Oster-Appell von Weinböhla

Nach der ‚Erfurter Resolution gegen Gründungsidee der AfD‘ und der „Deutschland-Resolution“ dagegen gibt es jetzt auch noch den „Oster-Appell von Weinböhla“. Der sächsische Landesparteitag hat dieses Papier am Karsamstag beschlossen, doch neben dem drolligen Titel macht einer der ‚Illiberale[n] in der AfD‘ als Unterzeichner stützig. Entsprechend wird gefordert, dass u. a. das Wort liberal nicht mehr korrekt, sondern völlig willkürlich verwendet werden soll, worin sich die Liberalität des neuen Sachsen erschöpft, wenn man von seinem laxen Umgang mit Schulden, Steuern, Satzungen und Meldeangelegenheiten absieht.

Das Papier ist extra so geschrieben, dass ihm bei oberflächlicher Betrachtung wohl die meisten AfD-Mitglieder zustimmen könnten. Das hat bereits zu Protesten von Unterstützern der Erfurter Resolution geführt, denen das Papier nicht genug klare Kante zeigt. Mir ist hingegen aufgefallen, dass vieles bei genauer Betrachtung nicht ganz richtig ist.

Ad 1.: Die AfD vertritt nicht die schweigende Mehrheit, sondern hoffentlich immer noch eine hinreichend große Minderheit, die vielleicht irgendwann zur Mehrheit werden kann.

Ad 2.: Es gibt keinen Widerspruch „zwischen bürgerlichen Rechten und Freiheiten einerseits und Wirtschaftsinteressen andererseits“, da das Wirtschaften nach eigenen Interessen zu den wichtigsten bürgerlichen Rechten und Freiheiten gehört.

Ad 3.: Es kann schon jetzt jeder Staat aus dem Euro ausscheiden. Das ist nicht verboten, sondern nur für den Fall des Verbleibens in der EU ungeregelt. Natürlich darf auch Deutschland demokratisch über seine Währung entscheiden, nur dummerweise sind alle im Bundestag vertretenen Parteien für den Euro und die Eurorettungspolitik. Deshalb sollte die AfD einen Volksentscheid dazu fordern, wenngleich sie diesen momentan wohl leider verlieren würde (siehe ad 1.).

Ad 4.: Die AfD sollte gar keine „Bevölkerungspolitik“ betreiben und für Gleichberechtigung ohne Gleichmacherei und ohne positive wie negative Diskriminierung eintreten.

Ad 5.: Es gibt kein „Spannungsfeld zwischen Nato-Mitgliedschaft und einem partnerschaftlichen Europa der Vaterländer unter Einbeziehung Russlands“, sondern beides geht Hand in Hand. Solange sich Russland partnerschaftlich verhält, gibt es ohnehin keine Probleme mit der NATO. Andernfalls ist diese für unsere Sicherheit äußerst wichtig.

Ad 6.: „Asyl- und Einwanderungsrecht“ sind bereits jetzt klar getrennt. Es fehlt ein Einwanderungsgesetz, wobei dessen genauer Inhalt von entscheidender Bedeutung ist.

Ad 7.: Okay, wobei auch die AfD ihre eigenen „Demokratie- und Rechtsstaatsdefizite“ abbauen sollte.

Ad 8.: Wir sollten die Begriffe richtig verwenden und ihre Bedeutung klar benennen, auch wenn das Begriffsverdrehern von links und rechts nicht passt.

122 Gedanken zu „Oster-Appell von Weinböhla

  1. Lieber Herr Dilger,

    mal ganz im Ernst: Was für einen großen geistigen Wurf erwarten Sie von den drei Erstunterzeichnern dieser Osterbombe? (Petry, Göschel und Pretzell)

    Das Stammtischniveau ist doch längst erreicht!

    Mitglieder wie Sie und ich, die selbst denken und über eine gewisse tatsächlich vorhandene Fachkompetenz verfügen, sind nicht die Zielgruppe der AfD-Resolutionen und Appelle.

    E-Mails wie Bernd Luckes regelmäßige Hirtenbriefe und Frauke Petrys heute Nacht verspätet versandtes Wort zum (Oster-)Sonntag sprechen hierzu Bände.

    Vom derzeitigen Führungspersonal der AfD kann man sich nur noch mit Grausen abwenden. Vor allem, wenn man sich vor Augen hält, dass Leute, die für die Partei allerhöchste Wirtschafts- und Finanzkompetenz reklamieren, in satten zwei Jahren noch nicht einmal in der Lage gewesen sind, eine auch nur einigermaßen funktionierende Buchhaltung für eine Organisation mit knapp 8 Mio. € Jahreseinnahmen aufzubauen (http://www.welt.de/politik/deutschland/article139149970/Finanzchaos-zwingt-die-AfD-zur-Haushaltssperre.html). Die Verantwortung dafür trifft den gesamten Bundesvorstand und auch den großartigen Hinterzimmerkonvent der Schatzmeister.
    In keinem noch so kleinen Unternehmen wäre ein derartig fahrlässiges Handeln vorstellbar.

    Und diese Gurkentruppe will einmal die Verantwortung für einen Staat mit 80 Mio. Einwohnern übernehmen? Das ist schlicht und ergreifend nur noch lächerlich!

  2. Wenn Pretzell schon den Landesverband Sachsen vertritt, dann sollte er aus dem hiesigen austreten. Er kann ja schlecht zwei Landesverbände gleichzeitig vertreten. Dies gilt umso mehr, da er ja hier ohnehin keinen gemeldeten Hauptwohnsitz hat und zudem – laut Gerüchten aus dem Osten – eine Liaison mit Petry unterhält. Sollte er sich tatsächlich vorwiegend bei Petry aufhalten, dann sollte er dort auch den Hauptwohnsitz anmelden und die Mitgliedschaft entsprechend anpassen. Aber keinen Hauptwohnsitz anmelden und für zwei Landesverbände sprechen, das geht gar nicht.

    • Auch Erstunterzeichner Michael Göschel ist kein Mitglied des Landesverbandes Sachsen, sondern Mitglied des Bayerischen AfD-Landesvorstands. Ob auch unser strammer Parteisoldat eine Liaison mit der scheinheiligen „christlich-konservativen“ und immerzu moralisierenden sächsischen Landesvorsitzenden unterhält, ist mir allerdings nicht bekannt. Entsprechende Gerüchte sind mir jedenfalls noch nicht zu Ohren gekommen.

      • Das stimmt nicht das Privatleben eines Politikers hat Auswirkung auf die Politik und nicht unwichtig.

      • Ja, trotzdem ist es gute Tradition in Deutschland, nicht alle schlüpfrigen Details an die Öffentlichkeit zu zerren, zumal vieles ohnehin reine Spekulation bliebe. Eine Ausnahme würde ich da machen, wo ein Politiker selbst werbend Privates preisgibt und dieses gegebenenfalls noch nicht einmal stimmt (z. B. als Herr Pretzell mit seinen vier Kindern geworben hat, von denen er bereits getrennt lebte und für die er keinen Unterhalt zahlte).

      • @viktor
        Das kommt darauf an, ob es der betreffende Politiker selbst zur Schau stellt oder nicht. Wenn ein Politiker sein Privatleben nicht nach außen trägt, muss seine Privatsphäre genauso respektiert werden wie die eines jeden anderen Menschen auch. Weder Politiker noch Schauspieler oder sonstige Personen öffentlichen Interesses sind Freiwild.

      • @Alexander Dilger
        Sofern es sich dabei um eigene Kinder handelt, ist das nicht verwerflich. Egal ob er von der Kindesmutter und den Kindern getrennt lebt oder nicht. Es sind ja trotzdem seine Kinder.

        Allerdings ist unabhängig davon die Privatsphäre der unschuldigen Kinder in ganz besonderem Maße zu respektierten. Auch von innerparteilichen oder außerparteilichen politischen Gegner. Die Kinder können ja schließlich nichts für etwaige „Schandtaten“ ihrer Eltern.

      • Es geht nicht darum, ob es für sich genommen verwerflich ist, sondern ob, wie bei seinem Wohnsitz und seiner Beschäftigung auch, ein falscher Eindruck erweckt wurde. Er wollte (vermutlich) nicht damit beeindrucken, dass er vier Kinder gezeugt hat, sondern was er doch für ein toller Familienvater wäre. Das ist bei Trennung ohne Unterhalt zumindest mit Fragezeichen zu versehen, weshalb er diese Details auch nicht erwähnte. Die Kinder können wirklich nichts dafür, weshalb er sie unter diesen Umständen am besten gar nicht öffentlich angeführt hätte.

      • Ohne jetzt in irgend einer Weise eine Lanze für Herrn Pretzell brechen zu wollen, gehe ich dennoch nicht davon aus, dass er seine Kinder vorsätzlich (falls überhaupt) „vernachlässigt“ und finde es alles andere als vorbildlich, wenn hier in Ihrem Blog über Herrn Pretzells familiäre Verhältnisse öffentlich herum spekuliert wird.

        Können Sie sich denn gar nicht vorstellen, was es für seine Kinder seelisch anrichtet, wenn sie in der Schule oder sonst irgendwo auf dieses niederträchtige öffentliche Schmutzgewerfe angesprochen werden?

        Ich finde das wirklich unterirdisch!

      • Diese Diskussion hatten wir schon. Sie finden also aktive öffentliche Lügen über private Lebensverhältnisse zum eigenen Vorteil in Ordnung und deren Aufdecken „unterirdisch“. Wenn er nichts darüber erzählt hätte, wäre es auch für mich etwas anderes, wenn er nur zur Abwehr von Gerüchten nicht ganz die Wahrheit gesagt hätte, auch, aber so hat er selbst seine Familie für eine Lüge benutzt und keine Rücksicht auf seine Kinder genommen. Das allein sagt doch schon viel über seinen Charakter aus.

      • Ich will hier nicht den Charakter von Herrn Pretzell bewerten oder verteidigen.
        Es geht mir einzig um den Schutz seiner Kinder vor Diffamierung und daraus möglicherweise entstehenden psychischen Schäden.

        Was genau haben Sie daran nicht verstanden?

      • Daran habe ich nicht verstanden, warum Sie die Lüge von Herrn Pretzell verteidigen und deren Aufdecken verurteilen. Primär müsste er seine Kinder schützen und nicht für eine Lüge missbrauchen. Im Übrigen macht niemand seinen Kindern einen Vorwurf, sondern nur ihm. Dürfen Vätern und Müttern keinerlei öffentliche Vorwürfe mehr gemacht werden, weil dies zu psychischen Schäden bei den Kindern führen könnte? Warum greifen Sie dann Herrn Lucke öffentlich an, der sogar fünf Kinder hat und sich um diese tatsächlich kümmert?

      • Ich verteidige doch gar keine „Lüge von Herrn Pretzell“.
        Wie genau lautet diese Lüge?
        Etwa dass er Kinder hat?
        Falls es diese Kinder gar nicht gibt, habe ich mit der Schlammschlacht, die hier hinter Herrn Pretzells Rücken geführt wird kein großes Problem. Wenn es diese Kinder aber gibt – wovon ich ausgehe – dann ist das was sich hier gerade abspielt eine unerhörte seelische Grausamkeit den Kindern gegenüber.

        Im Übrigen habe ich Bernd Lucke noch nie in irgend einer Weise für seine familiären Verhältnisse kritisiert oder was darüber so behauptet wird. Nicht einmal für seine bunte Tischdecke, die er angeblich einer armen Maya-Frau abgekauft und selbst zum öffentlichen Thema gemacht hat.

      • Hier, aber nicht nur in diesem Blog, wurde die Lüge doch klar benannt. Worin besteht nun genau die „unerhörte seelische Grausamkeit den Kindern gegenüber“? Kann es sein, dass Sie mal wieder einfach nur schwere Vorwürfe erheben, ohne selbst zu wissen, warum? Außerdem kritisieren Sie Herrn Lucke nicht nur jetzt wegen dieser komischen Decke, sondern haben das auch schon vorher hier getan. Hoffentlich verkraften er und seine Kinder das, wovon ich allerdings ausgehe.

      • Ich weiß nicht, wie jung die Kinder sind, bin jedoch nach wie vor der Meinung, dass die Sache mit Herrn Pretzells Kindern, Scheidung, Unterhaltszahlungen etc. pp. die AfD einen feuchten Kehricht angeht. Sie, lieber Herr Dilger, sind in der Sachei leider wegen anderer Dinge sehr voreingenommen.

        Was Familie Luckes Tischdecke angeht, führt auch Ihre Verlinkung nicht zu neuen Erkenntnissen. Aber so wie die Tischdecke auf dem Foto im SPIEGEL aussah, ist sie schon etwas älter. Und Herrn Luckes Kinder sind schon ziemlich groß. Wer viele lange Jahre an einem Tisch mit so einer hübschen bunten Tischdecke Platz nehmen durfte, der ist sicher seelisch gestärkt und verkraftet so einiges … da haben Sie höchstwahrscheinlich Recht.

      • Zum letzten Mal, eine Scheidung an sich ist kein öffentliches Thema, bei zu politischen Werbezwecken vorgetäuschtem Familienidyll hingegen schon, zumal diese Lügen eine übergreifende Eigenschaft von Herrn Pretzell sind. Wir diskutieren hier z. B. seinen Aufruf zur Geschlossenheit, wobei Sie selbst verlinken, dass er versucht haben soll, den Bundesschatzmeister zu erpressen. Wie können Sie das seinen Kindern antun? Die Scheidung werden sie dagegen schon selbst mitbekommen haben.

      • Ich bin nicht der Ansicht, dass ein Kandidat für ein Parteiamt zu einem familiären Seelenstrip gezwungen werden darf. Sie offenbar schon.

        Was den Bundesschatzmeister angeht, werden wir in den nächsten Tagen sicher noch viel Erhellendes erfahren.

      • Nein, warum setzen Sie immer solche Falschbehauptungen in die Welt? Ich habe jetzt wirklich oft genug geschrieben, dass Herr Pretzell zu seiner Familie gar nichts hätte sagen müssen. Doch wenn er aktiv und ohne Not lügt, dann finde ich Aufklärung in Ordnung. Den von Ihnen mit Entrüstung vorgeworfenen Schaden für seine Kinder dadurch kann ich auch überhaupt nicht erkennen.

      • Niemand von uns weiß, inwiefern die Kinder damit überhaupt konfrontiert wurden. Aber auszuschließen ist es eben auch nicht.

        Worin Pretzells „Lüge“ in Bezug auf seine Kinder bestehen soll, erschließt sich mir indes nach wie vor nicht. Hätte er sie den verschweigen sollen, nur weil er von seiner Familie getrennt bzw. geschieden ist? Das ist doch kein Grund, seine Kinder zu verschweigen. Oder muss er über den Stand seiner Ehe vor dem Parteitag berichten? Ich bitte Sie – was soll das? Die AfD ist eine politische Partei und nicht die Inquisition!

      • Er wirbt jetzt noch auf seiner Homepage damit, „4-facher Familienvater“ zu sein. Vater bleibt wahr, aber unter einem Familienvater stelle ich mir etwas anderes vor.

      • Nunja, lieber Herr Dilger, die Mitgliedschaft in einer Untergliederung richtet sich nach dem melderechtlichen Wohnsitz ( siehe Bundessatzung ). Pretzell war seit dem 01.02.2014 in Bielefeld durch die Behörden abgemeldet worden. Er hatte aber zu dem Zeitpunkt noch einen Sprecherposten inne. Er hatte in Anbetracht dieser Tatsache auch alle Gründe, warum er die Kommunalwahl sausen ließ. Hätten er und die AfD sich zu sehr engagiert, dann wäre dieser Fakt wohl damals schon an die Öffentlichkeit gekommen. Seine Wohnungslosigkeit war als Privatsache für die AfD keine Privatsache mehr. Sie hatte es zu dem Zeitpunkt nur einfach nicht gewusst und deshalb eine wichtige Kommunalwahl verloren.

        Nunmehr gibt er gegenüber der AfD an, in Düsseldorf gemeldet zu sein. Das stimmt aber auch nicht. Er ist nirgendwo gemeldet. Er ist weiterhin auf der Flucht vor Gläubigern.

        Er taucht aber auf als „Unterzeichner“ des Oster-Appells von Weinböhla, wo er ja normalerweise nichts zu suchen hat. Was mischt sich der NRW-Sprecher in die Landesangelegenheiten von Sachsen ein ?

        [Gerüchte über Privates gelöscht, AD.]

        Was mir allerdings nicht egal ist, das ist die Tatsache, dass wir einen flüchtigen Schuldner als Sprecher haben, der mit einiger Wahrscheinlichkeit nicht einmal seinen Lebensmittelpunkt in NRW hat.

        Er hatte ja schon bei der Kandidatur zum Sprecher gelogen, indem er sich weiterhin als Rechtsanwalt und treusorgener Familienvater von vier Kindern aus Bielefeld ausgab. Richtigerweise hätte er angeben müssen, dass er ein wohnungsloser Volljurist ist, der mit Gläubigern und Familie innerlich abgeschlossen hat.

        In der SPD oder bei den Linken hätte er sicherlich auch hervorragend punkten können. Möglicherweise hätte er mit dem Lebenslauf auch in der AfD-NRW brillieren können. Aber er hätte wenigstens reinen Wein einschenken sollen. Man muss doch wissen, wen man da als Sprecher wählt oder gewählt bekommt !

      • @Alexander Dilger:
        Es geht Ihnen also im Grunde nur um die exakte Auslegung des Begriffs „Familienvater“? Nun, vielleicht hätte Herr Pretzell sich damit begnügen können „vierfacher Vater“ zu schreiben. Aber wen geht das etwas an? Mit „vierfacher Familienvater“ kann theoretisch auch ein Moslem mit vier Ehefrauen gemeint sein. Das ist doch Haarspalterei.

      • Herr Meister, Marcus Pretzell hat von sich aus ein öffentliches Amt angenommen. Somit trägt er die Verantwortung für alles was er sagt und was er tut. Wenn er dann Unwahrheiten erzählt, trägt er alleine dafür die Verantwortung. Auch die dafür, dass er sich mit einen Profil aufhübscht, welches mit Absicht ein anderes Bild von ihm wiedergibt. Herr Dilger geht nur seiner moralischen Pflicht nach über einen gewählten Volksvertreter zu berichten, welcher Parteimitglieder und Volk anscheinend versucht etwas vorzuspielen.

      • Das ist zu viel der Ehre. Andere haben seine diesbezüglichen Unwahrheiten aufgedeckt, über die auch zuerst anderswo berichtet wurde und dann hier in den Kommentaren.

      • „Ehre“?
        Was für eine „Ehre“ soll das sein, so ehrabschneidend mit einem nicht geliebten Parteifreund umzugehen?
        Es tut mir wirklich sehr leid meine Herren, aber das ist ein Ehr-Verständnis dem ich mich beim besten Willen nicht anschließen kann.

      • Jetzt tun Sie doch nicht immer so scheinheilig. Sie selbst halten diese Diskussion am Köcheln. Ganz am Anfang haben Sie auch noch Witze über mögliche Liebesbeziehungen gemacht. Auf meine Bitte, solche Gerüchte in meinem Blog zu unterlassen, folgte erst Ihre Empörung über die Kritik am Bild eines treusorgenden Vaters, der seinen Unterhalt nicht bezahlt.

      • Wie unliberal sind Sie denn heute drauf?

        Eine nacheheliche Liebesbeziehung schließt doch nicht aus, dass ein geschiedener Vater seinen Kindern trotzdem ein guter Vater ist. Letzteres definiert sich im Übrigen auch nicht über die Höhe seiner Unterhaltszahlungen.

      • Darum geht es doch überhaupt nicht. Über die Intimsphäre von anderen Leuten wild herumzuspekulieren ist doch wohl schlimmer als Fakten über die Erfüllung finanzieller Verpflichtungen. Ihre moralischen Maßstäbe kann ich wirklich nicht nachvollziehen.

      • Beides ist Privatsache. Jedenfalls so lange es niemand Außenstehenden betrifft, der sich tatsächlich nicht selbst dazu artikulieren könnte. Dies ist hier jedoch (mit Ausnahme des längst erledigten Pfändungsversuchs eines Parteikontos durch das Finanzamt) überhaupt nicht der Fall. Also sollte die ganze Schmutzwerferei jetzt endlich mal ein Ende haben und wieder zu Sachthemen zurückgekehrt werden.

  3. Frau Petry hat wie kein anderer zum innerparteilichen Konflikt der AfD beigetragen und beansprucht für sich jetzt die Rolle des Mediators?
    Erinnert ein wenig an den Feuerwehrmann, der überall in seinem Einsatzraum Feuer legt, um es dann anschließend wieder selbst löschen zu können. Es ist schon erstaunlich, was sich Menschen alles einfallen lassen, nur um ein wenig Aufmerksamkeit und Anerkennung zu erhaschen.

  4. Es überrascht mich immer wieder positiv, wie schnell und argumentativ gut Sie auf neueste Entwicklungen reagieren. Ich hoffe für die AfD, dass Sie Ihr erhalten bleiben und nicht freiwillig das Feld räumen angesichts vieler auch persönlich verletzender Attacken

    • Dem kann ich nur voll zustimmen. Auf keiner Plattform wird so aktuell und umfangreich über die Alternative für Deutschland – sowie andere interessante Themenbereiche – berichtet und diskutiert wie auf diesem Blog.
      Besonders hervorzuheben ist dabei die hervorragende Moderation, welche nicht nur zustimmende Beiträge, sondern durchaus auch kritische Meinungen zulässt.
      Eine wahre Bereicherung der demokratischen Diskussionskultur.

  5. Weinboella-Appell ist die Erfurter-Resolution, uebersetzt fuer „nuetzliche Idioten“. Einziger Antwort ist Deutschland-Resolution zu unterschreiben um zu zeigen wo sich bei AfD die Mehrheiten befinden.

    • Ihr erster Satz könnte stimmen. Der zweite steht jedoch im Widerspruch dazu, da die Deutschland-Resolution Frau Petry auf den Schild heben will, die die Urheberin des Weinböhla-Appells ist.

      • Dass die ‚Deutschland-Resolution‘ Frau Petry auf den Schild heben will dürfte nur der Taktik geschuldet sein, dass damit Befürworter der ‚Erfurter Resolution‘ abgeholt und umgestimmt werden sollen.

      • Eine überzeugende Resolution würde keine taktischen Spielchen treiben, zumal diese Taktik spätestens mit dem Oster-Appell gescheitert sein dürfte.

      • Vor ein paar Wochen standen die Protagonisten dieser Resolutionen und Appelle noch am Abgrund der Dummheit. Heute sind sie alle einen großen Schritt weiter.

        ¡Chakka-Chakka!

      • Dass die Taktik nicht aufgegangen ist, kann wohl niemand bestreiten. Nichtsdestotrotz sind solche taktischen Manöver gang und gäbe im Bereich der politischen Mehrheitsbeschaffung.
        Oder wollen Sie etwa behaupten, dass den Verfassern der ‚Deutschland-Resolution‘ nicht bekannt war, auf welcher Seite Frau Petry wirklich stand?

      • Natürlich war das den Verfassen bekannt. Aber war es auch allen Unterzeichnern bekannt? Vor allem spricht es dagegen, jetzt noch zur Unterzeichnung aufzurufen.

      • Ob es allen Unterzeichnern der ‘Deutschland-Resolution’ bekannt war, kann ich Ihnen leider nicht sagen. Die angewandte Taktik zielte aber offensichtlich genau auf diese Unwissenheit der Unterzeichner ab. Meines Erachtens spricht auch nichts dagegen, weiterhin zur Unterzeichnung aufzurufen, denn immerhin geht es in der ‘Deutschland-Resolution’ nicht um Frau Petry, sondern vielmehr um die Wahrung einer auf Vernunft basierenden und von Ideologien befreiten Politik des gesunden Menschenverstandes innerhalb der Alternative für Deutschland.

      • Natürlich geht es in der Deutschland-Resolution auch um Frau Petry, die gleich dreimal namentlich genannt wird, u. a. so: „Deshalb unterstützen wir klar die politische Linie von Bernd Lucke und Frauke Petry.“ Zur Linie von Frau Petry gehört nun auch dieser Oster-Appell. Soll man ihn also auch klar unterstützen ebenso wie Herrn Pretzell? „Haben wir Mut zur Wahrheit: Vor uns liegt eine Richtungsentscheidung.“ Dem stimme ich zu, aber diese Entscheidung sollte zwischen den Hauptfiguren fallen, also Herrn Lucke und Frau Petry. Wenn mit Herrn Höcke ein Bauernofper erfolgt, ist gar nichts entschieden und geht die Quälerei weiter.

        Ob Ideologiefreiheit wirklich eine gute Sache ist, hängt vom Ideologiebegriff ab. Wenn Ideologie nur negativ gesehen und die eigene Weltanschauung anders benannt wird, dann sollte man natürlich für Ideologiefreiheit sein. Doch wenn Ideologie als neutraler Ausdruck für Weltanschauungen und politische Grundpositionen verwendet wird, dann ist Freiheit davon eher fragwürdig.

      • Eines dürfte klar sein, wenn Herr Lucke auf dem anstehenden Bundesparteitag als Sprecher bestätigt wird, dann braucht sich sicherlich nicht nur Herr Höcke sorgen um seine Zukunft in der Partei machen.

      • Es wäre schön, wenn es so einfach wäre. Ich gehe mit großer Wahrscheinlichkeit davon aus, dass Herr Lucke als erster Bundessprecher gewählt werden wird. Seine Gegner vermuten das doch auch und führen deshalb diese Eiertänze auf. Die spannende Frage ist folglich, wer noch in den nächsten Bundesvorstand gewählt wird. Das größte Unglück für ihn und die AfD wäre es, wenn seine Gegner dort die Mehrheit gewinnen, was leider gar nicht so unwahrscheinlich ist. Umgekehrt könnte er reine Ja-Sager um sich scharen. Am besten wären wohl möglichst viele unabhängige Köpfe, von denen es aber gar nicht mehr so viele gibt.

      • Wenn es einen Delegiertenparteitag gibt und Herr Pretzell alle NRW-Delegierten in seinem Sinne wählen lässt, kommt man an seinen 20 % der Stimmen nur schwer vorbei. (Im Übrigen wurde der Link schon gesetzt, weshalb ich Ihren vorherigen ganz ohne Kommentar auch nicht freigeschaltet habe.)

      • Wenn sich die „20%“ für seine persönlichen Machenschaften missbrauchen lassen, mag das vielleicht sein.
        Die „20%“ sollten sich aber darüber im Klaren sein, dass Herr Pretzell als Politiker völlig verbrannt ist und sich dies spätestens bei der Landtagswahl in NRW negativ bemerkbar machen wird.
        Die „20%“ sollten sich daher gut überlegen, ob ihnen die Zukunft des Herrn Pretzell wichtiger ist als die Zukunft der Alternative für Deutschland Nordrhein-Westfalen.

      • Das versuche ich schon länger zu vermitteln. Viele hoffen, mit Herrn Pretzell eher einen Listenplatz zu bekommen, wobei sie übersehen, dass dann absehbar gar kein AfD-Kandidat zum Zuge kommen wird, was auch den Erfolg bei der Bundestagswahl 2017 gefährdet. Wenn er sich auf sein Mandat im Europaparlament konzentrieren würde, wären die Wahlchancen überall besser einschließlich seiner eigenen.

      • In der Deutschland-Resolution wollte man zum Ausdruck bringen, dass man die Bremer Entscheidung mitträgt, also die anfängliche Doppelsprecher-Lösung.

        Außerdem sollte der Keil, den die Erfurter Erklärung irgendwo in die Mitte der Partei rammen wollte, weiter nach rechts, rechts von der Petry positionieren.

        Die Leute, die die Erfurter Erklärung formulierten, wollten die AfD rechts von Lucke spalten und zugleich die Deutungshoheit gegenüber den Opportunisten Petry und Pretzell übernehmen. Die Initiatoren sind die „wahren“ „Konservativen“, während PP offensichtlich nur Opportunisten sind ( auch aus der Sicht der „Konservativen“ sind PP nur Opportunisten ).

        Die Deutschland-Resolution weist jedoch zwei erhebliche Fehler auf.

        Petry und Pretzell sind reine Opportunisten und sind wie Flummies. Sie springen auf alles, was ihnen Erfolg verspricht. Deshalb sind sie inhaltlich unberechenbar.

        2013 sprach sich Petry für eine Frauenquote in den Unternehmen aus. Vor kurzem lobte sie das BVerfG-Urteil zu dem Kopftuchverbot. In kürzester Zeit sprang sie in beiden Fällen auf die andere Seite, weil es ihr nützte. Für die Karriere in der AfD war die Positionierung für die Frauenquote von Anfang an undienlich, umgekehrt die Gegenpositionierung erfolgversprechend. Dem BVerfG-Urteil stimmte sie zu, weil sie sich von dem Schulterschluss mit Lucke strategischer Erfolge versprach. Allerdings hagelte es massig an Kritik aus dem reaktionärem Lager, weshalb sie umgehend die Gegenposition einnahm. Ihr Argument auf Facebook war, dass sie nicht gewusst habe, dass es auch um Religionskritik ginge.

        Pretzell gibt sich gelegentlich als Ex-FDPler, Liberaler, Rechtsanwalt und Familienvater aus gutem Hause aus, weil er meint, bei den Bürgerlichen Stimmen sammeln zu können. Seine Pöpeltruppe hat jedoch mit bürgerlich überhaupt nichts am Hut. Deshalb lässt er diese Leute ihre Pegidas oder Verschwörungskongresse. Gleichzeitig kriegen diese Leute Posten, um sich seinen Wählerstamm zu sichern. Die Unterstützung durch Rechtsextreme spricht auch dafür, dass er auch diesen Kreisen Versprechungen macht(e).

        Der zweite Fehler ist, dass die Deutschland-Resolution nicht aus der Schwäche Luckes gelernt hat. Lucke hat immer die Ideologiefreiheit propagiert. Damit hat er die Deutungshoheit jenseits des EUR komplett abgegeben. Während er auf die „ideologiefreien“ Resultate der Bundesprogrammkommission wartet, haben die Rechtsextremen als sog. „Konservative“ ( die endlich mal sagen dürfen, was zu sagen sei ) und die Opportunisten die Deutungshoheit übernommen und die AfD in der Öffentlichkeit positioniert.

        Opportunisten muss man als Indikatoren und Katalysatoren sehen: Da wo sich die Opportunisten sammeln, da wird die Musik gemacht. Maßstab ist immer der eigene Erfolg. Sie schauen, wo sie die meisten Stimmen kriegen können und wägen das Potential ab.

        Gauland und Petry haben die Stimmungen am Stammtisch ein stückweit aufgegriffen und suggerieren laut und deutlich, dass sie zu dieser Politik stehen, ohne die politischen Inhalte selbst auszusprechen oder dafür zu positionieren. Sie haben sich damit an die Spitze gewisser Gruppierungen gestellt und nach außen hin die Deutungshoheit übernommen, auch wenn sie sich tatsächlich in wesentlichen Dingen gar nicht klar und deutlich positioniert haben, teilweise sogar widersprüchlich platzierten, um Projektionsflächen zu schaffen ( Gauland hat sich nie für Putin ausgesprochen [ ist wahrscheinlich sogar gegen Putin ], aber an vielen Stellen Nähe suggeriert, u.a. indem er den Hegemon zum Opfer des Westens hochstilisierte. Petry unterlässt klare Islamhetze [ Islam interessiert sie vermutlich gar nicht ], ging aber auf Pegida zu. Pretzell hat sich nie für Verschwörungstheorien ausgesprochen, aber fördert klammheimlich den Weltverschwörungskrongress, der offiziell nie von der AfD organisiert war, aber inoffiziell von den Gefolgsleuten organisiert war. ).

        Auch wenn sich die Opportunisten nie ausdrücklich für die rechtsextremen Ideologien aussprachen, so stärkten sie eindeutig die rechtsextremen Lager.

        Die veränderte Ausrichtung und die damit verbundene Verlagerung der Deutungshoheit schreckt bürgerliche Wähler ab und zieht zugleich antibürgerliche Extreme an. Die Bürgerlichen, vertreten durch Lucke, Starbatty, Henkel, pp., befinden sich mit ihrem „ideologiefreiem“ Kurs auf verlorenem Posten. Sie werden zunehmend schwächer, weil die positive Positionierung fehlt, während die rechten ideologischen Lager stärker werden. Sie wissen ja wofür sie stehen, die Bürgerlichen offensichtlich häufig genug nicht.

        Mit der Erfurter Erklärung haben die Rechtsextremen den Opportunisten den Krieg erklärt. Erstmalig hat sich der harte ideologische Kern positioniert. Die Kernaussagen sind:

        „Zahllose unserer Mitglieder verstehen die AfD nämlich immer noch und gegen jede Verengungstendenz
        […]
        • als Bewegung unseres Volkes gegen die Gesellschaftsexperimente der letzten Jahrzehnte
        (Gender Mainstreaming, Multikulturalismus, Erziehungsbeliebigkeit usf.),
        • als Widerstandsbewegung gegen die weitere Aushöhlung der Souveränität und der Identität Deutschlands“

        Die Opportunisten sollen die AfD als Widerstandsbewegung mittragen. Sie sollen sich der Deutungshoheit der „wahren Aufrechten“ unterstellen.

        Mit dem Weinböhla-Appell versuchen die Opportunisten die Deutungshoheit wieder zurück zu holen, indem sie einen Vermittlerkurs gegen die Deutschland-Resolution auf Seiten der Rechtsextremen vorgeben. Der Weinböhla Appell suggeriert dem Lager, dass es auch zur bürgerlichen und die „wahren“ AfD gehöre. Der Weinböhla-Appell soll die Lager hinter PP schließen.

    • Beide Resolutionen sowie auch der „Osterappell“ aus Weinböhla sind für Idioten, die nicht selbst denken und ein Armutszeugnis für die ganze AfD.

      • Also, der diesbezügliche Beitrag des Herrn Joachim Starbatty (übrigens einer der Erstunterzeichner der ‚Deutschland-Resolution‘) erweckt bei mir nicht den Eindruck, als wäre sein Anliegen an ‚Idioten‘ gerichtet:

        http://deutschland-resolution.de/

      • Weil das taktisch geschickt wäre. Man schickt einen Extremisten wie Höcke vor, dann kann Petry auf ihn mit einer „gemäßigten“ Antwort reagieren. Außerdem hat sich Höcke als Konkurrent damit verbrannt, was ja dazu geführt hat, dass er das angestrebte Ziel Bundesvorstand nun aufgeben hat. Die ER-Leute werden es nicht zugeben können, aber tatsächlich war die Resonanz ein Desaster. Intern hat man mit mindestens 5.000 Unterschriften gerechnet. Was als Revolution geplant war und die Übernahme des Bundesvorstandes vorbereiten sollte, ist am Ende nur ein laues Lüftchen gewesen. Allerdings war der Preis, den die Partei für diesen neuerlichen Höhepunkt des Gezänks der verschiedenen Machtcliquen zahlen musste, schon recht hoch. Gerade in Thüringen übrigens hat de AfD in der jüngsten Umfrage massiv verloren (minus drei Prozentpunkte). Bundesweit muss sie wieder an der 5-Prozent-Hürde herumzittern.

      • @AfDler
        Auch Herr Starbatty ist ein Scheinheiliger. Er hat sich bei Abstimmungen im Europaparlament ebensowenig wie Lucke, Henkel, Kölmel und Trebesius an Parteitagsbeschlüsse gehalten und seine Position zu TTIP ist zwielichtig.
        Zudem wäre es aus meiner Sicht nur konsequent gewesen, gar nicht erst zur Europawahl anzutreten. Aber offenbar sind die Futtertröge, Macht und Einfluß für unsere Europaparlamentarier das höhere Gut als politische Inhalte und Ideale.

      • @Peter:
        Sehr richtig erkannt!
        Bestimmte Personen wurden von unserer Parteiführung ganz bewusst und gezielt zu polarisierenden Reizfiguren aufgebaut (vor allem Gauland, Henkel, Petry, Pretzell und Höcke) um besser teilen und herrschen zu können.

      • Herr Meister , jetzt übertreffen Sie sich selbst!

        1. Selbstverständlich war es konsequent bei EU-Wahl anzutreten. Eine seriöse Partei kämpft in Parlamenten und nicht mit Pegida auf der Strasse. Und beharren Sie nicht so naiv , das jeder Parteitagbeschluss blind befolgt werden muss.
        Sie sind scheinbar nicht aus sachlichem Gründen gegen TTIP sondern, wie die Mehrheit der Gegner, aus ideologischen Gründen. Die Herren Starbatty, Henkel und Lucke sind aber aus fachlichen Gründen dafür und so etwas gehört zu AfD Kompetenz!

        2. Noch eine schöne Theorie von Ihnen über polarizierende Reizfiguren. Ha-ha! Also Frau Petry, Herr Gauland etc. sind Opfer der bösen Mächte, denken Sie an CDU, Putin, oder NSA? Sind menschliche Dummheit, Machtgier, Neid auszuschliessen?

      • @Ivan de Grisogono:

        zu 1.)
        Ich bin aus sachlichen Gründen gegen TTIP, CETA und TISA. Diese Abkommen werden unserer mittelständischen Wirtschaft bis ins Mark schaden. Aber den staatlich bediensteten Erfüllungsgehilfen der internationalen Hochfinanz ist das natürlich schnurzpiep.

        zu 2.)
        Unsere Parteigranden sehen sich doch beinahe alle ständig als Opfer der bösen, bösen Medien usw.. Dieses Gejammere gehört ebenso zum Geschäftsmodell wie ihre „Good cop – bad cop“ – Spielchen für die Nichtdenker in der AfD.

      • Die deutsche Wirtschaft einschließlich der meisten Mittelständler sowie die Verbraucher profitieren massiv vom Freihandel. Das Gejammere über die Medien ist dagegen kein sinnvolles Geschäftsmodell und schon gar keine gute Medienstrategie.

      • Durch den sogenannten „Freihandel“ werden sich die Konsumgewohnheiten immer weiter in Richtung massenhaftem Ramschkonsum und Verzehr minderwertiger Lebensmittel entwickeln. Das wird nicht nur viele Mittelständler mit hochwertigen Produkten in den Ruin treiben, sondern zusätzlich auch großen volkswirtschaftlichen Schaden durch immer höhere Krankheitskosten etc. nach sich ziehen. Vom damit einhergehenden kulturellen Verfall ganz zu schweigen. „Amerikanische Verhältnisse“ eben, die meines Erachtens alles andere als erstrebenswert sind.

        In Sachen misslungene Medienarbeit der AfD-Parteiführung sind wir uns einig.

      • Halten Sie sich nicht für liberal oder sogar libertär? Was sollen dann diese paternalistischen Anwandlungen, dass Sie anderen Menschen mit staatlichem Zwang vorschreiben wollen, was sie zu konsumieren haben? Im Übrigen ist Deutschland viel exportstärker als die USA.

      • Warum plädieren Sie nicht gleich dafür, den Staat ganz abzuschaffen?

        Wenn ich mich nicht mehr durch umgeleitete Steuergelder und Zwangsabgaben an den Krankheitskosten der Kunden von McDonald, Burger King und Co. beteiligen muss, lasse ich den Dingen gerne freien Lauf. Wenn diese Menschen die Folgen ihres Konsums selbst tragen müssten, fände nämlich wahrscheinlich sehr schnell ein Umdenken statt und Ihre geliebten amerikanischen Konzerne müssten sich entweder gewaltig umorientieren oder würden sich von selbst aus dem Markt zurückziehen. So aber subventionieren die Allgemeinheit und insbesondere die Leistungsträger mittelbar Konzerne, die für die Folgen ihrer Angebote hierzulande – anders als in USA – nicht aufkommen müssen.

      • Warum treten Sie dann nicht offen und ehrlich für ein Verbot von Fast Food ein? Die entsprechenden Konzerne sind übrigens, falls Ihnen das noch nicht aufgefallen sein sollte, schon längst in Deutschland aktiv. Darum geht es überhaupt nicht bei TTIP.

      • Ich bin kein Grüner. Ich will keine zusätzlichen Verbote, aber eben auch keine Zwangsabgaben und immer höheren Steuern. Ihr Ansatz ist meiner Meinung nach nicht der Richtige.

        Aber bevorstehende Umweltdesaster wie Fracking etc. (Herr de Grisogono wird sich gleich in unsere Diskussion einschalten) gehen uns alle an und nicht nur Fast-Food-Konsumenten.

      • Vielleicht folgt ja noch ein Appell aus Sachsen-Anhalt und eine Erklärung aus Brandenburg? Und zu guter Letzt noch eine Resolution aus Mecklenburg-Vorpommern?

        Kann bitte mal jemand beantragen, die Mauer wieder hoch zu ziehen?
        Berlin und alle dort versammelten Politiker dürfen unsere „Brüder und Schwestern“ aus den neuen Bundesländern gerne dazubehalten, das ihnen bislang in den Rachen geworfene Geld meinetwegen auch, aber dann muss endlich mal Schluss sein mit diesem latenten Gejammere, Kluggescheisse und der Daueralimentierung des innerparteilichen und innerdeutschen Griechenlands.

  6. Frau Petri verweigerte der Presse kürzlich eine Antwort auf die Frage, ob sie im Juni gegen Bernd Lucke antreten würde. Ist meine Vermutung falsch, dass der „Oster-Appell von Weinböhla“ nach der Erfurter- und der Deutschlanderklärung nun die „Mitte“ der AfD markieren soll, um die Wahl von Petri zur Bundesvorsitzenden und die von Pretzell zu ihrem Stellvertreter vorzubereiten?
    Schließlich treten beide in letzter Zeit häufig gemeinsam auf. Vor dem Niveau einer solchermaßen personell aufgestellten AfD wird man sich dann aber mit Grauen abwenden müssen.

    • Warum sonst sollten die eigentlichen Urheber des innerpolitischen Konflikts plötzlich als Vermittler zwischen den Befürwortern der ‚Erfurter Resolution‘ und der ‚Deutschland-Resolution‘ auftreten.

      • Weil sie darauf setzen, dass die meisten Parteimitglieder ohnehin nur hören wollen, dass wir jetzt alle „Geschlossenheit“ zeigen müssen. Hierfür bedarf es nur eines geringen Lautschatzes, bestehend aus:

        – Frenetischem Jubel
        – Stehenden Ovationen
        – ¡Chakka-Chakka!

        Das ist schnell gelernt.

        Über Inhalte, für die die AfD stehen soll, wird ja kaum noch gesprochen. Am allerwenigsten von den Unterzeichnern dieses Weinböhlaer Appells.

  7. Landesresolutionen über Bundesverteiler zu verbreiten ist ein Missbrauch. Ich akzeptiere nur Mails von AfD Gesamt- BuVo, nicht von Sachsen, Brandenburg etc.

  8. Ich habe KEINEN der inzwischen drei Resolutionen/Appell unterschrieben und werde es auch nicht tun! Die AfD braucht ein klares Grundsatzprogramm mit konservativer UND liberaler Handschrift und NICHT Positionspapiere von einzelnen Grüppchen. Es ist schauderhaft, wie chaotisch hier studierte Leute arbeiten, Steilvorlagen nicht nutzen und mit dem Hintern umwerfen, was sie zuvor mit den Händen aufgebaut haben. Gibt es denn auf Bundesebene keinen vernünftigen „Friedensrichter“ mehr……….???

    • Die Inszenierung hat meines Erachtens Methode (Divide et impera).

      So dumm, wie es auf den ersten Blick scheint, können unsere Parteioberen doch gar nicht sein – oder etwa doch?

      Was mir allerdings wirklich große Sorgen macht, ist der ausgesprochen fahrlässige Umgang mit der Buchhaltung und den Parteifinanzen. Das lässt mich dann doch erheblich an der Kompetenz unserer Bundes- und Landesvorstände zweifeln. Insbesondere am Fachwissen, dem Verantwortungsbewusstsein und der Zuverlässigkeit der Schatzmeister.

  9. Könnte mich mal jemand über die wirklichen Hintergründe aufklären, warum Bundesgeschäftsführer Georg Pazderski gefeuert wurde (beurlaubt, ab Juni entlassen). Ich habe in verschiedenen Quellen gelesen, dass er eine „große Nähe zu den Lucke-kritischen Ost-Landesverbänden“ gehabt hätte. Oder steckt noch etwas anderes dahinter???

  10. Herr Draghi betreibt eine Enteignung deutscher Bürger, wie es sie seit 1948 nicht mehr gegeben hat, unsere Bundesregierung lässt dies unter Verletzung sämtlicher geleisteter Amtseide zu und was machen unsere Spitzenleute? Es scheint so, als ob sie ihre Zeit mit dem Aufsetzen immer neuer Texte für Resolutionen und Appelle verbringen, mit denen man fast schon einen Aktenordner füllen kann. So kann man das geflügelte Wort „ Dichter und Denker“ auch interpretieren.
    Hier mein völlig unwissenschaftlicher, unakademischer, historischer Vergleich aus den Niederungen der Plebejer. Der römische Geschichtsschreiber Tacitus nannte die Zwietracht der Feinde Roms das größte Geschenk, das das Schicksal dem Imperium Romanum machen könne. Das Nachtgebet von Mario Draghi, Jean Claude Juncker und Wolfgang Schäuble könnte heute lauten: „Gott erhalte uns die Zwietracht der AfD-Stammesfürsten!“ Der legendäre Arminius der Cherusker, verstand es, die Zwietracht seiner germanischen Anführerkollegen durch Aussicht auf fette Beute für eine Weile auszuschalten. Welche fette Beute könnte die Zwietracht unserer Anführer beseitigen? Etwa eine neue (alte) nationale Währung, die um 30-40% aufwerten würde? Diese Beute scheint einigen unserer Stammesfürsten nicht fett genug zu sein. Was tun? Andere Anführer wählen, möglichst echte Euro-Verlierer.

    • Ja, es wäre besser, wenn Menschen, die in ihrem Leben wirklich etwas geleistet haben und nicht lebenslang vom Staat oder der Allgemeinheit gelebt haben, den Ton angäben. Aber wer unternehmerische Verantwortung trägt, hat für Parteiintrigen und dergleichen Kindergartentheater nun mal nicht genügend Zeit. Folglich ist die Gestaltung der Politik leider ein Privileg zeitreicher Taugenichtse. Offenbar auch in der AfD, die sich damit als „Alternative“ zu den Altparteien diskreditiert und langsam aber sicher überflüssig macht

    • Es wäre besser, wenn sich die AfD auf ihre Gründungsthemen konzentrieren würde, doch leider interessieren sich etliche Funktionäre kaum noch dafür, die lieber an ihre individuelle Beute denken als an die für alle durch eine bessere Politik. Mit seriösen Inhalten und Personen könnte die AfD bereits zweistellig sein, was allerdings für sich genommen auch noch nicht zum Euroende führen würde.

  11. Vielen Dank, Herr Dilger, für diesen ausgezeichneten Kommentar, der die Einzelaussagen des Osterappells sehr zutreffend kritisiert und zum Teil demontiert.

    M.E. muss man zusätzlich auf die Funktion dieses Appells zur „Geschlossenheit“ aufmerksam machen, einer nur angeblichen Geschlossenheit, die den Grundkonflikt in der AfD nur übertünchen, aber nicht überwinden kann: eine weitere Vertagung des Grundkonflikts in der AfD würde nur den Rechtsextremen und deren Protagonisten in der AfD nützen. Denn im Moment sind die Rechtsextremen – die Putinfreunde, die Nationalchauvinisten, diejenigen, die die Freiheit der Marktwirtschaft nicht schätzen und deren Kurs mit den Auffassungen von Herrn Lucke absolut inkompatibel sind, – enorm lautstark, aber eine klare Minderheit. Beim Bremer Parteitag haben diese Leute jedesmal mit großem Abstand den Kürzeren gezogen. Wenn es jetzt zum Showdown käme, würden sie verlieren, denn die Parteibasis haben sie nicht hinter sich. Das möchten sie vermeiden und Zeit gewinnen.

    Diese Zeit möchten die AfD-Rechten dazu nutzen, sich noch mehr Posten und Funktionen anzueignen. Damit sind sie bisher schon sehr erfolgreich gewesen, weil sie mehr psychische Energie haben und mit ihren emotionalen Appellen die ihnen geneigte Minderheit der Parteibasis effektiver mobilisieren. Ressentiment setzt eben enorme Energien frei. Es gelingt ihnen auch, durch einen groben Umgang mit Parteifreunden (behandelt man so „Freunde“?) und durch Verlautbarungen, für deren Form und Inhalt sich vernünftige Parteimitglieder schämen, normale Parteimitglieder zum Niederlegen ihrer Posten und zum Parteiaustritt zu bewegen. Wenn die Gemäßigten sich auf die Geschlossenheitsappelle einlassen, dann werden sie erleben müssen, wie der rechte Flügel nach und nach die AfD übernimmt und am Ende die jetzige gemäßigte Mehrheit verdrängt und rausekelt. Auch Herr Lucke würde dann am Ende gehen müssen.

    Nein, im Moment ist nicht die Zeit für solche Geschlossenheitsappelle. Wer gegen Herrn Lucke ist, soll sich positionieren und sich mit dieser Aussage und mit offenem Visier zu Wahl stellen. Wer möchte, dass die AfD als eine Partei des Sachverstands gegen den Euro, gegen die Zentralisierung in der EU und die Entdemokratiesierung in Europa, für eine marktwirtschaftliche Energie- und Umweltpolitik, für Westbindung und marktwirtschaftlichen Wohlstand, gegen fortgesetzten Völkerrechtsbruch in Osteuropa und gegen staatliche Bevormundung in persönlichsten Fragen der Lebensgestaltung wird, der soll die Deutschland-Resolution unterstützen und damit die Partei erhalten für Herrn Lucke, Herrn Starbatty, Herrn Henkel und die Mehrheit der Mitglieder, die wegen genau dieses Kurses erst in die Partei eingetreten sind.

    Geschlossenheitsappelle, die den grundlegenden Konflikt in der AfD übertünchen wollen, nützen weder der Mitgliedermehrheit der Partei noch der Partei als Ganzes. Wer, wie ich, weiß, dass die Rechtsextremen in der AfD langfristig gar keinen Platz haben können, wird nicht auf diesen Osterappell hereinfallen und wird ihn nicht unterstützen.

    • Bernd Lucke duldet die Rechtsextremen in der AfD nicht nur, sie sind letztlich doch seine eigenen Geschöpfe. Er verfolgt nicht wirklich die Ziele, die er vorgibt, sondern weiß die AfD geschickt für seine politische Karriere zu nutzen, mehr auch nicht.

      Ein inzwischen ausgetretener ehemaliger Parteifreund hat das heute wie folgt formuliert:
      „Es fügt sich immer mehr das Bild. Vor allem das Charakterbild des Machtmenschen Lucke wird immer klarer. Eines kann man von dem schon lernen – Leute über den Tisch ziehen und Geld besorgen kann er.“

      • Alles Schmarrn, Herr Meister! Wer mit offenen Augen AfD beobachtet weiß schon lange, dass Nationalchauvinisten und ähnlich unappetitliche Figuren nicht erst in AfD so geworden sind. Ihre Unterstellung über Prof. Luckes Ziele hat Ähnlichkeit mit Methoden gewisser extremer Gruppierungen.

        Herr Schlages Diagnose ist, wie so oft sehr instruktiv und genau. Darüber sollen wir nachdenken und für klare Positionen sorgen. Wer nur immer „Ja, aber…“ sagt und mit Spitzfindigkeiten ablenkt schadet nur der Partei. Wir sollen die Deutschland Resolution korrekt interpretieren und Grundausrichtung der AfD unterstützen.

      • Wenn Sie mich fragen, sollte dieser gesamte Dilettantenstadl geschlossen zurücktreten. Keine dieser Figuren ist geeignet eine Partei zu führen. Auch Herr Lucke nicht, der sich nicht einmal ansatzweise der Risiken des seit zwei Jahren anhaltenden Parteifinanzenchaos bewusst zu sein scheint.

      • Es fragt Sie aber keiner mehr, weil Ihre Ablehnung von allen schon lange bekannt ist und Sie nie ernsthafte Alternativen anbieten. Warum treten Sie nicht selbst an?

      • Wohl aus ganz ähnlichen Gründen wie Sie nicht selbst antreten.

    • Bravo Herr Schlage! Es ist wohltuend erinnert zu werden, dass es noch ein seriöser AfD Kern gibt, auch wenn es an den Rändern bröckelt. Die Extremen haben immer mehr psychische Energie besessen und bei Mobilisierung erfolgreich gewesen.

    • Haben Sie schon einmal daran gedacht, dass die Verfasser der ersten Resolution und des Appells gar kein Interesse an einem guten Wahlergebnis in Bremen haben könnten? Das führt zu der Frage, wie man der AfD in Bremen effektiv helfen kann. Mein Blog ist dafür übrigens zu unwichtig, da ihn kaum Bremer Wähler lesen, insbesondere keine, die nicht ohnehin in der AfD sind oder ihr gewogen sind. Vielleicht hilft meine morgige Veranstaltung in Berlin ein wenig. Ich komme auch gerne nach Bremen, wenn man mich einlädt.

  12. Mein Respekt und mein Vertrauen in Herr Pretzell ist ziemlich eliminiert, davon existiert nichts mehr, wie alle Blogleser wissen, habe ich immer mich dafür eingesetzt Herrn Marcus Pretzell hier im Forum nicht so kritisch zu betrachten und war der Meinung dass der Blogbetreiber Professor Dilger, durch die Enphatie gegenüber seinen Landesvorstands Mitbewerber Marcus Pretzell, öffters zu negativ über Herrn Pretzell schreibt.

    Heute möchte ich mich dafür entschuldigen bei allen Lesern, habe mich hier kräftig geirrt. Wie komme ich zu dieser Erkenntniss?

    Das ist ganz einfach ich selbst komme aus der Nähe von Bremen und kenne Herr Leidreiter, seinen Clan bzw Verwandtschaft in Bremen und kenne auch den Ruf dieser Familie. Mir ist sehr bewusst dass die Familie Leidreiter, höchst seriös ist und hanseatischen ehrliche Geschäftsleute sind, der Piet ist eigentlich zu sauber für die Politik, alle die Ihn kennen würden bestättigen das der Schatzmeister immer nach Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit bestrebt ist und jetzt versucht einer aus der Partei, den Schatzmeister Schaden zuzufügen nur weil er die Sache zur Akte Pretzell vernünftig und ehrlich ohne Rücksicht auf persönliche Befindlichkeiten irgendwelchen Ex BuVo Mitglieder untersuchen möchte. Das finde ich extreme Dreistigkeit, die sich da der Ex BuVo erlaubt.

    Piet Leidreiter hat noch nie gegen irgendeine Person gearbeitet und ist meistens immer Loyal. Fragen Sie irgend eine Person die geschäftlich mit Herrn Leidreiter zu tun hatte ob dieser Mann nicht ehrlich ist. Glaube sie finden da keinen.

    Mir tut der Piet Leudreiter wirklich vom Herzen Leid, dass er jetzt un diesen Schmutz und Dreck rein gezogen wird. Wünsche mir mehr Personen in der Politik von diesem Format und ihm wünsche ich Weisheit und Besonnenheit in dieser nicht leichten Situation.

    Bitte entschuldigen Sie mir Herr Professor Dilger für meine falscher Einschätzung zur Person Pretzell und dass ich Ihnen ab und zu persönliche Kränkung gegenüber Herr M.P unterstellt habe.

  13. Für mich ist es unerklärlich, das nicht alles rechtliche gegen Herrn Pretzell unternommen wird, was (Parteien-) Recht und Gesetzt hergeben.
    Der LV NRW hat mit so einer Figur ganz erheblich Anteil am negativen (Stimmungs-) Bild der Gesamtpartei.

    • Als einfaches Mitglied sind meine Klagemöglichkeiten begrenzt, zumal die Parteischiedsgerichte nicht gut funktionieren. Der Landesvorstand ist mehrheitlich immer noch für Herrn Pretzell, während der Bundesvorstand bislang nicht wirklich aktiv werden will. Vielleicht wacht man dort noch rechtzeitig auf.

    • Allen Resolutions-Initiatoren, besonders denen aus den ganz kleinen LVs geht WS wohl in erster Linie darum, sich in Stellung für die BuVo Wahlen zu bringen.

      Leidreiter gibt keine gute Figur ab. Viele sind von ihm sehr enttäuscht. Inhalte und Intensität seiner Faceboom Postings sind für einen Schatzmeister absolut unangemessen. Gleichzeitig scheint er die Buchhaltung nicht im Griff zu haben.

      Alles in allem gibt der gesamte Bundesvorstand ein erbärmliches Bild ab. Egoistisch, unprofessionell, unkollegial, den Mitgliederwille missachtend….
      So agieren die meisten Vorstände.

      Ich sehe keine Identifikationsfigur mehr. Alle sind beschädigt und angeschossen.
      Das steht unter dem Strich nach endlosen Machtkämpfen……

      • Wenn von allen Seiten ständig wild geschossen wird, werden natürlich auch alle, deren Namen überhaupt jemand kennt, angeschossen. Die Frage ist, wie berechtigt die Vorwürfe jeweils sind. Vielleicht sollte das flügelübergreifend aufgearbeitet werden, um dann die zu Recht belasteten Funktionäre konsequent abzuwählen und die zu Unrecht Beschuldigten zu wählen.

      • @Alexander Dilger:
        „Die Frage ist, wie berechtigt die Vorwürfe jeweils sind. Vielleicht sollte das flügelübergreifend aufgearbeitet werden, um dann die zu Recht belasteten Funktionäre konsequent abzuwählen und die zu Unrecht Beschuldigten zu wählen.“

        Für das Finanzdesaster sind alle Bundessprecher und Schatzmeister voll in der Verantwortung. Und zwar ausnahmslos. Auch wenn seine Überheblichkeit Bernd I. seine Hände selbstverständlich einmal mehr in Unschuld waschen wird und die Schuld überall nur nicht bei sich suchen wird.

        Dass sich ein Abgeordnetenmandat in Straßburg und Brüssel nicht mit dem Parteivorsitz in Berlin unter einen Hut bringen lässt muss einem einigermaßen organisatorisch erfahrenen Menschen in den 50ern doch bewusst sein. Aber seine Überheblichkeit leidet eben neben einem leider auf eher nebensächliche Dinge fokussierten Kontrollwahn (wenn er diesen nur mal in den kaufmännischen Angelegenheiten hätte …) unter maßloser Selbstüberschätzung.

        Darüber hinaus stellt sich nun heraus, dass der gesamte Bundesvorstand, allen voran der Bundesschatzmeister, aber auch die Schatzmeisterkonferenz der Landesschatzmeister, nicht einmal über ein Mindestmaß an kaufmännischer Kompetenz zu verfügen scheint oder schlicht und ergreifend nicht daran interessiert ist, diesbezügliches Fachwissen in die Parteiarbeit einzubringen.

        Derartiges Verhalten ist nicht nur grob fahrlässig, sondern vollkommen verantwortungslos und disqualifiziert die aktuellen Akteure restlos.

        So etwas darf sich eine Partei, die für „Wirtschafts- und Finanzkompetenz“ stehen will einfach nicht erlauben. Schon gar nicht mehr im bereits dritten Geschäftsjahr.

        Diese Vorstände gehören alle ausgewechselt. Ausnahmslos.

      • Neben den Fehlern sollte man allerdings auch die Verdienste der Betroffenen nicht vergessen. Wer nichts macht, macht auch nichts falsch (höchstens als Schatzmeister, wenn andere die Buchführung vermasseln).

      • “Schuster bleib bei Deinen Leisten“.
        Eine alte Binsenweisheit, die unsere Möchtegern-Manager leider nicht zu kennen scheinen.

      • Piet Leidreiter macht eine sehr sorgfältige Arbeit und tut sehr viel für die Partei, dass was Sie über Ihn behaupten das ist schon sehr asozial, eine Person anzugreifen die noch bis vor kurzem nur geschwiegen hat.

        Piet Leidreiter untersucht, dass Thema Pretzell intensive und gewissenhaft und das möchte der ehemalige Beisitzer im BuVo nicht.

        Komme aus dem weiteren Umfeld von Herr Leidreiter und ihre Behauptungen werde ich nicht bestätigen können und auch keine andere Person die Herrn Leidreiter persönlich kennt.

      • @viktor:

        Ich kann nicht beurteilen, was Herr Leidreiter sonst so macht.
        Aber seine Rolle als Bundesschatzmeister der Partei „Alternative für Deutschland“ scheint er nicht gerade optimal zu erfüllen.
        Um etwas anderes geht es mir hier gerade nicht.

      • @MichaelMeister

        Was soll der Schatzmeister besser machen?

        Langsam bin ich auch der Meinung, dass der gesamte Vorstand ausgetauscht werden soll, mit der Ausnahme von Bernd Lucke.

        Wir haben in der Partei sehr viele gute und kompetente Mitglieder aber diese sind viel zu brav um such durchzusetzen.

      • @viktor:
        „Was soll der Schatzmeister besser machen?“

        1.)
        Wenn 160.000 € in der Kasse fehlen oder auch nur nicht nachvollziehbar verbucht wurden, wie der scheidende Bundesgeschäftsführer behauptet, dann haben Bundessprecher und insbesondere der Schatzmeister unverzüglich für rückhaltlose Aufklärung zu sorgen. Das erwarte ich als Mitglied der Partei ganz einfach, da ich sonst selbst nicht mehr bereit bin Geld zu geben.

        2.)
        Die AfD verschenkt jedes Jahr viel Geld aus der Parteienfinanzierung, weil die Schatzmeister unfähig sind, Sachsspenden richtig zu erfassen. Davon abgesehen entgehen dadurch auch den betreffenden Mitgliedern erhebliche Steuervorteile. Der Gesamtschaden dürfte jährlich zumindest im oberen einstelligen Millionenbereich liegen. das ist eindeutig parteischädigendes Verhalten, zumal dadurch auch engagierte Mitglieder frustriert und demotiviert werden (ich kann selbst ein Lied davon singen).
        Dabei sind die Regelungen für Sachspenden sehr klar und eindeutig. Ein Schatzmeister muss diese Bestimmungen kennen. Wenn er sie nicht kennt, muss er sich kundig machen. Dafür kann man sich mehr als zwei Jahre nach der Gründung einer Partei nicht mehr mit Gründungsschwierigkeiten herausreden.

        „Langsam bin ich auch der Meinung, dass der gesamte Vorstand ausgetauscht werden soll, mit der Ausnahme von Bernd Lucke.“

        Warum ausgerechnet „mit Ausnahme von Bernd Lucke“?
        Bernd Lucke gibt von Anfang an den Primus inter Pares und strebt den alleinigen Parteivorsitz an. Verantwortung indes übernimmt er nie. Stets wäscht Lucke seine Hände in Unschuld und sucht andere als „Schuldige“, wenn etwas nicht rund läuft. Zudem ist eine hauptberufliche Abgeordnetentätigkeit in Belgien und Frankreich nun mal schon rein zeitlich und organisatorisch nicht mit der Ausübung einer Parteivorsitzendentätigkeit in Berlin vereinbar. Herr Lucke ist ein maßloser Selbstüberschätzer der zudem unfähig ist die Konsequenzen seiner Fahrlässigkeit zu erkennen und dafür wenigstens die Verantwortung zu übernehmen.

      • Das ist doch keine neue Resolution, sondern ein Versuch, die Erfurter und Deutschland-Resolution zu analysieren. Dabei ist Herr Glaser nicht weniger Lucke-kritisch als Sie, doch er argumentiert besser und macht sogar konstruktive Vorschläge.

      • Ich habe doch gar nicht behauptet, dass dies eine Resolution sei.
        Die vorausgegangene Bezugszeile lautete „Noch ein neuer Versuch, den Kurs der AfD zu eruieren …“
        Bitte lesen Sie genauer!

      • Der Bezug war völlig unklar, zumal Sie nach der jetzt angegebenen Bezugszeile noch die Thesen der jüngsten Initiative für einen Mitgliederentscheid verlinkt haben. Es ist auch nicht „der Nächste“, der sich zum Thema äußert, sondern Herr Glaser hat das bereits am 24. März getan.

      • Der Bezug ergibt sich aus dem was weiter oben steht. Das System ist allerdings – wie auch Herr de Grisogono an anderer Stelle treffend bemerkt hat – etwas unübersichtlich. Da kann man den Faden schon mal verlieren.

        Wann Herr Glaser das genau geschrieben hat, darauf habe ich nicht geachtet. War vielleicht mein „Fehler“. Aber es wird langsam wirklich mühsam diese ganzen Resolutionen, Appelle, Analysen und sonstigen Versuche der Stimmungsmache zu verfolgen. In Bayern braut sich auch schon wieder einiges zusammen.

    • Dahinter steht Herr Ronald Geiger (1969, Dipl.Kaufman), ex FDP Abgeordnete aus Stuttgart! Weniger wäre mehr!

      • Ja, weniger wäre hier mehr gewesen. Die Grundausrichtung begrüße ich, doch jetzt ein Mini-Programm per Mitgliederentscheid verabschieden zu wollen, finde ich nicht optimal. Mitgliederentscheide eignen sich eher für einzelne Fragen oder meinetwegen die Bestätigung des Parteiprogramms, welches jedoch vom Bundesparteitag beschlossen werden muss.

      • So sehr ich Initiativen, endlich eine klare programmatische Ausrichtung der AfD zeitnah herbeizuführen begrüße, so wenig kann ich mich für die von Herrn Geiger vorgeschlagene Methode einer Abstimmung über derart wichtige Grundsatzfragen ‚en bloc‘ begeistern, da sie keine Grundlage für einen Meinungsaustausch und eine Diskussion der darin formulierten Standpunkte ermöglicht.

        Besser wäre es, über die Positionen einzeln abstimmen zu lassen bzw. auch jeweils entsprechende Alternativpositionen aufzunehmen. Aber so ist die Umfrage sinnfrei.

      • Ist Ihnen vielleicht schon mal in den Gedanken gekommen, dass dieser Mitgliederentscheid absichtlich keinen Raum für einen Meinungsaustausch und eine Diskussion lässt, und dass damit verhindert werden soll, dass fundamental-oppositionelle und isolationistische Positionen auf dem Bundesparteitag zur Abstimmung kommen? Vergessen Sie bitte nicht, wo im Moment zumindest noch die Mehrheit der potenziellen Bundesparteitagsdelegierten liegt.

  14. Ich habe es schon vorhergesagt, dass auch die AfD erhebliche Probleme mit der Buchhaltung bekommen wird. Es liegt auch hier an der Auswahl der Schatzmeister der Gliederungen.

    1. Es ist vollkommen normal, dass eine neu gegündete Partei eine Belegführung erstellen muß zu dem komplizierten Parteienfinanzierungsregeln. Es ist eben nur zu 80 % eine normale kaufmännische Buchführung. Hier wurde zu naiv die „Wichtigkeit“ der Transparenz als auch das fachlich notwendige Wissen berücksichtigt. Schatzmeistern da einen Vorwurf zu machen ist unredlich. Ob es „wissende“ und damit bessere Schatzmeister gegeben hat in der Partei, kann ich nicht beurteilen. Zumindest sollten die gewählten Schatzmeister endlich so viel Mut zur Wahrheit haben, dass bis zum Ortsverband ein Umdenken zum Thema „Buchhaltung“ zu erfolgen hat. Fachleute sind notwendig. Wenn die nicht in der Partei vorhanden sind, ist eben „externer“ Sachverstand notwendig.

    2. Jedes neu gegündete Unternehmen, so auch eine Partei, wird von den Kontrollinstanzen meist wohlwollend begleitet. Dies auch von der Bundestagsverwaltung oder den Landewsverwaltungen.
    Gefahr ist, dass durch dies wohlwollende Verhalten Mängel im Sachverstand nicht so schnell offenbar werden. Auch hier sollte die Partei endlich zu Vernunft kommen und auf bessere Qualität der Kandidaten achten.

    3. Das in Parteien, gerade in jungen Parteien ,diese meist auch noch durch „Querulanten“ mit Halbwissen besetzt, Vertrauen gering ist, jeder Funktionär kritisch begleitet wird, ist normal. Wenn dann jedoch wie bei der AfD „vertrauliche“ email, vertraulicher Gedankenaustausch zum „POLITIKUM“ gemacht wird und die Partei negativ dargestellt wird von Mitgliedern, somit Anhängern der AfD Idee, wird es grotesk. Selbst Eltern besprechen vertraulich wie man Wünsche der Kinder beantwortet, oder man reagiert. Vertraulichkeit in einer Meinungsfindung muß möglich sein. In der AfD wohl nicht. Was mutet man den Funktionären zu ?

    4. Alle Mitglieder einer Partei bewegen sich im politischen Spektrum einer Parteienlandschaft, aber es gibt auch noch den Wähler und die Nichtwähler. Mal im Ernst, für Kritiker von Parteien, der Art und Weise wie die sich gegenüber dem Wähler verhalten, ist doch dass was derzeit in der AfD abläuft nur ein Beweis, Parteien sind der Sargnagel von Demokratie im Sinne von Meinung des Volkes zu repräsentieren. Vertraulichkeit ? NULL. Geldverwaltung ? Nicht im Griff. Meinungsfindung ? Nur durch Mobben der Parteifreunde mit anderer Meinung.

    5. Die Medien sind als Institution erkannt worden, die die AfD ablehnen. Also als Gegner einer aufstrebenden Partei. Diesem Gegner füttert man mit Unzulänglichkeiten der Funktionsträger?
    Wie dämlich ist das denn ?

    Mal abgesehen von diesen 5 Punkten. Wenn ein Funktionär im privaten Bereich ein berufliches Problem hat, ein Beziehungsproblem, ja da durch auch finanzielle Sorgen, ist er dann plötzlich „unfähig“ für politische Arbeit ? Dürfen nur „Staatsangestellte“ und „Single“ sich politisch einsetzen?
    Ich kenne einen Politiker, dessen Ehefrau hat als Prostituierte gearbeitet. Weder deren Kinder wissen dies, noch die Familie. Ist man dann verpflichtet, dies zu sagen, wenn der Herr als „Familienvater“ kandidiert ? Oder ist es nicht eine Frage von Anstand, private Dinge von Politikern grundsätzlich unkommentiert zu lassen.

    Was wir bei der Flugzeugkatastrophe durch die Medien geliefert bekommen haben, ist eine Informationspolitik, die ekelhafter nicht mehr sein kann. Genau dieses zur Schaustellen von „halb Wissen“ wird in Parteien mit Funktionären auch gemacht.

    Wenn die AfD so weiter macht, wird es den ersten heftigen Rückschlag bei der Wahl in Bremen geben. Nur, so meine Befürchtung, die wahren Schuldigen, die Mitglieder, die bewusst für ein schlechtes Image sorgen, werden es als Erfolg verbuchen. Erfolg zu Lasten anderer Mitglieder für was ?

    Ich habe mir von der AfD erhofft, dass gezeigt wird wie man eine Partei gründen und zu Erfolg führen kann trotz der schwierigen Regeln einer Parteigesetzgebung. Leider sind die Akademiker und klugen Köpfe gescheitert. Zumindest bis heute.

    Herr Dilger und dies richte ich persönlich an Sie :

    Sie sind gebildet, intelligent und haben Sachverstand. Ja Sie können strukturiert Probleme aufzeigen, Sachverhalte analysieren und notwendige Schritte aufzeigen.

    WARUM Sie dies in NRW oder auch in der Partei nicht intensiver tun, verstehe ich nicht.
    Ist die Partei inzwischen so chaotisch Potential nicht mehr zu erkennen ? Domminiert das Mittelmaß ?

    Zu gerne würde ich Prof.Kruse, Prof.Henkel und Sie mal zusammen an einen Tisch bekommen.

    • Die Finanz- und Buchhaltungsprobleme gab es von Anfang an. Herr Burger war wirklich ein guter Landesschatzmeister (über sein Verhalten als Sprecher schreibe ich jetzt nichts), doch das Verhalten von Bundesvorstand und -geschäftsstelle trieb ihn schon damals bis an den Rand der Verzweiflung.

      Es ist sehr schwierig, in einer demokratischen Partei für ein gemeinsames Auftreten nach außen zu sorgen und öffentliche Auseinandersetzungen zu unterbinden. Wer sich zurückhält, nutzt zwar der gemeinsamen Sache, aber mehr noch dem weniger zurückhaltenden innerparteilichen Gegner, weshalb sich die besonders lauten und rücksichtslosen Funktionäre durchsetzen.

      Gerade Herr Pretzell war übrigens seinerzeit als Beisitzer im Landesvorstand 2013 der Meinung, es sei seine heilige Pflicht, alles nach außen zu kommunizieren, so dass er weder Bitten um noch Beschlüsse von Vertraulichkeit beachten dürfe. Trotzdem ziehe ich selbst bei ihm eine Grenze zwischen dem Berichtbaren und dem rein Privaten, nur ziehe ich diese Grenze offensichtlich anders als Sie und Herr Meister. Wenn er vor dem zuständigen Vorstand wesentliche die Partei betreffende Fakten verheimlicht und Parteikonten in Mitleidenschaft gezogen werden, ist das doch ein für alle Mitglieder relevantes Faktum, zumindest wenn er nicht diskret zum Rücktritt bewegt werden kann oder vom Bundesvorstand aus dem Amt entfernt wird.

      Eine Wahlniederlage in Bremen wird doch von einigen Funktionären außerhalb Bremens bewusst angestrebt. Das erklärt jetzt auch die öffentlichen Angriffe gegen Herrn Leidreiter. Dabei ist der Wahlkampf in Bremen schon so schwer genug. Spätestens bei der Bundesvorstandswahl sollte dann Bilanz gezogen werden, nicht nur wer selbst Wahlerfolge einfahren konnte, sondern auch wer sie anderen nicht gegönnt hat.

      Vielleicht war es ein Fehler, dass ich in NRW nicht wieder angetreten bin. Momentan hat Herr Pretzell wohl eine Mehrheit der Delegierten hinter sich. Allerdings gehe ich davon aus, dass er über seine vielen Skandale stolpern wird. Wenn die vorhandenen noch nicht reichen, kommen bestimmt noch genug weitere dazu. Wie sich dann die Mehrheitsverhältnisse in NRW darstellen, weiß aber noch niemand. Die zukünftige Ausrichtung auf Bundesebene wird dabei nicht unwichtig sein.

      Es ist überhaupt kein Problem, die genannten Professoren an einen Tisch zu bekommen. Laden Sie uns einfach in Hamburg ein, wenn Herr Henkel im Lande ist. Herr Kruse ist schon da und ich komme gerne hinzu.

  15. Aufrufe? Ich hab‘ auch noch einen, und zwar einen Zwischenruf.

    Man ist fassungslos, was für absonderliche Schauspiele der Parteibasis und damit der Öffentlichkeit seit Monaten von manchen Mitgliedern des AfD-Führungspersonals dargeboten werden.
    • Es werden Resolutionen und Gegenresolutionen verfasst, nun auch noch gefolgt von einem Appell. Weitere Aufrufe sind unterwegs. Das kann man ja machen, aber man muss es nicht; man soll es jedenfalls nicht.

    Denn die Grundfrage muss doch stets sein: dient das Tun der Einigung und der Stärkung der AfD? Die Antwort ist bei diesen Aufrufen: ganz bestimmt nicht. Um das zu erkennen, muss man keine tiefere Textexegese betreiben. Denn das sind zwangsläufig Instrumente der Spaltung überall dort, wo sie die Befassung mit Sachthemen verlassen, und sich stattdessen in expliziten oder auch nur impliziten persönlichen Anfeindungen ergehen. Der Unsinn sollte daher umgehend zurückgezogen werden, von allen Akteuren.

    • Am laufenden Band werden Untergruppen in der AfD gegründet. Eine sicherlich unvollständige Aufzählung: Christen in der AfD, Homosexuelle in der AfD, Kolibri, Patriotische Plattform, Frauen in der AfD, Arbeitnehmervereinigung, Mittelstandsvereinigung…

    Und neulich eine ‘Bürgerliche Alternative’. Kurz nach einer ‘Initiative bürgerliche AfD’. Diese Groteske erinnert an eine Zeile aus dem Film ‘Das Leben des Brian’: “Judäische Volksfront? Quatsch! Wir sind die Volksfront von Judäa!”

    Der AfD nutzt das nichts, ganz im Gegenteil. Denn je geschlossener die Partei dasteht, desto besser für sie. Geschlossenheit zeigt sich auch durch die Abwesenheit von um Themen und Mitgliedergunst konkurrierende parteiinterner Subgruppierungen.

    Hier wäre weniger mehr. Zumal: die einzig relevante Organisation der AfD, die grundsätzlich für alle offen ist, die ihre unterschiedlichen Meinungen auf dem Boden des Grundgesetzes zivilisiert vertreten wollen, die gibt es längst. Die AfD. Alles, was in den genannten Untergruppen geäußert wird, kann direkt in der AfD selbst geäußert werden. Eine Aufspaltung, statt einer Bündelung in der Gesamtpartei, ist nicht hilfreich.

    • Es wird nun dafür geworben, im Sommer einen Mitgliederparteitag auszurichten. Statt, wie bis vor kurzem noch von denselben Leuten gewünscht, einen Delegiertenparteitag. Für einen Mitgliederparteitag gibt es natürlich neben weniger überzeugenden auch gute Gründe.

    Die an den Haaren herbeigezerrten Scheinbegründungen, die bislang aufgeboten werden, gehören sicher nicht zu den guten. Da ich viele der Werber für einen Mitgliederparteitag schätze und respektiere, führe ich das aber hier und jetzt nicht näher aus. Zumal ich damit selbst der Spaltungsversuche verdächtigt werden würde.

    Wie auch immer: weil der Mitgliederparteitag sehr viel teurer ist als ein Delegiertenparteitag, bittet man um 150.000€. Was nicht erwähnt wird: ein Parteitag kostet nicht nur die Partei, sondern auch die Teilnehmer viel Geld. Um die 400€ pro Person sind bei einem zweitägigen Parteitag als Durchschnittswert wohl nicht übertrieben. Wenn nun statt 600 Delegierter 1800 Mitglieder teilnehmen, macht das per Saldo 480.000€ an ohne Not generiertem Kaufkraftverlust der 1200 zusätzlichen Teilnehmer. Die Tankstellen und die Hotellerie freut es. Ob es der Partei dient, ob es überhaupt notwendig ist, muss dahingestellt bleiben.

    • Das Auftreten einiger Mitglieder des Bundesvorstandes wäre mit ‚Dilettantismus‘ noch freundlich umschrieben. Insbesondere (aber nicht nur) die drei Herren Senioren holzen öffentlich gegeneinander und auch gegen andere Parteimitglieder. Die Frage stellt sich daher sicher nicht (mehr), ob diese drei für ein Bundesvorstandsamt geeignet sind – sie sind es eindeutig nicht.

    Es geht aber leider weiter: die Buchführung der Bundespartei ist wohl chaotisch. Treffen die Berichte zu, kann man von griechischen Zuständen reden. Ein Bundesvorstandsmitglied und Europaparlamentarier macht durch Abwesenheit in Brüssel und im Bundesvorstand von sich reden. Letzteres scheint auch auf den Bundesschatzmeister zuzutreffen, so jedenfalls der Bundesgeschäftsführer. Diese Aufzählung ist nur ein Ausriss, die Liste ist leider beliebig zu verlängern.

    Wie soll man da den Eindruck haben, diese Leute können es? Und warum sollte man glauben, die Mitglieder des Bundesvorstandes, und zwar alle, wären nicht verantwortlich für die völlig absonderlichen Zustände und Vorgänge? Ja, wer denn sonst, die Basis vielleicht?

    Nach allem hat sich der bisherige Bundesvorstand jedenfalls bei mir persönlich nicht für eine Wiederwahl empfohlen. Und auch weil er einseitig norddeutsch geprägt ist, hoffe ich für den nächsten Bundesvorstand auf eine besser verteilte Aufstellung. Das bedeutet: dass er diesmal auch mit seriösen, fleißigen, kompetenten und konsensfähigen Mitgliedern aus den südlichen Bundesländern besetzt wird.

    Insbesondere die AfD Baden-Württemberg sollte im künftigen Bundesvorstand vertreten sein. Nicht nur, aber auch, weil der jetzige Landesvorstand weitaus geräuschloser und schon von daher professioneller arbeitet als der derzeitige Bundesvorstand. Daher sollten Kandidaturen unserer Landesvorstandsmitglieder durch wirklich alle Bundesparteitagsteilnehmer aus Baden-Württemberg geschlossen unterstützt werden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Stephan Wunsch
    stephan.wunsch@alternativefuer-bw.dd

  16. Selbstverständlich tragen auch Teile der Basis verantwortung für Flügelkämpfe. Geschlossenheit ist gut aber nicht immer zielführend. Geschlossenheit kann leicht in Mobbing ausarten. Eine Partei braucht auch Offenheit für verschiedene Meinungen und Austausch. Das gibt es schon in manchen Orts- oder Kreisverbänden nicht! Da sitzen Funktionäre die entscheiden wollen was ist richtig oder falsch und tun alles um Andersdenkende ruhig zu stellen.

    Manche Senioren, auch aus BW sind ein Gewinn für die Partei. Quoten braucht AfD nicht. Scheinbar haben Sie die wahren Ursachen für Unruhen nicht bemerkt.
    Lesen Sie die Beiträge von Herrn Schlage v.6.4. um 22.18 und Herrn Wilhelm v.7.4. um 7.01.

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