Haus gekauft

Wir hatten einen ‚Hauskauf geplant‘ und haben dann diese Woche das Haus auch gekauft. Dazu waren wir beim Notar, der den ganzen Vertrag vorlesen musste und noch einige Änderungen vornahm. Wirklich günstig ist der Standardvertrag nicht, sondern er stellt vor allem den Notar von allen Risiken frei, die dafür uns als Käufern zugewiesen werden. Dafür dürfen wir ihn dann noch ordentlich bezahlen wie auch die Anfang des Jahres auf 6,5 % erhöhte Grunderwerbsteuer. Jetzt wollen wir noch schnell einen Immobilienkredit aufnehmen, da die Zinsen doch wieder steigen. Die eigentliche Übergabe findet dann ungewöhnlicherweise wohl erst Anfang nächsten Jahres statt.

28 Gedanken zu „Haus gekauft

  1. Wie viel wird Sie der Hauskauf insgesamt (Kaufpreis, Notar, Grunderwerbssteuer…) kosten? Oder ist es ein Geheimnis? 🙂

      • Ja, kann ich verstehen…meine Schwäche ist meine Neugier 🙂 …ich hoffe, es geht bei Ihnen alles gut und es kommt nicht später zu bösen Überraschungen!

      • Überraschungen kommen überraschend, doch ich gehe davon aus, dass es insgesamt ein gutes Haus ist und wir den Kauf nicht bereuen werden.

  2. Immobilien sind zur Zeit due beste Investation, nurgendwo ist dass Geld besser angelet.

    Aus meinem Bekanntenkreis haben schon einige 20 Jährige schon Häuser gekauft. Wenn man damit klug umgeht, hatt man in ca 15 Jahren ein schuldenfreies Haus. Kann nur jedem jugendlichen empfehlen, seine Finanzen in Immobilien zu investieren.

    • Ob zur Zeit eine Immobilie wirklich eine gute Investition ist, kann man nicht so pauschal bejahen. Für eine Familie zur Selbstnutzung eher ja. Zum Vermieten eher für Großanleger, die gleich ein Objekt mit mehreren Wohnungen in guter Lage kaufen können. Aber eher nicht für Käufer einzelner Eigentumswohnungen.

      Ich habe gerade ein Apaprtement verkauft, das ich zu einer Boom-Zeit gekauft hatte. Es dauerte geschlagene 22 Jahre, bis ich nun wieder ungefähr den damaligen Kaufpreis erzielen konnte Abbezahlt wurde es vor allem von den Mieteinnahmen und der Steuerersparnis. Aber ob und wenn ja wie viel ich damit Gewinn gemacht habe, lässt sich unmöglich einigermaßen konkret berechnen.

      Im Rückblick hätte ich das Geld lieber in Aktien gesteckt.

  3. Ich gratuliere! Ein Haus und einen Baum für das Leben! Ich war beruflich mein ganzes Arbeitsleben immer auf Achse. Das führte dann zu einer Scheidung und dem daraus sich normalerweise einstellendem Ergebnis: Das Haus, das ich als 38-jähriger Dipl.-Ing. erworben hatte verblieb der Ex. Ich mietete dann eine Traum-Penthouse-Wohnung und richtete mich allein ein. Ich verfügte über ein langes Arbeitsleben und einige „richtige“ Entscheidungen über genug Geld und wollte nie wieder Eigentum. Abschließen und nach Australien oder Vietnam. Dann lernte ich eine Wirtschaftswissenschaftlerin kennen und wir diskutierten in 2008 beim (romantischen) Abendessen über die Folgen der Geldpolitik der FED. Meine damalige Lebensgefährtin – jetzt Ehefrau – meinte, wenn die FED die Märkte mit Geld flutet, dann hat das zweifellos Auswirkungen auf Europa. Bei mir als dem viel Älterem, keimte die Angst vor Inflation auf. Aktien waren mir zu dubios, Gold damals schon zu teuer. Also: Gemeinsames Glück in einem neuen Haus. 2009 angefangen 2010 eingezogen. Die damals noch relativ hohen Zinsen interessierten mich nicht so arg, da wir beide altersbedingt über viel Eigenkapital verfügten. Die Baupreise waren 2009 noch erträglich, die Handwerker noch nicht ausgebucht. Diese Entscheidung noch mal im späten Leben das eigene Traumhaus zu verwirklichen, habe ich nie bereut. Den Rest habe ich fein verteilt in Fremdwährungen angelegt. Das ich zu letzterer Maßnahme mal übergehe, hätte ich mir zu DM-Zeiten nie erträumt. Das ist die Crux unserer Gemeinschaftswährung: Man macht Dinge, die spekulatativ und gleichzeitig sicherheitsgetrieben sind. Wie das mit den Fremdwährungen ( Franken, US-Dollar, Austr. Dollar, Norwg. Kronen, Schweden -Kronen, Kanadische Dollar, Singapur -Dollar) ausgeht, weiß ich nicht. Wahrscheinlich in toto besser, als mit dem Euro. Aber Ihr Haus steht. Insofern, sehr geehrter Herr Prof. Dilger, gratuliere ich. Für eine Familie ist ein Haus ein Mittelpunkt und für die Kinder ein „Elternhaus“ ! Viel mehr kann man in der heutigen Zeit nicht machen.

  4. „Schnäppchen“ ist stets relativ. Wer mit den bisherigen Mietzinszahlungen die Hauskosten abwohnen und Kredite tilgen kann, für den ist ein Hauskauf in jedem Fall ein wirtschaftlicher Gewinn.

    Ansonsten sollte der Käufer die Mietpreisentwicklung berücksichtigen. Politik und EZB stellen die langfristigen Rahmenparameter für einen EUR als „weiche“ Währung. Dies hat erst einmal zur Folge, dass mit einer anziehenden Mietpreisentwicklung gerechnet werden darf, wenn die örtlichen Rahmenparameter ( demographische Entwicklung vrs. höherer individueller Wohnraumbedarf, wirtschaftliche Entwicklung, Arbeitsmarkt, modische Trends [ z.B. Landflucht ] ) beständig bleiben.

    Während sich die Mietzinsen an die Geldentwertung anpassen, bleiben die Finanzierungsbelastungen in der Zinsbindungsphase gleich. Die Instandsetzungs- und Renovierungskosten passen sich hingegen der Preisentwicklung an, soweit der Wettbewerb im Handwerkssektor durch eine höhere Zahl der Anbieter aus der EU / Zuwanderung nicht einen gegenläufige Entwicklung oder eine Abschwächung verursacht.

    Wer die Immobilie nicht abwohnen möchte oder sich die Handlungsoption des Verkaufs offen halten möchte, der muss stärker die Lage als wertbildenden Faktor einbeziehen. Im tiefen Sauerland kann man sicherlich sehr günstig ein Eigenheim erwerben und den Kaufpreis zzgl. Nebenkosten sehr gut, aber zur Zeit mit Sicherheit nicht gut und in Zukunft noch schlechter verkaufen, weil nicht nur die alten Leute wegsterben, sondern weil zudem die jungen Leute aus strukturellen Gründen ( kein ausreichendes Bildungsangebot, wenig wachsender Dienstleistungssektor ) wegziehen.

  5. Ihnen und Ihrer Familie die besten Wünsche zum zukünftigen Familienstammsitz.
    Ein Haus haben Sie nun gekauft, Bücher auch schon geschrieben und einen Sohn gezeugt.
    Bleibt also nur noch einen Baum zu pflanzen.

  6. Ein Haus ist ja gut und schön. Viel wichtiger ist ein Garten, wo man auch kurzweilig der Natur huldigen kann. Meine besten Ideen bekomme ich immer, wenn ich im Garten sitze. Kommen dann noch die Vögel hinzu und die Eichhörnchen, dann drängt sich die Politik in den Hinterergrund. Sie haben sicher auch an ihre Kinder gedacht, welche die Hauptprofiteure werden.

  7. Herzlichen Glückwunsch, bis zur kommenden Zwangshypothek für die pleitegegangenen Südeuroländer sollen wohl noch einge Jahre in Land streichen. Nach dem eventuellen GREXIT könnte es noch ein wenig früher sein. Aber dann zahlen wir vermutlich auch für unsere „Deutschmannssucht“ drauf, denn wir haben ebenso hohe Kopfverschuldungen wie der Rest der Gemeinde. Trotzdem viel Freude im Haus!

  8. Im real existierenden Sozialismus musste man eine Mauer bauen, damit die Menschen nicht flüchten. Im real existierenden sog. Kapitalismus verkauft man ihnen ein Haus. Ich weiss wovon ich rede. In 1980 habe ich ein Haus gebaut, in 1987 zusätzlich eine Eigentumswonung gekauft, in 1994 ein denkmalgeschützes Fachwerkhaus im Bergischen gekauft und saniert und in 1999 ein Hotel gekauft und zum Wellness Hotel umgebaut. Bis auf das Fachwerkhaus habe ich mich inzwischen von allen Immobilien getrennt. Wenn ich in all den Jahrzehnten anstatt als Zinssklave die Banken zu bedienen, den DAX, sowie Gold und Silber gekauft hätte, wäre ich heute mehrfacher Millionär. Nun warte ich auf die nächste Erhöhung der Grundsteuer, denn meine Gemeinde ist im HSK ( = Pleite) und auf die Eintragung einer Zwangshypothek , denn die BRD ist auch pleite, wen man ihre zukünftigen Verpflichtungen saldiert. Wenn das denkmalgeschütze Fachwerkhaus nun bald abbezahlt ist , müssen wir Geld für eine neue Heizung, neue Fenster und sonsitige Instandsetzungen zurücklegen. Gleichwohl ist es ein schönes Gefühl, im eigenen Haus zu leben, aber als Mieter ist man viel mobiler und kann schlechter enteignet werden. Auch meine Großeltern mussten das erfahren. Sie haben nach dem WKII Haus, Hof und Ländereien in Westpreussen verloren und wurden mit einem „Apfel und einem Ei“ entschädigt. Lastenausgleich hieß das damals, vergleicbbares erwartet den Hausbesitzer im Euroraum und wenn die Hyperinflation kommt, dann werden auch die günstigen Hypothekendarlehen gekündigt werden. Dann fliegen sehr viele Immobilien auf den Markt und die Preise in den Keller.

    • Wegen des Lastenausgleichs wurden die Immobilien nach dem Krieg mit einer Zwangshypothek belastet, wie uns unsere Altforderen erzählten.
      Ob uns so etwas auch wieder droht als „Lastenausgleich“ für Europa?
      Mich würde es nicht wundern.

      • Die Summen bei einem baldigen Grexit sind zwar groß, aber noch überschaubar, so dass ich nicht mit Zwangshypotheken rechne, wenn man vernünftige Politik nicht noch viele weitere Jahre aufschiebt.

  9. Nur mal so….

    http://www.iww.de/ve/archiv/immobiliarvollstreckung-das-wichtigste-zur-zwangsversteigerung-zwecks-aufhebung-einer-gemeinschaft-f34910

    Wir haben gerade eine aktuellen Fall und das ist ganz interesant.

    Drei Leute besitzen ein Grundstück zu gleichen Teilen,oder weniger.
    Zwei besitzen je Anteile von 50.000 Euro und einer einen von einem Euro.

    So kann der mit dem einem Euro eine Zwangsversteigerung unter den Anteilern erwirken.
    Und so das Grundstück erwerben.

  10. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass in den Niederlanden 80% im eigenen Haus oder Eigentumswohnung leben und nur 20% zur Miete und dass in Deutschland das Verhältnis umgekehrt sei. Ob diese Statistik stimmt, weiß ich nicht. ABER es ist für mich ein Stückchen FREIHEIT, im Eigentum zu leben. NIEMAND kann Ihnen mehr kündigen!

  11. Wie sieht die Wertentwicklung von Immobilien in Dortmund aus?

    Ich selbst lebe im Umland von Bremen und kenne hier zur Zeit keine bessere Investition als in Immobilien. Einer aus meinem Bekanntenkreis hat seit dem 18 Lebensjahr sein Geld immer so gut investiert und immer die richtigen Entscheidungen getroffen, heute mit 34, muss er nicht mehr arbeiten und lebt in Thailand von seinen Mieteinnahmen die er hier erwirtschaftet. Da die Lebenshaltungskosten um einiges geringer in Thailand sind, geht es ihm sehr gut.

    • Aus verschiedenen Gründen halte ich Immobilien nicht für die bestmögliche Investitionsform. Genau genommen investieren wir auch nicht wirklich, wie es beim Kauf eines Mietshauses der Fall wäre, sondern kaufen ein ganz langfristiges Konsumgut. Dortmund dürfte allerdings einer der besten Immobilienstandorte im Ruhrgebiet sein.

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