Probleme von harten Kerlen

The Economist hatte letzte Woche das Titelthema „The weaker sex“, womit nicht die Frauen gemeint sind, sondern „Blue-collar men in rich countries“ (siehe auch „Men adrift“). Weniger gebildete Männer sind die großen Verlierer der letzten Jahrzehnte, nicht nur ökonomisch, sondern auch sozial und persönlich. Durch Handel und Technologie ist Muskelkraft immer unwichtiger geworden und fallen die alten Arbeiterjobs weg. Zugleich sind die Berufschancen von Frauen, auch weniger gebildeten, gestiegen und stellen Frauen heute höhere Anforderungen an ihre Partner als früher, insbesondere wenn sie so viel wie oder noch mehr als diese verdienen. Gebildete Männer hatten damit auch zu kämpfen, haben sich aber inzwischen arrangiert und übernehmen mehr Haushalts- und Familienpflichten. Geschlechtsgenossen, die an traditionellen Familienverhältnissen festhalten wollen, können das häufig selbst nicht mehr einlösen. Sie erwarten, dass die Frau zu Hause bleibt und der Mann für sie und die Kinder sorgt, haben aber gar keinen Job und häufig auch keine Frau und ein getrennt lebendes Kind.

Wenn die AfD sich als Volkspartei oder als „Partei der kleinen Leute“ begreift, muss sie sich unbedingt damit befassen, doch auch aus liberaler Perspektive sollte man Millionen Menschen nicht einfach einem unglücklichen Schicksal überlassen. Am wichtigsten ist Bildung, die nicht nur die Berufschancen betrifft, sondern auch die Gestaltung des eigenen Lebens und des Zusammenlebens mit anderen. Die Geschichte lässt sich nicht zurückdrehen und die Lebensentwürfe sind an die veränderte Realität anzupassen. Männer sollten sich für klassische Frauenberufe öffnen, die gerade im unteren Qualifikationsbereich boomen. Sie sollten sich auch mehr um ihre Frauen und Kinder kümmern, um ein erfüllteres Leben zu haben. Die erfolgreicheren Männer bieten sich da trotz aller Unterschiede durchaus als Rollenvorbilder an. Die Politik muss ebenfalls anerkennen, dass Gleichberechtigung nicht immer nur über Frauenförderung zu erreichen ist. Gerade in den Schulen schneiden Jungs inzwischen deutlich schlechter ab und bedürfen einer besonderen Unterstützung statt Diskriminierung.

58 Gedanken zu „Probleme von harten Kerlen

  1. Werter Herr Prof. Dilger,

    nehmen wir einmal an, das Verhalten, das zu erhöhten Berufschancen führt, ließe sich durch mehr Bildung verändern. Wie wollen Sie dann diese Bildung unters Volk bringen? Und wie wollen Sie deren Erfolg bewerten?
    Die Bildungsoffensiven der Altparteien führten bekanntlich zu einer Inflation von Abschlüssen auf niedrigem Niveau. (Abiturienten lassen sich schließlich mit geringem Aufwand zählen und diese Zahl wiederum läßt sich bequem als Gütekriterium vermarkten.) Die Laschet-Examina an der ehemals renomierten TH Aachen sind hier nur die Spitze des Eisberges. Als Hochschullehrer dürften Sie tagtäglich mit den „Erfolgen“ dieser Bildungsoffensiven konfrontiert sein.

    • Das betrifft den höheren Bildungsbereich, der nivelliert wurde. Das Bildungsniveau bildungsferner Schichten ist heute höher als früher, zumindest wenn man von Ausländern fast ohne Deutschkenntnisse absieht. Eine deutsche Unterschicht gibt es kaum noch. Im Übrigen kann umfassende Bildung nicht nur von formellen Bildungsinstitutionen vermittelt werden, sondern ist Aufgabe der ganzen Gesellschaft, auch Parteien.

      • Daß das Bildungsneuveau bildungsferner Schichten zugenommen hat, halte ich für eine gewagte Hypothese. Bildung ist eine Holschuld, sie abzuholen, sind viele Menschen einfach zu bequem.
        Sicherlich können heute die meisten Bürger unfallfrei ein Handy einschalten und benutzen oder über ihren Computer Schmuddelfilme herunterladen. Doch das hat nichts mit Bildung zu tun.

      • Die meisten Deutschen können heutzutage zumindest rudimentär lesen und schreiben, allein schon zur Bedienung von Rechner und Handy. Das Problem ist, dass die Anforderungen schneller gestiegen sind als die Fähigkeiten von vielen.

      • @AD
        „Die meisten Deutschen können heutzutage zumindest rudimentär lesen und schreiben …“

        Die Betonung liegt aber leider zunehmend auf dem Adjektiv ‚rudimentär‘.

        Als langjähriger Ausbilder kann ich Ihnen ein Lied davon singen, wie sich das Sprachniveau (nicht „Nivau“) muttersprachlicher AbiturientInnen in Wort und Schrift immer mehr dem Boden nähert.

      • Die jüngeren Jahrgänge werden nicht immer dümmer, das Gegenteil ist richtig. Allerdings machen jetzt in einigen Bundesländern schon 50 % eines Jahrgangs Abitur, was dessen Qualität reduziert. Die 10 % Jahrgangsbesten sind aber nicht schlechter geworden.

      • @AD:
        „Allerdings machen jetzt in einigen Bundesländern schon 50 % eines Jahrgangs Abitur“

        Wenn ich richtig informiert bin, ist das sogar bereits der Bundesdurchschnitt. Ein Großteil davon ist definitiv nicht geeignet zu studieren und die abgehängten 50%-X, die kein Abitur machen, haben auf dem Arbeitsmarkt immer schlechtere Chancen, da sie selbst für relativ einfache Ausbildungen wie Industrie- oder Bankkaufmann inzwischen kaum noch Aussichten auf einen Ausbildungsplatz haben.

        Somit verkommen die Gymnasien zusehends zur Gesamtschule.

      • Hier können Sie sich ab S. 109 über die amtlichen Zahlen informieren. 2013 erwarben trotz doppeltem Abiturjahrgang in NRW bundesweit „nur“ 45 % die allgemeine Hochschulreife, allerdings weitere 12 % die Fachhochschulreife. Von den Schülerinnen machten übrigens 51 % Abitur, von den männlichen Schülern hingegen 40 %, was zum eigentlichen Blogbeitrag passt.

      • @AD:

        Danke für den interessanten Link. Da ein Fachabitur auch zum Studieren berechtigt (ja, mir ist der akademisch betrachtete Unterschied selbstverständlich bekannt), würde ich pragmatischerweise von 57% Abiturienten eines Jahrgangs sprechen. Das sind weit mehr als die Hälfte! –> Tendenz weiter steigend.

      • Inzwischen kann man auch ohne Fachhochschulreife studieren. Also was regen Sie sich noch über die hohe Abiturientenquote auf?

      • Man konnte schon immer ohne Fachhochschulreife an einer FH studieren.

        Eine abgeschlossene duale Ausbildung plus fünf Jahre Berufspraxis waren die Voraussetzung dafür.

      • Inzwischen kann man aber auch unter bestimmten Bedingungen ohne Fachhochschulreife an Universitäten studieren. Ob das so eine gute Idee ist, ist eine andere Frage.

      • Ich denke, hier kommt es auf die Fachbereiche, die Vorkenntnisse und natürlich auch auf das erklärte Bildungsziel von Universität und Fachhochschule an. Die Grenzen der Bildungsziele sind mittlerweile fließend.

        Könnte man heute noch Universitäten rein auf den Auftrag Forschung und Lehre reduzieren und den Abschuss der FHs auf den nicht minder wichtigen Teil der eher praxisorientierten Anwendung aufwerten?

        Dann würden solche Kuriositäten entfallen, wie z.B. ein Mediziner erhält seinen Doktorgrad mit einer Dissertation über Statistiken und darf sich dann als Dr. med. bezeichnen.
        Sollte man nicht eher von Medizinern eine Dissertation über ihr Fachgebiet und den zukünftigen Schwerpunkt erwarten dürfen wenn diese praktisch tätig sein wollen?
        Und warum soll, als Beispiel, eine examinierte OP Krankenschwester oder Pfleger nach ausreichender Berufserfahrung nur aufgrund der fehlenden allgemeinen Hochschulreife nicht praktische Medizin studieren können? Ohne den Medizinern zu nahe treten zu wollen, in vielen Bereichen sind Mediziner auch „nur“ Handwerker.

      • Die meisten medizinischen Dissertationen sind ohnehin ein Witz und würden anderswo, z. B. bei mir, nicht einmal als Bachelorarbeit durchgehen. Allerdings gibt es auch ein paar anspruchsvolle wissenschaftliche Doktorarbeiten in der Medizin, die dann oft besonders viel Statistik enthalten. Viele promovierte Ärzte verstehen selbst heute nicht, warum z. B. Homöopathie nicht wirksamer als ein Placebo ist und was das bedeutet. Vielleicht sollten „Heiler“ mit Ausbildung neben studierten Medizinern zugelassen werden, doch was qualifiziert eine Krankenschwester zu einem umfassenden Medizinstudium, zu dem doch selbst die meisten Abiturienten nicht (direkt) zugelassen werden?

      • Herr Dilger, die Abiturnote allein sagt doch nichts über die Eignung der Studierenden aus. Das müsste Ihnen als Professor doch bekannt sein.

        Examinierte Krankenschwestern und -pfleger haben, im Gegensatz zu Abiturienten, allein schon aufgrund ihrer Ausbildung weitreichendes medizinisches Grundwissen. Wenn diese sich dann noch spezialisiert und ausreichend Berufserfahrung haben, warum soll ihnen ein praktisches Studium in ihrer Fachrichtung verwehrt werden?
        Es würde doch nur den geringen Teil der wirklich hochqualifizierten und spezialisierten Kräfte betreffen. Wo sehen Sie das Problem?

      • Die Rechtslage ist inzwischen so, dass durchaus Krankenschwestern etc. ganz ohne Abitur Medizin studieren dürfen. Für den praktischen Teil des Arztberufes mag das angemessen sein, für den akademischen eher nicht. Ich kenne keine Statistik, wie viele es über diesen Weg versuchen und wie viele es dann tatsächlich schaffen. Im Einzelfall ist alles möglich, doch statistisch gibt es einen sehr starken Zusammenhang zwischen Abiturnote und Studienerfolg, weil es auf ähnliche Eigenschaften ankommt (vor allem Intelligenz und/oder Fleiß sowie ein gutes Gedächtnis). Der Zusammenhang mit praktischen Erfolgen später im Beruf ist übrigens schwächer.

      • @AD
        „Inzwischen kann man auch ohne Fachhochschulreife studieren. Also was regen Sie sich noch über die hohe Abiturientenquote auf?“

        Ich weiß.

        Und in USA bekommt man in manchen Bundesstaaten mit 16 den Autoführerschein, wenn man es schafft Vorwärts und Rückwärtsgang eines Automatikwagens zu unterscheiden.

        Und vielleicht geben wir auch noch jedem Jugendlichen zum 14. Geburtstag einen Waffenschein?

        Wenn wir dieses Niveau in Deutschland anpeilen, haben wir das Ziel bald erreicht. Das dürfte Ihnen als bekennender „Transatlantiker“ sicher gut gefallen, oder?

      • Wenn ich Ihre Kommentare so lese, frage ich mich, ob Sie eigentlich Abitur haben oder das mit dem früher und in Bayern besseren Abitur auch nur ein Gerücht ist.

  2. „Die Geschichte lässt sich nicht zurückdrehen“
    Das hat die DDR auch gesagt. Ich versichere Ihnen dass die westliche Welt alle Errungenschaften einbüßen wird, wenn sie sich nicht positiv zu sich selbst und ihren kulturellen Wurzeln bekennt. Es ist unbestreitbar so, dass durch die niedrige Geburtenrate und die nicht auf Qualifikation und Integrationsfähigkeit abstellende Einwanderungspolitik bereits jetzt Drittwelt-Vorstellungen in Deutschland Fuß fassen. Überall in Deutschland werden junge Frauen von ihren eigenen Angehörigen bedroht und gar ermordet, nur weil sie den westlichen Lebensstil wollen. Wie wird es erst aussehen, wenn der Trend weiter anhält und die geburtenstarken Jahrgänge verschwinden?
    Ich bin der Ansicht, dass die AfD auch etwas für Frauen tun kann. Nämlich durch ein Verteidigen unserer christlich-jüdischen Wurzeln (was etwas anderes als „Multi“kulti ist).
    Ich meine, was bitte ist das: http://blogs.spectator.co.uk/coffeehouse/2015/05/labour-should-be-embarrassed-about-holding-a-sex-segregated-rally/
    http://www.telegraph.co.uk/news/general-election-2015/11585886/Better-Labour-meetings-are-segregated-than-men-only-says-Harriet-Harman.html
    Großbritannien 2015, und eine Partei, die jetzt die Regierung stellen könnte, macht solche Sachen. Und die Geschichte soll sich nicht zurückdrehen lassen? Ich will jetzt gar nicht von einem Ort namens „Rotherham“ anfangen.

    „Männer sollten sich für klassische Frauenberufe öffnen, die gerade im unteren Qualifikationsbereich boomen.“
    Geschlechter sind verschieden und haben unterschiedliche Stärken. (Damit wird ja auch die Frauenquote beworben.) Während Männer natürlich jeden Beruf ergreifen können sollten, den sie wollen, funktioniert das in der Praxis leider oft nicht. Ich erinnere mich z.B. noch n einen SWR2-Bericht über einen Kindergarten, in dem ein Mann als Betreuer/Erzieher zu arbeiten anfing. Daraufhin begannen Mütter, ihre Kinder aus dem Kindertagen weg zu nehmen, weil dort ja ein Mann tätig war, also wahrscheinlich ein Kinderschänder. Leider ist das sogar nachvollziehbar, schließlich gibt es auch im Bereich der Altenpflege Missbrauchsfälle. Wenn Kunden einen Service nicht wollen, kann man nicht aus politischen Gründen eine Nachfrage herbeiträumen. Und es bringt auch nichts Leute zu beschwatzen, Berufe zu ergreifen die sie auch aufgrund von Veranlagung nicht wollen. Ich habe nichts gegen männliches Kita-Personal. Ich habe etwas gegen schlechtes, frustriertes, gereiztes Personal.

    „Gerade in den Schulen schneiden Jungs inzwischen deutlich schlechter ab und bedürfen einer besonderen Unterstützung statt Diskriminierung.“
    Das ist sehr wichtig. Jungen und Mädchen sind für unterschiedliche Schulformen geeignet. Jungen profitieren eher vom klassischen Unterricht, während dieser zugunsten eines kommunikativeren, gruppenbezogenen Unterrichts zurückgedrängt wird.

    Während ich Ihrem Blogbeitrag zustimme, kann ich über den Economist nur den Kopf schütteln. Es handelt sich dabei um ein Salon-Magazin der Londoner Oberschicht, die sich zunehmend weg von wirtschaftlich liberalen Vorstellungen hin zu einem grünen Wohlfühlgedankengut entwickelt. U.a. ist man natürlich für den Euro (sofern man nicht selbst damit behelligt wird) und auch ein EU-Superstaat wäre gar nicht so schlecht.
    In dem Artikel wimmelt es von Halbwahrheiten. So wird z.B. gesagt dass es mehr Studentinnen geben würde als Studenten. Aber was studieren die? Informatik? Leider ist die Zahl von Studenten und Uni-Absolventen kein guter Richtwert für Erfolg. Apple, Microsoft, Google, Facebook, YouTube oder das in Berlin gegründete Soundcloud – das sind alles Leistungen von Männern. (Natürlich ist dies das Wirken des dubiosen Patriarchats, welches Frauen dazu manipuliert, es nicht auch mal damit zu versuchen.)
    Außerdem beklagt der Economist vorhersehbarerweise, dass in Europa Anti-Establishment Parteien („Populisten“) links wie rechts v.a. von Männern gewählt werden. Wahrscheinlich ist die Sorge um den Euro auch eine Motivation für diesen Artikel. Die AfD wird nicht ausdrücklich genannt, aber die Länge des Balkens bei den Wahlergebnissen stellt klar, dass die Möchtegern-Kosmopoliten[1] Herrn Lucke für einen Rechtspopulisten halten; und dass AfD-Wähler lauter abgehängte, dumme, wütende Männer (das einfach nur störende Geschlecht) sind. Diese Sorte Journalismus entbehrt jedweder Glaubwürdigkeit. Das Thema ist auch entsprechend gewählt – „Männlein und Weiblein“ eben. Diese Zeitschrift hat der Welt nichts Neues zu sagen und überproportional viel Einfluss. (Der Economist hat auch Schwellenländern empfohlen, sich unbedingt einen Sozialstaat nach skandinavischem Vorbild zuzulegen. Die passende Bebilderung dazu war natürlich ein haariger Wikinger.)

    Was definitiv nicht die Schuld von Männern ist indes, wenn Frauen überzogene bis reaktionäre Vorstellungen von einem Ehepartner pflegen. Man kann schlecht davon fantasieren, dass das weltweite Vermögensungleichgewicht zwischen Männern und Frauen abnimmt und gleichzeitig für jede Frau ein wohlhabender Märchenprinz zur Verfügung steht. Ich kenne wissenschaftliche Untersuchungen von Online-Partnerbörsen. Männer sortieren Frauen immer nach Faktoren wie Alter, Gewicht etc und sind sehr an den Fotos interessiert. Frauen hingegen suchen auf Basis von Beruf, Ausbildung und Vermögen. Frauen, die auf ihren privaten Bruce Wayne warten, werden genauso verdientermaßen leer ausgehen wie Männer, die auf das 18-jährige Supermodell hoffen. Frauen werden heute auch bereit sein müssen, bei Einkommen und Qualifikation unter ihnen stehende Ehepartner zu akzeptieren. Und während Männer in der Tat mehr für ihre Familie da sein sollten, sollten sich mehr Frauen mal mit der Idee befassen, überhaupt eine zu bekommen, statt in Konsum, Unabhängigkeit und Beruf das reine Lebensglück zu sehen und einen derartigen lieblosen Ego-Lebensstil bisweilen zu zelebrieren.

    [1] Wenn man sich die Economist-Städterangliste zur Lebensqualität ansieht fällt beharrlich auf, dass Lebensqualität zufällig gleichbedeutend mit dem Leben in einem englischsprachigen Land sein soll.

    • Die deutsche Geschichte war noch nie islamisch oder gar islamistisch. Natürlich kann unsere Form von Zivilisation zusammenbrechen, aber auch das wäre sicherlich keine Rückkehr zu einer vermeintlich besseren Vergangenheit.

      Die Ansprüche der Frauen werden in dem Artikel doch durchaus behandelt. Gerade in den bildungsfernen Schichten werden keine Märchenprinzen erwartet (in der Jugend vielleicht noch, aber später sind diese Illusionen zerstört), sondern Männer, die mehr nutzen als schaden. Das könnte durch ein höheres Einkommen geschehen, aber auch durch verlässliche Hilfe im Haushalt und vor allem bei den Kindern.

      Die Unterschiede bei der Studienfachwahl können die weiterhin höheren Einkommen bei studierten Männern erklären. Es wird doch auch klar herausgestellt, dass die Männer bei den allerhöchsten Positionen weiterhin stark überrepräsentiert sind, aber eben auch am unteren Ende der Gesellschaft (siehe auch ‚Sind Männer Idioten?‘).

  3. Das Problem ist und wird noch mehr sein, dass sich schlicht die gesamte Arbeitswelt weiter massiv wandeln wird und das in atemberaubendem Tempo.
    Bildung wird gern angeführt, weil es eine einfache Lösung zu sein scheint.
    Wahr ist aber, dass die Arbeitsplätze dadurch nicht mehr werden und durch höhere Bildung auch keine neuen Arbeitsplätze geschaffen werden.
    Wohlgemerkt, ich bin für mehr Bildung, unser Problem dürfte aber eher die Abkehr von handwerklichen Berufen sein, deren gesellschaftliches Ansehen weitaus geringer geschätzt wird, als eine Akademikerlaufbahn.
    Wir haben auch keinen Fachkräftemangel. Definiert wird dieser bereits, wenn auf eine Stelle nur drei Bewerber oder weniger kommen.
    Selbstverständlich sieht man in einigen Bereichen und regional Unternehmen die Arbeitskräfte suchen, es ist aber nicht auf die gesamte BRD übertragbar.
    Ebenfalls problematisch sind die Vielzahl an unbezahlten Praktika, womit ich nicht das zweiwöchige Schnüffelpraktika der Schüler meine, sondern auch die unbezahlten Praktika von Studenten und natürlich für Arbeitslose. Der Missbrauch in diesem Bereich ist enorm.
    Seinerzeit haben die Gewerkschaften die Problematiken erkannt und wollten die Wochenarbeitszeit verringern. Es wurde auf eine angebotene Lohnerhöhung verzichtet und bei gleichem Lohnausgleich die Arbeitszeit verringert ( die Wahrheit ist, dass sich ein Großteil der Gewerkschafter für mehr Lohn ausgesprochen hätten, woraufhin man schlicht die Fragestellung so frisierte, dass vorher klar war, was hinterher bei der Urabstimmung rauskam. Für mich die erste Begegnung mit Politik als junger Mensch und schlicht unerträglich, weil ich auch dort von Funktionären vorgebetet bekommen habe, wie ich abzustimmen hatte. Seitdem habe ich eine Aversion gegen jeglichen Führerkult und undemokratische Strukturen, die oft demokratisch daher kommen, es aber nicht sind ).
    Fakt ist, durch viele Austritte in Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden hat sich die Landschaft im wesentlichen verändert, die Arbeitszeiten wurden nicht bis auf 35 Stunden gesenkt und es gab auch keine Lohnerhöhungen, im Gegenteil, viele gute Jobs sind ausgelagert worden und nun im Niedriglohnsektor. Ein Schuss ins Knie.
    Ich weiß nicht, wie man dies als Liberaler sieht, aber eigentlich müssten Liberale für starke Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände sein, mit möglichst wenig Zugriff durch den Staat, um die Eigenständigkeit einzelner Branchen durch „Kenner“ der Szene abgedeckt zu wissen.
    Sei´s drum, ohne gesellschaftliche Vision, die über das hinausgeht was wir momentan leben, werden wir zur Erfüllung der weltweiten Nachfrage nach Konsumgütern sowohl immer weniger gebildete, als auch ungebildete Menschen benötigen.
    Interessant auch, wenn man immer hochrechnet, wie viele Arbeitskräfte uns in Zukunft fehlen werden. Dies berücksichtig nicht, wie sehr sich die Technik verändern wird.
    Wir müssen also über völlig andere Gesellschaftsmodelle in der Zukunft sprechen und erkennen, dass es zukünftig noch viel mehr möglich ist, die gleichen Produkte für weitaus weniger Geld mit weitaus weniger Personal herstellen zu können.

    • Es geht nicht nur um akademische Bildung, sondern für große Teile der Bevölkerung um praktische Ausbildung. Die Industrie wird immer weniger Arbeitskräfte benötigen, der Dienstleistungsbereich aber mehr. Als Altenpfleger muss man nicht unendlich clever sein, aber hinreichend zuverlässig und menschenfreundlich.

      • Die Anforderungen um sein Leben zu gestalten werden durch die Industrie täglich geändert. Selbst parkende Fahrzeuge, sprechende Computer, Touchscreen um mit Symbolen Ergebnisse zu bekommen, selbst klebende Tapeten, IKEA Möbel die jeder aufstellen kann, Wissen im Internet abrufen bei Bedarf.

        Viele Handwerker Berufe sind durch solche Dinge im Ansehen oder Verständnis der Preisbildung am Absteigen. Wenn ein Arzt selber das Wohnzimmer tapezieren kann als Laie, sieht der das Können eines Handwerkers ehr gering an. Kann ja jeder. Gleiches führt dann auch zu viel „Schwarzarbeit“.

        Wo sind die ganzen Arbeitskräfte mit geringem Anforderungen geblieben aus dem 20.Jahrhundert ? In welchen Berufen ? Damals Küchenhilfe, Gärtner, Fahrer usw.

        Wir haben diese Personengruppen entsorgt in die Wohnzimmer und ruhig gestellt mit Hartz IV und vielen Fernsehprogrammen zur billigen Unterhaltung.
        So stören sie am Wenigsten.
        Im Proporz der Arbeitslosen steigt die Menge an Fernsehsender.

      • Die Arbeitslosigkeit ist gerade in Deutschland besonders niedrig, allerdings stehen gewisse Bevölkerungsteile dem Arbeitsmarkt gar nicht mehr zur Verfügung. Die Schwarzarbeit erklärt sich auch dadurch, dass gerade bei einfachen Dienstleistungen das Produktivitätsgefälle nicht so groß ist, um die immense Steuer- und Abgabenlast zu tragen. Niemand käme auf die Idee, selbst ein Auto oder einen Computer herzustellen. Im Haushalt kann man sich aber selbst versuchen, selbst wenn man etwas schlechter ist und eigentlich mehr verdient als Beschäftigte dort, die aber ein Mehrfaches von ihrem Nettoverdienst kosten.

    • @Volker Richter:

      „… die Arbeitszeiten wurden nicht bis auf 35 Stunden gesenkt und es gab auch keine Lohnerhöhungen, im Gegenteil, viele gute Jobs sind ausgelagert worden und nun im Niedriglohnsektor. Ein Schuss ins Knie.“

      Man muss sich vor Augen halten, dass in vielen modernen Büro-Berufen (Handwerk und andere körperliche Arbeiten also ausgenommen) gut 50% – 60% der Arbeitszeit mit Nichtstun oder privaten Dingen (Interneteinkäufe, private E-Mails usw., usf.) verdaddelt werden und in etwa 20% der Arbeitszeit 80% der tatsächlichen Arbeitsleistung erbracht werden.

      Allerdings gibt es auch höchst anspruchsvolle Berufe wie z.B. die Arzt- und Pflegeberufe in denen das überhaupt nicht möglich ist.

      • „[…] in etwa 20% der Arbeitszeit 80% der tatsächlichen Arbeitsleistung erbracht werden.“ Das ist das ganz allgemeine Pareto-Prinzip, welches natürlich auch für Ärzte etc. gilt. 20 % der Beiträge hier bekommen rund 80 % der Kommentare, was einfach an der Stochastik unabhängiger Prozesse liegt.

  4. Wir sollten vor allem darauf achten, dass nicht Millionen von jungen Männern, mit einem mittelalterlichen Rollenverständnis der Geschlechter und keinerlei Bildung in’s Land strömen.

    Und aus liberaler oder libertärer Sicht, ist es gerade nicht Aufgabe des Staates, Menschen zu ihren Glück zu zwingen.

    • @ Benzell

      Im Zeitalter der Pferdkutschen war der Lebensradius ca. 50 Kilometer, dann der Eisenbahn 300 Kilometer, das Auto und Flugzeuge weltweit.

      Entsprechend wird auch die Menge der Ankommenden größer. Wenn dann unterschiedliche Kulturen hier ankommen, diese in den Familien, also dem geschützten Bereich gelebt werden, wollen Sie das ändern ?

      Methapher : Wer hier wohnen will hat unsere Bilder und unsere Bücher im Regal, oder er muß gehen?

      Sie sollten lernen, Kultur und Zivilisation sind Dinge, die neben einander funktionieren. Eine Zivilisation ändert sich täglich im Sinne was die Zivilisation zuläßt. Kultur hingegen, bringt jedes Individeum mit. Kultur ist frei. Nur die Zivilisation regelt durch Gesetze die Grenzen, was an Kultur gewünscht ist.
      Dazu gehört sicherlich nur sehr begrenzt das Balzverhalten von Homosabiens.

  5. Pingback: Probleme von harten Kerlen | FreieWelt.net

  6. Sie stimmen doch hoffentlich nicht den Forderungen von OECD, Bertelsmann-Stiftung an anderen linken Lobbygruppen nach noch höherer Akademikerquote zu? Freilich schützt Bildung vor Arbeitsllosigkeit, aber das muss keine akademische Bildung sein. Fragen Sie doch Ihre Absolventen, wie lange die nach einen Job suchen. Wir produzieren, insbesondere in den Geisteswissenschaften, erheblich mehr Absolventen als es für sie Bedarf gibt. Selbst in den technischen Disziplinen haben sehr viele Absolventen Jobs, für die auch eine berufliche Ausbildung ausreichend wäre. Und dass es nicht genügend Arbeiterjobs gibt, stimmt nicht: Hier gibt es Mittelständler und Handwerksbetriebe, die seit Jahren keinen Lehrling mehr eingestellt haben, weil jeder, der Lesen, Schreiben und ein bisschen Rechnen kann, an die Uni oder FH geht. Obwohl ein tüchtiger Handwerker mehr verdient als ein Soziologe.

    Wir brauchen weder Frauenförderung noch Gleichstellung. Auch vor 50 Jahren war es Frauen nicht verboten, eine Ingenieurwissenschaft zu studieren oder Kfz-Mechanikerin zu werden. Dass Frauen dies heute wie damals kaum tun, liegt an ihren Interessen und daran, dass Frauen keine Männer sind. Selbst Neugeborene haben unterschiedliche, geschlechtsabhängige Interessen, wie Untersuchungen bestätigen. Die Behauptungen der „Genderwissenschaftler“ sind pseudowissenschaftlicher Unfug, der im Widerspruch zu Erkenntnissen der Evolutionsbiologie steht. Daran kann und soll die Politik nichts ändern. Sie wissen selbst, dass eine Frau bei einer Bewerbung auf eine Professur deutlich höhere Chancen hat als ein Mann, weil die Unis Vorgaben zum Frauenanteil erfüllen müssen. Das hat mit Gleichberechtigung nichts zu tun.

    Und dass es der seelischen Gesundheit der Kinder nicht zuträglich ist, wenn sie von ihren Mütter in Kita und Ganztagesschule abgeschoben werden, sehen wir an der zunehmenden Zahl verhaltensäuffälliger Kinder.

    • Dass Thema sind hier gerade nicht Akademiker. Es bringt auch nichts, alle Menschen zu Akademikern machen zu wollen, sondern Millionen Menschen brauchen Entfaltungsmöglichkeiten als Facharbeiter, Handwerker, Pflegekräfte etc. Die geschlechtsspezifischen Probleme sind hier auch andere als bei den Akademikern.

  7. Herr Dilger,
    es gibt bemerkenswerte Tatsachen. Zunächst sind es die Verhaltensmuster bei einer Partnerwahl.
    Früher suchten die Frauen einen Partner der sie ernährt, heute er nicht.
    Hier ist mehr das Augenmerk auf „Aufstieg“ in andere Schichten. Gut festzustellen ausserdem, dass die Partnerwahl Arzthelferin/Arzt nicht mehr so oft vorkommt.

    Weiterer Fakt, ein Abitur von 1950 ist nicht vergleichbar in der Anforderung von heute. Feststellbar bei Bedingungen der Berufswahl. Somit verwischt sich auch die Einordnung der Bildungsniveau.

    Noch viel wesentlicher sind aber die gelockerten Rahmenbedingungen (Wohnungen wurden ab 1970 auch an nicht verheiratete problemlos vermietet, als ein Beispiel) für Ehescheidungen und Versorgung. Dies führte eben zu weit verbreiteten mehrfachen Partnerschaftswechseln. Opfer die Kinder, die dann wiederum Gefahr laufen gesellschaftlich abzusteigen ( Jugendkriminalität, fehlende Ausbildung).

    Der Gesetzgeber hat immer versucht die benachteiligten Personengruppen zu fördern. Leider mit dem Erfolg, dass es mehr wurden, weil die Verursacher ( Familien) sich Sicher fühlten, so schlimm wird es nicht werden.

    In anbetracht dieser sich geänderten Zivilisation stehen wir heute vor einem Scheieweg. Was ist letztlich noch bezahlbar und wie motiviert man den Menschen sich zubemühen, igenständig klar zukommen, eben mit weniger staatlicher Finanzierung.

    Ein Schritt ist nun der Mindestlohn. Ungenügend in seinem Ergebnis. Ihre Anmerkung, Männer mehr in Frauen Berufen anzusiedeln, wäre ganz einfach. Wenn Frauenberufe höher bezahlt werden, als gleichartige Männerberuf, würden Männer sofort den Beruf annehmen und nicht
    die Entlohnung als Klassefizierung Frauenberuf nutzen. Beispiel . Würde ein Kraftfahrer 3000 Euro verdienen, eine Kindergärtnerin 3500 Euro, würden viele in den Beruf gehen.

    Durch die große Anzahl an Einwanderung, werden aber andere Familienarten dieser Zivilisation zugeführt. Also andere Kulturgedanken zum Thema Familie.

    Die lockere Art Familie zupflegen prallt auf feste Familienstrukturen. Weder das gesetzliche SYstem, noch die verbliebende Basisbildung kann diesen Krieg der Kulturen lösen.

    Hinzu kommt die Tatsache, dass die gewählten Politiker in ihrer Qualifikation erheblich nachgelassen haben. Die demokratische Anarchie lebt, die Unterschicht führt uns.

    Und nun sammeln sich in der AfD viele gut gebildeten Mitmenschen, treffen intern auf das Fußvolk der Zivilisation ( natürlich eine Mehrheit) und kämpfen verbissen darum, die Kontolle zu behalten. Wenn es gelingt, kann eine politische Alternative sich entwickeln. Wenn nicht, wird die Menge der Nichtwähler noch größer. Menschen die noch etwas zu verlieren haben, also die Gruppe, die nicht so heftig durch zerstörte Elternhäuser oder Partnerwechsel an den finanziellen Rand getrieben wurden.

    Meine persönliche Meinung : Der 2.Weltkrieg hat die deutsche Zivilisation im Punkte Familie derartig nachhaltig zerstört, dass wirdadurch in Europa zum Vorreiter dieser desolaten Familienpartnerschaft wurden, mit der Folge einer sehr hohen Sozialstaatfianzierung.

    Das wiederum lockt viele Arme nach Deutschland. Wen wundert es.

    • Man bekommt, wofür man bezahlt. Wenn zusätzliche Gelder für kaputte Familien bereitgestellt werden, dann zerbrechen mehr Familien. Eine großzügigere Finanzierung von Arbeitslosigkeit führt natürlich zu mehr, nicht weniger Arbeitslosigkeit etc.

      Im nichtakademischen Bereich verdienen die Frauen inzwischen häufig mehr als die Männer, die trotzdem nicht ihre Berufswünsche ändern. Bei der Jauch-Sendung zu Beginn des Kitastreiks verdiente die Erzieherin doch jetzt schon am meisten, noch vor der aktuellen Lohnforderung von durchschnittlich 10 % mehr.

      Deutschland läuft in vielen Entwicklungen den USA hinterher, so auch bei den Familienstrukturen. Bei der Zuwanderung stellen wir uns allerdings (noch) blöder an. Ungeregelte Zuwanderung und hohe Sozialstandards sind eine inkonsistente Kombination.

      Vielleicht braucht Deutschland eine Partei der Leistungsträger, zu denen natürlich nicht nur Akademiker und Besserverdienende zählen. Die AfD hat sich aber leider eher in die entgegengesetzte Richtung entwickelt.

      • Herr Dilger, Sie meinen:
        Vielleicht braucht Deutschland eine Partei der Leistungsträger, zu denen natürlich nicht nur Akademiker und Besserverdienende zählen.

        Grundsätzlich stimme ich Ihnen zu. Nur in dieser Gruppe gibt es auch viele, die wie Lindner oder Petry mit Unternehmungen gescheitrt sind. Oft auch durch Zahlungsausfall von Kunden, eben nicht unbedingt selbst verschuldet. Geänderte Rahmenbedingungen können auch zu Pleiten geführt haben. Dennoch bauen sich viele erneut , meist dann auch erfolgreich, wieder einen Betrieb auf.

        In so einer Gruppe würden Anfeindungen wie der Zeit in der AfD zu solchen Themen, aber auch vom politischen Gegner zu verstärkter „Rufmord“ Gefahr laufen. Entsprechend halten sich dise Gruppen, eben weil sie etwas zuverlieren haben um Hintergrund.

        Schwierige Öffentlichkeit ( politische Forderungen?) und Selbstständigkeit (Kunden sind scheu wie ein Reh) passen schwer zusammen.

      • Aktive Unternehmer oder gar Gründer haben doch gar keine Zeit für eine gleichzeitige politische Karriere. Das geht nur nacheinander. Wer nach einer Insolvenz gleich das nächste Unternehmen aufzubauen versucht, verdient Respekt. Wer vor seinen Gläubigern in die bezahlte Politik flüchtet, eher nicht.

      • Herr Dilger, es gibt Vergleiche die nicht passen z.B. Ihr Beispiel:
        Bei der Jauch-Sendung zu Beginn des Kitastreiks verdiente die Erzieherin doch jetzt schon am meisten,

        Wenn Kassiererinnen soviel verdienen würden, wie Lagerarbeiter, oder Bauhelfer, oder ähnliche Berufe, würden mehr arbeitslose Helfer Kassierer werden. Das meinte ich.
        Lohnhöhe (niedrig) meist typische Frauenberufe. Gleicher Lohn im Berufsfeld spielt da wenig eine Rolle.

      • Warum soll mein Vergleich nicht passen? Sie hatten doch selbst mit den Kindergärtnerinnen angefangen, die angeblich so wenig verdienen würden, was einfach nicht stimmt.

      • Der Streik der Kindergärtnerinnen hat leider wieder gezeigt, dass es nur darauf ankommt, wer am besten polarisieren kann! Natürlich verdienen Erzieherinnen jetzt schon mehr als genug…Krankenschwestern, Altenpflegerinnen etc. können von so einem Gehalt (vor allem in den neuen Bundesländern) nur träumen. Und das Argument, dass die Kinder besser betreut werden, wenn die Erzieherinnen mehr Gehalt bekommen, ist doch totaler Blödsinn…man müsste dafür die Qualifikation der Erzieherinnen verbessern (bspw. wie Lehrer: Studium + Praxisjahre, 2 Staatsexamen)…dann könnten sie auch mehr Gehalt verlangen. Ansonsten haben sie für den aktuellen Ausbildungsstand mehr als genug am Monatsende auf ihrem Konto… Viele Arbeitnehmer fühlen sich unterbezahlt…leider haben große Teile der Gesellschaft die Erzieherinnen darin bestärkt, dass sie dazu gehören. Allerdings gibt es genug andere Berufe, wo die Arbeitnehmer eine höhere Leistung erbringen, wo man eher über ein höheres Gehalt diskutieren müsste!

      • Wer verdient schon (mehr als) genug und was ist der Maßstab dafür? Es gibt jedoch ein Gehaltsgefüge, bei dem die Erzieher(innen) schon jetzt ziemlich gut abschneiden. Der nächste Schritt wird vermutlich tatsächlich eine Erhöhung der formalen Qualifiaktionsanfoderungen sein (bei neuen Erzieherinnen, was dann ein höheres Gehalt auch für alle bisherigen ohne diese Qualifikation rechtfertigt). Allerdings vermute ich, dass die Erzieherinnen durch ein akademisches Studium nicht wirklich besser in ihrem Beruf werden, sondern aus verschiedenen Gründen eher schlechter. Auch bei Grundschullehrern ist fraglich, ob diese wirklich ein doppeltes Universitätsstudium (Bachelor und Master) benötigen.

      • „Wer verdient schon (mehr als) genug und was ist der Maßstab dafür?“ Wie Sie schon sagen…es gibt ein bestehendes Gehaltsgefüge…im Vergleich zu anderen Berufen, bspw. bei Krankenschwestern, ist in meinen Augen das aktuelle Gehalt von Erzieherinnen mehr als genug… Natürlich haben Sie recht, dass eine Erhöhung der formellen Qualifikationsanforderungen wahrscheinlich nicht dazu führt, dass sie besser in ihrem Beruf werden…immerhin wäre es ein besserer Grund als jetzt, wo man sozusagen nur mehr Lohn zahlt, weil sie damit angeblich motivierter arbeiten, was aber überhaupt nichts darüber aussagt, dass sie auch wirklich besser arbeiten. Man könnte auch über mehr Gehalt reden, wenn man andere Anforderung erhöht, bspw. Nachschicht einführt…aber neben mehr Gehalt will man gerade gleichzeitig die Bedingungen des Berufes senken…mehr Gehalt für weniger Arbeit. Über die persönliche Qualifikation von vielen Erzieherinnen und Lehrern kann man endlos diskutieren 🙂 …aus meiner Schulzeit ist niemand Lehrer geworden, der dafür geeignet war…Noten, Persönlichkeit etc. Im Gegenteil…Lehrer wurden all diejenigen, die selbst keine Lust auf Schule hatten und wo die Noten nicht fürs Wunschstudium ausgereicht hatten (bzw. wo das Wunschstudium zu schwer war und abgebrochen wurde). Aber egal ob Erzieherinnen oder Lehrer…wie will man die Besten dafür begeistern? Mit höheren Anforderungen könnte man bei Erzieherinnen vielleicht zumindest einige Fehlbesetzungen abschrecken, weil das Studium für sie zu anstrengend wäre… Wenn die Qualifikation eines Berufes in der Betreuung von Menschen liegt, ist es schwer, festzulegen, wer dafür am besten geeignet ist…man kann nicht einfach Fakten abfragen, wo es eine richtige Antwort gibt…man kann Noten geben, wie gut der Umgang mit Kindern ist, aber auch da kommt es wieder individuell darauf an, wie der Notengeber „tickt“ …man muss ja nur schauen, wie unterschiedlich Eltern ihre Kinder erziehen.

      • @AD
        „Vielleicht braucht Deutschland eine Partei der Leistungsträger“

        Mein Reden seit Jahr und Tag. Und genau das, was ich mir zu Beginn von der AfD erwartet hatte.

        Leider wird die AfD aber wohl keine Partei der Leistungsträger mehr werden, sondern eher eine Partei des Professoren-Prekariats (womit ich natürlich keineswegs sagen will, dass Professoren zum Prekariat gehören – ich bitte um entsprechend genaues Lesen) und des ‚Patrioten‘-Pöbels.

  8. Der Dienstleistungssektor kann und wird wachsen, da gebe ich ihnen Recht.
    Allerdings muss ich Wasser in den Wein schütten.
    Jede Dienstleistung muss anderweitig durch produktive Arbeit verdient werden.
    Gerade die Altenpflege beruht auf einer jüngeren Generation, die die nicht ausreichenden Renten und Pflegeversicherungsleistungen aufstocken, bzw. im Umlageverfahren einbringen muss.
    Das kann sie nicht leisten, wenn zeitgleich eine sehr hohe Produktivität mit immer weniger Menschen als Arbeitnehmer stattfindet.
    Zudem basieren Altersvorsorgen auf einem Geldvermögen, welches heute bereits verknuspert ist. Wir sind in der AfD, um auch dies zu thematisieren.
    Die Vorstellung Arbeitszeit in monetäre Mittel umzusetzen und vorzuhalten, entspricht ebenfalls dem Generationenmodell, auch wenn es so nicht propagiert wird.
    Nimmt man den Aktienmarkt als Beispiel dafür, so repräsentiert es, wie wir alle wissen, Angebot und Nachfrage.
    Bei unserer jetzigen demografischen Entwicklung funktioniert das ab dem Punkt nicht mehr, wo die Baby Boomer an ihre monetäre Arbeitszeit heranwollen.
    Wir haben dies bereits im Jahr 2000 beim Neuen Markt sehen können.
    Es ist nicht möglich, dass eine breite Masse über Anleihen oder Aktien sein Vermögen nennenswert aufstocken kann, möglich ist dies nur für einen kleinen Teil der Bevölkerung, welcher den Strom der Börsenbewegungen nach oben und nach unten über Hebelprodukte nutzt.
    Schauen wir auf die Billionen, die von den Notenbanken der Welt in die Börsen und Anleihemärkte gejagt werden, so sehen wir eine inflationäre Entwicklung in den Assets.
    Hört sich gut an, ist es aber nicht, da diese Billionen zudem gehebelt werden und so am Markt ein Vielfaches von real erwirtschafbaren Gütern existiert, ich weise hier an die gewaltige Manipulation der Rohstoffmärkte hin, vor allem in den Edelmetallen.
    Es gibt einen Widerspruch in meiner Ausführung und der ist, dass man bei weiteren Billionen durch die Notenbanken natürlich die Kurse weiter treiben kann und somit die Abgabe von Kleinanlegern negiert werden.
    Dann aber fließt dieses Geld in den Realmarkt und wird hier die Inflation ähnlich anheizen, wie wir es bereits in einigen Immobilienmärkten erleben.
    Man kann natürlich die weltweite Anlagebereitschaft sehen und somit den demografischen Faktor in einigen westlichen Ländern verneinen. Dies bedeutet allerdings, dass die heutigen Zweit und Drittweltländern eine erhebliche Steigerung in der Kapitalisierung der breiten Bevölkerung haben werden.
    Ohne einen grundsätzlichen gesellschaftlichen Wandel werden wir innerhalb eines überschaubaren Zeitraumes in meinen Augen einen Reset erleben, ist im Kapitalismus nicht unüblich, oder eine Verarmung weiter Teile der Bevölkerung im gesamten Westen, welche nur dann nicht zu Aufständen führt, wenn man diese Bevölkerung komplett überwachen und mit entsprechenden Gesetzen Rädelsführer dingsfest machen kann.
    In den USA existiert diese Gesetzgebung bereits, in Europa ist sie weit fortgeschritten.
    Mit einer Bildungsoffensive verändert man dies nicht, so positiv der Grundgedanke ist, so sehr man es auch umsetzen muss, dennoch bleibt nichts anderes über, als einen gesellschaftlichen Wandel herbeizuführen, der schlicht die heutigen „Machthaber“ hinwegfegt.
    Da wir in der eigenen Partei bereits den Weg zur Solidarisierung mit solchen Personengruppen gehen, sehe ich wenig Anlass zur Hoffnung, dass die AfD einen solchen gesellschaftlichen Wandel herbeiführen kann.
    Zu sehr lockt es wohl die jeweiligen Spitzen in der Gesellschaft, sich elitär abzusetzen und nachfolgend den Souverän zu verraten.

    • Ihre revolutionären Vorstellungen bringen in der Sache nichts, eben weil es sich um sachliche Probleme handelt, die dadurch nicht gelöst, sondern höchstens relativiert werden (wenn die Menschen akut um ihr Leben fürchten müssen, ist die Absicherung eines Lebensabends in Wohlstand natürlich weniger dringlich). Im Übrigen sind natürlich auch Dienstleistungen produktiv. Gerade weil die Produktivitätsfortschritt dort geringer sind, gibt es mehr Beschäftigungschancen im Dienstleistungssektor.

    • @Volker Richter:
      „Ohne einen grundsätzlichen gesellschaftlichen Wandel werden wir innerhalb eines überschaubaren Zeitraumes in meinen Augen einen Reset erleben, ist im Kapitalismus nicht unüblich, oder eine Verarmung weiter Teile der Bevölkerung im gesamten Westen, welche nur dann nicht zu Aufständen führt, wenn man diese Bevölkerung komplett überwachen und mit entsprechenden Gesetzen Rädelsführer dingsfest machen kann.“

      Der Schlüssel liegt in mehr Eigenverantwortung des Individuums und einer deutlichen Verlängerung der Lebensarbeitszeit.

      Als Grundlektüre zu diesem überaus wichtigen Thema empfehle ich Ihnen „Sklaven des Wachstums“ von Reiner Klingholz, erschienen 2014 im Campus Verlag.

  9. Herr Dilger , Sie vermuten:
    Aktive Unternehmer oder gar Gründer haben doch gar keine Zeit für eine gleichzeitige politische Karriere.

    JAEIN, es gibt schon Unternehmer, die sich Partei zeitlich leisten können Jedoch wird ein Unternehmer schnell zum Spielball von Verschwörungstheoretikern, warum macht der das, was bringt ihm das, wo wird der Unternehmer zum Lobby Kader ?

    Wir kommen bei diesem Gedanken schnell wieder zu der „130 Euro Mitgliedschaft“ Partei. Wenn man so eine Partei installieren kann, dies mit guten Leuten, langsam aufbaut, in der Öffenlichkeit geschickt ein evtl. negatives ELITE Partei ins Positive wendet, dann funktioniert es.

    Wer macht mit ? Sie ?

    • Noch kämpfe ich um die AfD. Wenn das scheitert, könnte es eine Weckruf-Partei geben, an der ich mich nicht beteiligen würde. Danach wäre wieder Zeit für einen ernsthafen neuen Versuch, der die Fehler der AfD vermeidet.

      • Neuer Zwischenstand :
        Prof.Lucke soll Vorsitzender bleiben 47.88% (79 votes)
        Dr. Frauke Petry soll Vorsitzende werden 33.94% (56 votes)
        Ein Vorsitzender ohne Abgeordneten Mandat soll es werden 16.36% (27 votes)
        Ich entscheide mich auf dem Parteitag 1.82% (3 votes)

        Total Votes: 165

        https://pavdm.wordpress.com/

  10. Lieber Herr Dilger, ich weiß nun nicht, ob es revolutionär ist, wenn man die Ursachen sucht und die liegen nun mal in der Machtfrage und diese ist begründet durch Verknüpfung von Großkapital und Politik. Nennt man gemeinhin Faschismus.
    Ohne diese Ursache zu lösen und neue gesellschaftliche Ansätze zu finden, werden wir keinen Weg in ein besseres Deutschland, oder Europa finden, sondern immer nur an den Symptomen herumdoktern.
    Die sachlichen Probleme zu lösen, wenn gleichzeitig ein immer größer werdender Teil des Kapitals in immer weniger Händen liegt, halte ich dann doch für sehr schwierig.
    Wohin Dienstleistungsgesellschaften Ländern bringen, sehen wir gerade in den USA und GB.
    Ich bin als Handelsvertreter zum Teil Dienstleister und ich produziere auch selbst.
    Man erwartet Service, vergleicht aber die Preise mit Großhandelsketten.
    Okay, betrachten wir gern die Dienstleistungen als produktiv. Dennoch muss man nun mal etwas produzieren.
    Das Thema ist außerordentlich komplex, ob sich dies nur national, oder global lösen lässt, weiß ich nicht.
    Sie und ich wollen es lösen, mit unterschiedlichen Ansätzen, aber wir wollen es dennoch lösen und für viele Menschen so etwas Gutes tun.
    Ein redlicher Ansatz den wir aufgrund unserer Gedanken auch anderen unterstellen.
    Gelernt habe ich aber, das man redliche Ansätze nicht immer anderen unterstellen kann, sondern das gerade in der Politik völlig andere Interessen vertreten werden.
    Damit sind wir dann wieder bei den revolutionären Gedanken.
    Wie ich es auch drehe und wende, ich erkenne keine Partei, oder politische Größen, die die von uns besprochenen Probleme angehen.
    Eher geschieht das Gegenteil.
    Hier wären wir dann vielleicht bei der Systemkritik, die Herr Lucke in der Partei nicht haben möchte, was ich ebenfalls nicht verstehe, denn ich glaube, so wie wir gedanklich um Lösungen ringen, ringen viele Menschen in Deutschland damit, vor allem im täglichen realen Leben.
    Die wären froh, wenn man jemand die Kruste aufbricht und versucht Lösungen zu erarbeiten.
    Da liegen in der Politik unsere Chancen, man muss sie nur ergreifen.

    • Wir leben doch nicht im Faschismus. Dass große Vermögen noch größer werden, ist nun auch nicht so überraschend. Wichtiger ist, was mit den kleinen Vermögen und vor allem Einkommen geschieht. Im Weltmaßstab sind diese stark gestiegen und hat die globale Ungleichheit abgenommen. Es gibt jedoch Verlierer, z. B. die einfachen Arbeiter in den Industrieländern. Darum ging es in diesem Beitrag und darum sollte sich auch die AfD kümmern, und zwar nicht um die Beschaffung von einigen wenigen politischen Stellen für Glücksritter, sondern um das Schicksal von Millionen Mitbürgern und (potentiellen) Wählern.

  11. Die Kernaussage dürfte sein: “ Am wichtigsten ist Bildung, die nicht nur die Berufschancen betrifft, sondern auch die Gestaltung des eigenen Lebens und des Zusammenlebens mit anderen. “

    Gerade der letzte Halbsatz ist sehr wichtig. Gerade wenn ein Mann ein konservatives Verständnis von Familie hat und er damit gegenüber Frauen nicht auf Gegenliebe stößt, insbesondere wenn Aspekte wie Sicherheit und materielle Sicherheit nicht ausreichend erfüllt erscheinen, kann der gebildete und intelligente Mann doch global agieren. Es gibt z.B. weltweit genügend ( auch christliche ) Frauen, die sich eine Hausfrauenehe mit Kindern vorstellen wollen und eine gute Bildung mitbringen,

    Beruflich bringt Bildung nicht unbedingt weiter. Arbeitgeber erwarten im Regelfall Fachbildung und praktische Erfahrungen. Ansonsten sind eher weiche Faktoren wichtig, z.B. die Eingliederung in den Betrieb, Zuverlässigkeit, Loyalität.

    Bildung, die über die fachliche Bildung hinausgeht, hat bei den Arbeitgebern regelmäßig keinen hohen Stellenwert. In Deutschland sind sogar Zertifikate wichtiger als fachliche Bildung. Jede Menge gut gebildeter Asylsuchende verlassen Deutschland nach ein paar Jahren mangels beruflicher Perspektive und gehen in die anglikanischen Ländern, wo die Vorlage eines Zertifikats keine essentialia negotii für die Einstellung ist.

  12. Spannendes Thema und gut, dass Sie es aufgreifen.

    Allerdings glaube ich nicht, dass das Problem durch immer mehr Akademisierung gelöst werden kann. Der Ansatz ist rein theoretisch und m.E. nicht wirklich zu Ende gedacht.

    Ein guter Handwerker ist in dem Akademisierungswahn verfallenen Staaten (zu denen längst auch Deutschland gehört) heute doch rein beruflich gesehen erheblich gefragter und verdient mithin mittel- und langfristig auch besser als ein „Überstudierter“, der auf dem Arbeitsmarkt mangels Nachfrage nach seiner spezifischen Qualifikation überhaupt nicht mehr vermittelbar ist.

    Wie vielen männlichen Studienabsolventen (von Studienabbrechern ganz zu schweigen) gelingt heute tatsächlich noch eine wirklich erfolgreiche Karriere in ihrem Fachbereich?

    Auch haben es kleine und mittlere Betriebe in praktisch allen traditionell geprägten Branchen immer schwerer, einigermaßen brauchbare Auszubildende oder gar Nachfolger als Unternehmer zu finden.

    Meines Erachtens müsste daher dringend etwas für das Image nichtakademischer Berufe getan werden, statt den Akademisierungswahn immer weiter zu beschleunigen.

    • „Allerdings glaube ich nicht, dass das Problem durch immer mehr Akademisierung gelöst werden kann.“ Das glaubt doch außer der SPD niemand. Darum geht es weder in meinem Beitrag noch den verlinkten Economist-Artikeln.

      • „Das glaubt doch außer der SPD niemand. “

        Na die meisten Grünen und leider auch sehr viele Lehrer in der AfD glauben das schon auch.

        Sprechen Sie eigentlich auch ab und zu mal persönlich (also ganz real) mit den Mitgliedern da draußen?

      • Natürlich spreche ich mit Mitgliedern, wenn auch nicht mit allen 20.000. Im persönlichen Gespräch sind die meisten ganz vernünftig wie auch hier in der Diskussion (Ausnahmen bestätigen die Regel). Es gibt jedoch Opportunisten, die dann bei nächster Gelegenheit doch wieder das genaue Gegenteil erzählen.

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