Anfrage der taz abgelehnt

Die taz wollte mit mir über Herrn Pretzell sprechen. Ich habe das abgelehnt:

Sehr geehrte Frau XY,
nach diesen „Unwahrheiten in der taz“ – https://alexanderdilger.wordpress.com/2013/09/06/unwahrheiten-in-der-taz/ -, für die es nie eine Enschuldigung gab und die erst nach Einschaltung eines Anwalts widerrufen wurden, dessen Kosten dann auch noch herausgeklagt werden mussten – https://alexanderdilger.wordpress.com/2014/08/01/taz-musste-zahlen/ -, haben Sie bitte Verständnis dafür, dass ich an einem solchen Gespräch nicht interessiert bin. Am besten fragen Sie die drei Stellvertreter von Herrn Pretzell.
Mit freundlichen Grüßen
Alexander Dilger

Hinzu kommt der Grund, warum ich auch hier bislang keinen Beitrag dazu geschrieben habe: Meine Meinung zu Herrn Pretzell ist bekannt, doch bei seinen jüngsten Skandalen verfüge ich über keine Informationen aus erster Hand. Also mögen sich Berufenere dazu äußern.

84 Gedanken zu „Anfrage der taz abgelehnt

  1. Wer die AfD hat, der braucht keinen Krimi !

    Der letzte Stand – laut FAZ – ist wohl, dass Pretzell auf der Flucht vor den Gläubigern ist. Bleibt die spannende Frage, ob der Haftbefehl schon raus ist oder noch kommt. In jedem Fall entwickelt sich der Fall Prezell langsam aber sicher in einen spannenden Krimi mit hohem Unterhaltungswert.

    „Zivilprozessordnung
    § 802g Erzwingungshaft
    (1) Auf Antrag des Gläubigers erlässt das Gericht gegen den Schuldner, der dem Termin zur Abgabe der Vermögensauskunft unentschuldigt fernbleibt oder die Abgabe der Vermögensauskunft gemäß § 802c ohne Grund verweigert, zur Erzwingung der Abgabe einen Haftbefehl. In dem Haftbefehl sind der Gläubiger, der Schuldner und der Grund der Verhaftung zu bezeichnen. Einer Zustellung des Haftbefehls vor seiner Vollziehung bedarf es nicht.
    (2) Die Verhaftung des Schuldners erfolgt durch einen Gerichtsvollzieher. Dem Schuldner ist der Haftbefehl bei der Verhaftung in beglaubigter Abschrift zu übergeben.“

    https://www.yumpu.com/de/document/fullscreen/37690047/afd-landesvorsitzender-pretzell-sollte-offenbarungseid-leisten

  2. Wer kritisiert, sollte auch loben, wenn die Zeit gekommen ist. Sie haben sich trotz Ihrer Abneigung gegen Herrn Pretzell vernünftig, diszipliniert und vorbildlich verhalten.

  3. Absolut richtig gemacht! Leider musste ich mit der taz ganz ähnliche Erfahrungen wie Sie machen. Zusammen mit der WAZ sind das die unangenehmsten Gesellen – wenig bis gar nicht an tatsächlichem Geschehen interessiert. Da wird regelmäßig über Betroffene berichtet, diese öffentlich vernichtet, ohne dass den Betroffenen überhaupt Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben worden war. – Und bei aller nachvollziehbaren Kritik an vielen Parteifreunden sollte man den vergifteten Angeboten der Presse ohnehin widerstehen.

  4. Die TAZ beabsichtigt sowieso nur irgendwie Schmutz ausfindung zu machen,den sie dann veröffentlichen kann.Den gefallen muß man denen nun wirklich nicht machen.

  5. Weitere Worte und Sätze zu diesem Thema sind gar nicht mehr nötig. Herr Pretzell redet und schreibt sich selbst um Kopf und Kragen. Völlig uneinsichtig missbraucht er jetzt sogar schon die Mitgliederzeitung des Landesverbands NRW, um gegen einige seiner Vorstandskollegen zu wettern (Mitgliederzeitung Sonderausgabe Pretzell).

    • Ein steht doch fest, Herr Prezell ist nicht schuld. Schuld sind immer die Anderen.

      Herr Pretzell versteht es sehr gut, um den Brei herum zu reden. Sein Rundbrief und seine Sonderausgabe haben keine neuen Erkenntnisse gebracht.

      • Die Opferrolle hat Herr Pretzell offenbar schnell erlernt.
        Wer da wohl sein Lehrer bzw. Vorbild war?

        Honi soit qui mal y pense …

      • Pretzell versucht die Sache so gut als möglich zu vernebeln. Tatsächlich liegen ja inzwischen schon mehrere Zwangsvollstreckungssachverhalte vor.

        Es gehen in so der Pfändungssache einige Sachen durcheinander. So ist gemeinhin bekannt, dass das Finanzamt in die Parteikassen der AfD pfändete, weil Drittschuldnererklärungen nicht abgegeben und Zwangsgelder nicht bezahlt worden sind.

        Die FAZ berichtet hingegen davon, dass Eidesstattliche Versicherungen nicht abgegeben worden sind und dass sich die betreffende Person durch Wohnungslosigkeit der Vollstreckung entziehen würde. Hierbei handelt es sich um zivilrechtliche Forderungen, denn Gerichtsvollzieher vollstrecken ausschließlich solche Forderungen; zumal die Inkassobüros auch von katastrophalen Bonitätseinstufungen sprechen. Inkassobüros interessieren sich für die Zuverlässigkeit bei der Bedienung von zivilrechtlichen Forderungen und geben Auskunft über Zahlungsverhalten im Wirtschaftsverkehr, aber nicht über öffentlich-rechtliche Auseinandersetzungen wie mit dem Fiskus.

        Es liegen also mehrere Arten von Schulden und Zwangsvollstreckungen vor, nämlich die von Seiten des Finanzamtes und die von Seiten der Privatgläubiger.

        Was spannend bleibt, das ist die Frage, ob ein Haftbefehl auf Erzwingungshaft zur Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung schon erfolgt oder in Anbahnung ist.

        Dipl.-Rechtspfleger Peter Mock gibt in seinem Aufsatz einen Überblick über das Prozedere:

        http://www.iww.de/ve/archiv/der-praktische-fall-eidesstattliche-versicherung-bei-wohnungslosem-schuldner-f41150

    • Das alles zeigt doch, dass die Dinge JETZT auf den Tisch müssen. Die von Herrn Wilhelm angesprochene Vernebelungstaktik sehe ich auch. Nicht auszumalen, wenn weitere Verfehlungen des designierten Spitzenkandidaten erst im Landtagswahlkampf ans Tageslicht kommen. Da werden sich die Medien und der politische Wettbewerb die Hände reiben…. Ich empfehle uns allen übrigens dringend, auch noch mal einen Blick in die Reihe der fachpolitischen Sprecher zu werfen, denn dort tickt die nächste Zeitbombe. Dort findet sich mindestens eine weitere Person mit erheblichen finanziellen Problemen nach Insolvenzen. Diese Person gab anlässlich ihrer Kandidatur gegenüber dem Landesvorstand jedoch an, „Privatier“ zu sein. Und hier liegt das Problem: Nicht das eigene Scheitern im Beruf, das verzeihbar wäre und einer politischen Karriere nicht im Weg stehen darf, ist problematisch. Wohl aber der Umgang damit, der der aus den Altparteien bekannten Mischung aus Verleugnung und Verschleierung gleichkommt.

      • Aha.

        Unternehmerische Risiken einzugehen und auch einmal damit zu scheitern ist also Ihrer Ansicht nach ein Tabu, das nicht gebrochen werden darf?

        Was glauben Sie, von wessen Steuergeldern die gut situierten und abgesicherten Beamten und Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bezahlt werden?

        Was ist das für eine Gartenzwerg-Ideologie?
        Mut zur Wahrheit sieht für mich anders aus als zu diffamieren und zu hetzen auf Teufel komm raus.

        Bitte sehen Sie sich diesen Beitrag an und denken Sie ein wenig nach:
        http://www.arte.tv/guide/de/057422-006/yourope

      • Bitte lesen Sie erst, bevor Sie kritisieren. Herr Sodenkamp schreibt richtig: „Nicht das eigene Scheitern im Beruf, das verzeihbar wäre und einer politischen Karriere nicht im Weg stehen darf, ist problematisch.“

      • Sie erwarten von jedem Funktionär einen Striptease.
        Wären Sie selbst dazu auch bereit?

  6. Der Rundbrief inkl. Sonderausgabe der Mitgliederzeitung des Herrn Pretzell haben sehr wohl neue Erkenntnisse gebracht. M.E. hat Herr Pretzell damit seine Doppelmoral und seine Doppelzüngigkeit offenbart.
    Zum einem bedient er sich der gleichen Maßnahmen, die er in der jüngsten Vergangenheit bei einigen seiner Vorstandskollegen anprangert hat (Missbrauch des E-Mail-Verteilers der AfD NRW zu persönlichen Zwecken) und zum anderen legt er noch eine Schüppe drauf und missbraucht sogar noch die Mitgliederzeitung der AfD NRW für seine persönlichen Belange.

    Zudem kommt, dass in dem Rundbrief inkl. Sonderausgabe der Mitgliederzeitung ganz klar deutlich wird, dass Herr Pretzell offenbar die Unwahrheit spricht. Nur ein Beispiel – ich zitiere: “Nur eines will ich hier noch anmerken: Ich habe meinen Wohnsitz in Bielefeld nicht abgemeldet – das muss jemand anderes erledigt haben und zwar ohne mein Wissen und ohne meinen Auftrag.”

    Indizien für die Unwahrheit: https://www.bielefeld.de/de/rv/btest/formulare/formular.html?id=2001-04-18-12.06.32.768793 (Zitat: Anmerkung: Das Formular “Abmeldung bei der Meldebehörde” können Sie am Bildschirm ausfüllen und anschließend ausdrucken. Zurzeit ist jedoch eine persönliche Vorsprache für eine Anmeldung weiterhin nötig.) oder https://www.bielefeld.de/formulare/Melde_Merkblatt030512.pdf (Zitat: Meldepflichtige Personen können sich durch eine hierzu bevollmächtigte Person vertreten lassen, wenn die Vollmacht öffentlich oder nach § 6 Abs. 2 des Betreuungsbehördengesetzes durch die Urkundsperson bei der Betreuungsbehörde beglaubigt ist. Die Abgabe des ausgefüllten Meldescheins bei der Meldebehörde kann auch mit formloser Vollmacht des Meldepflichtigen, ggf. einer Person mit Betreuungsvollmacht, durch Dritte erfolgen).

    Wenn er also tatsächlich abgemeldet ist, dann muss er es entweder selbst getan haben oder ein Bevollmächtigter hat es für ihn getan.

    Abgesehen davon gibt es in Bielefeld gar keine Abmeldepflicht: https://www.bielefeld.de/de/rv/btest/formulare/formular.html?id=2001-04-18-12.06.32.768793 (Zitat: Hinweis: Eine Abmeldepflicht gibt es nur noch in Ausnahmefällen, wie etwa bei einem Fortzug ins Ausland oder bei der Aufgabe einer Nebenwohnung. Wer beispielsweise eine bislang bewohnte Nebenwohnung aufgibt und danach nur noch seine Hauptwohnung bewohnt, bleibt weiter abmeldepflichtig).

    • Warum soll nach einer Scheidung nicht die Ex-Frau die Abmeldung vornehmen können, wenn sie glaubhaft macht, dass der Ex-Mann schon lange nicht mehr dort wohnt? Das ist übrigens ein melderechtliches Vergehen, sich nicht an den tatsächlichen Wohnort umzumelden.

      • Ganz einfach, weil die Ex-Frau dafür ein ausgefülltes und unterschriebenes Abmelde-Formular sowie eine zumindest formlose Vollmacht des Meldepflichtigen (in diesem Fall von Herrn Pretzell) vorlegen müsste.

      • Das behaupten Sie. Wenn die (ehemalige) Ehefrau oder z. B. auch der Vermieter glaubhaft macht, dass jemand definitiv nicht mehr an der gemeldeten Adresse lebt, ist ebenfalls eine Abmeldung möglich.

      • Das behaupte ich nicht nur, sondern kann es auch belegen:

        https://www.bielefeld.de/formulare/Melde_Merkblatt030512.pdf

        Zitat: Meldepflichtige Personen können sich durch eine hierzu bevollmächtigte Person vertreten lassen, wenn die Vollmacht öffentlich oder nach § 6 Abs. 2 des Betreuungsbehördengesetzes durch die Urkundsperson bei der Betreuungsbehörde beglaubigt ist. Die Abgabe des ausgefüllten Meldescheins bei der Meldebehörde kann auch mit formloser Vollmacht des Meldepflichtigen, ggf. einer Person mit Betreuungsvollmacht, durch Dritte erfolgen.

        Zitat: Angehörige einer Familie oder Lebenspartnerschaft mit denselben bisherigen und künftigen Wohnungen. sollen gemeinsam einen Meldeschein verwenden; es genügt, wenn nur eine Person den Meldeschein unterschreibt.

      • Zitat: Die Abgabe des ausgefüllten Meldescheins bei der Meldebehörde kann auch mit formloser Vollmacht des Meldepflichtigen, ggf. einer Person mit Betreuungsvollmacht, durch Dritte erfolgen.

        Sagt klar aus, dass ein Dritter nur gegen Vorlage einer formlosen Vollmacht den Meldeschein bzw. die Abmeldung(https://www.bielefeld.de/formulare/Abmeldung080409.pdf) für den Meldepflichtigen abgeben kann.
        Es versteht sich dabei von selbst, dass der Meldepflichtige selber vorher den Meldeschein bzw. die Abmeldung ausgefüllt und unterschrieben haben muss.

        Zitat: Angehörige einer Familie oder Lebenspartnerschaft mit denselben bisherigen und künftigen Wohnungen. sollen gemeinsam einen Meldeschein verwenden; es genügt, wenn nur eine Person den Meldeschein unterschreibt.

        Bedeutet im Umkehrschluss, dass die alleinige Unterschrift eines Familienmitgliedes nur genügt, wenn es gemeinsam mit dem anderen Familienmitglied die Wohnung bzw. Wohnort wechselt.
        Da dies hier aber offensichtlich nicht der Fall war, hätte das Familienmitglied auch keine Abmeldung des anderen Familienmitgliedes – ohne die vorgenannten Voraussetzungen – vornehmen können.

      • Die ständige Wiederholung macht Ihren Punkt auch nicht stärker. Natürlich gibt es weitere Fälle, in denen der Meldepflichtige nicht selbst unterschreiben muss. Denken Sie an einen Todesfall.

      • Nun gut, gehen wir mal davon aus, dass der Ex-Mann verstorben ist, was hier offensichtlich nicht der Fall ist, dann müsste die Ex-Frau zur Abmeldung ihres Ex-Mannes einen entsprechenden Nachweis (z.B. Sterbeurkunde) vorlegen. Dürfte konkret in diesem Fall wohl eher schwierig werden, oder?

  7. Es gibt auch Obdachlose ohne festen Wohnsitz.
    Vielleicht gehört Ihr Landesvorsitzender ja zu dieser Bevölkerungsgruppe?

    • In dem Fall würde sich mir direkt die Frage stellen, wie jemand zum Sprecher der Alternative für Deutschland Nordrhein-Westfalen gewählt werden kann, der keinen festen Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen hat.

      • Die Bundessatzung steht einer Mitgliedschaft im Landesverband jedenfalls nicht entgegen (siehe § 4 Abs. 7 und 8). Und wenn er dort Mitglied ist, kann er wohl auch in ein Parteiamt gewählt werden.

        Aus der Bundessatzung der Alternative für Deutschland:

        㤠4 Erwerb der Mitgliedschaft

        (6) Soweit sich aus den nachfolgenden Regelungen nichts Abweichendes ergibt, sind Mitglieder grundsätzlich dem Gebietsverband zugehörig, in dessen Gebiet sich ihr melderechtlicher Hauptwohnsitz befindet. Bei einem Wechsel des Hauptwohnsitzes hat das Mitglied den Wohnsitzwechsel unverzüglich dem bisherigen und dem neuen Gebietsverband anzuzeigen.

        (7) In Ausnahmefällen kann ein Mitglied bei Vorliegen eines sachlichen Grundes beantragen, aus seinem Gebietsverband auszuscheiden und stattdessen Mitglied in einem anderen zu werden. Der Wechsel bedarf der Zustimmung des Vorstands des aufnehmenden Gebietsverbandes und des zuständigen Landesvorstands. Die Landesverbände können in ihrer Satzung Näheres regeln.

        (8) Deutsche, die ihren Wohnsitz außerhalb Deutschlands haben, sind regelhaft nur Mitglieder des Bundesverbandes. Über ihre Aufnahme entscheidet der Bundesvorstand. Diese Mitglieder haben das Recht, eine Mitgliedschaft in einem untergeordneten Gebietsverband in sinngemäßer Anwendung von Abs. 6 zu beantragen.“

      • § 4 Abs. 6 Satz 1 knüpft doch explizit am gemeldeten Wohnsitz an. Wenn Herr Pretzell nicht in NRW gemeldet ist, ist das ein Problem. Wenn er seinen Wohnsitz in Brüssel hat, greift § 4 Abs. 8 Satz 1, ist er also bundesunmittelbares Mitglied und nicht Mitglied in NRW. Einen Antrag nach Satz 3 hat er bislang nicht gestellt (wobei der Verweis auf Abs. 6 wohl fehlerhaft ist und eigentlich auf Abs. 7 erfolgen müsste). Unklarer ist es allerdings, wenn Herr Pretzell gar keinen gemeldeten Wohnsitz hat.

      • Das ist tatsächlich eine interessante Frage. Nach den Wahlgesetzen ist es auch dem Obdachlosen möglich, wählen zu gehen. Der Obdachlose kann an seinem letzten Wohnsitze beantragen, an der Wahl teilnehmen zu können. Möglicherweise hat Pretzell von diesem Wahlrecht Gebrauch gemacht oder er müsste als passiv Wahlberechtigter auf sein aktives Wahlrecht verzichtet haben, was ja auch schon wieder der Sache eine besondere Note verleiht: Die AfD-NRW als Obdachlosenpartei, bei dem Obdachlose für Parlamentswahlen kandidieren, aber selbst nicht teilnehmen. Das haben bislang selbst die Sozis nicht hingekriegt…

      • Die Bundessatzung sieht keine Obdachlosenregelung vor. Es stellt ganz selbstverständlich darauf ab, dass jemand einen Wohnsitz hat und sich entsprechend an- oder abmeldet. Es soll so ja auch vermieden werden, dass jemand sich mehrere Stimmrechte erschleicht.

        Es gibt ferner die Regelung, dass Deutsche mit ausländischem Wohnsitz die Parteimitgliedschaft auf Bundesebene beantragen können. Diese Person kann auch bei der einschlägigen Untergliederung den Antrag stellen, auch dort aufgenommen zu werden.

        Im konkreten Fall war Pretzell schon in Bielefeld abgemeldet als er noch Kreis- und Bezirkssprecher in Bielefeld und Detmold war.

        Es stellt sich also schon die Frage, ob, wo und wann Pretzell sesshaft gewesen war. Allenfalls dort, wo er ggf. sesshaft war, waren die Mitgliedschaften möglich. Die Rechtmäßigkeit der Sprechertätigkeiten und damit auch die der Vorstandsbeschlüsse dürften in Anbetracht der fraglichen Mitgliedschaften ebenso fraglich sein.

      • Woher wollen Sie denn wissen, ob und wo Pretzell seinen Wohnsitz hat?
        Sie spekulieren im luftleeren Raum!

      • Lieber Herr Meister,

        Pretzell räumt selber ein, dass der der AfD bekannte Wohnsitz nicht mehr besteht. Er räumt auch ein, dass dieser abgemeldet worden ist. Er behauptet allerdings, es habe ein Dritter gemacht.

        Melderechtlich hätte er natürlich einen Wohnsitz anmelden müssen, soweit es einen solchen gibt. Natürlich hätte er auch gegenüber der AfD den neuen Wohnsitz anmelden müssen, siehe Bundessatzung.

        Pretzell war nach meinem bisherigen Kenntnisstand bis Febr. 2014 in Bielefeld gemeldet. Er war danach noch Sprecher des Kreisverbandes Bielefeld und des Bezirksverbandes Detmold. Wenn er sich z.B. mit seinem Hauptwohnsitz in Gütersloh befunden haben sollte, dann hätte er nicht mehr Kreissprecher von Bielefeld sein dürfen. Sämtliche Vorstandsbeschlüsse wären seit dem Wohnsitzwechsel fehlerhaft zustande gekommen. Sollte er seit dem Febr. 2014 über überhaupt keinen ständigen Wohnsitz verfügt haben, sondern sich bei Freunden, Familie, pp., aufgehalten haben, dann wären auch die Mitgliedschaften im Bezirksverband Detmold und Landesverband NRW fragwürdig. Er hätte als Sprecher gar nicht antreten dürfen.

        Zu Ihrem Spekulationsvorwurf:

        Sie verkennen die Darlegungs- und Beweislast.

        Wer Mitgliedsschaftsrechte in Anspruch nimmt, der behauptet inzident auch, dass die Voraussetzungen vorliegen.

        Nunmehr steht fest, dass die Voraussetzungen für die Ausübung von mitgliedsschaftlichen Rechten nicht vorlagen. Er hatte einen anderen Wohnsitz als angegeben oder gar keinen Wohnsitz. Beides war gegenüber der AfD zu melden gewesen. Eine einschlägige satzungsrechtliche Vorgabe ist bis heute nicht erfüllt. Mangels Erfüllung besteht keine Mitgliedschaft in den Gebietsverbänden.

        Wenn Pretzell tatsächlich seit dem Febr. 2014 ohne festen Hauptwohnsitz leben sollte, dann hätte eine gesonderte Regelung getroffen werden müssen. Er hätte im Falle des ständigen Aufenthaltswechsels analog zu den Regelungen von Mitgliedern im Ausland, den Antrag stellen können, trotzdem in einem Gebietsverband aufgenommen zu werden. Vermutlich hätte ihn dann der Gebietsverband aufgenommen, in dem er sich am meisten aufzuhalten pflegt. Wenn eine solche Regelung nicht möglich ist, dann hätte man ihn vielleicht analog zu den WahlG in Bielefeld mitgliedsschaftlich untergebracht. Letztlich – und das ist der entscheidende Punkt – hätte über die Aufnahme ein Gebietsverband entscheiden müssen.

        Nimmt ihn keiner auf, dann wäre er eben nur bundesunmittelbares Mitglied.

        Zur Zeit steht fest, dass er mangels Antragstellung und / oder Offenlegung seines Hauptwohnsitzes, falls ein solcher überhaupt besteht, nirgends aufgenommen ist, weshalb er seit dem Februar 2014 weder Mitglied noch Sprecher des Landesverbandes NRW oder sonstigen Gebietsverbänden ist. Die Vorstandsbeschlüsse seit dem Febr. 2014, an denen Pretzell mitwirkte, sind in Hinblick auf die wahren Mehrheitsverhältnisse zu prüfen !

        Wegen meines laufenden Schiedsgerichtsverfahren, das sich gegen die Kooption von Wagner, pp. richtet, werde ich die erweiterte Einwohnermeldeamtsauskunft der Stadt Bielefeld einholen und diese in das Verfahren einbringen. Die Kooptionen könnten sich dann aufgrund der wahren Mehrheitsverhältnisse erledigt haben.

      • Zitat: Wegen meines laufenden Schiedsgerichtsverfahren, das sich gegen die Kooption von Wagner, pp. richtet, werde ich die erweiterte Einwohnermeldeamtsauskunft der Stadt Bielefeld einholen und diese in das Verfahren einbringen. Die Kooptionen könnten sich dann aufgrund der wahren Mehrheitsverhältnisse erledigt haben.

        Interessant – der erweiterten Einwohnermeldeamtsauskunft der Stadt Bielefeld kann man doch dann sicherlich auch entnehmen, wer den nun die Abmeldung vollzogen hat, oder?

      • Lieber Herr Wilhelm,

        das liest sich für meine Augen immer noch verdammt spekulativ.

        Egal wie man zu Herrn Pretzell nun politisch stehen mag, aber man sollte auch einen missliebigen „Parteifreund“ nicht einfach so vorverurteilen, ohne die tatsächliche Faktenlage zu kennen. Bislang wird hier sowohl hinsichtlich seines Wohnsitzes als auch über angebliche „Steuerhinterziehung“ (!) nur vom Hörensagen spekuliert …

        LG
        Michael Meister

  8. Also wie die AfD Mitglieder mit einem Funktionär umgehen ist schon bemerkenswert.

    Der Mann hat private Probleme, wirtschaftliche Probleme und steht durch seinen neu gewählten Weg auch noch im Blick der Öffentlichkeit, mithin einer Randgruppen Partei und somit im Visier von 90 % der Wahlberechtigten als Gegner.

    Er hat als Gegner …seine Frau, Gläubiger und die Partei und letztlich dann den politischen Gegner.

    Dieser Mann ist also n einem sagenhaften Stress, emotional (Kinder un Frau). Wer steht ihm bei ? Freunde ? Parteifreunde ? Und das sind dann die nächsten Feinde der Gegner.

    Wie primitive emotional geprägt ist eigentlich die AfD ?

    Nur mal so am Rande, wenn das alles so stimmen sollte was geschrieben wird, verliert er auch seine Anwaltszulassung, denn ohne Bonität dürfte das kritisch werden.

    Unternehmerische Fehler mit der Folge von Schulden sind für AfD Mitglieder ein no go ? Meist auch noch von Mitgliedern die nie selbständig waren und auf Staatskosten beschäftigt sind ?

    Sind Unternehmer in der AfD also potentielles Freiwild zum Schlachten bei Problemen am Arbeitplatz ? Sind dann „Arbeitslose“ auch nicht geeignet eine Funktion zu übernehmen ?

    Kommen wir zu den privaten Dingen von Funktionären. Sind Eheprobleme ein No Go ?
    Wer eine Scheidung laufen hat, sollte keine Funktion ausüben ? Die Turbulenzen dieser Streitigkeiten können zu Schaden der Partei führen ? Oder ist es nicht ehr so, dass die „Ehefrau“ bewußt die primitive emotionale Denke einiger Mitglieder nutzt um ihrem Mann zu schaden.

    Das Krisenmangement von Pretzell ist zugegeben schlecht. Das kann man viel besser machen. Warum hilft ihm die Partei nicht mit Sachverstand, zumal ehr jede Menge nötige Hilfe signalisiert, ja sogar inzwischen kaum noch Vertrauen hat. Nicht nur privat Vertrauensverluste, nein auch noch im Arbeitsverhältnis AfD.

    Wie würde man einen Arbeitgeber behandeln, wo die Mitarbeiter so mit einer Führungskraft öffentlich umgeht ? Ich würde alle sofort fristlos rauswerfen.

    Ich überlege mir wirklich intensiv mit Menschen aus der AfD keine Kontakte mehr haben zu wollen.

    So gesehen ist die TAZ Ablehnung richtig, aber zu wenig.

    Ein Prof. sollte in seinem Blog strikt dafür sorgen, das private Probleme eines Funktionär mit Anfragen von Behörden zu Privaten Streitigkeiten, Steuerfragen absolut vertraulich zu behandeln sind.

    Herr Dilger, auch die Verleumdung im Bezug zu Herrn Wagner haben sie stehen lassen, ohne darauf zu reagieren.
    Siehe G. Schneider sagte am 14/03/2015 um 17:05 :
    https://alexanderdilger.wordpress.com/2015/03/11/verwechslungsgefahr-bei-ahnlichen-namen/#comments

    Sie begeben sich auf ein Niveau, dass ich nicht erwartet habe. SCHADE.

    • Sie fordern hier Täter- statt Opferschutz. Immerhin geht es hier um hochrangige Parteifunktionäre, die sich freiwillig ins Rampenlicht der Öffentlichkeit begeben haben und auch eine Vorbildfunktion haben sollten. Wenn hier niederrangige Funktionäre oder einfache Mitglieder namentlich angegriffen werden, nehme ich dagegen die Namen heraus.

      • Im Falle Wagner nicht.

        Wo ist die AfD Opfer ? Die AfD ist Täter. Sie begeht eine strafrechtlich bedenkliche Tat nach er anderen, zumindest einen Vertrauensbruch zu Auskunftsersuchen oder was auch immer.

        Opfer ist erstmal der Beschuldigte im Kreise der AfD. Täter ?

        Sind Sie Ankläger um aus Menschen Täter zu machen ?

        Gibt es bei Ihnen in der UNI nicht strickte Regeln was über „Arbeitsverträge und Pfändungen“ veröffentlicht werden darf ?

        Als Prof stehen Sie auch im Rampenlicht, also dürfen Angaben über ihr Einkommen, intakter Ehe oder Ehestreit veröffentlicht werden ?

        Fehlt nur noch wie bei der NPD das sexuelle Neigungen veröffentlicht werden.

        Welche Vorbildfunktion leben Sie denn vor als Akademiker und leitende Kraft einer UNI im Bezug vertrauliche Daten und /oder Weiterverbreitung von Gerüchten darüber ?

        Welches Vorbild muß ein Funktionär der AfD haben. Festes Einkommen, Arbeitsplatz gesichert, Kinder ohne Probleme, Ehefrau solide, keine Affären, Steuererklärung veröffentlichen ?

        Klären Sie erstmal von welchem Vorbild die AfD ausgeht.

        Wurde das Pretzell als Bedingung für die Kandidatur gesagt? Wo ?

        Ich kenne den Pretzell nicht, aber der Stil wie in dieser AfD mit ihm umgegangen wird, der von Ihnen hier erlaubte Stil, ist einfach grotten schlecht und Ihrer Person, Herr Dilger, unwürdig, so dachte ich.

      • Herr Pretzell ist doch nicht irgendeine Privatperson, deren rein private Verfehlungen jetzt öffentlich angeprangert würden. Er ist Landessprecher (= Vorsitzender) der AfD NRW oder gibt das zumindest noch vor und ist zugleich Politprofi im Europaparlament. Er hat seine privaten Probleme in die Partei getragen und diese darüber erst nicht informiert und dann mehrfach belogen. Das ist von öffentlichem Interesse, zumal sich erst im Laufe der nicht nur hier, sondern auch in seriösen Massenmedien geführten Debatte herausgestellt hat, dass er wohl gar nicht mehr Mitglied im Landesverband NRW und damit auch nicht mehr Landessprecher ist. Soll das alles unter den Teppich gekehrt werden? Im Übrigen ist er für die Handlungen der AfD NRW verantwortlich (gewesen), kann sich also über diese nicht beklagen, sondern müsste selbst etwaiges Fehlverhalten abstellen.

        Sie kommen hier immer schnell mit strafrechtlichen Vorwürfen. Nach Ihren eigenen Maßstäben ist das selbst strafrechtlich bedenklich. Die freie Debatte ist ein hohes Gut. Sie sollte nicht einfach eingeschränkt werden, nur weil sie bestimmten Lesern wie Ihnen nicht passt. Sie müssen hier weder lesen noch schreiben.

        Was die Universität angeht, so ist dies ein rein privater Blog. Doch dort lehre ich meine Studenten, nach der Wahrheit zu suchen, selbst wenn sie unbequem ist. Dabei sind Persönlichkeitsrechte z. B. von den Studenten selbst zu wahren, aber Profipolitiker sind durchaus von öffentlichem und gegebenenfalls auch wissenschaftlichem Interesse. Wenn sich schließlich ein Rektor so wie Herr Pretzell verhalten hätte, müsste er zurücktreten oder würde seines Amtes enthoben.

      • Zudem sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Herr Pretzell selber seine privaten Probleme (wie z.B. seine Scheidung) und seine Kinder ins Spiel gebracht hat.

      • Wird hier nicht auch sehr viel spekuliert?
        Einige Kommentare sind zumindest grenzwertig.

      • Ich „spekuliere“ nicht. Aber ich vertrete in manchen Punkten und manchen Personen gegenüber eine andere Meinung als Sie. Das hat mit Spekulation oder gar Verschwörungstheorie nichts zu tun. Sie machen es sich zu einfach, wenn Sie andere Meinungen arrogant als „Verschwörungstheorie“ oder „Spekulation“ abtun, statt sie im Raum stehen zu lassen und zu akzeptieren oder sich ihnen zu stellen.

      • Sie spekulieren ununterbrochen und antworten (fast) nie sinnvoll auf Nachfragen. Das macht eine sinnvolle Diskussion mit Ihnen sehr schwer bis unmöglich.

      • Üble Nachrede, möglicherweise auch Falschbeschuldigung und öffentliche Behauptung nicht nachgewiesener anderer Sachverhalte sind ganz sicher nicht die richtige Reaktion auf erwiesenes Fehlverhalten. Vielmehr stellen sich die Schmutzwerfer m.E. damit moralisch noch eine Stufe unter Herrn Pretzell.

      • Sie behaupten hier doch auch ständig nicht nachgewiesene Sachverhalte. Wieso hat ausgerechnet Herr Pretzell da eine besondere Schutzzone verdient, zumal etliches Fehlverhalten von ihm eindeutig nachweisbar ist? Wichtiger als das primäre Fehlverhalten ist meistens ohnehin der Umgang damit. Die Sache kocht doch nur deshalb öffentlich hoch, weil er sich mehrfach nicht um eine diskrete Bereinigung gekümmert hat, sei es ganz allein, mit dem Schatzmeister, im Vorstand oder dann spätestens auf dem letzten Landesparteitag.

      • Mitnichten!

        Darf ich Sie in diesem Zusammenhang an Ihre eigenen Worte in Ihrem Eingangsbeitrag erinnern?

        „Meine Meinung zu Herrn Pretzell ist bekannt, doch bei seinen jüngsten Skandalen verfüge ich über keine Informationen aus erster Hand. Also mögen sich Berufenere dazu äußern.“ (Alexander Dilger)

        Warum gießen Sie jetzt ständig selbst Öl ins Feuer?

      • Ich gieße kein Öl ins Feuer, sondern antworte nur auf andere Kommentare, z. B. von Ihnen. Wenn Sie es schaffen würden, nichts mehr dazu zu schreiben, würde ich es auch nicht tun müssen. Ihre Fehldarstellungen kann ich jedoch so nicht stehenlassen, dazu sind bereits zu viele Fakten bekannt.

    • Das öffentliche Schlachten von Menschen, die im Gegensatz zu den Schlächtern den Mut hatten, ein unternehmerisches Risiko einzugehen, scheint in der AfD leider ein beliebtes Ritual zu sein. Man könnte es auch als gezieltes Mobbing bezeichnen.

      Mittelstandsfreundlich ist dieses Verhalten jedenfalls nicht.
      Dafür aber (leider) sehr typisch deutsch.

      Mich erinnert das was hier gerade abläuft es an die Hexenverbrennungen im ausklingenden Mittelalter. Was die wenigsten wissen – nicht etwa die katholische Kirche (der man das so gerne zuschreibt), sondern die Saubermänner Luther und Calvin waren diesbezüglich die größten Hetzer.

      • Welches unternehmerische Risiko ist Herr Pretzell denn eingegangen? Dass er überschuldet ist, ist aber auch gar nicht der Vorwurf, sondern dass er die Partei damit belastet hat und dies dann vertuschen wollte.

      • Es ist mir völlig egal, ob Herr Pretzell als Anwalt, Immobilienentwickler oder durch seine Scheidung gescheitert ist. Ich mache auch keinen Hehl daraus, dass ich weder seinem, noch Frau Petrys „Lager“ nahe stehe. Aber was hier betrieben wird, ist unterste Schublade. Dieser Mob unterscheidet sich in seinem Verhalten leider nicht vom braunen Pöbel in der AfD.

      • Auch das ist nur eine subjektive Aburteilung ohne Hand und Fuß und weiterer Diskussion nicht würdig, lieber Herr Dilger!

      • Jeder kann Ihre vielen unsinnigen Kommentare und Diskussionsverweigerungen hier doch nachlesen. Ich überlege ernsthaft, Sie als Troll zu sperren. Gibt es Meinungen anderer Leser dazu?

      • Das ist Ihr Blog Herr Dilger. Sie können hier teilen und herrschen, wie es Ihnen beliebt. Divide et impera …

        Dennoch können Sie nicht objektiv darüber richten, was Sinn und was Unsinn ist.

      • Ich weiß nicht, was Sie damit meinen, objektiv über etwas zu richten. Es gibt Meinungen und es gibt Argumente, die nicht alle gleich gut sind. In einer guten Diskussions setzen sich die besseren Argumente durch. Dem kann man sich allerdings dadurch zu entziehen versuchen, indem man die Diskussion verweigert und auf Gegenargumente nicht eingeht, sondern entweder immer dasselbe behauptet oder umgekehrt mit stets ganz neuen Aspekten vom Thema ablenkt.

      • Belassen wir es dabei. Es kommen keine wirklichen Argumente mehr. Auch nicht von Ihnen.

      • Es geht doch nicht darum, immer neue Argumente zu produzieren, sondern auf Gegenargumente antworten zu können, um die eigene Ansicht zu verteidigen oder besser zu erklären (oder wegen der überzeugenden Gegenargumente zu revidieren).

        Sie haben wesentliche Fragen noch nicht beantwortet, z. B. ob Sie die Rechtsbrüche von Herrn Pretzell in Ordnung finden. Wenn nein, warum sind Sie dann gegen eine Offenlegung derselben? Wenn Sie das beantworten, kann ich darauf wieder eingehen. Wenn Sie die Antwort wortreich oder wortlos verweigern, kommt die Diskussion allerdings tatsächlich zu einem Ende.

      • Bitte schauen Sie weiter oben – ich habe mich hierzu bereits um 00:17 Uhr geäußert und sah eigentlich keinen Anlass, mich hier zu wiederholen.

        Aber bitteschön:
        „Üble Nachrede, möglicherweise auch Falschbeschuldigung und öffentliche Behauptung nicht nachgewiesener anderer Sachverhalte sind ganz sicher nicht die richtige Reaktion auf erwiesenes Fehlverhalten. Vielmehr stellen sich die Schmutzwerfer m.E. damit moralisch noch eine Stufe unter Herrn Pretzell.“

        Am hämischen Kesseltreiben gegen Herrn Pretzell oder andere ‚Parteifreunde‘ werde ich mich trotz deren möglicher Verfehlungen im außerparteilichen Leben nicht beteiligen solange es nicht um echte Kriminalität geht (von einer überzogenen Steuerschätzung kalt erwischt zu werden oder – womöglich unverschuldet – in einen Liquiditätsengpass geraten zu sein, zählt da für mich nicht dazu).

        Mir geht es vordergründig um Inhalte und nicht um Personen und was diese außerhalb der Partei für ein Leben führen.

        Gute Nacht!

      • Es geht doch gar nicht primär um die außerparteilichen Verfehlungen, auch wenn ich Steuerhinterziehung nicht für so harmlos halte wie Sie (aber auch nicht für ein Kapitalverbrechen wie viele Linke), sondern um die Verfehlungen innerhalb und zu Lasten der AfD in der Folge.

      • Wer sagt denn, dass Herr Pretzell Steuern hinterzogen hat?
        Gibt es dafür irgendwelche Anhaltspunkte?

        Ich vermute mal, dass er seine Steuern entweder nicht pünktlich bezahlen konnte (das ist keine Steuerhinterziehung), möglicherweise sogar nur unsagbar hoch geschätzt wurde, weil er seine Steuererklärung nicht rechtzeitig abgegeben hat.

        Wären Sie selbst Unternehmer oder Selbstständiger, dann hätten Sie eine Vorstellung davon, wie schnell einem so etwas in Deutschland passieren kann. Ein Steuerhinterzieher ist man deshalb aber noch lange nicht. Nicht einmal in den Augen des Finanzamts.

      • Darum geht es doch überhaupt nicht. Was sollen diese ständigen Ablenkungsversuche von Ihnen? Herr Pretzell missbraucht sein Parteiamt massiv. Halten Sie das für lobenswertes Unternehmertum?

      • @Alexander Dilger:

        Ich bitte Sie, Herr Dilger!
        Die nachfolgenden Worte haben doch Sie geschrieben, oder etwa nicht?
        „Es geht doch gar nicht primär um die außerparteilichen Verfehlungen, auch wenn ich Steuerhinterziehung nicht für so harmlos halte wie Sie …“
        (23.03.2015 um 23 Uhr 56)

        Steht da nun was von Steuerhinterziehung oder nicht?
        Und auf wen ist die Anspielung wohl gemünzt?

        Verkaufen Sie Ihre Leser doch nicht für dumm.

      • Ich schreibe doch eindeutig über Sie. Im Übrigen steht dort explizit, worum es gerade nicht geht. Also beantworten Sie jetzt bitte endlich die Frage, wie Sie zu den vielen Verstößen gegen die Satzung und das Parteienrecht durch Herrn Pretzell stehen. Die ewig gleichen Ablenkungsmanöver von Ihnen schalte ich nicht mehr frei.

  9. dem eigentlich guten Ansatz, das Thema Marcus Pretzell nicht weiter zu vertiefen wird dann in den Kommentaren eifrig aufgehoben.

    Das möchte ich den Kommentatoren nicht zum Vorwurf machen – schließlich hat jeder wohl seine eigenen Gründe sich so zu äußern. Und – ich muss in anderen Foren seitenverkehrte Kommentare lesen. Und auch hier werden die Schreiber wissen, warum sie das tun.

    Sehr wahrscheinlich geht es um Petitessen die sich immer weiter hoch geschaukelt haben.

    und nicht um mehr.

    Das Konfliktlösungspotential aller Beteiligten finde ich nicht berauschend.

    Aber – damit ist alles gesagt. Und weiter geht es.

    Ich bin (dachte ich) einer Partei beigetreten und keinem Häkelverein. Gängige Tricksereien, die man uns aufgezweigt hat, setzen sich natürlich weiter nach unten fort.

    Na und?

    Das einigende Bindeglied zwischen allen Fronten sollte dann immer noch die Grundidee der AfD sein.

    Aber – wir können uns gerne auch über die einzelnen Personen unterhalten – laßt uns dann aber diese Partei schließen.

    • Es gibt offensichtlich verschiedene Vorstellungen davon, was „die Grundidee der AfD“ (gewesen) ist. Ich bin der AfD wegen der Eurokritik beigetreten, die leider auf doppelte Weise verdünnt wurde: Sie selbst wurde abgeschwächt und die Rückkehr zu nationalen Währungen ist nicht mehr Kernforderung, während viele ganz andere Themen hinzukamen, wegen denen ich nicht in der AfD bin, sondern trotz dieser Themen, die andere aber für „die Grundidee der AfD“ zu halten scheinen.

      • Auch ich bin trotz der Themen, die manche für “die Grundidee der AfD” zu halten scheinen immer noch dabei. Professoraler Spott, Schadenfreude und Häme über andersdenkende Parteifreunde machen das Durchhalten aber auch nicht einfacher.

      • Sicherlich sind die Beitrittsmotivationen der Mitglieder der ersten Stunde auch nicht wirklich deckungsgleich.

        Die Erkenntnis aber, dass die AfD sich immer weiter von ihren Ursprüngen entfenrt – die breitet sich immer mehr aus, wie man ja auch leicht an den Austritten gerade der Mitglieder aus 3/2013 feststellen kann.

        Natürlich war die Rückkehr zur DM eben so DAS Thema, wie der Demokratieansatz auch innerhalb der Parteien.

        Für mich persönlich war es auch eine Steuergerechtigkeit, gepaart mit einer Steuervereinfachung.

        Nichts ist davon geblieben.

        Ein Teil der NRW Geschichte aber ist Ihr Rücktritt Herr Dilger und der Nichtwiederantritt zur Wahl – und das in dem Wissen, dass Sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wieder gewählt worden wären.

        Wie Sie letztlich zum Spielball ‚höherer‘ Kreise wurden – könnte es jetzt genau so Herrn Pretzell ergehen.

        Würde NRW die geballten Fähigkeiten eines Pretzell, Rohlje und Dilger erleben, dann könnte es zu einer dominanten Rolle in der Gesamtafd kommen.

        Dann – und nur dann.

        Es ist aber wie eh und je – die Stunde der ‚Einflüsterer‘.

      • Mehr Demokratie, sei es durch Volksentscheide oder innerhalb der Partei(en), war auch ein wichtiges Gründungsthema. Das Steuerthema halte ich ebenfalls für wichtig, es stand aber anfangs nicht so im Zentrum, zumal Herr Lucke nicht wirklich für Steuersenkungen ist.

        Aus heutiger Sicht war es ein Fehler, dass ich nicht wieder angetreten bin, sondern mich auf Herrn Burger verlassen hatte. Ob ich wieder gewählt worden wäre, weiß man allerdings nicht.

        Mein ehrlicher Rat an Herrn Pretzell lautet, dass er sich momentan auf seine Arbeit im Europaparlament konzentrieren sollte. Die Affären in NRW sind dann schnell vergessen, während Erfolge in Brüssel ihn auch hier wieder empfehlen würden. Allerdings vermute ich, dass er diesem Rat nicht folgen wird, nicht nur weil er von mir kommt, sondern auch weil er das ganz große Rad im Bund drehen will, was ihm so aber nicht gelingen wird.

      • Herr Elsen,
        letzten Endes waren die vorherigen Vorstandsquerelen immer geprägt von dem Gerangel innerhalb der Vorstände. Die Argumentationen wurden damals immer über politische Richtungen ausgetragen, in Wirklichkeit war es ein herbes Ellenbogengeschiebe.Bei Pretzell ist es aber etwas unterschiedlicher. Er hat keine politischen Ansichten für die er stets kämpfen würde, und deshalb hat der NRW Landesvorstand auch kein Format. Ohne Format verlässt dann auch irgendwann der letzte Heuler die Partei.

      • Die Mitglieder, die fest in einem Lager verwurzelt sind, bilden meiner Meinung nach keine Mehrheit. Noch nicht mal annähernd.

        Wie immer schon wollen die Mitglieder, dass es voran geht. Und das setzt immer auch einen arbeitsfähigen Vorstand voraus.

        Es ist die Aufgabe der Mitglieder unter den Kandidaten die möglichst Besten auszuwählen. Oder sagen wir mal, wenn denn die Mitglieder und nicht Delegierte wählen würden, gehörte es zu ihren Aufgaben.

        Und man kann über Herrn Pretzell sagen was man möchte, er hat durchaus Qualitäten, die ihn als Sprecher auszeichnen.
        Wie ein Herr Rohlje diese fraglos hat – wenn auch völlig andere.
        Und wie Sie selbst diese fraglos auch haben.
        Und ich könnte noch eine vierte Person anführen – und werde das bei Gelegenheit auch machen – aber jetzt noch nicht (einfach weil es zu viele Intriganten gibt)

        Das bedeutet .- aus meiner Sicht verfügt NRW über (mindestens!!!) vier Personen, die zusammen ein Dreamteam abgeben könnten, wenn es um die Kompetenzkonzentration ginge. (und wie diese privat miteinander zurecht kommen interessiert nicht – wir sind nicht im Kindergarten)

        Es ist nett und unterhaltsam über einen bundesweit beachteten Blog immer noch eine gewisse Steuerungsfunktion in der AfD wahr zu nehmen. Und auf Landesparteitagen zeigen Sie durchaus Rückgrat.

        Der große Wurf für die AfD ist das aber eben nicht.

        Für NRW ist die Zeit der taktischen Spielchen vorbei. Umso mehr als diesen keinerlei Strategie zugrunde liegt, die die NRW nach vorne brächten.

        Wenn wir also 2017 keine Zitterpartie um die 5 % Hürde in NRW erleben wollen, dann wird es Zeit, die Weichen zu stellen.

        Und dazu gehört es auch, dass Sie selbst kandidieren. Weil eben EINER den ersten Schritt machen muss.

        Und zwar nicht GEGEN, sondern MIT anderen – und das gibt 90 % Zustimmung.

      • Welche Qualitäten zeichnen denn Herrn Pretzell als Sprecher aus? Dabei will ich gar nicht leugnen, dass er bestimmte politische Talente hat, doch diese sind gerade nicht für einen Sprecher ideal. Er sollte versuchen, mehr nach außen zu wirken und Wähler auf die Seite der AfD statt Mitglieder in der AfD auf seine Seite zu ziehen. Wenn er viele Wähler begeistert, wird das auch innerparteilich anerkannt werden.

        Mir ist nicht klar, wofür ich Ihrer Ansicht nach kandidieren soll. Ich gehe davon aus, dass Herr Pretzell jetzt nicht als Sprecher zurücktreten wird. Eine Amtsenthebung würde zu lange dauern und noch mehr Unfrieden in die Partei bringen. Deshalb ist es am besten, auf die reguläre Vorstandswahl im November zu warten. Dann sieht man auch klarer, in welche Richtung sich die Bundespartei entwickelt. Der neue Landesvorstand sollte sich auf die NRW-Wahl und die Bundestagswahl konzentrieren, und zwar nicht gegen die Bundespartei, sondern mit dieser zusammen.

        Mit Herr Rohlje hatte ich übrigens noch nie Probleme, sondern er hatte Ende 2013 welche mit mir, weil er mein Verhalten damals nicht verstand. Das dürfte jetzt anders sein, so dass die Hälfte Ihres Dreamteams schon einmal gut zusammenarbeiten könnte.

  10. Es ist wohltuend in einem konsequent moderiertem Blog zu sein, wo man meistens von Spitzfindigkeiten und Ablenkungen verschont bleibt. Eine Qualitaetskontrolle kostet Nerven, ist aber unbedingt notwendig. Divide et impera, das ich nicht lache! Lupus pilum mutat, non mentem? Dafür sind hier wenigstens die dümmsten Verschwörungstheorien nicht zu hören. Also konsequent bleiben.

    Wie jemand über UKIP sagte, die grössten Feinde einer Partei sind die Mitglieder. Herr Pretzell ist wahrscheinlich auch sein eigenes Feind. Was ich meistens aus der Presse mitbekommen habe und von ihm selbst gesehen habe zeigt einen (selbst) überschätzten Karrieristen. Sein Verhalten ist für einen LV -Vorsitzenden einfach nicht tragbar, genau so wenig wie seine Aktivitäten um Partei zu spalten. Es wäre lächerlich Ihn , und viele andere, als Unternehmer zu bezeichnen. Auch für einen Rechtsanwalt finde ich seine Handhabung der Situation fraglich. Wo bleiben Seriosität, Menschenverstand, Zuverlässigkeit?

  11. Sehr geehrter Herr Professor Dilger,

    gerade dadurch, dass Sie sich zu den vermeintlichen Vorwürfen gegen Herrn Sprecher Pretzell nicht äußern gießen Sie Öl ins Feuer und das wissen Sie auch.

    Vielleicht sollten Sie sich an Ihr Wahlergebnis erinnern und dies zu den Erfolgen von Herrn Sprecher Pretzell in Beziehung setzen. Auch Sie können im Fall einer Scheidung (wo ist eigentlich das Engagement Ihrer Gattin in der AfD?) unvorhergesehene Probleme treffen. Dies gilt für Herrn Sprecher Pretzell umso mehr, als er anders als Sie sein Geld selber verdienen muss und nicht auf Lebenszeit leistungsunabhängig alimentiert wird. Da ist die Kritik billig.

    Mit freundlichen Grüßen

    • Das Wahlergebnis von Herrn Pretzell war schlechter als von mir, sowohl innerparteilich als NRW-Sprecher als auch in absoluten Stimmen bei der Europawahl im Vergleich zur Bundestagswahl. Welche Erfolge hat er vorzuweisen außer Kungelei bei seiner Nominierung in Berlin gegen das Votum der NRW-Mitglider?

      Meine Frau ist bewusst nicht in der AfD, was ihr gutes Recht ist. Ich bin ihr dankbar dafür, dass sie trotzdem mein Engagement für die AfD toleriert, was keineswegs selbstverständlich ist. Natürlich können jeden unvorhergesehene Probleme treffen, entscheidend ist der Umgang damit.

      Selbstverständlich verdiene ich mein Geld selbst. Es gibt kaum einen Beruf, der schwerer zu erreichen ist als eine deutsche Universitätsprofessur.

    • Das eine wollen wir hier doch mal klarstellen, das gute Ergebnis bei der Europawahl in NRW haben wir sicherlich nicht dem Herrn Pretzell zu verdanken. Vielmehr ist es dem unermüdlichen Einsatz der vielen Mitglieder, Förderer und Unterstützer der AfD NRW geschuldet. Wenn bei der Europawahl überhaupt eine einzelne Person eine Rolle gespielt hat, dann war es sicherlich nicht die des Herrn Pretzell, sondern vielmehr die des Herrn Lucke. Herr Pretzell ist bis heute noch nahezu unbekannt (selbst in NRW), wohingegen Herr Lucke mittlerweile sogar über die Grenzen der BRD hinweg bekannt ist.

    • @Manfred Hirte:
      „… wo ist eigentlich das Engagement Ihrer Gattin in der AfD?“

      Seit wann werden Ehepartner zum Parteiengagement zwangsverpflichtet?
      Sind Sie sicher, dass Sie in der richtigen Partei sind?

  12. Es gibt tausend Gründe gegen Pretzell.
    Mir persönlich reicht schlicht, das er lügt, trickst und täuscht.
    Wer Charakterlich so ungeeignet ist, sollte nicht mal mehr Beisitzer in Bielefeld sein.

  13. Das hier teilt der Landesvorstand mit:
    „Liebe Mitglieder,

    als Reaktion auf den beiliegenden Artikel in der FAZ vom 20. März haben Sie eine Sonderausgabe der Mitgliederzeitung erhalten. Herr Pretzell setzt darin die bisher schon von ihm betriebene Desinformation fort. Wir ersparen es uns, auf die Falschdarstellungen im Einzelnen einzugehen. Der Bundesvorstand hat inzwischen entschieden, eine unabhängige Untersuchungskommission mit der Aufklärung der Affäre zu betrauen. Das begrüßen wir und hoffen auf baldige Ergebnisse. Unser Antrag, eine ähnliche Untersuchungskommission auf Landesebene einzusetzen, war zuvor leider im Landesvorstand am Widerstand von Herrn Pretzell gescheitert.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Hermann Behrendt, Manfred W. Pühringer, Reiner Rohlje
    stellv. Sprecher AfD Landesverband NRW“

    • Das teilt nicht wirklich der Landesvorstand mit, sondern explizit die drei stellvertretenden Sprecher, während umgekehrt Herr Pretzell seine privaten Mitteilungen als Sonderausgabe der Mitgliederzeitung herausgibt. Mich wundert übrigens, dass die drei Stellvertreter seinen Verstoß gegen § 34 BGB einfach so hinnehmen. In eigener Sache ist er nämlich gar nicht stimmberechtigt, hätte also nicht mit seiner Stimme die Einsetzung einer Untersuchungskommission auf Landesebene blockieren dürfen.

      • Was sollen sie auch machen ?! Die Pretzell-Fraktion, einschließlich Jacobi, kümmern sich nicht um die Rechtslage. Das Schiedsgericht macht auch das, was es will. Die AfD-NRW ist völlig desolat und herunter gekommen, ganz das Abbild ihres Vorsitzenden.

      • Im konkreten Fall könnten sie einfach Tatsachen schaffen und eine Untersuchungskommission einsetzen. Wenn dieser dann wesentliche Informationen verweigert werden, wäre das doch selbst berichtenswert.

  14. Interessant ist doch die Frage, wie es Politikern wie dem früheren Landesvorsitzenden Pretzell gelang, in so eine Position zu kommen. In der Anfangsphase seiner politischen Tätigkeit verhielt er sich eher graumäusig, unauffällig. Aber von Anfang an baute er sich ein Netzwerk vor allem auf weniger gebildeten Parteimitgliedern auf, viele Verschwörungstheoretiker, ja sogar Holocaustleugner sind dabei. Diese konnten dann auch kürzlich unter P.s Schutzschirm einen obskuren „Wissenskongreß“ mit Exkommunisten, Rechtspopulisten und Verschwörungstheoretikern veranstalten.
    Politische Äußerungen von ihm sind bis zum heutigen Tage rar, im Zweifel taucht er ab – wie in Bottrop in der Causa Marco Trauten. In der Regel bedient er auf Facebook die niederen politischen Instinkte. Sein Netzwerk führte da, dass er entgegen dem Votum seines Landesverbandes, der Prof. Dilger auf Platz 1 der NRW-Empfehlungsliste für die Europawahl gesetzt hatte, nun als einzig aussichtsreicher Kandidat aus NRW gewählt wurde. Damit hatte er sich eine Existenzgrundlage geschaffen, nachdem er mit seiner Anwaltskanzlei und seiner Immobilienfirma Schiffbruch erlitten hatte. Neue Parteien wie die AfD scheinen auch viele „gescheiterte Existenzen“ anzuziehen, die hier skrupellos eine neue Karriere starten. Eine möglichst intensive „Durchleuchtung“ von Kandidaten kann dagegen helfen

  15. Ich hatte Herrn Mario Mieruch um Auskunft gebeten und keine Antwort erhalten. Nach wie vor möchte ich wissen, wie solche Bonitätsauskünfte, Ausfallrisiko privat 72%, Kanzlei 80%, bei einem Mitglied des EP, welcher doch eine Mega-Diät erhält, möglich sind.

    Und wie kann es angehen, daß ein Mitglied des EP über Monate keinen festen Wohnsitz hat?

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