Grexit rückt näher

„Der IWF verlangt die größten Reformen von Griechenland“ und Varoufakis sichert IWF-Chefin Rückzahlung von Kredit zu“. Das Problem ist nur, dass solche Zusagen regelmäßig auch wieder zurückgenommen werden. Von daher wird ein Grexit immer wahrscheinlicher (siehe auch Der Grexit ist nahe, da Juncker ihn für immer ausschließt‘). Mit der Moskau-Reise spielt Tsipras russisches Roulette“, kommt noch hinzu. Ich stimme mit wesentlichen Aussagen dieses Artikel überein, aber nicht immer mit der Bewertung:

Die Aussagen der griechischen Regierung haben mit fortlaufender Verhandlungsdauer eine immer kürzere Halbwertszeit. Die vergangenen zwei Wochen haben gezeigt: Griechenland kann und will sich offenbar nicht an seine Zusagen halten.

Deshalb kann niemand mehr auf solche Zusagen vertrauen (siehe ‚Fauler Kompromiss verschiebt Grexit‘) und sie sollten von der griechischen Regierung auch nicht mehr verlangt werden.

Merkel mag da noch so sehr versichern, ein Grexit komme nicht infrage: Sich im Stillen darauf einzustellen ist nach den jüngsten Enttäuschungen ihre Pflicht.

Die Planung eines geordneten Ausstiegs wäre von Anfang an die Pflicht jeder verantwortungsvollen Regierung gewesen.

Trotz der geringen wirtschaftlichen Bedeutung Griechenlands steht für Europa viel auf dem Spiel. Der Euro ist eine Einheitswährung. Bricht man einen Teil heraus, fügt das dem Euro dauerhaften Schaden zu. Seine Integrität wäre infrage gestellt. Die Währungsunion wäre nur noch ein System fester Wechselkurse. Dass Investoren innerhalb eines solchen Währungsregimes einzelne Länder in die Knie zwingen können, hat die Vergangenheit gezeigt.

Die Integrität des Euro ist doch schon jetzt dahin und ein Euroaustritt ist nicht nur möglich, sondern zunehmend wahrscheinlich. Das wiederum lähmt Investitionen und führt zu Kapitalflucht. Ein stabiler Zustand ist nur der vollzogene Austritt, nicht die Fortführung der Rettungspolitik mit immer neuen Krediten ohne Vertrauen in die Rückzahlung.

[I]nnenpolitisch hängt vom Ausgang der Griechenland-Krise besonders für Merkel viel ab: Ihre Kanzlerschaft wird nach heutigem Stand vor allem danach beurteilt werden, ob sie die Währungsunion zusammenhalten konnte.

Das ist richtig, aber anders, als Herr Greive denkt. Die Nachwelt wird Frau Merkel nicht dafür rühmen, wenn sie den Euroaustritt teuer verschleppt und ihrem Nachfolger überlässt. Man wird sie dafür kritisieren, wenn sie den Austritt vermasselt, und loben, wenn sie ihn gut hinkriegt und Europa eine andere, bessere Perspektive bietet.

Schert Tsipras ernsthaft aus dem Sanktionsregime [gegen Russland] aus, fällt er nicht nur der EU in den Rücken, sondern stellt auch die gemeinsame westliche Wertebasis infrage. Eine politische Zukunft für Griechenland in Europa kann es dann nicht mehr geben. Es gibt Grenzen.

Griechenland liegt auf jeden Fall innerhalb der Grenzen Europas, was auch für den kleineren, aber wichtigeren Teil Russlands gilt. Griechenland könnte jedoch nicht nur aus der Eurozone ausscheiden, was gut wäre, sondern auch aus der Europäischen Union, was schlecht wäre.

Die Kanzlerin sollte deshalb für einen möglichen Grexit vorsorgen. Für den Fall eines Austritts müssen im Vorfeld drei Linien unverrückbar festgezogen werden: Erstens darf es nicht zu einem Schwarze-Peter-Spiel kommen. Die internationalen Partner müssen eine Entscheidung von solch dramatischer Tragweite gemeinsam tragen. Zweitens muss die EU Griechenland weiter unterstützen. Und drittens muss Europa nach einem Grexit sofort ein Signal für eine weitere Vertiefung der Währungsunion setzen. Andernfalls würden Investoren gegen den Euro wetten.

Alle drei Punkte möchte ich relativieren. Eine Legende von der Alleinschuld Deutschlands an einem Grexit sollte vermieden werden, aber nicht um jeden Preis. Wenn ein anderes Land Griechenland unbedingt im Euro halten will, soll es das auf eigene Kosten tun. Die weitere Unterstützung Griechenlands ist wichtig, sollte aber ebenfalls nicht bedingungslos erfolgen. Schließlich fordere ich nicht eine weitere Vertiefung der Währungsunion, sondern fürchte sie. Denn Griechenland ist nur ein besonders krasser Fall, aus dem man für weitere Austritt lernen sollte, die durch noch größere Rettungspakete nur verzögert, aber ebenfalls nicht verhindert werden können.

Doch das Beste für alle Beteiligten wäre, es kommt gar nicht erst so weit.

Das Beste für alle Beteiligten wäre es gewesen, wenn es nie so weit wie jetzt gekommen wäre. Je eher man das gescheiterte Euroexperiment beendet, desto besser für alle.

36 Gedanken zu „Grexit rückt näher

  1. Ökonomisch kann es doch gar nicht funktionieren unterschiedliche Volkswirtschaften mit einer einheitlichen Währung zu versehen, wenn man dann noch nicht mal darauf achtet, dass Export- und Importbilanz der einzelnen Ländern sich ausgleichen.

  2. Die Grünen fordern schon ein drittes „Hilfspaket“ für Griechenland, dem auch Wolfgang Schäuble nicht widersprochen hat. Riesige Steilvorlagen für die AfD! Aber wir hören, außer Streit und Egoismen, NICHTS. Es ist unglaublich!!!

    • Ist wie mit der Autobahnmaut. Da liefern CSU und Bundesregierung auch eine Steilvorlage nach der anderen. Aber Herr Lucke hat kein Auto, denn er reist ja mit der Bahn oder dem Flieger. Das Thema betrifft ihn nicht, folglich ist es kein Thema für die AfD …

  3. Ich glaube, man sollte die Kopplung der EU an die USA als Teil dieser Konstellation nicht vergessen. Man sollte hier nicht von Abhängigkeit reden – aber ein gewisser Gehorsam der EU war ja bezüglich der Sanktionen wegen der Ukraine-Problematik zu beobachten, wo auch immer der Grund dafür liegt. Im Rahmen der geostrategischen Überlegungen spielt Griechenland eine Rolle. Deshalb werden die USA und die NATO darauf drängen, dass es sich nicht anders orientiert. Darum wird es im Euro gehalten werden. Dies weiß Tsipras und er wird diese Karte ausspielen.

    • Wobei auch Putin seine Chance nutzen könnte in die Europäische Union einen Keil zu treiben. Auch wären viele
      Syriza-Anhänger für eine Intensivierung der Kontakte mit Russland. Vor allem aber würde Tsipras aus Moskau wohl kaum solche harten Bedingungen aufgesetzt bekommen wie von der EU.

    • Die grieschiche Regierung hat heute formuliert, dass sie auf die Rückzahlung von 278 Milliarden Euro aus dem 2.Weltkrieg besteht. Dies ist das Damoklesschwert, welches über uns schwebt, falls wir auf einen vollständigen Schuldenschnitt nicht eingehen. Ist der Schuldenschnitt erst da, werden die Russen auch wieder aktiv werden in der grieschichen Wirtschaft.
      Sollten die Forderungen rechtens in, dann müssten wir auch die italienischen Rechnungen zahlen. Damit ist aber das Ende der Fahnenstange nicht erreicht.

      • Die Forderungen sind völlig absurd und keiner weiteren Diskussion würdig. Wir sollten uns nur die deutschen Parteien und Politiker merken, die darauf eingehen wollen. Es erinnert daran, wozu die AfD nötig ist.

      • Ist eben kein so großartiger Vorteil deutscher Steuerzahler zu sein. Wir bluten für Alles und Jeden. Vielleicht wäre es wirklich besser, die „wiedervereinigte Bundesrepublik Deutschland“ rückabzuwickeln oder aufzulösen.
        Manche „Verschwörungstheoretiker“ fürchten ja, dass es nächste Woche noch viel dicker kommt … (da läuft das Besatzungsstatut der ehemaligen Sowjetunion über das heutige Polen und Weißrussland aus)
        [Link auf verschwörungstheoretischen Unsinn gelöscht, AD.]

      • Zum gelöschten Link: Unsinn?
        Na ja, ich würde mal sagen, sehr unprofessionell aufgemacht und nicht recht schlüssig argumentiert.

        Aber über den Kern der Aussagen lohnt es sich zumindest nachzudenken. Sehr viel anders argumentieren Max und Moritz aus Athen ja auch nicht… (ebenfalls Verschwörungstheoretiker? – wir werden sehen, was passiert).

        Ich traue mich fast wetten, dass die Bundeskanzlerin zumindest ein Stück weit einknicken und einen finanziellen Vergleich anbieten wird. Und wenn das nur im Auftrag Obamas erfolgt, der die griechischen NATO-Stützpunkte nicht verlieren will. Warum für derartige Interessenlagen aber zum Beispiel meine Wahlheimat Österreich (kein NATO-Mitglied) mitbezahlen sollte, ist nicht erklärlich.

      • Was hat die Euromitgliedschaft mit der NATO zu tun? Sie entfremdet höchstens auch die NATO-Mitglieder voneinander, so dass eine Auflösung des Euro auch sicherheitspolitisch geboten wäre. Im Übrigen ist Österreich jetzt komplett von NATO-Ländern umgeben, wenn man von der Schweiz absieht, und wird von der NATO mitverteidigt. Etliche AfDler scheinen sich einen ähnlichen Status auch für Deutschland zu wünschen, was wegen dessen Größe jedoch nicht geht.

      • Sie haben einen seltsamen Humor, Herr Dilger!

        Von welchen Ihrer Nachbarstaaten sollen Österreich, die Schweiz oder Liechtenstein (ebenfalls kein NATO-Mitglied) denn angegriffen werden?

        Worin liegt das vermeintliche Verteidigungsbedürfnis?

        Wir sind hier in den Alpen zwar umzingelt von NATO-Staaten, aber muss ein Staat der NATO-Enklave CH-FL-A denn jetzt etwa bereits durch die Teilnahme an “Eurorettungspaketen” für Griechenland indirekt dafür mitbezahlen, dass ihn die NATO nicht angreift?

      • Die NATO ist trotz all Ihrer Verschwörungstheorien ein Verteidigungs- und kein Angriffsbündnis. Doch vielleicht sollte sie Russland Überflug- und Durchfahrtsrechte gewähren. Immerhin leben viele Russen in Wien und war dieses teilweise schon russisch besetzt gewesen.

      • Klar, deshalb verteidigt uns die NATO ja auch am Hindukusch.

        Was ist eigentlich mit den vielen Russen in Berlin?
        Wollen Sie die nicht ausweisen?

      • Von Afghanistan ging immerhin der bisher einzige NATO-Verteidigungsfall aus. Für das pauschale Ausweisen ist in der AfD jedoch der Flügel zuständig. Ob dieser bei Russen eine Ausnahme macht und lieber einen Einmarsch von Herrn Putin in die ehemalige sowjetische Besatzungszone befürwortet, weiß ich allerdings nicht.

      • Von Afghanistan ging ein „NATO-Verteidigungsfall“ aus?
        Welcher denn?
        Welchen NATO-Staat hat Afghanistan angegriffen?

        Meine Meinung zur (ehemaligen?) SBZ kennen Sie – ich würde sie an Russland zurückgeben und zwar mitsamt ganz Berlin.

        Vielleicht ein Fall für eine neue AfD-Ost-Resolution? ;-))

        Griechenland können die Russen meinetwegen auch noch gratis dazu haben. Aber da wollen ja nicht mal Russen leben. Die tummeln sich inzwischen lieber in London, Paris, Nizza, Monte Carlo, Kitzbühel und St. Moritz …

      • Bei Ihnen weiß ich oft nicht, wann Sie seltsame Scherze machen wollen und wann Sie wirklich keine Ahnung haben. Wissen Sie das mit dem NATO-Bündnisfall wirklich nicht? Haben Sie vom 11. September 2001 gar nichts mitbekommen? Afghanistan war ein sicherer Hafen für Al Kaida. Die Taliban wurden freundlich, aber bestimmt gebeten, das zu ändern, was sie ablehnten. Erst danach erfolgte der Einmarsch in Afghanistan, der völkerrechtlich völlig legitim war im Gegensatz zum Irakkrieg durch Bush Jr., während der Irakkrieg von Bush Sr. wiederum völkerrechtlich in Ordnung, aber kein NATO-Bündnisfall war.

      • Hören Sie mir bloß mit diesen Märchen über „9-11“ auf!
        Ich war am 11.09.2001 zufällig in Hamburg mit dem Auto unterwegs als das passiert ist. Schon kurz nach dem Einschlag des ersten Flugkörpers (dass es sich wirklich um Flugzeuge handelte darf schon aus materialtechnischen Aspekten erheblich bezweifelt werden – Aluminium bohrt sich nämlich nicht durch Stahl) in das WTC waren sämtliche US-Einrichtungen militärisch abgeriegelt. Wie ist das möglich in so kurzer Zeit, wenn es sich tatsächlich um völlig „überraschende“ Anschläge handelte?
        Und haben Sie zufällig Präsident Bush jr. im Fernsehen gesehen, als er beim Besuch einer Grundschule von den Anschlägen erfahren haben soll? Seltsam ruhig und gefasst, der Mann …
        Auch wenn ich mich nicht an irgendwelchen wilden Spekulationen der Verschwörungstheoretiker um „9-11“ beteilige, so glaube ich trotzdem nicht an die Al-Kaida-Version der Anschläge vom11.09.2001 – viel zu viele Widersprüche und Ungereimtheiten. Einmal ganz davon abgesehen, dass es doch die USA selbst gewesen sind, die Bin Laden aufgebaut haben, bevor er sich gegen sie gewandt haben soll.
        Wie Ihnen bekannt sein dürfte, waren auch die für den zweiten Irakkrieg vorgeschobenen „Gründe“ (angebliche Massenvernichtungswaffen) nichts als Lug und Trug.
        Bei der Besetzung Afghanistans ging es nicht um „9-11“, das war nur der Vorwand.

      • Der Vorwand wofür? Natürlich beteiligen Sie sich auch hier wieder „an irgendwelchen wilden Spekulationen der Verschwörungstheoretiker“, aber das ist völkerrechtlich völlig irrelevant, weil sich Al Kaida mit dem Anschlag gebrüstet hat. Also selbst wenn es ihn nicht verübt haben sollte, hat es die Verantwortung übernommen und musste die Konsequenzen tragen. Die Taliban haben auch nicht vorgebracht, dass der Anschlag nich von Al Kaida ausgeführt worden wäre. Nach einer Auslieferung von Osama bin Laden wären sie aus dem Schneider gewesen und hätte seine Schuld vor einem Gericht nachgewiesen werden müssen. Perfide wäre übrigens eine Abschiebung z. B. nach Deutschland gewesen, da die Bundesregierung ihn wegen der in den USA zu erwartenden Todesstrafe dann auch nicht hätte ausliefern dürfen.

      • Wie Sie sicher wissen hat Afghanistan große und noch weitestgehend unerschlossene Erdgasvorkommen und daneben auch Kupfer.

        Wegen Kupfer haben sich die USA in den 1970er Jahren bereits in Südamerika stark „engagiert“, wenn auch eher auf die „diskrete“ Art, also durch Mitwirkung ihrer Geheimdienstagenten am Putsch Allendes und an der Installation Pinochets in Chile. Natürlich alles im Interesse der Demokratie.

        Und aus welchem Grund, glauben Sie, hat die Sowjetunion Afghanistan in den 1980er Jahren besetzt?

        Glauben Sie wirklich, dass Bin Laden nicht auch ohne Militärinvasion gefasst werden hätte können? Und wer weiß, ob er überhaupt wirklich auf dem Meeresgrund ruht? Aber irgendeine Show für das Dummvolk vor den Fernsehegeräten muss ja laufen. Denken Sie nur an Saddam Husseins Verhaftung aus einem Erdloch – was für ein Zufall, dass sogar Fernsehteams dabei waren!

      • @Herr Meister
        Es ist seit Jahrzehnten bekannt , dass es in Afganistan, wie in anderen Ländern in dieser Region, Rohstoffe gibt. Seltene Erden, Lithium, Kupfer etc. Problematisch sind Taliban, fehlende Infrastruktur und Korruption.
        Es ist ein Märchen, russischen Einmarsch mit Rohstoffen erklären zu wollen!

        Genau so ein Märchen ist es, 9/11 als eine US- Verschwörung zu verkaufen. Im übrigen, ein Flugzeug trägt auch Triebwerke und ist mit z.B. 700 km/h ein Projektil mit viel Kraft. Sie ignorieren, dass Flugzeugbenzin explodierte und sich Feuer für Stunden verbreitete.

        Und dann wollen Sie uns noch erzählen, dass Saddam kein Giftgas benutzt hat. Sein Fehler war Angriff auf Kuweit und Überzeugung, dass US es nicht ernsthaft meint. Assad denkt es auch.

      • @Ivan de Grisogono:
        Afghanistan: Die seltenen Erden kommen noch dazu, das stimmt und spricht erst Recht für meine Version. Aber vielleicht betätigen sich ja demnächst auch die Chinesen als Heilsbringer der Demokratie am Hindukusch?

        Syrien: Das Thema hatten wir vor mehr als eineinhalb Jahren schon an anderer Stelle und al-Assad regiert immer noch. Was aus Ihren ach so unterstützenswerten „Rebellen“ geworden ist, wissen Sie als aufmerksamer Beobachter des Weltgeschehens selbst. Die USA sind nicht „Friedens- und Demokratiestifter“, sondern Bürgerkriegsstifter, Kriegstreiber und Destabilisierungsspezialist Nr. 1 auf diesem Planeten. Es geht dabei nie um Demokratie oder Menschenrechte, sondern stets um den Zugang zu Rohstoffen oder „geostrategische Interessen“ (Verharmlosung militärischer und Weltmachts-Interessen).

        „9/11“: Stahl schmilzt bei Temperaturen wie sie durch die Verbrennung von Kerosin entstehen nicht. Da kann das Feuer noch so lange brennen. Außerdem fielen die beiden Türme des WTC ganz akkurat wie bei einer kontrollierten Sprengung in sich zusammen. Ob entsprechende Sprengsätze bei derartigen Bauten schon beim Bau oder zu einem späteren Zeitpunkt angebracht werden bzw. im Falle des WTC zu dem Zweck angebracht wurden, also um das Gebäude im „Ernstfall“ kontrolliert sprengen zu können (möglicherweise auch, um der Gefährdung benachbarter Gebäude dadurch vorzubeugen) weiß ich nicht, für vorstellbar halte ich es aber. Wenn es eine derartige Vorkehrung gegeben haben sollte, kann die natürlich auch verwendet worden sein, um die WTC-Türme spektakulär zu „entsorgen“. Es soll ja auch eine nicht unbeträchtliche Versicherungssumme im Spiel gewesen sein. Wie auch immer – wenn es um Macht, Geld oder einen trefflichen Vorwand zur Anzettelung eines Krieges geht, gibt es für Viele keine Moral mehr. Nicht nur für Terroristen. Der Terror kann also zum Beispiel genauso gut in einem Regierungs- oder Geheimdienstgebäude sitzen. Was am 11.09.2011 wirklich passiert ist bzw. was der wahre Hintergrund dieser Ereignisse gewesen ist, wird die Öffentlichkeit wahrscheinlich nie erfahren.

      • Doch noch ein Kommentar von mir zu Ihrem neusten verschwörungstheoretischen Unsinn: Stahl muss nicht schmelzen, um bei Wärme seine Festigkeit zu verlieren (siehe Wikipedia). Dazu passt auch, dass die Türme nicht sofort eingestürzt sind, sondern mit zeitlicher Verzögerung. Das akkurate Zusammensacken passt ebenfalls zum Nachgeben der Stahlträger.

      • @Alexander Dilger:
        Das ist nur ein Aspekt von vielen, die bei „9/11“ gegen die offizielle Darstellung sprechen. Selbst wenn Ihre Theorie richtig sein sollte, gibt es immer noch genügend andere unglaubwürdige Punkte. Aber wie bereits gesagt – die Wahrheit wird wahrscheinlich nicht mehr ans Licht kommen.

    • Jetzt schlägt es aber wirklich dreizehn! Das fehlte gerade noch, dass die im Wohlstand aufgewachsenen Enkel derer, die den Krieg wirklich erleiden mussten, 70 Jahre nach Kriegsende revanchistische Rachegelüste auspacken und uns eine solche Rechnung präsentieren. Da waren die 267 Milliarden Goldmark des Versailler Vertrages, verteilt auf 42 Jahre, ja geradezu ein Discount- Schnäppchen. Mir fehlen die Worte!

      • Es geht um NATO-Stützpunkte. Das wissen Max und Moritz ganz genau und daher können sie sich jede noch so große Unverschämtheit erlauben.

      • Werden die NATO-Stützpunkte in Griechenland wirklich gebraucht? Bei einem NATO-Austritt Griechenlands wäre beim nächsten griechisch-türkischen Konflikt wenigstens klar, auf wessen Seite die NATO zu stehen hat. Von daher wird sich selbst eine linke griechische Regierung noch dreimal überlegen, ob sie wirklich austreten will, wenn die anderen sich ihren Spielchen verweigern.

      • Na Sie möchte ich hören, wenn Griechenland erst den Grexit beginge und dann aus der NATO austritt. Sie wären doch einer der Ersten in der AfD, der für diesen Fall den Bündnisfall ausrufen und den „großen Bruder“ zum Einschreiten aufrufen würde.

      • Wie kommen Sie jetzt auf diese wieder völlig aus der Luft gegriffene These? Natürlich darf jedes Land aus der NATO austreten. Solange es dann kein anderes NATO-Land physisch angreift, kommt es auch nicht zum Bündnisfall.

      • @Alexander Dilger:
        „Natürlich darf jedes Land aus der NATO austreten. Solange es dann kein anderes NATO-Land physisch angreift, kommt es auch nicht zum Bündnisfall.“

        Auch nicht wenn Russland seine „Schwarzmeerflotte“ um eine „Mittelmeerflotte“ in Thessaloniki, Piräus oder Iraklion erweitert?

      • Wenn die griechische Regierung meint, so ihre Wirtschaft wiederbeleben zu können, soll sie es doch versuchen. Es könnte allerdings sein, dass die Griechen den Versuch dann nicht mehr abbrechen dürfen, da nicht alle Staaten so liberal und demokratisch wie die USA sind. Ich erinnere nur an das Budapester Memorandum und wer es gebrochen hat.

      • Es gibt nur NATO-Stützpunkt in Suda Bay auf Kreta. Natürlich kann Europa ohne Griechen weiter gut leben, ob es umgekehrt geht bezweifle ich. Vergessen wir nie , dass es min. 60-80% der Griechen gibt die gegen Kommunisten sind. Diese Menschen wollen nicht ewig in Armut und Diktatur leben. Vergessen wir auch nicht, dass Tsipras schon die Sozialkassen plündert! Lassen wir uns nicht von 5.Kolonne hier in Deutschland über Tsipras-Regierung weiter desinformierrn. Man sieht schon Zyritsa Fahnen in Deutschland wehen!

      • @Ivam de Grisogono:
        Griechenland ist zwar hoch verschuldet, aber nicht arm. Es liegen vermutlich genügend griechische Gelder alleine auf Schweizer und Liechtensteiner Konten, dass Griechenland durch entsprechende Besteuerung seine Schulden auf einen Schlag bezahlen könnte. Aber das ist offenbar nicht einmal von den Griechen selbst gewollt.

        Die Strukturprobleme sind im Übrigen denen anderer europäischer Staaten gar nicht so unähnlich. Nur sind manche Probleme noch ausgeprägter. Nehmen Sie als Beispiel nur die Situation auf dem Bildungssektor. Griechenlands Schulen sind so schlecht, dass jeder, der es sich irgendwie leisten kann, seine Kinder auf eine Privatschule schickt oder zusätzlich mit täglicher Nachhilfe nachbeschult. Mit dem Ziel, dass das Kind studieren soll. Es gibt aber heute schon viel mehr Universitätsabsolventen in Griechenland, als Griechenland selbst braucht. Also wandern diese nach ihrem Studium aus Griechenland aus, um in einem anderen Land ihr Glück zu versuchen. Kommt Ihnen das bekannt vor?

  4. Herr Gabriel sagte es bereits, Reparationszahlungen haben nichts mit griechischen Schulden zu tun. Es wird aus Athen immer eine neue Nebelkerze geworfen und offensichtlich nicht ohne Wirkung. Manche Politiker in Berlin machen sich schon ernsthafte Sorgen wie sie Deutschland weiter destabilisieren können und noch mehr nach links steuern könnten.

    Wer in griechische Opferrolle glauben möchte soll sich mit Geschichte des Landes ab 1821 (Proklamation der Unabhängigkeit) und auch mit der Geschichte des Balkans auseinandersetzen. Dann merkt man, dass se schwierig wird Opfer und Täter auseinander zu halten. Auch Griechische Kommunisten, zu denen Tsipras Regierung gehört, haben viel Blut und Unglück an Händen!

    Interessant finde ich Herrn Tichys Meinung:

    http://www.rolandtichy.de/tichys-einblick/brexit-statt-grexit-wer-verlaesst-europa-schneller/#more-7098

    • Für die Briten hat der Commonwealth ohnehin eine höhere Bedeutung als die EU. Schon daher ist ein „Brexit“ nicht unwahrscheinlich.

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