Zweiter Jahrestag der AfD NRW

Heute ist der zweite ‚Jahrestag der Landesverbandsgründung‘ der AfD in Rommerskirchen. Vor zwei Jahren stand deshalb in der Zeitung: „Anti-Euro-Partei: Neue Partei Alternative für Deutschland gründet NRW-Verband“. Über mich schrieb man: Prof. Dilger geht in die Politik: Euro-Rebell lehrt an der münsterischen Uni“. Nach der Nominierung der Bundestagskandidaten in Schmallenberg hieß es Wirtschaftswissenschaftler geht zu AfD“, Dilger führt in NRW die Euroskeptiker“ oder auch AfD NRW zieht mit Wirtschaftswissenschaftler in Bundestagswahlkampf“.

Es war eine aufregende Zeit, auch wenn der Einzug in den Bundestag dann ganz knapp verpasst wurde (siehe Analyse des AfD-Ergebnisses‘). Dafür gelang im zweiten Jahr der Einzug ins Europaparlament und in zahlreiche Kommunalparlamente. Außerdem schafften es andere Landesverbände in die Landtage von Sachsen, Brandenburg und Thüringen sowie in die Hamburgische Bürgerschaft. Die Bremische Bürgerschaft folgt hoffentlich als nächstes. Wenn wir alle die Quereln zurückstellen und den Schwung der Anfangszeit wiederaufnehmen könnten, dann klappt es auch 2017 mit dem Landtag in NRW und im zweiten Anlauf mit dem Bundestag. Gebraucht wird die Alternative für Deutschland jedenfalls.

78 Gedanken zu „Zweiter Jahrestag der AfD NRW

  1. Gebraucht wird die AfD mehr denn je. Die politischen Verhältnisse haben sich in Deutschland nicht zum Besseren entwickelt, wenn man nur an die volkskammerähnlichen Zustände im Parlament denkt. Alles, was die Politiker der AfD bezüglich des Euros und seiner Rettungsmaßnahmen vorausgesagt haben, ist eingetreten oder es ist abzusehen, dass es eintreten wird. Mein zweites Jahr in der AfD war übrigens schon am 14.3. Hoffen wir, dass es noch viele weitere Jahre werden.

    • Eine AfD, wie sie sich derzeit leider geriert, braucht außer ihren eigenen Karrieristen (Selbstzweck!) kein Mensch.

      Es liegt natürlich an uns Mitgliedern, diese Zustände zu ändern, so sie sich überhaupt zeitnah ändern lassen. Ich persönlich habe da inzwischen große Zweifel.

      • Ich stimme Ihnen zu, Herr Meister, daß es in der AfD zu viele Leute gibt, die nur Karriere machen wollen. Offenbar empfinden jene die Enddärme der etablierten Parteien als zu eng. Nur kann man mit diesen Leuten keine alternative Politik vertreten. Und wer sich kaufen läßt, läßt sich auch von Rothschild und seinen Kumpanen kaufen. Das aber ist nicht der Wille der alternativen Wähler.

  2. Erfreuliche Nachricht

    Frau Suding ist als Vorsitzende von FDP Hamburg mit 87% gewählt worden. Alle Parteimitglieder konnten wählen da bei FDP in HH Delegiertenprinzip abgeschafft worden ist.

    • Daran sollte sich die AfD ein Beispiel nehmen, statt zielbezogen zwischen Delegierten- und Mitgliederparteitag hin und her zu eiern.

      • Erfreulich, dass FDP (für mich eine „Schwesterpartei“) ordentlich AfD Konkurrenz macht und erfolgreich in HH war. Erfreulich, dass Delegiertensystem nicht alternativlos ist. Praktische Einwände sind zu lösen, nur die Funktionäre wollen es nicht aus Eigeninteressen! Die meisten Delegierten sind bestimmt keine einfachen Mitglieder.

        Stellen Sie sich vor, Bundestagswahlen würden nur durch Delegierte stattfinden!

      • In gewisser Weise wird die Bundesregierung durch Delegierte gewählt, nämlich die Abgeordneten. Stellen Sie sich hingegen vor, die Bundestagswahl würde in Form einer Versammlung stattfinden müssen. Das Parteiengesetz lässt leider keine Briefwahl der Vorstände zu.

      • „Stellen Sie sich hingegen vor, die Bundestagswahl würde in Form einer Versammlung stattfinden müssen.“

        Genau deshalb sind unsere Superstaaten zu groß und plädiere ich für Regionalisierung.

  3. Leidreiter soll in Bremen bei den Delegiertenwahlen abgestraft worden sein.
    Dasselbe gilt für Henkel in Berlin.
    Offensichtlich ein Denkzettel der Mitgleider für die öffentlich über die Medien und Facebook ausgetragenen Streitigkeiten.
    Leidreiter scheint das Chaos in der Buchhaltung nicht in den Griff bekommen zu haben
    Petry und Pretzell haben privat finanzielle Schwierigkeiten.

    Unverständlich, warum Leute wie Henkel oder Leidreiter, die über langjährige kaufmännische Erfahrung verfügen, nicht die Ärmel hochkrempeln und befristet ein paar Leute einstellen, die das Chaos beheben.

    Denn wenn die AfD ihre Glaubwürdigkeit in Finanz- und Wirtschaftsfragen verliert, dann ist sie mausetot.

    • Herr Henkel kann da alleine wenig tun. Als Schatzmeister muss hingegen Herr Leidreiter sofort handeln und hinreichend Sachverstand einkaufen sowie Transparenz schaffen. Wenn ihm der restliche Vorstand das nicht erlaubt, muss er das offenlegen und zurücktreten. Es geht um seine eigene Reputation und die der gesamten AfD. Eine Partei, die Wirtschafts- und Finanzkompetenz für ganz Deutschland beansprucht, muss unbedingt ihre eigenen Finanzen im Griff haben.

      • Herr Dilger hat völlig recht. Kann das Abstrafen von Henkel und Leidteiter bei den Delegiertenwahlen nicht eher damit zusammenhängen, dass z.Zt. in der AfD die Antiislam-Pegida-Truppe an Boden gewinnt?

      • Naja soweit bekannt ist, haben Deutschland und Erfurter Resolution zusammen nicht mehr als 4000 Unterzeichner, also ca. 20% der Mitglieder. Die Frage ist, welche der Seiten die restlichen 80 Prozent für sich mobilisieren kann. Ich glaube eher, dass die Art des Verhaltens von Herrn Henkel und die negative Presse in letzter Zeit dazu geführt haben, dass er an Beliebtheit verloren hat. Wenn er persönlich nicht anwesend war, hat das natürlich auch seine Chancen geschwächt. Hätte er sich eigentlich überhaupt zur Wahl aufstellen müssen? Ist er nicht durch sein Amt als stellvertretender Sprecher automatisch Deligierter?

      • Es ist leider nicht sicher, ob überhaupt viel mehr als 20 % der AfDler noch aktiv sind. Zu einem Bundesparteitag als Mitgliederparteitag kämen jedenfalls weniger. Allerdings habe ich selbst beide Resolutionen aus den genannten Gründen nicht unterzeichnet.

        Herr Henkel hat vielleicht nicht alles richtig gemacht, doch er wird vor allem dafür angegriffen, dass er einer der letzten prominenten Liberalen in der AfD ist und Herrn Lucke öffentlich verteidigt. Die negative Presse kommt eher von der anderen Seite, die auf jedes offene Wort überempfindlich reagiert, aber ihrerseits beim Austeilen alles andere als zimperlich ist und ein sehr einseitiges Verständnis von Meinungsfreiheit hat.

        Die jetzigen Vorstandsmitglieder sind bei der Neuwahl des Vorstands nicht mehr im Amt und haben dafür kein separates Stimmrecht.

      • @Alexander Dilger:
        „Eine Partei, die Wirtschafts- und Finanzkompetenz für ganz Deutschland beansprucht, muss unbedingt ihre eigenen Finanzen im Griff haben.“
        Mein Reden seit Monaten.

        @besorgterafdler:
        „Kann das Abstrafen von Henkel und Leidteiter bei den Delegiertenwahlen nicht eher damit zusammenhängen, dass z.Zt. in der AfD die Antiislam-Pegida-Truppe an Boden gewinnt?“
        Wohl eher von allem etwas. Aber es kommt immer dicker …
        Lesen Sie mal hier (Zitat aus „PNN“):
        „So wies Höcke nach PNN-Informationen darauf hin, dass er am morgigen Dienstag zur ARD-Talkshow „Menschen bei Maischberger“ eingeladen ist: Gäste seien Alice Schwarzer und Conchita Wurst. „Da geht es um Gendermainstreaming und andere Geisteskrankheiten“, erklärte er. Er werde aber deutlich machen, dass er ein toleranter Mensch sei – Toleranz komme ja von „tolerare“, „ertragen“. Süffisant merkte er an: „Ich ertrage das schon, ich komm da schon durch. Ich kann ja vorher ein Bier trinken.“ “
        Quelle: http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/956774/

      • Meines Erachtens ist Herr Henkel auch für die Außenwahrnehmung der AfD sehr wichtig gerade bei den bürgerlichen Wählerschichten. Aber andere meinen das ja durch 3 Landtagswahlen im Osten anders zu sehen.

      • Ein hoher Parteifreund hielt auch Thilo Sarrazin, Frank Schäffler und Peter Gauweiler für geeignete AfD-Zugpferde. Aber keiner davon wollte zur AfD wechseln, so sehr sich unser Parteifreund auch um sie mühte …

  4. Auch hier sollte Herr Höcke etwas klüger ran gehen. Laut Facebook gibt es 60 Geschlechter

    Nun scheint es sogar 4000 verschiedene Geschlechter zugeben:
    Zitat:
    Dabei existierten auf der Bandbreite zwischen Mann und Frau 4000 wissenschaftlich anerkannte Variationen.
    http://www.berlin.de/special/gesundheit-und-beauty/gesundheit/psychologie/3310528-2260865-intersexualitaet-leben-mit-dem-dritten-g.html

    oder :
    Dabei existierten auf der Bandbreite zwischen Mann und Frau 4000 wissenschaftlich anerkannte Variationen
    http://www.huffingtonpost.de/2014/01/14/intersexualitaet-geschlecht-deutsche_n_4596163.html?

    O.K. evtl. von einander abgeschrieben.

    Wissenschaftlich anerkannt. Frage an den Blog- Wissenschaftler :
    Wo wurde das wissenschaftlich erarbeitet und gibt es eine Liste der 4000 Geschlechter?

    Als nächste Überlegung, da man sein Geschlecht ja frei wählen darf, also evtl. sogar ändernd,
    wo kann man sich eine der Varianten aussuchen.

    Als AfD Politiker würde ich Aufgrund des wissenschaftlichen Nachweis nun 4000 Toilettenvarianten im Rathaus befürchten. Bei 220 Arbeitstagen sind dass dann knapp 18,5 Jahre bis man bei täglicher Toilettennutzung alle kennen gelernt hat.

    Also AfD Forderung, nur noch eine Toilette für alle Varianten. Spart viel Geld.

    Höcke hat schon recht, man muß diesen Schwachsinn ertragen lernen, aber nicht ernst nehmen, sondern Alice und Wurst auffordern, mitzuteilen welche Geschlechtsnummer der Liste sie darstellen. Also 2416, oder 1304 auf der Liste der 4000. Und noch wichtiger, sich die wissenschaftliche Studie bzw. die Quelle benennen lassen.

    Otherkin ( https://en.wikipedia.org/wiki/Otherkin ) gehören wohl auch zu einer der 4000 Geschlechtervarianten, oder teils Ausserirdische fühlende. Wie gesagt wissenschaftlich erwiesen. Also schon wichtig Drachengerechte Toiletten zu haben. Da kommt was auf und zu.

    • Es gibt natürlich (!) nur zwei Geschlechter, allerdings existieren auch Zwischen- und Mischformen. Für 4.000 Variationen habe ich keine unabhängige Bestätigung gefunden (die populären Zeitschriften schreiben wirklich nur voneinander bzw. von einer gemeinsamen Quelle ab), die Zahl erscheint mir auch völlig willkürlich und zu hoch. Von 2.000 bis 4.000 Neugeborenen soll jedoch eines intersexuell sein. Ein ganz praktisches Anliegen ist es, dass Ärzte nicht mehr operativ bei Neugeborenen Tatsachen schaffen sollen, sondern die Betroffenen darüber später selbst entscheiden dürfen (mit der Option, sich für keines der beiden eindeutigen Geschlechter zu entscheiden).

      • Also eindeutig ein extremes Minderheitenthema.
        Warum hängt Herr Höcke das überhaupt so hoch auf?
        Was will er damit bezwecken?

      • Wahrscheinlich will er wieder ein gutes Bild der AfD in den Medien abgeben.

      • Mich würde schon interessieren, aus welcher wissenschaftlichen Untersuchung dies stammt. Gibt es keine Suchregister in Universitäten, wo man wissenschaftliche Arbeiten finden kann ?

        Oder ist das eine falsche Behauptung, dass es so eine wissenschaftliche Erkenntnis gibt ?

      • Es gibt viele Datenbanken, in denen man suchen kann. Als Laie (was ich auf dem Gebiet auch bin) ist Google Scholar ein guter Start. Ich habe allerdings nichts gefunden, was aber vielleicht auch an meinen Suchbegriffen lag. Grundsätzlich kann ich mir schon vorstellen, dass jemand 4.000 Kategorien erfindet. Ob das sinnvoll ist, ist eine andere Frage, insbesondere wenn dann jede Kategorie kaum besetzt ist und man diese Fülle mental ohnehin nicht verarbeiten kann.

      • Ein Bärendienst … leider wimmelt es in der AfD nur so vor Problembären. Höchste Zeit, dass mal ein paar zum „Abschuss“ freigegeben werden. 🙂

      • Als “Jagdscheininhaber” müssten Sie doch eigentlich wissen, dass es hier in der BRD keine freilebenden (Problem-)Bären gibt.
        Zudem müssten Sie doch eigentlich auch wissen, dass (Problem-)Bären hier in der BRD nicht zu den bejagbaren Wildarten gehören und daher auch nicht bejagt werden dürfen. 😉

      • Lieber AfDler,

        da wenn Sie sich mal nicht irren!

        Ich weiß ja weder wer Sie sind, noch kenne ich Ihr Alter, da Sie sich lieber hinter Ihrem Pseudonym verstecken. Möglicherweise sind Sie noch zu jung, um bei diesem Thema mitreden zu können.

        Vielleicht ist Ihnen aber auch nur entgangen, dass ich aus Bayern komme und nicht aus Dunkeldeutschland. Problembären dürfen hierzulande auf Geheiß des CSU-Vorsitzenden und jeweils amtierenden Landesvaters durchaus erlegt werden, wie 2006 geschehen: http://de.wikipedia.org/wiki/Problemb%C3%A4r#Deutschland
        http://www.wwf.de/themen-projekte/bedrohte-tier-und-pflanzenarten/braunbaeren/bruno-der-problembaer/

    • Verbindlichsten Dank für Ihren umfassenden Überblick, Herr Von Der Marwitz. Wer das European Song Festival nicht kannte und auch nicht wußte, wer Daniela Wurst ist, konnte sich noch mit seiner Ahnungslosigkeit entschuldigen. Aber jetzt kann keiner mehr so tun, als ob er nicht wüßte, daß es auch Frauen mit einem elften Finger gibt.

      • Conchita Wurst, Herr Engel. Nicht Daniela. Aber ist ja auch schon wurscht.

  5. Exhibitionistische Handlungen (§ 183) können nur Männer begehen. Die anderen 3999 Geschlechtsvarianten nicht? Oder ein Wurst doch ? Oder nicht ?

    Oder sollte hir nicht die AfD eine Reform des § 183 fordern. „Nur Penis Besitzer“ können nach § 183 bestraft werden ?

    Solche und andere Fragen die Höcke bringen sollte.

      • Doch, aber wer in eine Talkshow geht, wo Genderfragen thematisiert werden, sollte schon vorbereitt und entsprechend provokante Fragen aufwerfen.

        1. Zeigt es, das sich die Partei informiert.
        2. Angriff ist die beste Verteidigung.

        Ich wurde hier immer als Schill Parteifunktionär gefragt, ob ich auch was gegen Schwule habe. Meine Antwort : Nö, wieso, jeder Schwule ist eine Konkurrenz weniger.
        Thema durch.

        Lieber Herr Meister, nur durch erwartete Handlungen wird man zum Gespött des Gegners, oder gar auch in einer Partei.

        Höcke hat man gezielt eingeladen. Wenn er sich vollkommen anders Verhält als die erwarten, gleichzeitg Alice und Wurst verunsichern durch Sachverhaltsdarstellungen, evtl. auch noch provokant ironisch, wird er Punkten.

        Erwarten tue ich es hingegen nicht,

      • @Peter Alexander von der Marwitz:
        „Höcke hat man gezielt eingeladen. Wenn er sich vollkommen anders Verhält als die erwarten, gleichzeitg Alice und Wurst verunsichern durch Sachverhaltsdarstellungen, evtl. auch noch provokant ironisch, wird er Punkten.

        Erwarten tue ich es hingegen nicht,“

        Unser geistiger Überflieger, Idol dunkeldeutscher Parteifreunde, hat doch bereits angekündigt, wie er sich auf die Sendung vorbereiten will:
        „Ich ertrage das schon, ich komm da schon durch. Ich kann ja vorher ein Bier trinken.“
        Quelle: http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/956774/

        Na dann mal Prost!

    • Ich denke nicht, dass das ein geeignetes politisches Thema für die AfD ist, zumal vielen wohl leider die nötige Sensibilität und das Differenzierungsvermögen fehlt. So ist Thomas Neuwirth mit seiner Rolle Conchita Wurst ein Travestit, was mit Intersexualität nichts zu tun hat.

      • So einfach ist das?
        Also ist Conchita nach dem STGB (§ 183) als Mann einzustufen, obwohl sie nicht „Mann“ seien will?
        Also können diese 4000 Geschlechtsvarianten sagen was sie wollen, der Staat entscheidet letztlich wer oder was sie sind?
        Warum dann die Aufregung, ist doch alles geklärt.
        Oder wollen diese „Betroffenen“ eine Gesetzesänderung wie von mir angemerkt?

        Dann folgt Ihre Meinung :
        ….denke nicht, dass das ein geeignetes politisches Thema für die AfD ist, zumal vielen wohl leider die nötige Sensibilität und das Differenzierungsvermögen fehlt.

        Was dann ? Enthaltung ( ist AfD egal) einer Meinung, oder Zustimmung ( § 183 muß Genderneutral bezechnet werden) der Forderungen von Wurst & Co ?

      • Jetzt geht aber wirklich alles durcheinander, was meine Vermutung bestätigt. Herr Neuwirth sieht sich selbst ganz klar als Mann, der Frau Wurst nur spielt. Bei Transsexuellen geht es hingegen darum, dass jemand sein biologisches Geschlecht ablehnt, also z. B. ein Mann eine Frau sein will. Intersexuelle sind schließlich biologisch nicht eindeutig dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zuzuordnen.

  6. Daß es Transsexuelle gibt, ist ja unbestritten und eigentlich ein ernstes Thema, über welches man seriös diskutieren könnte und sollte. Transsexualität ist eine biologische Fehlentwicklung, welche die hiervon betroffenen Menschen selbst als Bedrückung empfinden und beseitigen wollen. Die herrschenden Verkündungs- und Schöpfungsreligionen können Transsexualität natürlich nicht erklären. Da haben sie ausnahmsweise Glück, denn neben den Schwulen und Lesben sind die Transsexuellen ein Randthema.

    Der Mainstream der veröffentlichten Meinung beschäftigt sich fast ausnahmslos mit den Problemen der Schwulen und Lesben, – ohne allerdings zu erkennen, daß Allah einen solchen „Schweinkram“ nicht duldet.

    • Intersexualität ist ein biologisches Thema. Bei Transsexualität ist das zumindest nicht klar. Sie könnte biologische Ursachen haben, aber es sind wohl eher psychosoziale. Auch bei Homosexualität ist der biologische bzw. genetische Anteil umstritten. Jedenfalls ist das alles keine rein willkürliche Entscheidung. Wir sind für unsere Handlungen verantwortlich, doch wesentliche Präferenzen haben wir einfach oder eben nicht.

      • Da der Wunsch der Fortpflanzung ein angeborener Trieb ist, der jedoch durch bewußtest Handeln kontrolliert wird, dürften auch Kinderlose Paare zu einer der 4000 Varianten gehören, oder nicht?

        Ist es normal, keine Kinder haben zu wollen? Diese Frage ist genauso blöd wie die Frage, ist es normal, das es Schwule oder Lesben gibt.

        Beide Gruppen tragen nicht zum Erhalt der Gattung Mensch bei. Trotzdem haben sie eine Existenzberechtigung

        Verdienen dann aber Väter/Mütter nicht mehr Führsorge einer Gesellschaft?
        Ich denke ja. Genau hier scheiden sich dann die Meinungen und entsteht eine kontroverse Diskussion.

        Irgendwo habe ich mal auf einer kirchenkritischen Seite gelesen, dass die Monogamie sich auch aus einer christlichen Vorgabe entwickelte hat.
        Geschlechtskrankheiten sollten so verhindert werden.
        Also ob Allah oder Gott als Verordner von Partnerwahl oder Menge der Partner gesehen wird, ist auch nachdenklich.

      • Kann es sein, dass Sie im Biologieunterricht nicht so richtig aufgepasst haben oder gerade bei diesen Themen peinlich berührt weghörten? Bei Menschen gibt es einen Sexualtrieb und dann auch wieder instinktive Gefühle gegenüber Säuglingen und Kleinkindern. Es gibt aber keinen biologischen Trieb, Kinder haben zu wollen, sondern dafür höchstens soziale Erwartungen. Wenn also der Sexualtrieb ohne Zeugung befriedigt werden kann, was insbesondere durch Maßnahmen der Empfängnisverhütung jetzt besonders gut geht, dann ist Kinderlosigkeit gar nicht so unnatürlich. Auf lange Sicht würde die Evolution auch das ändern, doch die Bedingungen menschlicher Gesellschaften ändern sich schneller. Die natürliche Evolution zielt im Übrigen nicht auf Arterhaltung ab, sondern setzt bei den einzelnen Genen an. Was gesellschaftlich wünschenswert ist, ergibt sich auch nicht direkt aus der Biologie.

        Monogamie ist älter als das Christentum. Ich vermute, dass sie zur Stabilisierung nicht zu ungleicher Gesellschaften diente. Warum sollten mehr Geschlechtskrankheiten übertragen werden, wenn z. B. ein Mann mehrere Frauen hat, aber niemand untreu ist?

      • „Irgendwo habe ich mal auf einer kirchenkritischen Seite gelesen, dass die Monogamie sich auch aus einer christlichen Vorgabe entwickelte hat.
        Geschlechtskrankheiten sollten so verhindert werden.
        Also ob Allah oder Gott als Verordner von Partnerwahl oder Menge der Partner gesehen wird, ist auch nachdenklich.“

        Ah ja – in welchem Jahrhundert leben wir?

        Auf irgendwelchen frühzeitlichen Erkenntnissen fußen doch praktisch alle Empfehlungen der Buchreligionen. Aber die Erde dreht sich weiter … (!)

    • Ob sich Herr Neuwirth als Männlein, Weiblein, Transe, intersexuell, metrosexuell oder was auch immer betrachtet (falls er das überhaupt wirklich tut) ist mir als toleranter Bayer ehrlich gesagt ziemlich wurscht (hochdeutsch „wurst“).

      Aber der guten Ordnung halber möchte ich darauf hinweisen, dass sein Künstlername nicht ‚Daniela Wurst‘ oder Conny Wurscht, sondern ‚Conchita Wurst‘ ist. Nicht dass es da später irgendwann und irgendwo einmal zu irgendwelchen peinlichen Verwechslungen kommt (was wahrscheinlich auch schon wurscht/wurst/egal wäre).

      • Ja, schon richtig, Herr Meister! Und in der Tat gibt es wichtigere Dinge als darüber zu diskutieren, wie Herr Neuwirth die Fragen seiner (oder ihrer?) sexuellen Orientierung bewältigt. Hauptsache, das geht nicht noch zur Quote. Etwa so, daß 10 % der Aufsichtsratsposten in wirtschaftlichen Unternehmen mit „Hybriden“ besetzt werden müssen.

      • Bei dem Quotenwahn, der zur Zeit herrscht, könnte das schon passieren, Herr Engel.

    • Tja, das hatte ich gleich befürchtet, als man ausgerechnet Herrn Balke als „unabhängigen Gutachter“ einsetzte, der bereits 2013 eng mit Herrn Pretzell zusammenarbeitete und auch sonst ein sehr eigenwilliges Rechtsverständnis zeigt. Auf seiner Facebook-Seite hält er z. B. immer das Grundgesetz hoch, schaut aber nie hinein, um z. B. einmal Artikel 4 zu lesen.

      P. S.: Da habe ich wohl etwas vorschnell geurteilt, da ich selbst den falschen Informationen von Herrn Pretzell vertraute. Herr Balke empfahl zusammen mit Herrn Wark tatsächlich, dass Herr Pretzell nicht vom Bundesvorstand abgesetzt werden, aber dafür selbst zurücktreten sollte, wie jetzt auch auf seiner Facebook-Seite steht.

      • Wer war denn der zweite Gutachter, der Herr Pretzell empfiehlt den Landesvorstand abzugeben?

      • Interessant ist doch nur, welchen Inhalt der Untersuchungsauftrag hatte und zu welchen Ergebnissen die „Gutachter“ diesbezüglich kommen. M.E. hatte niemand behauptet, dass dem Landesverband ein materieller Schaden entstanden ist. Die wesentlichen Vorwürfe gegen P. (Lügen, Verhinderung einer Untersuchung im Landesvorstand….) waren wohl mangels Auftrag kein Thema für die Gutachter. Wie auch immer: Mit P. ist jetzt kein Staat mehr zu machen, falls es denn jemals so gewesen sein sollte.

      • Leider wird ihn das Gutachten noch mehr Oberwasser geben. Das kann ja ein heiterer Parteitag für die Pretzellkritiker werden, wenn dieser sein Gefolge erstmal wieder richtig aufpeitscht.

    • Die Mail, die vorhin kam, ist eigentlich nichtssagend und geht auf die wesentlichen Kritikpunkte gar nicht ein. Merkwürdig ist, dass das eigentliche Gutachten anscheinend unter Verschluß ist.
      Wäre es angehängt gewesen, hätte sich jeder seine Meinung selbst bilden können.
      „Ausserdem belegt ein Schreiben der Volksbank, dass das gesamte Parteikonto zu keinem Zeitpunkt gepfändet war, sondern lediglich kurzfristig die von Pretzell beglichene Summe von 1023,45 Euro.“
      Das ist doch eine im Wesentlichen semantische Unterscheidung. Entscheidend ist doch, dass eine Einziehung stattgefunden hat, die ja Ursachen hat, auch wenn das Geld hinterher beglichen wurde.

    • Michael Balke

      Marcus Pretzell verbreitet öffentlich und zusätzlich in einer AfD-NRW-Mitgliederrundmail Falsches über den Balke-Wark-Bericht vom 14.4.2015 für den AfD-Bundesvorstand. Nicht nur ein – wie von Herrn Pretzell behauptet -, sondern beide Sonderprüfer sprechen die Empfehlung aus, Herr Pretzell möge unverzüglich den AfD-Landesvorstand NRW verlassen. Außerdem hat Herr Pretzell selbst seine „privaten chaotischen Zustände“ am 28.3.2015 schriftlich in das Verfahren eingeführt, folglich ist auch seine Behauptung, private Angelegenheiten nicht kommuniziert zu haben, falsch. Anbei Seite 1 des Sonderprüfungsberichts:

      ‚Dortmund, Saarbrücken, 14. April 2015

      Bericht der unabhängigen Sonderprüfer Dr. Michael Balke aus
      Dortmund und Roland Wark aus Saarbrücken für den Bundesvorstand
      der Alternative für Deutschland (AfD) in Berlin bezüglich der
      sogenannten Causa Pretzell

      Die unabhängigen Sonderprüfer kommen zu folgenden Ergebnissen und
      Empfehlungen:

      1. Die „Causa Pretzell“ ist aufgrund „privater chaotischer Zustände“ entstanden
      und ist aufgrund tätiger Reue entschuldbar, erfordert folglich
      keine parteienrechtlichen Konsequenzen. Entsprechend empfehlen die
      unabhängigen Sonderprüfer dem AfD-Bundesvorstand, gegen Marcus
      Pretzell nicht vorzugehen.

      2. Die „Causa Pretzell“ zeigt, dass der AfD-Landessprecher NRW derzeit
      aufgrund „privater chaotischer Zustände“, die es nach und nach auch eigenhändig
      zu regeln gilt, überfordert ist, sein Mandat als AfD-Europaabgeordneter
      in Brüssel/Straßburg und zugleich ein Amt innerhalb
      eines AfD-Landesvorstands (oder innerhalb des AfD-Bundesvorstandes)
      auszuüben. Entsprechend empfehlen die unabhängigen
      Sonderprüfer dem AfD-Mitglied Marcus Pretzell, sich allein auf
      sein Mandat im Europaparlament, wenigstens bis Ende 2017, zu konzentrieren
      und sich unverzüglich, also ohne schuldhaftes Zögern, aus
      dem Landesvorstand NRW zurückzuziehen.‘

      • Jetzt wird es mal interessant, mal sehen wie sich das jetzt weiterentwickelt.

      • Wieder einmal hat Herr Pretzell einen Sachverhalt zu seinen Gunsten ausgelegt. Einmal mehr trägt er damit zur Desinformation der Mitglieder der AfD NRW bei.
        Herr Pretzell ist unglaubwürdig und allein deswegen schon als Sprecher der AfD NRW ungeeignet.

      • Ich begreife immer noch nicht, wie man bei der Super-Diät als EP-Abgeordneter nicht liquide sein kann.

        Kann man uns die Bonitätsauskünfte der Wirtschaftsauskunfteien über Herrn Pretzell weiter „um die Ohren hauen“, oder kann man das stoppen? Begleitet uns das bis zu den Landtagswahlen 2017?

      • Liquidität ist eine Sache, Überschuldung eine andere. Wir wissen nicht, wie hoch die Verbindlichkeiten von Herrn Pretzell sind und ob er diese überhaupt begleichen will. Diese und weitere Affären werden die AfD NRW begleiten, solange er Landessprecher ist. Die Empfehlung, er möge von sich aus zurücktreten, ist einerseits richtig, wird aber andererseits nicht erhört werden.

      • @Horst Krebs

        Endlich kommt mal etwas Licht in die Sache. Das „Gutachten“ macht – zumindest in dem von Ihnen wiedergegebenen Auszug – doch einen ganz vernünftigen und auch objektiven Eindruck.

      • Der Prüfbericht zur „Causa Pretzell“ ist nun auf der AfD-Bundeshomepage veröffentlicht worden: https://www.alternativefuer.de/wp-content/uploads/2015/04/Bericht_Causa_Pretzell.pdf

        Ich kann die Vorgänge nicht im Einzelnen bewerten, aber ich finde, dass der Bericht vernichtend für Pretzell ausfällt, auch wenn die Steuerpfändungsgeschichte offenbar nicht justiziabel im Sinne eines Parteiausschlussverfahrens ist.

        Zudem ist Pretzell einer weiteren Lüge überführt, denn er behauptet wahrheitswidrig, dass nur EIN Gutachter, nämlich Balke, seinen Rückzug vom Landesvorsitz gefordert hätte. Etwas seltsam und unpassend finde ich die Ausführungen von Balke auf den S. 15ff., auch wenn er erfreulicherweise den Bloginhaber, aber auch Herrn Renner sowie Herrn Prof. Schiele, als Pretzell-Nachfolger ins Gespräch bringt.

      • Heute habe ich Herrn Lucke mit der Bitte angeschrieben, das leidige Mitgliedschaftsproblem mit Pretzell zu lösen:

        Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Lucke,

        Herr Pretzell hat bekanntlich keinen melderechtlichen Hauptwohnsitz. Aus dem Bericht der Untersuchungskommission ergibt sich, dass sich sein Wohnsitz in Wiesbaden befindet. Gegenüber der AfD-NRW gibt er an, seinen Wohnsitz in Düsseldorf zu haben. ( Zuvor nahm er am Landesparteitag in Sachsen teil und gab in dessen Namen die sog. Ostererklärung ab. Ich vermutete daher – auch aufgrund der Nähe zur Frau Petry -, dass er seinen Wohnsitz in Sachsen habe. )

        Vor dem Hintergrund, dass in jedem Fall feststeht, dass Herr Pretzell keinen melderechtlichen Hauptwohnsitz in NRW hat, er zudem seinen Wohnsitz in Wiesbaden angibt, ist ihm die Mitgliedschaft in diesem Landesverband zu entziehen. Er könnte allenfalls die Mitgliedschaft im Landesverband Hessen erlangen. Als Mitglied des Landesverbandes NRW habe ich ein Recht darauf, dass der Landesverband von NRW aus geführt und nicht fremd geführt wird.

        Herr Pretzell war und ist verpflichtet, seinen melderechtlichen Hauptwohnsitz in NRW zu führen. Durch die Anmeldung des Hauptwohnsitzes wird sicher gestellt, dass die Gebietsverbände auch durch die eigenen Mitglieder organsiert sind.

        Bitte entziehen Sie ihm die Mitgliedschaft in dem Gebietsverband Nordrhein-Westfalen. Er kann weiterhin im Bundesverband Mitglied bleiben.

        Mit besten Grüßen

      • @Reinhard E.R. Wilhelm:
        „Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Lucke,

        Als Mitglied des Landesverbandes NRW habe ich ein Recht darauf, dass der Landesverband von NRW aus geführt und nicht fremd geführt wird.“

        Na da schreiben Sie genau den Richtigen an, lieber Herr Wilhelm.
        Ich möchte mich Ihnen gerne anschließen:

        „Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Lucke,

        Als Mitglied der Alternative für DEUTSCHLAND (AfD) habe ich ein Recht darauf, dass die Partei von Deutschland aus geführt und nicht von Brüssel aus geführt wird.“

        😉

      • Dass der nunmehr veröffentliche „unabhängige“ Untersuchungsbericht nicht nur mit einem Kommentar Bernd Luckes versehen ist (was hat der darin verloren?) sondern zudem mit einem – wenn auch noch so wohlmeinenden – Wunschkonzert und mit Wahlempfehlungen endet, lässt schon tief blicken. In der AfD wird leider nicht nur gelogen, sondern auch sonst manipuliert, dass sich die Balken biegen.

  7. Herr Dilger,
    in meiner Schulzeit von 1962 – 1972 wurde Sexualkunde eingeführt. Da ich ein ehr schlechter Schüler war, ist es gut möglich, dass ich nicht alles Begriffen habe.

    Aber, im Lauf meines Lebens und dem Lesen vieler Bücher, so von Desmond Morris, oder Freud, oder auch von Abraham Maslow meine ich behaupten zu können, Ihre Aussage :

    Es gibt aber keinen biologischen Trieb, Kinder haben zu wollen, sondern dafür höchstens soziale Erwartungen.

    Stimmt so nicht.

    In diesem blog wird z.B. genauer beschrieben, was ich etwas zu kurz formuliert habe :
    http://www.werners-blog.de/2011/05/was-will-der-mensch/

    Auch das von Ihnen angeführte :
    instinktive Gefühle gegenüber Säuglingen und Kleinkindern

    wird heute dem Hormon Oxytocin zugeschrieben. Ein Hormon, dass wohl noch bei vielen Forschungen zu überraschenden Ergebnissen Ergebnissen geführt hat.

    Also auch nicht wirklich nur Instinkt, oder angeborene Verhaltensweise, das Gefühl Kinder zu schützen.

    Da die Aufzeichnungen seit Christi Geburt langsam besser wurden und gerade das Christentum aus einer Region der Vielweiberei entstammt, kann es doch gut sein, das „auch“ das Christentum sich von Islam trennend für eine Monogamie aussprach.
    Ob nun rational ehr die Veränderung zum Ackerbau in der Evolution dies Monogame Verhalten unterstützte, oder schon gab, oder andere Faktoren, üblich ist wirkliche Monogamie ehr selten, oder wie man heute sagt wir in einer seriellen Monogamie leben.

    Sie fragen:
    Warum sollten mehr Geschlechtskrankheiten übertragen werden, wenn z. B. ein Mann mehrere Frauen hat, aber niemand untreu ist ?

    Tja, Treue, …… wieviele Männer mit leeren Kindersitzen im Auto hier in Hamburg die Rotlicht Angebote annehmen, spricht ehr gegen Treue im Allgemeinen.

    Was spricht denn gegen Vielweiberei ? Warum ist es nicht gewollt im Abendland ?

    • Wo widerspricht der verlinkte Beitrag meinen Aussagen? Hormonelle Steuerung ist auch gerade eine biologisch fundierte. Treue ist in polygamen Beziehungen doch eher leichter möglich als in monogamen. Vielweiberei funktioniert allerdings nur in sehr ungleichen Gesellschaften, in denen die vielen Männer ohne Frau (und die Frauen selbst ohnehin) nichts zu sagen haben. Die serielle Monogamie ist eine ganz neue Entwicklung, für die es wohl keine historischen Vorläufer gibt (abgesehen von dem Fall der Wiederverheiratung nach dem Tod des Partners).

      • Höcke kann als 4facher Vater und Lehrer schon etwas zum Komplex Frühsexualisierung und Bildungsplänen sagen.
        Die Sendung ist aber einschläfernd…

        Der Pretzell Bericht ist peinlich und widersprüchlich.
        Er schadet der Partei.
        Nichts handfestes, dennoch eine Demontage.

        Henkel war der Star bei seinem Eintritt.
        Mit öffentlichen Statements hat er sich dann v.a. 2015 bei vielen ganz unterschiedlichen Personenkreisen sehr unbeliebt gemacht. Er wirkte dabei unsensibel und arrogant. Hinzu kommt der Vorwurf „Dauerurlauber“ zu sein.
        Auch die scharfen Attacken gegen Ostdeutsche und Russland haben ihm geschadet. Das ist insofern verwunderlich, weil auch große Teile der deutschen Wirtschaft für eine deeskalierende Russlandpolitik und gegen Sanktionen plädieren.

        Hoffentlich hört man von Henkel wieder mehr zu Wirtschaftsthemen und weniger Angriffe gegen Parteimitglieder.
        Sonst wird er wohl auf dem kommenden Parteitag sein Amt verlieren.
        Mein Eindruck ist, dass er ganz massiv an Rückhalt verloren hat.

        FAZ AfD Berichterstatter Bender hat heute geschrieben, dass es Abwahlanträge gegen Pretzell und Konrad Adam gibt. 2 spannende Landesparteitage stehen bevor.

      • Es gibt in NRW Abwahlanträge gegen alle Landesvorstandsmitglieder. (Ich vermute, dass keiner eine Zweidrittelmehrheit erhalten wird, am Ende aber manche die Größe haben werden zurückzutreten und andere nicht.) Dabei hat der Landesvorstand in eigener Sache entschieden, den Mitglieder die Begründungen vorzuenthalten. Das passt zu dem „Mut zur Wahrheit“, mit dem auch selektiv aus dem Untersuchungsbericht zitiert wurde.

      • Herr Henkels Mut zur Wahrheit ist lobenswert! Jemand muss es sagen, was viele Mitglieder denken. AfD sollte keine Verschwoerungstheoretiker-Partei werden. Gegen Herrn Henkel wurden Kampagnen gefuehrt seit Anfang an! Oder solte er einen populistischen Spalter und Putin -Versteher wie Herrn Gauland noch loben?Die Gruppen die Herrn Elsaesser folgen und russische Voelkerrechtsverletzungen rechtfertigen sind keine Demokraten!

    • @Peter-Alexander von der Marwitz:
      „Da die Aufzeichnungen seit Christi Geburt langsam besser wurden und gerade das Christentum aus einer Region der Vielweiberei entstammt, kann es doch gut sein, das “auch” das Christentum sich von Islam trennend für eine Monogamie aussprach.“

      Was ist denn das für eine verwirrende Aussage?
      Das Christentum (als die deutlich ältere diese beiden Religionen) hat sich doch nicht vom Islam getrennt!

      • Gestatten Sie bitte, dass ich diese hochinteressante Diskussion unterbreche, um wieder das Thema Pretzell anzusprechen, das für die Zukunft der AfD in NRW mir z.Zt. doch wichtiger erscheint.
        Nachdem P. gestern den Bericht recht selektiv veröffentlichte, findet man ihn heute komplett auf der Website der Bundes-AfD, versehen mit einer Anmerkung von Prof. Lucke ( http://www.alternativefuer.de/eigener-sache-2/).
        Aus dieser Anmerkung ergibt sich, dass P. jetzt versucht, andere Mandatsträger der AfD in seinen Abstiegssog hineinzuziehen. Was haben wir in der AfD nur für ein Personal?

      • Getrennt im Hinblick auf Monogamie, Vielweiberei, meinte ich.

        In den Vorständen der Konzerne ist nun eine Frauenwquote beschlossen, kann mir mal jemand erklären, wie das nun genau funktionieren soll ?

        Ist ein Schwuler, der die Frauenrolle übernimmt in einer Partnerschaft nun welchem Quotenanteil zuzuordnen?
        Oder ein Mann, der nun Frau seien will. Kann man dann evtl. MANN sich als Frau bekennen und über die Quotenregel schneller einen Posten bekommen ?

        In der Sendung mit Höcke gestern sind mir auch so einige Dinge durch den Kopf gegangen. Wenn zwei Männer eine Partnerschaft pflegen und sich durch eine Leihmutter mit einem Kind versorgen, welchen seelischen Schaden kann das Kind bekommen, wenn es irgendwann mal seine Herkunft begreift, mehr noch sich schämt solche Eltern zu haben, mit denen es keine leibliche Bindung gibt.
        Wer schützt diese Kinder vor dem „egoistischen“ Wunsch von Erwachsenen die Eltern spielen wollen.?

        Muß jeder Wunsch von Minderheiten respektiert und umgesetzt werden ?

      • Es bleibt festzuhalten, dass er dreist gelogen hat. Dabei hätte er doch wissen müssen, dass diesmal seine Lüge ohne weiteres enttarnt wird. Diese Intelligenz hätte ich ihn sogar noch zugesprochen. Ein absolutes Unding ist ebenfalls, dass er als Wiesbadener (Wohnsitz) den NRW Landesverband führt. Trotz dieser abermaligen Entlarvung habe ich so das dumme Gefühl, dass das alles noch nicht reicht. Er wird darauf hinweisen, dass er rechtlich der AfD nicht geschuldet hat. Leider war auch die konkrete Nennung von potenziellen Nachfolger durch die Gutachter zum Schluss weniger hilfreich, da dadurch meines Erachtens die Neutralität des Gutachtens leidet, jedoch freut es mich, dass dann wenigstens Herr Dilger genannt wird. Jetzt muss man sowieso sehen wie Herr Pretzell bzw. die Mitglieder des Parteitages mit der Causa umgehen.

      • Ein starker Hang zum Lügen, oder doch nur völlige Überforderung? So oder so, beides ist schlecht und nicht mit der Position des Sprechers der AfD NRW vereinbar.

      • Herr Behrendt hat angekündigt am nächsten Parteitag zurückzutreten. Herr Pretzell sagt, dass er keinen Grund habe zurückzutreten.

      • Unabhängig von der Causa Pretzell bin ich der Meinung, dass ein Parteiamt und ein hauptberuflich auszuübendes Wahlmandat nicht miteinander vereinbar sind. Schon gar nicht, wenn das Mandat in Brüssel bzw. Straßburg ausgeübt werden soll. Das ist schlicht und ergreifend nicht unter einen Hut zu bringen.

    • Das ist in Thüringen gestern auch schon durch Radio und Fernsehen gegangen. Höcke und seine Truppe geben ein richtig tolles Bild ab. Zum Fremdschämen.

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