Soziale Marktwirtschaft ist eine ordoliberale Idee

Die Inititiative Bürgerliche AfD bekennt sich u. a. zur sozialen Marktwirtschaft (siehe hier oder auch da). „Zur Abgrenzung von der ‚Bürgerlichen Alternative'“ grenzt man (bzw. Herr Wilharm, identisch in diesem Kommentar) sich dann jedoch dezidiert von ordoliberalen Positionen ab. Dabei hat beides dieselben Wurzeln. Der Begriff „Soziale Marktwirtschaft“ geht auf Alfred Müller-Armack zurück, einem Ordoliberalen. Damit soll die Marktwirtschaft nicht verwässert, sondern gestärkt werden. Es geht nicht um Sozialismus light, sondern z. B. Kartellrecht, damit sich der freie Markt nicht selbst abschafft.

6 Gedanken zu „Soziale Marktwirtschaft ist eine ordoliberale Idee

  1. Herr Wilharm schreibt in seinem Beitrag:
    „Ordoliberale oder neoliberale Positionen kann man sicherlich nur schwer als bürgerlich bezeichnen.“
    Wirtschaft besteht aus Interaktionen der Individuen – den Bürgern. Dass diese nach festen vereinbarten Regeln ablaufen müssen ist wohl unbestritten. Diesen Ordnungsrahmen gibt der Ordoliberalismus vor. Innerhalb deses Rahmens können die Prozesse dann bilateral individuell gestaltet ablaufen.
    Man sollte bürgerlich nicht mit individualistisch verwechseln, wie die Formulierung
    „Bürgerlich heißt für mich “vom Bürger selbst”, nicht “in Stellvertretung für den Bürger” von Herrn Wilharm vermuten läßt. Jedes Zusammenwirken setzt eine Übereinkunft unter Bürgern vorraus und kann nicht nach absolut individuellen Regeln geschehen.
    Wenn dieses beschriebene Regelwerk auch Regeln des Interessenausgleichs der Marktteilnehmer enthält, kann dies nur sinnvoll für den Erfolg eines auf lange Sicht sozial nachhaltigen Wirtschaftens sein.

  2. Ich habe Herrn Wilharm auf dem niedersächsischen Parteitag der Schande mit genau diesem Widerspruch in der Fragezeit konfrontiert. Als Antwort kam irgendein Kolibri-Bashing. Abgesehen davon, dass der neue stellvertretende Landesvorsitzende zum rechten Flügel gehört, ist sein Blogbeitrag wohl auch auf intellektuelle Unzulänglichkeiten zurückzuführen. Der Mann ist Zahnarzt, kennt sich aber offenbar wenig mit Wirtschaft und politischer Ideengeschichte aus.

  3. Es sitzen einfach zu viele Dummdödel an den Schalthebeln der AfD, die nicht einmal wissen, worüber sie da den lieben langen Tag eigentlich so schwadronieren.

    • Wir haben insgesamt zu viele Dummdödel, Herr Meister.
      Die sitzen nicht „nur“ an den Schalthebeln.
      Sind wir aber selber Schuld!
      Ohne Grundsatzprogram…

      • Da widerspreche ich Ihnen nicht! Es Bedarf schon einer Mehrheit aus Dummdödeln, damit Dummdödel überhaupt mehrheitsfähig werden. 🙂

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