EZB bremst die eigene Bankenaufsicht aus

Nun bewahrheitet sich meine Vorhersage, dass mit der EZB der ‚Schlechtestmögliche Bankaufseher beschlossen‘ wurde. Die „EZB lehnt SSM-Vorschlag zu griechischen Banken ab“, folgt also aus rein politischen Gründen dem Vorschlag ihres eigenen Bankenaufsichtsgremiums nicht, dass griechische Banken nicht mehr beliebig viele kurzlaufende griechische Staatspapiere aufkaufen dürfen. Folglich dürfen bzw. müssen sie das weiter tun, so dass die absehbare griechische Staatspleite und der Grexit noch teurer werden.

5 Gedanken zu „EZB bremst die eigene Bankenaufsicht aus

  1. Ein Kasperltheater für das Volk. Mit einer Handvoll Dilettanten in den Hauptrollen. In Wahrheit geht es doch um etwas völlig anderes als der Öffentlichkeit hier vorgespielt wird.

  2. EZB und Bankenaufsicht ? Ein Widerspruch in sich bei diesem selbstgegebenem politischen Mandat von Draghi, der das in den italienischen Genen hat.

    Und sich im Kreis der europäischen Mächtigen auch mächtig vorkommen muss , darf, kann. Der Mann sitzt nicht am Katzentisch, er reguliert. Offensichtlich ist s e i n e Rhetorik der von Präsident Hollande und Kanzlerin Merkel geldweit überlegen.

    Es bleibt dabei : Bankenaufsicht über EZB teuer, völlig ineffektiv, wie ein Kropf.

    Und wer zahlt dieses blödsinnige Konstrukt, wie immer ?

  3. Dass der Euro eine politische Veranstaltung ist und deshalb Regeln beliebig gebrochen werden können, haben wir ja schon in der Vergangenheit erleben müssen. Da sowohl Merkel als auch Juncker behauptet haben, dass der Grexit nie stattfindet und dass sie dies mit allen Mitteln verhindern werden, kann man davon ausgehen, dass eine andere Agenda das Handeln beherrscht, als die, die vordergründig zu sehen ist.
    Es sind wohl geostrategische Überlegungen, die dazu führen werden, dass Griechenland unbegrenzt alimentiert wird. Griechenland ist der Südost-Pfeiler der NATO und damit wichtig für die momentane Konfrontationsstrategie der USA gegenüber Russland.:
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/03/15/merkel-will-grexit-vermeiden-um-nato-suedflanke-nicht-zu-gefaehrden/
    Damit kommen wir zu einem zweiten Aspekt: Viele US-Banken haben große Mengen sog. CDS verkauft – Credit Default Swaps. Dabei handelt es sich um Kreditversicherungen. http://www.rottmeyer.de/jim-sinclair-die-drohende-nicht-erklarte-insolvenz-von-funf-systemrelevanten-us-banken/
    Diese werden fällig, wenn ein Default-Ereignis eintritt, das von der ISDA, der International Swaps and Derivatives Association, festgestellt wird. Dies könnte manch eine Bank ins Straucheln bringen.
    Deshalb muß das Eintreten des Defaults verhindert werden und die Finanzierung Griechenlands ist alternativlos.

  4. Das muß ja eine unordentliche Wirtschaft sein bei der EU: Man „findet“ mal 2 Milliarden.
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/03/21/eu-findet-ueberraschend-zwei-milliarden-euro-und-kann-jetzt-griechenland-retten/
    Aber sind ja nur Steuergelder. Die kann man ja ruhig verschludern. Dann klebt man auf die Griechenlandproblematik flugs ein neues Etikett: Nicht mehr „Schuldenkrise“ sondern „Humanitäre Krise“ und schon kann das Hilfsgeld wieder fließen.
    Aber Merkel und Juncker haben ja versprochen, dass der Grexit nicht stattfindet. Mit allen Mitteln.
    Diesmal war’s anscheinend ein gründlicher Hausputz bei der EU.
    Wahrscheinlich schaut man jetzt öfter mal nach und findet noch mehr für Griechenland.
    Hier vielleicht eine Idee: Es ist ja bald Ostern und da werden ja auch Ostereier gesucht.
    Vielleicht findet sich das eine oder andere Milliardenei.

  5. Sicher hat man mit der EZB als Bankenaufsicht den Politbock zum Finanzgärtner gemacht.

    Aber sonderlich klar ist die Meldung auch nicht. Bislang las man ja, dass die Erlaubnis zum Ankauf von T-Bills auf 15 Mrd. gedeckelt sei.
    Aus dem Artikel lässt sich jedoch nicht entnehmen, ob das noch gilt, oder ob jetzt jede Deckelung weg ist.

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