Der Grexit ist nahe, da Juncker ihn für immer ausschließt

Zumindest einmal in der Vergangenheit war Jean-Claude Juncker ehrlich, wenn auch auf paradoxe Weise (siehe ‚CDU-Parteitag zu Europa‘): „Wenn es ernst wird, muss man lügen.“ Nun wird es also ernst, denn er lügt offensichtlich: „‚Es wird niemals einen Grexit geben'“. Erinnert das jetzt eigentlich mehr an Walter Ulbricht („Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.“) oder Erich Honnecker (Die Mauer „wird auch noch in 50 und auch in 100 Jahren noch bestehen bleiben“, was aber nicht ewig ist und mit folgendem Nebensatz relativiert wurde: „wenn die dazu vorhandenen Gründe nicht beseitigt sind.“)?

Auf jeden Fall ist es eine Drohung, denn wie die Mauer ist der Euro ein großes Übel, welches die Lebenschancen von Millionen Menschen beeinträchtigt. Es gibt zum Glück keinen Schießbefehl innerhalb der Eurozone, aber die Menschen dürfen ihrem Elend nicht entfliehen (wenn sie nicht auswandern, was immerhin noch möglich ist) und demokratische Wahlen werden wie in der DDR zur Farce (siehe aus linker Perspektive „Is the Euro Compatible With Democracy?“).

Lächerlich ist dagegen die Begründung des EU-Kommissionspräsidenten: „Ein Austritt Griechenlands würde zu einem irreparablen Reputationsverlust der gesamten Europäischen Union in der Welt führen.“ Die Reputation ist schon längst verloren durch den Euro, aber nicht nur diese. Viel schlimmer wiegen die realen volkswirtschaftlichen Verluste in der gesamten Eurozone, die Massenarbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit in Südeuropa, der aufkommende Feindschaft zwischen den Völkern und der massive Abbau von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.

Dabei ist der Euro selbst die wesentliche Problemursache (siehe auch „Weshalb auch diesmal die Griechenland Rettung nicht funktionieren wird – und es ist nicht, was Sie wahrscheinlich denken“), so dass sich ohne seine faktische Abschaffung die Probleme auch nicht lösen lassen, selbst wenn Griechenland die gewünschten Reformen durchführen und noch viel mehr sparen würde, wonach es momentan nicht aussieht. Auch ein erneuter Schuldenschnitt würde die Probleme nur verlängern, aber nicht lösen. Wenn der Euro unbedingt aus symbolischen Gründen erhalten werden muss und deshalb ein vollständiger Grexit politisch nicht akzeptabel erscheint, so sollten zumindest nationale Parallelwährungen zugelassen werden, die Auf- und Abwertungen erlauben und Souveränität hinsichtlich einer je eigenen Währung wiederherstellen.

26 Gedanken zu „Der Grexit ist nahe, da Juncker ihn für immer ausschließt

  1. „Es gibt zum Glück keinen Schießbefehl innerhalb der Eurozone“
    Theoretisch wäre dies möglich, da die EU ihre eigenen Verträge bricht um den Euro zu retten, und daher auch von der EU „garantierte“ Menschenrechte nicht ernstzunehmen sind. Auch in Karlsruhe kneift man gerne mal ein Auge zu. Den EU kangaroo court will ich gar nicht näher beleuchten.
    Übrigens ein Grund, jede Form von EU-Militär strikt abzulehnen.

    „Lächerlich ist dagegen die Begründung des EU-Kommissionspräsidenten“
    Die EU ist bereits jetzt das Gespött der Welt, auch bei vermeintlich Verbündeten (siehe Nuland-Äußerung), und mit Herrn Juncker, dessen „Wahl“ bereits eine Farce war, wird es nicht besser. Vielleicht hat er nur eine Gelegenheit entdeckt, das Unvermeidliche als Sündenbock für das sowieso gegebene schlechte Ansehen zu gebrauchen.

    Es kann aber sein, dass Herr Juncker Recht hat und es keinen Grexit geben wird. Wenn der Euro insgesamt zusammenbricht, dann tritt nicht irgendein einzelnes Land aus. (Bzw. gibt es einen Frexit [1] und dann den Exitus.) Griechenland im Euro zu belassen macht dieses Szenario wahrscheinlicher. Ich bin aber etwas überrascht dass er sich eine Legitimation andichtet zu entscheiden, was Deutsche, Niederländer etc. mit ihrem Steuergeld machen.

    [1] http://www.breitbart.com/london/2015/03/06/national-front-set-to-be-biggest-party-in-france-as-polls-put-them-on-29-percent/

    • Es ist nicht unwahrscheinlich, dass es 2017 zu einer Neuauflage der französischen Präsidentenwahl von 2002 kommt, also Le Pen (diesmal die Tochter) den zweiten Wahlgang erreicht und erst dort verliert. Den Grexit hat es bis dahin hoffentlich schon gegeben.

  2. Alexander Dilger, wir stimmen zu.

    Bis auf eine Kleinigkeit “ ……… der aufkommenden Feindschaft zwischen den Völkern.. “

    Aufkommenden ? Die Entfremdung ist seit über 6 Jahren elementar gegeben, wir spüren, sehen, hören es bei unseren geschäftlichen Kontakten in Europa, als Kunden, Lieferanten, Partner.

    Permanent werden wir angemacht mit “ … reiches Deutschland, müsst mehr tun “ … so als ob wir dem Gysi, Özdemir oder Gabriel gegenüber sitzen würden.

    Aus langjährigen Partnerschaften sind inzwischen Freundschaften geworden. Weil wir mit unseren Partnern in Pordenone, Hobro etc. keine Auseinandersetzung wünschen, schweigen wir still ergeben wenn wieder mal über Deutschlands Wirtschaftspolitik hergezogen wird. Auch weil unselige Vergangenheit unausgesprochen im Raum steht.

    Ursachen liegen in Schuldenpolitik der EZB , völlig fehlende Reformen in Ländern wie Italien – ist weiter nicht gegeben, Arbeitsmarktreform für ital. Partner mit “ Witz/Farce “ bezeichnet – der Euro – bis auf Dänemark – Finanzkrise und völlig offene fragile Zukunft wohin Europa mit der EU steuert hat Klima der Entfremdung gebracht, wie wir es vorher nie kannten.

    Euro – Währung führt nicht zusammen, trennt uns leider immer mehr.

    PS Unsere Partner in GB amüsieren sich immer über unser finanzielles Engagement in Griechenland, kennen ihre gr. Freunde bestens, wissen um Einhaltung von Zusagen.

  3. Auf den nicht gegebenen Schießbefehl innerhalb Europa würde ich nicht wetten: Es gibt die EUROGENDFOR – die europäische Gendarmerietruppe – EGF.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Gendarmerietruppe
    Zu den Aufgaben:
    „Die EGF war von Anfang an dazu gedacht, alle möglichen Arten des Krisenmanagements abzudecken, sei es nun als Teil einer Militäreinheit oder unter dem Kommando von zivilen Kräften. Auch hat die Truppe die Aufgabe, lokale Polizeieinheiten zu ersetzen oder zu verstärken. Sie kann in jeder Phase des Krisenmanagements eingesetzt werden: Während des Beginns einer Krise kann die EGF zusammen mit dem Militär eingreifen und polizeiliche Aufgaben ausführen…“
    Man sieht also, dass auch an den Fall des Auftretens einer „Krise“ schon gedacht und dafür Vorsorge getroffen wurde. Man hätte sich auch gewundert, wenn nicht. Machthaber pflegen sich immer abzusichern – insbesondere die der nichtdemokratischen Art.

  4. Der griechische EU Abgeordnete Chatzimarkakis (Schatzi), der seinen Doktortitel gefälscht hatte, hat doch gestern einige Nazimilliarden für eine grieschiche Aufbaubank gefordert. Die Frage der Entschädigung sei „von den Vertretern der jeweiligen Bundesregierungen nach 1949 sehr geschickt unter den Teppich gekehrt worden“, sagte der frühere FDP-Politiker der „Rheinischen Post“

  5. Wollen alle Unzriedenen wirklich eine rechte Gesinnung und mit dieser Gesinnung Politik machen? Was für eine Frage stellt sich denn, wenn alte Männer, die nichts mehr zu verlieren haben als ihre Machtposition, sich an einstigen Entscheidungen festhalten. Solange die geldmafiösen Familien dier Politik bestimmen und nicht bereit sind, einen großen Teil ihres Vermögens in die Aufklärung und zur Sicherung unserer europäischen Grenzen zu investieren, um Frieden zu schaffen und sich für lange Zeit von der islamistischen Bewegung befreien, wird es keinen Grexit oder dergl. geben. Das muss jedem klar sein, dass sich die Griechen und die Italiener in der Position befinden, ganz Europa mit der Einwanderung von Islamisten zu erpressen. Sollte es einen Grexit geben, wird Europa massive Probleme bekomen, auf die hier niemand vorbereitet ist. Da wäre es besser, das Gespräch mit den Mächtigen zu suchen, um endlich friedlich gesinnte Allianzen bilden zu können, die sich diesen Problem und den unausweichlichen Zukunftsproblemen (Luft, Wasser, Energie) zu stellen.

  6. Als Nicht-Ökonom fällt mir die Bewertung eines Grexits und seiner möglichen Folgen recht schwer. Was mir generell in der Euro-Krise zu kurz kommt, auch seitens der AfD, ist das Aufzeigen alternativer Lösungen, um der Misere zu entkommen. Vielleicht ist die AfD da auch mittlerweile viel weiter als von mir jetzt vermutet. Wenn dem so sein sollte, dann ist dies jedoch in der Bevölkerung offenbar noch nicht angekommen. Andernfalls würden wir uns nicht über 5%, sondern über 15% bis 25% Zustimmung zur AfD unterhalten.

  7. Es könnte auch anders kommen.

    1.) Schuldenschnitt
    2.) Aufbau Süd mit der Notenpresse und Umschichtung von EU – Geldern Richtung Süden.

    Die Griechen sind platt,ohne Schuldenschnitt geht gar nichts und dann sind die immer noch gänzlich am Boden.Die brauchen also Geld,viel Geld und Reformen.

    Schuldenschnitt und Reformen reichen nicht.
    Die sind kurz vorm Ende.

    Das wird die EU nicht zulassen,die werden ein Programm basteln mit denen sie massiv Geld in den Süden pumpen werden.

  8. Herr Dilger, wir sollten mehr bemüht sein, den Medien nicht mehr zu glauben, die Wahrheit ist komplexer als 2 Minuten Statement oder 5 Zeilen in Tageszeitungen.

    Der Friedrich-Ebert-Stiftung liegen unterschiedliche Analysen vor zu Griechenland. Entsprechend
    dürfte die SPD Abgeordnete informiert sein.

    Hier mal eine der Gutachten von Nick Malkoutzis

    Er ist stellvertretender Chefredakteur der englischsprachigen Ausgabe der
    Kathimerini einer überregionalen griechischen Tageszeitung, und Blogger bei
    Inside Greece

    Zitat:
    Die Regierung muss sich bei der Einführung einer weiteren Sparmaßnahmenrunde aber darum bemühen, die Mehrheit der Bevölkerung wieder auf ihre Seite zu bekommen. Griechenland und seine Partner müssen daher besonderes Augenmerk darauf richten, hinsichtlich
    der Besteuerung eine gerechte Lastenteilung herzustellen und eine kohärente Vision zu präsentieren, wie der öffentliche Sektor reformiert werden kann, um moderner
    und effizienter und nicht nur kostengünstiger und kleiner zu werden. Zudem müssen sie einige der Klischees ausdem Weg räumen, die auf unfaire Weise das Bild Griechenlands verzerren und im Land selbst und in ganz Europa die Zweifel nähren
    http://library.fes.de/pdf-files/id/ipa/08226.pdf

    • Herr Meister, dann muss die AfD aber erst eine ihr ureigenen Forderung durchsetzen: die Volksabstimmung. Ende des Jahres kommt das Parteiprogramm zur Abstimmung, und ich hoffe, dass die Forderung der Urabstimmung dort im Parteiprogramm steht. Dann müssten die Wähler entscheiden, ob sie uns bei den Bundestagswahlen ihre Stimme geben und dann bekommt Volkesstimme Gehör.

      • Jein, Herr Krebs.

        Zum einen nehme ich der derzeitigen AfD-Führung nicht (mehr) ab, dass sie es ernst meint mit Volksabstimmungen und direkter Demokratie nach Schweizer Vorbild. Zuallererst müsste sich also die AfD personell neu aufstellen.

        Andererseits besteht aber durchaus die Möglichkeit ein solches Volksbegehren auch ohne Zutun einer politischen Partei auf den Weg zu bringen (siehe Österreich).

        Desweiteren bleibt abzuwarten, ob die EU – oder zumindest der Euro – nicht von selbst zerbricht. Lassen Sie doch nur mal FN in Frankreich an die Regierung kommen (was ich bislang überhaupt nicht gutgeheißen habe, aber zunehmend sogar bei mir auf ein gewisses Verständnis stieße).

  9. Diejenigen, die hier einen Schuldenschnitt befürworten um das Problem zu lösen, irren, weil ein Schuldenschnitt nicht das Problem löst. Man kann den Schuldenschnitt befürworten, aber die Griechen müssen anschließend in der Lage sein, das Schuldengetriebe zum Stillstand zu bringen. Dazu müssen sie die Währung abwerten, was aber nicht geht, wenn der Euro als Alleinwährung in Griechenland bleibt. Dazu müsste der Schuldenschnitt aber weit über 80% betragen und die Wirtschaftlichkeit Griechenlands müsste im Verbund mit Europa voran gebracht werden, dazu die Steuerreformen usw. Die größten Gewinne könnten erzielt werden, wenn die Frackingrechte in der Ägäis an Europa und nicht nach Russland verkauft würden. Später dann der Bau des ersten grieschichen Autos, den Grecko. Ob es dann später wieder dazu kommt, den Euro einzuführen, glaube ich nicht, der Euro ist auch schädlich für andere Euroländer. Der Euro könnte aber bleiben um weltweite Finanzgeschäfte zu tätigen und bei den Börsenaktivitäten.

    • Herr Krebs meint wahrscheinlich Vergabe von Erdöl und Erdgas Explorationslizenzen an Investoren. Nach einer Explorationsphase (inkl. Seismik, Probebohrungen, Studien) von vielleicht 5 Jahren wird- nur im Falle von wirtschaftlicher Fündigkeit – eine Feldentwicklung angefangen. Nach vielleicht weiteren 5 Jahren (Bohrarbeiten, Bau/Installation von Platformen, Anlagen und Leitungen etc.) wird ein Produktionsplateau erreicht! Ob einzelne Bohrungen je „gefrackt“ werden bei so einem Projekt steht im Sternen.
      Sorry, es geht überhaupt nicht um „Verkauf von Frackingrechten“ um „größte Gewinne zu erzielen“!
      Große Erdöl und Erdgas Vorräte im griechischem Sektor sind eine reine „Luftnummer“ mit hohem Risiko.

      • Da wird wohl tatsächlich mit einer Luftnummer hoch gepokert.
        Aber das passt ja auch perfekt ins Gesamtbild.

      • Herr Grisogono, ich bin ja ein absoluter Frackinggegner, aber nicht aus monetären Gründen. Allerdings liegen in der Ägäis die größten Gas- und Ölfelder in Südeuropa. Wo in den meisten europäischen Staaten eine Abbaudauer von rund 20 Jahren angenommen wird, sind die Felder in der Ägäis auf 40 Jahre ausgelegt. Es kommt auch garnicht darauf an, wann der erste Tropfen Öl/Gas abgebaut wird. Entscheidend ist der Tag, an dem man anfängt, die Vision zu materialisieren. Mit anderen Worten möchte ich darstellen, wenn die Griechen uns den Abbau übertragen würden, dann hätten sie keine Schwierigkeiten, von uns Geld zu bekommen. Als Kind habe ich von meinen Eltern mitbekommen, wer nix gibt, der kriegt auch nix.

      • Herr Krebs,

        Wir betrachten Fracking unterschiedlich aber bei Griechenland ist es unerheblich. Fracking ist nur eine Behandlungsmethode für Bohrungen/Lagerstaetten falls es erforderlich und wirtschaftlich ist.

        Ich kann Ihre Meinung über die grossten Öl- und Gaslagerstätten in griechischem Ägäis nicht teilen. Levante Basin ist nicht Griechenland.
        Um so etwas sagen zu dürfen muss Öl oder Gas gefunden werden und durch Bohrungen muss bestätigt werden dass die Mengen ausreichend sind um eine Feldesentwicklung zu wagen. In Griechenland wurden in letzten 4 Jahrzehnten zwischen Kavala und Zypern kein Erdöl oder Erdgas gefunden. Also es könnte sein, dass man offshore Griechenland Öl oder Gas in ausreichenden Mengen findet aber es ist aus vielen Gründen nicht sehr wahrscheinlich. Risiko nichts zu finden ist gross.

        Ölgesellschaften beurteilen und vergleichen Risiken und sind bereit zu investieren bei vertretbaren Risiken. Die wenige deutsche Ölfirmen sind noch weniger bereit hohe Risiken zu tragen als amerikanische Firmen. Kredite einem Land zu geben ohne sicheren Reserven wird keiner machen.

        Projekte müssen wirtschaftlich sein und ein Profit bringen! Deswegen ist Datum des First Oils entscheidend für die Wirtschaftlichkeit. Sie tun alles um Anfang der Produktion möglichst schnell zu bekommen. Vorher geben sie nur Geld aus, vielleich 30 oder 50 oder 100 Millionen!

      • Herr Grisogono, ihr Bericht scheint ein übersetzter Text zu sein. Die Quelle würde mich interessieren. Es gibt umfangreiche geologische Gutachten der Uni Kreta, die ihre Ansicht widerlegen. In der Zeitung Kathimerini steht, das Athen Lizenzen in Höhe von 15 Milliarden Euro erhalten soll. Zypern hatte schon sicherheitshalber den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen über die Lage informiert, da zu erwarten sei, dass es Probleme mit der Türkei geben würde. Es wurde mit Militäreinsatz gedroht. Richtig ist, dass Papandreou auf einer Pressekonferenz gesagt hat, dass Griechenland kein Öl habe. Damit ist er der gleichen Meinung wie sie.

      • Herr Krebs,
        Dadurch, dass Erdöl und Erdgas mein Beruf sind, brauche ich keine Quellen zu übersetzen.
        Vielleicht interessant für Sie:
        http://www.forbes.com/sites/christophercoats/2013/12/12/how-real-is-greeces-oil-and-gas-future/
        http://blog.gmfus.org/2014/12/16/eastern-mediterranean-gas-wont-solve-europes-energy-dilemmas/
        http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/griechenland/vertraege-unterzeichnet-griechenland-hofft-auf-oelvorkommen-12939113.html

        Wir befinden uns in einem Gebiet mit vielen int’l Grenzen. Diese Fragen sind hier irrelevant. Genau so müssen wir zwischen Nile Delta Basin, Levantine Basin, Offshore Zypern und Ägäis/Griechenland onshore strikt unterscheiden. Wir reden jetzt nur über Ägäis/Griechenland.
        1. Geologische Gutachten sagen nur, dass falls viele Annahmen stimmen, Öl und /oder Gas gefunden werden könnten. Solide Gutachten nennen auch Risiken und Wahrscheinlichkeit etwas zu finden. Das bedeutet , dass man für Explorationsphase große Summen Geld riskieren muß mit wenig Aussicht auf Erfolg. Und Erfolg ist, ausrechende Volumina zu finden die eine wirtschaftliche Produktion ermöglichen.
        2. Förderbare Ölvolumina werden durch Saismik und Bohrungen und nicht durch Gutachten gefunden. Durch Bohrungen wird erst die Größe einer Lagerstätte bestätigt uvm. Solche Funde sind in Griechenland nicht gemacht worden!
        3. Die Zahl 15 Milliarden Euro, die geistert, soll sich auf Revenues (Einkommen) über 30 Jahre beziehen falls etwas gefunden wird. Es handelt sich nicht um Lizenzgebühren für Rxplorationslizenz.

    • Herr Meister, ein Lachblatt ohnegleichen. Ich stelle mir gerade vor, wie Junker die Euroarmee aufstellt mit Kammenos als Oberbefehlshaber. Zur gleichen Zeit reißen sich dann die Europäer die Zeitschrift „Asterix und die Gallier“ aus den Händen. Aber …. wir sollten vorsichtig sein. Die Kriegslist der Griechen ist nicht zu unterschätzen – siehe Troja.

      • Schon bei den überlieferten griechischen Heldengeschichten der Antike wurde nicht zwischen Dichtung und Wahrheit unterschieden. Ein Volk von Aufschneidern und Falschspielern, dem auch heute noch viel zu viel Beachtung geschenkt und Geld hinterher geworfen wird.

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