Griechenland hat seinen Kredit verspielt

Es gab schon so viele letzte, allerletzte und allerallerletzte Chancen, Fristen und Ultimaten, dass auch die heutige Entscheidung der Euro-Finanzminster, die Hilfsprogramme für Griechenland nicht zu verlängern (siehe „Kein Geld für Griechenland – der Euro soll bleiben“), so dass am Mittwoch die nächste griechische Staatspleite droht, auch noch einmal revidiert werden könnte. Doch es ist auffällig, dass sich die Krise nicht nur finanziell und wirtschaftlich, sondern auch politisch immer weiter zuspitzt. Wenn also jetzt die endgültige Entscheidung noch einmal verschoben werden sollte, dann kommt sie eben ein paar Krisengipfel und etliche Milliarden Euro später.

Hinzu kommt, dass beide Seiten stets nach demselben Muster vorgehen, welches höchstens kurzfristige Verlängerungen des Elends zulässt, aber keine dauerhafte und tragfähige Lösung. Die Gläubiger bieten weitere Kredite dafür, dass die bisherigen Kreditvereinbarungen eingehalten und neue Reformauflagen akzeptiert werden. Die griechische Regierung lehnt das ab, sondern will immer nur noch etwas mehr Zeit und vor allem Kredit ohne Auflagen, um dann angeblich nie wieder Kredite zu wollen, was natürlich unsinnig ist. Jetzt will man acht Tage Zeit, wo es höchstens noch drei gibt, um in Griechenland ein Referendum über die jüngsten Angebote der Gläubiger durchzuführen. Zugleich kündigt die Regierung an, den Griechen eine Ablehnung zu empfehlen, wenn die Bedingungen nicht noch weiter verbessert werden. Dieser Versuch, die eigene Verhandlungsposition zu verbessern, ist jetzt jedoch an der Demokratiephobie der Eurokraten gescheitert. Die griechische Regierung darf sich alles Mögliche erlauben, aber keine Volksabstimmung. Eine solche wurde Herrn Papandreou bereits 2011 verboten, obwohl damals die Lage noch viel günstiger war.

Wenn die Eurokraten einmal Wort halten würde, dann gehen Griechenland bereits Montag die Euros aus. Ohne Hilfsprogramme darf die EZB auch keine Notkredite mehr gewähren (was sie vielleicht trotzdem tut). Kapitalverkehrskontrollen und strikte Begrenzungen von Barabhebungen sind dann die mindeste Konsequenz. Eigentlich sind die griechischen Banken sofort insolvent und der griechische Staat am Mittwoch, weil er die nächste Rate an den IWF nicht bezahlen kann. Logische Konsequenz wäre der Grexit, also der Austritt Griechenlands aus dem Euro. Formal kann man diesen vermeiden, zumal er rechtlich nicht geregelt ist. Doch faktisch findet er statt, wenn die griechische Regierung eine Parallelwährung ausgibt, selbst wenn diese auch Euro heißen sollte. In jedem Fall würde es eine Ausdifferenzierung des Euro wie in Zypern geben, also dass Bargeld in Griechenland mehr wert wäre als Buchgeld. Eigentlich ist es erstaunlich, dass es überhaupt noch Griechen gibt, die nennenswerte Beträge auf ihrem Konto haben.

Kurzfristig droht Chaos, doch langfristig wird es Griechenland und dem Rest der Eurozone nach einem Grexit besser gehen. Man darf sich jetzt nur nicht zu sehr zerstreiten. Griechenland sollte in der EU bleiben und einen einvernehmlichen Schuldenschnitt aushandeln, statt rein einseitig alle Zahlungen einzustellen. Um Reformen kommt das Land nicht herum, doch es muss diese in eigener Verantwortung auswählen und umsetzen. Nach einer Abwertung ist Griechenland wettbewerbsfähiger und für Investoren interessanter. In Deutschland könnten wir Bilanz ziehen, was uns der ganze Unsinn wirklich gekostet hat. Danach sollten keine solchen Kredite mehr gewährt und dafür auch nicht mehr gebürgt werden. Humanitäre Hilfe ist transparent als Transfer und nicht als Kredit zu leisten.

47 Gedanken zu „Griechenland hat seinen Kredit verspielt

  1. Ich habe auch ein Referendum darüber immer abgelehnt, obwohl ich für Volksabstimmungen bin. Volksabstimmungen sollten für mich aber aus dem Volk kommen, und nicht als politisches Werkzeug von oben angeordnet werden (wie auf der Krim).

    Wie man es dreht und wendet läuft es darauf hinaus, dass mit so einem Referendum irgendwer unter Druck gesetzt werden bzw. die Euro-Retterei irgendwie fortgesetzt werden soll. Etwa so:
    – Griechenland verpflichtet sich via Referendum zu irgendwelchen Reformen, was es Tsipras erlaubt, seine Wahlversprechen zu brechen und Griechenland im Euro zu halten. die Reformen muss es dann natürlich nicht geben.
    – Griechenland lehnt Reformen ab, will aber im Euro verbleiben; mit dem Entschluss kann man dann in Brüssel herumfuchteln.

    Im Rahmen dieses Zirkus‘ kann man auch die Drohung der Finanzminister, den Geldhahn zu zu drehen, als taktisches Manöver ansehen. Dass die Griechen sich tatsächlich gegen den Euro entscheiden, sofern sie auch wirklich danach gefragt werden, halte ich für unwahrscheinlich, wenn auch wünschenswert. Mit dem was Sie gesagt haben, stimme ich überein. Es wäre natürlich schön, wenn Griechenland den Euro ganz und dauerhaft verließe. Hingegen wäre es kein Verlust, wenn dieses wirtschaftlich unbedeutende und für Deutschland politisch uninteressante Land auch aus der EU ausscheiden würde, was aber ganz sicher nicht passieren wird. Griechenland ist auch hier nur Kostenfaktor, und kein Gewinn. Für ein Griechenland ohne Euro aber mit EU-Mitgliedschaft sehe ich sogar die Gefahr von altem Wien in neuen Schläuchen:

    „Bereits Mitte März hatte Elmar Brok (CDU), Vorsitzender des Außenpolitischen Ausschusses im EU-Parlament, in einem Interview deutlich gemacht, daß ein Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone „außenpolitische Gefährdungen“, ja, ein „sicherheitspolitisches Vakuum“ nach sich ziehen würde; es könne die Lage entstehen, daß die EU Zahlungen, zum Beispiel für Gehälter, übernehmen müsse [!], damit aus Griechenland, das auch im Falle eines „Grexit“ weiterhin Mitglied der EU wäre, kein „gescheiterter Staat“ werde.“ Quelle: https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2015/tsipras-bubenstueck/

    Das hieße natürlich, dass alles weitergeht wie bisher, aber auch Großbritannien zur Kasse gebeten werden könnte, was ganz sicher keine Werbung für eine EU-Mitgliedschaft auf der Insel wäre.

    • Die Griechen sollen abstimmen, was sie für einen Kurs von ihrer Regierung wollen. Sie können aber nicht darüber abstimmen, ob, wie viel und unter welchen Bedingungen andere Völker zu zahlen haben. Über die deutschen Zahlungen sollten hingegen die Deutschen abstimmen dürfen. Ich wette, dass dann der ganze Spuk sehr schnell vorbei wäre. Für die Eurofans ist das ein Argument gegen Volksabstimmungen, doch in Wirklichkeit ist es natürlich ein Argument gegen den Euro und die Eurorettungspolitik. Es zeigt dessen fehlende demokratische Legitimation auf.

      Jedenfalls werden wir Deutschen nicht gefragt werden (nur indirekt über Wahlen, weshalb es so wichtig ist, dass die AfD in einer Woche nicht scheitert). Dagegen wird die griechische Regierung die Griechen wahrscheinlich fragen, aber auch nicht nach einem Verbleib im Euro. Vermutlich gibt es eine tendenziöse Frage, ob man sich fremden Mächten unterwerfen oder einfach so Geld bekommen möchte. Das Ergebnis lässt sich unschwer vermuten. Weniger klar ist, was die griechische Regierung damit dann anfangen will. Stimmt die griechische Mehrheit wider Erwarten für Kredite mit Reformauflagen, dann müsste die Regierung eigentlich zurücktreten, weil sie diese nicht mehr glaubwürdig zusagen kann.

      • „…weshalb es so wichtig ist, dass die AfD in einer Woche nicht scheitert“ Es gibt leider immer mehr Mitglieder, die die Hoffnung eigentlich schon aufgegeben haben und sagen. dass auch nach einem Sieg von Herrn Lucke sich nichts ändert, da Frau Petry und Co. weiterhin Ärger machen…und deshalb ist das Interesse gering, sich den Parteitag anzutun. Ein Beweis ist ja auch, dass erst 3000 Mitglieder sich angemeldet haben…aber allein der Weckruf hat knapp 4000 AfD Mitglieder. Wo sind die? Die JA hat angeblich schon über 300 Teilnehmer…sie könnte also überrepräsentiert sein, was zum Nachteil von Herrn Lucke wäre.

      • Wichtig ist, dass viele Mitglieder kommen und ein deutliches Zeichen setzen. Wenn Frau Petry und Co. klar unterliegen, spielen sie zukünftig auf Bundesebene kaum noch eine Rolle. Herr Lucke ist dann aber auch wirklich für den weiteren Kurs verantwortlich und muss Fehlentwicklungen korrigieren, statt diese anderen anzulasten.

      • „Über die deutschen Zahlungen sollten hingegen die Deutschen abstimmen dürfen.“
        Ja, aber bereits dies wäre unnötig, wenn man sich an die Nichtbeistandsklausel halten würde, welche durch repräsentative deutsche Demokratie zustande kam.

        „Ich wette, dass dann der ganze Spuk sehr schnell vorbei wäre.“
        Unterschätzen Sie nicht die Wirksamkeit von Angstkampagnen, Europa-Trallala und dem Beschwören von historischer Verantwortung. Dieser Mischmasch aus Angstmacherei, Pathos und Rückwärtsgewandheit wird immer wieder EU- und Eurogegnern vorgeworfen, aber von den Eurobefürwortern unentwegt selbst benutzt.

        „Dagegen wird die griechische Regierung die Griechen wahrscheinlich fragen, aber auch nicht nach einem Verbleib im Euro.“
        Herr Varoufakis sagt, das Referendum könne nicht über den Euro sein, da man aus diesem ja gar nicht austreten könne.

        „Das Ergebnis lässt sich unschwer vermuten.“
        Eine griechische Zeitung hat eine Umfrage durchgeführt, laut der 57% eine „Vereinbarung“ mit den Kreditgebern einem Grexit vorziehen würden.

        „Das Ergebnis lässt sich unschwer vermuten.“
        Laut der BBC hofft Tsipras auf ein ‚Nein‘ weil er annimmt, dadurch werde seine Verhandlungsposition in Brüssel gestärkt. Wenn es nach der griechischen Regierung geht, hieße ein ‚Nein‘ also nicht automatisch Grexit, wobei ich nicht sehe, warum dies die Kreditgeber beeindrucken sollte.
        Ein ‚Ja‘ zu einem unbedingten Verbleib in der Eurozone mit Auflagen, das nicht ganz ausgeschlossen scheint, könnte die griechische Regierung zu Fall bringen, zumindest aber die Syriza destabilisieren. Im Endeffekt würde deren Wahlprogramm abgewählt werden. Es könnte Neuwahlen geben und in der Zwischenzeit könnten der griechische Präsident, der der Nea Demokratia angehört, sowie das Parlament Emissäre aussenden, die ein drittes Hilfspaket aushandeln sollen. Wahrscheinlich läuft es dann auch auf einen Schuldenschnitt hinaus, bei gleichzeitigem Verbleib Griechenlands in der Eurozone.
        Ein ‚Ja‘ würde also allen schaden. Ein ‚Nein‘ wäre besser, denn es würde den Grexit wahrscheinlicher machen. Ein ‚Ja‘ hieße auch, dass die Troika oder wie sie gerade heißt zukünftig mit den Griechen machen darf, was sie will. Man könnte also gleich die ganze Regierung und das Parlament einsparen.

        Was das Zeitfenster betrifft, so könnte das größer sein, als man denkt. Wenn Griechenland nicht an den IWF zahlt, kann sich die IWF-Bürokratie mehrere Wochen Zeit lassen, den Zahlungsausfall offiziell festzustellen. Die EZB hätte dann eine Ausrede, Griechenland weiter mit Geld zu versorgen. Man hätte Zeit, das Referendum durchzuführen, bei dem ein ‚Ja‘ zu Reformen nicht ausgeschlossen ist.
        Der Ball liegt jetzt zunächst bei der EZB. Diese könnte heute schon erklären, dass sie den Geldhahn zudreht; vielleicht in der Hoffnung, Athen ohne das Risiko eines Referendums zum Einknicken zu bewegen. Diese Entscheidung würde sicherlich mit Berlin abgesprochen werden. Es kann sein, dass Draghi und Merkel sich schon entschlossen haben, Tsipras auflaufen zu lassen, um ein Exempel zu statuieren. Ich glaube es aber nicht; die beiden haben zu viel in das Projekt der ewigen griechischen Euromitgliedschaft investiert.
        Frau Lagarde jedenfalls findet, dass diese Abstimmung stattfinden kann und Griechenland im Falle eines “klaren Bekenntnis‘ zum Euro“ auch weitere Hilfe bekommen soll: http://www.bbc.com/news/world-europe-33302526

      • Das Unvermeidliche lässt sich nicht vermeiden, sondern nur weiter hinauszögern. Mit Griechenland ist eine echte Vereinbarung grundsätzlich gar nicht möglich, weil die griechische Regierung nach weiterem Hin und Her vielleicht widerwillig zustimmt, weitere Kredite anzunehmen, aber die geforderten Gegenleistungen niemals erbringen wird.

  2. Im Laufe des 14. Jahrhundert wurde Griechenland von den Türken kassiert und in der Folge Teil des osmanischen Reiches. Es verblieb 400 Jahre im Reiche des Sultans. Griechenlands Unabhängigkeit wurde erst 1830 von den Briten garantiert. Diese psychologisch relevante historische Entwicklung ist bedenkenswert.
    Griechenland hat sowohl Renaissance, Reformation und erst recht die Aufklärung versäumt – und die gesamte Entwicklung zum europäischen Rechtsstaat nicht mitgemacht. In diesen Jahrhunderten war Griechenland auch von der industriellen Revolution abgekoppelt. Eine auffallende Parallele zur islamischen Welt.

    Den Vergleich zwischen Byzanz und Brüssel im griechischen Hinterkopf ist ein Verbleib auch in der Europäischen Union sehr fraglich. Dieses Denken wird auch ein Referendum bestimmen. Das große Umdenken wird auf sich warten lassen.
    Auch für moderne Griechen ist und bleibt der Staat der ausbeuterische Feind, – egal ob er in Konstantinopel, Athen oder Brüssel sitzt, dem man nichts gönnt dem man nicht traut. Einnahmen werden allenfalls in Immobilien (und in Schiffe) umgesetzt.
    Es stellt sich die Frage, worin Griechenland jemals konkurrenzfähig werden sollte, wobei selbst die Herstellung von Fetakäse im Allgäu stattfindet. Griechenland wird auch in Zukunft, nichts herstellen, was auf dem Weltmarkt verkauft werden könnte.

    • Griechenland produziert durchaus Güter und Dienstleistungen, die sich (besser) exportieren lassen, sobald der völlig überbewertete Euro wegfällt. Es muss allerdings vermieden werden, dass der anstehende Grexit mit einem völlig finanziellen und politischen Chaos verbunden wird. Im Grunde ist es ein technischer Vorgang, auf den man sich vernünftig verständigen könnte, wozu aber wohl auf allen Seiten Einsicht und Wille fehlen.

  3. Guten Morgen lieber Alexander Dilger,

    zum Thema Griechenland – Schulden, Ursachen und Deutschlands Haftung ist ja x – mal alles gesagt und geschrieben.

    Es ist für uns , die wir diese Partei bzw. Kanzlerin gewählt haben bitter zu erkennen, daß wir auf das falsche Pferd gesetzt haben.

    Gutgläubig, leeren Versprechungen erlegen.

    Gutgläubig ein Schimpfwort, überheblich hat Unterzeichner immer die Partner, Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und Freunde abqualifiziert, die wider alle Vernunft – hier wirtschaftliche – offenliegender Fakten, eigener Erfahrung – auch mit Griechen aus vergangenen Geschäfts-beziehungen – handelten.

    Es wird bei einem Grexit weltweit kein Chaos geben, lediglich in Griechenland.

    Hier in Deutschland ist ein Grexit bei den etablierten Parteien CDU / CSU notwendig, dringend, sofort.

    Hoffentlich – auch hier kommt schon wieder gutläubig ins Spiel – wird es doch noch eine wählbare Alternative geben. Man mag es kaum glauben.

    Aber Österreich, Dänemark, GB, Frankreich machen es vor. Frankreichs Bürger müssen es selbstverschuldet so bitter zahlen wie Deutsche.

    Wir konzentrieren uns erstmal auf unsere Arbeit, dann Familie oder umgekehrt in der Reihenfolge, dann auf den Sommer.

    Ihnen einen schönen Sonntag, es gibt ein Leben nach dem Grexit, garantiert keine leere Versprechung !

    • „Es ist für uns , die wir diese Partei bzw. Kanzlerin gewählt haben“… Wen meinen Sie? Ich habe die AfD gewählt und nicht die Kanzlerin. Ich hoffe deshalb, dass die AfD als wählbare Alternative erhalten bleibt, damit die Union zu einem Politikwechsel gezwungen wird, um nicht einen großen Teil ihrer Wähler zu verlieren. Wahrscheinlich kommt der Grexit jedoch noch vor der nächsten Wahl. Die AfD darf dann nicht selbstgefällig werden, sondern muss weitere Schritte zur Auflösung der Eurozone und zum Umbau der EU fordern.

      • Verfasser hat diese Kanzlerin gewählt, gegen jede Vernunft. Bin ihren Sprüchen und dem Programm erlegen, u.a. auf einer Wahlveranstaltung, gemeinsam mit Dr. Tim Ostermann, Steffen Kampeter “ …… mit mir wird es keine Vergemein-schaftung der Schulden Europas geben ………. Leistung muss sich wieder lohnen ….. Griechenland – Hilfen nur gegen Reformen …. etc. etc. “

        Wir wählen in Zukunft die Alternative.

  4. Jetzt ist der Zeitpunkt, zu dem sich die Frage nach der Stabilität der griechischen Demokratie stellt. Nachdem nun nacheinander die Altparteien Nea Demokratia und die Sozialisten versagt haben, nun also auch -wie erwartet- Syriza in ihrer merkwürdigen Allianz mit den Rechtsextremen. Bleibt zu hoffen, dass nicht das in Griechenland traditionell starke Militär eingreift und/oder Putin versucht, seine Einflußsphäre zu erweitern. Insofern darf Europa die Griechen auch nach einem Grexit nicht sich selbst überlassen – auch wenns sicher Geld kosten wird.

  5. Jedem vernüftigen Menschen müßte es doch einleuchten, dass eine Währungsunion, die bei einer Schieflage eines Mitglieds mit 1,8 % der Gesamtwirtschaftleistung so große Probleme zu bekommen scheint, dass ein Auskoppeln dieses Mitglieds nicht möglich erschien, falsch konzipiert und zum Scheitern verurteilt ist. Nur unsere Eurogläubigen tun es nicht. Dieses ewige Konsensstreben ist eine Katastrophe. Wahrscheinlich wird diese Problematik jetzt wieder zum Anlaß genommen, weitere Schritte zu einer tieferen Integration einzuleiten. Wie es schon Jean Monnet gesagt hat, wird der europäische Zentralstaat eingeführt und immer weiter gefestigt, ohne dass die Bürger dies merken sollen. Dass dies natürlich Volksbefragungen verbietet, versteht sich von selbst.
    Griechenland soll im Euro und der EU bleiben und man denkt schon über weitere Hilfen nach, wie die Euro-Finanzminister erklärten.
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/06/28/beschwoerung-der-heilen-welt-die-erklaerung-der-euro-finanzminister/
    Nach der Rettung ist vor der Rettung. Es ist zu befürchten, dass das Spiel weiter geht, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

    • Díe Eurokraten wollen jedes Problem mit Geld zukleistern. Es dauert vielleicht noch ein Weilchen länger, bis sich die Erkenntnis durchsetzt, dass das bei einem Fass ohne Boden nicht geht.

      • Der Boden eines Fasses spielt für die Eurokraten doch keine Rolle es wird zugekleistert werden, sonst wären diese ja keine Eurokraten.
        Wir sollten lieber versuchen den Griechen zu erklären wo sie, wenn sie denn den Euro nie hätten heute stehen würden und welche Zukunft ohne den Euro ihr Land
        in der EU hätte, Es ist schon peinlich wie diese Gambler sowohl hier als auch dort denken, das Pokerspiel mit einen Bluff zu gewinnen.

      • Griechenland ginge es heute viel besser, wenn es sich damals nicht in den Euro geschummelt hätte. Auch ein Grexit gleich 2010 oder 2012 wäre für alle Beteiligten besser gewesen. Doch auch jetzt ist ein Grexit besser als erst mit einer weiteren Verzögerung.

  6. Der Sinn des Referendums ist, die Schuld des Desasters nicht der eigenen Politik anzulasten in der Fortsetzung, dem Volk klarzumachen, dass die Institutionen die Alleinschuld tragen. Über die Schuldzuweisung erwartet man dann weitere Kredite. Wir alle wissen, dass man dadurch die Probleme nicht löst. Auch ohne Konsumverlangen wird sich nichts ändern, solange die Kredite nicht für Investitionen genutzt werden. 80% der empfangenen Kredite kommen den Griechen nicht zuteil, sie werden für Schuldenzahlungen verwendet. Bei mir keimen erst dann die Hoffnungen, wenn das erste VW Werk in Griechenland steht.

  7. Die Politik der Merkel-Regierungen ist krachend gescheitert, zum Schaden Griechenlands, Deutschlands und der Welt. Sie hat viel zu lange schlechtem Geld gutes hinterhergeworfen. Es wird niemals in voller Höhe zurückgezahlt werden. Das war von Beginn der Rettungen der Banken Europas und des griechischen Staatsapparates klar.

    Die Verluste werden sich hierzulande auf den Bundeshaushalt auswirken. Das war bereits beim sogenannten ‚privaten‘ Schuldenschnitt so, der Deutschland knapp 15 Milliarden an Verlusten bescherte, über die Beteiligungen bzw. Inhaberschaft an Abwicklungsanstalt FMSA, Commerzbank, Landesbanken usw. Das sind ganz reale, bereits eingetretene Verluste für den deutschen Steuerzahler.

    Diese und die weiter folgenden Verluste, je nach Rechenweise irgendwas zwischen 80 und mehreren hundert Milliarden Euro, werden sich letztlich auch auf Steuern, Abgaben und Rentenhöhen in Deutschland auswirken. Vielen Dank an CDUCSUSPDFDPGrüne, die das zu verantworten haben.

  8. Das Muster kennt man aus dem Privat- und Berufsleben. Jemand schafft Probleme und sortg dafür, dass er die altnativlose Lösung ist.
    So tat es die EU mit dem Euro, mit dem Ziel des Demokratieabbaus.

    Und so läuft es momentan mit den „Flüchtlingen“. Hunderttausende, unbeweibte junge Männer aus einer gewaltaffinen Kultur ohne Aussicht hier ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
    In einigen Jahren werden wir erhebliche Probleme mit der Inneren Sicherheit haben, und wieder wird die EU die Lösung anbieten, mit dem Einschränken weiterer Grundrecht.

    BTW:
    Herr Prof. Lucke will doch mit seinem Weckruf, in der AfD Diskussionen über einen allfälligen EU-Austritt per ordre du mufti verbieten, jedenfalls so lange, bis er es dann gestattet. Oder habe ich da was falsch verstanden?

      • Weckruf-Satzung:

        $3
        (5)Jede natürliche Person kann Mitglied des Vereins werden, wenn sie … und sich verpflichtet, die Satzung sowie die politischen Grundsätze des Vereins insbesondere die nachstehenden politischen Grundsätze anzuerkennen:
        (c)
        die Westbindung Deutschlands mit der Mitgliedschaft Deutschlands in der NATO und der EU,..


        Dass Gegner Luckes oft falsch agierten, da gebe ich Ihnen recht. Das Beste wäre ein neutraler Kompromiss-Kandidat.

      • Sie sollten das nicht überinterpretieren. Damit ist gemeint, dass der Weckruf nicht grundsätzlich gegen die EU ist. Daraus folgt nicht, dass um jeden Preis, insbesondere dem Ausverkauf von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, daran festgehalten werden muss. Man kann es auch andersherum lesen, dass die aktuelle EU gegen Pläne einer Umgestaltung in einen Eurosuperstaat zu verteidigen ist.

        Ein neutraler Kompromiss-Kandidat findet sich binnen einer Woche nicht mehr, zumal Frau Petry diese Option explizit ausgeschlossen hat. Es sollte ein möglichst vernünftiger Vorstand gewählt werden. Beim Duell von Frau Petry gegen Herrn Lucke ist deshalb er zu wählen. Damit der zukünftige Vorstand arbeitsfähiger und weniger zerstritten als der jetzige ist, sollten in der Folge keine erklärten Lucke-Gegner gewählt werden. Ansonsten hoffe ich jedoch auf einen möglichst breiten Vorstand. Dazu gehören auch, aber natürlich nicht nur, Kandidaten aus den neuen Bundesländern und dem besonders konservativen Teil der Partei.

      • In erster Linie , falls Prof. Lucke gewählt wird, kommt es darauf an ein Vorstand zu wählen um Prof. Lucke optimale Arbeitsbedingungen zu ermöglichen. Es gibt definitiv genug gemässigte und anständige Mitglieder in der AfD die Weckruf nicht unterzeichnet haben aber für Herrn Lucke wertvolle Mitarbeiter wären.
        Für mich dürften Kompromise, eine breite Aufstellung und Quoten nicht bei Zusammenstellung des Vorstandes eine bedeutende Rolle Spielen.
        Die wichtigste Aufgabe ist es mit einem stabilen und starken Vorstand Arbeiten am Parteiprogramm seriös und bald zu Ende zu bringen. Ohne Verzögerungen und Sabotage der Querulanten und Verschwörungstheoretiker.

      • „Ansonsten hoffe ich jedoch auf einen möglichst breiten Vorstand. Dazu gehören auch, aber natürlich nicht nur, Kandidaten aus den neuen Bundesländern und dem besonders konservativen Teil der Partei.“

        Richtig und es sollte der neue Vorstand nicht mehr dermaßen Nord-Ost-lastig sein wie der bisherige. Der Süden war ja praktisch nicht vertreten.

      • @Dilger „Dazu gehören auch, aber natürlich nicht nur, Kandidaten aus den neuen Bundesländern und dem besonders konservativen Teil der Partei.“ Das Problem dürfte sein, ordentliche Kandidaten aus den neuen Bundesländern zu finden, die keine erklärten Lucke Gegner sind …bzw. in Bezug auf Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen unabhängige Kandidaten zu finden, die keine Petry oder Höcke Intrigen in de BuVo bringen und in deren Namen austragen. Ich glaube, dass man vielleicht aus Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern am ehesten geeignete Kandidaten findet? In Thüringen würde es noch die 3 „Abweichler“ geben, aber dadurch würde man wohl eher nur provozieren…

      • Wahrscheinlich ist es nicht einfach, gute Leute aus der zweiten Reihe zu finden, doch es sollte zumindest versucht werden. Die bekannten Namen in den neuen Bundesländern sind leider verbrannt, vielleicht weil sie vor allem über ihre öffentliche Gegnerschaft Bekanntheit erworben haben.

  9. Griechenland sollte die Eurozone verlassen. Doch das allein genügt nicht. Es muss zudem eine gedeckte Währung geben, z. B. eine goldgedeckte Währung. Oder es müssen Schwundgelder (Beispiel „Chiemgauer“) gefördert werden.
    Zudem ist es nötig, die Einwanderung aus Afrika und Asien stark zu begrenzen. Es ist gut, dass die Geburtenrate in Europa niedrig ist. So können immer mehr Europäer an der klimatisch günstigen MIttelmeerküste angesiedelt werden, ohne dass es dort eine Überbevölkerung gibt.
    Es ist sinnvoll, ein nachhaltiges Wirtschaften gemäß Schmidt-Bleek zu etablieren. Z. B. die herkömmlichen Häuser durch Passivhäuser (mit spezieller Wärmedämmung) zu ersetzen. Und Krampfadernoperationen durch das biologische Linserverfahren.

    • Wie schon ausgeführt, sind Golddeckung und Schwundgeld gegenläufige Alternativen zum gegenwärtigen Kreditgeld. An letzterem würde ich festhalten, aber nicht in Form einer fehlerhaften Gemeinschaftswährung souveräner Staaten. Die Bundesbank sollte wieder die D-Mark ausgeben, damit ist Deutschland historisch am besten gefahren. In gewisser Weise führt ein Inflationsziel von z. B. 2 % auch zu Schwundgeld, aber in sehr abgeschwächter Form, während eine Abwertung um 2 % pro Quartal wie beim Chiemgauer zu hoch ist.

      • Was halten Sie vom der Idee Hayeks, die Produktion von Zahlungsmitteln in private Hände zu legen mit konkurrierenden Währungsanbietern?

        Oder ist das jetzt zu antietatistisch? Ich kann das Sticheln halt nicht lassen 🙂

      • Potentielle Konkurrenz ist gut und über die Vertragsfreiheit bereits verwirklicht. Sie dürfen Verträge in beliebigen Währungen einschließlich Gold und Bitcoins abschließen und abwickeln. Tatsächlich tut das fast niemand, denn ‚Zentralbanken sind natürliche Monopole‘. Es ist effizienter, Geschäfte in einer Währung abzuschließen statt in vielen verschiedenen. Man wechselt diese Währung nur, wenn sie zu dysfunktional wird (was dem Euro durchaus noch passieren könnte).

      • Zum Geldsystem habe ich eine eigene, recht spezielle Theorie:

        Machiavelli hat gesagt:
        „Es ist leichter sich mit guten Soldaten Geld zu besorgen, als mit Geld gute Soldaten.“

        Deshalb hat eine Währung genau so viel Wert, wie die dahinter stehende Armee.
        Militär ist die beste Deckung einer Währung, nicht Gold.

        Mit dem Euro wird das deshalb nichts. Der Dollar wird immer solide sein, egal wie viele die Fed davon druckt. Der Rubel ist immer noch unterbewertet, und der Renminbi Yuan (China), wird ganz groß kommen, wenn China seine Währung frei konvertierbar macht.

      • Machiavelli meinte wirklich Geld, nicht die Währung. Vielleicht könnte man das heute übertragen, aber der Wohlstand einer Nation entscheidet auch über die militärische Stärke, die sie sich leisten kann. Europa und insbesondere Deutschland verzichten freiwillig auf diese Stärke. Wir lassen uns lieber von den USA beschützen, weshalb Kritik an deren Vorgehen oft heuchlerisch ist.

      • „Wir lassen uns lieber von den USA beschützen, weshalb Kritik an deren Vorgehen oft heuchlerisch ist.“
        Wenn die USA nicht selbst ein Interesse an einer Präsenz in Europa hätten, dann wären sie nicht hier und nie nach Europa gekommen. Die USA sind nicht der Weihnachtsmann. Ich weiß auch nicht, vor wen genau ich beschützt werde. Es gibt kein Land der Erde, das durch eine Invasion Westeuropas, einschließlich von Atommächten wie Großbritannien und Frankreich, irgendetwas zu gewinnen hätte. In Deutschland gibt es nichts zu erobern außer Schulden und einer wirtschaftlichen Basis, die im Falle von Kriegshandlungen zerstört würde und im Frieden z.B. Russland durch das Beziehen von Erdgas und anderen Ressourcen finanziell nützt.
        Kritik an Menschenrechtsverstößen kann schlecht heuchlerisch sein. Die Idee widerspricht dem Gedankengut des Grundgesetzes. Ich darf auch das Vorgehen der Polizei kritisieren, auch wenn diese mich beschützen soll. Darüber hinaus war der Afghanistan-Krieg schlecht geplant (und für die Teilnahme kritisieren Leute auch die Bundesregierung, ohne deren Existenzberechtigung in Zweifel zu ziehen), der Irak-Krieg und der Libyen-Einsatz völlig sinnlos und nur destruktiv; unsere Sicherheit und die globale Stabilität wurden durch beides stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Umtriebe in der Ukraine haben die militärische Sicherheit Deutschlands, die politische Stabilität in Europa wie auch dessen wirtschaftliche Aussichten ebenfalls nicht verbessert, um es freundlich zu sagen.
        Deutschland kann sich durch militärische Aufrüstung gerade gegen Russland keinen Deut besser verteidigen, da Russland Atommacht ist. Da kann man die „Bismarck“ zehnmal bauen und Millionen Leopard-Panzer herumkurven lassen – fünf russische Raketen auf Berlin, Hamburg, München, Frankfurt und NRW und das war’s. Deutschland könnte sich nur durch eigene nukleare Aufrüstung effektiv schützen, wobei so ein Schritt Europa ins Chaos stürzen könnte. Genau das fordert man aber letztlich wenn man Deutschland dafür tadelt, sich von anderen Atommächten „beschützen zu lassen“.
        Tatsache ist dass ein oft knallrot oder schwarz-weiß-rot gefärbter Anti-Amerikanismus plump ist und der komplexen Realität nicht gerecht wird. Die Antwort der „Pro-Amerikaner“ darauf ist jedoch oft ebenfalls nicht besser und tendenziell dasselbe in rot-weiß-blau. Oder auch nicht, denn die Idee, dass die US-Bundesregierung über Kritik – auch polemische und dumme – erhaben sein soll, ist zutiefst unamerikanisch.

      • Es gibt verschiedene Arten von Kritik. Ihre Beispiele von Polizei und Bundesregierung zeigen doch, dass man einzelne konkrete Fehler durchaus kritisieren kann oder sogar muss, ohne pauschal die Existenz anzugreifen. Eine entsprechende Einstellung zum Weltpolizisten wäre gut. Im Übrigen könnte sich Deutschland auch mit Atomwaffen nicht selbst verteidigen, weil es dafür zu klein ist.

  10. Mich würde mehr interessieren welche Auswirkungen werden wir Bürger hier zu erwarten haben.

    Pharmakonzerne die Geld in Griechenland verlieren, Metro, Lidl und wer sonst noch vor Ort Verluste erleiden werden. Was passiert mit den Banken, Versicherern wenn die Aktien einbrechen.

    Hier würde mich mal eine Gefahrenanalyse von Ökonomen interessieren.

    • Griechenland für sich genommen ist ökonomisch zu unbedeutend, zumal die privaten Banken und Anleger im Prinzip schon 2012 enteignet wurden bzw. ihre Anleihen verkauften. Herr Schäuble wird auch die Verluste der öffentlichen Hand irgendwo verstecken, so dass der Bundeshaushalt nicht belastet wird. Die Hauptgefahr ist tatsächlich ein Ansteckungseffekt bzw. mehr noch die Maßnahmen dagegen. Wenn ein Land den Euro verlässt, könnten das auch andere tun, weshalb man jetzt mehr Geld nach Portugal und Spanien pumpen wird.

      P. S.: „Börsianer trifft das Griechen-Chaos hart“. Demnach könnte der DAX morgen um 500 Punkte fallen, sollte sich aber bald wieder erholen. Wenn das alle so sehen, gibt es aber gar keinen Grund für einen so starken Kursrückgang morgen.

      • Vielleicht erholt sich der DAX ja schon im Laufe des Tages. Dass unser Geld weg ist, wussten wir ja schon seit letztem Jahr. Jetzt könnte durch einen Euroaustritt die Steigerung der Schulden an die Europäer abgeflacht werden, aber wie soll das eigentlich gehen? Zurück zur Drachme mit Abwertung wird nicht ausreichen. Wir brauchen jetzt ein Zukunftsszenario, solange Griechenland in der Union bleibt. Wie unseriös die deutsche Politik ist sieht man daran, dass die AfD mit keinem Wort erwähnt wird, was dieses Eurodesaster angeht, obwohl wir es bei Parteigründung 2013 schon auf unsere Fahnen geschrieben hatten. Ich hoffe, es sei den Altparteien eine Lehre.

      • „Wenn ein Land den Euro verlässt, könnten das auch andere tun, weshalb man jetzt mehr Geld nach Portugal und Spanien pumpen wird.“
        Das was die Syriza da treibt (Kapitalkontrollen etc) ist der Killer für Podemos usw. Wenn Griechenland jetzt im Sommer unkontrolliert aus dem Euro fliegen sollte – Betonung liegt auf ‚wenn‘ – dann werden in diesem Jahr dort noch die Schmerzen überwiegen. Das wird Spanier und Portugiesen abschrecken, dasselbe zu versuchen. Spanien und Portugal entwickeln sich wirtschaftlich eher gut und ich sehe keinen Grund, warum diese mehr Geld bräuchten. Vergessen Sie nicht, dass man durch so einen Zug auch Geberländer wie Österreich, die Niederlande oder Finnland zu einem Austritt bewegen könnte.

        „Demnach könnte der DAX morgen um 500 Punkte fallen, sollte sich aber bald wieder erholen.“
        Der Schweizer Aktienindex hat die Abkoppelung vom Euro nach einigen Wochen gut überstanden.

  11. Es wurde uns von allen Seiten verbindlich versprochen, dass mit der EURO-Einführung kein Land für die Schulden eines anderen Landes haftet. Von der CDU gab es dazu 1999 sogar das im Internet überall auffindbare Wahlplakat! Im Vertrag von Lissabon wurde das mit der sog. „bail out“ Klausel rechtlich klargestellt. ABER genau das Gegenteil ist passiert. Ich habe sehr viel Verständnis dafür, dass es Menschen gibt, die aus diesen und anderen Gründen (bürgerliche!) Revolutionsgedanken hegen, denn wir werden von unserer politischen Führung und ALLE Altparteien (!) von vorne bis hinten VERASCHT!

    • Es gibt keinen Grund für eine bürgerliche Revolution. Es genügt, wenn die Bürger (sich) das merken und deshalb nicht mehr die etablierten Parteien wählen, sondern die (oder ggf. eine andere) Alternative für Deutschland.

      • Der Denkfehler, den Sie machen ist, dass Sie von Ihrer Bildungsklasse ausgehen! Bewegungen verlaufen NICHT berechenbar! Wir stehen kurz vor dem berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Zukünftige Generationen werden sich denn aktuellen Euro-Betrug einfach nicht mehr gefallen lassen. Ich habe familiär und beruflich viel mit jungen Leuten zwischen 20 und 30 zu tun und weiß, wie der nicht-akademische Teil (also die Masse davon!) denkt. Die AfD muss die Meinungsführerschaft erreichen, schon werden andere das übernehmen! Wir AfDler dürfen wichtige Entwicklungen nicht verschlafen! Es ist soviel politischer Sondermüll der 68er zu entsorgen, dass ein paar Reförmchen hier und da nicht ausreichen. Die aktuelle politische „Klasse“ muss weg (eigentlich müsste sie wegen Betrug vor Gericht!).

      • Aus der Volksmasse kann vielleicht eine neue Elite hervorgehen, doch die Masse selbst ist unorganisiert und deshalb von sich aus nicht zu überlegten und dauerhaften Handlungen fähig. Auch Volksentscheide muss jemand vorbereiten, organisieren und diskutieren. Parteien sind noch schwieriger, Regierungsverantwortung erst recht.

      • Jeder Massenbewegung geht eine Elitebewegung voraus!

  12. Pingback: Griechische Kapitalverkehrskontrollen und Kontensperren | Alexander Dilger

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