Lucke wird austreten und wohl neu gründen

Bernd „Lucke tritt aus der AfD aus“, wenn auch erst am Freitag. Das ist aber noch nicht alles, denn Luckes Weckruf spricht sich mehrheitlich für Parteigründung aus“. Herr Lucke schreibt dazu: „Ob es wirklich zu einer Neugründung im Sinne einer Wiedererrichtung der AfD der Gründungszeit kommt, steht aber noch dahin.“ Ich gehe davon aus, dass es dazu kommt, werde mich aber nicht daran beteiligen. Die AfD ist gescheitert und sollte nicht wiedererrichtet werden. Wenn überhaupt, wäre die Gründung einer ganz neuen und anders aufgestellten Partei sinnvoll, über die man jetzt aber auch noch nicht konkret nachzudenken braucht, solange die „Wiedererrichtung der AfD“ betrieben wird. Wer sich daran beteiligen möchte, sollte sich übrigens beeilen und unter „Neustart 2015“ registrieren.

215 Gedanken zu „Lucke wird austreten und wohl neu gründen

    • Ich werde warten. Der Grexit fällt uns hoffentlich auch so in den Schoß, obwohl die AfD zu dem Thema nicht mehr auftaucht. Wenn nicht, lohnt vielleicht doch noch der schon länger angedachte Anti-Euro-Verein.

      • Die Idee eines Anti Euro Verein könnte mit einr neuen Partei kombiniert werden.

        Angenommen eine Partei wäre der Kern der politischen Hsandlungen. Abgeordnete in Parlamente zu bringen und die Bürgerbewegungen, Vereine mit Partei konformen Forderungen würden als Fördervereine vernetzt und die guten Vertreter der Vereine bei Wahlen auf Listen der Partei ein Einzug in Parlamente ermöglicht, könnte eine Basisdemokratie verschiedenster Strömungen möglich werden.

        So könnten Sie mit diesem Verein in einer Partei Themen bearbeiten und so Fachkompetenz auch in Gleiderungen der Partei darstellen durch Vorträge.

        Ein weitere Aspekt ist, dass in solchen Themenvereinen intensiver und fachlicher Thesen erarbeitet werden können als in einer Partei mit den zig Themen.

        Ich könnte mir auch einen Medienverein vorstellen, wo z.B. ein Herr Meister und andere Medienwissende ihr Wissen einbringen. sachgerechte Forderungen kommunizieren.

        Wäre es nicht gut, wenn eine Gliederung angesprochen auf Euro auf den Experten des Verein verweisen kann. Kompetenz pur ? Oder beim Thema „Lügenpresse“ oder GEZ auf einen Medienvereinexpertn ? Regionale Zeitungen
        durch Fachkompetenz entlarven ?

        Ist es nicht das was gebraucht wird. Wissen, Fachleute in der Politik ?

      • Ja richtig, Lucke und Konsorten haben sich bis Essen lieber um innere Spaltung als um den politischen Gegner gekümmert. Zudem, warum soll der Mann, der auch an seiner eigenen Unfähigkeit gescheitert ist, zukünftig erfolgreich sein?

      • @Snofru Was sollen ihre peinlichen Kommentare? Herr Lucke und Co. kümmern sich bis heute um die Euro-Themen…Petry und Co. sind dagegen seit Monaten nur durch ihre bundesweite Werbetouren für einen Sturz aufgefallen…

    • Eine neue (aber auch alte) Partei sollte in jeglicher Hinsicht möglichst gut aufgestellt sein. Das war die AfD offensichtlich nicht, denn sonst wäre sie nicht gescheitert. Wie kann man dann ernsthaft eine Wiedererrichtung planen?

      • Sorry, aber das ist jetzt so weit weg von der Realität dass selbst mir dazu kaum noch was einfällt. Die AfD ist nicht gescheitert, weil Herr Lucke, Herr Starbatty oder Frau Trebesius dabei waren, sondern an Petry, Gauland und Höcke. Das wissen Sie selbst, denn sonst hätten Sie sich nicht für Lucke stark gemacht. In dem Fall fungiert die Abspaltung als ein Filter- und Reinigungsprozess, bei dem der ungesunde Teil im Leichnam verbleibt, während der Schmetterling die Larve verlässt. Diese Neugründung ist also automatisch besser aufgestellt.
        Es ist völlig unklar, wieso Sie sich für Henkel, Starbatty und Lucke stark gemacht haben und jetzt erzählen, das seien alles Taugenichtse.
        Sie haben auch die Frage nicht beantwortet, sondern eine eigene Frage zurückgegeben. Dies zeigt, dass Sie keine Idee haben, wer das sein soll und wie dieses Personal zu gewinnen wäre. Sie können ja mal versuchen, Herrn Schäffler oder Herrn Tichy für Ihren Anti-Euro-Verein zu gewinnen. Bereits das werden Sie nicht können, obwohl es da um nicht mehr geht, als sich im stillen Kämmerlein bei Kaffee und Kuchen gegenseitig zu erzählen, dass man den Euro nicht mag.
        Als hochkarätiges Führungspersonal schwebt Ihnen wahrscheinlich ein Alexander Dilger vor; und als thematische Ausrichtung eine FDP ohne Euro, eine Alternative für Dilger. Denn „möglichst gut“ ist keine Antwort und allenfalls taugen Ihre privaten Präferenzen, um diese Aussage zu entschlüsseln. Eines sage ich Ihnen: Wenn Trebesius oder Lucke unqualifiziert sind, weil die AfD sich in Essen von ihnen abgewandt hat, dann sind Sie es als Ex-AfD-Mitglied, Ex-Sprecher, Ex-EU-Listenkdanidat und Ex-Vorstandsbewerber erst recht. Es ist Ihre Logik, nicht meine; und wenn man Ihrer Logik folgt, dann gibt es keinen Grund, Ihrem politischen Urteil zu lauschen und/oder es für besser als das von Weckruf-Mitgliedern zu halten. Ein klassisches Eigentor also.

      • Ihre Beleidigungen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Herr Lucke mit genau den Leuten vor gut zwei Jahren gestartet ist, die ihn jetzt gestürzt haben. Warum glauben Sie, dass es in zwei Jahren nicht ähnlich kommt, wenn alles wiederholt werden soll? Es ist völlig müßig, jetzt über Alternativen zu diskutieren, da einmal mehr ein unsinniges Projekt alle besseren verdrängt.

      • Herr Dilger, ich denke es ist nicht die Wiedererrichtung der AfD. Ich sehe hier
        ehr den Wiederaufbau einer Idee mit den Erfahrungen in der AfD.

        Es wird die gleiche Idee sein, aber anders im Aufbau. Ein gescheitertes Experiment, in der Wissenschaft oft zu erleben, wird durch kleine Veränderungen dann doch zum Erfolg.

        Genau diese Veränderungen müssen gemacht werden. Da können Sie sich einbringen.

      • „Neugründung im Sinne einer Wiedererrichtung der AfD der Gründungszeit“ sind nicht meine Worte. Welche Veränderungen sehen Sie? Ich sehe leider nur völlige Lern- und Beratungsresistenz. Man könnte es besser machen, macht es aber nicht.

      • Herr Prof.Dilger, Sie fragen:

        Welche Veränderungen sehen Sie?

        Öffentlich ist es nicht so geeignet dies in einem Blog zu thematisieren. Sie haben ja zu vielen der Interessierten einen persönlichen Kontakt. Auch ich würde Ihnen in einem email Dialog sicherlich antworten und Ratschläge nutzen bei meiner Meinungsfindung.

        Zumindest kann ich mit meiner Erfahrung von Parteileben und Satzungs-Fallstricken mögliche Risiken thematisieren.

        Das ich aus der Offensive D 47 Aktenordner Schiedsgericht und Mitgliederdatenbänken über ein großes Wissen verfüge, dürfte kein Geheimnis sein. Ob dies Wissen hilfreich ist, muß abgewartet werden.

        Gegen zwei Personen läuft nun vom Staatsschutz in Hamburg ein Ermittlungsverfahren. 7101 Js 453/15 und 7101 Js 442/15.

        Ich zeige also wie man Verleumdungen, Üble Nachrede, Lügen und persönliche Ehrverletzungen beantwort.

        Auch dies kann dem ein oder anderen dann helfen sich zu wehren Was sich Prof.Lucke und andere haben gefallen lassen, unfassbar. So tollerant bin ich nicht. So viel Nachsicht gibt es brei mir nicht. Auch hier vielleicht eine Änderung im Umgang mit dem Pöbel.

      • Die Petry-AfD ist nicht mehr die Professorenpartei. Der mit den Austritten verbundene Qualitätsverlust ist nicht zu übersehen. Doch ob dies ein Scheitern bei der Bundestagswahl 2017 bedeutet, muss erst abgewartet werden.
        Der Migrationsdruck ist für die Bürger ein wichtiges Thema. Und dieses wird von der Petry-AfD verstärkt angesprochen. Auch sollte man bedenken, dass Frau Petry mit 60% Zustimmung in Essen relativ fest im Sattel sitzt.

      • „Migrationsdruck“ wird auch von NPD und PRO NRW angesprochen. Nur mit Parolen kann man jedoch keine realen Probleme lösen, was die meisten Wähler wissen. Innerhalb der AfD verwandeln sich die 60 % von Essen durch die Austritte in nahezu 100 %. Diese bleiben jedoch nicht harmonisch zusammen, sondern werden sich untereinander zerstreiten. Insbesondere wird Frau Petry jetzt selbst von rechts unter Druck geraten.

      • Für die jetzige Neugründung spricht im Moment, dass es noch die Netzwerke gibt sowie einen Bekanntheitsgrad von Herrn Lucke. Es gibt zumindest nochmal einen medialen Effekt. Bei einer späteren Neugründung sehe ich die Gefahr, dass dies einfach verpufft. Wenn man den Erfolg einer Partei am Reissbrett planen könnte, hätten wir mehr erfolgreiche Parteien.
        Die Eurokrise ist immer noch akut. Griechenland verzögert ja sehr geschickt alles heraus. Eine vernünftige Euro-Kritik ist immer noch notwendig, um noch größeres Unheil seitens der GROKO zu vermeiden. Es ist unsicher, ob die AFD hier noch Kompetenz besitzen wird. Herr Lucke hat sie. Es schon ein Erfolg, wenn Druck erzeugt wird, um noch weiteren Unsinn zu vermeiden.
        Ein weiter so sehe ich auch nicht. Eine Fehleranalyse muss gemacht werden. Es macht nicht nur einer Fehler, wenn die Sache mit so einem Knall wie in Essen endet. Aber nur aus Fehlern lernt man. Dazu muss man sich auch die Fehler eingestehen können.

      • Herr Dilger
        ist denn die AfD wirklich gescheitert? Ich denke das wird erst die Zukunft zeigen.
        Herr Lucke hatte ganz einfach zu große Angst vor der medialen rechten Ecke. Ich erinnere daran, wie Lafontaine gegen die Zuwanderung in unsere „soziale Hängematte“ gewettert hat. Es gab keinerlei öffentlichen Aufschrei. Offensichtlich dürfen die Linken Themen ansprechen, die man bei definiert Rechten mit der Nazikeule bekämpft. Wer sich so leicht von seinen Gegnern in die Enge treiben läßt, ist wohl für den politischen Alltag nicht sonderlich gut geeignet. Vielleicht sollte man ganz einfach mal klar und vor allem schriftlich (Parteiprogramm) definieren, was Rechts bedeutet und wo die Grenze zu radikal Rechts liegt. Das GG gibt ja eigentlich schon vor, wie weit links oder rechts man sein darf.

  1. Bernd Lucke ist ja in erster Linie an seinem Führungsstil und an seinen katastophalen machtpolitischen Fehlern gescheitert. Das wird in einer neuen Partei nicht anders sein.
    Lucke kann es nicht. Er kann keine Partei führen. Er hat es wohl auch nicht begriffen und wirkt wie von Sinnen bei allem, was er seit Samstag der Presse gegenüber äußert.

    Warum nur wollen die anderen Weckrufer, dass eine neue Partei gegründet wird und Bernd Lucke diese Partei führen soll? Haben Sie nicht erkannt, dass sie mit Lucke auf das völlig falsche Pferd setzen? Selbst Kölmel oder Trebesius könnten es besser…

    Bitte schauen Sie sich auch noch mal seine Rede von Essen an. Anfangs waren die Pfiffe nur vereinzelt zu hören. Erst als er über den Weckruf („Der Weckruf will einen“) sprach, ist die Halle ausgerastet und alles ist eskaliert. Hätte Lucke sich demütig gezeigt, den Weckruf als Fehler bezeichnet und vor Ort die Auflösung angekündigt, er hätte das Ruder herumreißen können….. vorbei.

    Außer Lucke fehlt es auch an Leuten von Format und mit Erfahrung. Kölmel? Trebesius? Niemals. Sie fuhren immer im Kielwasser von Lucke. Ohne ihn wären beide nie ins Europaparlament gelangt.

    So kann es beim Neustart 2015 nur darum gehen, die AfD zu bekämpfen.
    Man spaltet und bekriegt sich selbst. Divide et impera. Das alte Spiel der bürgerlich-konservativ Parteien in Deutschland.

    Bernd Lucke ist als Politiker gescheitert.

    Was jetzt kommt ist Spaltung, Zersetzung und Zerstörung.
    In der Wirtschafts nennt man sowas wohl Kannibalisierung.

    Schafft es die AfD ohne Lucke und dem Weckruf nicht (was wahrscheinlich ist), dann war es das für die nächsten 10 Jahre mit Parteigründungen.

    Deutschland wird keine EU-kritische, euro-skeptische Partei haben.

    Die CDU wird über Jahre hinweg regieren (schwarz-grün oder schwarz-rot) und die Nachfolger von Frau Merkel werden das Projekt Europäischer Superstaat weiter forcieren.

    Vielen, die jetzt überstützt austreten, ist dies noch gar nicht bewusst.

    Einen Grexit wird es nicht geben. Am Wochenende kommt das dritte Hilfspaket. Merkel wird es im Bundestag durchpeitschen. Die Drohkulisse AfD ist zerfallen. Es geht für CDU/CSU nur darum, einige widerspenstige Abgeordnete einzufangen. Zur Not sorgen Linke und Grüne für die Mehrheit….

    Die Alternative für Deutschland war die letzte Chance für Deutschland.
    Bernd Lucke hat sie mit groß gemacht. Und jetzt zerstört er sie….

    Mir kommen die Tränen…

    • Die ursprüngliche AfD wird tatsächlich fehlen und die Union nicht mehr zum Maßhalten motivieren. Allerdings ist sie spätestens am Wochenende untergegangen. Sie dürfen ihr gerne nachweinen, doch das bringt sie nicht zurück. Von daher sind auch nicht die Austritte überstürzt, sondern höchstens die sofortige Neugründung.

      • Die Neugründung ist nicht überstürzt, sondern sollte so schnell wie möglich erfolgen. Solange die Situation um die alte AfD und die Austritte noch im Bewußtsein der Öffentlichkeit vorhanden ist, kann dies für eine neue Partei genutzt werden. Jetzt ist es für die politisch gelenkte Presse schwer, wieder mit der Rechtskeule, Ausländerfeindlichkeit etc. gegen die neue Partei anzuschreiben. Man kann darauf hinweisen, dass alles dieses in der alten AfD zurückgeblieben ist. Das kann ein nicht zu unterschätzender Reputations- uns Attraktionsgewinn sein. Insofern war der Weckruf eine nützliche Einrichtung, um zu verhindern, dass sich die ausgetretenen Mitglieder in alle Winde bzw. Parteien zerstreuen sowie die gewonnenen Erfahrungen von Mitgliedern in Parteiämtern zu nutzen.
        Wichtig ist „lessons learnt“: Die Analyse, was zum Scheitern beitrug und wie man es besser machen kann. Die Themen sind nach wie vor vorhanden und die Kompetenz auch.
        Also Herr Prof. Dilger – nicht beiseite stehen und beobachten, sondern sich aktiv beteiligen und beraten, wenn man weiß, wie man es besser machen kann.

      • Ich weiß nicht unbedingt, „wie man es besser machen kann“, aber zumindest, wie man es nicht machen sollte, nämlich wie beim letzten Mal. Doch alles, was ich bisher sehe und höre, ist eine Wiederholung bis hin zu den Details. Der einzige Unterschied wäre dann ein Austausch der engsten Mitstreiter von Herrn Lucke. Doch mit den damaligen, die jetzt die AfD übernommen haben, hat er sich in deren Anfangszeit auch ganz prima verstanden.

    • AfD wird gar keinen Einfluss auf Grexit haben, so oder so.
      Sie erklären nicht warum AfD ohne Prof. Lucke jetzt scheitern soll? Nach Ihre Philosophie müsste es jetzt aufwärts gehen?
      Weckruf setzt nicht nur auf Prof. Lucke, sondern auf Intellekt und Einsatzwille hunderter aktiver Unterstützer. Ausserdem es geht um eine eurokritische und wirschaftsliberale Idee und nicht um Populismus, Nationalchauvinismus und Mob. Daran ist Herr Lucke gescheitert weil seine Arbeit sabotiert wurde. Was er nicht hat ist Unanständigkeit, Härte, Diktatorische Züge. Diese Attribute sind bei seinem Gegnern im Überfluss vorhanden!

      Eine neue Partei kann Rumpf-AfD mit Aktivisten und Parolen-schreier ruhig in Zukunft ignorieren.

    • „Schafft es die AfD ohne Lucke und dem Weckruf nicht (was wahrscheinlich ist), dann war es das für die nächsten 10 Jahre mit Parteigründungen. “

      Warum gehen Sie davon aus, daß die AfD es ohne Lucke und dem Weckruf nicht schaffen wird? Ich denke eher, daß die AfD mit den beiden letzteren zwei Bremsklötze losgeworden ist, die sie daran gehindert haben, in den Augen der Bevölkerung eine echte Alternative zum politmedialen Einheitsbrei zu werden. Das sich die propagandistischen Sprachrohre unseres politischen Establishments natürlich auf diese neue Bedrohung der eigenen Deutungshoheit stürzen würden, war abzusehen. Aber allein schon die Online-Petition über den Austritts Griechenlands aus dem Euro, die der neue BuVo in den nächsten Tagen veröffentlicht, wird den Leuten eine Orientierung über den Kurs der AfD geben. Die Zustimmungswerte KÖNNEN eigentlich nur steigen.

      • @AD:

        Genau genommen sind da 3% Luft nach unten und (theoretische) 97% Luft nach oben. Wo ist das Problem?

      • Genau hinzusehen ist offenbar nicht Ihr Stärke: Da steht weder, dass ich Hoffnung hätte, dass die AfD eine liberale Partei wird (das war sie noch nie), noch steht da etwas von 100% („theoretische 97%“ ist nicht 100%).

        Und im Gegensatz zu Ihnen träume ich auch nicht den Weckrufer-Traum von einer zweiten konservativen Volkspartei, die der CDU die Mehrheit für eine Regierung ohne Rot und Grün beschafft.

      • Das Kompliment muss ich zurückgeben. 3 % plus 97 % sind immer noch 100 %. Aber Ihre Rechenschwäche erklärt natürlich auch manchen überzogenen Vorwurf gegen den Sozialstaat. Außerdem verbitte ich mir Ihre dauernden Unterstellungen. Sie wissen ganz genau, dass ich mit dieser neuen Parteigründung nichts zu tun habe. Sie treten da eher bei als ich.

  2. Ach Herr Dilger, zu den Regeln des Lebens gehören dauernde Veränderungen. Nur weil „Papst Lucke“ jetzt aus der AFD ausgetreten ist und eine neue Kirche mit seinen Jüngern gründet, ist die AFD nicht gescheitert, sondern hat sich als funktionierende demokratische Partei emanzipiert.

      • Die Chancen für den Bundestag werden sicherlich zukünftig auch von den
        Medien bestimmt, bzw. beeinflusst sein.
        Dies gilt sicherlich auch für eine Neugründung. Wobei man hier wohl an einer professionellen politischen Beratung, die richtiges Geld kostet, nicht vorbeikommt, ohne die selben Fehler erneut zu machen.

    • Ich halte es für klüger etwas abzuwarten als vorschnelle Schlüsse zu ziehen.

      Eine engagierte Parteifreundin aus Bayern (Unternehmerin) schrieb gestern:

      „Thema: neue AfD nach Lucke und Co. So, und hier ein Kommentar von mir, den die eingefleischten AfDler vielleicht nicht interessiert, aber alle diejenigen, die auf meine Seite aus Neugierde schauen und Infos haben wollen, die man eben nur von Insidern bekommt.
      Die AfD ist nun wieder das, was Sie ursprünglich nach Ihrer Gründung war: die Partei der Guten, der Wahrhaftigen, der Ehrlichen, der Unangepassten, der Gegen-den-Strom-Schwimmer, der Mutigen, der über dem Durschnitt Sozialen, der Demütigen, der Fleißigen, der Steuerzahler, der Gerechten, der „für das -Gemeinwohl-Sorgenden“, der Kämpfer, der Retter, der Klugen, der Gebildeten, der kleinen Leute, der Anständigen, der Familien, der Kinder, der Alten, der Kranken, der Hilfsbedürftigen – mit einem Wort: die Partei der Gesellschaft, des Volkes – und ohne Lucke und Co. werden wir jetzt diese ursprünglichen Ziele wieder in den Fokus rücken.
      Volksentscheide auf Bundesebene – ohne Wenn und Aber
      Förderung der Familie (Vater, Mutter, Kind)
      Abschaffung von Soli und kalter Steuerprogression
      keine Maut für Pkw
      Abschaffung GEZ-Zwangsgebühren – und zwar aufgrund der steuerfinanzierten Meinungsmanipulation in den ÖR
      Abbau der EU-Drangsalisierung und Ausbeute (Abbau der unheilvollen Subventionierung auf allen Gebieten, Entbürokratisierung, Vorrecht der Subsidiarität, Rückführung auf einen Europäischen Wirtschaftsraum mit starken Nationalstaaten)
      TTIP oder TISA nicht in der aktuellen Form
      Beschneidung der Banken und Rückführung in einen freien Markt ohne Bankenrettung durch Steuergelder
      Aufhebung der Vertragsbrüche von Maastricht: no bailout, keiner haftet für die Schulden des Anderen!
      strikte Einwanderungregeln (kanadisches Modell)
      Diskussion über Abschaffung der Schulpflicht (stattdessen Bildungspflicht), unter anderem, damit Eltern selbst wählen können, ob Sie in den staatlichen Bildungsanstalten Ihre Kinder verwahrlosen lassen müssen (Stichwort: Zwangs-Genderisierung, Zwangs-Frühsexualisierung, einseitige, linkslastige Bildung, Ausklammern von Bildungsinhalten, sobald sie nicht in die politisch vorgegebene Richtung passt)
      Belebung der Diskussion über Werte in unserer Gesellschaft: ist es hinnehmbar, dass Arbeitnehmer ihr gesamtes Berufsleben hindurch bis zu 70% Ihres Lohnes durch direkte und indirekte Abgaben an den Staat abführen – er aber nicht gefragt wird, was mit seinem Geld gemacht wird?
      Ist es gerecht, dass, Neuzugänge in unsere Sozialsysteme die gleichen oder höhere Ansprüche haben, wie Menschen, die 50 Jahre in das System eingezahlt haben?
      Wie sieht es aus mit der Vermittlung von Werten in der Familie? Sollen wir als junge Frauen um jeden Preis unsere Kinder „im Galopp verlieren“, will heißen: so schnell wie möglich nach der Geburt KITA, Ganztagskindergarten, Vollzeitschule usw.? Was passiert dadurch mit der Seele des Kindes, wenn die Mutter gezwungen ist, Geld zu verdienen, weil das Monster Staat immer mehr Geld zur Bankenrettung benötigt? Wo bleibt das Wissen um ganzheitliche und natürliche Heilung von Krankheiten (gerade bei Kindern? Denn wie soll es gehen, dass die Mutter die ganze Nacht am Bett des Kindes wacht, Wadenwickel macht zur Fiebersenkung und am nächsten Morgen wieder um 6.00 Uhr auf der Matte steht?)
      Wie sieht es aus, wenn man über Entschleunigung des Arbeitsprozesses reden würde? Über Regionalisierung? Über ein gerechtes Geldsystem?
      Wenn man den Lug und Trug der EZB in Frage stellen würde? Wozu brauchen wir überhaupt Inflation? Hätten die Preise nicht insgesamt schon über Jahrzehnte hinweg fallen müssen? Was uns allen mehr Wohlstand und einen freien Markt beschert hätte? Die künstliche Marktmanipulation mit immer weiter steigendem Wirtschaftswachstum basiert auf der Gelddruckmaschine der EZB. Höhere Preise heißt: höhere Gewinne für die Unternehmen, heißt höhere Steuereinnahmen.Anders funktioniert die ständige ständige Geldpumpe in sinnlose Investitionen oder marode Banken im eigenen Land und im Hindukusch nicht. Solange die Inflationsrate über dem allgemeinen Sollzins liegen, kann der Staat behaupten, keine Neuverschuldung machen zu müssen (denn andernfalls müsste er die gestiegene Zinsbelastung neu finanzieren). Aber selbst die Inflationsrate ist manipuliert, das weiß jeder, der täglich zum Einkaufen geht.
      Wozu ist Inflation überhaupt notwendig? Ist das nicht ein riesiger Betrug? Der Bürger soll damit am Wirtschaftswachstum nicht partizipieren. Er könnte dies z.B. durch fallende Preise. Mit fallenden Preisen kann er sich mehr leisten. Es könnte zwar passieren, dass Firmen dadurch vom Markt verschwinden, weil sie nicht mehr wirtschaftlich arbeiten können, aber das ist ein natürlicher Prozess. Die Preise werden künstlich hochgehalten, marode Firmen können immer weiter billiges Geld aufnehmen. Den Beschiss zahlt der Steuerzahler. Der Exportüberschuss basiert auf Kreditfinanzierung der ausländischen Abnehmer. Erst fällt der Abnehmer aus, dann die ausländische Bank, dann bekommt der deutsche Steuerzahler die Quittung. Das goldene Kalb Gewinnmaximierung der Banken und Konzerne wird bis zum Exzess getrieben. TTIP soll áls Brandbeschleuniger wirken. Wird es auch. Bis zu dem Punkt, an dem wir alle versklavt sind, Bis wir vor Schulden (siehe Lateinamerika), nicht mehr aus dem Knopfloch pusten können. Die Pharmaindustrie verkauft uns dann teuer bunte Pillen und hält uns für die nächste Runde Maloche fit. Hauptsache wir sterben nicht zu früh.(Die Asylindustrie will doch auch bedient werden!)
      Und wer bläst genau in diese Pfeife? Die Kirchen….. Aber dazu lasse ich mich jetzt nicht aus. Wir hatten in der Partei schon einen (oder mehrere?) katholischen Lehramtsanwärter für Religion, der gemerkt hat, dass man in dieser Partei nicht durch Sabotage die Wahrheit verhindern kann. Die Ratten und die bezahlten Verräter sind von Bord! Jetzt können wir arbeiten! …“

      Ist zwar nicht alles meine Linie und auch nicht alles wirklich realistisch, klingt aber doch im Großen und Ganzen gar nicht so unvernünftig.

      • Ich bin weder eine Ratte noch ein bezahlter Verräter. Die Forderungen sind teilweise sinnvolle, werden aber von den absurden Forderungen und Formulierungen überstrahlt.

      • @AD

        Ist ja auch nicht MEINE Formulierung. Außerdem hat die Dame ja nicht behauptet, dass NUR ‚Ratten‘ und ‚bezahlte Verräter‘ von Bord gegangen seien. Aber um diese beide Gruppen ist es zumindest nicht weiter schade.

      • Man sollte Menschen gar nicht mit Ratten vergleichen. Wenn man es ausnahmsweise doch tut, fällt mir zur aktuellen Lage der AfD der folgende Satz von Karl Kraus ein: „Die Ratten betreten das sinkende Schiff.“

      • „Wozu ist Inflation überhaupt notwendig? Ist das nicht ein riesiger Betrug? Der Bürger soll damit am Wirtschaftswachstum nicht partizipieren. Er könnte dies z.B. durch fallende Preise. Mit fallenden Preisen kann er sich mehr leisten.“

        Also so wie ich Wirtschaft mal verstanden habe 😉 , ist eine Deflation mit allen Konsequenzen, nicht unbedingt ein tolles Ziel…

      • @AD

        Wie gesagt, die Formulierung ist nicht von mir und ich hätte die Worte auch anders gewählt.

        Die Verfasserin betritt allerdings das Schiff nicht erst, sondern ist schon seit Mitte April 2013 dabei – beinahe so lange wie Sie dabei waren.

      • Ich meinte nicht unbedingt die Verfasserin, die ich gar nicht kenne, sondern die vielen neuen Parteifreunde, die Sie jetzt bekommen.

      • @AD

        Unser Kreisverband hat heute bereits den ersten Aufnahmeantrag eines ehemaligen FREIHEIT-Mitglieds (das sind solche wie sie bei den Weckrufern im Europaparlament als örtliche Assistentin und als Social-Media-Experten arbeiten) abgelehnt. Der Abgewiesene hat dann argumentiert, dass so etwas im LV Sachsen anders gehandhabt würde. Wir haben trotzdem abgelehnt.

        Vielleicht ist unser KV ja so eine Art gallisches Dorf in der AfD, aber seien Sie versichert, dass wir schon genau wissen, worauf wir jetzt achten müssen. Ich habe die Geister die letztlich doch Bernd Lucke selbst rief (wie auch Sie nur all zu genau wissen) schließlich schon sehr lange auf dem Schirm.

        So, jetzt muss ich aber langsam los, denn heute ist die erste KV-Sitzung nach Essen und ich bin sehr gespannt auf die dortige Stimmung (Bericht folgt).

        Schönen Abend noch.

      • So, gestern Abend war Kreisverbandssitzung (KV Erlangen/Erlangen-Höchstadt).

        Von 74 Mitgliedern haben nach Essen nur zwei die Partei verlassen.
        Von den verbliebenen 72 waren 24 anwesend.
        Niemand zeigte die Tendenz jetzt von Bord gehen zu wollen.
        Auch das gibt es.

      • Ja, Dummheit und Ignoranz sind leider weit verbreitet. Es ist völlig egal, wie nett und anständig die Menschen in Ihrem Kreisverband sind. Man wird Sie als AfD-Mitglied am Bundesverband messen.

      • @Meister Hören Sie auf, die „Assistentin“ anzugreifen…Sie war bei der Gründung der Freiheit 3 Wochen Mitglied…Sie sind (noch) Mitglied in der AfD, einer Partei, die sich seit Sonntag in großen Schritten in Richtung der jetzigen Freiheit entwickeln wird.

      • @nationalliberaler

        Glauben Sie was Sie wollen. Ich habe die Islamhasser-Rede von Frau Kahlmann auf einem Parteitag der FREIHEIT auf YouTube gesehen, als diese noch nicht gelöscht war und sowohl Herrn Lucke als auch Frau Petry darauf aufmerksam gemacht. Petry hat es ignoriert und Lucke heruntergespielt. Ich denke, dass es tatsächlich stimmt, dass Frau Kahlmann aus der FREIHEIT gegangen wurde, weil sie sogar diesen Spinnern zu radikalextremistisch war. Bevor wir über die Dame weiter diskutieren, sollten Sie sich aber erst einmal besser informieren.

      • @Meister Ich bin informiert! Sie hat einen Prozess gewonnen, wo die gleichen Unterstellungen wie von Ihnen kamen…Sie sollten also aufpassen…es könnte eine Anzeige geben.

      • @nationalliberaler

        Keine Bange. Ich habe auch bezüglich dieser Dame nichts behauptet, was nicht zweifelsfrei belegbar ist. Der Verweis auf andere Quellen an sich macht mich nicht zum Autor dieser Quellen.

      • @Meister …ohne -er bzw. Frau nationalliberal 😉 „…sogar diesen Spinnern zu radikalextremistisch war.“ ist eine persönliche Wertung…komisch, dass die Richter es anderes als Sie sahen und sie daher den Prozess gewonnen hat. Seltsam, dass Sie auch in der AfD bleiben, wo es Hunderte Mitglieder gibt, die man tatsächlich so bezeichnen kann, wie es seit dem letzten Wochenende niemand mehr leugnen kann… Sie wissen, dass Sie in Augen der Öffentlichkeit daher auch „radikalextremistisch“ sind, egal, ob Sie es abstreiten?

  3. „Die AfD ist gescheitert und sollte nicht wiedererrichtet werden.“
    Das klingt wirklich in der Tat nach Phobie und schlechtem Verlierer. Die AfD ist gescheitert? Die AfD war sehr begehrt, solange Herr Lucke an der Spitze stand. Teils gab es zweistellige Ergebnisse in den Umfragen. Selbst in Hamburg und Bremen schaffte die Partei es, obwohl im Straßenwahlkampf das rechte Störfeuer die Sorgen der potentiellen Wähler bestimmte. Die AfD als Idee ist nicht gescheitert; die AfD als Netzwerk von Menschen ist gescheitert, weil die falschen Leute dabei waren. Diese Leute ist man nun los geworden. Das geschah auf die schlechtere Weise von zweien; damit zu leben ist aber besser, als damit zu krepieren.

    „…werde mich aber nicht daran beteiligen.“
    Sie wollten aus Frust nicht gegen Herrn Pretzell antreten, als dieser als NRW-Sprecher kandidierte; das Ergebnis war in Siegen und Essen zu bewundern. Jetzt wollen Sie aus Frust nicht dabei sein, wenn man sich Herrn Pretzell auf der einen und dem Euro auf der anderen Seite so in den Weg stellt. Ich bedaure das, weil es in schlechtes Zeichen ist und weil es Ihre Vorwürfe, andere hätten nichts gelernt, hohl klingen lässt. Vielleicht muss es aber so sein, dass auch Sie diesem parteipolitischen Ausleseprozess zum Opfer fallen. Wenn etwas gescheitert ist, dann wären das Sie, weil Sie Herrn Pretzell davon kommen lassen. Herr Lucke kann wieder scheitern – es gibt gute Gründe, dies zu glauben – aber er tritt immerhin zum Rennen an.

    „Wenn überhaupt, wäre die Gründung einer ganz neuen und anders aufgestellten Partei sinnvoll“
    Und wie soll die aussehen? Eine FDP ohne Euro? Keine Chance. Die FDP hat es als Partei von EU-Freunden und (!) prominenten Eurokritikern (Schäffler) schon schwer genug. Und wer soll das Personal dieser ganz anders aufgestellten Partei stellen? Sich an den Rand zu setzen und „nein, nein, nein“ zu rufen, ist freilich einfach.

    „über die man jetzt aber auch noch nicht konkret nachzudenken braucht, solange die “Wiedererrichtung der AfD” betrieben wird.“
    Das ist natürlich eine gute Ausrede; v.a. weil die anderen schuld sind.

    Alle Versuche, Ihre Abneigung dagegen zu rationalisieren, kommen nicht an dem Punkt vorbei, dass selbst eine Chance von 5% besser ist als eine Chance von 0%. Wenn ich Ihnen sage „Wenn Sie jetzt vor die Tür treten, haben Sie ein Chance von 5%, umgebracht zu werden“, dann werden Sie es nicht tun, sofern es sich vermeiden lässt.
    Sie finden es undemokratisch, wenn man sich bei einer von Ihnen initiierten Urabstimmung zum Euro mit schwer greifbarem Zweck enthalten will, aber für den Versuch von Europa-Abgeordneten sowie weiteren Menschen, Bürgern dieses Landes eine Plattform für deren Wahl und Durchsetzung der eigentlich gewählten Inhalte zu bieten, dafür haben Sie nur öffentliche Abwertung übrig.

    Dies ist nicht nur unklug, es ist auch selbstzerstörerisch. Die AfD wurde als Anti-Euro-Partei gegründet und Frau Petry wird dieses Projekt nun in den Dreck treiben. Dadurch wird Eurokritik nicht nur negativ konnotiert, sie verschwindet auch aus der politischen Landschaft, was nur den Eurofreunden in die Hände spielt. Jetzt ging Herr Fischer mal wieder in der ‚Zeit‘ mit Eurobonds hausieren. Nowotny (EZB) gibt seinen Senf dazu und sagt, einem Grexit müsse man eine „Stärkung“ der Eurozone entgegen stellen; die ‚Süddeutsche‘ findet, ein EU-Schatzamt sei „nicht mutig genug“. Es sieht der Blinde mit dem Krückstock, dass es irgendein Drohpotential geben muss, um der CDU Angst vor neuen Griechenlandpaketen und noch übleren Maßnahmen zu machen. Die Petry-AfD kann dieses Angebot nicht mehr liefern. Herr Lucke riskiert Spott und Ärger, um für Ihre Interessen einzutreten, obwohl er von seinem EU-Mandat gut leben könnte. Das sollte man anerkennen.

    Ansonsten wüsste ich gerne, was ich denn wählen soll. Auch Sie werden zugeben müssen, dass eine marktliberale, moderate, eurokritische Partei Ihren eigenen Positionen und Prioritäten noch am nächsten kommt. Dass Sie bei der FDP „Licht und Schatten“ ausmachen, nachdem Lindner irgendwelche leeren Versprechungen und ziemlich beliebige Kritik an der Bundesregierung abgesondert hat, in diesem Fall aber nur Schwarz sehen wollen, erstaunt mich.

    Im Gegensatz zu Ihnen bin ich zwar auch nicht optimistisch, habe aber immer noch das Format, moderaten und demokratischen Eurokritikern viel Erfolg und Glück zu wünschen, was bei Ihnen offenbar nicht mehr gegeben ist. Das sollte Ihnen zu denken geben, denn ich habe nicht besonders viel Format.

    Der neuen Partei rate ich, nichts zu überstürzen, denn dies war beim ersten Anlauf der Fehler. Erstes großes Ziel sollte die nächste Bundestagswahl sein. Bei den Landtagswahlen nächstes Jahr sollte man dagegen gut überlegen, ob und wo man antritt. Neben genauem Hinschauen auch beim Personal, einem rasch konkretisierten Programm und eher trivialen Dingen wie einem Logo braucht es diesmal auch einen Namen, der weniger „Mainstream-feindlich“ ist, vielleicht so etwas wie „Moderate Sammlungspartei“. Auf keinen Fall sollte man Klang, Look und Feel der AfD kopieren.
    Unbedingt ist unter den Petry-Gegnern auf Geschlossenheit zu achten. Alleingänge einzelner Landesverbände sind abzulehnen, denn bei der Bundestagswahl muss man bundesweit die Hürde nehmen.

    Sie hingegen unterlassen es hoffentlich wenigstens, die Werbetrommel gegen Eurokritiker zu rühren. Ansonsten bitte keine Klagen über Eurobonds. Wer Neurechten das Wort redet, wacht mit Höcke und Petry auf; und wer der Europhilentruppe das Wort redet, mit Juncker und Draghi.

    • Ihre Kommentare sind im Grunde ebenfalls immer gleich und viel zu lang, weshalb ich auch diese zukünftig bei 500 Wörtern abschneiden werde (aktuell sind es 845).

      Der geplanten neuen Partei habe ich bereits viel Glück gewünscht. Trotzdem sollten auch Sie nicht die Augen davor verschließen, was gerade passiert. Vor nicht einer Woche hat Ihr Idol krachend verloren und will jetzt sofort dasselbe wiedererrichten. Er wird auch nicht bis zur Bundestagswahl warten, sondern in Baden-Württemberg die nächste schwere Niederlage einfahren. Das wünsche ich mir nicht, aber das ist leider das wahrscheinlichste Szenario.

      • Ich finde die Angriffe von Peter V. gegen Sie inhaltlich übertrieben (immerhin verlinken Sie Neustart 2015) und in der Wortwahl ungehörig, aber man muß doch auch anerkennen, daß Herr Lucke krachend verloren hat wegen Leuten, die in der Neugründung nicht sein werden, weil sie eben jetzt in der Rest-AfD sind. Sie haben ja in dem anderen Thread (Pyurrhussieg) schon beschrieben, was v.a. für den Erfolg einer Neugründung notwendig wäre. Wenn man das so macht, sehe ich den großen Unterschied zwischen einer Neugründung und einer „neuen und anders aufgestellten Partei“ nicht. Und auch wenn ich mich wiederhole, aber das ist nach meiner Meinung der alles entscheidende Punkt für den Versuch einer Neugründung: Jede halbwegs konservativ-liberale Neugründung (selbst eine nur liberale) wird IMMER (egal ob zu Recht) aus von der breiten Öffentlichkeit wahrgenommenen Quellen dem Vorwurf des Rechtspopulismus ausgesetzt sein und daher werden viele sie aus reiner Vorsicht nicht wählen und erst recht nicht beitreten (was dann neben des dauerhaft veringerten Wählerspektrums Folgen wie in Essen haben kann, weil plötzlich die Rechtspopulisten zumindest Flügel bilden können; das wird man wohl bei noch so großer Vorsicht bei Aufnahmen von Mitglieder nicht ganz verhindern können). NUR jetzt wird / kann kaum jemand der Neugründung Rechtspopulismus vorwerfen, weil die Neugründer ja gerade wegen des (jedenfalls gefühlten, wohl auch kommenden) Rechtspopulismus-Schwenk aus der AfD ausgetreten sind und das verhindert neben der Tatsache, daß die Rechtspoulisten in der Rest-AfD noch Chancen sehen, Parteieintritte aus dieser Richtung. Wenn die AfD dann den Weg von Rep, Schill etc. gegangen ist, ist auch das nicht mehr so. Eine neue Partei kann man immer gründen, daß es DIESE sogar doppelte Chance (Rechtspoulismus-Vorwurf nur schwer möglich; keine übermäßigen Eintritte aus dieser Richtung zu erwarten) in den nächsten Jahren bis Jahrzehnten nochmal gibt, ist aber extrem unwahrscheinlich. Auch wenn der Erfolg zweifelhaft ist, MUSS man daher diese einmalige Chance nutzen, zumal es momentan noch das Euro-Thema gibt, denn ich vermute, ohne so ein Aufhäger-Thema hätte es auch eine Neugründung sehr schwer (ohne die Euro-Krise hätte die AfD mit den anderen Themen (Demographie, Energiewende etc.) wohl niemals diesen Anfangserfolg gehabt). Also muß man das machen, was Sie im Pyurrhussieg-Thread beschrieben haben, soweit das eben unter den Umständen möglich ist; einen 100%-perfekte Parteigründung wird man auch später ohnehin nie hinbekommen können. Um die Punkte zumindest ansatzweise durchzusetzen, kann ich mich bemühen, aber (jedenfalls in diesen Kreisen) Prominente, wie Sie, könnten dies besser als ein einfaches Neumitglied (das noch nicht mal in der AfD war). Sie haben geschrieben, daß Sie sich nicht engagieren wollen, weil Sie nicht an einen Erfolg glauben. Ehrlich gesagt, ich bin auch skeptisch, aber aufgrund der o.g. Umstände muß man es eben jetzt versuchen. Es erwartet ja auch niemand, daß Sie sich stark engagieren, aber Sie müssen Ihre Punkte zumindest beim Weckruf vortragen, denn Sie werden als Prominenter eben eher gehört und das wäre ja auch nicht aufwendiger, als diese in diesem Blog zu beschreiben (was ja auch nicht ohne Aufwand ist, selbst ich habe nur wegen der Ferienzeit Zeit dafür). Und auch wenn Sie außer dieser Hinweise gar nichts machen, alleine die Tatsache, daß Sie Ihre Mitgliedschaft verkünden, würde ja schon helfen (Starbatty hat auch etwas von „einfachem Mitglied“ gesagt) und wenn Sie das partout nicht wollen, dann reden Sie zumindest mit den Weckrufgründern eben ohne Mitgliedschaft; ich vermute, Sie haben da Zugang. Vielen Dank.

      • Meine Einwände wurden durchaus schon zur Kenntnis genommen in den relevanten Kreisen des Weckrufs, führen aber, was nicht überraschend ist, eher zu Abwehr als ernsthafter Diskussion. Wer unbedingt etwas gründen will, darf sich nicht lange mit Bedenkenträgern aufhalten. Das verstehe ich, weshalb ich mich auch eher an diejenigen wende, die noch unschlüssig sind. Ich will auch diese gar nicht überreden, nicht zu gründen, es soll sich nur eben jeder gut überlegen, was und wie er es tut.

        Glauben Sie wirklich, dass gegen eine Neugründung nicht sofort wieder der Vorwurf des Rechtspopulismus aufkäme? Dabei geht es doch gar nicht darum, ob dieser berechtigt ist oder nicht. Zu Anfang der AfD war er dort auch noch nicht wirklich berechtigt, wurde aber trotzdem erhoben und hat Tendenzen in diese Richtung wohl befördert. Hinzu kommt das Verliererimage. Das ließe sich nur durch einen überzeugenden Wahlerfolg abschütteln. Deshalb ist es ein Fehler, schlecht vorbereitet in Baden-Württemberg anzutreten. Das wird trotzdem passieren, sage ich voraus, statt sich z. B. auf das viel kleinere und besser geeignete Rheinland-Pfalz zu konzentrieren.

      • Aus diesem Grund bin ich nicht der AfD beigetreten und würde auch bei einer neuen Partei erst abwarten. Das kann man sich als Student mit offenen Berufsaussichten schlicht nicht leisten.

        Es ist ja nicht nur der Rechtspopulismusvorwurf. Wer die Abschaffung des Euros fordert, der stellt sich gegen die gesamte politische Elite. Wie will man dann im erweiterten Bereich der Politik an eine Stelle gelangen? Ich kann mich erinnern, wie einst ein Professor, der selbst jahrelang bei der Bundesbank arbeitete, nur von „alten und rückwärtsgewandten“ Profrssoren sprach und nur milde über sie in der Vorlesung lächelte. Das war im Sommer 2013. Man kann sich ja vorstellen, wie gut sich da bei der Bewerbung eine AfD-Mitgliedschaft macht…. Und wir reden hier von der Bundesbank, vom politischen Berlin mag ich erst gar nicht reden.

        Das ist das Problem unserer Zeit, nämlich dass man nicht ohne die Inkaufnahme berufliche Nachteile fürchten zu müssen, frei seine Meinung äußern zu können, völlig gleich ob extremistisch oder nicht.

      • Werter Herr Dilger,
        lieber einer 2% Partei mit den richtigen politischen Zielen angehören, als einer Partei über 5 % mit den falschen. Daher lohnt jeder Kampf, und nicht schon resignieren, weil man keinen vermeintlichen Erfolg erwartet.

      • @Peter Burger:
        „Das ist das Problem unserer Zeit, nämlich dass man nicht ohne die Inkaufnahme berufliche Nachteile fürchten zu müssen, frei seine Meinung äußern zu können, völlig gleich ob extremistisch oder nicht.“

        Na bravo, gratuliere!
        Bloß nicht die eigene Meinung sagen und immer schön duckmäuserisch bleiben. Sonst könnte ja der Vollkaskoschutz beschädigt werden. Wenn Sie Ihr Leben so führen wollen, sind Sie genau der richtige Vasall für jede Form der Knechtschaft. Leute wie Sie machen es überhaupt erst möglich, dass uns der Umverteilungsstaat geradezu in die Sklaverei führt oder der nächste Tyrann die Macht ergreifen kann.
        Großartiges Standing!
        Ich schäme mich für Menschen wie Sie.

      • Vor allem war es früher doch nicht leichter, eine abweichende Meinung zu äußern, sondern viel schwerer. Mir ist ein Eurobefürworter, der seinen Standpunkt argumentativ vertritt, lieber als ein Eurogegner, der nur nachplappert oder gar keine Argumente hat.

      • @Dilger Eine neue Partei könnte doch Umfragen abwarten und danach entscheiden, ob man das Risiko eingeht, schon in Baden-Württemberg anzutreten? Liegt man bei 3 %, konzentriert man sich lieber auf Rheinland-Pfalz… Ein wichtiger Faktor ist ja auch der Spitzenkandidat…vielleicht hat man da eine Überraschung parat? Einen erfolgreichen Unternehmer etc. …

      • In Baden-Württemberg gibt es nur Wahlkreiskandidaten und keine Landesliste, folglich auch keinen (echten) Spitzenkandidaten. Das Wahlrecht dort ist nicht günstig für eine ganz neue Partei, die flächendeckend aktive Mitglieder braucht, um die Kandidaten überhaupt aufstellen zu können und dann Unterschriften zu sammeln.

      • @Dilger Also müsste eine neue Partei zwei Punkte prüfen und danach entscheiden, ob man schon in BW oder erst in RP antritt:
        1. Hat man bei Umfragen überhaupt reale Chancen, in den Landtag zu kommen.
        2. Hat man flächendeckend aktive Mitglieder, so dass man überall Kandidaten aufstellen und dann Unterschriften sammeln kann.
        In BW sollen wie in RP und BY viele Mitglieder austreten…dann noch ehemalige, schon eher ausgetreten (liberale) Mitglieder sowie Neulinge…man muss also wahrscheinlich die nächsten Monate und die Austrittswelle abwarten.

      • Die Wahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und auch Sachsen-Anhalt sind alle am 13. März 2016. Eine Woche davor sind außerdem Kommunalwahlen in Hessen. In Sachsen-Anhalt dürfte die alte AfD bessere Chancen haben, wenn dort nicht auch noch eine Pegida-Partei antritt. Baden-Württemberg ist größer und schwieriger als Rheinland-Pfalz. Es gäbe wegen mehr Stimmen mehr Geld, aber ein Anfangserfolg ist wichtiger. Wenn sich bundesweit alle auf Rheinland-Pfalz konzentrieren würden, wäre dieser eher möglich.

        Im Übrigen empfehle ich tatsächlich jetzt eine Pause. Eine schnelle Gründung hat mehrere Nachteile. Dass in einigen Monaten die Begeisterung abgekühlt sein könnte, ist übrigens kein Gegenargument, sondern ein weiterer Grund fürs Abwarten, um zu sehen, wie vielen Leuten es wirklich ernst ist.

      • Sie können aber doch nicht erwarten, dass junge Leute ihre gesamte berufliche und damit auch persönliche Zukunft aufs Spiel setzen, nur um irgendwo formal ein Mitglied zu sein. Es gibt wichtigere Dinge im Leben als eine Parteimitgliedschaft. Noch mehr, falls familiäre Verantwortung besteht. Man muss keinesfalls opportunistisch mit den Siegern sein, diese Eigenschaft ist mir ebenfalls zuwider, aber Nachteile für nichts eingehen? Eine Partei, die nicht nur verkrachte Existenzen à la Petry oder Pretzell will, muss für jene Leute ein Angebot darstellen. Dem Bäckermeister mag egal sein, in welcher Organisation sein Lehrling aktiv ist. Wessen Fähigkeiten aber so sind, dass er im Staatsdienst von innen etwas bewegen könnte, der muss da erst rein. Als „Staatsfeind“ ist das wohl chancenlos. Anders als viele Kommilitonen trete ich aber nicht in den letzten Jahren meines Studiums der CDU bei, denn das ist das, was Ihre so oft genannten Karrieristen machen. Die einzige Vorstellung wäre die FDP gewesen, aber das hat sich spätestens mit Lindner erledigt. Ich bin auch dafür, dass der Euro abgeschafft wird. Diese Position kann man als Individuum aber auch ohne Parteimitgliedschaft einnehmen. Ich würde mir jedoch wünschen, dies auch durch eine Mitgliedschaft zum Ausdruck bringen zu können. Für diese Leute muss ein sozial halbwegs akzeptables Angebot her. Die AfD ist das zumindest nicht mehr. Da hat man sich schon genügend anhören müssen, sich überhaupt als Wähler zu outen.

      • Inzwischen ist die AfD tatsächlich karriereschädlich. Da die vernünftigen Mitglieder sie jetzt verlassen, wirft es durchaus Fragen auf, wenn jemand dort noch bleibt. Bei einer seriösen eurokritschen Partei war und wäre das anders (wenn Sie nicht unmittelbar im politischen Bereich arbeiten wollen, wo Sie das richtige Parteibuch brauchen). Noch besser ist wohl ein eurokritischer Verein. Bei normalen Bewerbungen müssen Sie übrigens eine normale Parteimitgliedschaft gar nicht angeben. Für Funktionäre gilt allerdings, dass das Internet nichts vergisst.

      • B-W halte ich sogar für das Land mit dem potenziell höchsten Stimmenanteil.

        Die Menschen sind längst nicht so grün-links eingestellt wie in anderen Regionen. Sie sind eher konservativ, aber auch fleißig, erfolgreich und honorieren gute Arbeit auch wirtschaftlich. Nicht zuletzt deshalb ist auch die FDP teils sehr stark gewesen, 2009 fast auf einem Niveau mit der SPD. Die Linkspartei spielt dort keine Rolle und auch die Grünen benötigten mehr Glück als Verstand (S21, Mappus, Fukushima) Wenn der Weckruf wo erfolgreich sein könnte, dann dort. Allerdings ist das Wahlrecht komisch, das hat Prof. Dilger ja treffend erklärt.

        Wenn sich Meutgen halten könnte, traue ich selbst der jetzigen AfD in B-W durchaus noch 5% zu.

      • Aso 🙂 …also müsste eine neue Partei die obrigen zwei Punkte prüfen und danach entscheiden, ob man in BW oder/und in RP antritt. SA würde ich schon jetzt abschreiben und auf keinen Fall antreten. Dort würde man nur sinnlos Helfer aus anderen Bundesländern beschäftigen, obwohl man eh keine Chance hat…in SA wird eine neue Partei auf jeden Fall zwischen FDP und AfD zerrieben. Allgemein sollte man sich bei einer neuen Partei erst einmal nur auf die alten Bundesländern konzentrieren…u.a. um nicht wieder den Fehler zu begehen, in den neuen Bundesländern zu viele dubiose Gestalten wegen mangelnder Überprüfung aufzunehmen

      • @AD:
        „Bei einer seriösen eurokritschen Partei war und wäre das anders …“

        Und WELCHE Partei ist das Ihrer Meinung nach?
        Die Republikaner? *lol*

  4. Die Notwendigkeit einer Alternative zur SPDCDUFDPSED besteht nach wie vor. Allein die bloße Existenz der AfD hat Merkel davon abgehalten, dem Drängen Obamas und der europäischen Sozialisten nachzugeben, das Griechenlandthema mit einem schnellen Griff ins Portemonnaie der deutschen Steuerzahler vom Tisch zu fegen.

    Der Platz, den Merkel auf ihrem Marsch nach links geräumt hat, sollte nicht allein der Petry-Pretzell-AfD überlassen werden. Hier bietet sich reichlich Platz, auch für eine Partei der anständigen Konservativen.

  5. „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen“, daran erinnerten die schwachen Dementis der Weckrufer im Vorfeld. Denen ich -auch hier im Blog- stets widersprochen und gesagt habe, die Satzung und der ganze Aufsatz dienen der Vorbereitung einer Parteiausgründung für den Fall, dass Lucke et al nicht gewählt würden.

    Wie auch immer, ich sehe eine neue Partei unter Führung Luckes als wenig chancenreich. Zumal sich dort etliche der egozentrierten, intriganten Karrieristen und Pöstchenjäger versammlen, die ob dieser Eingenschaften in der AfD ab- oder nicht wiedergewählt wurden, das war bereits beim Weckruf sehr eindeutig.

    Ich bleibe für mich exakt bei dem, was ich seit Monaten gesagt habe: ich mache alles vom Parteiprogramm abhängig. Wobei ich klare rote Linien eingezogen habe, die im Wesentlichen im Bereich der Flüchtlings- und Außenpolitik liegen. Wenn die überschritten werden, verlasse ich die AfD. Ob die überschritten werden, kann erst das Parteiprogramm zeigen. Denn erst darin wird verbindlich festgelegt, wie sich die AfD zu politischen Themen positioniert.

    Es ist der Kardinalfehler der Luckeschen Gründerzeit, dass zwar ständig über Personalien und Machtstrukturen, aber selten über das weitaus wichtigere Programm diskutiert wurde. Wenn man -wie Lucke- versucht, die Partei programmatisch möglichst lange sperrangelweit offen zu halten, braucht man sich nicht zu wundern, dass Abgrenzungsversuche zu politischen Rändern zu spät kommen.

    Was den teils völlig unsäglichen Ton auf dem Parteitag in Essen anbelangt: das Gepöbel war wirklich entsetzlich. Allerdings: Schmähungen und Buh-Rufe gabe es auch gegen Petry – aus der Mitte der diversen Weckrufer-Kontingente, die strategisch über die Halle verteilt waren.

    Letztlich haben Lucke und sein Spiritus Rector Henkel hier die Geister zu Besuch bekommen, die sie selbst gerufen haben. Denn wer eine Massenveranstaltung von 3.500 Menschen einberuft, kann nicht ernsthaft erwarten, dass da nur Leute mit einigermaßen sozialverträglichem Benehmen sein werden. Wer zudem die Stimmung im Vorfeld über Monate hinweg größtmöglich aufheizt durch innerparteilich spalterische Aktivitäten und Beleidigungen aller Parteimitglieder außer den Weckruf-Angehörigen, der sollte nicht scheinheilig erstaunt tun, solche Reaktionen zu erhalten.

    • Solange Sie, Herr Wunsch, kompromittiert sind durch Zusammenarbeit und pol. Propaganda mit Herrn Gebhardt, sind Ihre Worte nicht ernst zu nehmen! Herr Gebhardt schießt sich wieder ein auf Prof. Lucke und seine Familie. Niederträchtig! Warum helfen Sie Frau Petry mit konstruktiven Vorschlägen nicht?
      Weil ihre Argumente und Munition nur Verleumdung und Hass sind.

      Ja, ein volles Programm fehlte von Anfang an. Prof. Lucke zeigte sich zu kompromissbereit und zu anständig. Und dass war alles. Wer und was alles gegen Ihm arbeitete, vom Vorstandskollegen abwärts, war einfach nicht zu bewältigen. Er machte noch richtige Politik für AfD und Wähler, was die Rechtspopulisten und Betrüger nicht machten.

      Sie versuchen einseitig Schuld bei Weckruf und Prof. Lucke zu suchen. Sie vermeiden sorgfältig die wahren Zerstörer und Machtbesessenen bei Namen zu nennen. Diese Gruppen konspirierten, wie Sie wissen, seit mindestens 12 Monaten und länger. Und dann kamen Patrioten, Flügel und „Bürgerliche“ mit einem Ziel, gegen AfD Stimmung zu machen und Macht in die Hände zu bekommen. Vor Bremen und vor Weckruf.
      Ja, Herr Henkel hat schon früh recht gehabt, eine Säuberung wäre angebracht gewesen obwohl nur teilweise erfolgreich. In der AfD gab es zu viele Menschen die nie Mitglieder/Funktionäre wo anderes geworden wären. Diese Gruppe ist jetzt unter sich und Sie sind dabei! Natürlich, wie es sich gehört mit Vorbehalt und nur so zu sehen wie es weiter geht! Machen Sie sich nicht lächerlich!

      AfD wird in eigener Soße schmoren und eine neue Partei hat viele Chancen vor sich!

      • @Ivan de Grisogono:
        „Ja, ein volles Programm fehlte von Anfang an. Prof. Lucke zeigte sich zu kompromissbereit und zu anständig.“

        Was ist denn „anständig“ daran, die programmatischen Fragen auf die lange Bank zu schieben und dadurch Leuten, die viel besser in der NPD aufgehoben wären, die Tür sperrangelweit aufzuhalten?

        Das ist purer Zweckopportunismus und sonst nichts. Keine Spur von Anstand und Moral. Keine Grundsätze. Nichts. Es ging Herrn Lucke nur um die Maximierung seines vermeintlichen „Erfolgs“ und damit hat er sich zum Glück gewaltig verzockt.

        Wenn Sie auch nur halb so viel Verstand haben, wie ich Ihnen zutraue, dann können sie darauf doch kein zweites mal hereinfallen, lieber Herr de Grisogono!

    • @Wunsch „Zumal sich dort etliche der egozentrierten, intriganten Karrieristen und Pöstchenjäger versammlen“ Eine gute Beschreibung des neuen BuVo der AfD 😉

      • Warum? Ich habe Sie nur zitiert 😉 Sie bezeichnen damit Mitglieder des Weckruf…ich finde, Sie beschreiben eher den neuen BuVo der AfD! Oder dürfen nur Sie andere Menschen verbal angreifen?

  6. Lieber Herr Dilger,

    ob man den Schritt als Wiedererrichtung, Neugründung oder als Parteineugründung bezeichnet, ist erst einmal unerheblich.

    Entscheidend ist, wie der erste Schritt mit Leben gefüllt wird. Will man vernünftig und strukturiert arbeiten oder einfach nur wieder eine Partei „hinsauen“ ( AfD ).

    Ich habe meine technokratische Drei-Schritte-Theorie per E-Mail an die Weckrufler übermittelt:

    1. Schritt ( z.B. bis Kassel, am 19.07.2015 )
    Orga-Team, das die Gründungsvorbereitungsphase vorbereitet.

    Das Orga-Team muss nicht demokratisch legitimiert sein. Es hat ausschließlich eine technokratische Funktion. Das Orga-Team löst sich nach der Gründungsvorbereitungsversammlung auf. An die Stelle treten die demokratisch legitimierten Arbeitskreise und ein Koordinationsteam. Das Orga-Team sollte nicht aus bremsenden Postenreitern, sondern aus innovativen Leuten mit Elan bestehen. In Hinblick auf die Vorsitzenden der Arbeitskreise gilt das Gleiche.

    – Welche Arbeitskreise sind erforderlich ? ( Satzung, Vision und Grundlagenprogramm, Schiedsgerichte, pp. )
    – Welche Arbeitskreise müssen zuerst arbeiten, welche Arbeitskreise schließen sich an ?
    – Wie groß dürfen Arbeitskreise sein ?
    – Wieviele sind im Koordinationsteam erforderlich
    – Geschäftsordnungen für Arbeitskreise
    – Arbeitsanordnungen erstellen
    – Zeitfenster definieren
    – Gründungsvorbereitungsversammlung wird vorbereitet

    2. Schritt ( z.B. bis September )
    Gründungsvorbereitungsphase
    – Gründungsvorbereitungsversammlung ( z.B. Kassel am 19.07.2015 )
    – Orga-Team stellt Ergebnisse vor und lässt darüber abstimmen
    – Arbeitskreis-Vorstände werden gewählt
    – Teilnehmer melden sich für die Arbeitskreise an
    – Gründungsvorbereitungsphase arbeitet und erzielt Ergebnisse

    3. Schritt
    Gründung
    – Gründungsversammlung ( z.B. im Sepember )
    – Verabschiedung der Ergebnisse der Arbeitskreise ( u.a. Satzung, Schiedsgerichtsordnung, pp. )
    – Partei-Institute gemäß beschlossener Satzung werden gewählt

    Mein Versprechen, dass ich die Parteineugründung fördere, wenn strukturiert und klug begonnen wird, steht. Umgekehrt bin ich auch gerne Zuschauer, wenn man andere Wege geht.

    LG Reinhard Wilhelm

    • Wie sieht denn die Umsetzung Ihres ersten Schrittes vor? Welche Arbeitskreise gibt es schon? Wie ist die Einbindung von „innovativen Leuten mit Elan“? Wollen wir wetten, dass es nicht so abläuft, sondern so wie bei der AfD-Gründung?

      • Der für die Neugründung in Frage kommende Personenkreis ist auch hier endlich. Zur Zeit der AfD-Gründung waren eine Menge gescheiterter Existenzen aus vergangenen Experimenten (Schill, Rep, Pro …) auf dem Markt, die nun in der Pretzell-Petry-AfD gebunden sind oder namentlich bekannt sind. Dadurch scheidet a priori eine große Anzahl Störgrößen aus, so daß zumindest die Hoffnung besteht, daß bei der Neuauflage die Fehler der Erstauflage vermieden werden.

      • Meine Fehleranalyse sieht anders aus. An Ex-Mitgliedern rechtsradikaler Parteien scheitert jetzt vielleicht Frau Petry. Herr Lucke ist nicht daran gescheitert, sondern ist von Frau Petry verdrängt worden unter tatkräftiger Mithilfe der Herren Adam und Gauland, die in der CDU waren. Sie waren alle schon ganz zu Anfang dabei und anfangs die engsten Vertrauten von Herrn Lucke. Um eine Wiederholung zu vermeiden, müsste jetzt viel offener und transparenter statt wieder in Hinterzimmern gegründet werden. Ist Ihr Eindruck, dass das passiert?

      • Deshalb mahne ich und lege mich gerade mit ein paar Leuten an. Sollte ich keinen Erfolg haben, dann muss ich Zuschauer bleiben. Das ist ja auch nicht so schlimm. Aber ich habe getan, was ich konnte.

      • @AD:
        „Um eine Wiederholung zu vermeiden, müsste jetzt viel offener und transparenter statt wieder in Hinterzimmern gegründet werden.“

        Dass dies in einer neuen Partei unter Bernd Lucke geschehen wird, glauben Sie doch selbst nicht.

      • Prof. Dilger,

        Sie haben eine Meinung intuitiv gebildet und sind nicht mehr objektiv. Sie sind bereit alles zu vermuten aber ohne etwas genaueres zu wissen? Solche Fragen kann man nur stellen wenn die Entscheidung, weiter zu gehen, steht. Vielleich Ende diese Woche?
        Wir reden über ein Projekt und werden erst in eine Projektvorbereitungs- und Projektplanungsphase übergehen, so wie Herrn Wilhelm es skizziert (Schritte 1 und 2). Man muss wissen was sind die Ziele des Projektes und was sollen die Ergebnisse sein und bis wann. Projekt muss in logische Aufgaben/Phasen aufgeteilt werden. Man muss Zeit, Personal und Kosten schätzen und im Auge behalten. Ich fand es immer sehr nützlich mit Gantt-Charts zu planen.

      • Im Gegensatz zu Ihnen kann ich die Frage ganz nüchtern ohne eigene Interessen analysieren. Alles, was bekannt ist, deutet auf eine größtmögliche Wiederholung der AfD-Gründung hin einschließlich aller Fehler. Sollten sich die Fakten demnächst anders darstellen, nehme ich gerne eine Neubewertung vor.

      • Betrachte ich mir die Herrschaften, die die AfD hier in Hessen verlassen haben und weiterhin Lucke folgen, kann ich nur sagen: Dann mal viel Spaß!
        Die Ausgetretenen waren weder elanvoll noch innovativ, sondern Bremser und auch von ihrem Charakter ungeeignet, eine Partei zu führen und zu repräsentieren.
        Für mich war Lucke spätestens unwählbar, als Frau Gruber und Herrn Frohne als Teil seines Teams für Essen vorgestellt wurden.

    • „Das Orga-Team sollte nicht aus bremsenden Postenreitern, sondern aus innovativen Leuten mit Elan bestehen.“
      Neben dem Finden der „Leute mit Elan“ ist es mindestens genauso wichtig, die „Postreiter“ zu identifizieren. Hier sollte die Erfahrungen aus dem jeweiligen Parteiumfeld von Mitgliedern berücksichtight werden. Die meisten von uns kennen ihre „Pappenheimer“

      • Diese Pappenheimer sitzen genauso schnell in Schlüsselpositionen, wie schon 2013 bei der AfD. Die Weckrufer Partei wird also eine Mini-CDU 3.0 oder eine Rattenfänger von Winsen Partei 2.0. Suchen Sie es sich aus.

      • Sprüche aus dem 30-jährigen Krieg bringen, passt aber nicht zur AfD.

        Wie viele von der AfD sind Geschichts-Professoren?

      • Der Schwung von 2013 mag heuer fehlen, aber dafür gibt es mehr Erfahrung und weniger Zeitdruck.

    • Ich kenne ja viele Weckruf-Aktivistien recht gut. Es ist eine große Anzahl von Menschen darunter, die in der AfD völlig berechtigt ab- oder nicht wieder gewählt wurden als Landesvorstände oder Kreisvorstände. Etliche davon ausgewiesene Opportunisten, Karrieristen, Intriganten und Pöstchenjäger. Die haben sich primär zum Weckruf gesellt, weil sie auf einen Durchmarsch von Lucke et al beim BPT hofften, und damit auf neue Chancen, an Futtertröge zu gelangen.

      Wenn diese Figuren nun aus der AfD austreten, ist das zunächst mal gut für die AfD. Und wenn sie eine neue Partei gründen, dann sind sie von Ambitionen und Charakter her immer noch dieselben, die sie waren, was für die neue Partei zwangsläufig zu denselben Ergebnissen führen wird.

      • Machen Sie sich keine Illusionen, es bleiben genug „ausgewiesene Opportunisten, Karrieristen, Intriganten und Pöstchenjäger“ in der AfD zurück, angefangen bei der Bundesvorsitzenden über den Landesvorsitzenden NRW bis hin zu den Bezirken und Kreisen.

      • @Stephan Wunsch, Alexander Dilger

        Diesmal haben Sie beide Recht.

  7. Was ich vermisst habe, war irgendetwas „Demonstratives“ zum gemeinsamen Parteiaustritt.
    Ich finde, dass sich alle im Weckruf vereinten Ex-Afd’ler ihren definitiven Austritt dem Weckruf mitteilen müssen. Möglicherweise kann man die Daten der AfD-Bundesgeschäftsstelle damit widerlegen. Aber die Aktivität der Weckrufler ist auch begrenzt, sonst hätten die Petry-Anhänger in Essen nicht so einen fulminanten Durschmarsch geschafft. Ich jedenfalls werde Bernd Lucke mit meinem Austritt heute folgen. Ich warte nur noch die Info dazu aus der Leitseite „Neustart“ ab.

    • Es muss ohnehin jeder selbst austreten. Man könnte höchstens auf einer Seite (z. B. beim Weckruf oder Neustart) mit Namen oder zumindest als Zahl darstellen, welche bzw. wie viele Austritte es gibt.

      • Was mich interessieren würde, wäre, wie viele Funktionäre in ein paar Wochen ausgetreten sind! Aktuell wird von Petry-Anhängern gern gesagt, dass man auch bis zu 5000 Austritte leicht verkraftet wird, da man insgesamt über 22000 Mitglieder hat und neue Mitglieder eintreten werden… aber es könnten ja auch damit die Hälfte (zumindest in den alten Bundesländern) der aktiven Mitglieder und Funktionäre, die ein Landtags-, Kreistags-, Stadtrats-, Gemeinderatsmandat bzw. einen Posten in Landes-, Bezirks-, Kreisvorständen der AfD inne hatten, ausgetreten sein? Wie sehen Sie das?

      • Aktive Mitglieder werden jetzt überproportional austreten. 5.000 wären wirklich viele. Da die Austritte auch nicht zufällig erfolgen, ergibt sich allein dadurch eine weitere Radikalisierung der verbleibenden Aktiven.

      • Wie viele aktive Mitglieder hat die AfD überhaupt? 10000?

      • Ich weiß schon von mehreren Hundert Mitgliedern, die ausgetreten sind und vorher Parteiämter begleitet haben…und das wird nur ein Teil sein. Also könnte jetzt nach Essen die Petry AfD in den nächsten Wochen wohl 1/3 bis 1/2 der aktiven Mitglieder verlieren? Was schätzen Sie, wie viele aktive Mitglieder die AfD (vor Essen) hatte? „deutlich weniger“…also 5000 bis 7000?

      • Es gibt bisher 2700 Austritte…und weitere 3200 Austritte sind in Bearbeitung. Also könnte es in den alten Bundesländern dazu kommen, dass vielleicht sogar die Hälfte aller aktiven Mitglieder austreten wird?

      • Davon gehe ich aus. Auch die passiven Mitglieder, die überhaupt um ihre Mitgliedschaft wissen, werden irgendwann gehen (müssen).

      • Herr Glaser hat schon angedeutet, dass er eine 3er Spitze wie in Hessen will. Es wird bald am Stuhl von Petry gesägt werden, wenn sie sich dagegen wehrt und wie in Sachsen allein herrschen will… Die Frage ist, wann Herr Meuthen davon sowie von Verschwörungstheorien des restlichen BuVo (Driesang, Poggenburg…) genug hat?…mit seinem Rücktritt sollten die letzten echten paar Liberalen und Konservativen die AfD verlassen, eine Mini-Austrittswelle folgen…spätestens in dem Moment, wo Meuthen geht, kann doch kein Unternehmer (oder andere seriöse Mitglieder) mehr in der AfD bleiben, ohne endgültig seinen Ruf komplett zu ruinieren. Wahrscheinlich wird dieser Umstand auch darüber entscheiden, ob eine neue Partei überhaupt eine Chance hat? Geht Meuthen vor den Landtagswahlen, sollte eine neue Partei doch wieder größere Chancen haben, da man „nur“ noch mit der FDP und CDU um die gleichen Wähler kämpft?

      • Herr Meuthen hat nicht diese Bedeutung. Jeder weiß, dass die AfD keine seriöse Partei mehr ist, auch wenn es manche noch leugnen, während andere sich freuen.

      • Ich weiß nicht, ob wirklich schon alle Wähler mitbekommen haben, dass die AfD nicht mehr seriös ist…wegen dem Feigenblatt Meuthen und ein paar Anhängern. Vielleicht würde ein Rückzug Meuthens schneller die letzten paar liberalen und konservativen „Leugner“ in der AfD und unter den Wählern zum Austritt bewegen bzw. zur Vernunft bringen? Und dieser zeitliche Umstand, ein früherer Zeitpunkt, könnte die Wahlen zugunsten bzw ungunsten für eine neue Partei entscheiden. Mittlerweile denkt auch Herr Wächter über seinen Austritt nach…bekanntlich das Vorstadium zum tatsächlichen Austritt. Ich wette, dass Frau Petry nächstes Jahr nach den Landtagswahlen gestürzt wird, da man maximal in SA 5 % schafft, was den Höckisten beweist, dass sie zu liberal ist. Was wetten Sie? 🙂

      • Herr Meuthen hat nicht diese Bedeutung. Interessant finde ich, dass er z. T. schon als Stellvertreter bezeichnet wird oder sonst stets als künftiger Stellvertreter. Dabei ist er gleichrangiger Sprecher und wird das auch bleiben, wenn die Bremer Satzung nicht mit Zweidrittelmehrheit bestätigt wird. Es wird spannend, ob Frau Petry jetzt plötzlich dafür wirbt, obwohl die Ablehnung dieser Satzung und der Einerspitze ein wesentlicher Teil ihrer Kampagne gegen Herrn Lucke war.

        Herr Wächter sollte schnell austreten, um seine Reputation zu retten. Wenn er es nicht tut, wird er demnächst ohnehin gestürzt und danach austreten, was viel weniger überzeugend ist. Dass nach meiner Einschätzung höchstens noch in den neuen Bundesländern die Fünf-Prozent-Hürde genommen werden kann, habe ich bereits geschrieben. Bei Gründung einer Pegida-Partei wird auch das schwer. Ob deshalb Frau Petry gestürzt wird, ist eine andere Frage. Sie ist viel machtbewusster als Herr Lucke und wird sich geschickter wehren.

      • Hier wird schon wieder spekuliert, dass sich die Balken biegen.

        Natürlich ist Petry keine geeignete Parteivorsitzende und wird sich (hoffentlich) nicht zwei Jahre halten können.

        Indes glaube ich nicht, dass die Rechtsextremisten sich tatsächlich durchsetzen werden, wenn genügend Vernünftige an Bord bleiben. Letzteres bleibt erst einmal abzuwarten.

        Voreilige Spekulationen sind m.E. jedenfalls fehl am Platz.

      • Die Zukunft ist grundsätzlich unsicher. Trotzdem sind nicht alle Szenarien gleichermaßen wahrscheinlich. Sie waren nicht in Essen und haben im tiefen Bayern oder gar Österreich eben noch gar nicht mitbekommen, wie sich die AfD vor einer Woche verändert hat.

      • Nun, lieber Herr Dilger, wir leben hier in Bayern und Österreich auch nicht hinterm Mond, auch wenn das im Ruhrpott noch immer viele glauben.

        Außerdem bin ich nach wie vor ganz gut vernetzt in der AfD und habe Einiges aus Essen berichtet bekommen. Der Mob ist völlig indiskutabel, keine Frage.
        Aber soll man deshalb mehr als zwei Jahre Einsatz einfach über Bord werfen? Das halte ich für überstürzt. Viel wichtiger ist es doch, der befürchteten Entwicklung entgegenzutreten. Erst wenn ich zu der Erkenntnis käme, dass diese tatsächlich nicht aufzuhalten ist oder die AfD sich weiterhin nur mit sich selbst und den Eitelkeiten ihrer Protagonisten beschäftigen wird, werfe ich hin.

        Einfach nur Lucke hinterher zu laufen war von Anfang an nicht mein Ding.

      • Ich bin nicht Herrn Lucke hinterhergelaufen, sondern fast eine Woche vor ihm ausgetreten. Dass die AfD nicht mehr (?) liberal ist, haben vermutlich selbst Sie schon gemerkt. Dass sie inzwischen nicht nur illiberal, sondern antiliberal ist, wird Ihnen irgendwann auch noch auffallen. Bis dahin brauchen Sie nicht immer dasselbe zu wiederholen. Danke.

      • Wirklich liberal war die AfD doch nie. Das wissen Sie genauso gut wie ich. Wann die persönliche Schmerzgrenze erreicht ist, kann allerdings nur jeder für sich selbst entscheiden.

        im Übrigen sollten Sie nicht immer alles was ich im Zusammenhang mit den Weckrufern (denen Sie ja gar nicht angehören) und Bernd Lucke schreibe, gleich persönlich nehmen. Ich weiß da sehr wohl nuanciert zu differenzieren. Sie hoffentlich auch.

      • Ich weiß nur, dass ich Ihre Kommentare seinerzeit nicht grundlos gesperrt habe. Jetzt nach Essen geht es leider weiter mit Ihrem ständigen Lucke-Bashing. Ihn einmal zu kritisieren, war sicher berechtigt, aber diese ständige Leier geht nicht nur mir auf die Nerven, wie ich von direkten Zuschriften weiß. Deshalb schlage ich vor, zukünftig all Ihre Kommentare zu Herrn Lucke und dem Weckruf zu sperren, während ich solche (nur) zu anderen Themen noch zulasse. Herr Lucke ist doch auch gar nicht mehr in der AfD. Warum interessieren Sie sich immer noch so brennend für ihn?

      • @AD

        Ich interessiere mich doch gar nicht für Herrn Lucke, sondern nur für die von ihm angerichteten Flurschäden.

      • Frau Petry ist eine Opportunistin wie Merkel…aber geht sie wirklich so weit, der Kopf einer Pegida-Partei zu sein? Ich kenne (leider) viele Mitglieder in den neuen Bundesländern, die schon jetzt aktiv Pegida unterstützen…Frau Petry müsste sich also langfristig wie Festerling bei Pegida und den OB-Wahlen verhalten. Sie muss doch irgendwann auch mal an ihre Kinder denken…und ihrem Mann, einem Pfarrer, der sogar Flüchtlinge betreut und der ein radikaleres Verhalten nicht nur wegen Rufschädigung ablehnen dürfte. Zumindest kann ich mir nicht vorstellen, dass es eine AfD und Pegida-Partei geben wird…Pegida ist in der AfD zu präsent, als dass die Mitglieder zuschauen, wie Petry sich gegen eine Vereinigung wehrt. Ein Großteil der Mitglieder wird keinen Wahlkampf gegen Pegida führen… Hinzu kommt, dass Petry auch noch mit ihrem BuVo Probleme bekommen wird, wenn sie die Bremer Satzung (zumindest praktisch) beibehalten will…wie Sie es schon sagen: es war ihr Hauptwahlkampfthema, was dazu noch heuchlerisch war, da sie ihren eigenen Landesverband sogar noch autoritärer führt. Ich glaube nicht daran, dass sie zur alten 3er Spitze zurückkehren wird…man konnte gestern schon bei der Pressekonferenz sehen, dass sie sich als alleinige Vorsitzende sieht, obwohl es eigentlich aktuell eine Doppelspitze gibt.

      • Das ist nicht „meine“ Partei. Jedenfalls nicht meine alleine. Und dass ich wachsam sein werde, was die weitere Entwicklung angeht, dafür sollten Sie mich inzwischen gut genug kennen.

  8. Hallo Herr Dilger,
    ich teile ihre Meinung, dass eine Neugründung AfD unsinnig ist, teile ich. Aber ich werde mich an diesem Prozess beteiligen, da ich glaube, dass der politische Konsens in der neuen Truppe anders sein wird. Die Rest-AfD scheint sich zu so etwas wie einer Tea-Party (Rechtskapitalistisch) zu entwickeln (jedenfalls scheint das Petrys Ziel zu sein). Frage ist hier, ob sie sich von den Faschistoiden (um Höcke, die eher „Rechtssozialistisch“ sind) trennen kann.
    Wie auch immer, genau diese Leute werden bei einer Neugründung fehlen, und wie der Essener Parteitag zeigte, Leitlinien und Programme sind Papier. Politik wird von Menschen gemacht und da ist Papier nicht entscheidend.
    Eine Partei ist nur dann erfolgreich, wenn die Mischung an Mitgliedern stimmt, und eben diese Mitglieder erfolgreiche Positionen vertreten und umsetzen – unabhängig davon was irgendwo zu Papier gebracht wurde.

  9. Natürlich wird eine neue Partei mit Lucke an der Spitze scheitern. Da hat Herr Dilger vollkommen recht.
    Ich habe mich nicht getäuscht, als mir das Verhalten Luckes und seine Aussagen in den letzten Monaten immer seltsamer vorkam.

    gestern habe ich diesen Cicero-Artikel von Christoph Seils gefunden. Erschienen bereits am 19.05. !! :
    http://www.cicero.de/berliner-republik/rechtspopulismus-bernd-lucke-hat-fertig-die-afd-aber-noch-lange-nicht/59274

    Mir ist fast die Kinnlade runtergefallen. So messerscharf treffend analysiert hatte ich die Situation der AfD zuvor noch nie gelesen.
    Jetzt sollten die Lucke-Fans mal in sich gehen und überlegen ob eine neue Partei ohne Lucke nicht erfolgversprechender wäre.

    Ansonsten glaube ich, dass die Zukunft des Euros nicht von Deutschland aus entschieden wird. Merkel wird sich immer auf der Nase rumtanzen lassen.
    Der Euro-Turm wird früher oder später von anderen Euro-Ländern in denen der Unmut immer stärker werden wird umgeschmissen werden.

    • „Jetzt sollten die Lucke-Fans mal in sich gehen und überlegen ob eine neue Partei ohne Lucke nicht erfolgversprechender wäre.“

      Diese Leute hätten mal vor Essen in sich gehen sollen, statt nach der Abwahl Ihres Gurus kalte Füße zu bekommen und so eine Durchwahl der Patriotenliste überhaupt erst zu ermöglichen.

      Selbst die nicht gerade als liberal geltenden „PI-News“ monieren das:
      http://www.pi-news.net/2015/07/lucke-weg-wie-gehts-jetzt-weiter-mit-der-afd/#more-469476

      • „…statt nach der Abwahl Ihres Gurus kalte Füße zu bekommen“ Höre Sie auf, immer so einen Blödsinn zu verbreiten! Das grenzt an Verleumdung… Die Mitglieder treten nicht aus, weil Herr Lucke abgewählt wurde und sie willenlose Zombies sind, die ihrem „Guru“ hinterherlaufen, sondern weil sie live miterlebt haben, wie groß der Pöbel mittlerweile ist und sie mit solchen Menschen nicht in einer Partei sein wollen! Nach ihrer Darstellung ist Herr Dilger auch ein Guru-Anhänger…merken Sie also, wie absurd ihre Aussagen sind?

      • Im Gegensatz zu manch anderen ist Herr Dilger nicht beim Weckruf und hat ausdrücklich betont, dass er nicht wegen Luckes Abwahl, sondern wegen Petrys Wahl gegangen ist.

        Hätte Frau Petry einen passablen Gegenkandidaten (damit meine ich nicht Lucke, der hat fertig) gehabt und wäre trotzdem gewählt worden, wäre ich vielleicht auch schon weg. Zu Petrys Lager gehöre ich nämlich, wie Sie vielleicht schon bemerkt haben, auch nicht. Die beiden unterscheiden sich meiner Ansicht nach nämlich kaum.

        Im Übrigen sollten Sie bedenken, dass die AfD nicht für den gesunden Menschenverstand zurückgewonnen werden kann, wenn die die ihn besitzen, jetzt alle gehen.

  10. Wichtig bei einer Neugründung wäre nicht zu viele Assoziationen mit der alten AfD zu wecken, denn sonst wird man sich von deren Image nicht lösen können. Die Medien und die anderen Parteien werden nämlich alles versuchen, die Partei dorthin wieder zu verschieben. Selbst wenn es objektiv nicht so wäre, der Versuch wird unternommen werden. Deshalb sollte man natürlich diesbezüglich möglichst wenig Angriffsfläche bieten, was Parteinamen, aber auch Öffentlichkeitsarbeit angeht. Man sollte also tunlichst den Begriff „Neugründung der AfD“ vermeiden, sondern stets von einer komplett neuen Partei sprechen.

    Die Ausrichtung kann lediglich liberal-konservativ sein, denn nur dort gibt es eine Lücke. Wichtig wird dabei sein, auch zu den klassischen Problemthemen, die einen in den Medien Probleme einbringen, also Asylrecht, Einwanderung, Gender Mainstreaming oder Familienpolitik eine klare Botschaft aussendet, die die Fehler bzw. Versäumnisse der etablierten Parteien benennt, ohne aber gleichzeitig jenen Ton einzuschlagen, der die AfD ins Verderben führte. Der Tonfall und die Zielrichtung muss eine pragmatische sein, nicht ideologisch. Und im zentralen Mittelpunkt sollten eher wirtschaftliche Themen (da gibt es viel mehr als den Euro, dessen Anschaffung zwar richtig ist, da die breite Öffentlichkeit aber nichts von den wirtschaftlichen Zusammenhängen versteht, wird das immer auch nationalistisch und symbolisch interpretiert werden) stehen. Fortschritt statt Stillstsnd (Merkel) muss die Devise sein.

    In der linksgrünen Öffentlichkeit wird man, so viel sollte klar sein, nicht gemocht werden, denn wer sich klar für Marktwirtschaft ausspricht und den zunehmend sozialistischen Geist anprangert, wird ohnehin bekämpft werden und Buhmann sein. Die FDP war da ja ein gutes Beispiel, die hat nicht nur die AfD gestürzt, nein, sie wurde auch aus dem Bundestag geschrieben. Wer dann noch einer aktionistischen Energiepolitik wegen einer vermeintlichen Klimakatastrophe nicht das Wort redet, sondern die Interessen der deutschen Industrie, also der bösen Kapitalisten, befürwortet und außerdem volkswirtschaftliche Zusammenhänge beim Euro über einen politischen Wunschtraum und sozialistischen Einheitswohlstand stellt, hat ohnehin wortstarke Bevölkerungsgruppen gegen sich. Deshalb wird es sehr wichtig sein, diesen Angriffen sachlich und souverän zu entgegnen, denn nur durch die Unterstützung (sei es nur in Form von sachlichen Kommentaren), der intellektuellen und bürgerlichen Elite, wird man die Politik beeinflussen können. Wir sind momentan in einer Situation, wo selbst verdiente Ökonomen wie Sinn in der Presse mit Schmähberichten überzogen werden und das nur weil sie das Primat der Wissenschaft über die Politik stellen. Eine neue Partei müsste dafür antreten, genau dies zu verändern.

  11. Die Vorschläge von Herrn Wilhelm zu einem Dreistufenplan zur Neugründung sind als Paket schon mal richtig, es hat aber keine Elemente, die einem jetzigen Wiederholungsszenarium der AfD entsprechen. Das ist der allgemeine Schwachpunkt einer Neugründung. Man kann das aber strategisch so ordnen, dass ein fließender heilender Übergang entsteht. Ich werde es einmal andenken, und wenn es sich lohnt, kann man Weichenstellungen optimieren. Die Gründung einer neuen Partei erfolgt durch Gründungsmitglieder in einer Gründungsversammlung. Mehr als 20 Personen sollten die Partei nicht gründen. Dieser Partei werden dann keine neuen Mitglieder zugeführt. Die 20 Gründungsmitglieder formulieren die Satzung und erstellen das Parteiprogramm der Partei, kein temporäres Parteiprogramm. Das könnte bis Ende des Jahres erledigt sein. Jetzt erst kommen die Mitglieder hinzu, welche sich mit der Satzung und dem Parteiprogramm einverstanden erklären müssen. Man könnte bei der Aufnahme von Parteimitgliedern auch zwei Referenzen forden von Mitgliedern, die schon in der Partei sind.

  12. Ich glaube zumindest, daß es nicht so leicht ist, den Vorwurf des Rechtspopulismus gegen Lucke zu erheben, wenn alle Medien gerade schreiben, daß Lucke gegen Rechtspopulisten verloren hat und er dann eine neue Partei gründet. Baden-Württemberg ist tatsächlich sehr kurzfristig, aber hier dürfte strukurell ein größeres Wählerpotential vorhanden sein (BT-Wahl, also „ursprüngliche AfD“: 5,2 %; RLP 4,8 %; Europawahl BW 7,9 %, RP 6,7 %). V.a. im Vergleich zur Europa-Wahl wird man einige Wähler an die Rest-AfD verlieren, aber evtl. gemäßigtere Wähler gewinnen können; ein Ergebnis in Richtung BT-Wahl ist daher denkbar, so daß es knapp reichen könnte (wenn die 5 % Hürde nicht ohnhin gekippt oder zumindest auf zB 3% verringert wird). Kölmel ist zudem bekannt und beliebt (bei den Weckruf-Anhängern natürlich nur).

  13. Es gab doch in der BRD seit 1949 noch nie eine erfolgreiche Parteienabspaltung.
    Zum Beispiel in der Geschichte der FDP gab es doch einige Abspaltungen. Und die WASG war ja keine Abspaltung von der SPD und selbst wenn man die als Abspaltung werten würde, wären die ohne Fusion mit der PDS total verschwunden. Von der NPD und den REPs gab es mal eine Abspaltung, die hatten einen malerischen Parteinamen DLVH ( Deutsche Liga für Volk und Heimat) .
    Die einzige Abspaltung die minimal erfolgreich ist, ist doch von den Grünen, die dann ÖDP hieß.

    Will man sich wirklich Weckruf-Partei nennen, nicht nur das das ein Name einer NS-Zeitung war, so hieß auch 1919 die erste Zeitung der KPÖ.

    • Ob der Lucke jemals von der KPÖ Weckruf- Zeitung gehört hat, ist eher unwahrscheinlich. Aber vielleicht sagt ihm der Name Ruth Fischer ( Elfriede Eisler) was, die war deren Mitbegründerin. Geht die dann nach Deutschland, macht eine Scheinehe, kämpft sich in harten Fraktionskämpfen an die KPD-Spitze, nur die hat dann Fehler gemacht. Die war dann oberlehrerhaft gegenüber Stalin. Stalin wird sich wahrscheinlich gedacht haben: “ Ich lass mich doch nicht von einer Frau belehren, will die auf Frau Professor machen“.
      Die wurde dann ausgeschlossen als Ultralinke mit einigen anderen. Die KPD Abspaltung Leninbund, war dann nicht so erfolgreich.

    • Auf „Weckruf2015“ und „Neustart2015“ wird der ‚Nachruf2015‘ folgen.
      Alles was diese Hasenfüße und Lemminge anpacken, ist einfach nur noch lächerlich.

      • „Nachruf2015“ hehe , Nein das heißt „Valiumruf2015“

      • Wetten um eine Kiste Bier, der Lucke hört sich ab jetzt stundenlang Depressionsnummern von Bettina Wegner an.

        In welchem EU- Land ist eigentlich pro Kopf der Bevölkerung die höchste Selbstmordrate? Finnland, dann Ungarn dann Österreich.
        Hoffentlich holt die BRD nicht auf.

      • Die Liebeslieder könnte man teilweise locker für Lucke über die AfD umtexten.

      • Lieber Herr Meister,

        dezent und höflich möchte ich darauf hinweisen, dass ich kein Lemming bin.
        Ein Hasenfuß schon garnicht.

        Können wir uns auf eine andere Formulierung einigen ?

      • @pavdm

        Nein, Sie sind natürlich kein Hasenfuß, denn Sie waren ja gar nicht in der AfD. Und für einen Lemming halte ich Sie auch nicht. Diese Formulierungen bezogen sich auf des Lemmingfängers Gefolgschaft aus der AfD, nicht auf Sie.

        Ihnen sehe ich nach, dass Sie Herrn Lucke nicht so gut einschätzen können. Sie haben ja nicht zwei Jahre und vier Monate Lucke-Autokratie in der AfD hinter sich. Aber die Lemminge sollten es eigentlich besser wissen. Interessiert die nur nicht, weil sie nicht selbst denken.

  14. Momentan bin ich indifferent ob ich einer direkten Neugründung einen großen Erfolg bemessen würde. Die Einwände von Herrn Dilger kann ich absolut nachvollziehen, auch die Argumente der Fürsprecher machen Sinn.

    Vll. sollte man trotzdem erstmal in Klausur gehen und die Geschehnisse aufarbeiten, bevor man in operative Hektik verfällt. Wie ich finde, ist das, was im letzten Jahr passiert ist, viel tiefgreifender und komplexer, als dass man jetzt zu schnelle Antworten finden könnte.

    Vll. würde etwas Abstand Sinn machen?

    Die systemimmanenten Probleme des Euro werden erhalten bleiben. Liberal-konservative Themen wird die CDU im nächsten Jahr auch nicht besetzen. Die FDP könnte kurzfristig profitieren, bin dsbzgl. aber skeptisch ob dies nachhaltig sein wird.

    Aber einen schlechten Schnellschuss in BW hinlegen, würde tatsächlich ziemlich viel ruinieren.

    • Natürlich wäre etwas Abstand sinnvoll. Das nimmt Emotionen heraus, nach einiger Zeit sieht man klarer und hat auch wieder neue Kräfte geschöpft. Eine Parteineugründung wird doch gerne mit einem Marathonlauf verglichen. Das ist nicht ganz falsch, auf jeden Fall ist sie kein Sprint. Doch als Marathonläufer weiß ich, dass man nach einem solchen Lauf nicht sofort den nächsten starten soll. Selbst die Profis brauchen rund ein halbes Jahr Regenerationszeit. Wie wäre es mit Wiedervorlage Anfang nächsten Jahres? Wer keine Geduld hat, ist für solch ein Projekt ohnehin nicht gut geeignet.

  15. Ich lese immer, man (wer ?) könnte, müßte, sollte. Geben wir doch den aktuell arbeitenden Personenkreis die Chance ein Konstrukt zu entwickeln.

    Wir interessierten werden uns schon beteiligen. Herr Prof.Dilger, ich überdenke gerne Ihre kirtischen Anmerkungen und auch viele andere. Aber ich vermisse in einem Ying Yang Analyseweg auch die Vorteile gegenüber der AfD Gründung.

    Alle haben nun Parteierfahrung, damals wenige. Alle haben gelernt und sich verändert in dem zurückliegenden Streit. Vorsichtiger zu sein und nicht alles zu glauben. Es gibt inzwischen Freundschaften, gelebte Kontakte, Gedankenaustausch, ein sich kennen. Intensiver als am Anfang 2013.

    Hinzu kommt eine Kommunikation miteinander, die respektvoll die Kompetenz der Mitstreiter nicht anzweifelnd, geführt wird. Man weiß im Groben was man voneinander zu erwarten hat.

    Spannender, und da will ich Ihnen zustimmen Herr Dilger, wird es wenn sich dieser Kreis erweitert.

    Noch ein Punkt. Wer sagt eigentlich, dass Prof.Lucke diese Partei anführt. Muss das so sein ? Oder wäre nicht auch ein anderes Konzept denkbar. So wie mit Gysi. Frontfigur ohne Vorstandsaufgaben ? Wie auch immer, eine kritische Begleitung dieser Parteigründung ist sicherlich normal, aber es können auch viele Dinge ganz anders seien, als bei der AfD und damit doch eine bessere Chance.

    • Lieber Herr von der Marwitz,

      vier der fünf Weckruf-Gründer sind langjährige ehemalige CDU-Mitglieder und waren allesamt Beamte. Der fünfte ist Herr Henkel, ein Lobbyist der Großindustrie, der auch nie selbst ein Unternehmen aufgebaut hat.

      Fast alle Erstunterzeichner des Weckrufs sind ehemalige CDU- und CSU-Mitglieder und nichts als Mitläufer mit Karrieristenhoffnungen im Kielwasser Luckes. Genau so haben diese Nullen sich auch in der AfD verhalten.

      Was erwarten Sie von diesen Leuten?
      Doch nicht etwa ernsthaft eine alternative Politik?

      Falls dieser Verein überhaupt irgendetwas auf die Beine stellt, dann wird es der Mehrheitsbeschaffung für die CDU dienen und sonst zu gar nichts.

      • Herr Meister,

        ich erwarten von JEDEM seinen Beitrag um einer Partei eine Akzeptanz in der politischen Welt der BRD zu geben.Ob die Ur-Väter der alternativen Idee nichts tun oder wenig, wird sich zeigen. Mit einem guten Umfeld werden die motivierter sein als bei Streit und Frust.

        Sie sind auch auf meine Gedanken nicht wirklich eingegangen. Es könnte auch andere Kielwasser geben und einen Sprecher Prof.Lucke, oder?

        Und die Frage der Mehrheitsbeschaffung von CDU, über solche Zukunftsträume kann man sprechen wenn es soweit ist. Welche CDU erleben wir dann ? v.d.Leyen geführt ?

        Solche Argumente sind mir zu flach. Ich mache nur aus einem Grund mit, ich sehe die Hoffnung, dass eine Mittelschicht wie Prof.Kruse, Prof.Dilger und Sie, eben viele andere mehr sich mit ihren Kompetenzen und Standing in der Gesellschaft den Bürger zuwenden um deren Sorgen, deren Wünsche zu einer politischen Forderung umsetzen.

        Einfacher ausgedrückt. Diese delitanten Politiker der Parteien politisch anzugreifen mit Fachleuten und Wissen. Die Absurdität der heutigen Politik, der heutigen Parteien, das 50 % der Bürger verachten durch nicht Wählen zu kanalisieren.

        Wie ich in anderen Diskussionen aufgezeigt habe, sollte eine Basis ( eben ausgewählte Mitstreiter) Bürgernähe vorleben. Dies in einer Struktur bis an die Spitze. Eine Partei muß seine Basis sauber halten und nicht jeden aufnehmen nur um Menge darzustellen.

    • Herr von der Marwitz,
      Sie sagten etwas was für Erfolg oder Miserfolg des Neustarts2015 sehr wichtig wird, Kommunikation!

      Menschen müssen sich besser kennen lernen in direktem Kontakt. Menschen müssen auch mitgenommen werden. Menschen die nicht involviert sind verlieren Interesse. Mitglieder die sich langweilen kommen auf dumme Gedanken. Deswegen soll man regional Weckrufler in kleinerem Teams sofort vernetzen. Das dürfte heute wesentlich leichter gehen als in AfD. Ich glaube es ist eine kleinere und motiviertere Gruppe. Unsere Interessen sind fokusierter, wir denken ähnlicher! Mit Enthusiasmus und Zusammenhalt könnte mindestens die Anfangsphase sehr erfolgreich werden.

      Und wenn wir bei Komunikation sind, dazu gehört eine Moglichkeit , neben emails ,Info aller Art auszutauschen aber auch leicht mobilisiert zu werden. Ein Neustart Blog oder Forum nur für Mitglieder. Kontakt zwischen Mitgliedern und Repräsentanten muss viel direkter und näher sein. Es ist auch wichtig allen Menschen ein Gefühl des Ownerships zu geben und zu pflegen.

      Stichwort Mitglieder! Sollen alle Vorbereitungen für ein Gründungsparteitag durch einen Verein (Weckruf/Neustart) erledigt werden? Was denkt man zu organisieren um ausgetrettene ex-AfDler nicht in den nächsten Monaten zu verlieren?

      Letzte Gedanke! Wäre es nicht sehr sinnvoll mit professionellen , auch ausländischen Politberater sich zu beraten? Ich gehe davon aus , dass auch Prof. Lucke nach diesen Jahren ein Tunnel-Blick hat aber AfD nicht kopiert werden soll.

      • Zustimmung, man könnte es noch deutlicher formulieren. Nur wer sich kennt, nur wer sich ohne Öffentlichkeit mal besprechen kann, nicht auf Versammlungen in der Ecke, sondern einfach wie früher beim Picknick.

        Ich werde zumindest hier in Hamburg den Kontakt pflegen. Nicht nur mit den Funktionären, sondern mit den Mitgliedern. Bier habe ich immer und lustig wird es auch. Wichtig ist, dass man Spass hat und lernt.

        So wie hier in dem Blog. Was konnte man nicht alles lernen. Prof. Dilger hat sich schon einige Bierchen verdient.

      • Meine Herren (von der Marwitz und de Grisogono),

        Sie werden enttäuscht sein vom „Neustart2025“.
        Was der kleine Bernd nicht kann, lernt auch der große Lucke nicht mehr.
        Schminken Sie sich Ihre Illusionen und Träume ab.

        Ich wünsche Ihnen ein sonniges Wochenende!

        Michael Meister

  16. Gauland hat es heute im Morgenmagazin sehr gut analysiert:

    Lucke ist gescheitert an sich selbst. Er kann nicht führen, er ist kein Parteiführer. Er hat kein politisches Gespür. Er ist nicht bereit, sich dem Mitgliederwillen zu beugen. (Daher machen Arbeitskreise auch keinen Sinn, denn Lucke wird deren Ergebnis, wenn es seinen Vorstellungen nicht entspricht, sowieso nicht akzeptieren.)
    Lucke hat auch medial seinen Nimbus verloren. Er ist verbrannt und zur Witzfigur verkommen.

    Nochmal:

    Sehen Sie sich seine Rede von Essen an. Am Anfang gab es Applaus.
    Mit dreisten Aussagen über den Weckruf hat er sich dann die Halle zum Feind gemacht und wurde als „Lügen-Lucke“ ausgepfiffen. Am Ende brüllte die Menge „Weckruf Raus“.
    Er hat überhaupt keinen Instinkt und kein Taktgefühl. Als Politiker muss man das richtige zum richtigen Zeitpunkt sagen und tun. Lucke tut immer das falsche zum falschen Zeitpunkt.

    Der Weckruf, der jetzt NS 2015 (aua!) heißt wird sich nicht lange halten.

    Die Kaderebene wird sich bedingungslos Lucke unterwerfen (Opportunismus, Karrierismus). Selbstkritik wird es nicht geben. Eine nüchterne Lageanaylse auch nicht. Lucke ist eh beratungsresistent.
    Gäbe es genug kluge Leute im Weckruf, würde sie erst einmal die Lage sondieren und hätte abgewartet.

    Aber Joost hat ja offenbar schon im Mai den Neustart 2015 initiiert!

    Luckes Problem: Er wird nicht genug Indianer finden. Und die Indianer, die sich ihm anschließen, werden nach wenigen Monaten erkennen, dass Lucke nicht der erhoffte Messias ist, sondern ein nicht teamfähiger Autokrat.

    Der NS 2015 wird nicht lange überleben!

    • Als erstes Ziel der Rumpf-AfD ist eine neue Partei zu verhindern! Herr Gauland versucht weitere Austritte zu verhindern und diffamiert Prof. Lucke hemmungslos. Er selbst ist aber der Verräter und Spalter ( Besuche bie Russen, bei Pagida, Interviews, Lügen).

      Gehen Sie am besten zu afd-nb.de, da werden Sie richtig täglich indoktriniert.

  17. Noch eine Partei kann Vor- und Nachteile haben.
    jedoch wird sie nicht mehr als 5 bis 7 % erreichen und auch das nur dann,wenn sie die FDP beiseite schiebt.

    Dann wären eine liberal – konservative und eine national – konservative Partei neu auf dem Spielfeld der Republik.

    Warum nicht,zusammen verträgt es sich offensichtlich nicht !

    Darauf wird es auch hinauslaufen,weil das Lucke Lager sehr speziell auf wirtschaftsliberale Ansichten ausgerichtet ist und das Petry Lager eben sehr stark nationales vertritt.
    _________________________

    Bei all diesen Differenzen scheint mir aber humanes Denken bei diesen Themen unter die Räder zu kommen.

    Masseneinwanderung haben wir nicht,weil diese Leute gerne ihr Land velassen.
    Die Gründe dazu,auch für diese Menschen müssen einmal durchleuchtet werden.

    Gleiches gilt für den Euro und die Folgen die er hat,Griechenland ist platt.
    Teils sicher selber verschuldet,aber der Euro macht die ja erst recht nicht wettbewerbsfähig.

  18. Wer (wie ich) schon bei der Wahlalternative 2013 dabei war, der kennt doch hoffentlich die nicht aus dem Spiel zu verbannenden systemimmanenten allgemeinen (zB der „gemeine Opportunist“ oder der „gemeingefährliche Intrigant“ oder der „schwachsinnige Verschwörungstheoretiker auf Geldsystem-Mission“) und individuellen (zB Lucke, der vielleicht am liebsten noch die Träume seiner Kameraden steuern würde) menschlichen Muster genügend um zu wissen:

    Weder die AfD noch der Weckruf haben den Hauch einer Chance, nochmal irgendwo über 5% zu kommen.

    Der selbstlose Enthusiasmus der Anfangszeit, der absolute Bedingung ist, ist verraucht und kommt in den nun aufgeriebenen Generationen nie wieder. Er war auch nur möglich, weil es relativ wenig politischen Streit gab. Denn die quartalsirren Verschwörungstheoretiker und braunen Rotten fuhren zunächst einfach auf dem Zug mit -durchaus mit sehr viel Fleiss und Einsatz- ohne sich zu erkennen zu geben. Diese Gemeinschaftskraft fehlt schon mal. Ohne die geht es aber nicht.

    Des Weiteren, ebenfalls für sich genommen ausreichend tödlich: die Eurokrise wird nun über kurz oder lang in den Augen der Bevölkerung durch die Union und SPD „gelöst“. Die markigen Sprüche aus zB Bayern sind diesmal lauter, aber auch ehrlich so gemeint. Es ist typisch, daß der Überbringer der schlechten Botschaft nicht geliebt und auch nicht belohnt wird. AfD und Weckruf denken: wir haben es doch gesagt, daher wird man uns nun wählen! Das ist nicht nur Rechthaberei die der Wähler gar nicht goutiert, sondern völlig naiv.

    Die Chancen der Euro-Abwahl stehen zukünftig bei der Union besser, denn die kommt garantiert wieder an die Machthebel. Der euroskeptische Wähler wäre dumm, wenn er AfD oder Weckruf wählte. Doch der Wähler ist keineswegs dumm. Also wird kaum einer AfD oder Weckruf wählen.

    Die Köpfe des Weckrufes, Lucke voran, sind auch nicht dumm und wissen das alles.
    Warum also wollen Sie doch wieder ihre Truppen sammeln?

    Ich denke, die Erklärung könnte sein: Sie wissen, daß die 5% utopisch sind, aber ein bis maximal 3% bei der Europawahl 2019 könnten Sie gewinnen. Wenn´s für Martin Sonneborn von „Die Partei“ in 2014 gereicht hat, dann reicht es zumindest für den Herrn Professor in 2019. Ich fürchte: darum könnte es im Kern gehen. Viele Indianer haben einen rostigen Pfeil im Kopf und würden das bis zum Ende nicht durchschauen.

    • Wenn es nur um die Europawahl geht, sollte ich vielleicht doch noch meine eigene Partei eröffnen. Es reichen gut 5 Promille für das erste Mandat. Das ist nicht völlig trivial, aber machbar.

      • Danke, umso eher eine gute denkbare Erklärung für das Phänomen „Neustart“. Bei der Gelegenheit: die „Sie“ statt „sie“ haut immer die Schlechtschreibkorrektur rein. Ich bin da zu unaufmerksam, tut mir leid. Falls Ihnen das zukünftig trotz hiermit versprochener Bemühung auffällt, korrigieren Sie das bitte gerne. Es schmerzt in den Augen… danke!

      • Das fällt mir meistens schon auf, doch ich korrigiere es nur manchmal, wenn es sinnentstellend ist (aber trotzdem klar, was kein Widerspruch ist).

  19. @Herr Meister,
    sind Sie vielleicht der in Bayern eingebürgerte MEPHISTOPHELES ?

    Ich bin der Geist, der stets verneint!
    Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
    Ist wert, daß es zugrunde geht;
    Drum besser wär’s, daß nichts entstünde.
    So ist denn alles, was ihr Sünde,
    Zerstörung, kurz, das Böse nennt,
    Mein eigentliches Element.

    Goethe möge mir das Plagiat verzeihen.
    LG Klaus Wolfgang Berger

      • Lieber Herr Meister, leider vermisse ich bei Ihnen ein Herz für unsere Nation und Tradition, was äußerst bedauerlich ist, aber dafür finde ich Ihre Sichtweise gegen den zerstörerischen und knebelten US-Imperialismus, letztlich das größte Übel unserer Zeit, großartig! Bleiben Sie doch in der AfD und engagieren sich gegen TTIP und andere „gute“ Ideen unseres Hegemons. Aber Herr Wächter muss weg. Eine Bitte noch, denken Sie doch mal drüber nach, dass Demokratie (wie das Wort demos schon nahelegt) und Freiheit eng an den Bestand von Volk und Nation gebunden sind. Die reine libertäre Lehre führt auch nur in die Diktatur der Konzerne und Oligarchen, einem Zustand, dem wir uns auch so schon bereits annähern.

      • Gegen Traditionen habe ich nichts einzuwenden.
        Aber bitte religiöse Eiferei nicht mit „Tradition“ verwechseln oder gleichsetzen.

        Mit dem Traum einer großen deutschen Nation können Sie bei mir – wie Sie schon richtig bemerkt haben – nicht punkten.
        Deutschland ist ein auf Napoleon Bonaparte zurück zu führender Kunststaat in dem nicht erst 1990 zusammengepfercht wurde, was nicht zusammen gehört. Das sehe ich übrigens für einige andere europäische Staaten genauso. Zum Beispiel für Italien, Belgien, Großbritannien und Spanien.

        Dass Wächter weg muss, da sind wir uns wohl einig.
        Wen schlagen Sie als Nachfolger vor?

        Schönen Abend noch, ich bin für heute weg vom Netz.

      • Lieber Herr Meister, da wir verschiedentlich in einigen Punkten überstimmen, glaube ich, dass Sie mir es persönlich nicht übel nehmen, dass ich hier Ihre nicht ausreichenden Geschichtskenntnisse kritisiere. Der heutige in Deutschland von den Alliierten errichtete Staat (BRD) hat verschiedene Vorläuferstaaten. Der erste und langlebigste – das Heilige Römische Reich (ab dem 15.Jh, auch mit Zusatz: deutscher Nation) – geführt vom sogenannten römisch-deutschen König, der von den deutschen Reichsfürsten gewählt, auch zumeist vom Papst zum Kaiser gekrönt wurde, reicht bis in die Mitte des 10.Jahrhundert zurück. Genau dieses Reich, dem Ihr geliebtes Bayern von Anfang an angehörte, wurde von Napoleon zerstört bzw. beendet. Somit ist es genau anderes herum als Sie angeben.

        Dieses ist die staatliche Ebene. Die kulturelle Ebene, die die Deutschen (einschließlich der Bajuwaren) zu einer Nation macht, reicht noch ein ganzes Stück weiter zurück, wie die Existenz der althochdeutschen Sprache in verschiedenen lokalen Varianten beweist. Ich selbst würde den Beginn oder Ausgangspunkt des historischen Zweiges, der am in Mitteleuropa zu Deutschland führte, sogar auf das Jahr 9 datieren, als es Arminius durch die Schlacht im Teutoburger Wald gelang, die Expansion des Römischen Reiches nach Mittel-, Nord- und Osteuropa zu unterbinden. Erst dieser Umstand erlaubte die Entwicklung einer eigenständigen deutschen Sprache und Kultur mit germanischen Wurzeln, sonst wäre Germanien wohl ähnlich den vorherigen Entwicklungen in Gallien vollständig romanisiert wurden. Übrigens hätte es dann wahrscheinlich sich auch nicht die englische Sprache entwickelt, weil von einem von Römern beherrschtes „Norddeutschland“ keine Sachsen und Angeln im 5. Jahrhundert sich nach Britannien hätten aufmachen können.

      • Das Heilige Römische Reich (Deutscher Nation) war kein Staat im modernen Sinne, sondern ein mittelalterlicher Staatenbund (oder eigentlich ein Feudalreich von Feudalstaaten). Aus Frankreich kam dann tatsächlich die Nationalstaatsidee.

      • @Snofru

        Selbstverständlich orientiere ich mich an der Neuzeit und nicht am Mittelalter. Herrn Dilgers disbezüglichem Kommentar habe ich folglich nichts hinzuzufügen.

        Andernfalls können wir uns aber auch darauf einigen, dass die von „europäischen Patrioten“ befürchtete „Islamisierung des Abendlands“ bereits am 2. Januar 1492 in Granada ihr Ende fand.

  20. Eine neue Parteigründung halte ich tatsächlich in der jetzigen Situation für überstürzt. Mediale Effekte werden das Anliegen nicht zum Erfolg führen, meine ich.

    Autoritären Strukturen, zu welchen ich politische Organisationen zähle, neigen dazu diejenige Akteure in den Fokus zu stellen, die es am besten verstehen antizipative Bedarfserwartungen zu artikulieren oder zumindest diesen Erwartungen nicht im Wege zu stehen. Insofern hat die AfD sehr gut gezeigt, wie die mediale Gesellschaft funktionert. Der Versuch durch mediale Effekt eine „Idee“ gesellschaftpolitisch zum Tragen zu bringen muss an diesem Punkt scheitern, nämlich daran, diese Erwartungen zu bedienen. Für ein Gelingen einer Parteigründung, wäre eine notwendige Voraussetzung, dass das Parteimanagement sich von konkreten Inhalten distanzierte und deren Ausgestaltungen kommunikativen Aspekten in einer modernen Medialgesellschaft unterordnete. Ich will damit nicht sagen, dass die Inhalte nicht relevant sein. Sie sind wesentlich, soweit sie der Abgrenzung im politischen Spektrum dienen. Darüberhinaus aber sind sie eher hinderlich, als förderlich. Nur ich frage mich dann, wozu brauchen wir eine FDP“ ? Die haben wir doch schon…

    Danke für diesen Blog. Ich denke, der zurzeit einzig sinnvolle Weg ist der Austauch von Gedanken und das gegenseitige Darstellen eigener Standpunkte. Ich will damit nicht sagen, dass ich stets richtig liege. Irrtum nicht ausgeschlossen. Aber ich sehe in der jetzigen Situation keinen Ansatz zur Gründung einer „fairen“ Partei. Wer sich in das politische Fahrwasser begiebt, macht sich notgedrungen schmutzig und wird „geschluckt“. Mein Respekt gilt Herrn Bernd Lucke, der in diesen Verpflechtungen sich treu geblieben ist. Ich hoffte, es gäbe mehr Menschen mit seinem Mut und seiner Aufrichtigkeit.

    • Herr Hasse, Ihr hohes Lied auf Lucke ist sehr befremdlich, hat er doch einen Verrat an der Partei und an seinen Wählern vollzogen. Er selbst scheint es nicht einmal zu merken, hier zeigt sich wieder sein fehlender politischer Spürsinn, was ihn objektiv, neben anderen Punkten, nicht zu einem Parteiführer macht.

      Ansonsten haben Sie Recht, eine neue Partei dieser Art macht keinen Sinn. Was will denn diese vorstellen? Ein Verein, der etwas vorsichtiger, vielleicht in einem Umfang von nur „20-30%“, von dem was die originale AfD bereits tut (die selbst schon gemäßigt ist), die objektiv vorhandenen, massiven, schwerwiegenden Probleme der BRD und EU kritisiert? Falls dieser Club überhaupt in der Lage ist, das entsprechende neue politische Bewusstsein aufzubauen, das nötig wäre, um erst mal die realen Machtverhältnisse zu verkennen und daraus neue Wege abzuleiten, die Deutschland retten könnten. Das ist mit einem Weckrufler, dem Prototyp des deutschen Spießers westdeutscher Couleur, nicht zu machen.

  21. Einige Handyvideos beweisen übrigens, dass die Weckrufer alles andere als kultiviert in Essen aufgetreten sind. Eine Einpeitscherin war besonders verhaltensauffällig und wurde dabei gefilmt . Lucke – Gegner, die ihn ausgepfiffen haben, wurden sogar von muskelbepackten Weckruf-Schlägern angegriffen und eingeschüchtert….

    In Baden Württemberg könnte die AfD mit einem strammen Law and Order – Kurs in Sachen Gender und Asyl + solider Finanzpolitik (Kretschmann Desaster) locker 8 – 10 Prozent holen. Die Republikaner haben das in den 90ern auch geschafft.
    Der NS 15 mit dem lahmen Zugpferd Kölmel hat da keine Chance.

    In Sachsen Anhalt wird die AfD ebenfalls zweistellig abschneiden. Der Wahlkampf wird bestimmt von dieser Burg aus organisiert 😉

    Nur für RLP sehe ich schwarz.

    Bis 2017 zur Bundestagswahl ist es noch lang…..

    Stärke der AfD wird die JA. Diese jungen Leute kosten kein Geld und machen aufopferungsvoll überall Wahlkampf und haben auch keine Angst vor Auseinandersetzungen mit der Antifa.

    Luckes NS15 fehlt es an jungen Leuten, die bereit sind Opfer zu bringen.

    • Es gibt Leute die selbst in Essen waren! Bemühen Sie sich nicht Blödsinn zu verbreiten und Tatsachen zu verdrehen. Machen Sie lieber etwas für Rumpf-AfD!

    • Es ist kaum zu glauben, daß die Leute, die hier aufeinander einprügeln, einmal in derselben Partei waren.

      • So ging es schon, kann man sagen, seit Jahren, weit vor Bremen, Weckruf und Essen! Sie haben es nur nicht wahrgenommen.

  22. Nach Spiegel gibt es bisher rund 10% Austritte. Frau Petry bestätigte, dass mit bis zu 20% Austritten gerechnet wird!

    • Das sollte zu verkraften sein.
      Sieht man sich die meisten abgehalfterten Ex- oder Noch-AfD-Weckruf-Funktionäre an, so handelt es sich in den meisten Fällen um keine wirklichen Verluste für die AfD.

      • Jawohl, Herr Meister! Viele dieser abgehalfterten Ex- oder Noch-AfD-Weckruf-Funktionäre waren bereits vorher abgehalfterte Ex-CDU/FDP und sogar SPD-Funktionäre.

      • So ist es. Aber dem Vernehmen nach wollen ja immerhin die Amigos aus dem bayerischen AfD-Landesvorstand einen Sonderweg gehen und bis zur anstehenden Neuwahl in Amt und würden bleiben.

        Wie man Medienberichten inzwischen entnehmen kann, soll es demnächst eine „Alternative für Bayern“ und sogar eine „Alternative für München“ geben. Blitzgescheite Ideen mit zwei Jahren und zwei Monaten Verspätung … hat wohl etwas gedauert, bis die Herkunftspartei der Amigos ihren Segen gab.

      • Vor zwei Monaten hätten Sie die von Ihnen verlinkte Publikation vermutlich noch als linke Propaganda bezeichnet, Herr de Grisogono.

        Wirklich beschämend finde ich indes, dass die ganzen Mandatsträger, die auf dem AfD-Ticket zu ihren Mandaten gekommen sind, nicht wenigstens die Courage besitzen, ihre Wahlmandate niederzulegen. Allen voran die fünf Weckruf-Gründer. Mehr egozentrischer Opportunismus und Karrieristentum geht ja wohl nicht mehr. Peinlich, peinlich.

      • Warum sollen Abgeordnete, die ihrem Kurs treu bleiben, ihr Mandat zurückgeben, nur weil die Partei ihren Kurs geändert hat? Insbesondere Herr Lucke ist nicht wegen der AfD gewählt worden, sondern die AfD seinetwegen. Wie wäre es also, wenn Sie Frau von Storch und Herrn Pretzell zum Mandatsverzicht auffordern würden? Allerdings sind die nächsten Nachrücker wohl auch nicht wirklich besser.

      • Dazu zwingen kann man sie natürlich nicht. Die Europawahl hat allerdings nach dem Bundesparteitag in Erfurt stattgefunden, auf welchem Leitlinien verabschidet wurden, an die sich keiner der Weckrufgründer gehalten hat.

        Über Storch und Pretzell müssen Sie mit mir nicht diskutieren.

        Bei Frau Storch sind wir uns wahrscheinlich in allen Punkten einig (ich fühle mich durch diese scheinadelige und kinderlose Junkerin, die paradoxerweise für Kinderreichtum plädiert, jedenfalls nicht vertreten) und Herr Pretzell kann zwar gut reden, hängt sein Fähnchen aber – wie alle Opportunisten – nur zu gerne in den Wind. Er steht – wie die Weckrufer – für nichts.

      • Die Leitlinien sind von keinem Bundesparteitag beschlossen worden In Erfurt wurden unverbindliche Mitgliederbefragungen dazu initiiert. Einen gravierenden Verstoss der Weckrufgründer gegen diese Leitlinien kann ich aber auch nicht erkennen. Immerhin stammen die Leitlinien im Wesentlichen von ihnen.

      • Ich weiß, dass Sie nicht in Erfurt waren.

        Die ewige Wiederholung ihrer verschwurbelten Leitlinien-Darstellung macht diese aber nicht richtiger.

      • Andere Leute (selbst hier in Ihrem Blog) waren auch in Erfurt und sehen das erstaunlicherweise ganz genauso wie ich.

      • Wer leidet denn hier noch unter nicht nur fehlenden, sondern falschen Erinnerungen? Lesen Sie bitte einmal den Hinweis am Ende der Leitlinien über deren Entstehungsprozess. Hilft das vielleicht Ihrem Gedächtnis auf die Sprünge? Es gibt übrigens auch ein schriftliches Protokoll von Erfurt.

      • @Dilger Die Diskussion mit Herrn Meister hat keinen Sinn…ich führe seit Tagen solche Diskussionen über die Rückgabe von Mandaten. Wie Sie es sagen „Insbesondere Herr Lucke ist nicht wegen der AfD gewählt worden, sondern die AfD seinetwegen. Wie wäre es also, wenn Sie Frau von Storch und Herrn Pretzell zum Mandatsverzicht auffordern würden?“ …es kommt bei manchen Menschen einfach im Kopf nicht an, dass Herr Lucke einen großen Anteil daran hat, dass es überhaupt Mandate für die AfD gibt und seine Anhänger die AfD von 2013 weiterhin vertreten, so dass die Abgeordneten gerade mit der Beibehaltung ihrer Mandaten im Sinne ihrer Wähler handeln! Man erkennt schon jetzt, wie ungeeignet Frau Petry ist. Es gab die letzten Monate viele Austritte…Herr Lucke hat sich nicht auf so einem niedrigen Niveau begeben und wie ein kleines beleidigtes Kind Mandatsverzichte öffentlich gefordert!

      • @AD

        Der (alleinige) Name unter dem Vorwort sagt ja schon alles.

        Im Übrigen hat sogar die jetzt ausgetretene Frau Casale seinerzeit moniert und darauf aufmerksam gemacht, dass das Protokoll nachträglich manipuliert wurde. Zurechtgedengelt eben, wie leider sehr Vieles in der AfD.

      • Der Name sagt, dass die Leitlinien insbesondere von Herrn Lucke stammen. Wann hat er gegen welche konkret verstossen? Sie müssten solche Vorwürfe schon belegen können. Der Entstehungsprozess war genau umgekehrt zu Ihrer Schilderung und das Protokoll wurde inzwischen beschlossen und ist rechtskräftig, selbst wenn es vor Ort etwas anders abgelaufen sein sollte.

      • @nationalliberal

        Gerade bei der Europawahl können Sie keine einzelnen Kandidaten, sondern nur deren Liste, also die Partei, wählen. Entsprechend unsinnig ist ihre Behauptung, die AfD habe alleine Bernd Lucke den Einzug in das Europaparlament zu verdanken.

        Meines Erachtens wäre es aber ohnehin besser gewesen, wenn die AfD zur Europawahl gar nicht angetreten wäre. Die AfD-Abgeordneten machen nämlich jetzt im Europaparlament überwiegend genau das, was die AfD an Brüssel immer kritisiert hat. Das ist inkonsequent und untergräbt die Glaubwürdigkeit.

      • @AD:
        „Der Name sagt, dass die Leitlinien insbesondere von Herrn Lucke stammen.“
        Genau so ist es. Diese Leitlinien haben mit dem was angeblich ihre Entwicklungsgeschichte sein soll, nicht mehr viel gemein.

        „Wann hat er gegen welche konkret verstossen? Sie müssten solche Vorwürfe schon belegen können.“
        Die Abänderung durch den Autokraten und die damit einhergehende Protokoll-Manipulation machen das leider unmöglich.

        „Der Entstehungsprozess war genau umgekehrt zu Ihrer Schilderung und das Protokoll wurde inzwischen beschlossen und ist rechtskräftig, selbst wenn es vor Ort etwas anders abgelaufen sein sollte.“
        Und das nennen Sie dann noch innerparteiliche Demokratie?
        Ich bitte Sie …

      • Sie argumentieren völlig wirr. Diese Teildiskussion begann mit diesem völlig falschen Vorwurf von Ihnen: „Die Europawahl hat allerdings nach dem Bundesparteitag in Erfurt stattgefunden, auf welchem Leitlinien verabschi[e]det wurden, an die sich keiner der Weckrufgründer gehalten hat.“ Dort wurden keine Leitlinien verabschiedet, sondern nur ein Meinungsbildungsprozess angeschoben. Dass sich keiner der Weckrufgründer daran gehalten hätte, können Sie auch nicht belegen, wie Sie jetzt selbst einräumen. Als „innerparteiliche Demokratie“ habe ich das nie bezeichnet, so dass das ebenfalls wieder ein reines Ablenkungsmanöver ist.

        Ein berechtiger Vorwurf könnte sein, dass diese Leitlinien nie richtig beschlossen wurden. Aber das würde Ihrem ursprünglichen Vorwurf, womit Sie Ihre Forderung nach einem Mandatsverzicht begründen wollten, diametral entgegenlaufen. Vermutlich ist Ihnen das egal, weil Sie einfach nur Vorwürfe gegen Herrn Lucke vorbringen wollen, selbst wenn sich diese widersprechen.

      • @AD

        Sie kehren die Erfurter Beschlüsse unter den Tisch und wohl auch die Tatsache, dass es zumindest „erhebliche Ungereimtheiten“ mit dem Protokoll gab. Ginge es dabei um eine herbeigedengelte Ausrichtung, die nicht Ihren Vorstellungen entspricht, würden Sie das sicher ebenso kritisieren wie ich es in diesem Falle mache. Aber da es sich ja um eine Manipulation zu Gunsten auch von Ihnen vertretener Positionen handelte, spielen Sie es eben herunter. Daher erübrigt sich jede weitere müßige Diskussion des Themas.

      • Die Leitlinien wurden in Erfurt überhaupt nicht beschlossen. Sie schreiben wirklich totalen Blödsinn, nur weil Sie Herrn Lucke hassen. Damit ist die Diskussion allerdings tatsächlich beendet.

      • @AD

        Das muss ich richtig stellen.

        Ich „hasse“ Herrn Lucke nicht, wie Sie nicht müde werden mir zu unterstellen. Aber ich habe, nachdem ich ihn fast zweieinhalb Jahre lang intensiv beobachten durfte, keine besonders hohe Meinung mehr von ihm. Das ist ein deutlicher Unterschied!

      • Das wäre ein Unterschied, doch tatsächlich sind Sie von ihm besessen, wie Ihre dutzendfachen Kommentare jeden Tag beweisen.

      • Herr Meister, Herr Schlegel, Herr Siewecke sind in ihren blinden Hass auf Herrn Lucke und dem Weckruf2015 vereint…vielleicht sollten die 3 Herren (?) einen Anti-Lucke Verein gründen, damit es ihnen wieder besser geht und sie sich gegenseitig hochschaukeln können?

      • Stimmt 🙂 …wobei Herr Schlegel erst wieder Mitglied werden muss…und Herr Siewecke seinen Austritt zurückziehen muss.

  23. Die neue Partei wird am 19.07.15 in einem Hinterzimmer von einem ausgesuchten Personenkreis einschließlich Programm gegründet. Sehr offen sieht das Ganze ja absolut nicht aus.

    • Es sieht eben aus wie eine „Neugründung im Sinne einer Wiedererrichtung der AfD der Gründungszeit“ (Bernd Lucke). Damals wurden die vielen Unterstützer der Wahlalternative 2013 auch nicht einbezogen. Basisdemokratie und Transparenz sähen anders aus und man hat aus den Fehlern der AfD eben nichts gelernt oder sogar das Falsche (als wenn der Mitgliederparteitag das Problem gewesen wäre und nicht der letzte Versuch einer Rettung).

      • Exakt so ist es – wie schon in der Anfangsphase der AfD eine für mich nicht nachvollziehbare Scheu vor dem „Fußvolk“. Wobei genau diese Scheu letztendlich den Populisten in der AfD die Möglichkeit gegeben hat, gegen Lucke mobil zu machen. Das hätte sich mit etwas mehr Offenheit, etwas mehr Jovialität und gelegentlichem Schulterklopfen leicht vermeiden lassen. Und ich fürchte, die neue Partei wird irgendwann die gleichen Probleme haben, wie wir sie unlängst in der AfD erlebt haben.

        Für mich sind somit weder die AfD noch die neue „Lucke-Partei“ als politische Heimat denkbar. Ich will weder von Petry noch von Lucke geführt werden. Für die Basis ist die Aufgabe nun, zumindest dort, wo es bislang ohne Flügelkämpfe und Pöbeleien gut funktioniert hat, in Kontakt zu bleiben und sich für bessere Zeiten bereit zu halten.

      • Sie sollten heiraten. Die Liebe ist offensichtlich. Herr Lucke konvertiert zum Islam und wir schenken Ihnen Brautkleid und Röckchen. Das nennt man dann happy-end, das können wir dann zusammen feiern; zumal Sie die Ehe ja auch schon jetzt leben, wie ein zickiges Eheweib…

      • Keine Chance. Ich bin 100% hetero und werde das auch bleiben. Da kann Ihr einstiger Held noch so viele exotische Quoten-Transen und Vermögensberater als GeneralsekretärInnen um sich scharen.

      • „Da kann Ihr einstiger Held noch so viele exotische Quoten-Transen und Vermögensberater als GeneralsekretärInnen um sich scharen“ Kein Wunder, dass Sie noch in der Petry-AfD bleiben…Sie müssen sich dort unter Gleichgesinnten sehr wohlfühlen…

      • @Frau nationalliberal

        Opportunisten, die alle Nase lang etwas Neues aus dem Hut zaubern, um mit irgendwelchen Trends zu gehen, sind nicht meine „Gleichgesinnten“. Egal, ob sie noch in der AfD oder beim Weckruf oder sonst wo sind. Solche Fähnchen-nach-dem-Wind-Dreher dürften eher Ihrer Façon entsprechen.

  24. Die Geschwindigkeit der Parteineugründng ist ein absoluter Weltrekord. Am 5.7. gabe es in Essen noch keinen Plan B und 14 Tage später wird nun eine neue Partei inkl. Satzung, Vorstand Programm, Schiedsgericht und Länderkoordinatoren gewählt werden. Und wahrscheinlich ist diese Partei dann gleich mit 5 Abgeordneten im Ezropaparlament vertreten. Nur der liebe Gott ist schneller, er hat die Erde in 6 Tagen erschaffen und sich am 7. Tag erholt.

      • Mannomann, Herr Wilhelm. Für einen Juristen lehnen Sie sich aber ganz schön weit aus dem Fenster mit Ihrer seltsamen Art von Humor.

      • Eine Kunst im Leben besteht darin, über Probleme zu lachen. Das verhindert auch Borniertheit. Vielleicht sollten Sie auch mal anfangen, über Ihre Probleme zu lachen. Irgendwann werden Sie auch den Sargdeckel von innen zumachen müssen und ich vermute, dass der Deckel leichter in Schloss schwingt, wenn man resümieren kann, dass das Leben im Ganzen doch eher lustig als ärgerlich war.

      • Anderen vorzuschreiben wie Sie leben sollen oder worüber sie lachen sollen, zeugt nicht gerade von einer besonders liberalen Geisteshaltung, Herr Wilhelm.

        Aber machen Sie sich keine Sorgen – ich lache noch immer genug. Auch über Dinge, die Sie wahrscheinlich nicht zum Lachen finden, sondern bierernst.

      • Ich habe es mehrfach von verschiedenen (Ex)- AfD Mitgliedern gehört. Meine Quellen sind seriös. Nur über die Frage, wer der Vater ist , wird spekuliert. Es soll angeblic kein Pfarrer, sondern evtl. ein AfD Mitglied sein. Der Vater ist jedenfalls kein einfaches Mitglied aus NRW.

    • Verwunderlich wäre es sicherlich nicht. Nichtsdestotrotz sollten wir hier nicht solche unbestätigten Gerüchte verbreiten.

  25. Pingback: Lucke wird einziger Vorsitzender von ALFA | Alexander Dilger

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