85. Geburtstag von Helmut Kohl

Helmut Kohl feiert heute seinen 85. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch! Als Kanzler der deutschen Wiedervereinigung ist er der größte noch lebende deutsche Staatsmann. Er war 16 Jahre lang, von 1982 bis 1998, deutscher Bundeskanzler, länger als Konrad Adenauer, allerdings kürzer, als Otto von Bismarck Reichskanzler gewesen war (siehe vorgestern ‚200. Geburtstag von Bismarck‘). Die Wiedervereinigung war sein größter politischer Erfolg.

Wirtschaftlich wurde die Wiedervereinigung leider, insbesondere auch durch Wolfgang Schäuble, sehr schlecht gestaltet. Sein (bzw. ihr) größter Fehler war allerdings die Einführung des Euro. Selbst wenn der Euro von Frankreich als Preis der Einheit gefordert worden war (worunter jetzt insbesondere die Franzosen selbst zu leiden haben), hätte diese Forderung gleich abgelehnt, später noch (z. B. durch eine Volksabstimmung) unterlaufen oder zumindest besser umgesetzt werden können. So wird das Zusammenleben in Wohlstand und Freundschaft in Europa gefährdet, was dem Jubilar doch eigentlich am Herzen lag und liegt.

Außerdem war Herr Kohl von 1973 bis 1998 CDU-Bundesvorsitzender. Den Ehrenvorsitz legte er Anfang 2000 auf Betreiben seiner eifrigsten Schülerin Angela Merkel im Rahmen der CDU-Parteispendenaffäre nieder, bei der er sein Ehrenwort über das (von ihm selbst unterzeichnete) Gesetz stellte, weshalb er es als gesetzestreuer Ehrenmann gar nicht hätte geben dürfen. Bis dahin erschien er fast unersetzbar in der CDU, doch seither hat Frau Merkel seinen Platz eingenommen und seinen Politikstil noch perfektioniert.

51 Gedanken zu „85. Geburtstag von Helmut Kohl

  1. Am Beispiel von Helmut Kohl und Angela Merkel sieht man sehr schön, dass niemand unersetzbar und nichts „alternativlos“ ist.

      • Ja und? So ist eben „Demokratie“ – auch die dümmsten Schafe dürfen mitwählen und sich sogar aufstellen lassen. Wenn sie dann im richtigen Moment laut genug blöken oder von einem Leithammel in Stellung gebracht werden, dann werden sie sogar gewählt.

        Wie wir am Vorschlag Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten der SPD zu machen ersehen können, ist die Talsohle dabei noch lange nicht erreicht.

        Glauben Sie ernsthaft, dass sich die Parteien diesbezüglich noch nennenswert unterscheiden? Falls ja – woher nehmen Sie diesen Optimismus?

  2. Die CDU Parteispendenaffäre zeigt doch wie weit sich die Parteien vom Souverän, dem Volk, entfernt haben. Auch Kohls Erklärung dazu er habe denjenigen versprochen seinen Namen nicht zu nennen spiegelt dies wieder. Gesetzlich und vor allem moralisch gegenüber seinen Wählern alleine hätte er dies veröffentlichen müssen. Das bei der nachfolgenden Spendensammelaktion die Herren Kirch und Schumann die größten Spender waren beweist nocheinmal die Abhängigkeit der Politik von der Wirtschaft, welches für unsere Demokratie meiner Meinung nach bedenklich ist.

    • Ich kann verstehen, dass Herr Kohl sein Ehrenwort nicht brechen wollte. Das zeichnet einen Ehrenmann aus. Aber ein guter Staatsbürger und erst recht Staatsmann muss sich natürlich auch an die Gesetze halten, ob er diese im Einzelfall nun gut findet oder nicht. Ergibt sich daraus eine griechische Tragödie mit einem unauflösbaren Dilemma? Nein, er hätte einfach das Ehrenwort nicht geben dürfen, sich gegebenenfalls gesetzeswidrig zu verhalten.

      • Die Frage ist doch nur wen er da schützen wollte. Eigentlich sind doch Parteispenden völlig normal, ergo müsste sich doch keine Person davor verstecken. Wurde die Spende eigentlich zweckmäßig verwendet oder ließ sich das nicht mehr nachprüfen?

      • Zeichnet sich ein „Ehrenmann“ wirklich durch eine derartige Dialektik aus?

        Konsequent wäre gewesen, wenn sich Helmut Kohl zunächst für die Schaffung einer dafür erforderlichen Gesetzesänderung eingesetzt hätte und nur im diesbezüglichen Erfolgsfall ein entsprechendes „Ehrenwort“ gegenüber seinem Parteimäzen abgegeben hätte. So aber hat er sich wie sein Gefolgsmann Wolfgang Schäuble zum Gesetzesbruch hinreißen lassen. Welche Position Letzterer heute noch einnimmt, das ist im Grunde der noch viel größere Skandal.

    • @Manuel:
      „Auch Kohls Erklärung dazu er habe denjenigen versprochen seinen Namen nicht zu nennen spiegelt dies wieder.“
      Kohl scheint diesbezüglich bis heute unter großem persönlichem Druck zu stehen, was zu gewissen Rückschlüssen führt. Der anonyme Spender stammt sehr wahrscheinlich aus der näheren Umgebung Oggersheims und ist ein äußerst öffentlichkeitsscheuer Mensch mit extrem viel Einfluß auf die öffentliche Meinungsbildung in Helmut Kohls Heimat. Mehr sog i ned!

  3. Herr Kohl war ein wichtiger Kanzler. In Unterschied zu Frau Merkel hat er Visionen und wollte Zukunft Deutschlands gestallten. Widervereinigung und klare Bekenntnis zu Europa und Westen sind seine groesten Verdienste, Euro ein Fehler! Frau Merkes und Herrn Schäubles Verhalten in der Spenden Affaere zeigte den wahren Charakter dieser Politiker. Frau Merkels unselbststaendige Politik hat mit Herrn Kohls CDU- Kurs wenig zu tun!

    • Kohl war ein ebenso korrupter Machtmensch wie Schäuble. Merkel einzuordnen ist schon etwas schwieriger, da bei ihr noch ihre Stasi-Vergangenheit und der Eindruck eines kinderlosen sexuellen Neutrums hinzukommen.

  4. Die Wiedervereinigung ist alleine den Bürgern der DDR und ihrem unablässigen Mut zu verdanken, an den Grenzen unter Lebensgefahr immer wieder zu rütteln. Der Zusammenbruch der DDR war nur eine Frage der Zeit. Ich finde es fast eckelhaft, wie Hemut Kohl mit aller Macht versucht hat, sich dieses historische Ereignis seinem zufällig zu dieser Zeit Kanzler sein auf die Fahne zu schreiben!

    • Eigentlich verdanken wir die Wiedervereinigung Herrn Gorbatschow. Doch Herr Lafontaine als Kanzler hätte sie trotzdem noch vermasselt, während Herr Kohl die Chance, die sich bot, beherzt ergriff. Die Bürger der DDR wählten im entscheidenden Moment auch lieber die CDU und damit die Wiedervereinigung statt die SED unter dem Namen PDS.

    • „Verdanken“ ist gut. 63 Millionen Bundesbürger (West) wurden überhaupt nicht dazu befragt, ob sie diese Zwangsvereinigung überhaupt wollen und bereit sind mehrere Generationen lang finanziell dafür zu bluten sowie den Niedergang ihrer prosperierenden Volkswirtschaft in Kauf zu nehmen.

      • In diesem speziellen Fall war Oskar Lafontaine weitsichtig. Dumm ist er ja wirklich nicht. Ich persönlich bedauere heute zutiefst, in der damaligen Situation gewohnheitsgemäß die FDP und mit ihr Helmut Kohl gewählt zu haben.

      • Herr Lafontaine ist einer der schlimmsten Opportunisten. Er zielte 1990 auf die westdeutschen Wähler, weil er noch nicht von einer gesamtdeutschen Wahl ausging. Später zielte er dann allein auf die ostdeutschen Wähler, die ihm das auch noch durchgehen ließen.

      • Ja, Lafontaine ist ein schlimmer Opportunist, wie leider die meisten Politiker. In der Situation 1990 wäre es m.E. aber opportun gewesen, wenn die „Deutsche Einheit“ nicht mit der Brechstange und vor allem nicht zu so einem hohen Preis (unter dem heute letztlich ganz Europa leidet) vollzogen worden wäre.

      • Das glaube ich nicht. Die unabhängige Demokratische Volksrepublik Korea reißt sich Putin ja auch nicht unter den Nagel. So dumm, dass er sich jeden Schrott einverleibt, ist er nicht.

      • Warten Sie mal ab, ob nicht doch Russland oder China intervenieren, falls eine koreanische Wiedervereinigung droht. Im Grunde existiert das nordkoreanische Regime nur noch, weil es von diesen beiden Mächten gestützt wird.

      • Jetzt mutieren Sie zum Verschwörungstheoretiker, lieber Herr Dilger …

      • So, so. Aus welcher „seriösen“ Quelle laben Sie Ihr diesbezügliches wissen?

      • Nun ja – genau so gut könnte man sagen, dass die USA Südkorea umgarnen und ihre „geostrategischen Interessen“ ja nicht nur im Pazifikraum über alles andere stellen. Insbesondere mit den Menschenrechten, aber auch mit dem Völkerrecht nimmt es unser Weltpolizist ja nicht gerade sehr genau. Warum also immer mit dem Finger auf Russland zeigen, wo sich die USA doch selbst alles andere als zimperlich gerieren?

      • Natürlich sind die USA mit Südkorea verbündet. Sie haben Südkorea doch sogar (in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht) im Koreakrieg verteidigt, sonst wäre heute Korea vereint – als kommunistisches Land. Die Entwicklungsunterschiede zwischen Nord- und Südkorea zeigen den Unterschied zwischen Plan- und Marktwirtschaft, kommunistischer Diktatur und Demokratie sowie Freundschaft zu Russland plus China und den USA. Deshalb möchte jedes Volk, welches die Wahl hat, lieber mit den USA befreundet sein, während viele Despoten das anders sehen.

      • Schießen Sie hier nicht ein wenig über das Ziel hinaus?
        Planwirtschaft ist doch nicht die einzige Alternative zu US-Besatzung!
        Die Kolonialzeit sollte doch eigentlich überwunden sein …

      • Südkorea ist nicht von den USA besetzt, sondern mit diesen verbündet wie Deutschland auch. Seinerzeit wäre es ohne US-Hilfe kommunistisch geworden.

      • Ich habe nicht behauptet, dass SÜDKOREA von den USA besetzt ist. Aber die Bundesrepublik Deutschland war es zumindest bis 1990 (nach Auffassung vieler Deutscher ist sie es heute noch), wenn auch nicht von den USA alleine.

      • Die Besatzung der USA war am wenigsten belastend, die der Sowjetunion mit Abstand am meisten. Seit 1990 ist Deutschland nicht mehr besetzt und die davon abweichende Auffassung ist juristisch wie tatsächlich falsch.

      • Ob das unsere „Landsleute“ aus der ehemaligen DDR auch so sehen?

      • In den entscheidenden Momenten 1989 und 1990 hat die überwiegende Mehrheit der DDR-Bürger das klar erkannt. Heutiges Nostalgie-Gemotze kostet hingegen nichts.

      • Die DDR-Bürger dachten damals, dass das Schlaraffenland zu ihnen kommt und sie bis dato nicht wirklich dafür arbeiten müssten, dass ihnen die gebratenen Tauben in den Mund fliegen …

  5. Ja, Bravo und Glückwunsch! In diesem Artikel sind nur wenige Punkte genannt, die die politische Tätigkeit der ehemals Vernatwortlichen mehr als in Frage stellen. Das heißt im Umkehrschluss, dass es keiner politischen Kraft je gelingen wird, die wichtigsten Punkte für ein funktionieredes Miteinander zu installieren. Ausschließlich das Volk wird – wenn es sich endlich von seinem Sessel erhebt – den Gang der Geschichte so verändern, dass es nicht mehr auf die „Ehrenwörter“ der gescheiterten oder noch zu scheiternden Existenzen zurückgreifen muss. Wann endlich wird das „faule oder eventuell dumme Volk“ aufstehen und den Lauf der Dinge wieder selbst in die Hand nehmen?

  6. Zu den Kosten der s.g. ‚Wiedervereinigung‘ (aktuell wohl 2,5 Billonen, oder sind es inzwischen schon drei Billionen?) könnte man sehr lange ‚europäisieren‘. Mich wundert doch sehr, dass dieser Umstand von (perspektivisch auch in Ihrer ‚Eurokritik‘) bedauerlich eingeschränkten ‚Eurokritikern‘ immer wieder weggelassen wird. Dabei wäre schon die ‚Deutsche Währungsunion‘ ein mindestens so lohneswertes Thema, wie die ‚europäische‘. Eingeschränkt der Blick des Deutschen ist. Dabei bleibt es wohl. Wenn auch vollständig bürger-, individuums- und eigenschädlich, egal: Staazi- und Staatsdienlich immerhin. Also gut. Hurra.

    • Sie sollten nicht Ihren beschränkten Blick auf das Geldsystem mit dem der ernsthaften Eurokritiker verwechseln. Hätten sich die Westdeutschen die Wiedervereinigung sparen und die DDR-Bürger ihrem Schicksal überlassen sollen? Die Teilung Deutschlands war doch völlig willkürlich und die DDR-Bürger mussten schon mehr als genug unter der DDR leiden.

      • Sollen sich die Deutschen, Österreicher, Luxemburger und Niederländer die Vereinigung Europas sparen und die anderen Bürger der Eurozone einfach ihrem Schicksal überlassen? Die Teilung Europas (insbesondere als Währungsraum) war doch völlig willkürlich und die Südländer, Balkanesen, Levantiner und Vorderasiaten mussten schon mehr als genug unter ihren Regierungen leiden. (*Ironie off*)

      • Wieso unterstellen Sie mir einen „beschränkten Blick auf das Geldsystem“? Und woher wissen Sie, dass ich mich nicht intensiv mit von ihnen s.g. „ernsthaften Eurokritikern“ auseinandergesetzt habe? Sie wissen das nicht, sonst wüssten Sie beispielsweise dass sowohl die Konzeption „Nordeuro“, wie auch der Begriff nicht auf Henkel zurückgehen, der den ursprünglichen Sinn und Zweck dieser Konzeption meines Erachtens (und völlig jenseits, was ich davon halte) nicht richtig verstanden hat, später allerdings nicht hinter sein Buch zurückkonnte. Weiterhin wüssten Sie dann u.a., wie z.B. Hankel (nochmal unabhängig davon was ich von dessen Konzeptionen halte, ernst nehmen und respektieren konnte man ihn jedenfalls) zum ‚größten‘, inzwischen parteiführenden „Währunsexperten“ aller Zeiten‘ stand.

      • Wir haben Ihre Ansichten doch schon diskutiert und Sie konnten diese nicht sinnvoll erklären. Herrn Hankel zähle ich zu den ernsthaften Eurokritikern, während Herr Henkel nicht mehr vorrangig die Idee des Nordeuro vertritt.

      • Das bin ich nicht. Aber wollen wir nun Helmut Kohl, Gorbatschow, Bismarck oder Napoleon Bonaparte für Großdeutschland und den Euro „danken“? 😉

      • Das sind Sie doch, sonst würden Sie z. B. den Unterschied zwischen der groß- und kleindeutschen Lösung kennen. Für den Euro dürfen Sie sich insbesondere bei Herrn Mitterand bedanken, von den noch amtierenden Politikern bei Herrn Schäuble.

      • Was die seinerzeit herbeigeführte öffentliche Akzeptanz des Euro angeht, dürfen Sie sich unter anderem auch bei unserem derzeit in Manaus „amtierenden“ Parteifreund und Politiker Hans-Olaf Henkel bedanken. Aber der hat ja inzwischen immerhin seine Euro-Befürwortung widerrufen.

        Weiterhin möchte ich Sie doch sehr bitten, Ihre von den Ansichten anderer Diskussionsteilnehmer abweichenden Positionen nicht stets damit zu begründen, dass alle anders Denkenden ahnungslos seien. Auch wenn wir hier in Ihrem Blog diskutieren, den Sie selbstverständlich nach Gutdünken moderieren und kommentieren können, ist eine derart hochnäsige Handhabe doch im Grunde weit unter Ihrem Niveau – finden Sie nicht auch?

      • Über gute Argumente freue ich mich und lasse mich davon auch gerne überzeugen. Aber dafür müssen Sie sich mehr anstrengen, als nur mit Schlagworten und Verschörungstheorien um sich zu werfen. Großdeutschland hat z. B. eine klare Bedeutung, die Sie entweder nicht kennen oder bewusst ignorieren. Wenn es Ihnen nicht gefällt, dass dies beim Namen genannt wird, dann schreiben Sie bitte Sinnvolleres oder gar nichts mehr.

      • Natürlich ist mir bekannt, was gemeinhin unter dem Begriff Großdeutschland verstanden wird. Die Großmannssucht deutscher Politiker ist aber auch heute noch sehr ausgeprägt und auch Helmut Kohl können Sie diese wohl kaum absprechen. Daher habe ich die Metapher bewusst gewählt. Diese gezielte Spitzfindigkeit ist Ihnen vielleicht bei der ‚Beurteilung‘ meines Kommentars nicht aufgefallen. Aber die Grenzen zwischen Ironie, Satire, Realsatire und Sarkasmus sind eben oft fließend. ¡Así es la vida!

      • Warum Sie Deutschland hassen und sich zugleich in der Alternative für Deutschland tummeln, wird wohl immer Ihr Geheimnis bleiben. Jedenfalls hat es nichts mit Großmannssucht zu tun, dass Herr Kohl die Chance der deutschen Wiedervereinigung ergriff, die Herr Lafontaine ausschlagen wollte, wobei das wiedervereinigte Deutschland viel kleiner ist als die kleindeutsche Lösung von 1871.

      • Natürlich ist das „Wiedervereinigte Deutschland“ weder das von 1871 noch von 1937. Aber Deutschland ist nun mal ein Kunstprodukt wie zum Beispiel auch die ‚Republica Italiana‘.

        Dass ich für ein Europa der Regionen und nicht für Superstaaten oder gar für ‚Vereinigte Staaten von Europa‘ bin, daraus habe ich auch nie ein Geheimnis gemacht. Auf Bundesebene gibt es aber keine Partei, die meine Anliegen vollumfänglich vertritt.

        Ob die AfD sich tatsächlich als „Alternative“ zu den Altparteien bewährt, bleibt indes abzuwarten. Zur Zeit sieht es mir eher danach aus, als ob sich die AfD zur Alternative zu Wirtshaus-Stammtischen entwickelt.

      • „Wir haben Ihre Ansichten doch schon diskutiert und Sie konnten diese nicht sinnvoll erklären.“ Das ist wieder eine Unterstellung und schlicht unwahr. Es ist im Gegenteil so, dass ich mir gewünscht hätte, einmal Ihre Ziele und Konzeptionen sinnvoll begründet zu lesen, neben einem Artikel (den von mir aus auch ich schreibe) der eben begründet worauf meine Standpunkte, Ziele und Ansichten hinauslaufen. Verhindert wird derlei bislang nur durch Ihre ständigen Invektiven in meine Richtung, die ich nebenbei als (erstaunlich) unsouverän empfinde. „Herrn Hankel zähle ich zu den ernsthaften Eurokritikern, während Herr Henkel nicht mehr vorrangig die Idee des Nordeuro vertritt.“ Herr Hankel hat ganz eigene Vorschläge vorgetragen, die nichts mit wie auch immer gearteten Nordeuro-Ideen zu tun haben. Herrn Henkel mag man (sachlich) kritisieren, er ist sich (wenn man die Nordeurosache ausklammert, wo er sich meines Erachtens etwas verrant hat) aber im wesentlichen über Jahre treu geblieben. (Sicherheitshalber: Diese Aussage zu Henkel hat nicht das geringste mit Ihrem oder meinem oder dem von Ihnen bei mir vermuteten Standpunkt zu tun.)

      • Das ist keine unwahre Unterstellung, sondern kann jeder hier nachlesen. Ich finde es auch einfach nur langweilig, solche Sekundärdiskussionen zu führen. Entweder haben Sie etwas zur Sache zu sagen bzw. schreiben oder eben nicht.

        Ich habe nicht behauptet, dass Herr Hankel irgendwelche Nordeuro-Ideen vertreten hat, sondern ein ernsthafter Eurokritiker war. Das schließt sich aus meiner Sicht schon fast aus, da der Nordeuro keine sonderlich sinnvolle Idee ist. Herr Henkel war früher für den Euro, dann hat er u. a. den Nordeuro propagiert, jetzt scheint er wie ich für eine komplette Auflösung des Euro zu sien. Das sind durchaus verschiedene Positionen, wobei ich seine Lernfähigkeit positiv sehe. Wer immer an denselben falschen Vorstellungen festhält, ist kein Vorbild.

  7. „…doch seither hat Frau Merkel …seinen Politikstil noch perfektioniert“.

    Genau so ist es! Mit der linken „Modernisierung“ der CDU hatte Kohl schon angefangen und Konservative an den Rand der Partei gedrängt. Ich war über 20 Jahre CDU-Mitglied und könnte ein Buch darüber schreiben, wie Kohl ab Ende der 70er/Anfang der 80er Konservative in der CDU mobben lies, bis hinunter in die Ortsverbände sogar!

  8. Über Kohl kann man sagen was man will.
    Er war einschätzbar bei dem was er tat und was auch nicht unbedingt alles schlecht war.
    Bei Merkel weiß ich nur,das ihr die Bürger weit ganz weit am xxxx vorbeigehen.

    Ich kann über Kohl nichts abwertendes sagen,bei Merkel würde ich mich strafbar machen,würde ich sagen was ich denke.

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