Die AfD zerfällt

Die AfD ist schon seit einiger Zeit in einer schweren Krise. Ich hatte zur Klärung auf den Bundesparteitag gehofft, der in gut vier Wochen in Kassel stattfinden soll. Doch inzwischen überschlagen sich die Ereignisse. So hat heute Piet Leidreiter, der Bundesschatzmeister, erst die Selbstauflösung des Bundesvorstands gefordert und dann seinen sofortigen Rücktritt erklärt. Außerdem hat das Bundesschiedsgericht bzw. dessen Vizepräsidentin Andrea Brachwitz-Bock entschieden, nicht nur den aktuell laufenden (siehe ‚Thesen des Richtungs-Mitgliederentscheids‘), sondern im Prinzip auch alle zukünftigen gehaltvollen Mitgliederentscheide pauschal zu verbieten. Dabei war die AfD einmal mit der Forderung nach mehr, nicht weniger Demokratie auch in Parteien angetreten.

Derweil tingelt die Bundessprecherin durch die Zeitschriftenredaktionen: „Frauke Petry rechnet mit Bernd Lucke ab“, „Interview mit AfD-Co-Chefin Petry: ‚Bernd Lucke hat die Partei schwächer gemacht'“, Petry sägt an Luckes Thron“, Frauke Petry im Interview: Wir haben keine Rechtsextremen“ und „AfD-Spitzen wollen Deutschlands Euro-Ausstieg“. Sie redet zwar von Kompromiss und Kooperation, doch in Wirklichkeit handelt es sich um eine offene Kriegserklärung an Bernd Lucke. Eine weitere Zusammenarbeit ist jetzt eigentlich nicht mehr denkbar.

Ihr sächsischer Parteifreund Hans-Thomas Tillschneider ist da ehrlicher und erklärt auf der Patriotischen Plattform unter der Überschrift „Jetzt ist es raus!“:

Endlich hat Bernd Lucke erkannt, daß die Politik, die ihm vorschwebt, und die Politik, die uns vorschwebt, im Rahmen ein und derselben Partei schlechterdings nicht möglich ist. Vielleicht hat er es schon vorher erkannt, doch erst jetzt spricht er es offen aus: In der AfD ist beisammen, was nicht zusammen gehört.

Er glaubt tatsächlich, dass der von ihm angestrebte Kurswechsel der AfD nach rechts erfolgreicher ist als die ursprüngliche gemäßigte AfD unter Bernd Lucke. Auf der Grundlage ist natürlich kein Kompromiss möglich, aber vielleicht noch eine Trennung in Freundschaft:

Man muß Lucke auch anrechnen, daß er uns nicht mehr als Rechtsradikale diffamiert – damit hätte kein AfD-Mitglied etwas zu tun, sagt er richtigerweise -, sondern die Bruchlinien in einer Zone jenseits des Rechtsradikalismus verortet. So könnte eine Trennung in Freundschaft aussehen.

Müsste es nicht „diesseits des Rechtsradikalismus“ heißen? Konkreter stellt er sich das so vor:

Deshalb sage ich: Lieber ein Ende mit Schrecken als eine Schrecken ohne Ende! Trennung in Freundschaft! Bernd Lucke kann sich in einer Liberalen Alternative für Deutschland (LAD) dann nach Herzenslust Spitzfindigkeiten ausdenken, mit denen er der FDP ihre Stammwähler abspenstig macht, während die Patriotische Alternative für Deutschland (PAD) die Nichtwähler mobilisiert und auf jene grundsätzliche Wende hinarbeitet, die Helmut Kohl einst angedacht hatte, die dann nicht eingetreten ist, für die es sich aber immer zu kämpfen lohnt!

Vielleicht sollte man wirklich das Geld teilen und losen, wer den Namen behält. Plausibler ist eine Abstimmung über die weitere Ausrichtung der AfD mit einem Austritt der Unterlegenen. Dabei könnte auch jeder Landesverband separat abstimmen. Das ist jedenfalls besser als der ständige Streit und das Festhalten an einer unglücklichen Verbindung.

Was die Flügel verband, war im wahrsten Sinne des Wortes nichts. Da ist es auch nur folgerichtig, daß alle Reden, die in diesen Tagen die Einheit der Partei beschwören, sich so nichtssagend ausnehmen. Wollte man die Partei zusammenhalten, wäre sie auch wenig mehr als nichts: programmatisch ein Konglomerat disparater Forderungen, flüchtig zusammengeworfen, ohne Idee im Hintergrund, und im Personellen eine Junta, die sich zur Erlangung reicher Pfründe zusammengetan hat.

269 Gedanken zu „Die AfD zerfällt

      • Geht noch besser :

        Liebe Freunde der AfD,

        hier http://bernd-lucke.de/weckruf-2015/ lesen Sie ein Schreiben, das von vielen Funktionsträgern der AfD unterschrieben wurde, weil wir uns große Sorgen um die Zukunft der AfD machen. Diesem Schreiben gingen mehrere Initiativen meinerseits voraus, in Gesprächen mit Frauke Petry zu einem gemeinsamen Vorgehen zu kommen. Leider blieben diese Gespräche am 17.4. und am 30.4. ergebnislos. Ein letzter Einigungsversuch gestern scheiterte, weil Frauke Petry sich weigerte, ohne Begleitung von Marcus Pretzell mit mir zu sprechen.

        Heute nachmittag hat die Bundesgeschäftsstelle auf Anweisung von Frauke Petry und Konrad Adam meinen Zugang zum Parteimanager gesperrt, um den Versand dieser Mail zu verhindern. Dies widerspricht einem gültigen Bundesvorstandsbeschluss. Da zudem heute eine verfälschende Vorberichterstattung über den Weckruf 2015 u. a. auf der Facebookseite von Marcus Pretzell und in der FAZ erschienen ist, ist es dringend erforderlich, die Mitglieder über den wahren Sachverhalt zu informieren. Insbesondere ist es, wie Sie lesen werden, das Ziel des Weckrufs 2015, verunsicherte und eventuell austrittswillige Mitglieder in der Partei zu halten.

        Bitte beachten Sie, dass die Homepage des Weckrufs 2015, http://www.weckruf2015.de, heute ab ca. 21.00 Uhr freigeschaltet sein wird.

        Herzliche Grüße
        Ihr
        Bernd Lucke

    • Andreas Kemper, ist das nicht der ganz große „Fan“ der AfD, der über jeden Repräsentanten der Partei Dreck sammelt und verbreitet?

      Auch Bernd Lucke hat er mit dem Hamburger Appell von 2005, – allerdings unvollständig und damit bewußt wahrheitswidrig – ,zitiert. Denn im Hamburger Appell von 2005 steht auch etwas über die „aktivierende Sozialhilfe“. Das hat Herr Kemper bei seinem bebilderten Zitat weggelassen!

  1. Ich bin seit Anbeginn Mitglied und konnte bereits in Rommerskirchen erkennen, welch chaotische Zukunft vor uns liegen wird. Zu viele Selbstdarsteller und Zivilversager versuchten, ihr Süppchen zu kochen.
    Nachdem sich dann durch viel Mühe, auch sehr von Prof. Lucke, auf nachfolgenden Parteitagen die Spreu vom Weizen trennte dachte ich, nun könnten auch unterschiedliche Meinungen innerhalb der AFD diskutiert werden. Leider haben die Landtagswahlen einigen Protagonisten den Kopf verdreht. Insbesondere Höcke und Petry, die über keine Erfahrung in der Politik verfügten, fingen an, sich komplett zu überschätzen.
    Ein schwieriger Geselle wie Pretzell, dem offensichtlich Skrupel fremd sind und der es geschafft hat, einfach gestrickte Mitglieder für sich zu begeistern, kann der Partei sehr schaden. Er arbeitet mit unlauteren Mitteln, belügt offensichtlich Partei und Mitglieder, führt einen rüden Lebenswandel, will durch juristisches Taktieren dem Insolvenzgericht und dem Finanzamt entrinnen und versprüht durch sein Auftreten das Gegenteil von Seriosität. Kein Attribut für einen Sprecher!
    Der Streit zwischen plumper „national-konservativer“ Polemik und sachlich fundierter Oppositionsarbeit ist sicher so weit gediehen, dass der Riss nicht zu kitten ist. Ich erkenne nicht, welche Chance sich eine Gruppierung und Petry/Höcke/Poggenburg und vielleicht Pretzell – der ja sonst nicht mehr weiß, wohin – ausrechnen will und woher sie den Mut nehmen, an weitere Wählerschichten zu denken… so viele NPD Wähler gab es doch nie.
    Frau Petry war mit bisher als eine charmante Frau neben Lucke und Adam aufgefallen. Ich durfte diese Dame nun am WE in Dresden beobachten, wie sie mit dem lieben Markus durch den Saal scharwenzelnd ganz elektrisiert Telefoninterviews gab, die ihren Kollegen Lucke denunzierten, während ihre Gäste vortrugen. Die Art war dumm und kindisch, die Interviews noch dümmer. Man wartet darauf, dass die AFD sich teilt, um dann Petry und Gesellen den Rest zu geben. aber, was macht man nicht alles, um einmal auf Seite eins der Presse zu gelangen. Denunziation in der Politik hat sich noch nie ausgezahlt. Ohne Lucke würde die NAZIKEULE unbarmherzig zuschlagen und klein Frauke würde dezimiert. Das macht die BILD. Ohne Lucke kann die AFD kaum überleben und die Fraktionen hätten nach einer Legislaturperiode wieder zu arbeiten, sofern möglich…. Die vielen verteilten Jobs wären wieder per du.

    • Aus meiner Sicht ein Befreiungstor! Gründung einer Vereinigung „Weckruf2015“ wird Antworten liefern die durch Verhinderung des Mitgliederentscheides noch nicht vorliegen. Ich sehe es sehr positiv und mit Zuversicht.

  2. Der Weckruf 2015 ist schon eine interessante Sache. Der Name an sich ist schon mal tief verankert im rechten Gedankengut. Die Satzung kann man als Ermächtigungsgesetz ansehen und alles läuft einen Führerkult hinaus, der vorgibt demokratisch zu sein, aber eine Meinungshoheit für sich in Anspruch nimmt, der nicht im Einklang mit der freiheitlich demokratischen Grundordnung steht.
    Kurz und bündig, jeder der totalitäre Strukturen mag dürfte sich dort wohl fühlen.
    Als Demokrat habe ich keine Angst vor rechten oder linken Stimmen. Die muss eine demokratische Partei aushalten können.
    Wovor ich Angst habe ist ein Führungspersonal, welches in wirklich rechter Art und Weise andere stigmatisiert, kategorisiert und für sich in Anspruch nimmt, die einzig richtige Wahrheit zu vertreten.
    Es erinnert neben der unsäglichen Zeit in der DDR natürlich auch an die Anfangszeit einer Vergangenheit Deutschlands, die niemand mehr möchte und dennoch scheinen die Menschen einen starken Führer haben zu wollen.
    Bernd Lucke will dieser Führer sein. Er zieht nicht in den Kampf um Mehrheiten und stellt sich seinen eigenen Fehlern, er geht einen anderen Weg, den des Diktators, dem man folgen soll oder eben „böse“ ist.
    Egal welcher politischen Richtung man angehörig ist, man kann niemals einer solchen Gruppierung zugehörig sein, denn diese gleicht tatsächlich einer Sekte.
    Ob Herr Dilger meinen Text veröffentlich, weiß ich nicht. Aber er wird ihn lesen und ich habe hier viele Meinungen im Blog gelesen, die ich nicht teile, aber akzeptiere. Am Ende entscheidet immer der Souverän und nicht der Führer. Wer sich dem nicht unterordnen will, weil er bemerkt das die Mehrheiten nicht mehr zustanden kommen, kann kein Demokrat sein.
    Ist die AfD nun von Rechten übernommen?
    Ich erkenne das nicht. Sehr wohl gibt es nationalistische Tendenzen die ich ablehne. Diese werden aber nicht mehrheitsfähig sein, man muss sie in einer Partei aushalten, die sich Alternative nennt und noch kein Programm beschlossen hat, was den Kern einer Partei ausmacht.
    Das ist ein Fakt, der auf die Ausrichtung der Partei zurückzuführen ist, welche sich erst mal dem Erfolg verschrieben hat, anstatt der programmatischen Ausrichtung.
    Damit ist keine Kritik verbunden, denn der Aufbau der Partei ist nun mal aufwändig.
    Herr Lucke hat mit dem Weckruf aber erneut keine programmatische Aussage getroffen, sondern Allgemeinplätze und Angriffe auf Mitglieder unserer Partei gestartet, mit dem klaren Ziel, dass die AfD sich auf ihn ausrichtet und NUR auf ihn. Tut sie dies nicht, will er die ihm Getreuen abspalten.
    Das dürfte einmalig in der deutschen Parteiengeschichte sein und wird ihm letztendlich den politischen Gnadenstoß verpassen, denn ein Parteiausschlußverfahren dürfte ihm sicher sein. Egal wer neuer Sprecher wird, dies muss die erste Aufgabe sein, die es zu übernehmen gilt, ihn und Herrn Henkel schlicht aus der Partei zu werfen, den parteischädigender kann niemand vorgehen.
    Herr Dilger, ich habe großen Respekt vor ihrer Arbeit hier im Blog, auch vor der sachlichen Art und Weise, wie sie mir begegnet sind. Meine Schreibe ist manchmal aggressiver als ich persönlich im Gespräch bin. Also nichts für ungut. In meinen Augen sind sie ein Demokrat und als solcher hoffe ich sehr, dass sie erkennen was hier seitens Herrn Lucke gespielt wird.
    Ich nehme es ihnen nicht übel, wenn sie diesen Text nicht veröffentlichen.
    Allerdings wird mir eher die rechte Hand abfallen, als das ich mich beim Weckruf2015 beteilige, Herr Lucke zerstört gerade zwei harte Arbeitsjahre vieler verdienter Parteimitglieder.
    Ich bin zutiefst enttäuscht von allen Parteifreunden die es nun zulassen, dass alle Mitglieder die nicht Herrn Lucke zustimmen, öffentlich als rechts gebrandmarkt werden. Auch das erinnert mich an unsägliche deutsche Zeiten.

    • Seit vielen Monaten beobachten wir Aufbau einer zweiten Partei innerhalb AfD! Anhänger dieser 2. Partei führen einen rücksichtlosen Verleumdungskrieg gegen Prof. Lucke und gegen Andersdenkende. Diese vernetzte Gruppen spalten die Partei und streben eine Machtergreiffung an. Herr Richter, und Sie glauben niemand merkt es? Vielleicht merken Sie es nicht, Sie behaupteten auch in der Vergangenheit , dass es kein Antiamerikanismus bei AfD gibt!?

      Jetzt wo sich seriöse und gemässigte Mitglieder in Weckruf2015, hoffentlich zahlreich organisieren werden, versuchen Sie gegen diese Menschen zu argumentieren. Müssen Sie wirklich so lächerliche Sprüche über Parteiausschussverfahren gegen Prof Lucke, um Ihren Mitkämpfer Herrn Wunsch zu unterstützen, hier verbreiten?

      Es ist schon pathologisch wie man sich auf Prof. Lucke eingeschossen hat. Übersehen Sie nicht das auch die ersten ca. 40 Unterzeichner, erfahrene, intelligente und ehrliche Menschen sind. Sie verleumden diese denkende Menschen wie auch weitere Tausende die folgen werden. Nicht weil sie doof sind sondern weil sie verstehen was in der Partei passiert und was für Deutschland wichtig ist!

      Also, am besten noch heute abend bei Weckruf2015 unterzeichnen. Es kostet nur ein Paar Minuten! Und hilft AfD !

      • Lieber Herr de Grisogono,

        Sie sind wirklich auf dem Irrweg.

        Wenn ausgerechnet die größten Karrieristen nun zu Spaltpilzen der AfD mutieren und schreiben

        „Genau so wenig haben wir etwas gemein mit den Karrieristen und Opportunisten, die sich mit diesen Kräften verbünden. Dafür haben wir nicht gearbeitet, dafür werden wir nicht arbeiten, und dafür geben wir unsere Namen und unseren Ruf nicht her.“

        dann ist das schon grotesk.

        Ich habe Sie sowohl hier als auch im „Freien Arbeitsforum“ als zwar in mancher Hinsicht sehr verqueren aber doch ehrbaren Demokraten kennen gelernt und bin wie Sie weiß Gott kein Anhänger von Petry, Pretzell und Höcke.

        Aber bitte fallen Sie doch nicht auf so eine plumpe Bauernfängerei herein!

    • Wenn Sie das Wort oder den NAMEN, wie Sie sagen, als „tief verankert im rechten Gedankengut“ sehen, dann müssen Sie doch sicherlich ein intellektuelles Problem mit Germanistik, oder sich mittlerweile dem hysterischen Mainstream angeschlossen haben. Absoluter Quatsch… was soll den daran „rechts“ sein…. Jedes Hotel gibt einen Weckruf aus. Nur weil ein Wort seinerzeit von den Nazis benutzt wurde – ja klar, denn die sprachen ja kein Latein oder Italienisch – wie z.B. Mutter, Angriff, Blitzkrieg oder auch entartet, hat das doch nichts mit Gesinnung tun. Soll ich das Wort „Säuberung“ auch immer mit Stalin in Verbindung bringen oder das Wort „Vergewaltigung“ mit den russischen Soldaten? Der ganze Schwachsinn, unseren Wortschatz auf historisches Gutes oder Schlechtes zu beziehen ich Unfug, von dummen Menschen erfunden. Ähnlich blöd agieren Studenten an der Humboldt Uni, die einem Prof vorwerfen, er habe sie gebeten Kant zu lesen. Dieser habe aus „eurozentristischer weiße Perspektive rassistische Ansichten“ gehabt. Diese Jungs sollten lieber Sport studieren, um ihren Geist durch Leibesübungen zu belüften…Mit dem „Ermächtigungsgesetz“ von 1933 haben Sie sich offensichtlich nie auseinandergesetzt, sonst redeten Sie nicht ein solchen Quatsch… Sie erkennen nationalistische Tendenzen, aber sehen keinen Rechtsruck…. Interessant, aber eben auch langweilig, so ein Gerede… Sorry…

  3. Ein paar Eindrück von außen:

    Parteipolitik scheint von Herrn Lucke als Kleinkinder-Spiel angesehen zu werden: Wenn er nicht alleinbestimmender König sein darf, will er die Burg noch zerstören. 😉
    _________
    Wenn man sich die Satzung des neuen Vereins anschaut, so ist das natürlich ein Vorläufer einer möglichen Partei.
    D.h. es sollen sich die Lucke-Treuen darin sammeln, um schlagkräftiger innerhalb der AfD agieren zu können. Und falls es, was mir derzeit wahrscheinlich scheint, nicht zum Abnicken der Lucke-Wünsche auf dem Bundesparteitag kommt, wird das Ganze in eine Partei überführt.

    D.h. für mich betreibt Herr Lucke bewusst die Spaltung der Partei und baut in seiner Führungsposition eine absehbare neue Konkurrenzorganisation auf.
    Dass dafür nicht der Mitgliederverteiler genutzt werden sollte, halte ich für eine politische Selbstverständlichkeit.
    __________
    Das Grundproblem von Herrn Lucke scheint mir sein fehlendes Verständnis für innerparteiliche Demokratie.

    Ja, er hat seine enormen Verdienste und Qualitäten.
    Bezüglich der Führung der Partei scheint er aber keine guten Berater zu haben, die ihm helfen. Die ihm u.a. die Bedeutung von Teamplay, Kompromissen, etc. klarmachen.
    Denn er agiert derzeit parteipolitisch schon arg naiv. (Es sei denn, es ist sein bewusstes Ziel die AfD zu schädigen.)
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass er so innerparteiliche Mehrheiten überzeugen kann. Oder eine neue erfolgreiche politische Partei aufbauen kann.

    • Der Luckxit steht bevor.

      Luxit = er leuchtete (lat., Vergangenheitsform)
      bitte nicht mit „der Erleuchtete“ verwechseln, für den ihn manche halten …

  4. Prima, jetzt können wir uns Fragen was wahr ist, Ei oder Henne, ein Kindergarten, den ich schon vor einen Jahr in unserem Kreisvorstand erlebt habe. ( alias AFD – 2015) ) dabei wollte ich meinen Enkelkinder berichten können, ich war dabei – wir waren die wirklichen Wächter der Demokratie, wir haben an eurer Zukunft gedacht. Jetzt machen wir uns nur lächerlich. Die Sache ist verloren.

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  9. Im Rückblick eine sehr hellsichtige Analyse des damals noch AfD-Mitglieds Alexander Dilger.
    Offensichtlich haben die sich besonders patriotisch Fühlenden um Hans-Thomas Tillschneider in letzter Sache gemeinsame Sache mit Frauke Petry gemacht. Es wird interessant zu beobachten sein, wer den größeren Nutzen aus dem Deal ziehen wird.

    • Genau das ist doch 2015 passiert. Die AfD hat sich gespalten und Bernd Lucke ist mit Tausenden ausgetreten. Dass der Rest sich wieder berappelt hat, liegt vor allem an Frau Merkel, die kurz darauf alle Welt nach Deutschland eingeladen hat. Die AfD von 2013 gibt es allerdings nicht mehr. Die heutige Partei ist personell und inhaltlich eine ganz andere.

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