Blecherne Hochzeit

Heute ist der 8. Hochzeitstag von meiner Frau und mir. Er ist deshalb besonders, weil wir uns nun genauso lange vor wie nach der Eheschließung kennen. Ob wir in 42 Jahren so wie kürzlich meine Eltern Goldene Hochzeit feiern können, hängt vor allem davon ab, ob ich noch so lange lebe. Es gibt zwar auch ein Scheidungsrisiko, doch das schätze ich in unserem Fall als eher gering ein, was wohl auch besser für unsere Kinder ist. Es ist zwar nicht mehr völlig selbstverständlich, aber es gibt durchaus noch viele gut funktionierenden Familien.

13 Gedanken zu „Blecherne Hochzeit

  1. 8 jähriges hatte ich auch erst vor zwei Wochen mit meiner Lebensgefährtin, als Scheidungsvorbelastete drücken wir uns um den Eheschluss. Aber man weiß ja nie.

    Alles Gute Ihrer Frau, Ihnen und den Kindern für die nächsten 42 Jahre!

  2. Ehen die halten sind heute leider eher die Ausnahme als die Regel. Zudem spielt sich in vielen nicht geschiedenen Ehen hinter der vermeintlich intakten Fassade alles andere als Familienidyll ab. Kinder in solchen Fassadenfamilien leiden tagtäglich und haben daher nicht gerade das große Los gezogen. Da haben es Scheidungskinder mit klaren Verhältnissen oft besser (ich spreche da als hoffentlich guter Scheidungsvater aus Erfahrung).

    Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie, dass das hoffentlich echte Glück lange währt.

    • Statistisch wird rund jede zweite Ehe geschieden. Darunter sind jedoch auch die Ehen derer, die dauernd heiraten und sich wieder scheiden lassen. Bei Betrachtung der ersten Ehen ist deshalb die Statistik etwas besser. In unserem Fall kommen andere begünstigende Faktoren hinzu, weshalb die bedingte Wahrscheinlichkeit deutlich höher ist. Dass viele scheinbar intakte Familien hinter der Fassade doch kaputt sind, ist leider auch wahr.

  3. Ich gratuliere und wünsche einen guten Hochzeitstag. Das verflixte 7. Jahr hatten Sie ja zur Eheschließung bereits hinter sich! Weiterhin viel Glück! Das braucht man in jedem Fall. Und einen möglichst reibungslosen Einzug ins kürzlich erworbene Haus!
    Ingo Meyer

  4. Herzlichen Glückwunsch und weiterhin eine glückliche Ehe. Vielleicht haben Sie Ihrer Frau mit Ihrem AfD-Austritt das schönste Geschenk für diesen Tag gemacht. Meine Frau ist jedenfalls glücklich, dass ich damit nichts mehr zu tun habe.

  5. Bin auch schon lange und gut verheiratet in ersten Ehe.

    Beim Immobilienkauf sollte das Scheidungsrisiko immer mitbedacht werden. Es wird erfahrungsgemäß viel Geld vernichtet, wenn die Paare im Rosenkrieg die Immobilie zwangsversterigern und womöglich zuvor noch monatelang verkommen lassen.

    Ein befreundeter Bauunternehmer meinte mal zu mir:

    Wenn Du zu einem billigen Haus kommen willst, hör Dich in einem Neubaugebiet um. Da wird oft ein neuwetiges oder noch nicht ganz fertiges Haus verkauft oder versteigert und geht dann deutlich unter den Baukosten weg.

    Bei der Frage der Baukosten oder Einrichtung kommen sich die Paare oft in Wolle, oft auch dann wenn nachher das Geld knapper ist als zuvor.

  6. Vorneweg meine herzlichsten Glückwünsche zu Ihre weiterhin erfolgreichen Ehe und Familie!
    Hinsichtlich der Geschichte der Ehe:
    Bis Napoleon war in Köln nur 1/5 der Bevölkerung verheiratet, die Ehe für alle, die ja zu ungeheurem Glücksanstieg geführt hat, verdanken wir der französischen Revolution. Bis zu Napoleons Einzug durfte in Köln nur heiraten, wer Handwerksmeister, Hausbesitzer oder sonstiger Steuerzahler war. Dies sorgte für die Bevölkerungskontrolle im mittleren und späteren Mittelalter bzw. in der frühen Neuzeit.
    Im deutschen Sprachgebiet hielt sich die restriktive Regelung, z.B. in Baden ganz speziell im Gebiet um Titisee, bis 1898, als das modernisierte preußische Landrecht eingeführt wurde.
    Es liegt eine Dissertation über die Ehe eines Schmiedes mit seiner älteren Freundin vor, die damals erst genehmigt wurde, nachdem die Dame mit über 50 Jahren als sicherlich unfruchtbar angesehen wurde, und evtl. Nachkömmlinge nicht der Gemeinde zur Last fallen würden.
    Im Gegensatz zur Ansicht von Herrn Meister sind die Ehen heute wesentlich stabiler als früher. In einer Ehe (engl. Statistiken Somerset House) war die Ehedauer im 18 Jahrhundert im Durchschnitt 6 Jahre, im 19 Jahrhundert 7 Jahre. Heute beträgt die Durchschnittsdauer einer Ehe 16 Jahre (persönliche Mitteilung der ehem. Familienrechtsberaterin der Bundesregierung Frau Prof. Dr. Oberloskamp).
    80% aller Ehen, insbesondere Ehen mit Kindern, sind stabil und 80% der Kinder wachsen in einer normalen Familie mit biologischem Vater und Mutter ungestört auf. Natürlich kommen die Ausreißer – und dies werden Sie als Statistiker sicherlich besser beurteilen können als ich – von Menschen wie Joschka Fischer mit zur Zeit 6 Ehen und Ex Bundeskanzler Schröder mit 5. Dies versaut natürlich die Statistik von Dutzenden anderen vernünftigen Ehepaaren.
    Früher war eben die häufigste Ursache des Eheendes der Tod; das „bis der Tot euch scheidet“ war sehr streng wörtlich gemeint. Die häufigste Todesursache war bei der Frau der Tod im Kindbett, meist mit 10% Wahrscheinlichkeit spätestens bei der 10 Schwangerschaft, und beim Mann der Wundstarrkrampf, z.B. durch landwirtschaftlichen Unfall oder Tritt in einen rostigen Nagel.
    Logischerweise müssten die Scheidungsanwälte und Familienrichter jedes Jahr auf den Knien zum Invalidendom rutschen, da sie Napoleon Ansehen und Wohlstand verdanken.
    Noch eine erfreuliche Nachricht:
    Wie ich erfahre, ist die Anzahl der AfD-Austritte inklusive Ihnen und mir, inzwischen bei über dreitausend heute Mittag angelangt. Aus der Bundesgeschäftsstelle höre ich, dass man mit dem Zählen nicht nachkommt.

  7. Die Familie ist die wichtigste Zelle einer Gesellschaft, viel wichtiger als der Staat oder die unterschiedlichen soziale Gruppen. Eine natürliche Familie (im christlichen, aber auch im klassisch humanistischen Sinn!) besteht aus Mann UND Frau, Kindern, Großeltern, Tanten und Onkeln, u.s.w. Wenn das nicht so wäre, wäre die Menschheit längst ausgestorben.

    Ich rede damit ausdrücklich „patchwork-Familien“ NICHT schlecht, aber diese können in einer gesunden Gesellschaft nur die Ausnahme, nicht aber die Regel sein und daher der naturrechtlichen Familie niemals gleichgestellt sein!

    Alles Gute für Sie und Ihre Familie, Herr Dilger.
    P.S. Ich bin sehr traurig darüber, das sie die AfD verlassen haben.

    • Danke. Wenn es doch noch etwas werden sollte mit der AfD, dann würde ich mich freuen, doch mir fehlt der Glaube. Eher wird demnächst der Punkt erreicht, wo auch Sie werden gehen müssen.

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