Löschen von AfD-Verbindungen

Nach meinem Parteiaustritt (siehe ‚Petrys Pyrrhussieg und mein AfD-Austritt‘) gab es noch einige Stellen im Internet zu korrigieren. Ich kann mich nicht erinnern, dass es nach meinem FDP-Austritt so viel zu tun gab.

Bei Facebook habe ich alle AfD-Gruppen verlassen. Einigen wurde ich gleich wieder beigefügt, die sich aber inzwischen wohl selbst von der AfD abgewandt und umbenannt haben. Doch ich finde es immer noch unheimlich, dass man bei Facebook ungefragt Gruppen hinzugefügt werden kann. Bei XING hat sich die AfD-Gruppe selbst aufgelöst. Bei Wikipedia hat gleich am Abend meines Austritts jemand diesen richtig vermerkt, so dass ich mich darum nicht selbst kümmern musste. Beim Pluragraph habe ich kürzlich die Kategorie AfD ausgetragen, in der ich wegen anderer Austragungen (z. B. von Bernd Lucke) bereits auf den zehnten Platz vorgerückt war (immerhin bin ich bei den Blogs noch auf Platz 29). Bei Gmail habe ich noch eine dritte Adresse eingerichtet, nämlich dilger.alexander@gmail.com, wobei von den alten Adressen mit AfD-Bezug die Mails noch weitergeleitet werden.

Was wegen laufender Spiele noch existiert, ist mein Name ‚AfD bei Schacharena‘. In 127 Partien habe ich mich auf 1727 Punkte (vom Anfangswert 1500) hochgearbeitet, indem ich 56 % gewann und nur 35 % verlor bei 9 % remis. Vielleicht melde ich mich dort dann wieder unter anderem Namen an. Fällt Ihnen sonst noch etwas ein, wo ich eine Verbindung zur AfD löschen muss?

27 Gedanken zu „Löschen von AfD-Verbindungen

  1. Hat jemand seine Bestaetigung des Austritts bekommen? Ich noch nicht. Emails von LV und KV kommen noch immer weil ich mich nur bei der Bundesgeschaeftsstelle abgemeldet habe, jetzt mit Info an LV auch.

    • Die Bundesgeschäftsstelle ist nicht die richtige Adresse für den Austritt (höchstens im CC), sondern je nach Landesverband der Landesverband selbst oder der Kreisverband (am besten beide zugleich anschreiben). Meine Austrittsbestätigung kam vorgestern, übrigens dann doch von der Bundesgeschäftsstelle. Ich hätte gedacht, dass Herr Pretzell diese binnen Stunden direkt nach meinem Austritt veranlasst, weil sich dieser zwischenzeitlich noch zurücknehmen lässt.

      • Bei mir klappte die Kündigung auch über die Bundesgeschäftsstelle. Dort scheint man aber nicht mehr nachzukommen: Heute schreibt die hiesige Regionalzeitung, dass im KV Borken 20% der Mitglieder ausgetreten sind. Mir sind aber schon etwa die doppelte Anzahl von Ausgetretenen bekannt.
        Viele Gliederungen schaffen es auch (mangels personeller Potenz?) nicht, ihre Internetauftritte zu bereinigen. Bei den KV Recklinghausen und Borken sind z.B. auch bereits schon ausgetretene frühere Vorstandsmitglieder noch verzeichnet. Und die AfD-Gruppe im LWL präsentiert nach wie vor ihren bereits Anfang Mai ausgetretenen Gruppenvorsitzenden.

    • @Ivan de Grisogono

      Ist eben wie mit dem Finanzamt oder der IHK – einmal angemeldet, kann man nicht mehr austreten. 😉

  2. Ja, Schach ist geduldig, 1995 hatte die DDR bei der zehnten Fernschach-Olympiade noch mal Bronze geholt.

    • Online-Fernschach geht zwar schneller, ist aber eben doch Fernschach. Bei Schacharena hat man pro (Halb-)Zug eine Woche Zeit. Vielleicht spiele ich noch mit dem Namen, wenn es die AfD gar nicht mehr gibt. Doch die Abkürzung könnte ja auch für etwas anderes stehen. Der Werbeeffekt war jedenfalls gering und mich hat kein unbeteiligter Mitspieler auf die Partei angesprochen, sondern es kamen nur umgekehrt Parteimitglieder von außen, die sich dann für ein Spiel dort interessierten.

      • Bei mir hätte der Werbeeffekt fast funktioniert, allerdings auch mehr über den Blog hier als über Schacharena. Und es waren m. E. auch spannende Spiele ;-). Lässt sich der Name nicht über eine E-Mail an den Betreiber der Schacharena ändern? Wäre doch Schade um die Fortschritte und die Historie. Vielleicht wäre es ja einen Versuch wert?!

      • U. a. meinte ich Sie damit, dass Personen sich von außen wegen Schacharena meldeten statt umgekehrt. Ich kann einmal anfragen, ob man meinen Usernamen ändert. Vermutlich will man das grundsätzlich nicht. Meinen Punktwert sollte ich relativ schnell wieder erreichen können. Ich könnte sogar mogeln und gegen mich selbst spielen, was ich aber eigentlich nicht möchte.

  3. Ich hatte schon vermutet, dass es so gemeint war. Aufgrund der aktuellen Entwicklung bin ich allerdings auch froh, dass ich mich entschieden habe, noch abzuwarten.

    Für die Punkteentwicklung stehe ich aber gerne zur Verfügung, hätte dabei aber nichts freiwillig zu verschenken ;-).

    • Das haben Sie richtig entschieden. Auch bei der neuen Partei sollten Sie abwarten, wie sich diese entwickelt.

      Bei einem neuen Namen möchte ich nichts geschenkt, sondern alle Punkte ehrlich erspielen. Umgekehrt könnte ich Ihnen vielleicht Punkte von dem AfD-Account schenken.

      • Das ist sehr nett, aber auch ich habe es in dieser Hinsicht nicht so mit Geschenken. Lieber ehrlich verloren als geschenkt gewonnen!

      • Von geschenkten Wertungs- Punkten hat man beim Online-Schach ja eh nichts.
        Dann hat man durch die Geschenke viel mehr ELO-Punkte als die wahre Spielstärke und wenn man gegen Spieler mit der gleichen ELO-Zahl spielt, verliert man dauernd.
        Die Spielstärke ändert sich kaum beim Schach, weiß ich als langjähriger Vereinsspieler, Ist praktisch bei allen durchschnittlichen Schachvereinsspielern so, mal 100 ELO mehr oder 100 ELO weniger, ( selbst so eine Schwankung kommt nicht so oft vor) also man wird weder besonders besser noch schlechter. Ausnahmen sind sehr junge Spieler oder ältere Spieler die durch Krankheiten geschwächt sind.

      • Das gilt, wenn man seinen richtigen Wert erreicht hat. Am Anfang kann man jedoch stark gewinnen (oder verlieren), bis man dort ist. Selbst nach 127 Partien geht der Trend bei mir noch leicht nach oben (mein Maximum von 1745 habe ich allerdings gerade wieder verlassen).

  4. Peinlich sind immer Politiker, die sich vor einem Schachbrett fotografieren lassen, wo auf dem Brett ein völlig unmögliche Stellung zu sehen ist.

    Jörg Haider als Denker “ Nr. 27: Blaues Wunder (20.4.03)“

    http://www.schachimedes.at/html/tagebuch3.htm

    Auf schachimedes gibst aber noch andere Beispiele. Vielleicht gibst solche Fotos von Oberdenker Lucke auch.

  5. Nacdem Ihnen Christian Lindner die rote Karte gezeigt hat, beneide ich Sie nicht. Sie sind nun bald in der dritten Partei Ihres Lebens, was Sie natürlich bei öffentlichen Wahlen erklären müssen. Auch wegen unserer „pluralistischen“ Presse beneide ich Sie nicht. Ich empfinde auch keinerlei Schadenfreude, nicht bei Ihnen. Mit Ihrer Absetzung als Landesvorsitzender der AfD war ich damals nicht einverstanden. Nur eines möchte ich Ihnen noch sagen: Sie hatten ja erklärt, Frauke Petry sei keine Integrationsfigur. Tatsache ist jedoch, – und Sie waren ja am am Juli auf dem Bundesparteitag der AfD -; daß Frauke Petry vor ihrer Wahl ausdrücklich erklärt hatte, die Partei solle nach wie vor für Konservative und Liberale da sein. Und nachdem Sie als erstn Stellvertreter Jörg Meuthen vorschlug, habe ich auch keinerlei Zweifel, da? sie es damit ernst meint.

    Sie sagten, Frauke Petry sei keine Integrationsfigur. Aber der Weckruf hatte, – selbst wenn m,an seine eigenen Angaben zugrunde legen wollte – gerade man 4.000 Mitglieder. Alle anderen von den ehemals 22.000 Mitgliedern der AfD eint Frauke Petry wie niemand sonst! Aber Sie ignorieren ja auch, wer den ganzen Streit angezettelt hatte. Wenn jemand wie Hans-Olaf Henkel öffentlich erklärt, er wolle die Partei „von Elementen säubern“, was eine stalinistische Rhetorik ist, erscheint doch nachvollziehbar, daß er sich damit „Freunde“ geschaffen hat!

    Ich bedauere Ihren Weggang aufrichtig, denn wir hätten Sie ganz bestimmt nicht rausgedrängt, auch wenn private Schiedsgerichte ohne Berufungs- oder Revisionsmöglichkeit jetzt noch nicht einmal mehr der Bilderberger Sigmar Gabriel fordert!

    • Falls Sie mich meinen, ist wohl doch noch einmal eine Klarstellung nötig: Ich wurde als Landesvorsitzender nicht abgesetzt, war bewusst nicht im Weckruf und werde auch der neuen Partei von Herrn Lucke, die voraussichtlich morgen gegründet wird, nicht beitreten. Wenn ich zurück zur FDP wollte, rechne ich nicht mit Problemen trotz der Worte von Herrn Lindner, der jedoch ein wesentlicher Grund ist, warum ich nicht zurück will. Wenn sich die AfD tatsächlich noch einmal fangen sollte, begrüße ich das. Deutschland benötigt eine seriöse eurokritische Partei. Allerdings fürchte ich, dass es durch die Spaltung demnächst nicht zwei davon geben wird, sondern gar keine.

      • Sie wollen nach wie vor nicht zur Kenntnis nehmen, wer diesen Streit angezettelt hatte: Lucke und Henke ohne jede Not. Ihnen hatte doch niemand etwas gewollt! Frauke Petry, Alexander Gauland, Beatrix von Storch, Markus Pretzell und die Anderen waren doch immer zu einer Zusammenarbeit bereit und haben das auch öffentlich erklärt. Lucke und Henkel haben die AfD an den Rand der Katastrophe gebracht. Das weiß auch die breite Mehrheit der Mitglieder. Deswegen ist Lucke auf dem Parteitag ausgebuht worden und nicht aus jenen Gründen, welche Sie angenommen haben! Übrigens war der Ruf „Petry Heil“ eine Provokation von Weckruf-Leuten, genau so demagogisch wie das April-Interview von Hans-Olaf Henkel.

      • Das war doch jetzt überhaupt nicht das Thema. Mit Herrn Pretzell ist keine echte Zusammenarbeit möglich, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, auch wenn er öffentlich alles Mögliche erklärt, wenn ihm das gerade nutzt. Mit Frau Petry war das zumindest zuletzt auch so.

    • Ein Denkfehler! Die restlichen rund 17000 Mitglieder sind nicht automatisch Anhänger des neuen Rechtsruckes und noch weniger fasziniert von Frau Petry. Viele Mitglieder sind seriös aber unentschlossen, viele warten noch ab. Sollte Weckruf mit einem gutem Start glänzen, werden wahrscheinlich weitere Mitglieder Rumpf-AfD verlassen.

      • Es werden noch Tausende die AfD verlassen, ganz unabhängig von der Entwicklung der neuen Partei. Zugleich gibt es auch Neueintritte, die die AfD aber noch weiter verschieben. Frau Petry müsste schon sehr hart gegen ihre bisherigen Unterstützer durchgreifen, um den Trend noch umzukehren oder auch nur zu stoppen.

  6. Den „neuen Rechtsruck“ hat doch gerade Frauke Petry ausdrücklich verneint. Und nachdem Bernd Lucke mit seiner Kader-Partei die Hosen runter gelassen hat, kann doch jeder den wahren Grund der Auseinandersetzungen erkennen.

  7. Pingback: AfD bei Schacharena gelöscht | Alexander Dilger

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