Politik zum Geldverdienen?

Jemand teilte mir mit, dass er AfD und Weckruf endgültig den Rücken kehren wolle, weil es in beiden zu wenige Idealisten gäbe und mindestens 90 % Politik nur als Geschäft betrachten würden, um Geld zu verdienen. Die etablierten Parteien würden in der Hinsicht jedoch bessere Chancen bieten und er würde sich deshalb höchstens noch dort engagieren.

Erstens halte ich das für widersprüchlich. Wie kann man anderen vorwerfen, dass sie über Parteipolitik Geld verdienen wollen, wenn man selbst nichts anderes plant? Zweitens halte ich die Schätzung von mindestens 90 % monetär Interessierten für total übertrieben. Die meisten einfachen Mitglieder zahlen nur Geld und wissen das auch. Vielleicht 10 % hoffen auf bezahlte Mandate oder Jobs direkt in der Partei oder durch diese, doch viele davon werden enttäuscht werden oder müssen sich zumindest mit geringer Bezahlung z. B. in Kommunalvertretungen begnügen. Drittens glaube ich auch, dass in den etablierten Parteien, insbesondere den beiden großen, die reinen Verdienstchancen größer sind, da sie nicht nur absolut, sondern auch relativ zur Zahl aktiver Mitglieder viel mehr Stellen verteilen können. Es gibt nämlich im Politikbereich viel mehr Posten als nur die gewählten Amts- und Mandatsträger.

Schließlich ist es trotzdem eine dumme Idee, überhaupt wegen des Geldes in die Politik zu gehen. Es gibt zwar Politiker, die von der Politik ganz gut leben können, aber das gilt auch für Sportler, Schauspieler oder sogar Lottospieler. Im Schnitt wird mehr Geld verausgabt als verdient. Die Politik ist eine stark umkämpfte Branche ohne Eintrittsbarrieren, in der auch noch Idealisten sowie durch Macht oder Ruhm motivierte Menschen, denen es jeweils gar nicht ums Geld geht, den Wettbewerb zusätzlich anheizen. Zum Geldverdienen gibt es also wirklich bessere Berufe. Wer meint, dafür auf die Politik angewiesen zu sein, tut mir leid.

88 Gedanken zu „Politik zum Geldverdienen?

  1. Es ist gut und verständlich, dass Personen wie die von Ihnen geschilderte sich abwenden. Solche Leute haben nämlich mit der repräsentativen Demokratie ganz grundsätzlich ein Problem. Politik ist kein Feld, auf dem man gut Geld verdienen kann, so albern sich das angesichts von Diäten etc. anhören mag. Es ist nämlich äußerst schwer, einen der wirklich gut bezahlten Posten zu ergattern. Auch wenn man alle existenten Landtags- und Bundestagssitze zusammenzählt so ist es angesichts der Zahl von Parteimitgliedern und erst recht der Bevölkerungszahl immer noch äußerst schwer, an ein solches Mandat, insbesondere einen sicheren Listenplatz, zu kommen. Wer in die Politik geht, um dort Karriere zu machen, muss entweder gute Kontakte oder besondere Fähigkeiten haben. Natürlich gibt es dort noch weitere Posten als die wählbaren, aber für die gilt im Grunde das gleiche. Sonst würden ja alle Leute in die Politik gehen. Tatsächlich verlieren die Parteien, gerade die großen, aber Mitglieder.
    Repräsentativ organisierte Politik funktioniert nicht ohne finanziellen Ausgleich. Es wäre undemokratisch, von Leuten eine rein ehrenamtliche Tätigkeit zu erwarten. Viele Menschen hätten dann überhaupt keine Chance, in die Politik zu gehen, was es gerade neuen Parteien noch schwerer machen würde. Dass Menschen wir Frau Nahles und Frau Fahimi von der Politik leben können, haben Wähler so entschieden. Ich persönlich habe nichts dagegen, wenn Menschen Politik als Beruf betrachten, solange sie aus meiner Sicht gute Arbeit machen und das Richtige tun, was im Falle dieser beiden Damen nicht der Fall ist.
    Zuletzt bleibt zu sagen, dass es in der deutschen Politik nichts Gefährlicheres gibt als „Idealisten“. Alle Erfolge deutscher Politik in den letzten zweihundert Jahren gründen auf nüchterner Realpolitik. Alle Katastrophen gründen auf Emotion, Selbstüberschätzung und idealistischen Träumereien. Es war dieser Menschenschlag, der glaubte, Deutschland könne es mit der ganzen Welt aufnehmen und der nach 1945 vom Westen in den vermeintlich besseren Osten zog; und heute sind es diese Leute, welche diesen Mischmasch aus Weltstaatsfantasien und Träumerei auf die EU übertragen. Wir brauchen in der AfD keine Idealisten, welche mit schäumenden Emotionen, naiven Erwartungen und ideologischen Ambitionen nicht das liefern könne, was bürgerliche und moderate Wähler erwarten. Wir brauchen Nüchternheit und Disziplin. Vor allem aber brauchen wir Ruhe, denn es gibt nichts was der AfD mehr schadet als Chaos und Zerstrittenheit.
    Daher hoffe ich darauf, dass möglichst schnell alle Revolutionäre und für das leider oft unschöne politische Geschäft nicht tauglichen Träumer verschwinden. Ich habe nichts gegen Träumer, aber auf der AfD lastet eine große Verantwortung, daher ist sie der falsche Ort für Romantik. In jedem Fall sollte man keiner Partei beitreten, wenn man Parteiendemokratie ablehnt. Das hat noch nirgendwo funktioniert und wäre auch für die AfD der Sargnagel. Noble Ideale sind natürlich nichts, was ich kritisiere. Es wird aber kritikwürdig, wenn diese Ideale 80 Millionen Menschen ihrer einzigen Abwehr gegen viele Gefahren, wie den Euro, berauben. Mir sind schwerreiche Berufspolitiker, die uns einen guten Dienst tun, lieber als wohlmeinende Utopisten, welche das zerstören, was sie verbessern wollen, etwa die deutsche Demokratie. Ich bin nicht glücklich, dass das so ist, aber von Inhabern des Wahlrechts kann man so viel Realismus erwarten.

    • Vollzeitpolitiker können nicht dauerhaft rein ehrenamtlich arbeiten. Die für alle gleiche Bezahlung lockt aber vor allem solchen Personen an, die ansonsten nur weit weniger oder gar nichts verdienen können. Wer vergleichbar oder besser verdient, hat wegen der großen Risiken und dem Qualifikationsverlust in der angestammten Tätigkeiten nach einigen Jahren Politik zu große Einbußen. Bei Arbeitsplatzgarantie im Öffentlichen Dienst kann man es trotzdem wagen, was den hohen Anteil reiner Berufspolitiker ohne Alternativen und von Vertretern des Öffentlichen Dienstes in den Parlamenten erklärt.

      Idealismus ist hier nicht als Gegensatz zum Realismus zu verstehen, sondern in Abgrenzung zur Orientierung allein am persönlichen Vorteil. Auch wer ganz nüchtern Realpolitik für sein Land machen will, ist in diesem Sinne Idealist, wer vom Kommunismus oder großdeutschen Plänen quatscht, nur um Stimmen zu gewinnen, dagegen nicht.

      • Sehr geehrter Herr Prof. Dilger,

        „Wer vergleichbar oder besser verdient, hat wegen der großen Risiken und dem Qualifikationsverlust in der angestammten Tätigkeiten nach einigen Jahren Politik zu große Einbußen.“

        Und für dieses Problem gibt es leider überhaupt keine Lösung. Denn eine Arbeitsplatzgarantie wird es in der freien Wirtschaft zu Recht nie geben.

      • Der Gesetzgeber könnte eine Arbeitsplatzgarantie verordnen, aber das wäre ziemlich illiberal und nicht wirklich hilfreich. Es gäbe radikale Möglichkeiten der Umgestaltung der politischen Willensbildung, doch im bestehenden System muss man wohl damit leben, dass bestimmte Bevölkerungsgruppen systematisch unterrepräsentiert sind. Umso wichtiger ist es für Parteien, sich um gute Kandidaten zu bemühen.

  2. Mit dieser Analyse haben sie vollkommen recht. In den großen Parteien hat man nicht nur die Chance auf ein Landtags- oder Bundestagsmandat sondern auch die Möglichkeit Landrat oder Bürgermeister zu werden. Des Weiteren können durch die parteinahen Stiftungen weitere Parteimitglieder angestellt werden, neben den üblichen Stellen in der Fraktion oder für die einzelnen Abgeordneten. Des Weiteren gibt es viele Beispiele von Politikern, die von der Politik in die Wirtschaft gegangen sind wegen der besseren Bezahlung. Umgekehrt ist der Schritt nicht bzw. nur äußerst selten zu beobachten. Wobei hier natürlich auch die Risiken deutlich größer sind, als wenn ein Staatsbediensteter sich entscheidet für ein politisches Amt zu kandidieren. Jedoch sollte man nicht vergessen, dass viele ein Mandat aus puren Idealismus anstreben und nicht wegen des Geldes.

  3. Der Bericht zeigt, wie wichtig es ist die Parteien Demokratie neu zu gestalten, damit auch Fachleute zu einer gerechten Bezahlung kommen, wenn sie denn ein politische Mandat temporär wahrnehmen.

    So saugen wir nur immer mehr Fußvolk in Positionen, wo die hoffnungslos überfordert sind.

  4. Ganz Unrecht hat Ihr Herr Jemand nicht. Es soll selbst in der ersten Reihe der AfD Personen geben, die im Erwerbsleben gescheitert sind und sich nun durch Diäten über Wasser halten.

    • Nicht nur Frau Petry und Herr Pretzell…auch einige Landtagsabgeordnete in den neuen Bundesländern haben sich mit ihren Mandaten finanziell stark verbessert und lassen Fähigkeiten vermissen…

      • Auch Frau Petry ist eine Landtagsabgeordnete in einem der neuen Bundesländer, außerdem ist sie Fraktionsvorsitzende mit entsprechendem Zusatzverdienst, wobei ihr auch direkt nutzt, was anderen egal wäre, nämlich dass diese Gelder größtenteils nichts pfändbar sind.

      • Ja, ich weiß…hätte noch „andere“ davor setzen müssen 🙂 …wollte auf eher unbekannte Landtagsabgeordnete wie Herrn Rudy, Herrn Hütter usw. verweisen

  5. Geldverdienen im Weckruf

    Die Erweckten bieten gute Möglichkeiten, sich ein Zubrot zu verdienen. Sie unterwandern AfD-Gruppen auf Facebook und bringen dort ihre Leute unter. 450 Euro monatlich kann man sich locker verdienen. Voraussetzungen sind keine erforderlich, außer man ist den ganzen Tag über online, knüppelt andere Meinungen nieder und in der Lage, auch sinnfreie und dämliche Beiträge und Kommentare zu posten.

    • Ich kenne niemanden, der dafür Geld bekommt. Angeblich hat die russische Regierung Internettrolls gegen Bezahlung im Einsatz, doch diese wären dann eher auf der Seite der Lucke-Gegner zu finden. Diese sind ohnehin viel aktiver auf Facebook.

    • Als ich den Kommentar von Jörg Brezel las, ist bei mir der Groschen gefallen.
      In einem nichtöffentlichen NRW-AfD-Forum auf Facebook sind ständig zwei Weckruf-Herren unterwegs – jeden Tag, von morgens bis in die Nacht hinein. Ich habe mich schon sehr gewundert, wie dieses Engagement zu erklären ist. Diskutieren kann man in der Regel nicht, sondern man echauffiert sich lieber über eine „AfD-Barbie-Puppe“ aus Niedersachsen, die nicht dem Weckruf angehört. Das Niveau ist mittlerweile ziemlich grenzwertig. Nun habe ich mich etwas umgehört – die Angaben von Herrn Brezel stimmen wohl und die beiden Weckruf-Herren sollen, wie etliche andere auch in anderen Ländern, unterwegs sein, um bezahlte Stimmung zu machen.

      • Aha…und was ist mit den 30 Fake-Profilen auf Facebook, die den ganzen Tag über auf jeder AfD Seite die gleichen Lügen über Herrn Lucke und dem Weckruf verbreiten? Selbstlose Kämpfer für die gute Sache? Ich habe eine andere Begründung für Sie, warum manche Mitglieder den ganzen Tag im Internet sind…es gibt auch Studenten und Rentner in der AfD, die halt für ihre Seite kämpfen! Es passt zu den Gegner des Weckruf…die paar Mitglieder des Weckruf, die mehr Zeit haben, werden bezahlt…die 30 Fake-Profil Anhänger von Petry und/oder dem Flügel sind Idealisten. Die größten Hetzer auf Facebook gegen Herrn Lucke und für Frau Petry sind Fake-Profile: http://neunmalsechs.blogsport.eu/tag/johannes-doerflinger/

      • @Alexander Dilger

        Ich weiß es aus sicherer Quelle, warum glauben Sie mir nicht? Unter vier Augen kann ich Ihnen Namen von mindestens zwei „Kommentatoren“ nennen, die für ihren aufopferungsvollen Weckdienst honoriert werden. Passt das etwa nicht in Ihr Bild von den „Erweckten“? Sie sind doch sonst vorurteilsfrei – zumindest kenne ich Sie so.

      • Jedenfalls gibt es bei Facebook viel mehr hyperaktive Weckrufgegner als -befürworter. Wer sollte die Befürworter denn bezahlen und wofür genau? Meines Wissens nach gibt es eher umgekehrt Probleme bei der Finanzierung von Veranstaltungen etc.

      • @mariaefischer Hören Sie mit diesem Quatsch auf: „Ich weiß es aus sicherer Quelle, warum glauben Sie mir nicht? Unter vier Augen kann ich Ihnen Namen von mindestens zwei “Kommentatoren” nennen, die für ihren aufopferungsvollen Weckdienst honoriert werden.“ Nennen Sie die Namen der „Kommentatoren“, damit diese Stellung zu ihren Anschuldigungen beziehen können!!! Ebenso wäre es nett, wenn Sie die „Quelle“ preisgeben, damit sich jeder über deren Glaubwürdigkeit selbst ein Bild machen kann… Ich vermute, Sie haben Angst, wegen ihren falschen Anschuldigungen eine Anzeige wegen übler Nachrede bzw. Verleumdung von den betreffenden Personen zu erhalten! Es ist auch bezeichnend, dass Sie nicht auf mein Beitrag eingehen, was mit den 30 echten und Fake-Profilen ist, die täglich ganztags gegen Herrn Lucke und den Weckruf hetzen und für Petry sowie dem Flügel Werbung betreiben… beim Weckruf sind bezahlte Trolle, beim Flügel und Co. selbstlose Mitstreiter, die größtenteils zufällig ein Fake-Profil verwenden? Ihre Wortwahl „ihren aufopferungsvollen Weckdienst; Erweckten” spricht darüber hinaus Bände…

    • Was behaupten Sie hier für ein Mist? Zudem sind es gerade die dubiosen Gestalten der JA, Ja zur Alternative etc., die jede AfD Seite mit ihren Beleidigungen, Verleumdungen etc. gegen Herrn Lucke und dem Weckruf2015 zuspamen und versuchen, in Weckruf-Gruppen zu gelangen! Sie scheinen einer dieser Trolle zu sein, wenn man sich Ihren abstrusen, verlogenen Kommentar anschaut…

  6. „… und mindestens 90 % Politik nur als Geschäft betrachten würden, um Geld zu verdienen.“

    Von 90 Prozent würde ich nicht ausgehen, sondern von etwa 30 Prozent, die hoffen, über die Partei ihre eigene soziale Frage lösen zu können. Dies Leute wären im Grunde kein Problem, wenn die Gegenleistung (gute politische Arbeit) erbracht wird.

    • Ich gehe von deutlich weniger als 30 % aus, insbesondere da der Anteil der Aktiven niedriger liegt. In etablierten Parteien kann man auch durch rein passive Mitgliedschaft berufliche Vorteile haben, in der AfD ist es umgekehrt. Wenn jemand einfach für Geld Parteiangestellter wäre, wäre das kein Problem, doch die betreffenden Personen drängen in Parteiämter und wollen sich dort festsetzen, um unabhängig von ihrer Leistung bezahlt zu werden. Sie sollten deshalb zumindest am Gesamterfolg der Partei interessiert sein, weil davon ihr zukünftiges Einkommen abhängt. Doch tatsächlich kümmern sie sich nur um den parteiinternen Machtkampf und sehen den Parteierfolg als Kollektivgut, um welches sich andere kümmern mögen. Das betrifft übrigens nicht nur die AfD. Der Niedergang der FDP nach 2009 hat auch stark damit zu tun.

      • Sehr geehrter Herr Prof. Dilger,

        „Wenn jemand einfach für Geld Parteiangestellter wäre, wäre das kein Problem, doch die betreffenden Personen drängen in Parteiämter und wollen sich dort festsetzen, um unabhängig von ihrer Leistung bezahlt zu werden.“

        Nicht die bezahlten Posten sind das Problem, sondern diejenigen, den es nur um den eigenen wirtschaftlichen Vorteil geht. Letztere sind meist schwer zu erkennen, da die unredliche Absicht ja selten mitgeteilt wird.

        „Ich gehe von deutlich weniger als 30 % aus, insbesondere da der Anteil der Aktiven niedriger liegt.“

        Wenn man allein die Bezugsgröße „Aktive“ nimmt, wird der Anteil deutlich höher sein. Wenn man als Bezugsgröße diejenigen nimmt, die sich für Flügel und Wegruf stark machen, vermutlich noch einmal höher. Vielleicht ist Ihr Bekannter insofern von gefühlten 90 Prozent ausgegangen?

  7. Ich habe kein Problem damit, dass über die AfD auch (teils extrem gut bezahlte) Posten zu bekommen sind. Vom Idealismus allein kann man nicht leben. Und mit Idealismus alleine gewinnt man nicht genug kompetente Leute.

    Ärgerlich aber wohl unvermeidbar ist,, dass auch völlig untaugliche Leute sich via AfD solche Posten ergattern wollen. Denn damit hat Henkel ausnahmsweise recht: es gibt unter den bezahlten Amts- und Funktionsträgern und unter denen, die es werden wollen, jede Menge Goldgräber, Glücksritter, Versager, Pleitiers. Anders als er es darstellt allerdings in beiden Lagern, die nehmen sich da gar nichts. Diese Figuren sind gottlob eine Minderheit, aber leider keine zu vernachlässigende.

    • Sehr geehrter Herr Wunsch,

      Herr Henkel verhält sich doch sehr ambivalent und hat bei allen seinen verbalen Entgleisungen von sich selbst vermutlich die allerbeste Meinung. Inzwischen gehört Herr Henkel doch wohl auch zur Gattung „Berufspolitiker“ und offenbart hier einen ganz zweifelhafter Charakter.

      Im Übrigen sind die Wegruf-Machenschaften und „Mitgliederntscheid“ nur eine Blaupause eines bereits länger vorhandenen Planes, mit dem Herr Henkel in Bezug auf die FDP gescheitert ist.

      Vielleicht kommt Ihnen diese Vorgehensweise bekannt vor:

      „Henkel: Ich will jetzt keine neue Partei, denn das ist extrem schwierig. Meine Strategie ist – bleiben wir im Jargon der Piraten –, die FDP zu entern, über den Mitgliederentscheid. Ich sehe die Chancen nicht so schlecht. Für die FDP-Wähler sind die Verstöße gegen ihre Überzeugungen beim Euro-Rettungskurs am deutlichsten. Jetzt die FDP mit neuen Mitgliedern zu unterwandern, dafür ist es zu spät, denn die Antragsunterlagen wurden schon verschickt. Also müssen wir die FDP-Mitglieder überzeugen. Wenn der Mitgliederentscheid in der FDP in die Hose geht, kommt eine neue Partei – und dann bin ich dabei.“

      Zitat nach Wirtschaftswoche: http://www.wiwo.de/politik/deutschland/hans-olaf-henkel-kommt-eine-neue-partei-dann-bin-ich-dabei-seite-2/5824724-2.html

      • Herr Henkel ist gerade nicht wegen persönlicher finanzieller Vorteile in der AfD, sondern ihm geht es doch ganz eindeutig um die Sache. Deshalb hat er sich auch so klar positioniert, wie es für einen reinen Berufspolitiker niemals ratsam wäre.

      • Wieder subtile Propaganda gegen unliebsame Weckruf2015 Gründer Herrn Henkel! Manche hören die Wahrheiten nicht gerne! Vielleicht auch zweifelhafte Charaktere?
        Korrekt wäre es das Datum des Artikels zu nennen: 14.11.11!

    • Sehr geehrter Herr Wunsch,
      ich stimme Ihren Ausführungen gerne zu. Zu Beginn sind viele Personen in Kreis-Bezirk und Landesverbänden gewählt worden die nach „kurzer Vorstellung“ Stimmen auf sich vereinigen konnten. Darunter sind Bewerber, ich bezeichne sie mal als „Notgeburten und Blendgranaten“ in Verantwortung gekommen. Dieser Personenkreis muss sukzessive wieder abgewählt werden. Das setzt aber auch voraus, dass sich geeignetere Personen zur Wahl stellen. Personen um die man werben sollte. Meiner Wahrnehmung nach geschieht dies noch zu wenig. Vielleicht irre ich aber?

      • Meiner Einschätzung nach sind sowohl die aktiven Mitglieder als auch die gewählten Funktionäre im Durchschnitt über die letzten zwei Jahre leider nicht besser, sondern schlechter geworden. Am Anfang hatten wir viele außerordentlich engagierte Normalbürger und Leistungsträger, die sich zu einem Großteil zurückgezogen haben, während die reinen Opportunisten geblieben oder überhaupt erst gekommen sind.

    • Sehr geehrter Herr Prof. Dilger,

      „Herr Henkel ist gerade nicht wegen persönlicher finanzieller Vorteile in der AfD, sondern ihm geht es doch ganz eindeutig um die Sache.“

      Das mit dem eigenen persönlichen finanziellen Vorteil kann man bei Herrn Henkel so sehen.

      Die Ambivalenz sehe ich in dem Umstand, dass Herr Henkel – um es verkürzt darzustellen – mit viel Geld eine Partei kaufen und diese nach seinem Gusto gestalten möchte. Dass seine Unternehmung damit für die von ihm so bezeichneten Postenjäger geradezu prädestiniert erscheint,dürfte auf der Hand liegen.

      • Es ist ein großer Unterschied, ob man in eine Partei Geld steckt oder aus dieser direkt Geld ziehen will. Dass schließt nicht aus, dass Investoren sich auch geldwerte Vorteile versprechen, was jedoch zumindest auf Herrn Henkel selbst nicht zutrifft. Die aus seiner Sicht problematischen Postchenjäger lockt er damit doch auch nicht an, sondern Getreue, die für das gezahlte Geld arbeiten, was jedoch für andere Parteimitglieder ein großes Problem darstellen kann und übrigens zur Überkonkurrenz in Parteien beiträgt.

      • „Die Ambivalenz sehe ich in dem Umstand, dass Herr Henkel – um es verkürzt darzustellen – mit viel Geld eine Partei kaufen und diese nach seinem Gusto gestalten möchte.“ Woran erkennen Sie, dass Herr Henkel die Partei nach seinem Gusto gestalten will? …wegen dem Weckruf? Der Weckruf will gerade die AfD von 2013 erhalten und seine 4000 Mitglieder werden bestimmt nicht von Herrn Henkel bezahlt oder haben anderweitige finanzielle Vorteile…im Gegenteil…viele Mitglieder sind angesehene Professoren, Unternehmer etc., die keine Petry AfD wollen, die am äußeren rechten Rand fischen geht und ihren Ruf ruiniert. Frau Petry zieht mit ihrem Verhalten doch viel eher dubiose Postenjäger an, die wie sie über Leichen gehen, wenn man sich dadurch Macht und finanzielle Vorteile sichert!

      • Sehr geehrter Herr Prof. Dilger,

        „Es ist ein großer Unterschied, ob man in eine Partei Geld steckt oder aus dieser direkt Geld ziehen will. Das schließt nicht aus, dass Investoren sich auch geldwerte Vorteile versprechen, was jedoch zumindest auf Herrn Henkel selbst nicht zutrifft.“

        Wie kommen Sie darauf, dass das auf Herrn Henkel nicht zutrifft. Nach meinem Wissen handelt es sich bei den von ihm zur Verfügung gestellten Beträgen um Kredite, die zurückgezahlt werden. Und auch Herr Henkel hat ein durchaus lukratives Mandat, auch wenn er darauf finanziell nicht unbedingt angewiesen ist. Und die 500,00 Euro Mandatsträgerabgabe ist vergleichsweise gering.

        „Die aus seiner Sicht problematischen Pöstchenjäger lockt er damit doch auch nicht an, sondern Getreue, die für das gezahlte Geld arbeiten, …“

        Das kann ich nicht jetzt nun gar nicht nachvollziehen. In Ihrem Beitrag ging es doch darum, dass dieser „auf beide Seiten“ zutreffen würde.

        „… sondern Getreue, die für das gezahlte Geld arbeiten, was jedoch für andere Parteimitglieder ein großes Problem darstellen kann und übrigens zur Überkonkurrenz in Parteien beiträgt.“

        Ob gekaufte und bezahlte zuvor andernorts abgewählte Funktionäre, unbedingt die loyaleren Charaktere sind, wage ich, zu bezweifeln.

        Auch ansonsten denke dass das „System Henkel“ unter demokratischen Gesichtspunkten sehr bedenklich ist.

      • An dem Kredit verdient(e) Herr Henkel nicht wirklich, insbesondere unter Einbezug des Risikos. Das Mandat ist für ihn auch nicht wirklich lukrativ und sicher nicht der Antrieb für sein politisches Engagement. Es ist schließlich ein riesiger Unterschied, ob man neutrale Angestelle, loyale Gefolgsleute oder eigenständige Glücksritter bezahlt. Meines Wissens nach macht Herr Henkel nichts davon und nutzt nicht einmal die ihm zustehenden EU-Gelder vollständig aus. Was genau finden Sie daran nun problematisch?

      • Sehr geehrter Herr Prof. Dilger,

        „An dem Kredit verdient(e) Herr Henkel nicht wirklich, insbesondere unter Einbezug des Risikos.“

        Dass er keinen wirtschaftlichen Gewinn gemacht hat, sehe ich auch so. Allerdings hat er auch im herkömmlichen Sinne kein „Geld in die Partei gesteckt“. Er hat allerdings andere nichtmonetäre Gegenleistungen verlangt und diese auch teilweise erhalten.

        „Das Mandat ist für ihn auch nicht wirklich lukrativ und sicher nicht der Antrieb für sein politisches Engagement.“

        Herr Henkel wollte dieses Mandat unbedingt, auch wenn das nicht zuvörderst finanzelle Gründe hatte.

        „Was genau finden Sie daran nun problematisch?“

        Ich werfe Herrn Henkel den Versuch vor, einen legitimen Machtanspruch mit illegitimen Mitteln durchsetzen zu wollen und dabei ohne Rücksicht auf demokratische Spielregeln auch die Zerstörung der Partei in Kauf zu nehmen.

      • „Herr Henkel wollte dieses Mandat unbedingt“. Warum denken Sie das? Ich glaube ihm, dass er das Mandat eigentlich gar nicht annehmen wollte. Dazu wurde er dann nicht zuletzt mit Blick auf die Nachrücker gedrängt.

        Welche „illegitimen Mittel“ setzt denn Herr Henkel ein? Ich halte das alles für billige Propaganda. Richtig ist, dass er sich Sachen zu sagen traut, wo viele andere sich vorsichtig zurückhalten. Das ist aber gerade das Gegenteil von Opportunismus. Ein möglicher Vorwurf wäre dann genau umgekehrt zu Ihrem, dass zu viel Mut zur Wahrheit manchmal eben doch unklug ist und der guten Sache schaden kann.

      • @Dilger „Was genau finden Sie daran nun problematisch?“ Herr Schlegel hat mit Herrn Henkel genauso wie mit Herrn Lucke persönliche Probleme…er sucht krampfhaft nach Problemen, Verfehlungen usw… die Argumentation zu Herrn Henkel wirkt schon sehr hilflos, wie Sie mit Ihrer leichten Widerlegung deutlich zeigen.

      • Sehr geehrter Herr Prof. Dilger,

        „Welche ‚illegitimen Mittel‘ setzt denn Herr Henkel ein?“

        Die Diskussion um Herrn Henkel wird redundant. Wir hatten diese schon an anderer Stelle. Sämtliche Vorwürfe hier en detail zu wiederholen, würde sicher auch den Rahmen sprengen. Diese sind Ihnen sämtlich bekannt; allein Sie haben hierzu eine andere Auffassung beziehungsweise tun diese als „billige Propaganda“ ab, was eine Diskussion naturgemäß verunmöglicht.

        „Richtig ist, dass er sich Sachen zu sagen traut, wo viele andere sich vorsichtig zurückhalten. Das ist aber gerade das Gegenteil von Opportunismus.“

        Es trifft zu, dass man Herrn Henkel ohne weiteres keinen Opportunismus vorwerfen kann; seine verbalen Entgleisungen und Geschmacklosigkeiten jedoch als „Mut zur Wahrheit“ anzusehen, ist schon sehr speziell.

        Immerhin erkennen auch Sie dass diese sehr eigenwillig Auslegung von „Mut zur Wahrheit“ mitunter „eben doch unklug ist und der guten Sache schaden kann“.

      • Sie können doch nicht einfach „illegitime Mittel“ vorwerfen, ohne dann ein einziges zu benennen. In den vorherigen Diskussionsrunden war es leider ähnlich.

      • Herr Schlegel,
        Sie haben Recht, diese durchsichtige Propaganda für Herrn Höcke und Genossen die Sie hier betreiben ist schon von Anfang an redundant! Mit Unterstellungen und Demagogie werden Sie nicht glaubwürdiger. Mitglieder unterzeichnen nach wie vor für Weckruf, heute sind wir bei rund 4500, bis Essen vermutlich bei über 5000. Warum, weil intelligente Menschen Propagandisten um Höcke, Petry, Gauland etc. kein Wort glauben! Und Sie glauben es?

    • Ich schätze Henkel nicht, und habe auch weder in Aschaffenburg noch in Erfurt für ihn gestimmt. Ich hielt und halte den Mann in der AfD für völlig fehl am Platz, sowohl als Abgeordneter als auch als Vorstandsmitglied.

      Aber eines würde ich ihm ganz sicher nicht unterstellen: sich über die AfD finanziell bereichern zu wollen. Dieser Vorwurf ist völlig abseitig.

    • „Diese Figuren sind gottlob eine Minderheit, aber leider keine zu vernachlässigende.“
      Ich bin etwas verwundert darüber, dass unsere Ökonomen derzeit die Grünen so hoch einschätzen (siehe: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/so-denken-deutschlands-oekonomen-sieben-populaere-irrtuemer-1.2530734) und die AfD mit 4,3% in ihrer Gunst relativ weit hinten liegt. Die Ökonomen setzen auf eine Partei, die noch vor einigen Jahren in den Tageszeitungen mit großen Solidaritätsanzeigen für Griechenland geworben hat und sich für meines Erachtens unvernünftig hohe Fotovoltaik-Subventionen stark gemacht hat. Herr Trittin ist zwar nicht mehr am Ruder, aber von Saulus zu Paulus dürften sich die Grünen in der Zwischenzeit kaum gewandelt haben.
      Die AfD hat mit den Herren Lucke, Henkel, Starbatty und anderen einen großen Sachverstand in ihrer Führung. Die Partei wird offensichtlich aber nicht mehr als „Professorenpartei“ wahrgenommen. Vielleicht sollte sie daran arbeiten, wieder zu ihrem ursprünglichen Image zurückzufinden.

      • Damit die AfD wieder zum Image der „Professorenpartei“ zurückkehren kann, muss es einen entsprechenden BuVo geben…bspw. mit Herrn Dilger statt einem Herrn Pretzell 🙂

      • Die AfD hat leider viele Sympathien wieder verspielt. Es ist allerdings zu bedenken, dass nicht nur Professoren befragt wurden und unter den Mitgliedern des Vereins für Socialpolitik viele Nachwuchswissenschaftler sowie auch Studenten sind.

      • An nationalliberal:

        „Damit die AfD wieder zum Image der ‚Professorenpartei‘ zurückkehren kann, muss es einen entsprechenden BuVo geben…bspw. mit Herrn Dilger statt einem Herrn Pretzell“

        Professoren, die für den Bundesvorstand kandidieren oder kandidieren könnten gibt es ja nicht nur im Wegruf. Und ja, Herr Prof. Dilger wäre auch aus meiner Sicht für den Bundesvorstand geeignet, wenn auch nicht unbedingt als Sprecher (da zu polarisierend).

        Gleichwohl bin ich zwischenzeitlich davon überzeugt, dass ein unabhängiger Kandidat ohne eigene Hausmacht zwischen den Blöcken aufgerieben würde.

        Durchaus fraglich wäre auch, ob Herr Prof. Dilger tatsächlich noch als Vertreter der „blockfreien Mitte“ oder einfach auch nur des liberalen Lagers gelten könnte oder eher als quasi als assoziierter Wegruf-Kandidat wahrgenommen würde.

      • Das wurde doch alles schon geklärt. Als Bundessprecher kandidiere ich sicher nicht (siehe hier) und zu einer „blockfreien Mitte“ zähle ich auch nicht (siehe da).

      • Ergänzung:

        Ein Duell „Dilger ./. Pretzell“ wird es im Übrigen nicht geben, da Herr Pretzell definitiv angekündigt hat, nicht kandidieren zu wollen.

      • Sehr geehrter Herr Prof. Dilger,

        Sie glauben doch nicht wirklich daran, dass Herr Pretzell kandidiert?

        Dass Sie ihm einen Wortbruch zutrauen, ist das eine. Dass nach einer solch plakativen Ankündigung eine Kandidatur des Herrn Pretzell mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ohne jede Chance wäre und dieser das auch selbst so sehen wird, das andere.

      • Selbstverständlich wird er kandidieren, wenn sich die Gelegenheit ergibt, also insbesondere Frau Petry gewählt wird. Worum wollen wir (bedingt) wetten?

      • Sehr geehrter Herr Prof. Dilger,

        wir können gerne wetten. Ich biete als Einsatz eine Flasche meines Lieblingsgetränkes (Wert etwa 65,00 Euro).

      • Was ist Ihr Lieblingsgetränk? Sie könnten mir ggf. auch eine Champagnerflasche in vergleichbarer Preisklasse schicken. Ich wette konkret, dass Herr Pretzell in Essen für den Bundesvorstand antritt, falls Frau Petry als erste Bundessprecherin gewählt wurde. Wenn die Bedingung nicht erfüllt ist, gewinnt keiner.

    • Sehr geehrter Herr de Grisogono,

      „Wieder subtile Propaganda gegen unliebsame Weckruf2015 Gründer Herrn Henkel!“

      Damit sind Sie zwar auf einer Linie mit Herrn Prof. Dilger. Vielleicht erklärt mir ja mal einer, warum das Zitieren der Wirtschaftswoche „Propaganda“ sein soll?

      „Manche hören die Wahrheiten nicht gerne! Vielleicht auch zweifelhafte Charaktere?“

      Klar, Herr Henkel mit dem „Mut zur Wahrheit“…

      „Korrekt wäre es das Datum des Artikels zu nennen: 14.11.11!“

      Der Artikel wurde korrekt verlinkt.

      • Der Artikel ist nicht Propaganda, sondern Ihre Interpretation. In Wirklichkeit zeigt er doch, dass es Herrn Henkel um die Sache geht und nicht um die Unterwanderung der AfD, die es damals noch gar nicht gab.

  8. Pingback: Politik zum Geldverdienen? | FreieWelt.net

  9. Unter den Mitgliedern sind nur wenige an einer Parteikarriere mit entsprechenden Verdienstmöglichkeiten interessiert. Aber dieser Anteil ist erheblich höher unter den gewählten Funktionären. Mehrere sächsische Landesvorstände sind im Berufsleben gescheitert oder standen kurz davor. Diese Leute wurden gewählt, weil Frau Petry sie zur Wahl vorgeschlagen hatte, ohne dass die Basis Gelegenheit hatte, ihre Qualifikation zu prüfen. Diesen Personen kam dabei zugute, dass die Mitglieder sich auch nach einem Jahr über die Grenzen der KV hinweg noch nicht gut kannten und Blender dadurch ein leichtes Spiel hatten. Diese Situation hat sich bisher nicht wesentlich gebessert. Eine Partei, die von Pöstchenjägern und Abnickern angeführt wird, ist aber keine Alternative – denn das bieten uns bereits die Blockparteien.

    • Leider wird man in der AfD Sachsen daran so schnell nichts ändern können, da Frau Petry und ihr Kettenhund den Landesverband sehr gut unter Kontrolle haben und viele auf das Lächeln der Frau hereinfallen… Ich vermute, es würde nur eine Chance geben, die Pöstchenjäger wieder loszuwerden, wenn ein Skandal ans Licht kommen würde, der dafür sorgen würde, dass Frau Petry zurücktreten müsste.

  10. Ich habe unter den (einfachen) Mitgliedern des Weckrufes mal eine Umfrage gemacht:
    1. Die Mitglieder des Weckruf wählen nicht nur eigene Mitglieder durch…auch andere Kandidaten werden gewählt, wenn sie mit Herrn Lucke zusammenarbeiten können. Es gibt einen breiten Konsens diesbezüglich…nur einige Mitglieder machen dahingehend Einschränkungen, dass sie gern von Herrn Lucke wissen wollen, mit wem er gern im BuVo wäre
    2. Ihr Name wurde wohlwollend zur Kenntnis genommen…eine Kandidatur würde auf breite Zustimmung stoßen, da sie ein bekannter Vertreter der Liberalen sind.

    Es ist natürlich keine repräsentative Umfrage…aber bei einem so breiten Konsens eher unwahrscheinlich, dass die 4000 Mitglieder des Weckruf insgesamt anders denken. Immerhin haben Mitglieder aus ganz Deutschland geantwortet, so dass ein regionales Phänomen ausscheidet…

    • Ergänzung: es gibt wenige Mitglieder, die gegen ihre Kandidatur sind, aber nur deshalb, weil sie Sie lieber als NRW Vorsitzenden hätten und befürchten, dass Sie mit einem Sitz im BuVo zu stark belastet wären.

      • Was ich von den Weckruf-Funktionären in NRW höre, hört sich ganz anders an. Sie wollen sowohl für den Bundesvorstand als auch den Landesvorstand entweder nur Weckruf-Mitglieder unterstützen oder sogar Leute, die weit rechts von Herrn Pretzell stehen. Wahrscheinlich sehen die meisten Weckruf-Mitglieder das anders, werden aber an diesen Entscheidungen gar nicht beteiligt.

      • @Dilger Aber diesen Funktionären könnte es doch wie Frau Petry ergehen…die Basis entscheidet, wer sie vertreten soll und nicht ein paar Funktionäre. Sie haben bei einfachen Mitgliedern einen guten Ruf und zumindest bei der BuVo-Wahl in Essen auch unter vielen Mitgliedern des Weckruf Chancen! Wenn der Weckruf in Essen keine absolute Mehrheit hat, können seine Funktionäre nicht Kandidaten ignorieren, die sowohl bei den Mitgliedern des Weckruf als auch bei „neutralen“ Mitgliedern Sympathien genießen… in NRW will man Leute wählen, die weit rechts von Pretzell stehen? So wird man doch Herrn Pretzell niemals stürzen können…ich kann mir nicht vorstellen, dass alle Mitglieder des Weckruf und neutrale Liberale Kandidaten wählen, die schlimmer als Herr Pretzell sind…aber gut, der Weckruf hat bestimmt das gleiche Problem wie jede Vereinigung, Partei usw. …man zieht Opportunisten an, die ihre Chance sehen, eigene Macht zu erlangen…sozusagen wird es leider wohl auch im Weckruf eine Petry/Pretzell Fraktion geben. Aber darum kann man sich kümmern, wenn man hoffentlich einen neuen, kompetenten BuVo hat!

      • Bei einem so großen Mitgliederparteitag, wie er in Essen zu erwarten ist, kann wohl niemand vorhersagen, was passiert. In NRW gibt es hingegen Delegiertenparteitage. Wenn die Bundesvorstandswahl die Verhältnisse nicht grundlegend ändert (was ich allerdings hoffe), dann gibt es diesseits von Herr Pretzell keine Mehrheit. Ein Kandidat jenseits von ihm könnte gewählt werden, aber wäre das wirklich eine Verbesserung? Allerdings sollten wir uns nicht jetzt den Kopf darüber zerbrechen, sondern erst die Bundesvorstandswahl abwarten.

      • An „nationalliberal“:

        „So wird man doch Herrn Pretzell niemals stürzen können…“

        Sie meinten vermutlich demokratisch abwählen?

        „…aber gut, der Weckruf hat bestimmt das gleiche Problem wie jede Vereinigung, Partei usw.“

        Der Wegruf ist doch gar keine Partei.

        „…man zieht Opportunisten an, die ihre Chance sehen, eigene Macht zu erlangen…“

        Welche Macht hat denn der Wegruf zu verteilen?

        „…sozusagen wird es leider wohl auch im Weckruf eine Petry/Pretzell Fraktion geben. Aber darum kann man sich kümmern, wenn man hoffentlich einen neuen, kompetenten BuVo hat!“

        Sie meinen die angekündigten „Säuberungen“, denen dann auch Kategorie III der Wegruf-Mitglieder zum Opfer fallen sollen? Oder gibt es schon vorher quasi so etwas wie eine „Nacht der langen Messer“?

      • Herr Pretzell muss gar nicht abgewählt werden. Es genügt, wenn er nicht wiedergewählt wird. Der Weckruf kann Wahlvorschläge machen wie jeder andere auch (z. B. Herr Höcke für seinen Flügel). Ob diese dann gewählt werden oder extra nicht, ist eine ganz andere Frage.

      • @Schlegel
        Sie können es anders sehen, aber im alltäglichen Sprachgebrauch verstehen viele Menschen unter „stürzen“ auch eine Abwahl eines Politikers…so wie die Zeitungen oft berichten, dass ein Parteichef und Co. gestürzt wurden, wenn man sie nicht wiedergewählt hat.

        „Der Wegruf ist doch gar keine Partei.“ Ich weiß, dass Sie damit wieder ironisch darauf anspielen wollen, dass der Weckruf eine Partei in der Partei ist, wie es seine Gegner gern behaupten…komisch, bei der PP kommt kein Kritiker darauf, obwohl sie auch ein Verein ist und sich wie der Flügel organisiert, stark vernetzt ist… ich habe von „Vereinigung, Partei usw.“ gesprochen, um deutlich zu machen, dass jede Form der Zusammenkunft von Menschen…egal ob Verein oder Partei, ob Weckruf oder AfD usw…. Opportunisten anzieht! Man erkennt also ohne Probleme, dass ich in Bezug auf den Weckruf bestimmt nicht von einer Partei gesprochen habe…Anspielungen sind lächerlich

        „Welche Macht hat denn der Wegruf zu verteilen?“ Der Weckruf hat die gleiche Macht wie jede Vereinigung in der AfD…wer in der AfD allein kämpft, hat es schwer, irgendein Amt zu erlangen…wer im Flügel, in der ER, in der PP, im Weckruf etc. ist, hat es leichter, da er finanziell und personell zum Wahlkampf auf seine Vereinigung zurückgreifen kann…und die Vereinigung, die sich insgesamt in der Partei durchsetzt, kann ihren Mitgliedern auch in der Partei selbst zu höheren Posten …wie bspw. Sitz im BuVo …verhelfen.

        „Sie meinen die angekündigten “Säuberungen”, denen dann auch Kategorie III der Wegruf-Mitglieder zum Opfer fallen sollen? Oder gibt es schon vorher quasi so etwas wie eine “Nacht der langen Messer”?“ Immer diese Anspielungen…es wird langweilig! Wir wissen, dass Sie Herrn Henkel, Herrn Lucke und den Weckruf nicht leiden können… Herr Henkel hat den Ton eines Generalsekretärs gewählt…wäre es gegenüber dem politischen Gegner geschehen, wäre der Applaus (vor allem vom Flügel) groß… Der Weckruf will im Gegensatz zu Frau Petry, dem Flügel und der JA nicht über 4000 Mitglieder ausschließen…die gleichzeitig mit anderen Vereinen und Vereinigungen wie der PP, dem Flügel in der AfD keine Probleme haben und damit deutlich zeigen, dass man nur Kritiker loswerden will! Man will sogar eine Spaltorganisation wie die JA, die schon ein Unvereinbarkeitsbeschluss verabschiedet und umgesetzt hat, unter Petry als offizielle Jugendorganisation anerkennen… Der Weckruf beabsichtigt auch keine „Säuberungen“ der „Kategorie III der Wegruf-Mitglieder“…nur ich persönlich bin der Meinung, dass man weder Opportunisten wie Herrn Pretzell in der AfD noch Opportunisten im Weckruf zu irgendwelchen Ämtern verhelfen sollte, wenn sie dafür überhaupt nicht geeignet sind…und wenn man jemand nicht (wieder)wählt bzw. Mehrheiten gegen ihn organisiert, ist das keine Säuberung! Ich würde eher von „Säuberungen“ bei der JA und im Landesverband Sachsen sprechen, wenn man dort Unvereinbarkeitsbeschlüsse fast, um kritische Mitglieder ausschließen zu können…und in Zukunft gibt es die Gefahr einer politischen „Säuberung“ iSv Ausschluss aus der AfD auch nur bei einer Vorsitzenden Petry, wie man vielfach aus öffentlich gewordenen Aussagen von ihr und anderen entnehmen kann.

    • Weckruf2015 Wähler sollen besser bekannte Weckruf Mitglieder wählen als angeblich „freie“ unbekannte Mitglieder. Zusammenhalt und organisierte Aktion führen nur zum Erfolg, und es ist die letzte Chance!

      • § 2 Abs. 2 Buchstabe b der Satzung des Weckrufs schreibt über den Zweck des Vereins: „die Unterstützung derjenigen Mitglieder der Partei Alternative für Deutschland, welche sich in besonderer Weise für die in §3 Absatz (5) genannten Grundsätze engagieren.“ Da steht nicht, dass nur Weckruf-Mitglieder zu unterstützen wären.

      • Herr de Grisogono ist eine Minderheit unter den Mitgliedern des Weckruf! Vielleicht ist er auch die eine Person bei meiner Umfrage, die das Gleiche gesagt hat 😉 Solche Mitglieder verstehen nicht, dass sie mit ihren Aussagen Schaden anrichten…jedes neutrale Mitglied überlegt sich bei solchen Aussagen zweimal, ob sie einen Kandidaten vom Weckruf unterstützt…und mal sollte sich nicht selbst dahingehend überschätzen, dass man die absolute Mehrheit auf dem Parteitag sicher hat. Jedenfalls werden Frau Petry und der Flügel sich über solche Aussagen freuen, da sie damit behaupten können, dass der Weckruf spaltet…so wie sie es die ganze Zeit behaupten. Ihren Anhängern wird dabei egal sein, dass das nur Aussagen einer Minderheit sind…

      • Natürlich steht es nirgends , dass Weckruf -Mitgliedschaft ein Kriterium ist aber es ist für mich sehr ratsam in Essen gut aufzupassen wer unsere Stimmen bekommt. Nur eine überlegte und konzentrierte Aktion sichert auch Erfolg, wie uns die radikalsten Kritiker des Wechrufs schon vor Monaten bei LV und KV Wahlen gezeigt haben!

      • „sehr ratsam in Essen gut aufzupassen wer unsere Stimmen bekommt. Nur eine überlegte und konzentrierte Aktion sichert auch Erfolg,…“ Natürlich muss man gut aufpassen…aber jemand ist doch nicht deswegen besser geeignet, weil er im Weckruf ist…es gibt auch im Weckruf Opportunisten, die nur Probleme im BuVo bereiten werden…umgedreht gibt es bekannte Mitglieder wie Herrn Dilger in der AfD, die nicht im Weckruf sind, aber man dennoch davon ausgehen kann, dass sie gut (wahrscheinlich besser als manches Weckruf-Mitglied) mit Herrn Lucke zusammenarbeiten könnten.

      • Sehr geehrter Herr de Grisogono,

        „… aber es ist für mich sehr ratsam in Essen gut aufzupassen wer unsere Stimmen bekommt.“

        Sie haben Recht! Der Wegruf sollte sparsam mit seinen Stimmen umgehen. Soviele sind es nämlich auch wieder nicht. Es kommt auf jede einzelne Stimme an. Und der Investor hat natürlich auch seine Erwartungen.

      • @Nationalliberal

        Mich haben Sie mit dieser Umfrage nicht erreicht. AfD-NDS versuchte es durch Umfrage herauszufinden ob man Prof. Lucke oder Frau Petry etc. lieber wählen würde, um sich auf Essen vorzubereiten. Was immer es bedeuten soll?

        Ich teile Ihre Meinung überhaupt nicht. In meinen Augen denken Sie zu kompliziert über s.g. „neutrale“ Mitglider. Sie wissen was jetzt auf vielen pro-Petry/Höcke Platformen läuft? Mitglieder und Anhänger von Prof. Lucke können a) für eine Lucke/Weckruf Mehrheit sein oder b)für eine Lucke/ Petry Doppelspitze sein. Eine dritte Alternative für diese Gruppe, c) „neutrale“ BuVo, schliesse ich aus. Alternative b) ist auch keine echte Option für Weckruf um es anzustreben.

        Für AfD ist eine absolute Weckruf Mehrheit sicherste und erstrebenswerteste Option. Also man soll sich darauf konzentrieren und sich vorbereiten. Es geht um eine Grundausrichtung und dafür braucht man Menschen die so denken. Menschen die nicht entschlossen sind und auf zwei Stühlen sitzen wollen oder sich als unabhängig nennen, werden im Essen nicht sichtbar sein. Ich erwarte von der Gegegseite in Essen viele Tricks. Glauben Sie nicht, dass Flügel und Genossen mit Listen kommen werden?
        Für Weckruf Mitglieder muss Klarheit herrschen. Jetzt kommt es auf Mobilisierung und Vernetzung und nicht um was Petry & Co. denken könnten.

      • Es kommt erstens auf die Mehrheitsverhältnisse und zweitens den politischen Willen an. Wenn der Weckruf die Mehrheit in Essen hat, dann kann er durchwählen, muss es aber nicht. Wenn er nicht die Mehrheit hat, kann er es auch nicht. Deshalb rate ich dazu, nicht auf Maximalpositionen zu bestehen. Politik ist nicht nur die Kunst des Möglichen, sondern auch der Kompromisse und des Ausgleichs. Das sollten doch gerade bürgerliche Mitglieder wissen und beherzigen. Kaum jemand möchte die schlimmsten Lucke-Gegner wieder in einem Vorstand mit ihm haben. Das haben sie selbst doch schon ausgeschlossen, obwohl insbesondere Frau Petry sich bei Gelegenheit nicht daran erinnern wird, weshalb die Mitglieder das tun sollten. Aber ist es wirklich klug, alle übrigen Gruppen vor den Kopf zu stoßen, wenn der Weckruf die Mehrheit hat? Seine Mitglieder sollte dann eine klare Mehrheit für Herrn Lucke wählen, aber gemäßigte Vertreter anderer Gruppen ebenfalls einbeziehen.

      • @de Grisogono „Für AfD ist eine absolute Weckruf Mehrheit sicherste und erstrebenswerteste Option. Also man soll sich darauf konzentrieren und sich vorbereiten. Es geht um eine Grundausrichtung und dafür braucht man Menschen die so denken. Menschen die nicht entschlossen sind und auf zwei Stühlen sitzen wollen oder sich als unabhängig nennen, werden im Essen nicht sichtbar sein.“ Ich habe die Umfrage nur unter Mitgliedern des Weckruf gemacht…weil ich von mehreren Seiten gehört habe, was Sie bestätigen…man will Mitglieder des Weckruf durchwählen. Es war breiter Konsens unter den einfachen Mitgliedern, dass man auch Kandidaten wählt, die nicht im Weckruf sind und mit Herrn Lucke zusammenarbeiten können. Natürlich sind damit nicht Funktionäre wie Frau Petry, Herr Pretzell, Herr Höcke und Co. gemeint…sondern es sollen Mitglieder wie bspw. Herr Dilger eingebunden werden. Es gibt nun mal auch ein heterogenes „neutrales“ Lager…darunter sind wohl mehrheitlich Anhänger von Herrn Lucke…es geht dabei vielen wie Herrn Dilger…Sie sind nicht im Weckruf, aber Unterstützen den Weckruf inhaltlich, wollen keinen Petry Vorstand…neutrales Lager bedeutet doch nur, dass sie nicht im Weckruf, Flügel, ER, PP etc. sind. In meine Augen ist ihr Vorgehen zu radikal…Sie vermitteln allen anderen Mitgliedern den Eindruck, dass jedes Mitglied in der AfD nur ein Mitglied zweiter Klasse ist, wenn es nicht auch Mitglied im Weckruf ist…diese Strategie kann total nach hinten losgehen…Was machen Sie, wenn der Weckruf auf dem Parteitag keine absolute Mehrheit hat (und ich gehe davon aus, dass eine relative Mehrheit wahrscheinlicher ist, da Petry und Co. stark mobilisieren)? Die „neutralen“ Mitglieder wollen bzw. werden bestimmt nicht nur Mehrheitsbeschaffer sein…sie werden zwar dennoch Herrn Lucke als Vorsitzenden wählen, aber nicht einfach eine Weckruf-Liste abnicken…sie werden nach neutralen Mitgliedern schauen und am Ende werden vor allem einfache Mitglieder schnell auf scheinbar neutrale Mitglieder hereinfallen, die sich in ihrer Rede positiv über Herrn Lucke äußern bzw. den Eindruck erwecken, dass sie mit ihm gut zusammenarbeiten werden. Man beschwört bei einfachen Lucke-Anhängern, die nicht Weckruf-Mitglied sind, eine Trotzreaktion…Sie werden keine Querulanten wählen, da sie einen funktionierenden BuVo haben wollen, aber niemals nur Weckruf-Mitglieder wählen, die ihnen das Gefühl geben, Mitglieder zweiter Klasse zu sein…das unterschätzen Sie. Ich fände es sinnvoller, wenn man vor dem Parteitag…von mir aus in einer Liste festgehalten…einen Vorstand zusammenstellt, der auch Mitglieder beinhaltet, die nicht im Weckruf sind, so dass auch Lucke Unterstützer, die nicht im Weckruf sind, ihre „neutralen“ Vertreter haben! Ansonsten kann es schnell passieren, dass man trotz relativer Mehrheit Weckruf-Mitglieder und absoluter Mehrheit Lucke Unterstützer wieder einen BuVo bekommt, der im Dauerstreit liegt…

      • „Ich erwarte von der Gegegseite in Essen viele Tricks. Glauben Sie nicht, dass Flügel und Genossen mit Listen kommen werden?“ Den Trick wird der Weckruf ihr ermöglichen, wenn man so wie Sie denkt…Frau Petry wird auch (scheinbar) neutrale Mitglieder einbinden/vorschlagen, sich als integrierende Person und den Weckruf als Spaltorganisation darstellen, da man nur eigene Mitglieder wählen will…wahrscheinlich schlägt sie sogar Weckruf Mitglieder vor, auch wenn sie diejenigen nie gefragt hat. Ich kann nur sagen…man muss die Mitte, die gemäßigten Mitglieder einbinden…man kann Listen vorbereiten, auf denen bspw. 2/3 Weckruf und 1/3 loyale „neutrale“ Mitglieder wie Herr Dilger stehen! Ansonsten bekommt man wahrscheinlich auch Petry-Anhänger in den BuVo…und schon 1 Querulant reicht aus.

      • „gemässigte Vertreter anderer Gruppen einbeziehen“ ist theoretisch richtig. Unter den praktischen Bedingungen eines Parteitages ist Taktieren einfach nicht zielführend.
        Als Beispiel, LaVo in NDS ist zu rund 70% durch „Initiative Bürgerliche AfD in NDS “ besetzt. Und obwohl Herr Hampel kramphaft wiederholt er ist für alle Mitglieder da, wird eine Richtung systematisch verfolgt die nicht Grundausrichtung entspricht. So ungefähr wie unter Mursi und Brotherhood in Egypten.

        Und wir sollen es nicht so machen als ob wir nicht wussten wer von prominenten/ exponierten Mitglieder wofür steht! Leider sind die Menschen nicht wirklich gut informiert und lassen sich mit Halbwahrheiten beeinflussen. Lesen Sie nur was in letzten Tagen für AfD -Leser von Hr.Höcke, Hr. Wilharm und mehreren anderen verbreitet wird. Ähnliches gibt es von Weckruf2015 nicht. Es ist ein Zeichen des Stills und Denkart aber viele neutrale Mitglieder werden es nicht verstehen!

        Eines ist klar, bisherige Verhältnise sind zerstörerisch. Die Ausrichtungen der Hauptlager sind konträr. Deswegen wird ein BuVo nur handlungsfähig wenn eine Gruppe klare Mehrheit besitzt. Und nur so kann eine Partei politisch arbeiten und für Wähler interesant werden. Ich weiss, es ist zu simplifiziert aber in Essen geht es um einzige wichtige Frage.

  11. Keine Eintrittsbarrieren. Haben Sie sich schon mal die Vorraussetzungen angeschaut die man sagen wir mal für die Landtagswahlen in BW erfüllen muß. Da von keinen Vorraussetzungen zu sprechen stimmt einfach nicht. Dazu bleibt immer noch die 5% Hürde, keine Barrieren?

    • In dieser Argumentation geht es nicht um neue Parteien, für die die formalen und vor allem faktischen Hürden in der Tat zu hoch sein könnten, sondern um Politiker, die (fast) keine Voraussetzungen erfüllen müssen.

  12. Jetzt werden wir in Essen erst mal über die Satzung zu befinden haben. Ob das Ding noch mal durchgeht, ist sehr zweifelhaft. Mein Antrag in Sachen Ämterhäufung ist übrigens satzungsneutral formuliert, aber ich gehe davon aus, dass eh wieder wie in Bremen alle Anträge vom einfachen Fußvolk im Block vom Tisch gewischt werden.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-schiedsgericht-fehler-bei-verabschiedung-der-satzung-a-1040123.html

    • Das genaue Urteil wäre interessant, insbesondere was es für die Vorstandswahlen bedeutet. Vermutlich muss zuerst über die Satzung abgestimmt werden, um überhaupt zu wissen, in welcher Zusammensetzung der Vorstand zu wählen ist. Schon der Zeitungsbericht zeigt aber, dass die Veranstaltung eines Parteitags an zwei (oder gar mehr) Orten eben doch nicht so unproblematisch ist.

      P. S.: Das Urteil liegt mir jetzt vor, auch wenn die Begründung erst noch nachgereicht wird. Ich werde später darüber bloggen und bitte, die Diskussion dann dort zu führen.

  13. Eignet sich die AfD zum Geld verdienen?

    In meinem Kreisverband hat die CDU 20 mal mehr Mitglieder aber natürlich bei weitem nicht das 20 fache der Posten.

    In Altparteien muss man schon Jahre lang echt aktiv sein – bei der AfD gibt es wenig Parallelen zwischen Aktivität und Broterwerb.

    Das hat dann zur Folge dass die Aktivität der Mitglieder stark abfällt – nur ein Bruchteil der Aktivität der Altparteien, wenn man auf eine Parteizugehörigkeit < 2 Jahre abstellt.

    Die Höhe des Einkommens liegt natürlich im (relativen) Auge des Betrachters UND in der tatsächlichen Aktivität. Die wird aber bei Politikern eben so wenig überprüft wie die Qualifikation.

    Nehme ich jetzt noch Landesverbände – hier Thüringen mit nicht wesentlich mehr Mitgliedern (damals) als mein Kreisverband dann sind eigentlich alle Aktiven, die das wollten in deutlich besseren Verhältnissen als vorher.

    Und – es kommt eben ganz auf die Partei an – ob die diese Umstände zu ihrem Wohl einsetzt oder nicht.

    • „In meinem Kreisverband hat die CDU 20 mal mehr Mitglieder aber natürlich bei weitem nicht das 20 fache der Posten.“ Sind Sie sicher? Natürlich gibt es jeweils nur einen Vorsitzenden etc., doch hier geht es um bezahlte Positionen. Im Kreistag sitzen vermutlich nicht 20x so viele CDU-Mitglieder wie AfDler, doch die CDU hat noch viel mehr bezahlte Posten zu vergeben und die AfD nicht. Außerdem vermute ich, dass der Anteil der Aktiven in der CDU immer noch niedriger liegt als bei der AfD, auch wenn dort ein deutlicher Rückgang feststellbar ist. Also wenn ich mit der Politik einfach nur Geld verdienen wollte, würde ich in die CDU eintreten oder in Dortmund wohl noch besser in die SPD.

      • Da sind wir aber eben beim ‚Relativen‘

        vermutlich haben Sie als Professor deutlich bessere Chancen bei hoher Parteiaktivität in jeder Partei – als z.B. ein ungelernter Dauerarbeitsloser.

        Dafür dürften Ihre Erwartungen an ein (Zusatz)einkommen gleichfalls erheblich höher liegen.

        So kann für den Einen das vielleicht auf 500 € steigerbare Einkommen eines Bezirksvertreters schon eine neue Welt bedeuten- während andere bei einem Bundestagsmandat dankend abwinken.

      • Das ist wohl so. Es könnte auch sein, dass die relativen Unterschiede nichtmonoton vom Alter bzw. der Etablierung einer Partei abhängen: 2013 hatten Professoren wie ich in der ganz neuen AfD offensichtlich recht gute Chancen. Diese sind jetzt gesunken und inzwischen vielleicht in den etablierten Parteien höher. Bei ansonsten Beschäftigungslosen könnte es hingegen genau umgekehrt sein.

        Eine Erklärung wäre, dass in ganz neuen Partein, wo sich kaum jemand kennt, auf reine Äußerlichkeiten wie z. B. Titel oder die Kleidung geschaut wird. Dann hört man die ersten Reden und fällt auf die herein, die am meisten versprechen und nach dem Mund reden. Auf lange Sicht setzen sich dann hoffentlich Zuverlässigkeit und Sachverstand durch (gerade weil sie in der Politik besonders knapp sind).

  14. Stimmenangebot der ostdeutschen Landesverbände, Stimmenkauf durch Düsseldorfer

    Die ostdeutschen Landesverbände werden jetzt durch den Bezirksverband Düsseldorf der AfD gesponsert. Herr Patatzki als Schatzmeister hat einen Beschluss erwirkt, wonach der BV Düsseldorf den ostdeutschen Landesverbänden jeweils 2.000,00 € spendet.

    Damit können Frau Perty, Herr Höcke und Herr Gauland ihr Wählerpotential nach Essen fahren. In Gegenzug soll Herr Patatzki Bundesschatzmeister werden. Durch die Spenden werden die Stimmen für Herrn Patatzki gesichert oder sollte man sagen gekauft.

    Wenn Herr Pretzell, der wegen seiner Lügen verbrannt ist, nicht mehr kandidiert, bringt er jetzt seine Leute in Position.
    Wie Herr Patatzki erklärt hat, ist er ein Pretzell Mann!

    • Das dürfte rechtswidrig sein, vielleicht sogar strafbar (Untreue). Ein Gebietsverband kann seine eigenen Mitglieder bei den Reisekosten unterstützen, aber nicht willkürlich ganz andere.

  15. Ich bin mir ziemlich sicher, dass in allen Parteien Mitglieder bei guten Vorsätzen mehrheitlich nicht etwa einer besonderen Qualifikation wegen nach Mandaten streben, sondern damit einhergehenden Entgelten und anderen lockenden Nebeneinkünften hinterherhecheln. Idealismus und bedingungslose Einsatzbereitschaft findet man wohl eher nur solange an ihrer Basis, bis nicht unbedingt immer die besten Karrieristen begriffen haben, welche finanziellen Möglichkeiten sich für sie eröffnen könnten. Dabei fliest auch ein gewisses Interesse an „politischer Macht“ ein. Wenn dieses bei sich berufen fühlenden, nominierten Kandidaten im Sinne parteilicher Richtlinien zu mehr „Biss“ und Durchsetzungsvermögen führt, ist das in Ordnung. Ein Anstreben politischer Ämter ist aber dann wenig zielführend, wenn es Kandidaten vordringlich vor dem Hintergrund einer wenig erfolgreichen, oder gescheiterten Existenz und Ausleben von Egomanie geht.

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