Bundesparteitagsdelegierte gesucht

Beim Landesparteitag der AfD NRW in Kamen am Ende nächster Woche werden u. a. die Bundesparteitagsdelegierten gewählt, die dann ihrerseits den neuen Bundesvorstand voraussichtlich im Juni werden wählen dürfen (obwohl der amtierende Vorstand nur bis zum 14. April regulär gewählt wurde). Nach dem neuen Delegiertenschlüssel dürfte der Landesverband auf rund 120 Bundesparteitagsdelegierte plus Ersatzdelegierte kommen. Dafür werden ganz viele Kandidaten gesucht.

Kandidieren darf übrigens jedes Mitglied im Landesverband. Dazu muss man kein Landesparteitagsdelegierter sein und muss nicht einmal nach Kamen kommen. Man kann seine Kandidatur und Annahme der Wahl, falls man denn gewählt wird, auch schriftlich mit echter Unterschrift erklären. Wer möchte, kann z. B. mir eine solche Erklärung per Post schicken. Die erste habe ich heute schon erhalten.

Daneben gebe ich Gelegenheit, sich hier in einem Kommentar kurz vorzustellen. Dabei haben die weniger bekannten Kandidaten dank der neuen Wahlordnung (siehe ‚Anträge zum Landesparteitag‘ und ‚Bericht vom 7. NRW-Landesparteitag‘) sogar bessere Chancen als prominentere wie ich, da ich nicht nur mit Ja-, sondern auch Nein-Stimmen rechne. Trotzdem lohnt sich eine kurze Vorstellung, wenn nicht hier, dann anderswo, denn in Kamen wird es dafür kaum Zeit oder gar Aufmerksamkeit geben. Ich werde jedenfalls die Wahl aller, die sich hier selbst vorstellen, wohlwollend prüfen.

37 Gedanken zu „Bundesparteitagsdelegierte gesucht

  1. Es ist schon ein Armutszeugnis für die AfD-Führung, dass eine solche Kandidaten-Vorstellung-Plattform den Mitgliedern nicht mehr von der Partei selbst zur Verfügung gestellt wird.

    • Ist mit der Führung Herr Pretzell gemeint? Oder ist die Delegierten-Wahl jetzt doch nicht Sache der Landesverbände? Bei der EU-Wahl gab es eine Plattform, aber die war bundeseinheitlich und nicht für die Delegiertenaufstellung. (Ich beziehe mich auf das „mehr“.) Wozu brauchen Landesverbände mit ein paar hundert Leuten eine Onlinebörse?
      Mache ich da etwas falsch?

      • In Ihrem Fall (Landesverband NRW) bezieht sich mein Hinweis auf den Landesvorstand als Organ und nicht nur auf ein einzelnes Mitglied, also den Vorsitzenden. Die anderen Mitglieder des Landesvorstands könnten sich ja schließlich auch entsprechend engagieren. Oder sitzen die nur als Nickmännchen mit am Tisch?

        Im Bund gab es eine derartige Kandidatenplattform genau einmal, nämlich vor dem „Gründungsparteitag“ vom 13.04. und 14.04.2013 in Berlin. Danach auch nie mehr. Eben echte gelebte „innerparteiliche Demokratie“ und „Transparenz“ …

  2. Die Entscheidung BuVo Wahl durch Delegierte 2 Monate später zu bestimmen ist eine klare Abweichung von BPT Beschluss in Bremen. Eine stichhaltige Begründung wurde nicht vorgelegt. Offensichtlich ist , dass Mitglieder schon resignieren. Gut ist wenn Prof. Dilger bereit ist zu kandidieren, in vielen Verbänden wird es aber zu Bildung von Seilschaften und undemokratischen Strukturen kommen. Delegiertensystem ist keine frei Demokratie !

    • Was ist an einem Delegiertensystem unfrei? Es ist keine direkte oder Basis-, sondern repräsentative Demokratie. Bedenklicher ist schon die verschachtelte Struktur, dass Delegierte Delegierte wählen. Am Ende kann eine kleine Minderheit dabei zur Mehrheit werden.

      • Unfrei ist, dass Funktionäre zwischen direkten- und delegierten-Wahlen beliebig pendeln können wie es am besten passt und dass nicht alle Mitglieder eigene Stimme direkt abgeben können. Nur (persönliche) Stimmen der Kandidaten haben Gewicht! UND SIE MERKEN ES VIELLEICH ERST 1 JAHR SPÄTER WAS FÜR EINEN KANDIDATEN SIE GEWÄHLT HABEN!

      • Es stand und steht in der Bundessatzung, dass der Bundesvorstand entscheidet, ob er einen Delegierten- oder Mitgliederparteitag abhält. In Bremen hat der Parteitag selbst darüber abgestimmt und den Bundesvorstand für den Programmparteitag verpflichtet, diesen als Mitgliederparteitag abzuhalten. Für den nächsten Parteitag zur Vorstandswahl wurde das aber gerade nicht so entschieden. Viel problematischer ist, dass sich der Vorstand entgegen der Satzung seine eigene Amtszeit verlängert.

        Dass man jemand wählt, von dem man später enttäuscht wird, bleibt auch bei Mitgliederparteitagen nicht aus. Bei den jetzt anstehenden Delegiertenwahlen sind auch viel mehr Delegierte zu wählen, als die meisten überhaupt kennen.

      • Zumindest hat ein Delegiertensystem nichts mit direkter Demokratie zu tun. Die AfD macht sich unglaubwürdig, wenn sie einerseits „mehr Demokratie in den Parteien“ und „direkte Demokratie nach Schweizer Vorbild“ fordert, beides aber selbst nicht lebt, sondern die Mitwirkungsmöglichkeiten ihrer Mitglieder mehr und mehr abwürgt.

      • @Michael Meister
        Die AfD macht sich – auch nach von Herrn Dilger zitierten Umfragen – unglaubwürdig, wenn sich sich ständig über sich selbst (zer)streitet, inklusive Banalitäten wie der reinen Art eines Parteitages, statt geschlossen für ihre Wähler da zu sein. Die Leute möchten jemanden, der mit ihnen und für sie spricht, dann mit und über sich selbst. Fragen Sie mal jemanden in der Fußgängerzone, ob ihm Themen wie Einwanderung und deutsche Zahlungen an andere Länder wichtig sind. Und dann fragen Sie, ob er sich dafür interessiert, welche innerparteilichen Mitwirkungsmöglichkeiten Herr Meister in der AfD hat.
        Ich kann mich auch nicht entsinnen, dass Volksabstimmungen in der Schweiz bei jeder sich bietenden Gelegenheit stattfinden, es in der Schweiz keine Parteien gibt usw. Es gibt Volksabstimmungen, wenn ein Antrag gestellt wird und er genügend Unterstützer findet. Genau das gibt es in der AfD auch. Und ein System mit gewählten Delegierten ist selbstverständlich demokratisch. Es ist auch fairer und repräsentativer als Alle-Mitglieder-Parteitage, zu denen manche Leute besser kommen können als andere.
        Deutschland hat gerade andere Probleme am Hals als Love&Peace-Revolutionen in bürgerlichen Parteien. Und darauf wollen die Leute Antworten. Dafür erhält die AfD öffentliche Finanzierung.

      • Den meisten Wählern sind die Interna der AfD ziemlich egal. Selbst die meisten Funktionäre und Kandidaten sind nicht wahlentscheinend im Gegensatz zu den Spitzenkandidaten und der Grundausrichtung. Diese hängen dann aber doch wieder von den innerparteilichen Prozessen ab. Bremen hat eindrucksvoll gezeigt, was die meisten Mitglieder, aber auch Wähler wollen.

      • Mag sein, dass die meisten Deutschen lieber alles vorgekaut bekommen. Da bin ich ganz sicher nicht repräsentativ.

        Aber was liefert die AfD ihren Wählern bislang inhaltlich?
        Widersprüche und dünne Wahlprogramme, die von den AfD-Mandatsträgern weitgehend ignoriert werden.

        Aufrufe zur „Geschlossenheit“ wofür also genau?

  3. Hallo Herr Dilger,
    gerne möchte ich mich als Mitglied bei Ihnen als Kandidat für die Deligiertenwahl in Kamen vorstellen. Ich bin Mitglied der AfD seit April 2013 und aktiv in der Meinungsbildung in unserer Partei beteiligt.
    Horst Krebs

  4. wenn man sich in einer Gruppe von Gleichgesinnten bewegt, hat man schnell herausgefunden, wer sich für politische Aufgaben eignet. Leider sind diese Möglichkeiten und vor allem die offene Aussprache in den politischen Gremien nicht gewünscht, weil man dann selber die Hose herunterlassen muss. Ich hoffe und wünsche, dass sich die Pöstchenjäger von den tatsächlich Fähigen stark unterscheiden wird und das ganze gepokere um mehr Aufmerksamkeit in geordenten Bahnen verläuft, damit die AfD endlich mehr Anerkennung in der Öffentlichkeit findet.

  5. Sehr geehrter Herr Dilger,

    laut Satzung wird der Vorstand nicht für 2 Jahre gewählt, sondern
    in jedem 2. Jahr. Bedeutet dass er zwischen dem 1. Januar 2015 und dem
    31.Dezember 2015 neu gewählt wird. Der gewählte Vorstand ist solange im Amt bis neu gewählt wird. Sie sollten vor dem Schreiben einfach häufiger und genauer in die Satzung sehen um nicht
    unnötige Missverständnisse zu erzeugen.
    Oder um es mit meinen bodenständigen Worten zu sagen: Für Blödheit kann man niemand einen Vorwurf machen aber für unterlassene Selbstinformation.

    • Den Vorwurf gebe ich gerne zurück. Im Parteiengesetz steht das mit jedem zweiten Kalenderjahr und es wird auch einmal in der alten Bundessatzung wiederholt (§ 11 Abs. 4 Satz 1). Doch in § 12 Abs. 8 Satz 2 findet sich diese strengere Regel: „Diese Wahlen finden gleich, geheim und unmittelbar spätestens nach zwei Jahren statt.“

      • Ich will mich nicht neunmalklug geben, aber was heißt „spätestens nach“?

        Das kann man so deuten dass bei der erstmöglichen Gelegenheit „nach zwei Jahren“ gewählt werden muss, bis Ende Dezember. Ich finde die Formulierung schwammig und daher schlecht, denn zehn Jahre später wäre ja auch noch „nach zwei Jahren“.

        Oder unterläuft mir ein Fehler?

      • Dort steht nicht „frühestens nach zwei Jahren“, das könnte in der Tat auch nach zehn Jahren noch der Fall sein, sondern „spätestens nach zwei Jahren“. Zwei Jahre sind am 14. April 2015 um. Als muss nach dieser Bestimmung die Wahl spätestens dann erfolgen, kann aber auch früher stattfinden.

      • Ich will mich mit Ihnen nicht um Formulierungen streiten. Ich halte den Text für schlampig gearbeitet. Da steht eben „nach“, nicht „innerhalb“ oder „spätestens am Ende“ einer Zweijahresfrist. Was ist „nach“? Ist das eine Sekunde oder ein Monat? Was „spätestens“ heißt ist auch dehnbar. Im BGB z.B. werden Sie die Formulierung „unverzüglich“ finden. Was ist „unverzüglich“? „Ohne schuldhaftes Zögern“. Sie interpretieren den Text auf eine Art. Man kann den aber auch so interpretieren, dass die Wahl „schleunigst“ nach Ende des Zeitraums durchzuführen ist. Gibt es Regelungen, laut denen der Vorstand nach Fristende seine Legitimität einbüßt oder Übergangsvorschriften? Wenn nein, dann ergibt sich aus dem Kontext nicht, dass Sie hier richtig liegen. Das hat aber wohl mehr mit handwerklichen Fehlern zu tun als mit Ihnen. Vom Kontext her könnte man schließen, dass auf die Regelung im Parteiengesetz verwiesen wird.

        Den Text habe ich schon richtig gelesen.

      • Sie haben den Text nicht richtig gelesen bzw. interpretieren „nach“ fehlerhaft. Nach einem Zeitpunkt könnte man in Ihrem Sinne interpretieren, doch hier bezeichnet es den Zeitraum (nicht „nach Ende des Zeitraums“), der wegen „spätestens“ nicht überschritten werden darf. Die Rechtsfolge eines Verstoßes ist gemäß § 11 Abs. 4 Satz 2 dann jedoch wieder nicht so dramatisch: „Der Bundesvorstand
        bleibt bis zur Wahl eines neuen Bundesvorstands im Amt.“

      • Herrn Dilgers Auslegung ist zwar richtig, da es unser Bundesvorstand aber mit Satzungsbestimmungen und auch mit dem Parteiengesetz erfahrungsgemäß ohnehin nicht so genau nimmt, ist die Diskussion eine Diskussion um des Kaisers Bart.

  6. es ist jetzt nur so ein Gefühl, dass man sich besser nicht über Sie als Delegierter bewirbt, wenn man denn solcher werden möchte.

    Und wenn ich mich richtig erinnere kann man jetzt auch noch ‚Nein‘ Stimmen vergeben, was erst recht verhindert das die ‚Falschen‘ gewählt werden.

    Ironisch betrachtet: Schon bei der ersten Wahl zu Bundesdelrgierten wurde (fast) ausschließlich Funktionäre gewählt – und damals noch auf einem Mitgliederparteitag, der aber in seiner Fortsetzung zum Delegiertenparteitag mutierte, so dass es doch wenig Mitglied aninmierte einen halben Tag zu reisen, um dann einmal mitbestimmen zu dürfen.

    Nach dem Bremer Parteitag hat man sich solcher Ummantelungen entledigt – ganz offen wählen Delegierte (Land) nunmehr die Delegierten (Bund) und ich bin dann gespannt wieviele dieser ‚Delegierten‘ zufällig auch zu der erlauschten Runde gehörten, die Bernd Lucke nach Frankfurt/Main einlud.

    Recht merkwürdig dann die E-Mail von Dr. Petry – Bundesvorstand der AfD, die ankündigt man habe den Parteitag (Bund) verschieben müssen, damit allen Bundesländern die Gelegenheit gegeben würde entsprechende Satzungsänderungen vorzunehmen

    und

    die Bundesdelegierten auf Kreisebene wählen zu lassen.

    Ausgerechnet das mit großen Kreisverbänden gesegnete NRW scheint das zu ignorieren.

    • Sind vielleicht unproblematische Funktionäre für das Tagesgeschäft besser als Pretzells, Aktivisten und Spaziergänger?

      • Hallo Peter, das ist eine Frage der Betrachtungsweise.
        Diese „Pretzells“ und deren Seilschaften können in der Tat noch ein Problem werden, weil sie dazu tendieren, alle nicht genehme politische Ansätze im Keim zu ersticken.
        Markus Prezell forderte beim LPT zwar dazu auf „bei Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Partei den Gegner nicht öffentlich zu schlachten!“, geht dabei aber mit schlechtem Beispiel voran. Von der Presse auf böswillig der Presse zugespielten Internas angesprochen tritt er unliebsamen Parteimitgliedern gerne noch ins Kreuz anstatt – wie von einem Vorsitzenden zu erwarten wäre – beruhigend und hinhaltend auf die Presse einzuwirken. Das ist nicht etwa Führungsschwäche sondern knallharte Ausweitung von Einfluss und Macht.

  7. Der Hinweis, dass auch nicht Landesparteitags- Delegierte sich zur Wahl der Delegierten für den Bundesparteitag bewerben können- ist goldrichtig.

    Darüber hinaus würde ich es begrüßen, wenn Sie, Herr Prof. Dilger, auf Ihrem Blog ein Bewerbungs- und Annahme- Formular einstellen würden. Die interessierten Mitglieder können dann einen rechtlich einwandfreien Antrag ausdrucken und an Sie mit Unterschrift zurücksenden.

    Persönlich habe ich eine Bitte an alle Delegierte: prüfen Sie bitte bevor Sie sich zur Wahl stellen, ob Sie auch zum Bundesparteitag fahren wollen, damit NRW in voller Stärke auf dem Bundesparteitag vertreten ist.

    • Dass mit dem Formular hier im Blog ist eine gute Idee. Wie klärt sich das denn bei Postzusendung mit der Addresse?

      • Man braucht dafür kein Formular. Es genügt ein formloses Schreiben mit folgendem Satz und eigener Unterschrift: „Hiermit erkläre ich meine Kandidatur als Bundesparteitagsdelegierter auf dem Landesparteitag der AfD NRW am 28. Februar und 1. März 2015 in Kamen sowie die Annahme der Wahl, falls ich gewählt werde.“

        Auf Nachfrage per E-Mail schicke ich meine Postanschrift, die ich hier allerdings nicht veröffentlichen möchte.

  8. Langsam nerven die „Deligierten(!)-Parteitagsbefürworter“ wirklich extrem.

    Natürlich sind Parteitage mit Deligierten demokratisch.
    Kein normaler Mensch würde das je bestreiten.

    Dennoch sind Mitglieder-Parteitage es aber noch deutlich mehr.
    Was kann demokratischer als eine DIREKTE Wahl sein ???

    Wenn hier dann noch argumentiert wird, das Deligierten Parteitage sogar noch „fairer und repräsentativer“ wären, weil nicht alle Mitglieder gleich gut zum Parteitag anreisen können, fällt mir hier nichts mehr zu ein.

    Der letzte Bundesparteitag hat in Bremen stattgefunden.
    Also in einem Bundesland für die absolut überwiegende Mehrheit der Mitglieder am Ar… der Welt liegt.

    Der nächste Landesparteitag von NRW findet in Kamen statt. In Kamen!
    Googlen sie das mal was das für ein Kaff ist und wie die ÖPNV Verbindungen dorthin sind.
    Es ist ja nicht so, das wir in NRW nicht viele der größten Städte von ganz Deutschland bei uns hätten.

    Wir wollten mal innerparteilich demokratischer sein als alle anderen „Hinterzimmer-Klüngel-Parteien“. Der „gesunde Menschenverstand“ sollte bei uns siegen. Schon bei der Auswahl der Tagungsorte habe ich da keine Illusionen mehr.

    • Ich teile Ihren Zorn.

      Delegiertenparteitage sind vor allem dann nicht „fairer und repräsentativer“, wenn ein Großteil der Delegierten nicht einmal hinfährt, wie bei der Aufstellungsversammlung zur Europawahlliste geschehen.

      Eigenartigerweise wird gerade bei Wahlparteitagen der Delegiertenmodus bevorzugt. Aber wir sind ja sooooooooo demokratisch …

    • „Basismitglied aus NRW“ meint: „Der nächste Landesparteitag von NRW findet in Kamen statt. In Kamen! Googlen sie das mal was das für ein Kaff ist und wie die ÖPNV Verbindungen dorthin sind. Es ist ja nicht so, das wir in NRW nicht viele der größten Städte von ganz Deutschland bei uns hätten.“

      Kamen liegt – wie schon der Name vermuten läßt – direkt am Kamener Kreuz, der aus dem Verkehrsfunk bestens bekannten Kreuzung der Bundesautobahnen A1 und A2, den beiden Hauptverkehrsadern in NRW.
      Kamen hat weiterhin einen Bahnhof. An diesem Bahnhof halten allein vier Regionalexpreßlinien der Deutsche Bahn AG: NRW-Expreß (RE1), Rhein-Emscher-Expreß (RE3), Westfalen-Expreß (RE6), Rhein-Hellweg-Expreß (RE11).
      Die Kamener Stadthalle liegt fußläufig – fünf Minuten – vom Bahnhof entfernt.

      NRW besteht nicht nur aus großen Städten, sondern ist ein Flächenland. Kamen liegt geographisch recht genau mittig und ist autobahn- und bahnmäßig überdurchschnittlich gut erreichbar. Was einer der Gründe sein dürfte, warum zB auch die Grünen letztes Jahr ihre Landesdelegiertenkonferenz dort abgehalten haben.

      „Große Städte“ haben im übrigen meist auch große Preise, was Kongreßhallen angeht. Der Landesverband kann sich Ausgaben wie die, die der Bundesverband für Parteitage tätig, nicht entfernt leisten. Versuchte er es, wäre der Landesvorstand sofort wegen Verschwendung im Feuer.

      Wäre „Basismitglied aus NRW“ tatsächlich aus NRW, wüßte er/sie das alles.

      • Richtig. Kamen ist einer der zentralsten und besterreichbarsten Orte in NRW. Der geographische Mittelpunkt von NRW liegt übrigens bei mir in Dortmund-Aplerbeck, nicht weit von Kamen. Also nicht jede Kritik am Landesvorstand ist berechtigt, zumal auch ein nicht ganz so günstiger Ort mit dem Kostenargument gerechtfertigt werden könnte (was insbesondere für Mitgliederversammlungen gilt).

      • Dass Kamen innerhalb NRWs sehr zentral und „verkehrsgünstig“ (tägliche Mammut-Staus am Kamener Kreuz) liegt, kann sogar ich als Vielfahrer aus dem fernen Süden bestätigen. Ihr Landesvorstand hat diesbezüglich also durchaus eine sinnvolle Wahl getroffen. Der Bundesvorstand hätte Ihren LPT sicher eher in Aachen, Espelkamp, Höxter oder Warburg abgehalten …

  9. Ich möchte beim Landesparteitag in Kamen zur Wahl der Bundesparteitagsdelegierten kandidieren und mich kurz vorstellen:
    Abitur 1961 in der DDR. Danach in Westdeutschland. Ich bin der liberalen Idee verbunden. Das war für mich nach Verlassen der DDR damals die einzige Alternative. Als Student war ich in Köln im LDS (Liberaler Studentenbund Deutschlands). Meistens wählte ich FDP und nur einmal 1972 SPD (Willy Brandt, Ostpolitik). Durch die Zustimmung der FDP zum Bruch des Maastricht-Vertrages (Bailout-Verbot) wurde ich in meinem Rechtsempfinden erschüttert und fühlte mich an DDR-Zeiten erinnert, sodass für mich die FDP nie mehr politische Heimat sein kann. Am 25.3.2013 trat ich deshalb hoffnungsvoll in die AfD ein. Beim Bundesparteitag in Bremen stimmte ich für den gemeinsamen Kompromissantrag des Bundesvorstandes. Beim nächsten Bundesparteitag würde ich Bernd Lucke wählen und danach gelten meine Sympathien – nicht nur als Sachse – Frauke Petry.

    • Noch zur Ergänzung: beruflich bin ich Kinder- und Jugendarzt und habe weiterhin große Freude an meiner Arbeit.

  10. Liebe Parteifreunde,

    bei der Auswahl der Bundesparteitagsdelegierten ist äußerste Vorsicht angebracht. Gegen den Kreisverband der AfD Mettmann gibt es nach einem Bericht der Rheinischen Post ein Strafverfahren wegen Volksverhetzung.

    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/mettmann/anzeige-gegen-afd-mettmann-wegen-volksverhetzung-aid-1.4899015

    Leider ist mir nicht bekannt, wer für die Facebook-Information verantwortlich ist. Die hier die Verantwortung tragen, sind nicht geeignet Verantwortung in der Partei zu tragen. Berücksichtigen Sie das bitte bei Ihrer Wahl zu den Delegierten und bei der Wahl zum Konvent!

  11. werter G. Schneider,
    den grund für die anzeige wegen volksverhetzung gegen den kreisvorstand mettmann haben nicht die seriösen mitglieder des kreisverbandes geliefert. Die im namen des kreisvorstandes mettmann gepostete, geschmacklose verleumdung aller asylanten stellt eine kriminelle, also zu ahnende, entgleisung dar, die widrigenfalls früher oder später alle afdler auszubaden haben werden, Diese entgleisung ist nur von einer person des kreisverbandes zu verantworten. Denn wie viele afdaffine facebookuser seit langem wissen, betreut XY [Name und identifizierende Details eines nicht übermäßig prominenten Mitglieds hier und im Folgenden gelöscht, AD] die facebooksite des kreisverbandes. Brisant ist allerdings, dass XY [weitere Parteiämter inne hat, AD]. Damit gibt es weiterungen der politischen dimension des mettmanner skandals, der nicht auf den kreisverband mettmann beschränkt bleiben wird, sondern sich auf den afdbezirk duesseldorf und auf den landesvorstand NRW auswirkt. XY ist im internet zudem gefährlich umtriebig, entfaltet unter mehreren pseudonymen vielfältige aktivitäten und ist [Bezug auf Exmitglied Z gelöscht]. Dann muss XY auch bereit sein, Zs konsequenzen zu ziehen und aus der partei ausscheiden. Es sind eben nicht „die“ mitglieder des von mir an sich sehr geschätzten nachbarkreisverbandes mettmann, die verantwortung für XYs hetze gegen asylanten zu tragen haben. Schon gar nicht darf man delegierte, die in kamen gewählt werden wollen, mit XY in verbindung bringen oder mit XY gleichsetzen. XY ist einfach nur eine unbedachte person und, wie sich jetzt herausstellt, sogar [tätig für die, AD] gegenseite, die der afd schadet. Künftige delegierte aus mettmann haben mit XY nichts gemein und sind für XY nicht in haftung zu nehmen.
    Pasquale

  12. Ich möchte anlässlich des LPT in Kamen zur Wahl des Bundesparteitagsdelegierten kandidieren und stelle mich hiermit vor:

    Persönlicher Hintergrund:

    Ich bin Jahrgang 1951. Verheiratet und habe zwei erwachsene Töchter.
    Nach meiner kaufm. Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann und einer zweijährigen Wehrdienstzeit (Reserveoffizieranwärter) habe ich Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten Siegen und Hagen studiert und mein Studium als Diplom-Ökonom (univ.) abgeschlossen (z.T. während meiner beruflichen Tätigkeit).
    Was meinen beruflichen Werdegang angeht, war ich in kaufm. Leitungsfunktionen im Bereich Finance & Controlling auf oberster Leitungsebene in international agierenden Unternehmensgruppen (u.a. Dr. August Oetker International, Metall-Chemie Holding HH) tätig und bin seit 2007 als freiberuflicher Interimmanager für CFO-Positionen und als Change-Manager (CRO) tätig. Meine Projekt-Assignments wähle ich jetzt deutlich fokussiert aus, was mir die notwendigen zeitlichen Freiräume für meine politischen Arbeit erlaubt.
    Parteipolitisch stand ich über Jahrzehnte der marktwirtschaftlichen FDP-Programmatik, die Graf Lambsdorff persönlich vertreten hatte und sehe im damaligen Programm auch meine programmatische Heimat (i.S. einer ordoliberalen Wirtschaftspolitik á la Eucken, Hayek, Müller-Armack,).

    Zu meinen politischen Grundthesen zählen im wesentlichen:

    ein Europa souveräner Staaten in einem europäischen Wirtschaftsraum
    ein der Einwohnerzahl und der BIP-Position in Europa angemessenes Vertretungsgewicht in den EU-Institutionen
    Der Euro gefährdet den Wohlstand und die Zukunft unserer Nachkommen
    Schaffung einheitlich hoher Standards in der grundlegenden Schulbildung (Vermittlung von Wirtschafts- und Rechtskenntnissen)
    Förderung der unternehmerischen Selbständigkeit und der Eigenverantwortung
    Konzentration des Staates auf seine Kernaufgaben: Daseinsvorsorge, Innere und Äußere Sicherheit und Schaffung einer gesunden Wettbewerbsordnung,
    Nachhaltige Sicherung der Sozialsysteme
    Einfaches und leistungsförderndes Steuersystem (weg mit der Fülle an Subventionen und Ausnahmetatbeständen)
    Bürokratieabbau
    Förderung des Genossenschaftsgedankens

    Wolfgang Rogosch

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