Hauskauf geplant

Wir planen, ein Einfamilienhaus zu kaufen. Konkret haben wir hier in Dortmund-Aplerbeck bereits ein Objekt ins Auge gefasst. Demnächst soll vor dem Notar der Kaufvertrag geschlossen werden, wenn nicht noch ganz schnell ein viel besseres Angebot vorbeikommt. Ich war auch schon beim Katasteramt, um mir die Nichtexistenz von Baulasten bestätigen zu lassen, und meine Frau beim Bauordnungsamt wegen möglicher Bauaktivitäten auf dem Nachbargrundstück. Der Umzug wird dann vermutlich erst Anfang nächsten Jahres sein.

Eigentlich bin ich mehr der Mietertyp. Dadurch ist man flexibler und kann sein Geld günstiger anlegen. Angesichts der günstigen Zinsen würden wir das Haus jedoch möglichst komplett beleihen und hätte dann für ein deutlich größeres Haus eine geringer Belastung als mit der gegenwärtigen Miete. Wenn die Zinsen so niedrig bleiben oder der Euro noch weicher wird, ist ein Haus auch eine Wertanlage und zugleich eine Vermögensdiversifikation angesicht meiner vielen Aktien, auch wenn es selbst ein Klumpenrisiko bildet. Falls wir doch noch einmal ganz wegziehen sollten, könnten wir das Haus wieder verkaufen oder vermieten.

52 Gedanken zu „Hauskauf geplant

  1. Gute aber schwere Entscheidung. Lassen Sie sich viel Zeit, manchmal ist man begeistert und viel zu schnell. Achten Sie, dass es eine sehr gute Adresse ist. Haben Sie sich informiert über mögliche Bergschäden?
    Wir lebten mehrere Jahre in Essen-Werden, aus beruflichen Gründen. Wäre es nicht viel angenehmer in Münster oder Umgebung zu leben als in Dortmund!

    • Wir haben ein paar Jahre in Münster gelebt. Das war sehr schön und für mich fußläufig zum Büro. Allerdings musste meine Frau täglich nach Dortmund pendeln. Umgekehrt ist es viel besser (ich fahre antizyklisch, habe direkt einen Parkplatz, kann mir die Fahrzeiten aussuchen, habe mehr Puffer dabei und muss auch nicht jeden Tag fahren).

      • Wirtschaftsprofessor beim Hausbauen.
        Bauarbeiter: „Alex hol uns 4 Kisten Bier, dann sind wir heute schneller fertig“
        Alex. “ Ihr habt doch heute eh schon 2 Stunden Mittagspause gemacht, das geht alles auf mein Geld. Wenn ich aber als Professor meine winzigkurze Mittagspause überziehe, drückt der Steuerzahler ein Auge zu“.

  2. Eigentlich bin ich mehr der Mietertyp
    Ich dachte ein Wirtschaftsprofessor tickt da anders?!? Als Mieter macht man doch nur den Vermieter reich und selbst bleibt nichts.
    …und kann sein Geld günstiger anlegen
    WO??? Ich freue mich auf gute Tipps vom Fachmann!!!
    Vielleicht denken Sie, ich sei altmodisch (passiert Konservativen gelegentlich). Aber Geld ist doch nur bedrucktes Papier! Ich bin für STEINE statt SCHEINE!

    • Aktien haben langfristig eine viel bessere Rendite als Immobilien, zumindest in Deutschland. Hinzu kommt, dass sich zur ernsthaften Geldanlage wohl eher vermietete Häuser lohnen als ein Eigenheim.

    • Die Mieten sind in Deutschland insgesamt eher niedrig. Je niedriger die Mieten sind, desto niedriger sind meistens zwar die Anschaffungskosten, aber gleichzeitig steigt auch das Risiko, auf der Immobilie sitzen zu bleiben, wenn man diese veräußern muss oder will. Gerade in den strukturschwachen Regionen ist dies ein Problem.

      Als Eigentümer ist man ein ganzes Stück der Willkür des Gesetzgebers ausgesetzt und kann die Kosten nicht einfach an Mieter weiterreichen. Dies gilt umso mehr, wenn man Handwerkerleistungen einkaufen muss. Handwerkerleistungen müssen die gesetzlichen Vorgaben ( EnEV, DIN ) einhalten.

      Ich kenne mehrere Beispiele in denen monatliche Mieteinnahmen die monatlichen Finanzierungskosten nicht decken, wobei die Zinssätze noch älteren Datums und damit höher sind. Instandsetzungsmaßnahmen und Sanierungspflichten, Mietausfälle sind dann erst recht nicht abgedeckt. In einigen Fällen ist die Vermietung eine Notlösung, weil der Verkauf der Immobilie eine Lücke in der Kreditbesicherung, die nicht anderweitig hätte geschlossen werden können, offenbart hätte. Kommen dann auch noch weitere Schwächen – wie geringes Einkommen – hinzu, dann bleibt nur der Weg in Richtung Vermietung.

      Im übrigen können Sanierungsobjekte für Geringverdiener durchaus interessant sein. Häufig übersteigen die Handwerkerkosten die Materialkosten, die zudem häufig eher teuer vom Handwerker in Rechnung gestellt werden. Kostet die Handwerkerstunde auch dem Geringverdiener mindestens 50,00 EUR brutto, ist wenig oder gar kein steuerliches Absetzungspotential gegeben, dann liegt die Werterhöhung des Objektes [ die natürlich keinesfalls 1:1 den Investitionskosten entspricht, sondern im Regelfall darunter liegt ] durch die Eigenleistung häufig höher als das Nettogehalt bei Einbringung der gleichen Arbeitskraft in den Arbeitsmarkt ( z.B. 450-EUR-Job ).

      Hinzu kommt, dass gerade sanierungsbedürftige Altbauten, das können auch schöne Stadtvillen aus der Jahrhundertwende sein, sich in guten Lagen befinden können, während neuere Baugebiete häufig abgelegener liegen. Für die Sanierungsobjekte fehlt häufig die Nachfrage, weil für Erwerber, die keine Eigenleistungen erbringen können oder wollen, der Investitionsaufwand zu hoch oder nicht ausreichend kalkulierbar erscheint ( „Kauf der Katze im Sack“ ). Gerade handwerkliche unerfahrene Kaufinteressenten haben das Problem, Gewerke nicht prüfen und ordnungsgemäß abnehmen zu können. Hohe Sanierungskosten übersteigen ggf. die eintretende Werterhöhung merklich, insbesondere wenn Gewerke zu teuer eingekauft worden sind oder Gewerke mangelhaft erbracht worden sind, was sich möglicherweise erst Jahre später bemerkbar macht ( Schimmelpilzprobleme durch Wärmeschutzverbundsysteme, hohe Heizkosten wegen fehlerhafter Heizungssteuerung, Fäulnis im Holzgefache, pp. ).

      • Ich gehöre zum Glück nicht zu den Geringverdienern und möchte mich weder mit Mietern noch Handwerkern groß herumstreiten müssen. Aber vielleicht wäre das einmal eine Abwechslung zu den Streitereien in der AfD.

      • Och ja, das hatte ich erst gestern gehabt. Da haben mich drei EU-Handwerker versucht, über den Tisch zu ziehen. Sie wollten von der ursprünglichen Preisvereinbarung ( 350 EUR ) nichts wissen. Ich habe denen genau zwei Optionen gelassen, ein großherziges finanzielles Angebot ( meine Frau wollte das Gewerk unbedingt abnehmen und war bereit den gleichen Betrag beizusteuern, den ich bereit war zu zahlen [ 1.000 EUR ] ) und die Unterzeichnung eines Vergleichs, um die Rechtssicherheit sicher zu stellen, oder das weniger großzügige Angebot, das die Demontage des Gewerks enthielt [ Was aber auch nicht zu hart war, denn mit der Montage war es eigentlich mein Eigentum. ]. Sie entschieden sich für das großzügige Angebot und kriegten 30 % [ 2.600 EUR ] von dem, was sie forderten und 270 % von dem, was vereinbart war. Ich habe es heute noch einmal nachkalkuliert. Es war für uns sowieso kein Schnäppchen, aber es war im Ergebnis akzeptabel, wenn ich dieser Truppe unterstelle, dass sie das Material teuer bei Hornbach eingekauft hatte.

    • Das müssen aber sehr viele Steine und die in guter Lage sein. Es gibt kaum Geldanlagen, die weniger Rendite und mehr Ärger einbringen, als vermietete, einzelne Eigentumswohnungen. Wenn überhaupt in Immobilien investieren, dann in ein ganzes Haus mit mehreren Wohnungen. Wenn dazu das Kapital nicht reicht, dann ganz banal ansparen in einer Spareinrichtung wie z.B. dieser

      http://www.1892.de/spareinrichtung.html

      Ich habe nächsten Dienstag den Notartermin, auf dem der Verkauf eines Appartements abgeschlossen wird, welches ich 1993 als Neubau gekauft habe. Ich komme da zwar unterm Strich materiell ganz gut weg, aber würde in so etwas nie mehr auch nur einen Cent stecken. Der Ärger und der Aufwand ist das wirklich nicht wert.

      Eine selbstgenutzte Immobilie ist natürlich ganz anders zu bewerten.

      • Grundsätzlich bin ich ein Freund von diesen Genossenschaftsmodellen. Man muss auf die Nachschusspflicht achten ( In Ihrem Vorschlag ist es kein Problem. )

        Ferner muss man die Solidität genau prüfen. Es gibt auch schwarze Schafe unter diesen Genossenschaften, die das blaue vom Himmel versprechen, gerade im Bereich der Refinanzierungen. Es gab / gibt Genossenschaften, die ( notleidende ) Objekte kaufen und dann den „Genossen“ die Finanzierung über die Miete mit Kaufoption abwohnen lassen. Entsprechend dem Modell erfolgt der Vertrieb über ( dubiose ) Strukturvertriebe.

        http://www.wer-weiss-was.de/t/genotec-genotrade-erfahrungen/6045706/10

  3. Sehr geehrter Herr Dilger,

    ich denke, Sie und Ihre Frau haben die Finanzierung des Hauses gut durchdacht.
    Eine komplett Finanzierung ist eigentlich nur interessant, wenn die Abbezahlung der Hypotheken durch Mietzins erfolgt..
    Selbst bewohntes, voll finanziertes Eigentum ist meistens ein Verlustgeschäft.
    Das ist natürlich nur meine persönliche Sichtweise.

    Lassen Sie sich durch meine Meinung nicht verunsichern und finden Sie Ihren persönlichen Rückszugsort. Viel Glück dabei.

      • Nur so aus der Lebenserfahrung, gründen Sie eine GmbH als Eigentümer.
        Vorsteuer bei Renovierungen, aberauch bei Trennung ( Gott behüte soll Ihnen nicht passieren) Sind GmbH Anteile leichter zu übertragen und billiger als Notar und Grundbuchänderungen.

        Ebenso können Sie über eine Mietzahlung an die GmbH steuerliche Vorteile erziehlen. Steuerberater sind da oft sehr geschickt.
        Einfach mal durch denken.

        Selbst wenn Sie später mehrere Kinder haben ( bei mir z.B. inzwischen aus zwei Partnerschaften), ist ein Nachlass einfacher zu regeln, eben GmbH Anteile vermachen. Die Häuser können dann in der GmbH verwertet werden.

      • Der bürokratische Aufwand erscheint mir zu hoch. Außerdem dürfte es steuerlich auf Dauer nachteilig sein, weil langfristig meine Miete an die GmbH doch über den Kosten liegen müsste und dann zu versteuern wäre. Interessant ist natürlich, dass man nicht nur zukünftige Notarkosten, sondern auch Grunderwerbsteuer sparen könnte.

  4. Wenn Wirtschaftsprofessoren Häuser kaufen, dann hat der Immobilienboom seinen Zenit wohl erreicht.
    Ich meine dass nicht herabwürdigend gegenüber Ihnen. Es ist einfach so, dass Fachleute in Ihrem Bereich oft blind sind. So um 2004 , sagte ich (Software-Entwickler): „google ist doch nur eine weitere Suchmaschine. Nie würde von denen Aktien kaufen. Die wollen jetzt an der Börse Kasse machen und werden dann verschwinden. “

    Ähnliches hatte ich Jahre zuvor über die „Spielzeug-Computer“ microsofts gemeint.

    Im Ernst: Meinen Sie nicht, dass wenn die Zinsen anziehen, Immobilienpreise rapide fallen werden. Aktien allerdings auch. Wäre es nicht besser jetzt auf Bargeld (Geldmarkt-Fonds) zu sitzen und dann günstig einzukaufen?

    • Als Wirtschaftsprofessor bin ich kein Anlageprofi, aber auch kein blutiger Laie. Mein Überblick über strukturelle Faktoren dürfte sogar höher sein als der von vielen Finanzprofis, die eher auf kurzfristige Entwicklungen schauen und an diesen verdienen. Von Kassenhaltung als Anlagestrategie würde ich jedenfalls abraten. Wann ziehen denn die Zinsen überhaupt wieder an? Dazu müsste es nennenswerte Inflation bei den Konsumgüterpreisen geben, die trotz der ständigen Warnung vor Hyperinflation durch Goldfetischisten etc. nicht zu sehen ist. Wenn es irgendwann doch hohe Inflation geben sollte, ist Bargeld auch nicht so toll. Hinzu kommt das weiterhin bestehende Risiko eines Zerfalls der Eurozone. Je nach Ablauf könnte das in Euro gehaltene Geld dann stark an Wert verllieren oder in eine starke DM umgewandelt werden, die dann auf lange Zeit kaum Inflation und niedrige Zinsen hätte.

      • Sehr geehrter Herr Prof. Dilger,

        beim derzeitigen Zinsniveau ist ein Immobilienkredit praktisch geschenktes Geld. An eine Hyperinflation glaubt derzeit vermutlich niemand. Dennoch würde eine solche ja nicht die Immobilie entwerten, sondern lediglich die darauf liegende Hypothek – oder sehe ich das als blutiger Laie falsch?

      • Manche warnen selbst jetzt vor einer Hyperinflation, weil sie unser Geldsystem zwar radikal kritisieren, aber gar nicht verstehen. Eine Hyperinflation entwertet alle Schulden, weshalb ich als Hauskäufer per Kredit davon profitieren würde. Auch ein Zinsanstieg trifft mich nicht direkt, weil ich meine Zinsen auf zehn Jahre festschreiben werden und den Kredit zu jeder Zeit bzw. danach komplett ablösen könnte. Indirekt mögen Hauspreise bei steigenden Zinsen etwas fallen, aber ich will das Haus auf absehbare Zeit gar nicht verkaufen, sondern selbst nutzen. Also muss ich einfach die Zinsbelastung mit meiner aktuellen Nettomiete vergleichen. Dabei zeigt sich, dass ein Hauskauf momentan günstiger ist, als weiter zur Miete zu wohnen.

      • Sie können auch als Privatperson einer GmbH Geld leihen zu einem höheren Zinssatz und die GmbH kauft ein Haus. Spannend in der Mathematik der wirklichen Miete.Zinsverdienst ( Diff zum Zinsatz den man selber bezahlen muß).
        Höhere Miete ( Minus Zinsertrag wirkliche Miete) Mietkosten für Büro zuhause ( Wenn Ehepartner sich selbstständig macht?)

        Steuerberater finden da tolle Wege. Selbst der Stellplatz für den PKW kann zusätzlich kosten.

      • Steuerlich erscheint eine GmbH nicht sinnvoll bei einem selbstgenutzten Haus. Die Miete könnte ich da auch nicht völlig frei wählen, sondern das Finanzamt würde besonders genau hinauschauen. Zinsen der GmbH an mich müsste ich versteuern. Im Grunde werden Eigenheime steuerlich privilegiert, was ihre höheren Preise partiell erklären könnte. Wenn überhaupt, könnte eine ausländische Unternehmensform sinnvoll sein, doch dann wird alles noch viel komplizierter.

  5. sieht man einmal vom ‚Privatvergnügen‘ ab ist es wirtschaftlich (fast) immer interessanter eine Immobilie zu vermieten, als sie selbst zu nutzen.

    Zwar zahlt man keine kalkulatorische Miete kann aber andererseits auch keine Kosten gegenrechnen. Oder gar ‚Abschreibungen‘ vornehmen auf ein Objekt, dass eher langfristig im Wert steigt.

    Dennoch – wenn man schon Aktien im erheblichen Masse besitzt sollten Immobilien nicht im Anlagemix fehlen.

    Bei der Refinanzierung sollte man aber bei der momentanen Zinslandschaft besonders lange Zinsbindungen bevorzugen – und möglichst Tilgungen über Ansparen in einem Investmentpool abdecken.

  6. Es gibt nichts Besseres als selbst genutztes Immobilieneigentum. Rechnen Sie sich mal die Miete aus, die man im Leben bezahlt. Bei 600 Euro Kaltmiete, die man 60 Jahre bezahlt, ohne Mietsteigerungen ergibt die stolze Summe von 432.000 Euro. Auch wenn man langfristig finanzieren muss, so ist die Immobile doch in der Regel spätestens im Rentenalter schuldenfrei. Die eingesparte Miete entspricht einer Rentenerhöhung in gleicher Höhe. Das nenne ich mal eine Rentenerhöhung. Altersarmut Ade.

  7. Herr Dilger, Sie schreiben :
    Der bürokratische Aufwand erscheint mir zu hoch.

    Ja und nein. Ist eben eine Frage der Lebensplanung, wenn man mehrere Häuser im Laufe der Zeit erwerben will oder nur eins. Bedenken Sie, auch in Ihrer Steuererklärung wird ein Haus Zeit und Kosten verursachen.

    Sie denken :
    Außerdem dürfte es steuerlich auf Dauer nachteilig sein, weil langfristig meine Miete an die GmbH doch über den Kosten liegen müsste und dann zu versteuern wäre.

    Die Höhe der Miete bestimmen Sie. Denken Sie an die Betriebskosten, die Vorsteuer enthalten, Sie jedoch als Privatperson nicht absetzen können ( Heizung usw. Garten, Reinigung ) Da kommt einiges zusammen, was esw billiger macht. Ebenso die Versicherungsfragen. Als Mieter einmal und als GmbH. (Haftpflicht, Nutzungsausfall usw.)

    Eine GmbH kann Kosten anders geltend machen als Sie. Ebenso, ( erneut Dinge die ich Ihnen nie passieren sollen) der Fall in Hartz IV durch Insolvenz, oder Krankheit, auch bei Scheidung. Sie sind Mieter und zunächst sind Mietkosten ( wenn auch zeitlich begrenzt) zu tragen durch den Staat. Wenn die GmbH dann einer anderen Person ( Offshore oder ltd. in England, gibt da viele Tricks) gehört, bleibt das auch erhalten. Zumindest hat man viel Zeit gewonnen, da die juristischen Wege ( Pfändung von ltd. Anteilen in England als Beispiel) dauert.

    Lieber Herr Dilger, meine erste Ehescheidung hat mich durch “ ein normales Lebensplanungsdenken“ 13,5 Millonen DM Verlust beschert. So kann ich nur immer wieder raten, bedenkt gesetzliche Bedingungen im Falle von Problemen.

  8. Beim Hausbau fällt die Grunderwerbsteuer nur auf das Grundstück an, da kommt schnell eine stolze Differenz zum Hauskauf zusammen. Und ein Haus mit zu entwerfen und über möglichst viele Details nachzudenken und dann eine Entscheidung zu treffen, ist ein kreativer Prozess, der im günstigen Fall sogar erfreulicher ist, als das Schicksal der AfD zu verfolgen oder daran mitzuwirken.

  9. Ich denke, Sie kaufen jetzt das Haus weil sie wissen, dass der Euro bald zerfällt. Machen Sie sich nicht strafbar wegen Insiderwissen? Wollen Sie wirklich den Euro abschaffen, nur weil Sie ein Haus kaufen wollen? Schlage hier eine Satzungsänderung vor.

    • Lieber Herr Krebs,

      vielleicht sollte Herr Dilger es wie die Griechen machen:

      http://www.boersennews.de/nachrichten/thema/drohung-aus-athen/879416?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=softlead

      << Der griechische Verteidigungsminister Panos Kammenos sagte dem
      << Fernsehsender Mega, entweder gebe es bis Donnerstag eine Einigung oder << Athen werde seine Schulden an die Geldgeber "nie" zurückzahlen. Kammenos << ist Chef der rechtspopulistischen Partei Unabhängige Griechen (Anel), des
      << kleineren Koalitionspartners von Tripras Linkspartei Syriza und gilt als
      << Hardliner in der Regierung./tt/DP/fbr

      Herr Dilger bittet einfach Frau Merkel und Herrn Schulz, die werden dann seine Verbindlichkeiten zurückzahlen. Nur die Aktien sollten früh genug ins Ausland geschafft werden. 😉

      • Was ist denn das für eine leere Drohung? Griechenland wird im Gegensatz zu mir seine Schulden ohnehin nie zurückzahlen (können). Also kann man sich auch gleich ehrlich machen.

  10. Pingback: Hauskauf geplant | FreieWelt.net

    • Was bitte ist denn ein ’sinnlos überteuertes Auto‘? Mein derzeitiges Spaßauto, ein Boxster S BJ 2010, hatte einen Listen-Neupreis von um die 85T€, ich hab‘ nach 3 Jahren gebraucht noch die Hälfte bezahlt, und jeder Kilometer kostet bei meiner Jahresfahrleistung ohne Wertverlust um die 0,55€.

      Teuer? Sinnlos? Nein, im Gegenteil, der ist jeden Cent wert und für mich persönlich ungemein sinnvoll. Aber jeder Jeck ist anders, gell.

  11. Viel Erfolg beim Hauskauf! Wir haben dasselbe vor und sind auch kurz vor Abschluss des Kaufvertrags, allerdings in Brackel.

  12. Ein Zinssatz von 1,3 % auf zehn Jahre ist natürlich fast „geschenktes“ Geld. Da ist es nahe liegend, sogar mehr als 100% zu finanzieren, wie ehedem im Immobilienboom in den USA.
    Überfinanzierung ist angesichts der langfristig zu erwartenden (auch weil von Draghi mit Macht angestrebten und als „Ziel“ definierten) mindestens 2% Inflation vernünftig, denn man erzielt (rein rechnerisch) einen „Gewinn“ von 0,7% auf das geliehene Geld. Der „Gewinn“ wächst mit der Dauer der Laufzeit, zehn Jahre sind da sehr kurz.
    Da wundert es mich, dass Sie nur auf zehn Jahre finanzieren wollen. Bei 20 oder gar 30 Jahren Laufzeit werden die o.g. 0,7% „Gewinn“ zwar kleiner, oder werden sogar 0,0:
    Aber Sie kaufen sich damit die Sicherheit der langen Frist. Und aus einem Langfristdarlehen könnten Sie nach 10 1/2 Jahren jederzeit durch einseitige Kündigung aussteigen, was Sie vermutlich nicht tun werden, da die Zinsen nicht für viele Jahre auf diesem „unnatürlich“ niedrigen Niveau bleiben werden.
    Welche guten Gründe gibt es für die kurze Frist?

    • Zehn Jahre sind doch keine „kurze Frist“. Ich denke sogar über fünf Jahre nach. Da sind die Zinssätze noch niedriger. Es ist auch keineswegs ausgeschlossen, dass die Zinssätze die nächsten fünf Jahre so niedrig bleiben oder für Endkunden wie mich sogar noch weiter sinken. Wenn sie wesentlich steigen, kann ich die Kredite vollständig begleichen.

  13. Das ist natürlich das beste Argument: „Wenn es sein muss, zahle ich den Kredit einfach zurück.“
    – In dieser komfortablen Situation befinden sich die meisten Häusle-Bauer üblicherweise nicht. Gerade junge Familien planen ihre Immobilie „fürs Leben“, und da sind zehn Jahre doch eher „kurz“. Für diese Hausfinanzierer könnte es das finanzielle Desaster bedeuten, wenn bei der Refinanzierung der Zinssatz dann auf „Normalhöhe“ (6 bis 8 %) ansteigen sollte und ihre Zinslast sich verdrei- oder vervierfacht.
    Das würde dann für ihn und eine sehr große Zahl, von Menschen in ähnlicher Situation gelten. Die meisten müssten ihr Haus verkaufen, was zum Zusammenbruch der Immobilienpreise führen würde. Dieser „Normal-Zins“ wird aber eher bei einer starken Währung (wie in DM-Zeiten) gelten.
    Heutzutage wetteifern die Notenbanken weltweit um die schwächste Währung und die niedrigsten Zinsen. Dieses „Spiel“ könnte noch einige Jahre so weiter gehen:
    Insofern könnten Sie mit Ihrer Erwägung von fünf Jahren richtig liegen.

    Aber gerade die AfD setzt sich doch für eine Währung ein, die auch das Ziel der „Wertaufbewahrung“ erfüllen soll. „Werthaltig“ ist die Währung allerdings dann, wenn Geld ein „knappes Gut“ ist, – wenn man Zinsen zahlen muss, die den Darlehensgeber für seinen „Konsumverzicht“ auch angemessen belohnen.
    Gemäß den Zielsetzungen der großen Zentralbanken darf heutzutage Geld eben kein knappes Gut sein. Weltweit wird die Geldmenge in unglaublicher Weise aufgeblasen (= inflationiert).
    Kann das denn für viele Jahre so weiter gehen?

    Der AfDler, der sein Haus auf fünf oder zehn Jahre finanziert, hat also „ach, zwei Seelen in seiner Brust“: In der Realität muss er hoffen, dass die „unseriöse“ Finanzwelt ihr Spiel noch lange so weiter treibt: damit kann er sein Haus weiterhin fast zum „Nulltarif“ finanzieren.
    – Sein politisches Ziel ist aber eine stabile Währung (wie etwa die D-Mark), die bekanntermaßen die Voraussetzung für stabiles Wirtschaften und gerechte Verteilung (auch zwischen den Generationen) ist.
    Ein klassisches Dilemma?

    • Eine stärkere Währung hat normalerweise einen niedrigeren Zins als eine schwache. Wenn ohne Euro die Realwirtschaft sich erholt, dürfte sich allerdings auch das Zinsniveau normalisieren. Meine Lage ist günstiger als von anderen. Wer in zehn Jahren noch sicher auf einen Kredit angewiesen sein wird, sollte die Zinsen länger festschreiben, um das Risiko zu reduzieren. Man sollte politisch das Richtige anstreben, aber beim eigenen Handeln auch die Realität berücksichtigen, bei der leider politisch vieles falsch läuft.

  14. Für eine (größere) Familie ist ein eigenes Haus auf jeden Fall gegenüber einem Mietobjekt zu bevorzugen. Auch wir haben vor 8 Jahren gebaut (Holzständerbauweise, geht wesentlich schneller) und es nicht bereut. Und heute sind die Zinsen noch etwas niedriger als damals. Die Mieten steigen, meine Belastung stagniert und wird irgendwann sogar sinken. Auf jeden Fall ist zu prüfen, welche öffentlichen Mittel es gibt. Das senkt die Belastung und kompensiert die lästige 20%-Eigenkapital-Regelung der Banken.

      • Die Auflagen und kostenpflichtigen Belege ( Energie-Effizienzberater ) können den Zinsvorteil sehr schnell negieren. Das Hauptproblem bei Neubauten sind die Neubaugebiete selber. Sie liegen meist eher dezentral. Die Grundstücke sind meistens eher klein.

        Niedrige Zinsen unterhalb von 2 % gibt es nicht bei einer 100%-Finanzierung, wenn nicht erhebliche Ersatzsicherheiten mitgebracht werden. Wenn Objekte bis zu 54 % ihres Wertes, Geldanlagen bis zu 80% ihres Wertes, Aktien bis zu 40 % ihres Wertes beliehen werden, dann gibt es die wirklich günstigen Konditionen.

        Umgekehrt sind die Finanzierungen, die auch noch den Marktwert zwischen 72 % und 100 % abdecken müssen, eher teuer, denn die Sicherungsfunktion ist eher fragwürdig. Im Falle einer Verwertung im Wege der Zwangsversteigerung wird dieser sog. Nachrang leer ausgehen.

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