200. Geburtstag von Bismarck

Otto von Bismarck wurde heute vor 200 Jahren geboren. Seine größte historische Leistung war die Gründung des Deutschen Reiches 1871, dessen erster Reichskanzler er von 1871 bis 1890 war. Bereits 1862 war er Ministerpräsident von Preußen geworden, was er ebenfalls bis 1890 blieb. In dieser Funktion führte er auch die drei Deutschen Einigungskriege (siehe ‚Friede von Wien vor 150 Jahren‘). Er gehörte zu den Konservativen, arbeitete jedoch anfangs mit den Liberalen zusammen und bekämpfte lieber im Kulturkampf die Katholiken, um sich später von den Liberalen abzuwenden und aktiv gegen Sozialisten vorzugehen, vor allem mit dem Gesetz gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie, aber auch mit der Einführung eines Sozialversicherungssystems, welches mit vielen Änderungen und Erweiterungen bis heute fortdauert. Während er Krieg als Mittel der Politik ansah, verfolgte er zugleich eine Gleichgewichts- und Bündnispolitik, deren spätere Vernachlässigung zum Ersten Weltkrieg beitrug. Insgesamt war er ein (1,90 m) großer Staatsmann. Sein politisches Wirken war eng mit Wilhelm I. verbunden, dessen Enkel Wilhelm II. ihn bald nach seiner Thronbesteigung entließ.

28 Gedanken zu „200. Geburtstag von Bismarck

  1. Die Bündnispolitik wurde nicht vernachlässigt, sie wurde einfach nicht mehr geführt. Für Wilhelm II war das Reich nicht mehr saturiert.

    • Gerade wenn Wilhelm II. das Reich nicht ausreichte, hätte er eine gute Bündnispolitik gebraucht. Fast allein einen Krieg gegen eine Vielzahl starker Feinde zu beginnen, ist ein Zeichen von Dummheit.

      • An Wilhelm II. gibt es bestimmt viel zu kritisieren. Aber einen Krieg begonnen (!) hat er nicht! Wenige Wochen vor Ausbruch des 1. Weltkrieges war Wilhelm II. noch mit seiner Yacht auf Urlaubsreise unterwegs. Er ist dem Krieg nicht aus dem Weg gegangen, er hat nicht diplomatisch vermittelt wo er hätte vermitteln können, ABER einen Krieg begonnen hat er nicht!!! Zahlreiche Wissenschaftler können heute glaubhaft erklären, dass es „einen Schuldigen“ am 1. Weltkrieg nicht gab. Säbelrasselnder Nationalismus auf allen Seiten und die Verkettung verschiedener Ereignisse haben das berühmte Fass zum Überlaufen gebracht.

      • Wer sagt denn, dass ein Herrscher nicht auch ein Idiot sein kann?
        Ein nicht frei gewählter „Adeliger“ dazu?
        Schon mal was von Inzest und seinen Auswirkungen gehört?

      • Der Stammbaum von Wilhelm II. sieht nicht so richtig nach Inzest aus. Allerdings dürfte er eine schwierige Kindheit gehabt haben… Das Modell von Wilhelm I., als Monarch, der den Thron (auf Umwegen) erbte, ein ausgesuchtes politisches Talent als Kanzler regieren zu lassen, dürfte übrigens nicht das schlechteste sein. Interessant ist übrigens auch das Herrschaftsmodell, welches den Guanchen, den Ureinwohnern Fuerteventuras, zugeschrieben wird: Es herrschten männliche Könige, doch die Herrschaft wurde über die weibliche Linie vererbt. Erstens ist diese weniger umstritten und zweitens konnten so durch Heirat geeignete Herscher ausgewählt werden, statt einfach auf die genetische Lotterie zu vertrauen.

      • Zitat:
        … ist ein Zeichen von Dummheit.

        Oder vielmehr der Ausdruck eines enormen Geltungsdrangs?

      • Eine bestimmte politische Konstelation in Europa ermöglichte den 1. Weltkrieg. Ich betrachte Frankreich und Russland als aktive Drahtzieher, nicht Deutschland!

      • @Afdler:

        Dummheit und Geltungsdrang schließen einander nicht aus.

  2. Bismarck verdanken wir wesentlich den Berlin Staat und die Einführung horrender Zwangsabgaben. Sein Geburtstag ist für mich kein Feiertag.

    • @ Herrn Meister
      Das ist ein aufrechtes Wort aus dem Süden unserer Republik. Immerhin soll Bismarck eurem schwermütigen König das Geld für Neuschwanstein verschafft haben, ist das wirklich so gewesen? Aber im Ernst, meine Vorfahren stammten aus dem heutigen Baden-Württemberg, daher weiß ich, dass der preußische Zentralismus den Menschen südlich des Weißwurst-Äquators sei jeher verhasst war. Die bodenständigen Bauern und Handwerker fluchten was das Zeug hielt darüber, dass den Provinzen das Geld abgepresst und in dem Sündenpfuhl der Reichshauptstadt sowie für preußisches Militärgepränge verprasst wurde. Ich kann mich Ihrer Meinung weitgehend anschließen. Aber auch an meinem jetzigen Wohnort am linken Niederrhein war das Preußentum traditionell äußerst unbeliebt, gleichwohl hat man preußisches Geld zur Fertigstellung des Kölner Doms nach etwa 600jähriger Bautätigkeit nicht verschmäht. Es hat ihn nun mal gegeben, den Reichsschmied und er hat die deutsche Kleinstaaterei beendet, bevor es vielleicht ein Anderer von außerhalb getan hätte.

      • In gewisser Weise hat es ein anderer von außen getan, nämlich Napoleon. Das hat zwar nicht lange gehalten, aber die anderen Ereignisse in Gang gesetzt.

      • @Rolf Werle:

        Neuschwanstein kann man aus heutiger Sicht getrost als sehr nachhaltiges Investment sehen. Es ist seit Jahrzehnten nicht nur Bayerns sondern wahrscheinlich ganz Deutschlands meistbesuchtestes Touristenziel. Die durch Neuschwanstein unmittelbar und mittelbar erzielten Steuereinnahmen dürften seine Bau-, Betriebs- und Instandhaltungskosten um ein Vielfaches übersteigen – auch wenn das nicht unbedingt die Absicht Ludwig II gewesen sein dürfte …

        Allerdings ist auch der Kölner Dom ein Besuchermagnet.

        Wirklich interessant wäre mal eine langfristige Kosten-Nutzen-Analyse derartiger Monumente.

      • Betriebswirtschaftlich lohnen solche Langfristiginvestitionen in der Regel nicht, weil die hohen Ausgaben am Anfang von abdiskontierten Erträgen Jahrhunderte später nicht kompensiert werden können. Volkswirtschaftlich mag das anders aussehen, zumal die richtige Diskontrate über Jahrhunderte nicht klar ist.

  3. Bismarck steht für mich für den Beginn des Verfall der Akzeptanz der Aristokratie in Deutschland.
    Sein privater Lebenswandel seit seiner Jugend war nun absolut nicht mehr „standesgemäß“ und wurde von der Aristokratie äusserst kritisch gesehen.
    Seine vielen Liebschaften, seine schulische Leistung, seine berufliche Ausbildung ja auch sein Umgang mit den Genußmitteln, waren mehr als abstossend für viele Familien der Adeligen.

    Er trank zu viel, er war nicht treue und ihn zeichnete sein Lebenswandel. Auch sein Verhältnis zu seinen Kindern war nicht wirklich dass, was man in diesen Kreisen normalerweise erwartet.

    Ein Vorbild war er nicht.

    Sein soziales politisches Denkmal, das letztlich von seinen politischen Feinden in 200 Jahren zu Hatz IV Monstrum ausgebaut wurde, zeigt dass der Wandel von 1850 – 2015 letztlich negativ zu betrachten ist.

    Ein instabile, mithin auch unfähige Führungskaste wurde von Bismarck hinterlassen und keine der nachfolgenden Elitengruppen hat es je geschafft diesen Trend zu stoppen, oder gar umzukehren.

    Ein schwacher Monarch und eine moralisch bedenkliche Aristokratie führte zum Wandel der Macht auf das Volk. Die Industrie nutzte diesen Wandel und finanzierte willfähige und dadurch auch ungebildete Kräfte. So wurde eine Politik im Sinne der Industrie geführt, nicht im Sinne des Volk.
    Das Volk war und ist bis heute vollkommen unwichtig. Man hat gelernt, dass man mit Wohlstand, einem vermeindlich besseren Leben das Volk ruhig hält, es möglichst auch unterhält mit Theater und Musik, ja heut mit TV. Dabei konsequent programmiert, was man für richtig hält.

    Das erstaunliche daran, das Volk weiß heute, dass es durch Propaganda gesteuert wird und ? Nichts, null Änderung in Sicht.

    Bismarck Geburtstag ist also letztlich ein Tag, an dem das Volk sich besinnen sollte, endlich für Freiheit ein zu stehen.

    Liberal ? Wo ist die Freiheit in der FDP oder der AfD ? Gerade die AfD predigt Freiheit und schnürrt sich mit Satzungsparagraphen ein. Regeln müssen sein, ja, aber weniger als bisher, dass führt zu Freiheit. Wenn Liberale Angst vor Freiheit haben, wird es doch absurd. Wenn Liberale mit Freiheit nicht umgehen können oder wollen, ist es doch mehr als nachdenklich.

    Zwei Gruppen in einer freiheitlichen Partei, die die Freheit des anderen nicht wollen. Die AfD ist nicht lberal. Die AfD ist nicht liberal, weil auch dort andere Meinungen bekämpft werden und nicht zugelassen werden. Ja, mehr Freiheit führt zu mehr chaotischen Dingen, dass ist aber das Herz von Freiheit und auch die Frucht für einen ständigen Wandel der Gesellschaft.

    Wenn seit 1850, seit Bismarck nur durch Geld politische Macht erreicht wird, heute eine SPD mit einem Vermögen von fast 1 Milliarde Euro zig fach mehr Geld hat als eine CDU oder AfD, führt es eben dazu, dass die anderen Parteien Geld suchen und annehmen um gegen eine SPD bestehen zu können.

    Sie glauben nicht an das Vermögen der SPD ? Die SPD hat nach dem Krieg, als Opfer der NSDAP viel Schadenersatz bekommen. Selbst nach der Wende bekam die SPD nochmals zig Millionen ( deutlich mehr als 70 Millionen DM wurden mal in der Treuhand errechnet) Immobilienwerte.

    Wundert es also wirklich, wenn CDU und andere sich durch Spendenaffären, Stiftungen Geldbesorgen ? Mich nicht.

    Was mich wundert ? Warum politisch aktive Mitmenschen nicht begreifen, dass dies politische System sich abschafft und die neue Aristokratie der Funktionäre in Brüssel dies auch so wollen.

    Griechenland zeigt uns doch deutlich, Volkeswille wird nicht respektiert. Der EU-Neuadel, die erneut nicht gewählten Herrscher bestimmen, wie das Volk zu leben hat.

    Widerstand zwecklos. Zumindest nicht im Namen von christlichen, oder sozialen, ja auch liberalen Gruppen, die nur Marionetten einer Epoche von 1850 – 20xx sind.

    Der Geburtstag von Bismarck ist also der Anfang vom Ende einer Partei gestützten Demokratie wie wir sie heute kennen.

    • Das ist leider wieder ziemlich wirr. Nehmen wir nur Ihren letzten Satz: Als Bismarck vor 200 Jahren geboren wurde, gab es weder Deutschland als einen Staat noch gar Demokratie oder Parteien im heutigen Sinne. Wie kann der Geburtstag dann den Anfang vom Ende darstellen, wenn noch nicht einmal der Anfang gemacht worden war?

      • Dann versuche ich es zu entwirren. Von 1815 – 1863 hatte sich die preussische Armee faktisch nicht entwickelt, war also ehr schlecht. Die Aristokratie war dafür verantwortlich.
        Die Märzrevolution 1848/49 zeigte dann das Aufbegehren des Volkes, weil eben eine schwache Aristokratie erkannt wurde. Parteien entstanden So die SPD 1863
        Bismarck wurde 1 Jahr vorher Reichskanzler

        Von Deutschland sprechen Sie, ich spreche von dem Volk auf dem Gebiet des heutigen Deutschland. Damals eben noch viele einzelne Länder.

        Von der Geburt Bismarck, also von 1815 an begann der Zerfall der Aristokratie-Macht und gerade der Lebenswandel von Bismarck bis 1862 ist ein exemplarischer Beleg für den moralischen Niedergang und auch der miesen Qualität der Führungskräfte in der damaligen Zeit.

        Parteien kamen also zeitgleich in das Spiel der Politik wie Bismarck. So meine Meinung zum Anfang.
        Bismarck hat politische Volksparteien nicht verhindern können, obwohl er vom König eingesetzt wurde, nur weil er eine Diktatur versprach um Reformen gegen den Willen des Abgeordnetenhaus umzusetzen.

      • Der absolute Tiefpunkt Preußens wurde 1806 erreicht. 1807-1813 gab es die Preußische Heeresreform, die natürlich auch danach noch umgesetzt werden mussste, wobei sich der Adel gegen wesentliche Neuerungen wehrte, die seine Vorrechte beschnitten. Die Märzrevolution war Teil einer größeren Bewegung in Europa. Es gibt historische Umwälzungen, die sich nicht dem Lebenswandel einzelner Personen zuschreiben lassen. Die nächste Heeresreform in Preußen fand übrigens von 1859-1866 statt. In diesem Zusammenhang wurde Bismarck 1862 als Kanzler eingesetzt, um den Widerstand der Liberalen zu brechen, die bereits über funktionierende Parteien verfügten, insbesondere die Deutsche Fortschrittspartei.

      • Bismarck musste Parteien zulassen. In seiner eigenen Heimat Preußen war dies auch nicht das Problem, da durch das Dreiklassen-Wahlrecht die Konservativen immer die Mehrheit bei Wahlen erzielten. Jedoch musste er bei der Reichsgründung den eher liberal ausgerichteten Südstaaten etwas anbieten. Dadurch kam es auf Reichsebene zum allgemeinen, gleichen, geheimen und dierekten Wahlrecht. Jedoch wurde der Reichstag gleichzeitig erheblich in seinen Kompetenzen beschränkt, da der Reichskanzler dem Kaiser verantwortlich war und nicht dem Reichstag.

  4. Wenn man die Museen der Kanaren durchstreift, lernt man , dass die Guanchen in einer matriarchalen Gesellschaftsordnung lebten. Es wird aber auch deutlich, dass diese Kultur sich nicht wesentlich von patriarchalen Systemen unterschied. Durch die Abgeschiedenheit der Inseln lebten die Alt-Kanarier beim Eintreffen der Spanier auf Quasi-Steinzeitniveau. Sie waren nicht in der Lage, größere Boote zu bauen, mit denen man die jeweils anderen Inseln erreichen konnte. Über nautische Kenntnisse, wie sie z.B. von den Polynesiern bekannt sind, sollen sie nicht verfügt haben. Die Töpferscheibe war unbekannt. Den Spaniern, die mit modernster Militärtechnik, eisernen Harnischen und Feuerwaffen anrückten, hatten die Guanchen nicht mehr als Holzkeulen und Wurfsteine entgegenzusetzen. Es gab zahlreiche Kleinkönigreiche, deren Herrscher sich wahrscheinlich vor dem Eintreffen der Spanier eifrig gegenseitig massakriert haben. Nach der Legende von La Pared soll auch der Mauerbau als Grenzbefestigung praktiziert worden sein, während man selbst überwiegend in Höhlen wohnte. Bedingt durch diese Kleinstaaterei, sollen sie nicht in der Lage gewesen sein, sich gegen die immer wieder einfallenden Piraten aus allen Teilen der damals bekannten Welt, zu verteidigen. Das Matriarchat führt also offenbar auch nicht zwangsläufig zu leistungsfähigeren Regierungsformen, geschweige denn zu einer friedlicheren und besseren Gesellschaft als patriarchalische Strukturen. Den Guanchen jedenfalls hat das Matriarchat offensichtlich keinen Vorteil gebracht.

    • Zumindest auf Fuerteventura soll es kein Matriarchat gewesen sein, bei dem die Frauen herrschten, sondern „nur“ eine Vererbung der Herrschaft auf der weiblichen Linie von der Mutter auf die Tochter, deren angeheirateten Ehemänner jeweils herrschten. Das Entwicklungsniveau war niedrig, was aber wohl auch mit der Kleinheit der Gesellschaften, deren Abgeschiedenheit und den natürlichen Gegebenheiten zusammenhing.

  5. Zum einen hat das Wilhelminische Deutschland nach der Reichsgründung 1871 ein wohlhabendes und selbstbewusstes Bürgertum hervorgebracht, das es in dieser Form in Deutschland bisher nicht gab. Auf der anderen Seite ist aber auch ein bürokratischer und regulierender, preußischer Beamtenstaat entstanden, der immer mehr Aufgaben an sich gezogen hat. Unter seiner Vollendung als Nanny-Staat leiden wir heute immer mehr!

    Merkel säuft wohl nur weniger als Bismarck…….

  6. Bismarck war der größte deutsche Kanzler. Der Vater der deutschen Einigung.

    Dennoch war er ein Suffbold, Frauenheld und schwer essgestört. Auch hatte er lange depressive Phasen, ähnlich wie bspw. Willy Brandt.

    Seine Außenpolitik war voller Maß und im Kaiserreich.
    Er war nicht so töricht wie seine Nachfolger, England, das untergehende Empire auf den Weltmeeren ernsthaft herauszufordern.

    England hatte am ehesten ein Interesse am Ausbruch des ersten Weltkriegs und mischte auf dem Balkan eifrig mit, wie historisch belegt ist. Verwicklungen ins Attentat von Sarajewo sind naheliegend.

    Um das größenwahnsinnig aufstrebende deutsche Reich unter Wilhelm in einen Zweifrontenkrieg zu stürzen war das Attentat sehr willkommen.

    Eine kluge Außenpolitik, wie Bismarck sie pflegte vermisst man heute.
    Elmar Brok, der mächtigste EU Außenpolitiker zündelte persönlich auf dem Maidan und unser Bundespräsident ist sowieso eine einzige Schande.

    Gute Beziehungen mit Russland und Frankreich sind seit jeher die Determinanten für Frieden in Europa.

    Leider haben die deutschen Eliten dies offensichtlich vergessen.

    • @AfD Zweifler

      Ordnung in Bismarcks-Zeit kann man heute nicht mit Weltordnung gleichsetzen. Heute sind es andere Akteure, andere pol. Systeme, andere Waffen uvm. Osmanen und k.u.k. Monarchie sind verschwunden. Deswegen ist es nur Unsinn wenn jemand wie Herrn Gauland sich in seinen pol. Profilierungsversuchen auf Bismarcks -Politik bezieht.

      Das England Interesse am Ausbruch des 1.WK gehabt hat , verwickelt in Attentat von Sarajevo war und am Balkan eifrig mitmischte sind bisher nur Ihre Theorien. England hat sicherlich Interessen in östl. Mittelmeerraum (Bosporus, Suez) gehabt. Alle andere Mächte haben mehr Interessen auf dem Balkan gehabt als England. Welche Quellen untertützen Ihre Theorie?

      Frankreich, Deutschland, Italien und England sind Teil der EU. Enge Zusammenarbiet zwischen NATO und EU sind unbedingt für unseren Sicherheitssystem erforderlich. Partnerschaft mit Russland unter System-Putin ist nicht möglich, sondern nur Arbeitsbeziehungen. Europa kann mit Russland nur von eine Position der Stärke kooperieren. Auf Völkerrechtsverletzungen kann man nur, als Demokratie, mit Sanktionen reagieren.

  7. „mit der Einführung eines Sozialversicherungssystems, welches mit vielen Änderungen und Erweiterungen bis heute fortdauert“

    Und das trotz all seiner Schwächen und unfaßbarem Mißbrauch durch die Regierungen aller Coleur sehr erfolgreich. Es gibt allerdings leider auch in der AfD Strömungen, die dieses System trotzdem kippen wollen. Die Abschaffung der umlagefinanzierten Rentenversicherung steht ganz vorne auf der Agenda von neoliberalen/wirtschaftsradikalen AfD-lern. Wenn dieser Tea-Party-Unsinn ins Parteiprogramm kommt, kann die AfD zusperren.

    • Bismarcks Sozialgesetze 1884-1889 waren ein grosser Fortschritt. Allerdings haben sich die Zeiten verändert, Menschen leben wesentlich länger und die umlagenfinanzierte Rentenversicherung bietet nur eine Sicherheit nahe Sozialhilfe-Niveau.

      Wer hier neoliberale AfDler diffamiert um für ein nicht haltbares Rentensystem zu polemisieren übersieht die Tatsachen. Ein Rentensystem wird durch Umverteilung nicht gerettet. Liberale Mitglieder sagen das was andere wissen aber verschweigen, Menschen müssen auch selbst vorsorgen. Mut der Wirtschaftsliberalen wird AfD weiterbringen, nicht die Lügen der Populisten.

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