Steuererklärung gemacht

Heute haben meine Frau und ich unsere gemeinsame Steuererklärung für 2014 erstellt. Es hat mich rund sechs Stunden meines Lebens gekostet, die ich auch produktiver hätte einsetzen können (z. B. für etwas anderes, was ich heute ebenfalls abgeschlossen habe und worüber ich vielleicht morgen berichte). Meine Frau hatte nicht so viel Zeit dafür, da vor allem sie sich parallel um unseren Sohn gekümmert hat, dem diese Tätigkeit von uns auch nicht gefiel.

Schwierig ist immer das Zusammensuchen der ganzen Belege. Im Übrigen versuche ich möglichst, mich an den Angaben des letzten Jahres zu orientieren. Leider ändern sich jedes Jahr etliche steuerliche Regelungen und auch die Vordrucke. Dabei habe ich dieses Jahr unsere Steuererklärung erstmals elektronisch eingereicht, was zum Glück auch ohne Authentifizierung ging. Trotzdem musste man noch viele Seiten ausdrucken und dann mit einem Teil der Belege, aber nicht mehr allen, beim Finanzamt vorbeibringen, was wir dann gleich auch noch erledigt haben. Immerhin war heute der letzte Tag zur regulären Steuererklärung, wobei wir wegen unseres Kindes, damit verbundener Mehrausgaben und Mindereinnahmen viel Geld zurückbekommen dürften. Wir werden sehen. Jedenfalls bin ich froh, dass das jetzt erst einmal wieder für ein Jahr erledigt ist.

46 Gedanken zu „Steuererklärung gemacht

  1. Es ist übrigens möglich, die Belege elektronisch als PDF-Dateien einzureichen, bis auf einige wenige wie Spendenbescheinigungen etc.
    Es wurde ja eine Vereinfachung der Steuererklärung oft versprochen, aber nie durchgeführt.
    Ein großer Anteil der Weltsteuerliteratur wird übrigens in Deutschland produziert.
    Von der von Merz und Kirchhoff propagierten Steuererklärung auf dem Bierdeckel sind wir weiter entfernt denn je. Der Berufsstand der Steuerberater wird es danken.

    • Leider ist auch die AfD Lichtjahre davon entfernt, sich für eine Vereinfachung des Steuersystems einzusetzen.

      • Die FDP hatte sich insbesondere 2009 dafür eingesetzt, in der Folge dann aber das System noch komplizierter gemacht wie etwa mit der gespaltenen Mehrwertsteuer für Hotels.

      • Der sinnfreie Vorschlag mit der gesplitteten Hotelsteuer kam ja ursprünglich von der CSU. Warum sich die FDP diesen Blödsinn zu Eigen gemacht hat, habe ich nie verstanden. Die Folge ist vor allem Bürokratie und damit auch automatisch noch mehr Staat. Absoluter Unfug.

      • Es ist wohl wirklich ein Fall von politischer Korruption gewesen. So kann man für kleines Geld seine Reputation und Zukunftsaussichten verspielen. Da die AfD ihre große Chance aber wohl nicht genutzt hat, könnte die FDP mit einer Pause vom Bundestag davonkommen.

      • Wenn sich die AfD so weiter geriert und sich in Deutschland nicht vielleicht doch noch eine neue moderne Partei, z.B. nach dem Vorbild der österreichischen NEOS etabliert, wird Ihre Prognose wohl so eintreten.

      • @Michael Meister
        „Europapolitisch tritt NEOS für einen europäischen Bundesstaat ein.“ „Ein Teil dieser Überlegungen ist das eigenkonzipierte BürgerInnengeld [sic]…“
        (Wikipedia.)
        Besonders modern klingt das nicht, eher nach letztem Jahrhundert. Ein europäischer Bundesstaat mit einem – von wem wohl? – bezahlten „BürgerInnengeld“ und natürlich dem Euro klingt natürlich schwer nach Liberalismus, Freiheit und Marktwirtschaft, und ist ein echtes Vorbild.

      • @Peter V.

        Ich finde ja nicht alles gut, was die NEOS proklamieren. Vor allem das was sie hier vortragen nicht.

        Aber innen- und wirtschaftspolitisch setzen sie Maßstäbe. Auch in Sachen innerparteiliche Demokratie und Transparenz. Die NEOS sind außerdem die einzige mir bekannte Partei, die sich für die Interessen von KMUs und Selbständigen/Freiberuflern/Familienbetrieben einsetzt.

        Was nutzt uns Unternehmern die Abschaffung des Euro, wenn wir weiterhin kaputt besteuert und gegängelt werden?

      • Das stimmt natürlich. Aber spätestens wenn sie als Vermieter tätig sind, fängt das Theater an. Das hilft Ihnen dann auch Ihr Beamtenstatus nicht weiter.

      • Ein Grund mehr, sich da zurückzuhalten. Die Abgeltungsteuer hat übrigens die Steuererklärung für Aktien etc. deutlich leichter gemacht.

      • Wenn Sie noch kein Vermieter sind, kann ich Ihnen aus leidvoller Erfahrung nur dringend raten, die Finger davon zu lassen. Lieber ein leer stehendes Haus oder ein Grundstück kaufen, einige Jahre leer stehen lassen und dann mit Gewinn wieder verkaufen. Ist wesentlich lukrativer und spart zudem jede Menge Ärger und Bürokratie.

        Die Abgeltungssteuer für Aktiengeschäfte ist ja im Grunde nicht viel anders als die frühere Quellensteuer. Eigentlich eine vernünftige Sache.

    • Hier muss ich Herrn Meister zähneknirschend einmal zustimmen. Ich glaube das Herr Prof. Dilger sich nicht vorstellen kann, wie es bei Freiberuflern,
      Kleinselbständigen oder Firmen bezüglich der Erstellung von Steuererklärungen zugeht und welcher Zeitaufwand erforderlich ist. Sollten Sie sogar in den zweifelhaften Genuss von Außenprüfungen kommen, werden Sie das Leben in „anderen Sphären“ neu entdecken.
      Eine Lebensaufgabe hier etwas für Steuerbürger und Staat zu verbessern.

      • Wieso glauben Sie, dass ich mir das nicht vorstellen kann? Ich schreibe doch explizit, dass die Steuererklärung mich schon als Beamten nervt, obwohl sie viel leichter ist als für Selbständige. Ich führte auch schon einmal aus, dass ich mich vor allem wegen der bürokratischen Hürden nicht unternehmerisch betätige. Der mögliche Zusatzverdienst steht für mich in keiner Relation zum Aufwand. Vermutlich geht es Millionen Menschen so, was etliche Prozentpunkte an Wirtschaftsleistung kosten dürfte.

      • @AD
        Ich glaube Ihnen gerne, dass Ihnen schon Ihre Einkommensteuererklärung als Beamter sehr lästig ist.

        In Deutschland werden die von „Ritschl“ aufgezählten Gruppen systematisch kaputt besteuert und kaputt drangsaliert. Insbesondere mit in den meisten völlig unsinnigen und extrem zeitraubenden Außenprüfungen. Da kann einem wirklich jede Freunde am Unternehmertum vergehen (auch ich kann mehr als nur ein Lied davon singen).

        Aber wenn irgendwann alle im öffentlichen Dienst arbeiten – von wem wird das dann bezahlt?

        Das Fatale ist ja, dass unser Staatsapparat nicht einmal begreift, dass er mit der Kaputtgängelung des Mittelstands seine eigene Existenzgrundlage zerstört.

      • „Aber wenn irgendwann alle im öffentlichen Dienst arbeiten – von wem wird das dann bezahlt?“ Vom öffentlichen Dienst natürlich! Reine Staatswirtschaft ist aus anderen Gründen keine gute Sache, aber sie scheitert nicht daran, dass es keine staatsexternen Steuerzahler gibt.

      • Ich will das jetzt nicht weiter vertiefen, aber stimme Ihnen zu, es gibt gute Gründe sich, wegen der bürokratischen Hürden, nicht unternehmerisch zu betätigen und dieses Verhalten vieler Menschen, etliche Prozentpunkte an Wirtschaftsleistung kosten dürfte. Aber geballter Widerstand gegen Bürokratie wäre auch ein Weg. Oder?

      • @AD
        „Vom öffentlichen Dienst natürlich!“

        Witz gemacht?
        Sie wissen als Wirtschaftswissenschaftler doch ganz genau, dass es kein Perpetuum Mobile gibt. Bislang ist noch jede reine Staatswirtschaft früher oder später kläglich zu Grunde gegangen.

      • Ja, aber nicht an dem von Ihnen suggerierten Grund. Wenn alle für den Staat arbeiten, generiert er auch 100 % der Wirtschaftsleistung. Er finanziert sich dann nicht nur über Steuern und Abgaben, sondern auch die Preise für die von ihm angebotenen Güter und Dienstleistungen. Das Hauptproblem ist, dass er meist ein schlechterer Unternehmer ist als Privatpersonen, die auf eigene Rechnung arbeiten. Das gilt vor allem hinsichtlich Innovationen, aber auch für kostengünstiges Wirtschaften. Manche Dienstleistungen kann er trotzdme besser erstellen als Private, weshalb eine gemischte Wirtschaft (gewinnorientierte, öffentliche und gemeinwohlorientierte Betriebe nebeneinander) am besten ist.

      • @AD
        „Wenn alle für den Staat arbeiten, generiert er auch 100 % der Wirtschaftsleistung. Er finanziert sich dann nicht nur über Steuern und Abgaben, sondern auch die Preise für die von ihm angebotenen Güter und Dienstleistungen.“

        Und bis auf ein paar wenige privilegierte Apparatschicks sind dann alle nur noch kleine graue Rädchen im System.

        Die „Demokratische Volksrepublik Korea“, DDR, Sowjetunion, CDU/CSU/SPD/Grüne/Linke und Weckruf2015 lassen grüßen …

      • Der öffentliche Sektor kann ganz verschieden ausgestaltet werden. Ein zentralistischer und hierarchischer Staatsaufbau macht fast alle zu Befehlsempfängern. Universitätsprofessoren sind eher das Gegenteil, weshalb es auch so starke Bestrebungen gibt, das deutsche Hochschulsystem zu schleifen. Echter Föderalismus ist ebenfalls eine gute Sache, die kaum noch jemand vertritt.

      • @AD
        „Echter Föderalismus ist ebenfalls eine gute Sache, die kaum noch jemand vertritt.“

        Interessanter Ansatz. Ich verstehe allerdings nicht, warum Sie dann den Berlinstaat so verteidigen und nicht auch für Regionalisierung oder zumindest für deutlich kleinere Staaten sind, die es ja um Deutschland herum auch zuhauf gibt?

      • Kleinere Staaten sind einfach kleiner, in ihren Binnenstruktur aber häufig besonders zentralistisch. Echter Föderalismus bedeutet, dass das Subsidiaritätsprinzip ernsthaft angewandt wird und die unteren Ebenen, Kommunen und Länder, echte Entscheidungskompetenzen haben und nicht nur Erfüllungsgehilfen des Bundes sind. Das Grundgesetz ist übrigens sehr föderalistisch, doch die Verfassungswirklichkeit und der langjährige Trend ist zentralistisch. Das ist auch eine der großen Gefahren der EU, dass diese mehr und mehr Kompetenzen an sich zieht, statt sich mit einigen wenigen Themen zu begnügen, die auf europäischer Ebene tatsächlich besser gelöst werden können als auf nationaler oder noch darunter.

      • @AD
        „Kleinere Staaten sind einfach kleiner, in ihren Binnenstruktur aber häufig besonders zentralistisch.“

        Das trifft auf viele kleine Staaten zwar zu, würde aber konsequent regionalisiert, dann würde sich die Forderung nach Föderalismus erledigen, da die Verwaltungseinheiten dann auch so für die Bürger überschaubar wären.

        Aber vom Ergebnis wollen wir wahrscheinlich ziemlich dasselbe, nur dass ich den Ansatz vertrete gleich zu regionalisieren und Sie einen großen staatlichen Überbau für unabdingbar halten.

        Was die EU angeht, bin ich wieder bei Ihnen.

  2. Es sind wohl Ihre psychischen Blockaden beim Umgang mit der Materie.
    – Am Jahresanfang neuen Steuerordner mit Einlagen anlegen
    – steuerrelevante Belege laufend scannen und Kopien für die Sachablage bzw Steuerablage ziehen- Belege ggf. gleich steuerrelevant aufteilen (z. B.haushaltsnahe Dienstleistungen),
    – Merkzettel für die Anforderung von Steuerbelegen (Kapitalerträge, Spendenbescheinigungen) anlegen,
    – Elsterformular Vorjahr zur Datenübernahme heranziehen.
    Von Banken und (Sozial-)Versicherungen erhält man vielfach Jahresmitteilungen „zum Abschreiben“ bzw Steuerbescheinigungen.
    Als bilanzierender und umsatzsteuerpflichtiger Freiberufler mit teilaktiviertem Besitz käme ich ohne diese Systematik ziemlich in Schleudern. Und Authentifizierung erfordert nach einmaliger Einrichtung neben der gespeicherten Signatur nur ein gleichbleibendes Passwort.
    Ich tue mich hingegen schwer, drei Parteisatzungen und noch mehr Geschäftsordnungen im Auge zu behalten- das sind meine Blockaden.

    • Was Sie da empfehlen, hört sich nach viel mehr Arbeit an. Im Übrigen ist ein großes Problem, dass viele Vereine etc. gar keine Belege mehr ausstellen. Öfter bekomme ich auch falsche Belege, sogar von Banken, die dann z. T. erst nach dem Abgabedatum der Steuererklärung widerrufen werden. Selbst wenn nur wenige Cent falsch sind, verlangt dann das Finanzamt eine Korrektur etc.

      • Herrn Bergers Empfehlung geht schon in Ordnung. Wenn man alles von Beginn des Jahres an richtig abheftet, spart man sich am Jahresende viel Verdruß beim Belege sortieren. Man spart zwar unterm Strich nicht wirklich Zeit (da man diese nur gleichmäßig übers Jahr verteilt), aber die psychischen Blockaden bzw. die Hemmschwelle sich endlich aufzuraffen, sinken/sinkt um ein paar Prozentpunkte.

        Der größte Irrglaube ist jedenfalls, sich darauf zu verlassen, dass das ja sowieso alles der Steuerberater für einen erledigt. Der kann auch nur mit seiner Arbeit beginnen, wenn die Unterlagen vollständig sind und hat weniger Rückfragen, wenn diese ordentlich sortiert übergeben werden.

  3. Herr Meister, Sie schreiben :
    Der größte Irrglaube ist jedenfalls, sich darauf zu verlassen, dass das ja sowieso alles der Steuerberater für einen erledigt.

    Wie wahr , wi wahr. Ich habe vor Jahren mal auf einem Gelände meiner GmbH mein Wohnmobil abgestellt, auch im Winter. Bei der Steuerprüfung im Betrieb wurde mir dann vorgehalten, dass ich keine Miete für den Stellplatz entrichtet habe. Entsprechend mußte ich einen nicht geringen Betrag bezahlen, sogar mit Strafzuschlag ( verdeckte Gewinnentnahme).

    Mein Vorwurf an meinen Steuerberater war, warum er mir dies nicht vorher erklärt hat. Seine Antwort : Wo her soll ich wissen, was Sie auf dem GmbH Gelände privat parken, wenn Sie nicht informieren ?

    Fazit:
    1. Wusste ich nicht, dass so ein banales parken von Privatfahrzeug steuerlich relevant ist.

    Folglich verlange ich einen vierteljährlichen Besuch des Steuerberater vor Ort um alle Abläufe und Gegebenheiten in Augenschein zu nehmen.

    Steuerberater gibt es eben auch schlechte und so kann man als Unternehmer schon durch die Wahl des Steuerberater scheitern.

    Ein Kollege mit Lieferdienst ist beinahe Konkurs gegangen, als man feststellte, das er Lebensmittel in der Auslieferung mit 7% Mwst. berechnet hatte. Richtig ist 19 %. Wer weiß das ?

    Für 5 Jahre mußte er die Differenz von 12 % Mwst. nachzahlen, obwohl die Kunden nur 7 % bezahlt haben. Mehr noch, gegen über den Kunden konnte er nicht 5 Jahre nachberechnen.

    Wie Herr Dilger schreibt, sich selbstständig zu betätigen ist ein Abenteuer in Deutschland und ein Scheitern oft auch Systembedingt.

    • Für Selbständige gibt es im Steuersystem dieses Bürokratenstaates undendlich viele Fallen. Das schreckt immer mehr Menschen ab, auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, sich selbständig zu machen und ein Unternehmen zu gründen (von den unternehmerischen Risiken einmal ganz abgesehen).

      Eines nicht zu fernen Tages wird es dann nur noch den Staat und ein paar wenige Konzerne geben. Und alle Menschen müssen dort arbeiten gehen, wenn sie nicht in der Gosse landen wollen.

      Schöne neue Welt …

    • Was meinen Sie? Steuererklärungen muss man machen und der Steuerberater kann mir den für zumindest mich unangenehmsten Teil ohnehin nicht abnehmen. Selbständigkeit kann schon sinnvoll sein, dann aber möglichst ganz und nicht nebenberuflich. Ich versuche immer noch, meine Frau dazu zu überreden.

  4. Moin,

    ich als „normaler“ abhängig Beschäftigter habe z.B. einen „Steuerschuhkarton“. Da kommen alle Belege rein, die ich im Laufe des Jahres als steuerrelevant einstufe (das sind bei mir nicht allzu viele …). Nach Erstellung der Steuererklärung wandern die Belege in die „richtige“ Ablage und der Karton ist wieder frei für das nächste Steuerjahr.
    Ich bin auch Vermieter und kleiner Nebenerwerbslandwirt aber die Belege haben eine eigene Ablage, die würden den Schuhkarton sprengen ;-). Seit Jahren nutze ich das Elster-Formular der Finanzbehörden und bin damit ganz gut zufrieden. Irgendwelche spezielle Software (Wiso etc. pp.) habe ich mal ausprobiert aber als zu kompliziert und ohne echten Mehrwert wieder aufgegeben.
    Bei „neuen“ Steuersituationen (z.B. Abschreibungen bei der Vermietung) gehe ich einmal zum Steuerberater und lasse mir das gründlich erklären. Das kostet einmal Geld aber in den Folgejahren bleibt das unverändert und ein Steuerberater ist nicht notwendig. Ich habe einmal die Steuererklärung durch einen Steuerberater erledigen lassen aber das hat weder Zeit gespart noch Geld gebracht. Meine kleine Steuerwelt ist nicht kompliziert genug um einen Steuerberater zu fordern, der lässt das dann durch seine Gehilfen erledigen und kassiert nur mächtig ab.
    Die eigentliche Steuererklärung im Elster erstellen und Belege zusammenstellen zum Versand dauert auch seine drei Stunden aber dafür bekomme ich jedes Jahr meinen kostenfreien Kredit an den Finanzminister zurück (Rückerstattung). Ich finde so ok, Verlustvorträge mag ich nicht angeben.

  5. Ich habe gerade eine zum Thema passende Statistik bekommen:
    http://de.statista.com/infografik/3500/anteil-der-einkommens-steuererklaerungen-die-nicht-vom-steuerpflichtigen-selbst-erstellt-wurden/
    Darin ist zu sehen, dass wir uns in Deutschland im Mittelfeld befinden bez. der Anteile der von Steuerberatern angefertigten Steuerklärungen.
    Führend ist danach Italien mit 96 % und das Schlußlicht bildet mit 5 % Dänemark, in dem ja nach anderen Statistiken auch die glücklichsten Menschen wohnen.
    Ob es da einen Zusammenhang gibt?
    Deutschland liegt mit 43 % im Mittelfeld.

    • @kdpetri:
      „Ob es da einen Zusammenhang gibt?“

      Da besteht sicher ein gewisser Zusammenhang, zumindest wird es ein Einflußfaktor sein.

      Dass in Italien 96% der ABGEGEBENEN Steuererklärungen von einem StB erstellt werden, dürfte allerdings eher daran liegen, dass dort viele Menschen erst überhaupt keine Steuererklärung abgeben.

  6. Auch ich mache seit vielen Jahren meine Steuererklärung selbst und weigere mich, dass ein Steuerberater noch an mir mitverdienen kann. Daher lese ich mich in steuerlich relevante Literatur vor allem im Internet ein und nehme auch das persönliche Informationsangebot des Finanzamtes derart in Anspruch, dass man mich dort inzwischen lieber von hinten als von vorne sieht.

    Es ist bekannt, dass das deutsche Steuerrecht das komplizierteste auf der Welt ist. Lange haben Union und FDP große Töne gespuckt, dass sie hier eine Reform planen, die nie eingetreten ist. Ein weiteres Feld, das unsere AfD beackern müsste, wenn sie nicht so sehr mit sich selbst beschäftigt wäre. Der „wirtschaftsliberale Flügel“ könnte ich um Steuererleichterungen für den Mittelstand und die Beseitigung des „Waigelschen Steuerbauchs“ kümmern (Bürgertum), während der „nationalkonservative Flügel“ die viel zu geringen Einkommensunterschiede zwischen Niedriglohnbeziehern und Hartz-4-Empfängern als Gerechtigkeitslücke thematisieren würde („kleinen Leute“). Eine perfekte Arbeitsteilung! Die AfD könnte bei über 20% stehen und Merkel, Schäuble & Co. würden schlecht schlafen…….

    • „Der “wirtschaftsliberale Flügel” könnte ich um Steuererleichterungen für den Mittelstand und die Beseitigung des “Waigelschen Steuerbauchs” kümmern“

      Lieber francomacorisano,

      dass das ein Thema ist, dem sich die AfD dringend annehmen muss, wenn sie eine ernst zu nehmende Alternative sein will, da kann ich Ihnen nur beipflichten.

      Aber ein angeblich „wirtschaftsliberaler Flügel“, der von vier (Ex-) CDU-Beamten und einem Lobbyisten der Großkonzerne angeführt wird, wird keine Reformen, die dem Mittelstand dienen, auf den Weg bringen. Das ist eine Fata Morgana!

    • Ja – es gäbe viel zu tun für die verschiedenen Flügel der AfD, und alle hätten aus gesellschaftspolitischen wie wahltaktischen Gründen ihre Berechtigung. Kaum zu reparieren ist aber der Vertrauensschaden, der durch das Gegeneinander in der Führungsspitze entstanden ist.

      • Guten Abend Herr Berger,
        so sehe ich das auch!

        Das Thema „Steuermodel nach Kirchhoff“ (hoffentlich richtig geschrieben), stand doch prominent in unseren Bundetagswahlprogramm von 2013. Anfang 2014 wurde es auch noch einmal kurz (und eher gedämpft) erwähnt, aber man hat später dazu fast nie mehr etwas gehört …

        Ich weiß auch bis heute nicht, wer von den AfD-Führungskräften (BUND, etc. ) sich je einmal öffentlich mit dem Thema positioniert hat.

        Die einzige Ausnahme ist hier Herr Dilger auf seinen Blog!
        Hier wurde es schon mehrmals angesprochen und erfreulicherweise auch stark
        diskutiert.

        Von Herrn Lucke habe ich schon gar nichts zum Thema Steuervereinfachungen gehört, bzw. dass er dieses Thema deutlich nach vorne in die politische Debatte stellt …
        Das ist wohl wieder so ein Thema, welches ihm nicht passt und daher nicht wichtig ist??

      • Paul Kirchhof ist richtig, mit einem f. Eigentlich muss doch jeder normale Mensch für Steuervereinfachungen sein. Diskutieren könnte man eher über Steuersenkungen. Herr Lucke ist eher dagegen, weil der Staat angeblich das Geld brauche, ich bin klar dafür, aber nicht bis auf null.

      • @Klaus Wolfgang Berger

        Von den meisten Beamten in der AfD dürfen sie da de facto nichts erwarten. Die sind alle der Meinung, dass die Steuern nicht gesenkt werden können, da der Staat das Geld ja „brauche“ und wollen an der Selbstbedienungsmentalität des Apparats der sie ernährt nichts ändern.

        Herr Dilger ist da die einzige mir bekannte Ausnahme.

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