulierungen gibt es natürlich auch, wenn sie in Parteiprogrammen stehen. Hier einfach wortwörtlich zu kopieren, ist ja wohl peinlich und illegal. Eine Klage der AfD hätte meiner Ansicht nach sehr viel mehr Hand und Fuß als eine des Lebensrechtsvereins Alfa.

      • Gegen welche konkrete gesetzliche Regelung soll es verstoßen, wenn eine Partei Forderungen von einer anderen kopiert? Was ist bei Programmentwürfen, die noch gar nicht Programm sind? Was ist dann, wenn die persönlichen Urheber die Partei wechseln?

      • So ist es. Ich kann meine geistige Kompetenz, die ich gerne der AfD überlassen habe, nicht zurückklagen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es viel oder wenig war.

    • Es ist irrelevant, dass Schütt inzwischen zum neuen Lucke-Wahlverein gehört, denn die Teile des Wahlprogramms hat sie nun mal damals für die AfD verfasst, die damit die Rechte daran innehat. Nebenbei, dass die Programme sich so sehr ähneln, zeigt wieder mal, dass Lucke nicht aus programmatischen Gründen die AfD verlassen hat, sondern einzig, weil er über sich nur den Himmel ertragen kann, aber keinen anderen Parteiführer.

      Übrigens ist das Programm sicherlich nicht die einzige AfD-eigenen Info, die Lucke und seine Trümmertruppe schon Monate vor der Abspaltung für weitere Verwendung eingesteckt hat. Man darf davon ausgehen, dass auch die komplettte Mitglieder- und Interessentendatei darunter ist, ebenso Adressen von Veranstaltungsorten, Kontaktdaten in Ämtern zur Einholung von Genehmigungen usw.

      Lucke et al sind charakterlos und haben keinen Anstand, aber wenn man sich die Figuren so ansieht, wundert das nicht.

      • Diese Plagiat Thesen sind so was von absurd, ja lächerlich. Wie ein Ehepaar dass sich bei Scheidung um die Tischdecke streitet. Mann oh Mann, gibt es nicht wesentliche andere Probleme ?

        Bedenkt die AfD auch mal, was 95 % der Bürger so dazu denken ?

        Eigentlich ist es ehr ein Grund mehr die AfD nicht zu wählen, zeigt sie doch, dass man die gesetzlichen Rahmenbedingungen in der BRD argumentativ so beugt und bricht um ein Recht zu bekommen, das jeglicher Grundlage zuwider spricht.

        Augenscheinlich haben sich bei der Alfa-Einheit bis jetzt ca. 1700 Personen registrieren lassen. Also erst weniger als die Hälfte der Weckruf Anhänger. Das finde ich schon spannend, deckt sich doch diese Zahl mit den Aktiven vor Ort in Essen.

        Mich bewegt immer mehr der Gedanke, ob man nicht einen „Bund der Nichtwähler“ gründet. Wäre das nichts für Sie Herr Dilger. Sprecher so eines „Bundes“ zu sein ? Der Bund der Steuerzahler spricht auch für alle Steuerzahler, ohne das alle dort Mitglied sind.

        Ich erhebe auch keinen Anspruch auf „Geistiges Eigentum“ meiner Ideen. Sie dürfen die gerne nutzen^^.

      • Es ist schon putzig, da brachen und brechen Lucke und sein persönlicher Wahlverein alle Regeln des guten Anstands und anzunehmenderweise auch Gresetze, und Sie meckern über die AfD, die Notwehr gegen dieses Tun betreibt. Gründen Sie nur eine Partei der Nichtwähler, nit von Beiträgen wie Ihrem oben könnten auch Nichtdenker angesprochen werden.

      • An Ihre Stelle und mit Ihrem Benehmen wuerde ich hier nicht ueber Anstand und Character viel blödsin schreiben. Stuttgarter Zeitung und Ihre Beiträge geben genug Einblicke über Ihren politischen Stil. Betrachten Sie sich ruhig manchmal , bevor Sie schreiben, im Spiegel. Wer über Politik redet weiss, ALFA ist für viele Ex-AfD Mitglieder die letzte Chance gewesen um AfD organisiert zu verlassen, ohne eine Idee Nationalchauvinisten und Mob zu überlassen.

        Es wird unvergessen bleiben mit welchen, fast Mafia- Methoden, gegen Prof. Lucke und gemässigte Mitglieder die Stimmung gemacht wurde. Mit welchen Tricks wurde fast täglich versucht Weckruf-Gründung und BPT in Essen zu verhindern und Andersdenkende zu kriminalisieren. Sie haben es aber nicht geschafft und weil sie entlart sind und ALFA gegründet ist, verbreiten Sie jetzt hier Lügen und Unterstellungen, auch wenn völlig off-topic!

  5. Von Konservativerseite fordern gewisse Leute jetzt, dass Karlsruhe auch das Kita/Krippenprogramm für Verfassungswidrig erklärt. Hat dies eine reelle Chance oder ist der Fall dort anders zu betrachten?

  6. Ich will aber auch noch gerne was zum eigentlichen Thema sagen. Als juristischer Laie erschließt sich mir das Urteil des BVerG nämlich ganz und gar nicht. Das Betreuungsgeld ist also Ländersache, weil die Stärkung der Wahlfreiheit von Vater und Mutter, ob sie lieber arbeiten wollen oder ihr Kind zuhause betreuen wollen, kein legitimes Ziel des Bundes ist. Dagegen ist laut BVErfG die Förderung der Erwerbstätigkeit von Frauen durch Kita-Plätze ein ganz legitimes Ziel des Bundes. Also der Bund darf in dem Bereich etwas machen, wenn es in die eine Richtung geht, aber nicht, wenn es in die andere Richtung geht. Ob das jetzt noch etwas mit dem Grundgesetz zu tun hat oder allein die persönlichen Präferenzen der Verfassungsrichter sind?

  7. Die Kitabetreuung pro Kind kostet den Städten „monatlich“ pro Kind in etwas das,was eine Frau netto beruflich nach Hause bringt.Die Kitabeiträge der Eltern sind nicht kostendeckend.

    Warum steckt man also Kinder in die Krippe,wenn das so teuer ist.

    Weil das,was die Frauen berufstätig erwirtschaften höher ist an Wert,als die Kitakosten oder ihr Monatsverdienst.

    Es geht hierbei nicht um die Entlastung von Familien oder gar um Chancengleicheheit im Berufsleben.Es geht darum inwieweit berufstätige Frauen das BIP ankurbeln.
    Wie in der DDR – ergänze ich mal.

    Blöderweise kann eine Frau mit Kindern in der Krippe und einem Fulltime Job keine drei Kinder mehr haben,es reicht meist nur für eines.

    Die zukünftig fehlenden Arbeitskräfte werden importiert,das schafft dann gesellschaftliche Spannungen.

    Ich finde das jetzt nicht mehr,aber die Kosten pro Kind und Kitaplatz sind nach meinen Recherchen für die öffentliche Hand höher,als der monatliche Verdienst einer Verkäuferin bei von mir aus bei Aldi.

    Warum also nimmt man die Kinder in die Krippe und läßt die Frauen arbeiten.

    Na warum wohl !

    • „Warum steckt man also Kinder in die Krippe, wenn das so teuer ist.“ Ganz einfach: weil deren Mütter keine Lust haben, daheim vor Langeweile zu versauern. Und das müssen wir akzeptieren, denn deshalb bekommen sie ja keine Kinder mehr. Ich habe ein Jahr Elternzeit genommen und kann bestätigen, dass das nicht wirklich intellektuell und sozial befriedigend ist.
      Im Übrigen geht die Diskussion am Thema vorbei. Ohne mehr Kinder hat unsere Gesellschaft keine Zukunft. Wer dachten Sie denn, soll die Rente bezahlen? Die Inder? Weil Sie den Kita-Beitrag sparen wollen und lieber auf Kinder verzichten? IMHO ist es müßig über Kita-Beiträge zu diskutieren, während unsere Gesellschaft verschwindet.
      Als Lektüre empfehle ich Birg „Die alternde Gesellschaft“.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s