Fauler Kompromiss verschiebt Grexit

Vorgestern fragte ich noch: ‚Grexit oder fauler Kompromiss?‘ Heute gibt es eine Antwort, zumindest vorläufig: „Griechenland und Euro-Gruppe erzielen Einigung“. Rhetorisch hat sich Herr Schäuble komplett durchgesetzt und musste die neue griechische Regierung all ihre Forderungen zurücknehmen. Real bekommt Griechenland jedoch weitere Kredite, nicht nur von der Eurogruppe, sondern vor allem daran anknüpfend von der EZB. Viel Geld ist eine nette Kompensation für unverbindliche Worte. Doch dieser faule Kompromiss ist natürlich nicht das Ende der Geschichte, sondern eine Verlängerung der Leiden. Vielleicht schon am Montag und spätestens in vier Monaten geht alles wieder von vorne los, nur dass die Schuldenberge dann noch höher gewachsen sein werden. Im Herbst dürften dann außerdem die moderaten Regierungen in Portugal und Spanien hinweggefegt werden. Heute war ein schlechter Tag für Griechenland, Deutschland und Europa. Doch der Grexit kommt bestimmt noch und erst danach kann es in Griechenland wieder aufwärts gehen.

159 Gedanken zu „Fauler Kompromiss verschiebt Grexit

  1. Ach ja, dieses bittere Gefühl wenn man mit seiner Prognose richtig liegt und es zum eigenen Schaden ist.

    „Im Herbst dürften dann außerdem die moderaten Regierungen in Portugal und Spanien hinweggefegt werden.“
    Das muss nicht sein, da es dort ja ein anderes Wahlrecht ohne die Bonus-Stimmen wie in Griechenland gibt. Ich kenne die Prognosen nur vage, aber auf der iberischen Halbinsel ist mehr Raum für die in Europa immer mehr Usus werdenden Mainstream-GroKos. Alternative Parteien sind dagegen auf einen ausreichend starken Koalitionspartner angewiesen, wenn es nicht langt. Es kann sein, dass sich dort eine Weile keine funktionierende Regierung findet, wie in Belgien.

    Der „Deal“:
    http://www.consilium.europa.eu/en/press/press-releases/2015/02/150220-eurogroup-statement-greece/
    („This list will be further specified and then agreed with the institutions by the end of April.“ – Das Datum sollte man nicht vergessen.)

    Die Bewertung:

    Bei zukünftigen Verhandlungen mit der Troika (ja ich habe das Wort benutzt) besteht zum Glück weiteres Konfliktpotential. Vielleicht dient diese Verlängerung nur dazu, die Verluste durch den Grexit vorzubereiten. Auch in Griechenland könnte der Druck noch wachsen, lieber aus dem Euro zu gehen. Vorsichtshalber gebe ich diesmal keinen Tipp ab. (Bin abergläubisch.)

    Der beste Weg, den Albtraum loszuwerden, bleibt für Deutsche derweil die Wahl der AfD.

    • Merkel, Schäuble, Juncker und Co. werden Griechenland weiter mit Geld vollpumpen und alles unternehmen, um Griechenland im Euro zu halten. Schließlich geht es ja um die „Europäische Idee“ (achten Sie nur mal auf die entsprechende derzeitige Wortwahl in den TV-Nachrichten!), also den Ausbau der EU zu den Vereinigten Staaten von Europa.

      Wessen Idee war das gleich wieder … ?
      Ist es denn wirklich eine von den Europäern (ich meine damit die Menschen in Europa) selbst ersonnene Idee???

  2. Wer steht eigentlich dahinter? Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass nur aus Liebe zum griechischen Volk immer weitere Kredite gewährt werden. Sind es eigentlich die Zocker-Großbanken, die hier „gerettet“ werden sollen? Oder steckt da noch was ganz anderes dahinter?

    • Die internationalen Großbanken halten doch kaum noch griechische Anleihen. Es geht wohl wirklich darum, den Euro als solchen zu retten, auch wenn die Masse der Menschen darunter leiden muss. Dass jetzt auch die neue griechische Regierung dabei mitspielt, die für das Gegenteil gewählt wurde, ist gar kein gutes Zeichen für die Demokratie in Europa. Das ist so, als ob die AfD in Regierungsbeteiligung aktiv an der Eurorettung mitwirken würde (was leider gar nicht so absurd ist, wie es zuerst klingt).

      • Neben ökonomischen Gesichtspunkten spielen auch politische Überlegungen eine -wenig diskutierte- Rolle. Darüber schreibt heute Nikolas Busse in FAZ S.8 (Hauptgewin für Putin).

        Solche Punkte sind Destabilisierung der Nachbarländer und Konsequenzen für den Schengen-Raum. Noch kritischere Konsequenzen könnte Grexit fur NATO Südflanke haben. UND Wladimir Putin ist dabei sich Rückkehr nach SO Europa zu erkämpfen mit allen Mitteln. Aus dieser Sicht ist auch rel. rapide Aufnahme neuer EU und NATO Mitglieder zu erklären.

        Es bestätigt sich ,dass Sicherheit nicht um sonst zu haben ist. Aber auch, dass Eurozone nach strengen Regeln funktionieren muss ohne die Währung zu schwächen.

    • Natürlich geht es weder um das Wohl des griechischen Volkes – darum ging es auch vorher nie – noch geht es momentan um die Alimentierung von Großbanken (die ist, zumindest was griechische Staatsanleihen angeht, längst abgeschlossen), sondern einzig darum, mit Hilfe der Einheitswährung die Vereinigten Staaten von Europa herbeizuführen.

      Die große „Europäische Idee“ also, die schon Immanuel Kant, Victor Hugo und Winston Churchill zugeschrieben wurde, in Wahrheit aber nur der Hochfinanz, ihrer ach so „demokratisch gewählten“ regierenden Kaste und dem feudalistischen Beamtenapparat dient.

      Der Linke Tsipras und sein Comic-reifer „Finanzminister“ sind bereits korrumpiert. So schnell geht das in der Demokratie, die keine ist.

      Und bitte glauben Sie nicht, dass sich etwaige AfD-Freßtrog-Minister oder ein machtbesessener calvinistischer AfD-Vizekanzler im Falle einer Regierungsbeteiligung anders verhielten (wie Herr Dilger hier bereits völlig zu Recht andeutet).

      • Die Frage ist, was man noch tun kann, wo die Politik so grundlegend versagt und es auch überhaupt keinen Unterschied macht, wer gewählt wird. Ich denke wieder ernsthafter über Auswanderung nach. Das ist für mich als Beamter zwar eigentlich unattraktiv, doch es könnte mein bescheidenes Vermögen und vor allem mein Kind retten. Professoren werden auch überall gesucht. Sind am Ende doch die USA der sicherste Hafen? Was ist mit Kanada oder Australien? Die Schweiz und Großbritannien sind vermutlich zu nah an der Eurozone und EU, auch wenn UK vielleicht bald austritt.

      • Durch Auswanderung können Sie zwar der mit großen Schritten auf uns zukommenden „Neuen Weltordnung“ per se nicht entgehen, sich aber zumindest eine Fluchtpunkt suchen, an dem die Freiheit des Individuums noch ein klein wenig größer geschrieben wird als es in Merkels DDR 2.0 und in den anderen europäischen NATO-Vasallenstaaten der Fall ist.

        Gleichwohl ich sehr gerne Bayer bin, habe ich persönlich mir ganz bewusst das blockfreie Österreich als Wahlheimat ausgesucht. Sollten die Bedingungen hier auch auf großdeutsche Verhältnisse zulaufen (wovon ich bislang aber nicht ausgehe) werde ich wahrscheinlich nach Südamerika weiterziehen. Da ich zweisprachig (Deutsch und Spanisch) aufgewachsen bin, für mich zum Glück kein Problem.

      • „Ich denke wieder ernsthafter über Auswanderung nach.“

        Das ist sehr gut nachvollziehbar. Das habe ich auch getan. Meine Frau hat sich (trotzt in dem Fall auf der Hand liegender Attraktivität dieser Option) damals nicht getraut, jetzt gibt es zwei Kinder, damit ist man dann nicht mehr so mobil (mit einem geht das noch), jetzt ‚hängen‘ wir hier: Schulen, Kindergärten, alle diese Dinge, auch kleine, spielen in Summe, der sich potenzierenden Interdependenzen halber, eine Rolle… Außerdem haben wir (ganz bewusst) einen kleinen Laden eröffnet…

        „Das ist für mich als Beamter zwar eigentlich unattraktiv, doch es könnte mein bescheidenes Vermögen und vor allem mein Kind retten. Professoren werden auch überall gesucht. Sind am Ende doch die USA der sicherste Hafen?“

        Wahrscheinlich ja. Kanada, naja. (Dort hören, was Leute, die da leben so sagen.) Australien, das müsste man sich genauer anschauen, da sind einige hingegangen, andererseits von dort (nicht denen) nicht unbedingt ermutigende Nachrichten wahrnehmbar. UK: Würde ich keinen Gedanken dran verschwenden. Schweiz: M.E. eins der kommenden Mitglieder der Eurozone/EU, nach Polen Dänemark vielleicht. Das klaustrophile Modell funktioniert (ganz jenseits von SFR-Fragen unter heutigen Gegebenheiten m.E. nicht mehr).

        Zum „Beamten“ noch: Gegen klassisches (vorpreussisches, damit entsprechend unverbogenes, unverzwecktes, gesellschaftumformungsfreies) Beamtentum (und entsprechendes Verständnis) ist auch unter klassisch liberalen Aspekten recht wenig einzuwenden, andererseits muss man sich derlei schon sehr aktiv zusammenträumen.

        Als Beamter stehen Sie persönlich, jdf. m.E., genau dann hier alles andere als schlecht da, wenn es es schaffen, dem (im Grunde klassisch systempreussischen, wenn man will ‚purifiziert-nationalsozialistischen) ‚Rollierenden Teppich‘ der Ihnen (wie allen anderen Bürgern) hinten ständig den Boden unter den Füßen wegzieht (bewusster Dynamismus, beileibe nicht nur im Geldwesen) entsprechend vorausschauend nach vorne zu entkommen.

      • „Was ist mit Kanada oder Australien? Die Schweiz und Großbritannien sind vermutlich zu nah an der Eurozone und EU, auch wenn UK vielleicht bald austritt.“

        Kanada ist ein großes Land in einem weitgehend noch gemäßigten Klimagürtel und relativ kleiner Population. Gute Voraussetzungen also für Wohlstand und eine Zukunft ohne Staatsschulden.

        Australien gehört zwar zum Commonwealth, wird aber zusehend von China kolonialisiert. Unterhalten Sie sich daher lieber erst einmal mit Menschen, die schon länger dort leben oder gelebt haben. Ein guter Freund von mir hat vor 15 Jahren sehr euphorisch nach Australien geheiratet. Obwohl sein Schwiegervater dort ein vermögender Fabrikant ist, lebt er mit seiner Familie seit fünf Jahren wieder in Bayern und denkt gar nicht daran nach Australien zurück zu kehren.

        Die Schweiz wird m.E. weder der EU beitreten noch jemals Mitglied der Eurozone werden. Denn dann ginge es mit dem heutigen Wohlstand der Schweiz rapide bergab. Abgesehen davon empfangen die Schweizer Deutsche nicht gerade mit offenen Armen. In der Schweiz Geschäfte machen und eine Zeit lang gutes Geld verdienen ist sicher ok, aber dort leben? Mich brächten dazu keine 10 Pferde mehr dazu und ich weiß sehr genau, wovon ich da rede (ich meine damit nicht die Pferde …).

        UK?
        Warum nicht?
        Die Briten fühlen sich ihrem Commonwealth erheblich verbundener als der EU. Was wäre schlimm daran, wenn UK tatsächlich aus der EU austritt?

      • @Michael Meister:

        „Die Schweiz wird m.E. weder der EU beitreten noch jemals Mitglied der Eurozone werden.“

        Ich habe nicht gesagt, dass die das wollen, ich persönlich glaube, dass es dazu ab einem bestimmten Punkt keine andere Möglichkeit gibt, in dem Sinne, dass das dann die rationalere Option ist. (Aus Gründen der schweizer Innenentwicklung heraus, rsp. dem schon lange wahrnehmbaren dieser.) Ich glaube nicht, dass die Schweizer ihr klassisches ‚Model Schweiz‘ mal eben so in Rekordzeit ‚refubished‘ und an heutige Gegebenheiten anpassen können. So, jdf., meine persönliche Einschätzung.

        Zu Kanada, sicherlich aus unterschiedlichen Gründen ein Sehnsuchtsort für viele, wobei Bild und tatsächliche Realität deutlich von einander abweichen. Das berichten jedenfalls dort hingegangene. Die Alltäglichkeiten sind dort interessant, für mich jedenfalls, angefangen von der Vorstadtlangeweile der Frau.

        „UK?“

        Ich bin dort zur Schule gegangen, isf. verstehe ich die Gesellschaft, von innen drauf blickend, sehr gut. Isf. mein persönliches ‚No way!‘ dazu. (Gut, eher dort, als in Berlin (wo ich acht Jahre verbracht habe, entsprechende Innenkenntnis in bedauerlichem Umfang ebenfalls vorhanden), Nordost-Absurdistan, dazu nur (als absolut allerklarste Aussage): Auf gaaaaaaaar keinene Fall!!!!!!!! Es wurde ja gesagt, wir seien so gleich, ohhhh…. das sind wir nicht, beileibe nicht nur wegen 40 Jahren DDR, damit will ich absolut nichts, nicht das geringste zu tun haben, im Gegenteil, ich schäme mich zutiefst mit diesem Dreck erneut zwangsvervolkt zu sein.)

        „Was wäre schlimm daran, wenn UK tatsächlich aus der EU austritt?“
        Nichts. Ich persönlich würde das stark befürworten. Dann wären wir immerhin diese Gernegroßen, die nicht nebenbei nur dann groß sind, wenn ‚Stress‘ auf dem Kontinent ist (gerne und ständig von dort befeuert deswegen), neu los.

        Ich persönlich bevorzuge die Weiterentwicklung zu einem Europa der Regionen, gerne auch zum von Ihnen vorgeschlagenen ‚Europa der autonomen Regionen‘, das geht aber mit der – dieser – AfD nicht, diese hat sich bedauerlich diametral gegensätzlich dazu aufgestellt: Es hätte viel Platz für eine neue Gründung bestanden. Für diese sehe ich keinen, jedenfalls keinen echten, gut, man hat jetzt etwas Drohpotential in europäischen Verhandlungen und linksrechte Versager-Staatssozialisten und ihr raubsaugendes prussoides Anti-Bürger-System haben jetzt einen ‚Grauhaarigenflügel‘ für die heuchelprotestantische Großelternschaft von grünistischen Prenzlauer-Berg-Bewohnern: Das war es aber schon. Inhaltlich sehe ich da nichts. Wenn auch ein paar Ämter für bislang zu kurz gekommene Parteifunktionärsfiguren mit erheblichem Knick in den Karrierevorstellungen, die man so hat, hatte:

        Das war es aber auch schon.

      • @Rupert Brasch:

        In Kanada und USA trifft einen als Kontinentaleuropäer natürlich der Kulturschock. Ich persönlich würde es in keinem der nordamerikanischen Staaten länger als ein paar Wochen aushalten. Nicht einmal in Boston, New York City, Vancouver, Montreal oder Halifax.

        Aber wahrscheinlich ginge es mir mit Australien oder Neuseeland auch nicht besser und selbst in Großbritannien möchte ich nicht tot über dem Zaun hängen.

        Hat aber vielleicht auch damit zu tun, dass ich in katholisch geprägten Regionen aufgewachsen bin und die Kultur dort nicht nur feinsinniger, sondern spürbar mehr an Genuss und Lebensfreude orientiert ist als in „reformierten“ Gegenden.

  3. Ein schlechter Abend für Griechenland, Deutschland und Europa. Das schier endlose Gewürge um Kredite, Auflagen, Nichteinhaltung derselben, Schuldzuweisungen geht weiter.

    Ein Ende ist nicht in Sicht, kann es wahrscheinlich ob der angehäuften Schulden von unglaublich 320 Milliarden Euro für dieses kleine Land auch nicht geben, die realistische Möglichkeit diese Schulden mit Zins und Tilgung innerhalb von 30 Jahren zu bedienen. ist nicht gegeben.

    Wie Mehltau hat sich ganz Griechenland über Europa gelegt. Die Laune kann einem vergehen. Ehemals lustiges Volk mit alter Kultur in einem wunderschönen Land mit Sonne, Meer , Inseln und schönen Landschaften begibt sich in die Hand von kalten Bankern in weißen Oberhemden.

    Verhältnisse wie in Berlin – meiner Heimatstadt – Hartz IV Bezieher in der 2. oder 3. Generation, laut, frech und vulgär auftretend wie ihr neuer Ministerpräsident Tsipras und der eitle Gockel Varoufakis als Pendent eines seriösen Finanzministers. Wer würde den Griechen jetzt noch einen Gebrauchtwagen abkaufen ?

    Im Geschäftsleben ist unter Partnern, Kunden, Verkäufer, Lieferanten, Bankern, Mitarbeitern das Vertrauen wesentliches Merkmal einer erfolgreichen Zusammenarbeit.

    Ist das Misstrauen untereinander so groß daß es permanent zu verbalen Auseinandersetzungen kommt, wird aus dem Geschäft niemals langfristig E r f o l g wachsen.

    Es ist uns ein Rätsel, warum die Bevölkerung in Griechenland nicht die Schnauze voll hat von der Alimentation durch andere Nationen – auch von Deutschland – und eigenes Schicksal selbst-bewusst in die Hand nimmt. Insolvenz anmelden, Schluss, aus, neuer Anfang.

    Auch wir Bürger – glücklich wer nicht – hatten harte Zeiten zu bestehen, Devise Gürtel enger, in die Hände gespuckt, dann ging es langsam, ganz langsam wieder aufwärts. Scheitern immer einbegriffen.

    • Aber ein guter Abend für uns „Mutti“ IM Erika, Schäuble, Juncker, Hollande, Tsipras, Varoufakis, den Petro-Dollar, den Geld- und Brennstoff-Milliardärsadel in USA, den Niederlanden und dem Vatikan, TTIP und TISA. Dort überall haben gestern Abend sicher die Korken geknallt!

  4. Nun ja Herr Dilger, dass Sie diesen Kompromiss, und vermutlich jeden anderen Kompromiss, als faul bezeichnen würden, war so vorhersehbar. Alles was Ihrem simplen Weltbild („Der böse Euro ist schuld“) entgegenwirkt, wird radikal abgelehnt. Sie sind halt frustriert und zetern jetzt (wie so oft) substanzlos herum. Ich kann Sie verstehen. Letztendlich, und ich möchte Ihnen helfen diesen Kompromiss zu verstehen, geht es darum der neuen griechischen Regierung (ein wenig) Zeit zu lassen sich zu beweisen. Jetzt gilt es die versprochenen Strukturreformen und den Kampf gegen Nepotismus und Korruption ernsthaft zu beginnen. Nur so lässt sich Vertrauen, und da hat Europa recht, wieder aufbauen. Die 4 Monate sollten jetzt genutzt werden.

    • Es ist umgekehrt, dass Sie weder den Euro noch die europäische Politik verstehen. Was glauben Sie, was in vier Monaten passiert? Die griechische Tragödie (oder Komödie) geht natürlich weiter.

      • Niemand sagt dass es vorbei ist oder dass Griechenland sich in 4 Monaten verändern wird aber der erste Schritt ist schon mal gemacht. Wenn Griechenland mit der neuen Regierung wieder nur, entgegen ihrer Versprechungen, leere Luftblasen produziert, können Sie Sich darauf verlassen dass den (meisten) Griechen ebenfalls die Geduld ausgeht und dann jede Bestrafung (auch den Grexit) akzeptieren. Aber Syriza sind Überzeugungstäter und die Basis beobachtet jeden Schritt der Regierung. Dass Griechenland wieder in den alten Trott kommt, halte ich für (fast) ausgeschlossen. Wir werden sehen.

      • Was haben Sie gestern verpasst? Die neue griechische Regierung ist ganz wie die alte. Es ist der alte Trott und alle Wahlversprechen wurden gebrochen. Unabhängig davon, ob man die angekündigte Politik gut oder schlecht fand, der komplette Verzicht darauf zeigt die völlig Missachtung der Wähler und damit der Demokratie.

      • Und was haben Sie verpasst? Hätte die griechische Regierung gestern nicht nachgegeben, wäre es unweigerlich zur Katastrophe gekommen. Ich weiss, das ist ja genau das was Sie und Ihre Parteikameraden wollen aber die Welt ist komplizierter als es Ihre Stammtischlogik wahrhaben will. Eine Demokratie zeichnet sich (oft) durch Kompromisse aus um gemeinsam doch noch das Ziel zu erreichen. In einer pluralistischen und differenzierten Welt funktioniert das nun mal so. Aber das ist ja nicht Ihre Welt. Ich weiss.

      • Was ist denn das Ziel? Warum stellen Sie den Euro über die Menschen? Was ist daran pluralistisch und differenziert? Syriza ist gewählt worden, weil es das Gegenteil versprochen hat. Nun gibt es in Griechenland überhaupt keine demokratische Alternative mehr. Vielleicht sollte eine Alternative für Griechenland gegründet werden…

      • „Unabhängig davon, ob man die angekündigte Politik gut oder schlecht fand, der komplette Verzicht darauf zeigt die völlig Missachtung der Wähler und damit der Demokratie.“

        Da reden Sie mal wieder Unsinn Herr Dilger (wie Sie so oft anderen vorwerfen).

        Der griechische Wähler wollte, wie das bei den Wählern so oft ist, zwei Dinge, die nicht beide zu haben waren, wie sich in den Verhandlungen rausgestellt hat, nicht zuletzt aufgrund der Unnachgiebigkeit der Bundesregierung, der u.a. Ihre eigene Partei im Nacken sitzt. Die beiden Dinge waren:

        1. Beendigung oder zumindest Abschwächung der Austeritätspolitik, die das Land in der Depression hält.
        2. Der Verbleib in der Eurozone.

        Die neue griechische Regierung hat in der Tat beides versprochen, aber wie schon gesagt, erfahren müssen, dass nur eins davon möglich ist. Und so hat sie sich entscheiden müssen und und für 2. entschieden, zumindest für die nächsten 4 Monate, als kleineres Übel.

        Es ist bekannt, dass Sie persönlich für 1 und gegen 2 sind, aber es ist nun mal die Sache der griechischen Regierung und des griechischen Volkes solche Fragen zu entscheiden und weder Ihre noch Ihrer Partei.

        Ich kann Ihre Frustration nachvollziehen, dass Ihnen schon wieder ihr kleiner Experiment mit dem Euroausstieg nicht gelungen ist, aber was soll man tun, die Griechen weigern sich hartnäcking Ihr Versuchskaninchen zu sein. Also wenden Sie sich lieber an Ihre eigenen Landsleute und an Ihre Partei (wenn diese sich nicht gerade mit der Islamisierung des Abendlandes beschäftigt), gewinnen Sie die Wahlen und organisieren den deutschen Euro-Ausstieg.
        Und wenn wider erwarten der deutsche Euro-Ausstieg doch nicht so glatt verläuft (aber das kann ja nicht sein, Sie wissen ja alles und haben alles vorausberechnet), und ein Paar von den deutschen Wählern, die Ihnen und Ihrer Partei vertraut haben, ihren Job verlieren, nun dann werden diese zumindest wissen, dass es ihre eigene Entscheidung war Ihr Versuchskaninchen zu werden. DAS wäre wirklich demokratisch.

      • „Die neue griechische Regierung hat in der Tat beides versprochen, aber wie schon gesagt, erfahren müssen, dass nur eins davon möglich ist.“ Hat sie das wirklich in den letzten Wochen mühsam erfahren müssen, was alle schon vorher wussten? Warum gibt es in Griechenland keine Volksabstimmung dazu, ob man lieber die Austeritätspolitik oder den Euro aufgibt? Faktisch können auch dort die Wähler gar nichts bewirken. Das ist leider kein Unsinn, sondern die bittere Wahrheit über den Zustand der Demokratie(n) in der Eurozone.

    • Lieber Herr Papapostolou,

      was glauben Sie denn? Dass sich Griechenland in vier Monaten von Grund auf verändert? Wie naiv ist das denn?

      Machen wir uns doch nichts vor: Es war gestern ein sehr gelungener Abend für alle korrumpierten Politiker, auch für die längst korrumpierten griechischen „Linken“ Tsipras und Varoufakis, die Eigentümer der FED und ihren Petro-Dollar, den übrigen Geld- und Brennstoff-Billionärsadel in USA, den Niederlanden und dem Vatikan (das sind die wahren Herrscher der Erde, die auf keiner im Vergleich zu ihnen ärmlich anmutenden „Forbes-Liste“ erscheinen).

      TTIP, TISA und die „Vereinigten Staaten von Europa“ (die „Große Europäische Idee“) lassen grüßen!

      Show must go on …

      • Herr Meister, was soll das? Wie soll man sich mit Ihnen ernsthaft auseinandersetzen wenn Ihr Weltbild von Verschwörungstheorien durchsetzt ist? Allein schon ihre krude Theorie der FED ist nichts anderes als versteckter Antisemitismus. Damit mögen Sie viel Zuspruch in der AfD ernten aber Sie blockieren (in der echten Welt) jeden logischen Diskurs. Befreien Sie Sich bitte von diesem esoterischem Mist.

        Mein Tipp:
        1. Raus aus der AfD.
        2. Rein in die Realität.

      • Herr Papapostolou,

        was haben Sie von der Welt gesehen außer Deutschland und Griechenland?

        Offenbar nicht sehr viel, sonst wüßten Sie, dass der Petro-Dollar keine Erfindung von Verschwörungstheoretikern sondern pure Realität und seit Jahrzehnten der weltweite Kriegstreiber Nr. 1 ist.

        Und was die Eigentümer der FED, von Royal Dutch Shell und anderen Brennstoffgiganten angeht …
        Dass die FED keine staatseigene Bank ist, können Sie überall nachlesen.
        Einen Rockefeller, Rothschild oder gar das Haus Oranje-Nassau werden Sie auf keiner Forbes-Liste finden.

        Was diese unumstößlichen Tatsachen mit „verstecktem Antisemitismus“ oder Esoterik zu tun haben sollen, erschließt sich mir nicht.

        Der unrealistische Wirrkopf hier im Blog sind Sie.

      • Herr Dilger, was ist das für eine merkwürdige Strategie den Foristen ständig persönliche Motivation („Für wen arbeiten Sie“) zu unterstellen wenn Ihnen die Meinung nicht passt? Bei mir haben Sie das auch schon öfters versucht (Geld, Oligarch). Herr Hummel erwiderte richtigerweise dass Sie als Beamter für das Land NRW arbeiten. Daraus kann man, unabhängig davon was Sie sagen, ebenso einen bösartigen Strick drehen. Es mag sein dass die kaputte Mentalität der AfD langsam auf Sie abfärbt aber letztendlich ist das nur unanständig.

      • Ihnen mangelt es an inhaltlichen Argumenten, da stellt sich die Frage nach den Gründen für Ihre krude Auffassung. Dagegen ist meine Argumentation hier doch völlig transparent, ob Sie Ihnen nun passt oder nicht.

    • „Hat sie das wirklich in den letzten Wochen mühsam erfahren müssen, was alle schon vorher wussten?“

      Ich weiß nicht wer diese „alle“ waren, ich persönlich habe es auf jeden Fall nicht weder gewusst noch erwartet. Sie selbst hetzen ja in diesem Blog regelmäßig gegen die Bundesregierung, die angeblich Kredite ohne jegliche Gegenleistung vergeben würde, warum sollte dann die neue und unerfahrene griechische Regierung erwarten, dass sie, trotz ihrer ökonomisch durchaus vernünftigen Argumente, bei den Verhandlungen so gut wie gar nichts rausholen würde, abgesehen von der unverbindlichen Zusage die Größe des primären Überschusses 2015 gegebenenfalls „den wirtschaflichen Umständen anzupassen“.
      Ich denke viele haben es nicht erwartet, dass die Bundesregierung trotz des offensichlichen wirtschaftlichen Versagens ihrer bisherigen Politik in Griechenland, gar nicht mit sich reden läßt, aber das war, wie gesagt unter anderen auch ein „Erfolg“ Ihrer Partei, das sollten Sie feiern.

      „Warum gibt es in Griechenland keine Volksabstimmung dazu, ob man lieber die Austeritätspolitik oder den Euro aufgibt?“

      Das weiß ich nicht (vielleicht kann Herr Papapostolou mehr sagen), aber sowohl ob es eine Volksabstimmung gibt als auch deren Ergebnis ist eine Sache, die die Griechen alleine entscheiden werden. Sie aber sollten, wie oben schon erwähnt, ihre wirtschaftlichen Rezepte in Ihrem eigenen Land anwenden (was natürlich nicht bedeutet, dass Sie Ihre Meinung dazu nicht äußern dürfen).

      • Was sind denn das für nationalistische Töne von Ihnen? Ist die Eurozone nicht eine Schicksalsgemeinschaft? Gerade Sie sind doch der Meinung, dass Deutschland für alle und alles zahlen soll. Warum soll ich mich dann nicht für den Zustand der griechischen Demokratie und Volkswirtschaft interessieren dürfen? Vielleicht ist es Ihnen noch nicht aufgefallen, doch die Tatsache, dass der Euro demokratisch gar nicht abgewählt werden kann, entzieht ihm jede demokratische Legitimation. Es wäre ehrlicher, die gewählten Regierungen abzuschaffen und durch Eurokraten zu ersetzen.

      • „Gerade Sie sind doch der Meinung, dass Deutschland für alle und alles zahlen soll.“

        Das ist mal wieder eine Ihrer hetzerischen Parolen, die ich nicht beantworten werde. Weder habe ich jemals gesagt, dass Deutschland für alle und alles zahen soll, noch bin ich dieser Meinung.

        „Warum soll ich mich dann nicht für den Zustand der griechischen Demokratie und Volkswirtschaft interessieren dürfen?“

        Habe ich oben nicht explizit gesagt, dass sie es durchaus dürfen. Hier bin ich anders als SIe, der dieses Recht angelsächischen Ökonomen abspricht. Was Sie nicht dürfen (und auch nicht können) ist darüber zu entscheiden.

        „Vielleicht ist es Ihnen noch nicht aufgefallen, doch die Tatsache, dass der Euro demokratisch gar nicht abgewählt werden kann, entzieht ihm jede demokratische Legitimation. “

        Wer sagt denn das? Ich habe doch gerade gesagt, wie Sie es erreichen sollen den Euro „abzuwählen“ – zusammen mit der AfD bei der Bundestagswahl mehr als 50% der Wählerstimmen erreichen und den deutschen Euroausstieg organisieren, wobei natürlich wichtig ist, dass Ihre eigenen Parteifreunde das am Ende auch durchziehen, vielleicht ist Ihnen dann der Kampf gegen Moslems und der Austritt aus der NATO viel wichtiger.
        Unrealistisch? Mag sein, wobei mich nichts mehr wundern würde, aber so ist nun mal Demokratie. Aber für Sie ist Demokratie anscheinend wenn alles nach Ihnen läuft, unabhängig vom Wahlergebnis.

        „Es wäre ehrlicher, die gewählten Regierungen abzuschaffen und durch Eurokraten zu ersetzen.“

        Unsinn. Wahr ist allerdings dass alle gewählten Regierungen äußeren Zwängen (nicht nur ökonomischen) unterliegen, so dass sie eben nicht alles machen können was sie wollen. Und wenn sie es doch tun, dann kommt dabei z.B. Venezuella raus oder Simbabwe. Diese Tatsache ist vom Euro komplett unabhängig, Euro schafft höchstens weitere Zwänge.

      • Im Gegensatz zu Ihnen (!) möchte ich gar nicht über das Schicksal Griechenlands oder anderer Völker entscheiden. Ich spreche auch niemandem, weder Ihnen noch angelsächsischen Ökonomen, Journalisten und Politikern, das Recht auf eine eigene Meinung ab, sondern mache nur auf die unterschiedliche Interessenslage aufmerksam (wobei mir Ihre Interessen noch nicht so ganz klar sind – für wen arbeiten Sie z. B.?). Es ist viel Heuchelei dabei, anderen etwas ganz anderes zu empfehlen, als was man selbst tut.

        Das ist eine nette Geschichte, dass man „nur“ eine demokratische Mehrheit gewinnen müsste, um etwas zu ändern. Griechenland zeigt jetzt jedoch, dass das nicht funktioniert. Syriza hatte grundlegende Veränderungen vesprochen und hat dafür ein klares Mandat (wenn auch nicht die Mehrheit der Wählerstimmen) errungen, um jetzt den korrupten Kurs der Vorgängerregierungen fortzusetzen.

        Natürlich unterliegt Politik Zwängen und ich bin gar nicht für ein Primat der Politik, sondern des Rechts. Aber auch das Recht wird gebrochen und die wichtigsten Entscheidungen der Eurozone werden inzwischen ohne jede demokratische Kontrolle getroffen. Das finde ich schlimm, während es Ihnen zusammen mit Millionen anderen offensichtlich egal ist. So endet wohl wieder eine deutsche Demokratie an einem Mangel an Demokraten.

      • „Wobei mir Ihre Interessen noch nicht so ganz klar sind…“

        Das ist ja gerade sowohl für Sie im besonderen als auch für für die AfD im allgemeinen typisch ist. In ihrem Weltbild kann es ja gar nicht sein, dass ich genauso wie Sie ein deutscher Staatsbürger bin, dem die Interessen Deutschlands am Herzen liegen, nein das kann nicht sein, denn was für Deutschland gut ist, das bestimmen Sie. Diejenigen aber, die anderen Meinung sind haben im günstigsten Fall „Interessen“, im schlimsten sind sie „Deutschlands Gegner“ (Ihr Zitat) und gehören ins Gefängnis. Aber so sind die undemokratischen Parteien und ihre Mitglieder, die Front National, UKIP und andere sind genauso. Auch Herr Putin denkt genauso, kein Wunder, dass er die AfD umwirbt.

        „für wen arbeiten Sie z. B.“

        Was soll diese Frage? Sie arbeiten z.B. für die rot-grüne Landesregierung der NRW und sind gleichzeitig AfD-Mitglied, und ich sehe darin kein Widerspruch, eben weil wir in einer Demokratie leben, Sie etwa?

        Aber wenn es unbedingt interessiert, ich arbeite (seit 4 Jahren) für einen IT-Dienstleister, der im Besitz eine Krankenkassengemeinschaft ist und fü eben diese Gemeinschaft Software estellt und die IT-Infrastruktur pflegt. Und, was sagt es über mich aus?

        „Griechenland zeigt jetzt jedoch, dass das nicht funktioniert.“

        Griechenland zeigt nur, dass es nicht funktioniert, wenn die Wähler unrealistische Erwartungen haben und Parteien wählen, die suggerieren (möglicherweise auch ehrlich), dass sie diese Erwartungen erfüllen können. Wenn dagegen die Griechen eine Partei wählen, die ganz klar einen Euro-Austritt verspricht, steht dem nichts im Wege, und genauso gilt es für Deutschland. Wenn Sie das „nette Geschichte“ bezeichnen, dann halten Sie nicht viel von Demokratie.

        „Natürlich unterliegt Politik Zwängen und ich bin gar nicht für ein Primat der Politik, sondern des Rechts. Aber auch das Recht wird gebrochen und die wichtigsten Entscheidungen der Eurozone werden inzwischen ohne jede demokratische Kontrolle getroffen.“

        Auch hier wieder dasselbe. Kein Gericht hat jemals festgestellt, dass „das Recht gebrochen“ wird, und wenn ein Gericht eine solche Entscheidung trifft, dann wird es Konsequenzen haben. Aber warum sollte man Gerichte bemühen, man hat ja SIe, der einem definitiv sagen kann was das Recht ist (ohne juristische Ausbildung) , und falls jemand inkl. eines Gerichtes anderer Meinung sein sollte, nun dann hat er „Interessen“ und/oder ist „Deutschlands Gegner“.

      • Liegen Ihnen denn die Interessen Deutschlands am Herzen oder nicht eher die noch gar nicht bestehender Vereinigter Staaten von Europa? Falls ersteres der Fall ist, worin sehen Sie diese Interessen? Friedliche Gegner Deutschlands gehören übrigens nicht ins Gefängnis, aber auch nicht in die deutschen Parlamente.

        Ich arbeite nicht für die rot-grüne Landesregierung, sondern bin Beamter der Universität Münster. Diese erhält Geld vom Land auf gesetzlicher Grundlage. Für Drittmittel der Landesregierung habe ich mich nicht beworben.

        „Wenn dagegen die Griechen eine Partei wählen, die ganz klar einen Euro-Austritt verspricht, steht dem nichts im Wege“. Wie kommen Sie nach gestern zu dieser gewagten These? Viele Griechen haben eine Partei gewählt, die ganz klar das Ende der Austeritätspolitik versprochen hat, doch dem stand vieles im Wege. Wen sollen sie jetzt noch wählen? Die Goldene Morgenröte???

        Ich kann Gesetze und Verträge lesen. Der Maastricht-Vertrag ist offenkundig gebrochen worden. Ihre juristischen Kenntnisse reichen jedenfalls nicht aus, um das irgendwie wegzuerklären. Im Grunde hat das Bundesverfassungsgericht auch schon den Rechtsbruch der jüngsten EZB-Maßnahmen festgestellt und nur aus formalen Gründen die Sache an den EuGH verwiesen. Wenn dieser dem Generalanwalt folgend den Rechtsbruch negiert, dann droht eine ernsthafte Verfassungkrise. Können Sie noch guten Gewissens ausschließen, dass die Bundesregierung nicht einfach das Bundesverfassungsgereicht ignorieren wird?

      • „Falls ersteres der Fall ist, worin sehen Sie diese Interessen? Friedliche Gegner Deutschlands gehören übrigens nicht ins Gefängnis, aber auch nicht in die deutschen Parlamente.“

        Die Frage ist zu weit ausgelegt als man sie ernsthaft beantworten könnte. Es genügt festzustellen, dass ich diese Interessen of anders sehe als Sie.
        Es ist jedenfalls schön zu wissen, dass eine AfD-Regierung ihre politischen Gegner zunächtst einmal nicht ins Gefängnis stecken würde, sondern ihnen „nur“ das aktive Wahlrecht aberkennt (was ist miz dem passiven). Aber wehe sie wehren sich, dann sind sie nicht mehr „friedlich“ und kommen doch ins Gefängnis.

        „Ich arbeite nicht für die rot-grüne Landesregierung, sondern bin Beamter der Universität Münster. Diese erhält Geld vom Land auf gesetzlicher Grundlage. “

        Jedenfalls bekommen Sie Ihr Geld indirekt von der Landesregierung, wenn auch auf gesetzlicher Grundlage, also haben Sie auch „Interessen“.

        „Viele Griechen haben eine Partei gewählt, die ganz klar das Ende der Austeritätspolitik versprochen hat, doch dem stand vieles im Wege. Wen sollen sie jetzt noch wählen? Die Goldene Morgenröte???“

        Jede politische Entscheidung hat ihre Kosten. Das gilt für das Ende der Austeritätspolitik, die Kosten sind nin diesem Fall die Notwendigkeit den Euro zu verlassen, in Griechenland und erst Recht füt einen Euro-Ausstieg. Die Grechen haben eine Regierung gewählt, die ein Ende der Austerität ohne Kosten versprochen hat und diese Regierung hat nicht liefern können. Auch Sie und Ihre Partei versprechen eine Euro-Auflösung ohne Kosten, wenn man Sie wählt, wird man genauso enttäuscht. Trozdem steht dem Eurosausstieg nichts im Wege, in dem Sinne, dass diese Entscheidung jederzeit getroffen werden kann, wenn man die damit verbunden Kosten akzeptiert, sowohl von Griechen als auch von Deutschen.

        „Ich kann Gesetze und Verträge lesen. Der Maastricht-Vertrag ist offenkundig gebrochen worden. Ihre juristischen Kenntnisse reichen jedenfalls nicht aus, um das irgendwie wegzuerklären.“

        Es ist überhaupt nichts „offenkundiges“ daran (Sie scheinen ja wirklich IMMER ihre persönliche Meinung für die offensichtliche absolute Wahrheit zu halten, kein Raum für Selbstzweifel, nicht wahr?) und meine juristischen Kentnisse sind genauso wie Ihre laienhaft, es ist also kein Wunder dass sie für was auch immer nicht reichen. Aber Verträge kann ich auch lesen und interpretiere sie, wie aus unseren letzten Diskussionen bekannt, anders. Außerdem kann ich auch mein Gedächtnis benutzen, und dieses sagt mit, dass Sie letztes Mal für fürs wahrscheinlichste hielten, dass das Bundesverfassungsgericht die Entscheidung des EuGH, falls sie so ausfällt wie Sie denken, akzeptieren wird. Auf jeden Fall gibt es ja offensichtlich unter Juristen unterschiedliche Meinungen zum Thema, aber selbstverständlich gilt die Meinung eines ehemaligen Präsidenten des spanischen Verfassungsgerichtes nichts, denn nur deutsche Richter haben Berufsethos, und auch von denen nur solche, deren Meinung sich mit Ihrer deckt. Die Juristen dagegen, die das „offenkundige“ nicht oder anders sehen haben „Interessen“ oder sind gar Deutschlands Gegner, die wenn sie friedlich sind, nur ihre Zulassung verlieren werden, richtig? Deutschlands Gegner haben an deutschen Gerichten nichts verloren.

      • Ihre beleidigenden Unterstellungen werde ich nicht mehr kommentieren. Ich möchte Sie nur noch fragen, ob Sie wirklich glauben, dass die rot-grüne Landesregierung für einen Euroausstieg ist und mich für diese Meinung bezahlt. Beides ist nicht der Fall. Wenn ich hingegen eine Meinung gegen meinen vermeintlichen Geldgeber äußere, inwiefern wird diese dann durch Geldinteressen diskreditiert?

        Im Übrigen scheinen Sie aktives und passives Wahlrecht zu verwechseln und Gewalt der Antifa zu bewürworten. Ich bin hingegen gegen jede Form politischer Gewalt, wäre also auch gegen militante Eurogegner, die es aber gar nicht gibt.

        Schließlich habe ich nie behauptet, dass der Euroausstieg kostenlos zu haben ist. Umgekehrt faseln Eurofanatiker ständig davon, dass der Euro nur Vorteile hätte und Deutschland noch an den griechischen Zinsen verdienen würde.

      • „Ihre beleidigenden Unterstellungen werde ich nicht mehr kommentieren. Ich möchte Sie nur noch fragen, ob Sie wirklich glauben, dass die rot-grüne Landesregierung für einen Euroausstieg ist und mich für diese Meinung bezahlt. Beides ist nicht der Fall. Wenn ich hingegen eine Meinung gegen meinen vermeintlichen Geldgeber äußere, inwiefern wird diese dann durch Geldinteressen diskreditiert?“

        Na selbstverständlich glaube ich das nicht. Ganz im Gegenteil glaube ich, dass Ihre Meinung tatsächlich ehrlich ist und Ihrer Vorstellung von Deutschlands und Europas Interessen entspricht. Sie sind aber z.B. einer Meinung mit der Landesregierung (oder jedenfalls mit den Parteien, die diese bilden) in der Ukraine-Frage (anders als große Teile ihrer Partei), und trotzdem würde ich Ihnen nie unterstellen, ohne sichere Beweise, dass das eine mit dem anderen etwas zu tun hat.
        Sie dagegen sprechen das gleiche allen ab, die nicht ihrer Meinung sind, sei es Martin Schulz, Cruz Villalón oder angelsächsiche Wirtschaftswissenschaftler als Gruppe. Das ist keine beleidigende Unterstellung sondern eine Tatsache, die durch ihre eigenen Äußerungen immer wieder bestätigt wird.

        „Im Übrigen scheinen Sie aktives und passives Wahlrecht zu verwechseln und Gewalt der Antifa zu befürworten.“

        Das aktive und passive Wahlrecht habe ich tatsächlich verwechselt. Was das mit der Gewalt der Antifa zu tun hat verstehe ich nicht. Es ist allerdings eine gute Frage ob man sich gegen eine Regierung, die einem aufgrund von politiscnen Ansichten oder aus anderen Gründen das Wahlrecht entzieht (gewaltsam) Widerstand leisten darf. Dazu habe ich keine abschließende Meinung.
        Im übrigen ist die Antifa genauso intolerant und sich im alleinigen Besitz der Wahrheit wähnend, wie die AfD im allgemeinen und Sie konkret. Die Ränder sind sich oft ähnlich.

        „Umgekehrt faseln Eurofanatiker ständig davon, dass der Euro nur Vorteile hätte und Deutschland noch an den griechischen Zinsen verdienen würde.“

        Mag sein, dass es solche Eurofanatiker nicht nur in Ihrer Fantasie sondern auch in der Realität gibt, ich gehöre jedenfalls nicht dazu, daher hat es keinen Sinn mit deren „Faseln“ vorzuwerfen.

      • „Was das mit der Gewalt der Antifa zu tun hat verstehe ich nicht.“ Sie hatten geschrieben: „Aber wehe sie wehren sich, dann sind sie nicht mehr ‚friedlich‘ und kommen doch ins Gefängnis.“ Gewalttätige Kriminelle gehören ganz unabhängig von ihrer Überzeugung ins Gefängnis. Im Übrigen sieht es das Grundgesetz so vor, dass verfassungsfeindlichen Parteien, die gegen diesen Staat und dessen Grundordnung sind, verboten und damit nicht mehr gewählt werden können.

        Es ist völlig absurd, die AfD allgemein und mich konkret als intolerant wie die Antifa hinzustellen. Wer für das Grundgesetz, den Erhalt unseres Staates und der Demokratie eintritt, gehört nicht zum politischen Rand, sondern der Mitte der Gesellschaft, auch wenn die Eurofanatiker diese für sich beanspruchen wollen.

        Ich bin nicht im alleinigen Besitz der Wahrheit, vertrete aber eine klare Meinung und erhoffe das eigentlich auch von den Vertretern anderer Meinungen statt so verschwurbeltes Zeug.

      • „Sie hatten geschrieben: “Aber wehe sie wehren sich, dann sind sie nicht mehr ‘friedlich’ und kommen doch ins Gefängnis.” “

        Richtig, das habe ich geschrieben. Sie meinen also tatsächlich Menschen, die sich gegen eine Regierung wehren, die ihre Bürgerrechte beschneidet (z.B. ihnen aufgrund ihrer Ansichten das Wahlrecht entzieht), gewaltätige Kriminellen sind. Nun, dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

        „Im Übrigen sieht es das Grundgesetz so vor, dass verfassungsfeindlichen Parteien, die gegen diesen Staat und dessen Grundordnung sind, verboten und damit nicht mehr gewählt werden können.“

        Absolut richtig. Die Hürden für diesen Verbot sind aber aus guten Gründen sehr hoch, und demokratische Parteien bezeichnen sich gegenseitig nicht leichtfertig als verfassungsfeindlich. Die AfD dagegen und Sie konkret suggerieren dass alle im Moment im Bundestag vertretenen Parteien und deren führende Repräsentanten Verfassungsfeinde wären. Martin Schulz z.B., den Sie als Deutschlands Gegner bezeichnen ist SPD-Mitglied. Soll also die SPD (wieder) verboten werden?

        „Es ist völlig absurd, die AfD allgemein und mich konkret als intolerant wie die Antifa hinzustellen. Wer für das Grundgesetz, den Erhalt unseres Staates und der Demokratie eintritt…“

        Es ist richtig, dass Sie und Ihre Partei vorgeben die alleinigen Bewahrer des Grundgesetzes und der Demokratie zu sein. Allerdings benutzen Sie das Grundgesetz als Keule, die sie gegen Ihre politischen Gegner einsetzen (wollen), indem Sie für sich in (alleinigen) Anspruch nehmen das Grundgesetz auszulegen und alle Meinungen, die sich mit Ihrer nicht decken von vornherein als grundgesetzwidrig disqualifizieren.

        Ansonsten gehört die AfD im Moment ganz klar zum rechten Rand des politischen Spektrums (ob sie schon als rechtsradikal zu bezeichnen wäre, darüber scheiden sich die Geister) ob es Ihnen gefällt oder nicht. Allerdings kann sich so was ändern, auch die Mitte der Gesellschaft kann radikalisert werden, zu beobachten z.B. in Russland heute, und Sie arbeiten kräftig daran.

        „Ich bin nicht im alleinigen Besitz der Wahrheit, vertrete aber eine klare Meinung und erhoffe das eigentlich auch von den Vertretern anderer Meinungen statt so verschwurbeltes Zeug.“

        Was verschwurbelt ist, ist Geschmackssache, für Sie ist es alles, womit Sie nicht einverstanden sind. Ich für meinen Teil habe schon hier in den Kommentarspalten weit verschwurbeltere Sachen gesehen – ich sage nur Petrodollars.

      • „Sie meinen also tatsächlich Menschen, die sich gegen eine Regierung wehren, die ihre Bürgerrechte beschneidet (z.B. ihnen aufgrund ihrer Ansichten das Wahlrecht entzieht), gewaltätige Kriminellen sind. Nun, dem ist nichts mehr hinzuzufügen.“ Das ist z. B. eine verschwurbelte Argumentation. Sie haben mit dem Entziehen von Wahlrechten angefangen und halten offensichtlich auch politische Gewalt für gerechtfertigt. Dagegen sind die gelegentlichen Spinnereien von Herrn Meister doch wirklich harmlos.

        Ich halte nicht alle anderen Meinungen für verfassungswidrig, aber durchaus die Aufgabe der deutschen Souveränität, die leider von allen momentan im Bundestag vertretenen Parteien mehr oder weniger betrieben wird („auch die Mitte der Gesellschaft kann radikalisert werden“).

      • „Das ist z. B. eine verschwurbelte Argumentation. Sie haben mit dem Entziehen von Wahlrechten angefangen und halten offensichtlich auch politische Gewalt für gerechtfertigt.“

        Wieso habe ich damit angefangen? Zitat Alexander Dilger: „Friedliche Gegner Deutschlands gehören übrigens nicht ins Gefängnis, aber auch nicht in die deutschen Parlamente.“ Wie wollen Sie denn sonst erreichen, dass die Politiker, die Sie als Gegner Deutschlands bezeichnen nicht (mehr) in Parlamenten sitzen, zumal sie ja den Parteien angehören, die weit polulärer sind, als Ihre?

        Politische Gewalt ist tatsächlich ein schwieriges Thema. Ich weiß nicht, ob sie IMMER nicht gerechtfertigt ist. Waren z.B. Hitler-Attentate gerechtfertigt? In einer Demokratie ist politische Gewalt nie gerechtfertgt, wenn aber demokratische Rechte beschnitten werden, wie Sie es anscheinend wollen (oder nicht?), dann weiß ich nicht mehr, anders als Sie habe ich nicht auf alles Antworten.

        „Ich halte nicht alle anderen Meinungen für verfassungswidrig, aber durchaus die Aufgabe der deutschen Souveränität, die leider von allen momentan im Bundestag vertretenen Parteien mehr oder weniger betrieben wird“

        Nun darauf antworte ich mit Ihren eigenen Worten: wer alle anderen für Geisterfahrer hält ist meistens selber einer.

      • Sie haben mit der Beschneidung von Wahlrechten angefangen, weil Ihnen eben keine demokratischen Antworten einfallen. Wie wäre es z. B. mit Abwählen? Wer könnte denn überhaupt den etablierten Parteien das Wahlrecht beschneiden? Wir leben doch trotz allem nicht in Ägypten. Im Gegensatz zu Ihnen bin ich für mehr Demokratie, nicht weniger.

      • Lieber Herr Papapostolou,

        Ich muss sie rügen. Herr Meister hat natürlich recht. Es gibt eine globale Weltverschwörung gegen das Gute in der Welt. Urheber sind die Bilderberger und natürlich die Rothschild Bank. Die Fed kann nicht wirklich was dafür denn die gehört ja (Psst … das weiß niemand außer uns und dem Internetz) eh denn Bilderbergern und der Rothschild Bank. Dann haben wir da noch den Vatikan, der mit den Juden unter einer Decke steckt. Perfide. Denn die Rothschild Bank gehört eigentlich dem Vatikan oder besser gesagt den Illuminati aus dem Vatikan. Damit wären wir schon beim eigentlichen Problem was Herr Meister leider nicht ansprechen mag (traut?): Was ist mit den Illuminati, die die Welt beherrschen? Ich persönlich hab damit ja nicht so ein Problem denn aus zuverlässiger Quelle weiß ich sowieso, dass bald Skynet die Weltherrschaft übernehmen wird und wir gemeinsam mit dem Terminator um unsere Freiheit kämpfen werden müssen. In diesem Sinne lieber Herr Papapostolou sind wir „brothers in arms“. Auf in Kampf. Wir können nur verlieren!

        Ihr Kamerad,
        Stephan Ewald

      • Kamerad Ewald,

        Herr Papapostolou hat sich längst weggeduckt, wie Sie vielleicht bereits bemerkt haben. Aber halten Sie ruhig die Stellung – Arnie (Schwarzenegger) kommt gleich. Bis dahin wenden Sie sich bitte in allen wichtigen Fragen an Verona Pooth oder direkt an Ihren AfD-Orts- oder Kreisvorsitzenden. Da werden Sie geholfen …

        Noch Fragen? Einfach 11880 wählen. Blubb.

      • Herr Meister, Ihre Kommentare sprechen für sich selbst. Da muss man sich nicht „wegducken“ oder noch einen draufsetzen. Der gute Herr Ewald hat das ebenso erkannt, dass man mit Leuten wie Ihnen, die an unterirdischen Menschenfabriken und lauter weiteren Esoterikquark glauben, keine ernsthafte Diskussion führen kann. Persönlich finde ich Sie mitunter durchaus sympathisch aber es gibt auch gewisse Grenzen der Logik, die ich nicht bereit bin zu überschreiten.

      • „Wer könnte denn überhaupt den etablierten Parteien das Wahlrecht beschneiden?“

        Aus etablierten Parteien können recht schnell nicht mehr etablierte werden, wie man gerade in Griechenland beobachten kann. Und dann wird eben die Frage wichtig, ob die dann an die Macht kommenden bereit und willig sind der Opposition die gleichen Moglichkeiten und Rechte zu gewähren wie sie selbst genossen haben. Ihre Rhetorik läßt da schlimmes befürchten, oder wären sie tatsächlich bereit, wenn an der Regierung, „Deutschlands Gegner“ wie normale Opposition zu behandeln und insbesondere die Macht dann wieder abzugeben, wenn diese Opposition erneut gewinnt? Selbst wenn, von den von Ihnen und Ihresgleichen aufgehetzten AfD-Mitgliedern würde ich das kaum erwarten.

      • Nochmals, Sie haben mit der Beschneidung des Wahlrechts angefangen, nicht ich. Wie ich schon mehrfach betonte, bin ich für einen Volksentscheid zum Verbleib im Euro. Momentan würde sich wohl immer noch eine von Ihnen und Ihresgleichen aufgehetzte Mehrheit für einen Verbleib in der Eurozone entscheiden, obwohl dieser den meisten Deutschen und sonstigen Europäern schadet. Trotzdem wollen Sie und Ihresgleichen keinen solchen Volksentscheid, sondern unterstellen der AfD und mir undemokratische Absichten, während Sie zumindest implizit die Gewalt der Antifa gegen die friedliche AfD befürworten.

      • @A. Papapostolou:

        Ich glaube weder an „unterirdische Menschenfabriken“ noch an irgend einen „Esotherikquark“ (wie kommen Sie überhaupt auf so einen Unfug?), aber eben auch nicht gerade an ein griechisches Wunder.

  5. Wie sagte weiland unser Kaiser schon, Gott mit uns –
    Das Thema Auswanderung hatten meine Frau und ich auch die Tage besprochen unabhänig von dem Ergebnis von Gestern.
    Wir haben die Welt durchgekaut wo könnten wir unsere Restzeit sorgenlos verbringen, wir haben keinen sicheren Ort gefunden, die Krake „Petro-Dollar“ folgt einen überallhin.
    Wann fängt die AFD wieder an das stumpfe Euroschwert zu schärfen?
    Der Gedanken an Einheit, Gleichheit, Brüderlichkeit für Europa wird nur mit einen großen Diktator
    funktionieren, oder ist er schon da „Geld regiert die Welt“

  6. »Ich denke wieder ernsthafter über Auswanderung nach. Das ist für mich als Beamter zwar eigentlich unattraktiv, doch es könnte mein bescheidenes Vermögen und vor allem mein Kind retten.«
    Verschieben Sie doch das Geld ins Nicht-Euro-Ausland statt sich selbst 😉 (Für das Kind wäre das allerdings keine Lösung.)

    • Kinder kann man auch ins Ausland verschieben… Als gesetzestreuer Bürger kann ich zwar mein Geld ins Ausland transferieren, müsste es aber weiter hier deklarieren und versteuern, solange ich hier lebe.

  7. Nachtrag: Die Schuldenmacherei der USA kann dort auch nicht ewig so weitergehen; wären die USA ein Euroland, würde man von einem Problemfall sprechen … Kanada und Australien wirtschaften wohl solide. In GB soll es jetzt ein Gesetz geben, wonach ein Häuslebau mit nur noch 5 % Eigenkapital möglich ist – für weitere 20 % haftet der Staat; da ist doch das Platzen der nächsten Immobilienblase, gefolgt von riesigen Belastungen für den Staatshaushalt, absehbar. Solche Risiken würde ich nicht eingehen. Da käme man vom Regen in die Traufe. Schweden, Dänemark und Norwegen wirtschaften solide.

    • Die USA haben mit dem Dollar ihre eigene Währung, was ihnen das Schicksal von Griechenland, aber auch Deutschland erspart. Großbritannien hat zwar auch eine eigene Währung, ist aber zu eng an der Eurozone, Mitglied der EU und relativ klein. Die Schweiz ist noch kleiner und komplett von der Eurozone umgeben.

      • Knackpunkt ist doch vor allem, dass sich die USA ihre Dollars nach Bedarf in beliebiger Menge nachdrucken um dafür zu Papier- und Farbkosten ihren Rohstoff-, insbesondere aber ihren unerhörten Energiebedarf zu decken.

        So viel Chuzpe nimmt sich kein anderer Staat auf der Erde heraus.

  8. Prof. Dilger, Ihre Gedanken sind gut verständlich. Just do it! Erwarten Sie nichts von Politik und Gesellschaft in Deutschland. Noch weniger ist von AfD zu erwarten! Sie verschwenden Ihre Energie und Enthusiasmus! Und zu bald im Leben wird dieser Zeitfenster geschlossen.

    Probieren Sie vielleicht als Gastprofessor in USA oder Kanada. Auf diese Weise wird eine Entscheidung zu bleiben einfacher. England ist nicht zu vernachlässigen, Sir Ralph Dahrendorf ist ein Beispiel. Nehmen Sie Ihr Leben in eigene Hände und atmen Sie frei. Neue Länder, neue Menschen, neue Chancen. Für Ihre Frau wäre ein Wechsel anstrengender aber genau so spannend.

    • Das mit der Gastprofessur ist eine gute Idee. Ich werde mal schauen, wo sich eine Gelegenheit bietet. Grundsätzlich könnte meine Frau auch im Ausland arbeiten. Sie kann auch besser Spanisch als ich.

    • Ich kann mich Herrn de Grisogonos Empfehlung nur anschließen. Einfach ausprobieren – nur Mut! Nicht aller Länder Menschen sind so unaufgeschlossen Einwanderern und Gästen gegenüber wie der deutsche Pegida-Michel.

  9. Schäuble hatte schon 2011 die Griechen zum Grexit gedrängt. Der damalige griechische Finanzminister hat das abgelehnt. Quelle: http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:x0gchBjUCFAJ:https://de.finance.yahoo.com/blogs/author/eugenia_correa/+&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de

    Die Griechen wollen nicht aus dem Euro austreten und können dazu auch nicht gezwungen werden. Ein Euro-Austritt ist im Vertrag nicht vorgesehen.

    Gestern abend haben die Griechen auf der ganzen Linie gewonnen. Sie brauchen nicht die Auflagen der Sparpakete erfüllen, sondern können neue entwickeln. Dazu haben sie 4 Monate Zeit bekommen. Das ist m.E. ein Sieg für Europa, das nun die Möglichkeit hat, die einfältige Sparpolitik, durch eine Wachstumspolitik zu ergänzen. Insbesondere sollte den Griechen endlich ermöglicht werden, ihre Bodenschätze zuihrem und zum europäischen Nutzen abzubauen.

    Insgesamt war die Vorgehensweise der Deutschen weder wirtschaftlich noch moralisch in Ordnung. Es ist kaum angemessen die griechische Bevölkerung dafür leiden zu lassen, dass deutsche, französiche und angelsächsiche Banken Kredite an Kreditnehmer schlechter Bonität gegeben haben. Dafür hätten die Banken aufkommen müssen.

    • @Wolfgang D.:
      „Es ist kaum angemessen die griechische Bevölkerung dafür leiden zu lassen, dass deutsche, französiche und angelsächsiche Banken Kredite an Kreditnehmer schlechter Bonität gegeben haben. Dafür hätten die Banken aufkommen müssen.“

      Welche Bevölkerung und ihre Steuerzahler haben die Banken „gerettet“?
      Ich glaub, ich bin im verkehrten Film …

      • Das griechische Volk soll die Kredite abtragen, die benötigt wurden, um deutsche, französische und angelsächsiche Banken zu retten, die sich verstiegen hatten, Kredite an Kreditnehmer schlechter Bonität in Griechenland zu geben.

        Sie sind im richtigen Film. Banken und nicht die Bevölkerung müssen für Fehlinvestitionen haften.

      • Und noch ein kleiner Nachtrag:

        Auch die AfD lehnt eine Haftung der Deutschen für Bankenrettungen ab. Weshalb sprechen Sie dieses Recht den Griechen ab?

      • Natürlich bin ich bei Ihnen das Banken, wie jedes andere Unternehmen auch, ihre Risiken selbst tragen sollen. Aber ich bin als Steuerzahler und Unternehmer nicht bereit, Banken zu subventionieren und deren Risiken zu tragen. Schon gar nicht für deren selbst verschuldetes Vergaloppieren in Hochrisiko-Staaten!

    • Auch so ein Märchen? Wer verhindert Griechen Bodenschätze abzubauen? Um welche Bodenschätze handelt es sich? Bestimmt nich um Erdöl und Erdgas!
      Bei niedrigen Ölpreisen und hohen Risiken ist für ernsthafte Investoren GR uninteresant.

      • Griechenland erhebt doch (wie auch bereits der Libanon, Israel, Zypern, die Türkei und Ägypten) Ansprüche auf das Gas im Levantine Bassin.

        Vielleicht ist das die griechische „Sicherheit“ für weitere Hunderte Milliarden Euro Kredite?

        Ich würde mich nicht wundern, wenn die griechische Ausgabe von Max und Moritz das ernsthaft in den Ring wirft und der rollende ESM-Gouverneur diese seriöse Sicherheit annimmt.

    • Leider sind in diesem Spiegel Artikel von 1974 viele wilde Spekulationen mit wenigen Wahrheiten vermischt. Prinos Ölfeld und Gasvorkommen Kavala-Süd wurden tatsächlich gefunden und gefördert. Am int’l Konsortium NAPC war auch Wintershall AG beteiligt. Wie weit ich weiß war es die ganze griechische Erdölindustrie!

      Erdölaustritte und Teerspuren an der Oberfläche sind ein bekanntes Phänomen, so auch in Kroatien, Albanien, Türkei etc. Erdölaustritte sind nur Indikationen für Exploration aber noch keine Aussagen , dass es um wirtschaftlich signifikante Vorkommen handelt!
      Griechische „Erdöl- und Erdgasreichtümer“ sind als ob man auf ein Lottohauptgewinn hofft, also schon seit Jahren nur Wunschträume.

      • siehe unten und Quellen bei Dirk Müller

        Wem es Spaß macht, der kann auch mal googlen:

        Exxon – Rockefeller – Aspeninstitut – Schäuble

      • Ach was – alles wüste Verschwörungstheorien!

        Es gibt keine Bilderberger, keine Freimaurer, keine sonstigen „Illuminaten“, keine „Petro-Dollars“, keine Atlantikbrücke, kein Aspen-Institut und auch keinen „Weltwirtschaftsgipfel“ in Davos.

        Nur die Muppet-Show, ein paar Schurkenstaaten, die „Achse des Bösen“ und natürlich gaaaaanz, gaaaaanz echte, luuuuupenreine Demokratie. Besonders in den USA und in der EU. Gaaaaanz ehrlich!

        Sehen Sie doch z.B. Herrn Varoufakis an: Können diese Augen lügen?
        Ich bitte Sie …

  10. Herr Dilger,

    ich bin mal ausgewandert. Ich habe gelernt, Flucht gibt es nicht, die Erde ist rund.

    Selber kann man Heimweh sicher verarbeiten, aber die Familie auch ?

    Und … FÜR WAS ?

    Sich dem Imperium anpassen, nicht unterordnen.

    Dieser Kompromiss mit Griechenland zeigt doch wichtige Dinge:

    1. Nationale vom Volk gewünschte Ziele, durch Wahlen einer Partei werden von der EU nur respektiert, wenn es der neuen Adelsklasse in Brüssel passt. Entsprechend macht es noch weniger Sinn einer Partei bei Wahlen eine Stimme zu geben. Die EU Diktatur steht.

    2. Mit an Intelligenzbeleidigung grenzender Frechheit wird dem Volk gleiche Konstrukte der Kontrolle mit neuem Namen als „NEUE“ verkauft.

    3. Die Beerdigung des Euro ist noch nicht organisiert, weder in Griechenland, noch in anderen Euro-Ländern.

    Vielleicht hilft ein Blick in wichtige Termine. Wann sind Wahlen in Spanien, Portugal. Bundestagswahlen, bis wann werden die 1,2 Billionen verteilt ?

    Ich wette, dass der Euro 2018 Geschichte ist. Es wird einen neuen Versuch geben als VDE, denn genau diese VDE wird entstehen im Chaos der Eurobeerdigung.

    Wie unmöglich ist eigentlich eine Volksabstimmung in Griechenland zu erwarten, raus aus dem Euro ja oder nein ?

    Ich sehe den Kompromiss für Griechenland als wirkliche Chance, sich Zeit zu verschaffen um neue Wege einzuschlagen. In 4 Monaten sind niemals Reformen in der Praxis messbar. Maximal auf den Weg gebracht.

    Auch hier mal die Zeitschienen im Auge behalten. Wir neigen hier viel zu sehr auf die angeblich aktuellen Probleme zu schauen.

    • Sobald arme Länder aus dem Euro aussteigen und eine eigene Währung schaffen, fällt diese im Vergleich zum Euro stark. Ein Schuldenschnitt bei den Euro-Schulden ist unausweichlich.

      Zudem werden die Länder schnell illiquide, da sie keine Währungsreserven haben und nicht mehr auf Target2 zugreifen können.

      Also ist es für arme Länder besser, im Euro zu bleiben und einen Schuldenschnitt herbeizuführen. Dies versucht zur Zeit Griechenland.

      Sobald der Schuldenschnitt getan ist, kann sich Griechenland entwickeln, z.B. indem die Ölindustrie verstaatlicht wird.

      • Wenn Griechenland im Euro bleibt, kann es sich nicht entwickeln, da es viel zu teuer und riskant ist. Der Schuldenschnitt alleine reicht nicht. Nach einem Euroaustritt fällt die Drachme stark, doch gerade dadurch wird Griechenland wieder wettbewerbsfähig. In der eigenen Währung kann es dann nicht mehr illiquide werden, doch auch genug Devisen wirklich verdienen, als von Rettungspaketen mit ungeliebten Bedingungen abhängig zu bleiben.

      • Der Austritt aus dem Euro hilft Griechenland nicht. Er bringt nur Probleme und entbindet die anderen von einer Mithilfe.

        Wichtiger sind innere Reformen:
        Eindämmung der Steuerhinterziehung und Korruption
        Reduzierung der Rüstungsausgaben
        Nutzung der eigenen Ressourcen (z.B. Erdöl)
        keine neuen Kredite

        Für Deutschland wäre ein Euro-Austritt vorteilhaft, da ein Austritt die Haftung begrenzt.

      • „Der Austritt aus dem Euro hilft Griechenland nicht.“ Zumindest in diesem Blog ist eine solche Aussage sehr begründungspflichtig, weil Sie hier zahlreiche Argumente für das Gegenteil finden.

        „Für Deutschland wäre ein Euro-Austritt vorteilhaft, da ein Austritt die Haftung begrenzt.“ Das sehe ich zwar auch so, doch es gibt noch weitere Gründe dafür, die andere jedoch als Gegengründe ansehen (z. B. die Aufwertung der DM).

    • Dirk Müllers Verschwörungstheorie über riesige Erdöl- /Erdgas-Vorkommen in Griechenland soll natürlich nur helfen sein Buch zu verkaufen. Seine Theorie basiert angeblich an Berichten die er weder selbst recherchiert hat noch fachlich beurteilen kann. Er kombiniert angeblich griechische Berichte und Politiker-Aussagen mit Arbeiten des russischen Geheimdienstes etc. Dirk Müller ist in meinen Augen ein unseriöser Betrüger. Ein Zitat aus dem Spiegel 30.04.13 :
      „Ausgerechnet in einer Studie der Deutschen Bank, die Müller immer wieder gerne als Beweis für den Rohstoffreichtum der Griechen präsentiert, heißt es, die Einnahmen seien „so unsicher und weit entfernt, dass positive Effekte auf die Zahlungsfähigkeit unwahrscheinlich sind“. Ein Teil der besagten Felder liegt zudem in politisch umstrittenem Hoheitsgebiet, das sowohl Griechenland als auch die Türkei für sich beanspruchen“

      http://www.spiegel.de/wirtschaft/dirk-mueller-stellt-sein-buch-showdown-in-frankfurt-vor-a-897294.html

      Wie wir gesehen haben, Spiegel berichtete schon 1974, also vor etwa 40 Jahren ähnliche, nicht richtig recherchierte, Theorien! Eine wahre Schatzsuche. Jetzt soll nur noch Tsipras uns diese „riesige Vorkommen“ an EU als Garantien anbieten!

      I.E.N.E. E&P Conference Material zeigt nur ein Paar geologische Konzepte um Investoren zu suchen. Vergessen wir nicht, in ca. 40 Jahren wurden keine weiteren Erdöl/Erdgas Vorkommen, nach Prinos und Kavala-S, gefunden.

      • Lieber Herr de Grisogono,

        kann es sein, dass hier gerade etwas aneinander vorbei geredet wird?

        So wie ich Dirk Müller verstanden habe, bezieht er sich auf die Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer, also im Levantine Basin, die aber insbesondere bereits von Israel (keine definierte Seegrenze!) und vom Libanon sowie von Zypern, Ägypten und der Türkei beansprucht werden. Inwieweit die Griechen hier überhaupt realistische Ansprüche stellen können, vermag ich nicht zu beurteilen. Aber Kreta liegt da ja auch noch relativ nah dran.

        Sie wiederum diskutieren hier im Thread mit „Wolfgang D.“ über angebliche Öl- und Gasreserven in der Ägäis, deren Förderung nach heutigen Maßstäben wohl tatsächlich (noch?) nicht wirtschaftlich ist.

        Aber Sie sind hier der Explorationsexperte.
        Vielleicht erfahren wir noch etwas mehr dazu von Ihnen?

        LG
        Michael Meister

      • Immerhin hat „wolfgang“ eine – wenn auch mir bislang völlig unbekannte – Quelle mit seriösem Impressum, hinter dem sich eine echte Person verbirgt, zitiert.

        Mein AfD-Landesverband zitierte kürzlich auf seiner ganz offiziellen WebSite gleich seitenweise aus einer dubiosen Quelle ohne ein solches Impressum: http://nachgerichtet.is/impressum
        Von der AfD übernommener Artikel: http://nachgerichtet.is/2015/01/offener-brief-eines-deutschen-moslem-der-islam-gehort-nicht-zu-deutschland-frau-merkel.html

        So viel zu „seriösen Quellen“ und „verschwörungstheoretischem Unsinn“.

      • Mich ärgert es schon sehr, dass Sie hier so tun als ob die griechische Regierung verloren hätte.

        Die griechische Regierung hat 4 Monate Zeit rausgeholt und es haben Verhandlungen stattgefunden und nicht ein EU-Diktat wie in der Vergangenheit.
        Ich hätte mir gewünscht, dass die deutsche Regierung unsere Interessen ähnlich vertreten hätte wie die griechische Regierung das tut.

        Griechenland wird im Euro bleiben, einen Schuldenschnitt bekommen und eine Anschubfinanzierung. Da bin ich mir sicher. Das kann eigentlich nur noch durch eine orangene Revolution – gesteuert von Otpor – verhindert werden.

      • Natürlich hat die griechische Regierung nichts von dem erreicht, was sie in ihrem Wahlkampf versprochen und dann die letzten Wochen laut gefordert hatte. Sie hat genau das bekommen, was schon vorher vereinbart war und jede andere griechische Regierung auch bekommen hätte. Schon am Montag oder spätestens in vier Monaten wird es natürlich die gleichen Diskussionen geben.

      • Die griechische Regierung hat sich zunächst mal Zeit genommen, um eine Alternative zu entwickeln und andere dafür einzunehmen. Das ist das, was Varoufakis realisitscherweise wollte und erreicht hat.

        Und er ist der erste Ministerpräsident, der erreicht hat, dass überhaupt verhandelt wurde. In der Regel diktiert die EU bzw. EZB (vgl. Irland). Varoufakis hat bereits 2013 entsprechende Vorschläge entwickelt, die nun noch mit anderen Partnern abgestimmt werden müssen.

        http://www.deutschlandfunk.de/yanis-varoufakis-der-minotaurus-wall-street.1310.de.html?dram:article_id=310534
        http://yanisvaroufakis.eu/euro-crisis/modest-proposal/

        Wir werden sehen.

        M.E. konzentriert sich die AfD zu sehr auf den Euro, der zwar ein Problem ist aber nicht die Ursache aller Übel.

        Z.B. werden die Niedrigzinsen durch die Politik der FED verursacht.

      • Yanis Varoufakis ist der griechische Finanzminister, der Ministerpräsident heißt Alexis Tsipras. Beide haben (fast) nichts erreicht, vor allem gemessen an ihren überlauten Tönen zuvor. Das „Modest Proposal“ ist weder politisch noch ökonomisch umsetzbar.

        Der Euro ist natürlich nicht die Ursache aller Übel dieser Welt oder auch nur in Deutschland, doch in der Eurozone ist er mit Abstand das größte Übel und z. B. für die großen Probleme Griechenlands ursächlich sowie für die kaum steigenden Realeinkommen hierzulande. Unabhängige Währungen erlauben auch unterschiedliche Zinspolitik(en). Der Ausgleichsmechanismus ist dann der Wechselkurs (sowie die Inflationsraten).

  11. Ich verstehe nicht, warum es hier Menschen gibt, die denken, wir hätten etwas gegen die Griechen. Diese Hinterkopfgedanken sind ständig präsent, um die eigene Argumentation zu fördern. Schuld alleine hat die gemeinsame Währung. Wenn man schon alle Attribute der Griechen in einen Topf wird, dann darf man das Restvolumen des Topfes nicht mit einer Währung füllen, die sich nicht bewegen darf. Schaut man mal über den Topfrand, dann sieht man Flugzeuge fliegen, Schiffe fahren und man sieht sich bewegende Menschen. Lassen wir uns doch mal darauf ein, dass Griechenland zur Drachme zurückkeht und lasst uns die ersten Wochen danach mal außen vor. Zuerst wir selber würden die Situation verstehen und alles dransetzen, dem Staat zu helfen. Aufbau, Eigenständigkeit und Gewinne generieren für die Griechen wären unser höchstes Gebot. Wirtschaftsintelligenz würde sich breit machen durch die Kooperationen deutscher Wirtschaftsingenieure. Wir wären ja auch förmlich gezwungen dazu, weil wir ja nicht wollen, dass die Russen das Öl in der Ägäis fördern. Irgendwann dann gäbe es in Griechenland eigene Autohersteller, und die Oliven könnten wieder nach Russland exportiert werden. Geld käme ins Land. Wir Deutsche wären dann froh, den Griechen geholfen zu haben. Genau dies alles wird nie passieren, solange der „Euroschutzschirm“ über deren Köpfe schweben bleibt.Schulden wären keine Hemmnisse mehr, die könnte man wirtschaftlich ökonomisch und politisch verquirlen. Das wäre dann der Moment, wo ich die Griechen sagen hören würde: „Nie wieder Euro“

    • Deutsche Entwicklungshilfe für die vermeintlichen Erfinder jeglicher menschlicher Errungenschaften? Das würden Griechen doch niemals annehmen. Die ruhen sich lieber auf dreitausend Jahre alten Lorbeeren aus.

    • Herr Krebs, ich behaupte jedenfalls nicht dass Sie was gegen Griechen haben. Dann aber frage ich mich wieso Sie immer wieder plumpe Ressentiments gegenüber Griechen in Ihren Kommentaren einfliessen lassen? Die Kommentare aus jüngster Vergangenheit sind ja nachprüfbar. Wenn Sie das zukünftig unterlassen, wird Ihr o.s. Kommentar vielleicht glaubhafter werden. So bleibt es natürlich schwierig Griechen zu beschimpfen und gleichzeitig pharisäerhaft zu behaupten „nichts“ gegen Griechen zu haben. Der Rest Ihres Kommentars zur Zukunft Griechenlands zeigt dass Sie keinerlei substantiellen Kenntnisse, wie übrigens Herr Dilger auch, über Griechenland besitzen.

      • Könnte es nicht sein, dass Herr Krebs und ich inzwischen mehr über Griechenland und das Schicksal der dort lebenden Griechen wissen als Sie? Zumindest ist uns dieses Schicksal wichtiger als die Rettung des Euro.

      • Inzwischen wissen Sie mehr über Griechenland als ich? Bitte schauen Sie aus dem Fenster. Wenn Sie im Himmel rosa Schweine fliegen sehen dann stimmt Ihre Aussage. Selbstverständlich.

      • Ich weiß ja nicht, was Sie so zu sich nehmen, um solche Sachen vor dem Fenster zu sehen. Das erklärt jedenfalls, warum Ihnen die hohe Arbeitslosigkeit, exorbitante Jugendarbeitslosigkeit, die Armut und Obdachlosigkeit in Ihrem Geburtsland völlig egal sein, solange nur der dafür verantwortliche Euro gerettet wird.

      • Herr Dilger, um es ebenso kurz zu machen. Vorhin gab es zum Essen nur einen Rotwein. Für die Lage in Griechenland ist zuallererst Griechenland selbst verantwortlich und darüber hinaus kam noch die katastrophale Rettungspolitik Europas hinzu. Der Euro hat damit nichts zu tun. Aber Sie kennen Griechenland ja aus dem Effeff.

      • Natürlich ist Griechenland selbst dafür verantwortlich, dass es bei der Aufnahme in den Euro getrickst hat. Dass die Eurorettungspolitik nichts mit dem Euro zu tun hätte, können aber selbst Sie frühestens nach zwei Flaschen Rotwein glauben. Die hohen Kredite zu niedrigen Zinsen konnten auch nur wegen des Euro angehäuft werden. Denn jeder konnte wissen, dass Griechenland der ausdauerndste Pleitier der Welt ist: https://pbs.twimg.com/media/B-do1URIgAAA6m1.jpg:large

      • Die Italiener, die Belgier und auch die Deutschen haben sich ebenso in den Euroraum getrickst. Es nutzt nichts, dass wir hier immer wieder die gleichen (ich die richtigen und Sie die falschen) Argumente austauschen. Trotzdem hat Deutschland mehr Pleiten (immer noch 8) und mehr Schaden angerichtet als Griechenland. Bleiben Sie mal schön auf dem Teppich.

        http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Staatspleiten-Pleiteweltmeister-Die-groessten-Staatsinsolvenzen-1900701

        http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/euro-krise-deutschland-ist-der-groesste-schuldensuender-des-20-jahrhunderts-a-769052.html

      • Eigentlich haben Sie doch gar keine Argumente, während nicht einmal die behaupteten Fakten stimmen (bitte zählen Sie die acht deutschen Staatsinsolvenzen auf, was natürlich nicht geht, weil es sie nicht gegeben hat).

      • Vielen Dank, Herr Meister. Ich mag Pink Floyd.

      • Ich bin absoluter Pink Floyd Fan.

        If you didn’t care what happened to me,
        And I didn’t care for you,
        We would zig zag our way through the boredom and pain
        Occasionally glancing up through the rain.
        Wondering which of the buggars to blame
        And watching for pigs on the wing.

      • Na sehen Sie – Pink Floyd eint uns Europäer viel stärker als der Euro!

      • Herr Dilger, der Wirtschaftshistoriker Albrecht Ritschl ist keine ökonomische Nullnummer wie Bernd Lucke sondern eine internationale Koryphäe auf seinem Fachgebiet. Lernen Sie doch bitte erstmal belegbare Argumente zu erkennen bevor Sie anderen Unwissen vorwerfen. Wenn Sie mir die griechischen Pleiten aufzählen dann zähle ich Ihnen die deutschen auf. Quid pro quo. Das hier ist nicht Ihr Hörsaal.

      • Das ist mein Blog, wo ich noch viel freier bin als im Hörsaal. Ab sofort werde ich Ihren Unsinn zu deutschen Staatspleiten löschen, solange Sie keine Belege liefern (was Sie nicht können, weil Ihre wiederholten Behauptungen unwahr sind). Moderne griechische Staatspleiten gab es 1826, 1843, 1860, 1893, 1932 (siehe „A History of Greek Defaults“) und 2012.

      • Wie immer dünnhäutig, Herr Dilger. Dann fangen Sie doch gleich an die Realität zu löschen wenn Sie können. Ach ich vergass, Sie sind bei der AfD. Das versuchen Sie ja schon die ganze Zeit.

        Hier die Aufstellung der deutschen Pleiten:
        1807, 1812, 1813, 1814, 1850, 1932, 1948, 1939.
        http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_sovereign_debt_crises
        http://www.spiegel.de/flash/flash-27324.html

        Und bevor Sie hier wieder albern drohen unliebsame Beiträge zu löschen und die deutschen Pleiten nicht als solche anerkennen: 1826 gab es ebensowenig einen offiziellen griechischen Staat und 1843, 1860, 1893 waren das ebenfalls Pleiten, die sich auf den Teilstaat Griechenlands beziehen. Aber trotz allem werden diese ganz Griechenland zugerechnet. Das ist ok. 2012 aber gab es keinen offiziellen Bankrott. Falls 2012 dann doch zählen sollte dann hat Deutschland 10 Pleiten. Wir müssten dann noch das Jahr 1952 und 1990 mit den Zahlungsausfällen und Schuldanschnitten (siehe Wirtschaftshistoriker Albrecht Ritschl) dazuzählen. Kein Problem.

        Als Resümee bleibt jedenfalls eines ohne Zweifel bestehen: Je nach Sichtweise und belegbaren Quellen hat Deutschland (weit) mehr Pleiten hingelegt als Griechenland.

      • Es sind einfach Ihre ständigen Wiederholungen, die nerven. Jetzt bringen Sie zumindest einmal etwas Neues, was Ihre Unkenntnis von sowohl deutscher als auch griechischer Geschichte belegt. Die deutschen Teilstaaten waren natürlich nicht Deutschland (so wie die US-Bundesstaaten nicht die USA sind). Das Heilige Römische Reich deutscher Nation endete 1806. Das Deutsche Reich entstand erst 1871. Dazwischen hat es Pleiten auf deutschem Boden gegeben, aber unmöglich von Deutschland.

        Je nach Betrachtung entstand der moderne griechische Staat bereits 1821 oder erst 1827. Im letzteren Fall ist die Pleite von 1826 tatsächlich draußen. Dass Griechenland später größer wurde, ändert nichts an der fortdauernden Existenz des Staates und eben nicht nur eines Teilstaates. Natürlich gab es 2012 einen offiziellen Staatsbankrott (wie auch Ihre eigenen Quellen behaupten), bei dem fällige Staatsanleihen nicht mehr bedient, sondern gekürzt und zwangsumgetauscht wurden. Faktisch war Griechenland bereits 2010 zahlungsunfähig und hängt seitdem am Tropf der Troika, die dafür nicht geliebt, sondern gehasst wird.

      • Bei der Quellensuche ist es unmöglich Belege zu finden, die meine Auffassung nicht unterstützen. Wie gesagt, je nach Sicht kommen im besten Fall 7 im schlechtesten Fall 10 deutsche Pleiten zustande. Dass ich Sie mit meinen Wiederholungen „nerve“ liegt doch nur an Ihrer Sturheit Fakten zu ignorieren. Das Deutsche Reich war Rechtsnachfolger von Preussen, Schleswig und Westfalen. Also werden deren Pleiten hinzugezählt. Das ist ja nicht meine subjektive Sicht sondern ist offizielle Geschichtsschreibung. Punkt. Bei den griechischen Pleiten wird genauso verfahren. Die Pleite 2012 als solche anzuerkennen ist nur dann fair wenn man die 2 deutschen Schuldenschnitte 1952 und 1990 ebenfalls mit einberechnet.

        Halten wir (beide) also fest: Ich werde auch zukünftig von (mindestens) 8 deutsche Pleiten schreiben. Damit ist das Thema hoffentlich geklärt.

      • Ohne Deutschland als Staat keine Staatspleite Deutschlands. So einfach ist das. Es hat weder 1952 noch 1990 ein vergleichbares Ereignis zur griechischen Staatspleite von 2012 gegeben, sondern freiwillige Übereinkommen zwischen Staaten. Damit ist diese Debatte für mich abgeschlossen. Sie können auch zukünftig schreiben, was Sie wollen, doch in meinem Blog wird die weitere Wiederholung Ihres Unsinns nicht mehr freigeschaltet.

        P. S.: Um auch noch Ihren nicht mehr freigegebenen wiederholten Hinweis auf die Quellen Wikipedia und Spiegel zu beantworten, dort wird durchaus zwischen Deutschland und seinen Teilen unterschieden. Wikipedia schreibt Deutschland drei Staatspleiten zu (1932, 1939 und 1948) und führt die deutschen Länder als Unterpunkte auf, so wie Deutschland selbst ein Unterpunkt von Europa ist. Würden Sie auch behaupten, dass alle europäischen Staatspleiten solche von Europa oder gar der EU waren? Auch beim Spiegel steht explizit: „Im 19. Jahrhundert ging genau genommen nicht Deutschland pleite – der erste deutsche Nationalstaat enstand erst im Jahr 1871.“ Der Spiegel unterstreicht auch meinen anderen Punkt, den Sie ständig ignorieren: „Deutschland gehört zu den Staaten, die ihre Kredite zumeist aufgrund von Kriegen nicht zurückzahlen konnten. Eine Ausnahme bildet der Zahlungsausfall von 1932 im Zuge der weltweiten Großen Depression.“ Doch auch dieser ging auf die Reparationen für den Ersten Weltkrieg zurück. Schließlich meint der Spiegel sogar: „Der bislang letzte offizielle Zahlungsausfall Deutschlands geschah zu Beginn des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1939.“

    • So wie ich das sehe, beziehen sich sowohl Herr Papapostolou als auch Sie auf die gleichen Quellen, interpretieren diese jedoch unterschiedlich. Daher könnte man den Streit auch beende

      Es ist tatsächlich eine (historische) Auslegungsfrage ob man, wenn man von einem Staat redet sich auf den aktuell existierenden beziehen muss oder auch alle Rechtsvorgänger.

      Ein Beispiel: wenn jemand sagt, dass Russland und Deutschland im letzten Jahrhundert zwei Kriege gegeneinander geführt haben, dann könnte man strenggenommen behaupten es wäre falsch, denn der erste Krieg war gegen das russische Zarenreich, der zweite gegen die Sowjetunion. Der moderne russiche Staat entstand aber erst 1991 und war früher nur eine Teilrepublik der Sowjetunion, ist aber der Rechtsnachfolger der beiden. Nicht wenige würden das aber für Haarspalterei halten.

      • Ihr Vergleich hinkt. Das russische Zarenreich wurde zur Sowjetunion und diese zum modernen Russland, woran gewisse Gebietsänderungen, Abspaltungen und Eroberungen, zuletzt der Krim, nichts ändern. Das entspricht der Entwicklung des Deutschen Reiches von der Monarchie zur Weimarer Republik und dem Nationalsozialismus mit der Bundesrepublik Deutschland als Rechtsnachfolger, welcher dann mit der DDR wiedervereinigt wurde. Vor 1871 gab es aber gar keinen deutschen Nationalstaat. Würden Sie oder Herr Papapostolou denn alle Kriege und Pleiten des Osmanischen Reiches vor 1821 direkt Griechenland zuordnen?

      • „Würden Sie oder Herr Papapostolou denn alle Kriege und Pleiten des Osmanischen Reiches vor 1821 direkt Griechenland zuordnen?“

        Jetzt hinkt aber Ihr Vergleich, denn Griechenland ist eben kein (Rechts)Nachfolger des osmanischen Reiches sondern hat sich von diesem abgespalten. Dagegen ist es durchaus legitim alle Kriege und Pleiten des Osmanischen Reiches der modernen Türkei zuzuordnen, die ein (Rechts)Nachfolger des Osmanischen Reiches ist.

        Der wesentliche Unterschied zur deutschen Situation ist es, dass das Deutsche Reich als Zusammenschluss mehrerer Staaten entstand, und somit der Nachfolger von allen diesen Staaten ist. Man könnte aber auch argumentieren, das das deutsche Reich vor allem der Nachfolger Preußens ist, auf wessen Initiative es maßgeblich entstand und das vor 1918 sein „Kern“ bildete, während die anderen Staaten „angeschlossen“ wurden. Von diesem Standpunkt aus wären die zwei preußische Pleiten 1807 und 1813 auch Deutschland zuzuordnen, während die restlichen draußen wären.

      • Mein Vergleich mit dem Osmanischen Reich sollte doch gerade zeigen, wie absurd eine rein geographische Zuordnung ist. Das moderne Griechenland hat wie das Deutsche Reich keinen unmittelbaren Vorgänger, sondern ist neu begründet worden. Die Türkei ist hingegen tatsächlich der Nachfolger des Osmanischen Reiches. Die These, das Deutsche Reich sei ein vergrößertes Preußen gewesen, mag faktisch sogar eine gewisse Berechtigung haben, rechtlich und historisch aber nicht. Wenn irgendwann die Vereinigten Staaten von Europa gebildet werden sollten, wird Deutschland (oder die Türkei?) darin der größte Staat sein, trotzdem wäre es nicht richtig, alle geschichtlichen Ereignisse Deutschlands dann den VSE zuzuschreiben, obwohl sie Rechtsnachfolger von Deutschland und allen übrigen Mitgliedsstaaten würden.

      • Der Kunststaat „Deutschland“ existierte vor 1871 tatsächlich nicht.
        Herr Dilger hat in dieser Sache also völlig Recht.

      • @Alex Hummel:
        „Von diesem Standpunkt aus wären die zwei preußische Pleiten 1807 und 1813 auch Deutschland zuzuordnen, während die restlichen draußen wären.“

        Als Bayer wehre ich mich vehement gegen diese Betrachtung. Die Preußen und ihre Berliner Beamtenrepublik sollen für ihre Misswirtschaft (heute drückt sich diese wieder einmal durch Kaputtbesteuerung aus) doch bitte gefälligst selbst aufkommen und nicht ihre vermeintlichen süddeutschen Kolonien dafür bluten lassen (Länderfinanzausgleich usw.).

        Die Ähnlichkeit zwischen Berlin und Brüssel ist frappierend.

      • Die formale Ähnlichkeit zwischen Deutschem Reich und Vereinigten Staaten von Europa ist tatsächlich sehr groß. Das sollte vor allem den Anhängern der VSE-Idee zu denken geben. Das Deutsche Reich wurde durch Kriege geschaffen und löste in der Folge noch viel schlimmere Kriege aus. Dabei sind sich die Deutschen und die deutschen Völker viel ähnlicher als die Europäer und ihre Völker, selbst wenn man sich auf die EU oder Eurozone beschränkt. Allerdings existiert Deutschland inzwischen und wird nicht einfach wieder in seine Teile zerfallen, wie Herr Meister zu hoffen scheint. Am besten ist ein friedliches Europa der Vaterländer, die ohne Euro souverän und demokratisch bleiben.

      • @Alexander Dilger:
        „Allerdings existiert Deutschland inzwischen und wird nicht einfach wieder in seine Teile zerfallen, wie Herr Meister zu hoffen scheint. Am besten ist ein friedliches Europa der Vaterländer, die ohne Euro souverän und demokratisch bleiben.“

        Kleiner Korrekturvorschlag:

        Allerdings existiert ‚Deutschland‘ inzwischen, wird aber hoffentlich wieder in leistungsstarke eigenständige Regionen zerfallen. Am besten ist ein friedliches Europa der Regionen, die ohne Euro wieder souverän und auch endlich demokratisch werden können.

        Ansonsten d´accord.

      • Das ist kein kleiner Korrekturvorschlag von Ihnen, sondern völlig unrealistisch. Außerdem hat diese Alternative zu Deutschland nichts mit der Alternative für Deutschland zu tun.

      • Ich sehe es anders als Sie, Herr Dilger, da ich ganz einfach nichts von Superstaaten halte (wozu ich auch Deutschland zähle). So ist das eben. Aber wir müssen ja auch nicht in allen Punkten einer Meinung sein – seien Sie doch einfach liberal!

      • Deutschland ist kein Superstaat, sondern ein Nationalstaat wie andere auch. Die Bildung dieses Staates hat nur länger gedauert und war viel zu blutig. Das brauchen wir wirklich nicht noch einmal.

      • Wann ist ein Staat nach Ihrer Definition denn ein ‚Superstaat‘, Herr Dilger?

      • Ein Staat, der weit über einen Nationalstaat hinausgeht, also nicht nur ein paar weitere Volksgruppen beinhaltet, sondern große Nationen zusammenzwingt.

      • Und ab wann bzw. ab welcher Population ist eine Nation ‚groß‘ ?

  12. Ich finde die Fragen von Tilo Jung immer wieder genial und die Ratlosigkeit der Politiker erhellend.

    Minute 3:45 — 5:05 zeigt die Irreführung in den Presseberichten :

    Troika ist also auch weiterhin in Griechenlnd aktiv, nennt sich nur anders.

  13. Herr Meister, natürlich eint Musik die Menschen stärker als der Euro. Eine Währung ist als emotionale Bindung, so wie jede andere Währung, auch denkbar schlecht. Wie soll das funktionieren? Ich liebe meine Frau, ich liebe Pink Floyd und ich liebe den Euro? Das wäre albern. Nur Radikale machen daraus ein Thema und fixieren ihre politischen Ziele auf etwas völlig banales und geben ihm die Schuld für Krieg und Verdammnis. Das ist aber nicht meine Welt.

    • Na dann sind wir uns doch einig. Die Währung „Euro“ gehört nicht zu einem friedlichen Europa. Der Euro spaltet nur.

      • Der Euro ist eine Währung. Er spaltet niemanden. Menschen spalten. Menschen wie die aus der AfD. Also sind wir uns doch nicht einig.

      • Sie versuchen hier doch ständig zu spalten, weil Sie offensichtlich von Wirtschaft noch weniger Ahnung haben als von Geschichte. Natürlich kann eine Währung völlig dysfunktional sein, wie (nicht nur) der Euro zeigt. Sie schädigt dann die Realwirtschaft und führt zur Verarmung von Millionen Menschen. Im Falle einer Gemeinschaftswährung führt sie erst zu Interessensgegensätzen und dann offener Feindschaft zwischen den Völkern. Am Ende verschwindet eine solche Währung wieder, was hoffentlich ohne Gewalt zugelassen wird.

  14. Hey Herr Papapostolou, ich habe als Deutscher fast 80 Milliarden Euro Schulden. Deshalb habe ich aufgehört, den Euro zu lieben.

  15. Die griechischen Reformen sind nun auf Papier geschrieben. Sieben Milliarden Euro sollen eingespart werden durch die Eindämmung von Zigaretten- und Benzinschmuggel. Da schau her, geht doch!!

      • Der grösste Teil der Einnahmen soll durch faire Besteuerung der griechischen Oberschicht und durch den (hoffentlich ernsthaften) Kampf gegen Korruption und Steuerhinterziehung erreicht werden und ganz sicher nicht (nur) durch Eindämmung von Zigaretten- und Benzinschmuggel. Ich weiss, das recherchieren von Fakten liegt Ihnen nicht. Da liesst man doch lieber die BILD. Vermutlich zensieren Sie auch diesen Kommentar wegen zu vielen korrekten Tatsachen.

      • Warum sollte ich es zensieren, wenn Sie sich hier auf ganz neue Weise blamieren? Ich habe doch gar keine Tatsachenbehauptung aufgestellt, sondern Zweifel hinsichtlich der Erfüllung weiterer griechischer Versprechen angemeldet. Wollen wir wieder wetten?

      • CB schätzt ein Grexit mit 50% Wahrscheinlichkeit.
        Seit Dezember 2014 wurden 20 Milliarden von griechischen Konten abgehoben. Kein Zeichen von Vertrauen der Griechen in Tsipras-Regierung und eigene Kompetenz. Warum sollten Europäer mehr Vertrauen in griechische Politik haben?

      • Ich verstehe zwar nicht worüber Sie wieder wetten wollen aber wenn Sie noch eine Flasche Rotwein verlieren wollen dann nur zu.

    • Sieben Milliarden Euro Einsparung durch die „Eindämmung“ von Zigaretten- und Benzinschmuggel? Macht bei rund 11 Mio. Einwohnern ca. 650 € je Nase p.a. (Kinder, Greise und längst verstorbene Scheinrentner mit eingerechnet). Na wer´s glaubt …

      • Herr Meister, das ist ja nicht der Punkt. Der Reformtext sagt ja, dass die Griechen alleine durch Benzin und Zigaretten den Staat um 7 Milliarden betrügen. Da sie ja selber der Staat sind, betrügen sie sich permanent untereinander. Wir haben nichts anderes gemacht diese Schmuggelei zu unterstützen, indem wir die Schmuggelgewinne dem Staat zurückzahlten. Wenn sie mal durch Athen gehen und sehen die vielen hupenden Autos dort, dann fällt mir gleich der Spazierstock aus der Hand da ich ja weiß, dass der Grieche mit von uns bezahltem Sprit durch die Gegend fährt. Syriza will jetzt die Schmuggelei eindämmen und bekommt für diesen elementaren Schritt wieder Geld von uns, dass nicht zurückgezahlt wird. Ich wette, Varoufakis hat die Liste schnell in einem Dönerladen auf den Knien geschrieben. welch ein Lachblatt.

      • Aber, aber, Herr Krebs …

        Die Griechen meinen es ernst – es „soll“ sogar die Gesetzeslage beachtet werden (siehe letzter Absatz). Wir bekommen unser Geld garantiert bald wieder!

        Lesen Sie hier:

        „Das sind die wichtigsten Punkte der Liste, die eine Verlängerung der laufenden Hilfskredite für das klamme Griechenland ermöglichen soll.

        1. Steuerpolitik

        Die Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras will eine Mehrwertsteuer-Reform anpacken. Außerdem sollen Steuern effizienter eingezogen werden. Zudem soll es Griechen erschwert werden, sich durch Vermeidungsstrategien um Zahlungen an den Fiskus zu drücken. Ein zentraler Punkt in dieser Strategie ist es, den Begriff Steuerbetrug juristisch weiter zu fassen. Ziel soll es insgesamt sein, eine „neue Kultur der Einhaltung der Steuervorschriften“ zu schaffen.
        Top-Nachrichten

        2. Öffentliche Verwaltung und Justiz

        „Griechenland will eine moderne öffentliche Verwaltung“, heißt es in den Reformvorschlägen. Dabei wird der Kampf gegen die Korruption in den Rang einer „nationalen Priorität“ erhoben und ein Aktionsplan angekündigt: Verstärkt soll gegen Schmuggler vorgegangen und der Kampf gegen Geldwäsche forciert werden.

        Konkrete Vorschläge gibt es zum Abbau der Bürokratie: Die Anzahl der Ministerien soll von 16 auf 10 verringert werden. Zugleich will die Regierung die Anzahl der „Sonderberater“ im Staatsapparat reduzieren. Schließlich sollen die Privilegien von Ministern, Abgeordneten und Spitzenbeamten beschnitten werden. Konkret genannt werden Dienstlimousinen, Reisekosten und Zulagen.

        Auch die Tarifstruktur im öffentlichen Sektor soll reformiert werden. Die Regierung verspricht jedoch, die bestehenden Lohnuntergrenzen nicht auszuhebeln.

        Zudem soll das Justizsystem modernisiert werden. Vorgeschlagen wird eine neue Zivilprozessordnung und die Digitalisierung von Gesetzbüchern. Auch das Katasterwesen soll reformiert werden.

        3. Finanzstabilität

        Die Kassenlage soll durch mehr Einnahmen rasch verbessert werden. Griechenland verpflichtet sich dazu, in Absprache mit der EU, der Europäischen Zentralbank und dem Internationalen Währungsfonds rasch Gesetze auf den Weg zu bringen, die Rückzahlungen bei Steuerschulden und ausstehenden Sozialversicherungsbeiträgen ermöglichen sollen. Der Begriff der „Troika“ für die drei Überwachungsinstanzen der Reformpolitik wird dabei vermieden. Stattdessen ist von „den Institutionen“ die Rede.

        Das Insolvenzrecht soll modernisiert und aufgeschobene Fälle sollen abgearbeitet werden. Griechenland bekennt sich zur Reform des Rentensystems, Anreize zur Frühverrentung sollen gestrichen werden.

        Zugleich will die Regierung verstärkt gegen die soziale Not im Land vorgehen und dabei unter anderem Essensmarken ausgeben. Bei der Linderung der „humanitären Krise“ in Griechenland will die Regierung sicherstellen, dass diese Kosten nicht „negativ“ auf den Haushalt durchschlagen.

        4. Privatisierungen

        Die Regierung versichert, dass abgeschlossene Privatisierungen nicht zurückgedreht werden sollen. Bei laufenden Bieterverfahren soll die Gesetzeslage beachtet werden. Privatisierungsvorhaben sollen allerdings nochmals auf den Prüfstand: Dabei soll „der langfristige Nutzen“ für den Staat im Vordergrund stehen.“

        Quelle: T-Online/rtr

      • „Der Reformtext sagt ja, dass die Griechen alleine durch Benzin und Zigaretten den Staat um 7 Milliarden betrügen.“

        Sie können es einfach nicht lassen, Herr Kerbs. Es reicht nicht dass Sie nicht imstande sind den Reformtext zu lesen und zu verstehen, nein, Sie müssen noch Ihren Vorurteilsmüll weiterhin zum besten geben. Beim Herrn Meister ist das nicht so schlimm, der glaubt auch an kleine Elfen und Einhörner. Das nehme ich ihm nicht weiter übel.

      • Laut Reuters geht es bei der Steuerhinterziehung um 1,5 Mrd durch Benzin- und 800 Mio durch Tabakschmuggel. Insofern sind die 7 Mrd eine Fantasiezahl von Herrn Meister, der scheinbar nicht mehr richtig lesen kann vor lauter Aufregung über die Griechen? Bleibt allerdings festzuhalten, dass auch ich selbst diese 1,5 Mrd für völlig unrealistisch halte. Auf Deutschland übertragen würde das bedeuten, dass in Deutschland fast der ganze Benzin Schmuggelware wäre. Ich halte das also für Wunschdenken von Seiten der griechischen Regierung.

      • Ein Elfen und Einhörner glaube ich nicht. Allerdings auch nicht an ein griechisches Wunder, Herr Papapostolou.

        Genau genommen glaube ich nicht einmal an einen Grexit, da die strategischen Interessen an den griechischen NATO-Stützpunkten, an der Eventualität einer griechischen Beteiligung am Gas im Levantine Basin oder sonstwo im östlichen Mittelmeer sowie an den VSE dafür viel zu groß sind. Leider.

      • @Stephan Ewald:

        Kamerad Ewald,

        na ja, wer wirklich lesen kann, der ist klar im Vorteil!

        Die 7 Mrd. habe nicht ich ins Spiel gebracht, die habe ich von Herrn Krebs aufgegriffen.

        Sehen Sie also künftig etwas genauer nach, bevor Sie hier irgendwem etwas unterstellen und ihn im Schnellverfahren aburteilen.

      • Ja, Herr Ewald, Sie haben recht. Auch ich halte die 7 Mrd., die die Regierung plant einzunehmen für zu optimistisch. Was aber den Benzinschmuggel angeht ist das ein relativ neues aber nicht zu unterschätzendes Krisenphänomen Griechenlands, dass sich mit Deutschland sicher auch nicht vergleichen lässt. Griechenland hat die grösste Handelsflotte der Welt und dazu gehören auch (sehr) viele Tanker. Diese, oder einige von denen, schmuggeln seit Krisenbeginn tatsächlich Öl ins Land. Und das scheint auch nicht wenig zu sein. Letztendlich und im Vergleich zu den dringend benötigen Strukturreformen aber immer noch ein Betaproblem.

      • Herr Meister, ich beglückwünsche Sie dass Sie endlich zur Vernunft gekommen sind und den Euro anerkennen und einen Grexit, ebenso wie ich, ausschliessen. Ökonomisch begeben Sie Sich damit auf den richtigen Pfad. Und seien wir doch ehrlich: Dieser Antieurofanatismus ist ja auch eher was für simple Gemüter. Und die hören kein Pink Floyd. Die hören Helene Fischer (Herr Dilgers Lieblingsmusik soweit ich weiss).

      • Ihren Mangel an Argumenten bin ich inzwischen gewohnt (Sie verstehen offensichtlich nicht einmal das Problem, folglich auch nicht die Lösung), doch jetzt ist Ihr Niveau leider noch tiefer gefallen. Was wissen Sie über meine Lieblingsmusik oder sonst über mich?

      • Entspannen Sie Sich, Herr Dilger. Mein Kommentar war ein Scherz. Oder möchten Sie auch dass ich meine Kommentare mit kleinen Smileys ausstatte? Aber eines ist richtig. Ihre verkrampfter Kampf gegen die Eurowindmühlen macht Sie zu einem griesgrämigen Menschen. Sie sollten öfters mal lachen. Meinetwegen auch über mich. Das tut gut und (siehe oben) entspannt.

      • Sie kennen mich wirklich nicht. Ich möchte deshalb auf Ihr Angebot zurückkommen, hier nicht mehr zu kommentieren, zumindest nicht mehr über meine Person. Danke.

      • Lieber Herr Papapostolou. Ich finde ja ihre Anregung öfters mal zu lachen sehr gut. Aber sie machen es sich wirklich sehr einfach. Im Gegensatz zu Alexander Dilger finden sie es scheinbar sehr lustig wenn mittlerweile über die Hälfte der griechischen Bevölkerung (6,3 Mio) von Armut bedroht sind. Ich finde es schon sehr erstaunlich, dass das eigene Parlament keine Probleme damit hat mit solchen Zahlen 2014 an die Öffentlichkeit zu gehen? Und das alles nur weil man Sklave einer Währungsunion ist, die für wirklich niemanden in Europa funktioniert? Und für diese Erkenntnis müssen sie nun wirklich nicht nur AfD Ökonomen wie Alexander Dilger befragen. Da kriegen sie auf internationaler Ebene sehr sehr ähnliche Antworten. So sehr ich ihre Beiträge auch schätze, wenn es um den Euro geht haben sie leider keine Ahnung wovon sie reden.

      • @A. Papapostolou

        Sie werden uns doch hoffentlich hier nicht alleine zurücklassen?

        Wenn kein Grieche mehr unter uns ist, wer soll uns dann die Welt erklären?

        Z.B. die Inflationsrate und wie aus 1,5 Mrd. € (Steuerverluste durch Benzinschmuggel) + 800 Mio. € (Steuerverluste durch Tabakschmuggel) 7 Mrd. € werden?
        Nach unserem Adam Riese funktioniert das nicht …
        Da muss schon Archimedes ran!

        Bitte verlassen Sie uns nicht – sonst gibt es hier wirklich nicht mehr so viel zu lachen und das wäre doch sehr ungesund …

  16. Ein bemerkenswerter Trend zeichnet sich in Ungarn ab. Die Ungarn wollen aus der EU austreten. Die Hauptgründe werden angegeben mit den Forderungen der EU an Ungarn, die Sanktionen gegen Russland durchzuführen. Die eigentliche EU- und Nato-Mitgliedschaft sei für Ungarn zwar kein Problem, doch Brüssel werde mit jedem Jahr immer aufdringlicher, hieß es. Der ungarische Parlamentspräsident László Kövér warnte Brüssel davor, Ungarn in Bezug darauf zu belehren, wie man das Land regieren soll. Die Ungarn können hier frei denken, weil sie den Euro als Gemeinschaftswährung nicht haben. Somit wahren sie ihre nationale Mentalität, wogegen die Griechen schon mal an Schäubles Tür den Hut haben abgeben müssen und die Hosen runter.

    • Na dann sollten die Ungarn mal besser schön aufpassen, dass sie keinen „Budapester Frühling“ erleben …

  17. Dieser ARTE Film ist interessant, die Frage ist wohl berechtigt, was wird passieren, was müßte gefordert werden.

    Noch wichtiger, was wird hier in der BRD alles falsch berichtet. Viele Details kannte ich nicht.

    http://www.arte.tv/player/v2/index.php?json_url=http%3A%2F%2Farte.tv%2Fpapi%2Ftvguide%2Fvideos%2Fstream%2Fplayer%2FD%2F051622-000_PLUS7-D%2FALL%2FALL.json&lang=de_DE&config=arte_tvguide&rendering_place=http%3A%2F%2Fwww.arte.tv%2Fguide%2Fde%2F051622-000%2Fmacht-ohne-kontrolle-die-troika%3Fautoplay%3D1

    • Solche Links auf lange Videos ohne inhaltlichen Kommentar sind auch eher unerwünscht hier. Warum stellen Sie nicht die drei wichtigsten Aussagen zusammen? Das würde vielleicht auch Interesse dafür wecken, das Video anzusehen.

  18. Pingback: Volksvertreter einig gegen das Volk | Alexander Dilger

  19. Vielleicht können die AfD EU Politiker mal genauere Informationen über den Verhandlungsablauf bekommen.

    Oder sollte es stimmen, was hier geschrieben wird?

    Zitat: Die “Opferung” Varoufakis’ wird auf praktischer Ebene die Erschwerung der Verhandlung zum Ergebnis haben, die fortan ausschließlich zu den Bedingungen der Gläubiger zu erfolgen hat.

    http://www.griechenland-blog.gr/2015/03/griechenlands-partner-offenbaren-ihre-fratzen/2134599/

    • Ich weiß nur, dass umgekehrt Herr Varoufakis Herrn Dijsselbloem sehr undiplomatisch rausgeworfen hatte, weil er nicht mehr mit der Troika verhandeln wollte, die deshalb jetzt als die Institutionen bezeichnet wird.

    • Diese ganze griechische Pseudo-Tragödie (eigentlich Komödie) ist doch nicht mehr zu ertragen. Tsipras und insbesondere Varoufakis benehmen sich wie halbstarke Lausbuben und die ganze EU lässt sich zum Schein von diesen auf die ewige Opferrolle abonnierten Hellenen auf der Nase herumtanzen und vorführen.

      Da fallen Sätze wie „kein Grieche darf seine (Eigentums-)Wohnung verlieren, nur weil er die Raten nicht bezahlen kann“ (Varoufakis).

      Ich frage mich: Warum bitteschön, sollen Griechen besser gestellt werden als die Menschen in anderen Ländern?

      Wie soll man dieses ganze Unsinns-Theater und die darin involvierten „Spitzenpolitiker“ aller Herren Länder denn überhaupt noch ansatzweise ernst nehmen?

  20. Pingback: Grexit rückt näher | Alexander Dilger

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