Heil zu Hause

Gestern sind wir von einer zweiwöchigen Reise auf die Kanaren, konkret Fuerteventura, nach Düsseldorf zurückgekehrt. Dort erfuhr ich durch besorgte Anfragen von dem Flugzeugabsturz einer deutschen Germanwings-Maschine in den Alpen, die auch über Frankreich nach Düsseldorf unterwegs war (siehe „Die letzten Minuten des Germanwings-Flugs 4U 9525“). Der Absturz war mit 150 Toten der schlimmste Unfall einer deutschen Fluggesellschaft. Es tut mir leid um die Opfer und für deren Angehörige.

Zugleich bin ich froh, dass wir nicht abgestürzt sind. Ein solches Ereignis relativiert die meisten kleinen Probleme, mit denen man sonst so beschäftigt ist. Trotzdem bleibt das Flugzeug eines der sichersten Verkehrsmittel. Pro Kilometer ist es so sicher wie die Eisenbahn und viel sicherer als ein Auto (siehe „Die Gefahren des Fliegens“) oder gar Motorrad. Wenn etwas passiert, sind jedoch meist viele Menschen zugleich betroffen und kommt es weltweit in die Medien.

Es gibt noch einen zweiten Grund, warum ich besonders froh bin, dass wir heil und gesund wieder zu Hause sind. Denn bei der Abreise vor zwei Wochen war unser Sohn leider krank. Wir waren zuvor mehrfach beim Arzt, ob wir überhaupt reisen sollen bzw. dürfen. Zukünftig werde ich immer eine Reiserücktrittsversicherung abschließen, die man als Erwachsener nicht so braucht, aber bei einem häufiger kranken Kleinkind, dem man auch nicht so viel zumuten kann, schon. Jedenfalls sind wir trotzdem geflogen und es ist auch nichts passiert. Ein Antibiotikum hat die erst auf der Insel diagnostizierte Mandelentzündung ohne Komplikationen abheilen lassen.

21 Gedanken zu „Heil zu Hause

  1. Schließen Sie am besten eine ganzjährige Reiserücktrittsversicherung ab. Diese ist zumeist nicht teurer als die in den Reisebüros für eine einzelne Reise angebotene Versicherung. Diese gilt aber dann für jede Reise, auch für Verwandtenbesuche. Sie müssen nicht vor jeder Fahrt entscheiden ( falls Sie es dann überhaupt tun ), ob Sie mit zusätzlichem Aufwand eine einzelne Reiserücktrittsversicherung abschließen wollen oder nicht.

    Mit einer Auslandskrankenversicherung, die pro Kopf max. 8 EUR p.a. kostet, können Sie und Ihre Familie sich im Ausland behandeln lassen, ohne die Ansprüche auf Beitragsrückerstattung in Bezug auf die die Beihilfe ergänzende Krankenversicherung zu gefährden.

  2. Gut , mal eine Momentaufnahme in Ihr Privatleben zu nehmen. Wir teilen Ihre Betroffenheit um die verunfallten armen Menschen in dem Flugzeug, welche Tragik, was ein Unglück, wieviel Schmerz und Leid für die Angehörigen.

    Und auch für uns nicht direkt Betroffene , in der ganzen Welt empfindet man so, wie auch bei anderen Todesfällen die unerwartet kommen.

    In ähnlicher Situation wie Sie sind wir vor vielen Jahren mit unserem Sohn nach Teneriffa geflogen, der Kleine war mit 5 Jahren permanent stark erkältet, danach war alles wie weggeblasen, wir sind noch heute froh daß – gleichwohl es ein kleines Risiko war – in diesen für ihn Erholungsurlaub geflogen sind.

    Heute ist mein Sohn seitz Sonntag beruflich in Kanada, mit KLM , Sie können sich vorstellen, wie uns aktuell zumute ist.

    Auch wir sind immer sehr demütig bei jedem Flug und froh, wenn wir wieder auf der Erde sind, mit dem PKW nimmt man ja die Gefahr gar nicht ernst.

    Hoffentlich können die Angehörigen die kommenden furchtbaren Tage überstehen, jetzt erst wird der Verlust bewusst.

    PS Fuerteventura, Mondlandschaft pur, nur ganz im Süden wo wir am Strand, Hotel waren, geht es so. Sonne, Meer, Pool oben auf dem Hotel. Ein Sohn von uns war vor Jahren im Norden am Weststrand zum Surfen, war wohl optimal, wir jedenfalls möchten auf diese karge Insel nicht mehr hin, brauchen Grün !

    • Dass der Co-Pilot den Absturz wohl absichtlich verursacht hat, macht die Sache noch schlimmer. Um eine Wiederholung zu verhindern oder zumindest zu erschweren, sollten die Sicherheitsstandards nochmals geändert werden. Dass sich eine gestörte Person im Cockpit verschanzen kann, ist nicht optimal. Zumindest in so einem Fall sollte die Tür doch von außen zu öffnen sein.

      Fabian scheint jetzt ingesamt besser zu atmen als vor unserer Reise. Das Klima dort könnte ihm wirklich geholfen haben. Wir waren in Costa Calma, wo es einen bewässerten Palmenhain gibt. Außer El Hierro habe ich inzwischen alle Hauptinseln der Kanaren einmal besucht. Sie sind alle verschieden. Am besten gefallen hat mir wohl La Gomera.

  3. Luftverkehrsfahrzeuge gelten als die sichersten Verkehrsmittel überhaupt: Im Jahr 2014 gab es bei 33 Mio. Flüge drei Abstürze mit insgesamt 998 Toten. In der Bundesrepublik Deutschland belaufen sich die Verkehrstoten auf immerhin 3.368 Opfer. Damit möchte ich die Anzahl der Opfer nicht „klein“ reden. Diese Zahlen mögen nur veranschaulichen, dass Flugangst rational betrachtet unbegründet ist. Aber Ängste sind nunmal häufig nicht rational und gleichwohl sind sie ein Faktum.

    • Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst in Auftrag gegeben hast …

      Dass es 2014 nur drei Flugzeugabstürze gab, halte ich gelinde gesagt für eine schamlose Untertreibung.

      Die unzähligen Abstürze kleinerer Maschinen, auch in Nordamerika und Europa, insbesondere aber die hierzulande ausgemusterten, als Seelenverkäufer in Länder der dritten Welt verkauften alten Boeings und Airbusse werden von derartigen Statistiken nie erfasst, sondern immer nur die Flüge der großen Airlines. Ebenso selten wird über abgestürzte Inlandsflüge in Russland, China, Indien, Pakistan, Brasilien und vielen anderen Staaten berichtet.

      Hinzu kommt beim Verkehrsmittel Automobil, dass das Unfallrisiko ganz maßgeblich vom Fahrer, seiner Erfahrung und seinem persönlichen Reaktionsvermögen abhängt.

      Ich selbst habe in meinem Leben bislang weit mehr 3 Mio. km als Autofahrer zurückgelegt und nur etwa 200.000 km als Flugzeugpassagier. Trotz dieser Relation von etwa 15:1 habe ich in Flugzeugen schon mehrere äußerst brenzlige und weit prekärere Situationen als im Auto erlebt.

      Eine zivile Passagiermaschine (eine ältere Boeing 707) in der ich am Fenster saß wurde bei relativ niedriger Flughöhe im Dreiländereck Tschad/Sudan/Libyen von einem vom Boden abgefeuerten Projektil getroffen (das sichtbar den rechten Flügel beschädigte). Der Streifschuss oder Einschlag war in der Kabine deutlich zu vernehmen. Unser Pilot hat die Maschine zwar noch irgendwie mit nochmals verringerter Flughöhe bis Kairo gebracht (wo sie ausgetauscht werden musste), aber fragen Sie mich nicht, was das für ein Gefühl war.

      Auf einem Flug von Chiclayo nach Iquitos (beides Perú) – ebenfalls mit einer Boeing 707 – fiel unmittelbar nach der Überquerung des Andenhauptkamms das Kabinendrucksystem aus. Zum Glück waren nur 11 Personen an Bord, so dass keine Panik ausbrach. Der Pilot erklärte uns die Situation und flog auf einer Flughöhe von nur 900 Metern durch. Nicht auszumalen, was passiert wäre, wenn der Kabinendruck zwanzig Minuten früher in den Keller gegangen wäre …

      Als routinierter Autofahrer hat man die Situation selbst im Griff. Ich persönlich fühle mich da erheblich sicherer als ohne Rettungsfallschirm und persönliche Eingriffsmöglichkeit dem Schicksal ausgeliefert zu sein. Statistik hin, Statistik her.

      • Meines Wissens nach bezieht sich die Statistik nur auf große Verkehrsflugzeuge. Kleinflugzeuge sind in der Tat riskanter. Militärmaschinen sind auch nicht einbezogen. Ob die afrikanischen oder russischen Linienflügen mit ihrem höheren Risiko einberechnet sind, weiß ich nicht (falls ja, sind hiesige Flüge allerdings noch sicherer).

        Beim Autofahren unterliegen Sie allerdings einer Kontrollillusion. Sie können das Risiko beeinflussen, aber nicht völlig ausschalten. Psychologisch ist es auch normal, dass man ein bestimmtes Risikoniveau hat und bei günstigeren Umständen entsprechend anders, z. B. schneller fährt. Schließlich sind Unfälle relativ seltene Ereignisse, so dass selbst aus langem unfallfreien Fahren nicht zwingend auf ein risikoarmes Fahrverhalten geschlossen werden kann.

      • Was Sie beim Autofahrten als „Kontrollillusion“ bezeichnen, schützt einen zumindest vor so einem tragischen Tod wie dem der Insassen des Fluges 4U 9525, die ihr Schicksal nicht mehr in der eigenen Hand hatten und auch keinen Einfluss auf den Verlauf nehmen konnten.

        Eine „riskante Fahrweise“ hingegen lässt sich immerhin noch selbst beeinflussen, egal ob als verantwortlicher Fahrer oder als Beifahrer, der den Fahrer zu etwas Besonnenheit anhalten kann.

        Und selbst Geisterfahrern kann man in den meisten Fällen immerhin noch durch eigene Reaktion ausweichen (auch das habe ich schon selbst erlebt).

      • Als Beifahrer haben Sie keine Chance, wenn der Fahrer Sie wirklich töten will. Dasselbe gilt, wenn ein anderer Pkw- oder Lkw-Fahrer auf der Landstraße auf diese wahnsinnige Idee kommt und z. B. frontal in Ihren Wagen fährt. Wir sind jeden Tag darauf angewiesen, dass unsere Mitmenschen uns am Leben lassen und selbst weiterleben wollen.

      • Man kann als Beifahrer den Fahrer aber besser einschätzen und beobachten als einen anonymen Piloten hinter einer verschlossenen Cockpit-Türe.

        Zudem kann man im Straßenverkehr als erfahrener und vorausschauender Fahrer fast immer ausweichen, wenn ein anderer Verkehrsteilnehmer einen Fehler macht. Notfalls sogar in den Graben flüchten. Diese Möglichkeit haben Sie als Flugpassagier nicht.

        Aber wie auch immer – letztlich muss jeder Mensch selbst entscheiden, welchen Risiken er sich aussetzt und es ist auch eine ausgesprochen subjektive Sache, wie man sich dabei fühlt.

  4. Es bleibt abzuwarten, welche Ursache dieser tragische Flugzeugabsturz hatte. Wahrscheinlich war es technisches Versagen (die Automatikfunktionen des A320 lassen sich nicht deaktivieren) oder menschliches Versagen (angeblich war nur ein Pilot im Cockpit und sein Kollege soll verzweifelt versucht haben in das verschlossene Cockpit zurück zu kehren). Beide Fälle zeigen die Grenzen der Beherrschbarkeit von Technik/Technologien auf, denen wir oft so arglos unser Leben anvertrauen.

  5. Es scheint tatsächlich so zu sein, dass viele Bundesbürger psychische Probleme haben. Auch Kinder unserer Gesellschatr sind betroffen. Was hindert einen lebensmüden Menschen, ohne Rücksicht auf irgendjemand, sich selbst zu töten. Wir kennen dies von Islamisten und Fanatikern. Aber wie sollen wir uns gegen diese Menschen schützen. Ganz besonders dann, wenn man sich selbst oder seine Kinder einem solchen kranken Menschen anvertraut. Dieser traurige Vorfall wird vermutlich bei vielen eine zeitlang besondere Vorsicht walten lassen, aber in einigen Monaten sind diese Gedanken wieder in den Hintergrund gerückt. Genau so geht es mit allen Problemen, die uns betreffen. Ganz egal, ob es um die Politik, Europa oder die unbegreifliche Armut der Weltbevölkerung geht. Die Menschen lernen zwar aus ihren Fehlern und dennoch begehen sie immer wieder die gleichen krummen Wege, die in solche Situationen führen, die sie bereits einmal erlebt haben. Denken wir an die unschuldigen Menschen, die so schicksalhaft aus dem Leben gerissen wurden und halten in einem Gebet für sie alle inne.

  6. Wer ist das, der auf dieser Seite Werbung für eine Auslandskrankenversicherung anbiedert. Da kann ich nur raten: vorsicht, wenn es sich um Parteimitglieder handelt, die hier schmarotzen. Man sollte dies verbieten, denn diejenigen, die sich absichern wollen, werden in den entsprechenden Reisebüros umfassend informiert.

  7. Wenn man objektiv bleibt, ist die Zahl der lebensmüden Piloten doch verschwindend gering (von einigen exotischen Regionen der Erde einmal abgesehen). Eine größere Gefahr geht laut Statistik von besonders ehrgeizigen und selbstbezogenen „High-Performern“ im Cockpit aus. Ich denke da an Monsieur Hasseline, der als ehemaliger Star-und Vorzeigepilot der Air France 1988 in Mulhouse einen Airbus mit 130 Passagieren in einen Wald gesetzt hat und natürlich der ehemalige KLM-Chefpilot Veldhuizen van Zanten, der mit dem Unglück von Los Rodeos/Teneriffa 1977 die größte Katastrophe der Zivilluftfahrt zu verantworten hat. Nach den heute verfügbaren Erkenntnissen hat der Ehrgeiz dieser Männer sie zu unglaublich leichtsinnigen Handlungen verführt, die viele Menschen das Leben gekostet hat. Ein weiterer, sehr ernst zu nehmender Faktor ist die Heimtücke des Fly-by-Wire- Fliegens, das sicher im routinemäßigen Reiseflug sehr nützlich ist, aber in unvorhergesehenen Ausnahmesituationen leicht in die Katastrophe führen kann, siehe auch Lufthansa-Seitenwindlandung in Hamburg 2008 oder Lufthansa-Crash in Warschau 1993. Stellen Sie sich vor, Sie geraten mit Ihrem Auto auf der Autobahn in eine brenzlige Situation und eine unsichtbare Hand hält Ihr Lenkrad eisern so lange fest, bis Sie eine Rechenaufgabe im Kopf gelöst und das Ergebnis in eine Tastatur eingetippt haben. Wer würde sich in einem solchen Auto wohl fühlen? Als ehemaliger Segelflieger bin ich besorgt über den hohen Anteil der Simulatorstunden bei der Pilotenausbildung, den für sicheres Fliegen nötigen Respekt vor der Übermacht der Naturelemente kann der Simulator nicht vermitteln. Nach dem Germanwings-Absturz befürchte ich, dass die Computerfreaks in der Luftfahrt zusätzliches Oberwasser bekommen und man versucht, den menschlichen Einfluss noch mehr aus dem Cockpit zu verdrängen. Unter politischen Aspekten frage ich mich schon lange, ob das gigantische Volumen des weltweiten Luftverkehrs noch nützlich ist für die Menschheit. Der Treibstoffverbrauch ist astronomisch und der gesamte Apparat, einschließlich der Produktion von Verkehrsflugzeugen, ist hoch subventioniert. Gewerblicher Flugzeugtreibstoff wird nicht besteuert, das ist eine Wettbewerbsverzerrung, die mehr mit Planwirtschaft als mit Marktwirtschaft verwandt ist.

    • Die Zahl der lebensmüden Piloten ist zum Glück verschwindend gering, doch jeder Absturz deswegen ist einer zu viel, insbesondere wenn er sich durch bessere Sicherheitsstandards (mindestens zwei Personen im Cockpit und doch eine Öffnungsmöglichkeit für die Tür von außen, insbesondere wenn nur eine Person im Cockpit ist) hätte vermeiden lassen. Die weiteren Beispiele, die Sie anführen, sind ebenfalls auf menschliches Versagen zurückzuführen, wenn auch nicht auf Vorsatz, sondern Fahrlässigkeit. Warum lehnen Sie dann mehr Technik ab? Diese kann zwar auch versagen, aber das ist noch unwahrscheinlicher. Prinzipiell ist bereits der vollautomatische Flug möglich oder ein ferngesteuerter.

      P. S.: Flugbenzin sollte so besteuert werden wie anderes Benzin auch. Allerdings setzt das internationale Absprachen voraus. Ein nationaler Alleingang führt nur zu einer Verlagerung des Flugverkehrs ins Ausland.

      • Ich misstraue dem Einsatz von mehr Technik, weil die Technik aus meiner Sicht noch nicht reif genug ist, um mit blindem Vertrauen auf deren Leistungsfähigkeit die früher üblichen Sicherheitspuffer und Sicherheitsspielräume zu reduzieren. So ist das 2-Mann-Cockpit schon sehr lange Standard. Vor vielen Jahren gab es noch einen Bordingenieur und Navigator, also 3-Mann. Staurohre z.B. können potenziell immer vereisen oder in Bodennähe durch Insekten verschmutzen, egal, wie sorgfältig sie konstruiert sind. Die Anstellwinkelsensoren waren schon vor fünfzig Jahren beim legendären F-104 Starfighter ein ewiges Problem und mussten vor jedem Start vom Flugzeugführer eigenhändig auf Leichtgängigkeit überprüft werden, nur, damals hatten sie lediglich eine Warnfunktion für den Piloten und haben nicht aktiv in die Flugsteuerung eingegriffen. Ein wirklich routinierter Pilot mit großer, handwerklicher Flugerfahrung hat so etwas wie einen Anstellwinkelsensor „im Bauch“ , so etwa Wes Sullenberger bei seiner Wasserung auf dem Hudson River. ( Ich gebe zu, man muss natürlich in einer solchen Notlage auch einen passenden Hudson River zur Hand haben.) Oder siehe Voicerecorderaufzeichnung vom Air France Crash AF 447 Rio de Janeiro/Paris. Der Einsatz des Computers im Luftverkehr wird von der Betriebswirtschaft forciert um den Kostenfaktor „Mensch“ auszuschalten, nicht in erster Linie das Sicherheitsrisiko „Mensch“. Der Sicherheitsgedanke spielt natürlich auch eine Rolle, aber eben nicht primär. Diese Prioritätensetzung gefällt mir nicht. Ich weiß unbeschwerte Sonnenstunden an der Costa Calma auch sehr zu schätzen aber in ein vollautomatisch gesteuertes Flugzeug, in dem die Piloten nur Dekoration sind, werde ich mich vorerst nicht setzen. Vielleicht ist es auch nur Altersstarrsinn. Meine Lebensfreude auf den Kanaren wird allerdings oft getrübt, wenn ich mir vorstelle, dass die großzügigen sechsspurigen Autobahnen dort im Zuge der Euro-Transfer- und Haftungsunion von meinen Spargroschen errichtet wurden, weil die Spanier durch den Euro in die Lage versetzt wurden, sich sonnig unbeschwert bis über den sprichwörtlichen Schornstein zu verschulden. Teile der berühmten spanischen Immobilienblase kann man sehr eindrucksvoll an den schroffen Felswänden von Puerto de Mogán, Taurito,Puerto Rico und Arguineguin bestaunen. Auch fern der Heimat sagen mir solche Eindrücke auf Schritt und Tritt: „Der Euro muss weg!“

      • Warum überlässt man nicht den Kunden die Wahl, ob sie automatisierte oder menschlich gesteuerte Flugzeuge bevorzugen? Vermutlich hätten erstere seit Dienstag mehr Zulauf. Ich würde übrigens auch einen Flug mit weniger (sondern lieber besseren) Sicherheitskontrollen wählen.

        Auf Fuerteventura gibt es keine sechsspurige, aber eine kurze und völlig unnötige vierspurige Autobahn, die „natürlich“ größtenteils von der EU bezahlt wurde und deren weiterer Ausbau von ihr noch bezahlt wird.

  8. Pingback: Zurück von Lanzarote | Alexander Dilger

  9. Pingback: Krank auf Teneriffa | Alexander Dilger

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s