Diskussionspapier zum Hochschulzukunftsgesetz

Nach meinem ‚Diskussionspapier zum Hochschulfreiheitsgesetz‘ habe ich meinen ‚Vortrag zum Hochschulzukunftsgesetz beim Workshop Hochschulmanagement‘ verschriftlich und als aktuelles Diskussionspapier „Zurück in die dirigistische Vergangenheit: Das Hochschulzukunftsgesetz in NRW“ vorab veröffentlicht. Da auch noch eine Zeitschriftenveröffentlichung geplant ist, ist eine ernsthafte Diskussion dazu besonders erwünscht, sei es hier in den Kommentaren oder auch per E-Mail. Im Übrigen habe ich wegen wiederholter technischer Probleme die Zähler des Herunterladens entfernen lassen.

5 Gedanken zu „Diskussionspapier zum Hochschulzukunftsgesetz

  1. Das ist ja grauslich -ich meine die Pläne der Regierung. Hier hilft nur noch die Klage vor dem Verfassungsgericht des Landes, müßte von einer juristischen Fakultät ausgehen. Ob auf die Richter freilich noch Verlass ist? – Ansonsten führt der Weg in die Angestelltenuniversität ohne jede Autonomie. Die Frage ist freilich wer diesen Job in den Bereichen, in denen man nicht auf starke Nebeneinkünfte zurückgreifen kann, noch machen wird, da ist man doch als Lehrer an einer Privatschule oder als Anwalt in einer großen Kanzlei etc besser bedient. Bei der Quote für die Gremien (Quoten für andere Minderheiten werden sicher folgen) stellt sich die Frage, ob sich die weiblichen Hochschullehrerinnen darüber so recht freuen können, denn das heißt auch mehr Arbeit. Ich vermute dass viele solche Ämter durch einen männlichen „Vikar“ werden wahrnehmen lassen. Letztlich kann die Rettung nur in privaten Hochschulen (in den Fächern wo das funktioniert) und in der außeruniversitären Forschung liegen, aus den Unis werden dann eben FH S – wie das alles freilich zum Exzellenzwahn der sonstigen Forschungsförderung passt, das ist so die Frage. Aber dies alles ist auch eine Folge der Tatsache dass die CDU jede Opposition gegen solche Maßnahmen aufgegeben hat.

  2. Als Beobachter der Hochschulaktivitäten fällt es mir schwer solchen Veränderungen grundsätzlich etwas negatives zu entnehmen.

    Jedoch habe ich Zweifel, ob die vom Staat bezahlte Tätigkeit mit Einkommensmöglichkeiten in anderen Gremien oder auch Unternehmen nicht zu Lasten der „Staatsaufgabe“ nämlich der Bildung von Studenten geht.

    So ein Artikel macht mich dann schon nachdenklich. Wie ist Ihre Meinung Herr Dilger, zu den Thesen :

    „Viele Professoren haben kein echtes Interesse an der Lehre“
    http://www.wiwo.de/politik/konjunktur/volkswirtschaftslehre-viele-professoren-haben-kein-echtes-interesse-an-der-lehre/11584832.html

    Würde das Gesetz hier Änderung schaffen ?

    • Sind Sie etwa für starre Frauenquoten und das Verhindern klassischer Seminare? Der Staat bezahlt mich nicht nur für Lehre, sondern ebenso für Forschung (und Selbstverwaltung). Das Problem ist die Qualitätskontrolle. Trotzdem ist die Lehrqualität in Deutschland im Durchschnitt (nicht an der Spitze) viel besser als in den USA, auch wenn solche Gesetze uns die Arbeit erschweren statt erleichtern.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s