AfD und FDP ziehen in Hamburgische Bürgerschaft ein

Zuerst die gute Nachricht: Die Alternative für Deutschland wird in die Hamburgische Bürgerschaft einziehen. Nach dem (vorläufigen) Endergebnis hat die AfD 6,1 % erreicht. Wahlsieger ist die SPD mit 45,7 %, auch wenn es angesichts von sechs Parteien in der Bürgerschaft nicht mehr für die absolute Mehrheit reicht. Herr Scholz strebt weiterhin eine Koaltion mit den Grünen an, die 12,2 % erzielten. Dagegen stürzte die CDU weiter auf 15,9 % ab, ihr drittschlechtestes Ergebnis bei Landtagswahlen überhaupt. Die Linke kommt auf 8,5 %, während die FDP, die im Dezember bei den Umfragen noch bei 2 % herumdümpelte (die Neuen Liberalen bekamen übrigens nur 0,5 % und dürften damit bereits wieder Geschichte sein wie auch die Piraten mit 1,5 %), erstaunliche 7,4 % bekommen hat. Das ist die schlechte Nachricht, zumindest für die AfD. Denn damit bleibt die FDP der wesentliche Wettbewerber um bürgerliche, liberal-konservative Wähler, der in Hamburg sogar die Nase vorn hat.

Daneben kam die öffentliche Zerstrittenheit der AfD auf Bundesebene bei den Wählern nicht gut an. 69 % meinten, die AfD „ist zu zerstritten, um ernsthafte Politik mitgestalten zu können“ (siehe hier mit weiteren interessanten Zahlen wie dem deutlich geringeren Anteil bei den Wählerinnen). Dazu passt dann leider auch diese Meldung: Frau „Petry attackiert die AfD-Wahlkämpfer in Hamburg“. Sie selbst hat diesen massiv geschadet. Ja, ihr Ergebnis in Sachsen war besser, aber dort ist nicht nur die Wählerschaft eine andere, sondern gab es vor allem keine Störung des Wahlkampfs durch öffentlichen Führungsstreit. Ich möchte jedenfalls sowohl den Wahlkämpfern als auch den Wählern in Hamburg danken und die Gewählten, vorneweg Herrn Jörn Kruse, beglückwünschen. Ich hoffe auf konstruktive Opposition in Hamburg und den nächsten Wahlerfolg in Bremen.

200 Gedanken zu „AfD und FDP ziehen in Hamburgische Bürgerschaft ein

  1. Eigentlich haben sich die Wahlergebnisse aus 2014 zu den kommunalen Bezirkswahlen wiederholt. Mehr ist es nicht geworden. So gesehen sollte die AfD das freudige Ergebnis doch kirtisch betrachten.

    Aber, geben wir den Neuparlamentarieren eine Chance. Einfach werden die es nicht haben.

    • Das ist so nicht richtig. In ganz Hamburg hatte die AfD letzte Jahr bei den Bezirkswahlen 4,5 %. Die FDP hatte sogar nur 3,9 %. Jetzt gab es außerdem den Führungsstreit und keine Europawahl, so dass das Ergebnis durchaus eine deutliche Verbesserung darstellt.

  2. „siehe hier mit weiteren interessanten Zahlen wie dem deutlich geringeren Anteil bei den Wählerinnen“
    Das ist keine interessante Zahl, behaupte ich. Es gibt in Deutschland zig Parteien, die unglaublich um Wählerinnen buhlen, indem Sie mit Frauen im eigenen Team hausieren gehen wie mit Trophäen (Frauen wählen anscheinend lieber Frauen als Männer) und für die meisten Bürgerinnen irrelevante und doch verlockende Angebote wie Frauenquoten machen. Eine Partei, die eine Alternative zum Einheitsbrei der andere sein will und ist, wird zwangsläufig anteilsmäßig von mehr Männern gewählt werden. Allein das in negativer Weise zu thematisieren zeigt wie sehr die Pathologisierung des männlichen Geschlechts in unserer Gesellschaft vorangeschritten ist.

    „69 % meinten, die AfD “ist zu zerstritten, um ernsthafte Politik mitgestalten zu können“
    In der Tat ein Problem, aber eines dass die Partei lösen kann indem sie ihre notorische Selbstbeschäftigung einstellt und inhaltlich für die Menschen da ist, statt sich primär als Wellness-Kur für die Parteienverdrossenheit ihrer eigenen Mitglieder zu sehen. Nicht wahr, Herr Meister?

    „Ja, ihr Ergebnis in Sachsen war besser, aber dort ist nicht nur die Wählerschaft eine andere“
    Man sollte Kritik nicht beiseite wischen, weil sie einem nicht liegt. Das widerspricht dem Geist der AfD. Tatsache ist dass in Hamburg die Schill-Partei mal sehr erfolgreich war. Tatsache ist auch, dass die Umtriebe der Partei vielleicht viele Menschen mittlerweile abschrecken, einer neuen Partei rechts der Mitte ihre Stimme zu geben. Man muss das differenziert sehen, was auch für Frau Petry gilt. Mehr als über sie ärgere ich mich über Herrn Gauland, der nach dem Parteitag verbal um sich schlagen musste.

    „Denn damit bleibt die FDP der wesentliche Wettbewerber um bürgerliche, liberal-konservative Wähler, der in Hamburg sogar die Nase vorn hat“
    Tatsächlich? Mit welchen liberalen Themen hat die FDP denn überzeugt? Sie hat, soweit ich weiß, Stimmen an die AfD verloren. In den letzten Wochen, in denen die Partei gnadenlos medial gepusht wurde (warum durfte Linder im öffentlich-rechtlichen Fernsehen verbreiten, Europa dürfe sich nicht erpressen lassen, nachdem er es erpressbar gemacht hat?) ging sie zunehmend mit Sexismus und ihrer inhaltsleeren Quotenfrau hausieren. Dass man damit erfolgreich sein kann ist beunruhigend, hat aber ganz sicher nichts mit Liberalismus und Konservatismus zu tun. Und tatsächlich war das Ergebnis in Hamburg losgelöst vom Bundestrend. In allen Umfragen außer bei Güllner (siehe Thema pushen) dümpelt die FDP weiter bei 3%, auch wenn der heutige Tag Veränderungen hervorrufen könnte. In Hamburg haben Frau Sudings Beine und menschliche Niedertracht gewonnen; die FDP hingegen hat dort eine Blamage erlitten. Übrigens sind alle Bein-, Bauch- und Po-Wähler daran schuld, wenn es jetzt zu einer rot-grünen Regierung kommt, denn sie haben das ohne Not und ernsthafte Motivation herbeigeführt – behaupte jedenfalls ich.
    Sollte die AfD um Wirtschaftsliberale werben? Selbstverständlich ja. Sollte die AfD um Wähler(innen) von Clowns und Grinsekatzen werben? Selbstverständlich nein.

    Der Anstieg der FDP in Hamburg könnte auch damit zusammenhängen, dass die Neuen Liberalen von anfangs 3% in den Umfragen stark abgeschmolzen sind. Die (potentiellen) Wähler, die anfangs mutmaßlich von der FDP kamen, migrierten zu dieser zurück nachdem sich abzeichnete, dass es die neue Partei nicht schaffen würde.

    Überlegungen zu mittel- und langfristigen Auswirkungen halte ich für nicht sinnvoll, denn bis zur nächsten Bundestagswahl kann gerade europolitisch noch viel passieren. Zunächst steht die Wahl in Bremen an. 2011 erzielte die FDP hier 2,4%. Anders als in Hamburg genießt sie der AfD gegenüber keinen Heimvorteil. Nach dieser Wahl wird es im Hinblick auf Wahlen still in Deutschland, und die Stimmung in der Bevölkerung kann sich dementsprechend ändern. Wichtig werden die Landtagswahlen in NRW und Baden-Württemberg. Sie werden nicht nur über die Zukunft der FDP, sondern auch die der AfD entschieden. Man sollte das einplanen, auch finanziell.

    Ein Wahlergebnis von (deutlich) über 5% kann für die AfD nicht „enttäuschend“ sein wie einige meinen, denn ansonsten wäre es mittlerweile eine Selbstverständlichkeit, dass die AfD auch im Westen, noch dazu in einem derzeit klar linkslastigen Stadtstaat, über die Hürde kommt. Wenn das inzwischen selbstverständlich sein soll wäre es die beste Nachricht des Tages. Angesichts der enormen Aggression gegen die AfD im Wahlkampf und der tendenziösen Berichterstattung ist das Ergebnis erfreulich.

    Es hätte aber auch besser sein können. Fast die Hälfte der AfD-Wähler waren ehemalige Nichtwähler, wenn die Analyse stimmt. Das Vertrauen, das die AfD hier genießt, hängt eng mit dem Anspruch zusammen, kein Teil einer Polit-Clique zu sein. Es ist daher extrem schädlich, Rhetorik der Etablierten undifferenziert nachzubeten, womit insbesondere der rein inhaltlich dumme und nichtssagende Satz über die Zugehörigkeit des Islams zu diesem Land zu verstehen ist. So entsteht der Eindruck, die AfD sei auch dasselbe und daher nicht geeignet, die Etablierten zur Verantwortung zu ziehen. Keineswegs ist das ein Plädoyer für rechte Krawalltöne, sehr wohl aber dafür es sich nicht zu leicht zu machen. Es ist auch überaus ungeschickt, wenn man die Bezeichnung „PEGIDA“ „selten dämlich“ nennt, wenn gleichzeitig 80% der eigenen Anhängerschaft hinter der Bewegung stehen. Als Privatmeinung ist das völlig in Ordnung, aber man wird nicht „Sprecher“ und Spitzenkandidat, um Privatmeinungen zu artikulieren und sich pikiert über einen signifikanten Teil der Wählerschaft zu äußern. Man muss einen Weg finden, moderate und seriöse Haltungen zu vertreten, ohne zu klingen wie „die da oben“.

    Der Diskurs um die Probleme der CDU in den von ihr so umworbenen Städten gewinnt indes eine ganz neue Dimension, da die Union ihr sehr schlechtes Ergebnis v.a. der AfD verdankt. Hier sehe ich Probleme auf Frau Merkel und Co zukommen, denn die linke Anbiederung schadet AfD-bedingt jetzt mehr als sie nützt. Das könnte eine ganz wesentliche Neuerung sein.

    PS: In Hamburg haben, sofern ich das richtig gesehen habe, bei der Bürgerschaftswahl in absoluten Zahlen mehr Menschen AfD gewählt als bei der Bundestagswahl und bei der EU-Wahl. Die Partei hat also so viel Menschen in Hamburg überzeugen können wie nie zuvor.

    • Sie drücken da eine recht frauenfeindliche Stimmung aus. Es gibt mehr (potentielle) Wählerinnen als Wähler in Deutschland. Diesen müssen Angebote gemacht werden. Wenn ihnen z. B. Kandidatinnen wichtig sein sollten, sollte sich die AfD (ganz ohne Quote) um mehr davon bemühen. Was viele Wählerinnen wollen, ist per se nicht irrelevant, sondern kann wahlentscheidend sein. Die FDP war zumindest diesmal offensichtlich erfolgreich(er), auch wenn man die liberalen oder sonstige politische Inhalte mit der Lupe suchen musste. Ein AfD-Erfolg in Bremen würde unterstreichen, dass die AfD jetzt flächendeckend Wahlen gewinnen kann und niemand mehr um seine Stimme fürchten muss. Insgesamt sind natürlich die Wahlen in Baden-Württemberg und NRW viel bedeutender. Dort dürfte das Schicksal von AfD und FDP vorentschieden werden. Die eigentliche Entscheidung fällt dann bei der Bundestagswahl 2017. Dabei geht die Wirkung der AfD weit über ihre Stimmanteile und Oppositionsrolle hinaus, eben weil sie die Union zum Überdenken ihres bisherigen Linkskurses zwingt.

      • Dass Sie mir Frauenfeindlichkeit unterstellen ist nicht nur verletzend, sondern beweist dass ich Recht habe. Wenn eine Partei von mehr Frauen als von Männern gewählt wird (etwa CDU bei der letzten Bundestagswahl), dann ist das nett, hip und modern; wenn es umgekehrt ist dann ist das irgendwie krankhaft. Es gibt mehr Wählerinnen als Wähler, das hängt in diesem Ausmaß aber v.a. damit zusammen dass sich viele männliche Wähler noch in Wahlenthaltung üben, eben wahrscheinlich weil sie sich nicht repräsentiert fühlen. Wer mit Mengen argumentiert kann dann auch sagen, dass Parteien sich primär um die 80% Bevölkerung ohne Migrationshintergrund bemühen sollten. Da würde sofort geschrien „ausländerfeindlich“. Dito Heterosexualität.

        Es geht hier um schlichte Logik, und ich habe nur eine Rechnung und eine Art Marktanalyse aufgemacht. Die AfD hat keine Wähler verloren, sondern sie hat naturgemäß nur Wähler gewonnen. Diese Wähler gingen anderen Parteien verloren, und es waren mehr Männer als Frauen. Wenn alles vernünftig liefe müssten sich zunächst einmal die anderen fragen, warum primär männliche Wähler sich von ihnen abwenden. Stattdessen wird das Problem der anderen zu einem Problem der AfD umgedeutet, so als schleppten die Männer eine Seuche mit sich. Wenn sich Parteien in Bezug auf Geschlechter um Wählerinnen streiten und niemand auch nur ein dahingeworfenes Wort für Männer übrig hat, dann sind die Männer natürlich politisch mobiler und weniger gebunden als die „verhätschelten“ Frauen. Die Piratenpartei erhielt ihren ursprünglichen Zustrom auch primär von Männern und war fast eine reine Männerpartei, erschoss sich dann aber via Linkskurs selbst. Teil des Phänomens war auch der Glaube, der hohe Männeranteil sei eine Sünde. Mehr als dieses Kalkül habe ich nicht angestellt. Und diese Zahlenarbeit ist frauenfeindlich? Gut, wenn ich das Label jetzt sowieso am Hut habe, kann ich das ja näher betrachten:

        Es gibt einen Teil der weiblichen Wählerschaft, bei dem eine ernsthaft liberale Partei nie gewinnen wird und Parteien wie SPD und Grüne, auch eine sich entsprechend anbiedernde Union/FDP immer die AfD ausstechen werden. Das ist kein Fehler von wahrhaft liberalen Kräften, sondern dieses Teils der weiblichen Wählerschaft, der ein geschlechtsbezogenes und kollektivistisches Weltbild pflegt, das nicht mit dem Liberalismus zu vereinbaren ist. Wenn es Wählerinnen gibt, die sich mehr dafür interessieren ob Hillary Clinton US-Präsidentin wird als welcher Schaden durch den Euro entsteht, dann kann ich nur sagen dass solche Personen ganz unabhängig von ihrem Geschlecht für jede seriöse politische Partei verloren sind. Unter solchen Frauen wird die AfD nie Anhängerinnen finden, weil sich auf diesem Markt eben zu viele Anbieter mit den vermeintlich besseren Angeboten tummeln. Man zerstört nur sein vorhandenes Ansehen, wenn man dem Geschrei hinterher rennt, und gewinnt nichts.

        „Was viele Wählerinnen wollen, ist per se nicht irrelevant“
        Das habe ich nicht gesagt. Ich habe nur gesagt dass es da viele politische Mitbewerber gibt, und dass sich niemand um Männer bewirbt, ohne dass ich Letzteres einfordere. Das hat mit Relevanz und Wertschätzung nichts zu tun.

        „Wenn ihnen z. B. Kandidatinnen wichtig sein sollten, sollte sich die AfD (ganz ohne Quote) um mehr davon bemühen.“
        Also Quote im Kopf statt auf dem Papier. So, was erreicht man damit? Nichts als die Meldung, dass die AfD jetzt auch auf Quotenfrauen steht. Gewinnt man dadurch Wähler(innen)? Nein, siehe oben, die wählen gleich das Original. Verliert man dadurch Wähler? Ja, siehe oben – mehr vom Einheitsbrei, nein Danke.

        „Diesen müssen Angebote gemacht werden.“
        Die AfD macht Angebote, was Ihnen eigentlich nicht entgangen sein kann. Diese Angebote sind geschlechtsneutral, und wenn weniger Frauen daran interessiert sind als Männer, dann hängt das mit der kruden Sicht einiger (nicht aller, aber eines bemerkbaren Anteils) Frauen auf die Politik zusammen; ich habe das oben ausgeführt. Für Hochschwangere taugliche Panzer und so.

        Es gibt natürlich genügend Frauen, denen bizarre Inhalte jener Art reichlich stinken; alles andere wäre schrecklich. Es gibt auch genügend Themen, mit denen man sie ansprechen kann, und ich werde am Ende einen Vorschlag machen, will hier aber auch das Großfeld Mutterschaft und Familie erwähnen. Innerhalb der AfD sind jene Frauen, die sich ganz offen gegen Quoten und Gender-Unfug einsetzen, sehr erfolgreich. Und auch darüber hinaus: https://pluragraph.de/categories/afd (Alle drei Plätze nach Lucke sind von Frauen besetzt.) Es ist wohl ein Problem, dass sie noch nicht ausreichend wahrgenommen werden. Hieran kann man vielleicht in der Tat etwas ändern. Wenn Sie das meinen, dann gebe ich Ihnen Recht.

        Zum Schluss: Also, Sie halten meine Worte für frauenfeindlich. Damit beweisen Sie dass Sie die Klaviatur des Mainstreams gut beherrschen. Nun, ich halte Ihre hier mal verbreitete Behauptung, Islamismus habe nichts mit dem Islam zu tun, für x-fach frauenfeindlicher als die übelsten Pornoseiten, und von der Qualität her nahe an Holocaustleugnung. Um es mit Churchill, der sich auch mal als Islamversteher versucht hat, zu sagen: „Der Fakt, dass nach mohammedanischem Recht jede Frau das absolute Eigentum eines Mannes ist, ob als Kind, als Ehefrau oder als Konkubine, verhindert die endgültige Abschaffung der Sklaverei solange bis der islamische Glaube aufgehört hat, eine große Macht über Menschen zu haben. Einzelne Muslime mögen hervorragende Qualitäten besitzen, aber der Einfluss der Religion paralysiert die soziale Entwicklung derjenigen, die ihr folgen.“ Es gibt in unserer Welt keine frauenfeindliche Kraft, als ein unter Naturschutz stehender Islam, der Dinge wie den IS und Säure-Angriffe auf Schulmädchen hervorbringt, aber aufgrund des Mantras bequemer Duckmäuser vor aufklärerischer, legitimer und gar gut gemeinter Kritik, die Europa und dem Liberalismus so viel gebracht hat, sicher ist. Sie wollen Wählerinnen gewinnen? Wie wäre es mit einem Burka-Verbot? Das gibt es in anderen europäischen Ländern auch. Wie wäre es damit, mal nachzufragen, wie es sein kann dass frauenfeindliche (besser. menschenfeindliche) Tyranneien wie Saudi-Arabien in Deutschland „Kulturzentren“ und ähnliches finanzieren und betreiben? Und, und, und. Es gibt genügend Wege, sich für Frauen einzusetzen, und das ganz ohne Unterstellungen an meine Adresse und komische Quoten im Kopf. Ich bin sicher, Sie werden mit gutem Beispiel vorangehen, wenn Ihnen das Thema so am Herzen liegt. Indes sind Sie für viele Frauen solange frauenfeindlich, solange Sie gegen Frauenquoten in Top-Unternehmen sind. Ob man die mit ernsthaft wirtschaftsliberaler Politik überzeugen kann? Und wenn nein, wieso ist es dann verwunderlich wenn eben weniger Frauen als Männer die AfD wählen? Und wieso ist es frauenfeindlich, darauf hinzuweisen? Und wie frauenverachtend ist es, eine Art weibliche Schaufensterpuppe an die Spitze zu stellen und zu schreien „ich bin eine Frau, wählt mich“? Wenn ein Teil der weiblichen Wählerschaft einfach keine seriöse Politik mit Inhalten statt Personen will und sich hauptsächlich um das Geschlecht der Bundeskanzlerin schert, dann ist das ein gesamtgesellschaftliches Problem, das durch die AfD nur offenbart wird. Es ist dann nicht an der AfD, auch einen Zirkus aufzumachen. Wenn ein Arzt eine Knochenbruch entdeckt, dann sollte er sich fragen wie er ihn kuriert, statt sich auch das Bein zu brechen. In diesem Fall heißt das einigen verblendeten Frauen die Augen zu öffnen, indem man die wirklichen Probleme vieler Frauen auf der Erde und eben leider auch in Deutschland anspricht, statt sich vor ihnen mit Luxusproblemen abzuzappeln. Nicht ohne Grund gehört Frau Schwarzer zu den PEGIDA-„Sympathisanten“ – anders als Sie und Herr Kruse.

        Ich will die AfD nicht als Männerpartei, ich will sie als postgenderistische Partei der Seriosität. Und Linkspopulismus wie Quoten im Kopf gehört nicht dazu. Ich denke, das sehen die meisten Frauen in der AfD auch so.

      • Sie sollten genauer lesen. Ich hatte Ihnen bislang nicht Frauenfeindlichkeit unterstellt, sondern geschrieben, dass Sie „eine recht frauenfeindliche Stimmung“ ausdrücken. In dieser Hinsicht haben Sie jetzt noch einmal deutlich nachgelegt. Vermutlich verwechseln Sie auch den Ansatzpunkt dieser Kritik. Ich meine nicht, dass die AfD idiotische Politik machen soll, um sich bei Frauen anzubiedern, sondern Ihre Annahme, dass ausschließlich oder zumindest signifikant häufiger Frauen idiotische Politik wollen, werden Sie wohl kaum empirisch belegen können (außer mit dem Zirkelschluss, dass die AfD von weniger Wählerinnen als Wählern gewählt wurde).

        Völliger Blödsinn ist auch Ihre Behauptung, ich hätte behauptet, „Islamismus habe nichts mit dem Islam zu tun“. Das Gegenteil ist richtig. Ich habe wiederholt auf zwei triviale Tatsachen hingewiesen: Der Islamismus hat natürlich mit dem Islam zu tun, ist aber nicht mit diesem identisch. Damit dürfte sich der Rest Ihrer wirren Ausführungen erledigt haben.

        P. S.: Pluragraph kannte ich noch nicht. Ich hätte dort übrigens mit einem Wert von 1.796 den 11. Platz.

        P. P. S.: Ich habe mich dort jetzt eingetragen und komme, da mein privater Facebook-Account mit inzwischen über 1.000 Freunden nicht gezählt wird, „nur“ auf einen Wert von 763 und damit den 13. Platz.

      • PS: Wenn Sie sich mehr Kandidatinnen wünschen, dann ist das doch im Grunde ganz einfach. Sie bewerben sich einfach nicht mehr um politische Ämter. Das erhöht die Chance, dass sich Frauen durchsetzen, da Sie als versierter Euro-Kritiker und Ökonomieprofessor sehr qualifiziert sind und eine erhebliche Konkurrenz darstellen. (Allerdings kenne ich keine eurokritischen Professorinnen – unabhängig von der politischen Ausrichtung –, bin aber auch kein Insider.) Da muss man den Delegierten bei der EU-Listenaufstellung danken, dass die sich gar über das demokratische Votum in NRW hinweggesetzt haben, um Sie zu verhindern. (Schließlich sind Sie nur ein Mann.) Auch dass Berlin und Schleswig-Holstein NRW ausstechen konnten stört trotz der Unterschiede in Bevölkerungszahl und LV-Größe nicht.

        Das Geschlechtsverhältnis der AfD-Wählerschaft lässt sich egalitär ausgleichen, in dem ich z.B. (männlich) die Partei nicht mehr wähle. Da ich aber anders als Sie keinen Wert in dieser heiligen Balance-Kuh (war „Kuh“ frauenfeindlich?) sehe, werde ich es jedoch weiterhin tun.

        Übel aufstoßen tut mir im Rückblick, dass Sie Frau (!) Petrys Kritik so beiseite wischen und ältere Herren wie Herrn Henkel und Herrn Kruse in Schutz nehmen. Frau Petrys Kritik ist doch „nicht per se irrelevant“. Auch wenn Frau Petry sich unlogisch oder nur auf Vorteilsgewinnung ihrer eigenen Seite bedacht verhält und hierzu eine Wahl instrumentalisiert, so sollte man sich da doch anbiedern. Zumal konservativ und gar noch rechtslastiger eingestellte Personen zusammengenommen ein erheblicher Teil, ja vielleicht die Mehrheit, der Partei und der Wählerschaft bilden. Da kann man schon einmal eigene Ansprüche und Prinzipien über Bord werfen. Es könnte ja sein, dass das eventuell irgendwelche Vorteile, aber bestimmt keine Nachteile, bringt.

        Es war auch ein Fehler, Frau Petry nicht Raum im Hamburger Wahlkampf zu bieten. Sie hätte, etwa mit Deutschquoten im Radio, darauf aufmerksam machen können dass auch Frauen in der AfD eine Größe mit vernehmbarer Stimme sind. Die Wahlplakate wären vielleicht nicht abgehangen worden, hätte man darauf statt Inhalten Models abgebildet. Man hätte junge Flüchtlingsfrauen dazu verwerten können. Dies hätte Sympathien im linken Lager erweckt und die Rechten an die drohende Überfremdung erinnert. Die Models hätten Herrn Scholz vielleicht auch in Femen-Manier überfallen und sich „TARGET 2“ u.ä. auf die entblößten Brüste krakeln können. Geschmacklos, aber so hätten unsere Mitmenschen wenigstens mal etwas von TARGET 2 gehört. Der Zweck heiligt die Mittel.

        Besonders geschickt wäre es gewesen, Herrn Kruse als eine bundesdeutsche Version von Conchita Wurst (oder wie er/sie heißt) zu verkleiden. (Passt zu dem seltsamen „Unser Mann für Hamburg“-Plakat von Frau (?) Suding.) Es wäre dann nicht nur unmöglich gewesen, ihn zu kritisieren, er hätte auch mit Olaf Scholz in direkte Konkurrenz treten können – der eine holt die Olympischen Spiele nach Hamburg, der/die andere den Eurovision Song Contest. Wie gut Herr Kruse singen kann weiß ich nicht, aber bei Herrn/Frau Wurst kam es ja auch nicht darauf an. Die feminisierte Version von Herrn Kruse hätte außerdem Kopftuch tragen können. Vgl: http://m.welt.de/debatte/kommentare/article135765688/Helene-Fischer-sollte-Kopftuch-tragen.html

        Tja, die absolute Mehrheit wäre drin gewesen, wurde aber wegen eines zu seriösen Wahlkampfes verpasst. In Bremen kann man es besser machen. Ein Anfang wäre, die Geschichte mit dem Euro fallen zu lassen – Herr Dilger: Die Mehrheit der Wähler ist nicht nur weiblich, sondern für den Euro. Warum also die richtige Haltung vertreten und gar versuchen, in diesem sozialistisch-kollektivistisch angehauchten Land mühevolle gesellschaftliche Überzeugungsarbeit zu leisten? Warum diese Seriosität? Mein Traum: Eine von der AfD gestellte Bundeskanzlerin (ein Model) verkündet im Fernsehen, dass der Euro zu Deutschland gehört. Alternativlos für Deutschland.

        Bleibt die Frage, ob vielleicht tatsächlich mehr Männer als Frauen den Euro ablehnen. Dann wäre das trotz angeblicher Nichtexistenz von Geschlechtern unausgeglichene Geschlechterverhältnis nämlich zumindest teilweise die Folge davon, dass sich die AfD auch auf Ihren Druck hin treu geblieben ist. Eine andere Frage ist, ob der Euro nicht den Islam beleidigt. Man müsste einen Imam ein entsprechendes Gutachten schreiben lassen, und Korruption gibt es auch da. Dann wäre der Euro Geschichte. Frau Merkel kann schlecht etwas retten, das den Islam beleidigt.

        Und nochmal, es ist unerträglich, jemandem Frauenfeindlichkeit zu unterstellen, der sich für nicht geschlechtsbezogene Politik und gegen den Missbrauch von Frauen als Werbematerial ausspricht. Ich bin nicht der Ansicht dass Politik ein Schönheitswettbewerb zu sein hat. Ich bin auch nicht gegen Herrn Schäuble weil er im Rollstuhl sitzt, und gegen Herrn Gabriel weil er Übergewicht hat. Ich habe in der FAZ gelesen, die FDP hätte unter Rößler angeblich auch deswegen Schwierigkeiten gehabt, weil Leute „den Chinesen“ nicht haben wollten. Wenn das so ist und die FDP sich dementsprechend neuorientiert hat, dann ist dies ein gesellschaftliches Problem. Es ist kein Vergehen, darauf hinzuweisen, und ganz sicher nicht frauenfeindlich davon abzuraten, so ein geschmackloses Treiben zu unterstützen. Es ist auch nicht frauenfeindlich, das aus eigener Sicht unlogische Verhalten eines Teils der Wählerinnen anzusprechen, genauso wie es nicht zwingend antisemitisch ist, Goldman Sachs zu kritisieren, und es nicht russophob sein muss, Putin zu kritisieren. Eher noch ist es männerfeindlich, die bloße Masse von Frauen gegen die Zahl der Männer aufzurechnen, um diese zu einer diskriminierbaren Minderheit zu stilisieren. Es ist auch strategisch Unsinn, denn während alle Parteien Frauenpolitik betreiben, klafft im männlichen Bereich da eine Markt- und Repräsentationslücke. Warum sollten Frauen mit offen oder unbewusst sexistischer Denkweise gerade der AfD nachrennen, wenn es andere Angebote gibt? Auf der anderen Seite würde in Bezug auf Männer sogar ein Schuh draus, auch wenn ich das wie ausgeführt nicht im Sinn habe.

      • Wenn Sie tatsächlich für „nicht geschlechtsbezogene Politik“ sind, warum schreiben Sie das nicht einfach? Das bin ich nämlich auch. Im Übrigen habe ich genau einmal in der AfD gegen eine Frau kandidiert und prompt verloren. Das nehme ich Frau von Storch nicht übel (zumal am Ende Herr Kölmel auf Platz 3 der Europawahlliste landete und sie auf Platz 4), sondern nur Männern aus NRW.

      • Wenn Frauen bei sonst gleicher Qualifikation aufgrund ihrer hübschen Beine bessere Chancen haben, dann ist das ohne Zweifel sexistisch. Das darf man dann durchaus auch als politische Partei hinterfragen und kritisieren, anstatt sich dem anzubiedern und hinterherzulaufen.

      • Sexistisch ist die Unterstellung, dass nur Frauen Frauen wegen ihrer Beine wählen würden und Männer alles ganz sachlich entscheiden und deshalb die besseren Männer wählen.

  3. Sicherlich sind 6,1% nicht überragend, aber man muss auch auf dem Boden bleiben. Wir sind zum ersten mal angetreten, und hatten in Hamburg Gegenwind aus allen Richtungen.
    Etablierte Parteien, Medien wie Morgenpost und Bild und nicht zuletzt eine starke linksextremistische Szene, die den Wahlkamf teils erheblich zu stören versucht hat.
    Außerdem bedeuten 6,1% 8 Abgeordnete. Die FDP hat gerade mal einen mehr.

    Und was Frau Petry und Sachsen angeht: ich finde durchaus, dass gerade Sachsen zeigt, wo es langgeht. Wo Hamburg den liberalen Flügel der Partei darstellt und Brandenburg den nationalkonservativen, dort findet Sachsen den Mittelweg. Außerdem zeichnet sich der LV Sachsen durch konstruktive Parlamentsarbeit und das Bemühen aus, sich in Land und Gesellschaft zu verankern. Die zahlreichen Eröffnungen von Bürgerbüros sind da ein gutes Beispiel, finde ich,

    Gerade Sachsen ist in meinen Augen also zu loben. Kritisieren könnte man lieber Thüringen oder Brandenburg. Das ist mir teils zu viel Krawall und zu wenig inhaltliche Arbeit, was dort passiert.

  4. Für den Ausnahmefall Hamburg sind 6.1% ein solider Erfolg, zumal angesichts des vergangenen Richtungsstreits. Stadtstaatenbedingt gibt es kein anderes deutsches Bundesland, in dem arme und reiche Linke (getrennt leben, vereint abstimmen!) zusammen eine derartige 2/3-Mehrheit haben. Der linken Hamburger Schickeria rechne ich auch den seltsamen FDP-Erfolg zu, der sich in Bremen mangels entsprechender Wählerschaft kaum wiederholen dürfte, wenn es auch dort sicherlich wieder eine linke Mehrheit geben wird.

    Übrigens zeigt Hamburg m.E. auch anschaulich, daß Stadtstaaten mit eigenen Bundesratssitzen eine Schnapsidee sind. Großstädte gibt’s auch in allen Flächenländern und sie stellen dort einen erheblichen Anteil der Gesamtbevölkerung, diese Wähler sind also keineswegs unterrepräsentiert. Im Gegenteil führen Stadtstaaten zur Überrepresentierung einer unverantwortlichen linkslastigen Treibhauspopulation. Entweder sollten Flächenstaaten zerteilt werden, so daß auch ländliche Regionen gleiches Gewicht haben, oder Stadtstaaten sollten in Flächenstaaten integriert werden. Zugegeben, das wird dank der massiven Bestandsinteressen leider nicht passieren.

    • Das habe ich nicht Ihnen untergeschoben, sondern so lese ich die Kommentare von Peter V. Es würde mich freuen, wenn ich ihn nur falsch interpretiert habe. Dass der Wahlkampf der FDP in Hamburg recht inhaltsleer war, darüber sind wir uns vermutlich einig. Bei der FDP-Wählerschaft in Hamburg war der Männeranteil übrigens noch höher als bei der AfD.

  5. Ich wäre dafür, das bei der Sitzverteilungen nur noch die wirklich abgegeben Stimmen zählen. Und zwar bei allen Wahlen.
    Meine geringe Hoffnung ist, das sich Politiker dann wieder mehr um ihr (Wahl-) Volk kümmern und Politik für eben dieses und nicht für sich selbst machen.

    Im schlimmsten Fall machen sie das dann trotzdem nicht.
    Dann wäre aber immer noch der Wählerwille ehrlicher in den Parlamenten wieder gespiegelt. Und Steuergeld gesparrt.

    Dafür gibt es übrigens viel Sympathie in der Bevölkerung.
    Und würde die AfD noch interessanter für Wähler machen.

    • „Ich wäre dafür, das bei der Sitzverteilungen nur noch die wirklich abgegeben Stimmen zählen.“

      ??????? – gibt es auch unwirklich abgegebene Stimmen? Oder habe ich etwas verpasst?

      • Gemeint ist offensichtlich, dass die Wahlbeteiligung bei der Sitzvergabe berücksichtigt werden soll, also bei einem höheren Anteil an Nichtwählern weniger Mandate vergeben werden. Das ist allerdings eher geeignet, die Wahlbeteiligung weiter zu senken statt zu erhöhen. Denn den Spitzenpolitikern kann die absolute Größe ihrer Fraktionen relativ egal sein (insgesamt weniger Hinterbänkler geben ihnen sogar etwas mehr Macht), während die Kandidaten auf hinteren Listenplätze wenig Möglichkeiten haben, um die Begeisterung der potentiellen Wähler wirklich zu entfachen, die dann einen Grund mehr haben, zu Hause zu bleiben.

        Überlegenswert könnte etwas anderes sein, was bei Bundestagswahlen übrigens schon verwirklicht ist, aber im Bundesrat oder Europaparlament nicht: Auf höherer Ebene repräsentieren Politiker nur noch ihre Wähler, während die Nichtwähler außer Betracht bleiben. Wenn also die Wahlbeteiligung z. B. in Hamburg besonders niedrig ist und in Berlin besonders hoch, verschieben sich die Gewichte im Bundesrat entsprechend. Dann haben nicht nur die Spitzenpolitiker ein Interesse daran, die Wahlbeteiligung zu steigern, sondern auch Nichtwähler können keine reinen Free Rider mehr sein , da sie das relative Gewicht ihres Landes schwächen.

  6. Die Nachrichten könnten gar nicht besser sein! Zum ersten Mal ist die AfD in ein westdeutsches Parlament eingezogen. Dies zeigt, dass die AfD nichts mit Rechtsextremismus zu tun hat. Denn die Rechtsextremen sind in den vergangenen Jahren ja nur im Osten erfolgreich gewesen. Die FDP ist keine Konkurrenz für die AfD. Denn die FDP ist auf Bundesebene weniger erfolgreich.
    Die AfD wird im Gegensatz zur CDU eine echte konservative Politik machen. Zudem sollte die AfD im Gegensatz zu den Christdemokraten ein lebendiges Christentum vertreten. Das Beten zu einem „Vater im Himmel“ ist sinnlos. Ein Mensch muss seine körperliche, seelische und geistige Leistungsfähigkeit vergrößern. Und sich in jeder Hinsicht maximal weiterentwickeln. Und sich dann mit Mystik (auch mit Nahtoderfahrungen) gemäß Meister Eckhart beschäftigen. Und mit Geistheilung (z. B. Traumdeutung) gemäß C. G. Jung.

  7. Hallo Herr Dilger.
    Ja, Sie haben mich richtig verstanden.

    Dennoch bin ich anderer Meinung als Sie.
    Grundsätzlich bringt ja jeder Sitz in einem Parlament sowohl Prestige, aber vor allem auch Geld in die Parteikasse. Deswegen – vor allem natürlich aus Eigennutz – haben die Parteien schon Interesse an einer hohen Wahlbeteiligung. Besonders wenn die Nichtwähler wie bei mir Vorgeschlagen nicht verteilt werden.

    Und, „Neulinge“ oder Hinterbänkler stehen schon heute nicht mehr im Weg der Parteienfürsten. Die werden dann beim nächsten Mal erst garnicht mehr aufgestellt.

    Allerdings bin ich bei meinem Vorschlag dafür, das der Wähler nicht mehr starre Listen wählen muss, sondern jedem Kandidat auf der Parteienliste seine Stimme geben kann.
    So kann also dann die Nummer 25 auf der Liste die Nummer 1 werden, wenn er die meisten Stimmen erhält. Das ist ein großer demokratischer Gewinn.

    • Basismitglied aus NRW sagte am 16/02/2015 um 15:41:

      Wieso bringt jeder Sitz in einem Parlament Geld in die Parteikasse? In der Alternative für Deutschland ist keine Mandatsträgerabgabe beschlossen. Vielleicht ist es in HH anders?

      Die Parteimitglieder finanzieren die Wahlkämpfe, aber es fließt nichts zurück. Für den Parteitag in Kamen habe ich bereits einen Antrag zur Mandatsträgerabgabe gestellt. Ich würde mich freuen, wenn Sie diesen Antrag unterstützen. Sorgen Sie auch dafür, dass der Antrag überhaupt behandelt wird.
      Gerade in einer jungen Partei ist es wichtig, die Partei auf ein solides finanzielles Fundament zu stellen.

      • Eine moderate Mandatsträgerabgabe halte ich für sinnvoll bis zwingend. Sie ist, wie Mitgliedsbeiträge übrigens auch, juristisch nicht einklagbar, aber politisch ein wichtiges Zeichen.

      • Guten Abend Herr Hecker,
        Ich weiß das wir in der AfD keine Mandatsträgerabgaben haben; was ich für einen Fehler halte.

        Bei einem anderem/neuen Wahlsystem wären aber alle Parteien betroffen gewesen. Und die Zahlen alle soweit ich weiß diese Abgabe.

      • Offenbar löst die Erhebung von Mandatsträgerabgaben innerhalb der AfD ein gewisses Unbehagen aus.
        Auf dem Bundesparteitag in Bremen wurde bereits ein entsprechender Antrag auf Ergänzung der Finanz- und Beitragsordnung einfach so vom Tisch gefegt (siehe Antragsbuch FO1).

      • Wir reden hier von einer moderaten Mandatsträgerabgabe in der Höhe von vieleicht 10% ihrer Bezüge oder Abgeordnetenentschädigungen.
        Es sollte eine Selbstverständlichkeit für alle Mandatsträger der AfD sein, diesen kleinen Beitrag zur Parteienfinanzierung zu leisten.
        Denn immerhin haben sie der Partei ihre Mandate zu verdanken.
        Von der Finanzierung ihrer Wahlkämpfe durch die Partei mal ganz zu schweigen.

  8. Pingback: AfD und FDP ziehen in Hamburgische Bürgerschaft ein | FreieWelt.net

  9. 6,1 % sind für Hamburg nicht schlecht.
    Das die CDU massive Verluste hatte ist auch nicht gerade schlecht.

    Das die FDP drin ist,das ist schlecht.

    Aber in nur zwei Jahren soviel insgesamt erreicht,das ist doch wirklich gut.

    Das ist noch viel Potenzial für die Zukunft – für die AFD.

      • Richtig,für einen Start von Null aus,ein sehr guter Start.
        Das muß man auch mal bedenken.

        Welche Partei hat das so schon geschaft.
        Außer die Parabel der Piraten,die einem Abschuß einer balistichen Rakete gleicht.

      • Vorsicht, noch ist die AfD nicht über den Berg! Sie ist ebenfalls fulminant gestartet und hat bei allen Wahlen zugelegt – bis jetzt. Dabei möchte ich daran erinnern, dass die Piraten nicht an ihrem liberalen Flügel gescheitert sind und auch nicht an einem zu starken Vorsitzenden, sondern an den Radikalen und innerparteilichem Chaos.

  10. Interessante Analyse der Wählerbewegungen
    http://www.sueddeutsche.de/politik/waehlerwanderung-in-hamburg-wer-wem-die-stimmen-stahl-1.2353382
    Wie in der Grafik zu sehen ist, hat die AfD folgende Wähler auf sich gelenkt
    Sonstige 9000
    CDU 8000
    Nichtwähler 8000
    SPD 7000
    FDP 4000
    Besonders ist interessant, dass die AfD es gschafft hat, 8000 Nichtwähler und 9000 Sonstige zu interessieren.
    Das spricht dafür, dass hier ein grosses Potenzial vorhanden ist.
    Von Wahlverdrossenen und Protestwählern eine Stimme zu bekommen, da sie hoffen, dass man sie vertritt, ist eine besondere Leistung und zeigt, dass die AfD für diese Gruppen die letzte Hoffnung ist.
    Und diese sollte sie nicht enttäuschen.

  11. Ich ärgere mich zwar schwarz über das unverdient gute Abschneiden der FDP, sehe aber das Positive: Konkurrenz belebt das Geschäft. Vielleicht erkennt unser Bundesvorstand, dass das liberale Profil gestärkt werden muss, wenn die FDP nicht wieder aufgebaut werden soll. Lucke trifft doch den Nagel auf den Kopf:

    „Aus dem Hamburger Ergebnis zog Lucke den Schluss, künftig müsse seine Partei attraktiver für FDP-Wähler werden. Hier habe die AfD ihr Potenzial noch nicht ausgeschöpft. ‚Die Themen liberaler Wähler sind bei uns besser aufgehoben‘, sagte er.“ (siehe http://www.tagesspiegel.de/politik/liveticker-hamburg-nach-der-wahl-angela-merkel-wehrt-sich-gegen-grossstadtdebatte-in-der-cdu/11378184.html)

    Ich hoffe, die gegenteiligen Äußerungen von den Altbekannten (Petry, Gauland und Adam) sind nur Rückzugsgefechte. Jedenfalls ist auch unser Bremer Landesverband ähnlich liberal aufgestellt wie der Hamburger, das lässt hoffen. Außerdem haben wir es dort mit einer schwachen FDP zu tun, die gar nicht in der Bürgerschaft vertreten ist.

    Beachtenswert finde ich auch die vorgestrige These von Herrn Prof. Dilger, wonach ein Einzug der FDP in die Hamburger Bürgerschaft gerade dazu führen könnte, dass der jetzige FDP-Kurs beibehalten wird – und die AfD weiterhin ihr Alleinstellungsmerkmal behält in Bezug auf Euro- und EU-Kritik. Diese Überlegungen dämpfen meinen Ärger.

    • Interessant ist doch, wie aus demselben Ergebnis genau entgegengesetzte Schlussfolgerungen gezogen werden. Für die einen (einschließlich mir) muss die AfD wieder liberaler werden, für die anderen ist sie viel zu liberal. Doch halten wir fest: Der Einzug in die Hamburgische Bürgerschaft ist ein Erfolg für die AfD. Es stellt sich höchstens die Frage, ob das Ergbnis noch besser hätte sein können. Der Vergleich mit den Landtagswahlen 2014 ist irreführend, da die Voraussetzungen verschieden waren. Interessanter sind die relativen Veränderungen. Ich werde demnächst Evidenz präsentieren, dass sich da Hamburg keineswegs verstecken muss. Hinzu kommt der Führungsstreit der AfD, der die Wahlen letzten Sommer nicht belastete. Es ist unfair, anderen den Wahlkampf zu vermiesen, um sich dann seiner eigenen Erfolge zu rühmen.

      • D’accord. Es ist wichtig, dass wir die Deutungshoheit über das Hamburger Wahlergebnis bekommen. Insofern freue ich mich auf Ihre Analyse.

      • Von Mitgliedern des Bundesvorstands sollte man eigentlich mehr „Integrität“ erwarten dürfen. Zumal solche Äußerungen und Veraltensweisen den Zielen der Partei zuwiderlaufen und durchaus dazu geeignet sind, das Ansehen der Partei in Öffentlichkeit zu beschädigen.

      • „Es ist wichtig, dass wir die Deutungshoheit über das Hamburger Wahlergebnis bekommen.“

        Deuten Sie doch mal die Tatsache, dass die AfD laut vorangegangenem Kommentar 8000 Stimmen von früheren Nichtwählern erhielt und 9000 von sonstigen Parteien, aber nur 4000 von der FDP.

      • Die Zahlen zu den Wählerwanderungen sind relativ ungeau und beruhen auf hochgerechneten Befragungen. Doch wenn man die vorliegenden Zahlen als solche interpretiert, dann fällt auf, dass die relative Wanderung von der FDP mit Ausnahme von den sonstigen Parteien wieder mit Abstand am größten war. Absolut sind mehr Wähler von der CDU gewandert, doch die CDU ist oder zumindest war auch viel größer. Die Linke verliert im Westen und die Grünen verlieren überall kaum an die AfD. Gut war es hingegen (und macht für NRW Mut), dass diesmal auch von der SPD ordentlich Wähler zur AfD kamen, die zur neuen Arbeiterpartei werden könnte. Denn Arbeiter wollen, dass sich echte Leistung wieder lohnt, nicht reines Nichtstun oder Glückrittertum. Die AfD gewann auch mehr frühere Nichtwähler als alle anderen Parteien zusammen. Von der FDP gewann sie als einzige. Denn die FDP legte wider Erwarten insgesamt zu. Die Preisfrage ist nun, ob die AfD nicht noch viel mehr Wähler von der FDP hätte gewinnen können. Denn so liberal, wie die üblichen Verdächtigen jetzt tun, war der AfD-Wahlkampf in Hamburg gar nicht.

  12. Trotz erstmaligem AfD-Antritt ist die Wahlbeteiligung auf ein neues historisches Tief gesunken. Die Nichtwähler stiegen leicht von 42,7 Prozent im Jahr 2011 auf 43,1 Prozent im Jahr 2015. Als 2001 die Schill-Partei aus dem Stand 19,4 Prozent erreichte, stieg die Beteiligung auf 71,0 Prozent, der Höchstwert seit 1987.

    Damit hat sich die AfD nicht als die Alternative erwiesen, die wir dringend brauchen. Das Liberalala eines Ex-SPD-Mannes Kruse, der für kaum etwas steht, ist auch keine Alternative zu, sondern Imitation der Altparteien. Die Spitze der AfD in Hamburg vermied es, aktuelle und wichtige Themen vernünftig zu besetzen, die die Bürger bewegen.

    • Sie können die jetzige Situation doch nicht mit dem erstmaligen Antritt von Herrn Schill vergleichen, der im Übrigen nicht nachhaltig erfolgreich war und das Misstrauen gegenüber neuen Parteien deutlich vergrößerte. Seriöse Politik zeichnet sich nicht durch schnelle, sondern langfristige Erfolge aus.

      • Mit seinem Erpressungsversuch hat sich Schill damals keinen Gefallen getan. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass mit Themen, die die Bürger bewegen, auch mehr als 10 Prozent in Hamburg drin sind.

    • Zitat: Trotz erstmaligem AfD-Antritt ist die Wahlbeteiligung auf ein neues historisches Tief gesunken. Die Nichtwähler stiegen leicht von 42,7 Prozent im Jahr 2011 auf 43,1 Prozent im Jahr 2015. Als 2001 die Schill-Partei aus dem Stand 19,4 Prozent erreichte, stieg die Beteiligung auf 71,0 Prozent, der Höchstwert seit 1987.

      Gerade wegen der Schill-Partei sind die Hamburger weitaus vorsichtiger damit geworden, einer alternativen Partei ihr Vertrauen auszusprechen. Die Enttäuschung sitzt einfach noch zu tief.

      Zitat: Damit hat sich die AfD nicht als die Alternative erwiesen, die wir dringend brauchen. Das Liberalala eines Ex-SPD-Mannes Kruse, der für kaum etwas steht, ist auch keine Alternative zu, sondern Imitation der Altparteien. Die Spitze der AfD in Hamburg vermied es, aktuelle und wichtige Themen vernünftig zu besetzen, die die Bürger bewegen.

      Die aktuellen Umfrageergebnisse über die AfD sprechen eindeutig eine andere Sprache:
      69% der Befragten gaben an: “Ist zu zerstritten, um ernsthafte Politik mitgestalten zu können”.

      Demnach dürften wohl eher die konservativen Vorstöße innerhalb der AfD – und die damit geschaffene Unsicherheit in der Bevölkerung – die eigentlichen Gründe für das relativ niedrige Wahlergebnis der AfD in Hamburg sein.

      Man braucht sich dazu doch nur mal die jüngsten Vorstöße von Frau Petry, Herrn Adam und Herrn Gauland vor Augen halten:
      http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-02/afd-hamburg-wahl-pressekonferenz-konflikte

      • Was ist denn Ihr Beitrag zu dieser Zerstrittenheit? Sie verbreiten schamlos die schlimmsten Gerüchte hier auf diesem Blog und beklagen gleichzeitig parteischädigendes Verhalten.

      • Mir ist der Bezug nicht klar. Welche Gerüchte verbreitet denn der AfDler? Wenn Sie hingegen mich meinen, ich selbst verbreite gar keine Gerüchte. Dagegen finden sich in einigen Kommentaren tatsächlich Gerüchte, doch das liegt erst einmal in der Verantwortung der jeweiligen Kommentatoren und nicht des Mediums, zumal sie sich in der Regel auch anderswo im Internet oder sogar in gedruckten Zeitungen finden.

      • Ich meinte AfDler, was nicht sagt, wie ich zur Freischaltung derartiger Beiträge stehe, die ich nicht wiedergeben werde.

      • Das Gute am Dilgerblog ist, dass auch Meinungen frei geschaltet werden, die nicht der allgemeinen Meinung entsprechen. Somit ist auch Meinungsmanipulation ausgeschlossen. Das würdigen wir zwar nicht jeden Tag, wir sollten es aber im Hinterkopf halten.

      • Gegen Meinungen habe ich nichts. Davon abzugrenzen ist eine Tatsachenbehauptung, z.B. als Bestandteil der üblen Nachrede.

      • Wenn wir schon einmal beim Tatbestand der üblen Nachrede sind, dann können Sie mir doch sicherlich gleich noch erläutern, inwiefern meine vorangegangenen Äußerungen den Tatbestand der üblen Nachrede erfüllen.
        Ein Blick ins Gesetz könnte Ihnen da vieleicht weiterhelfen: http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__186.html.

      • Man sollte nicht immer gleich mit dem Strafgesetz kommen. Doch in der Tat kann der Vorwurf der üblen Nachrede selbst üble Nachrede sein, wenn er als Tatsachenbehauptung falsch ist.

      • Tja Herr AfDler, ich nannte ein Beispiel für etwas, das eine Tatsachenbehauptung beinhaltet. Die gewünschte Erläuterung überlasse ich gerne Ihnen, da Sie offenbar der Ansicht sind, dass dies auf Sie bezogen werden sollte.

  13. Bremen brauch unbedingt die AfD und Piet Leidreiter gehört in die Bremer Bürgerschaft.
    Ein fleißiger ruhiger und kluger Schatzmeister in der AfD. Wer als Schatzmeister bei der AfD respektiert wird und gute Arbeit leistet ist eigentlich fast nur ein Genie. Weil der Schatzmeister meistens in der AfD im Feuer steht und einen sehr schweren Job ausführen muss.

    • Bremen braucht jetzt vor allem keine weiteren negativen Schlagzeilen über den Bundesvorstand.
      Der Bundesvorstand soll sich daher gefälligst zusammenreißen und seinen interparteilichen Disput nicht weiter in aller Öffentlichkeit austragen.

  14. Die erfolgreichen Kandidaten stehen ja nun fest.

    Das Frau Weber es nicht geschafft hat, trotz ihrer umfassenden Wahlkampfstrategie ist eben letztlich auch auf die regional sehr unterschiedliche Bevölkerungsstruktur zu münzen.

    Der Artikel analysiert das Wahlergebnis der AfD ziemlich genau:

    http://www.geolitico.de/2015/02/17/die-afd-ist-die-hoffnung-der-armen/

    In Bremen siehe ich die BIW als Störfaktor. Gauland Thesen werden von denen schon bedient.
    Liberales Denken ist in Bremen jedoch wenig gefragt. Bremen und Bremerhaven sind nochmals sehr unterschiedlich zu bewerten.

    Die AfD wird es in Bremen um einiges schwerer haben als in Hamburg. Sollten die öffentlichen Streitereien so weitergehen, ist ein Scheitern nicht von der Hand zu weisen.

    Auch Siegres und andere Konservativen hatten in Bremen keinen Erfolg.

    Nur so aus Spass, bei facebook Landesverband Hamburg bin ich gesperrt. Meine Kommentare sind dort nicht erwünscht.

    • Bremen ist tatsächlich für die AfD noch schwerer als Hamburg, wie auch die vorausgegangenen Wahlen zeigen. Trotzdem wünsche ich Bremen den Wahlerfolg und Rücken- statt Gegenwind vom Bund. Es steht mein Angebot, aktiv beim Wahlkampf zu helfen.

      • Grundsätzlich haben Sie recht, Herr Dilger.
        Allerdings ist es aber auch ein nicht zu unterschätzender Vorteil für die Bremer wenn sie wissen, das ihre Stimme nicht verloren ist.
        Stichwort 5% Hürde.

      • Darf ich Ihnen ein Geheimnis verraten? Eine Stimme für die AfD ist nie verloren. 2013 hat es die AfD zwar nicht in den Bundestag geschafft, sie hat aber trotzdem die Politik nachhaltig verändert. Wir sollten dafür werben, dass die AfD in Bremen möglichst viele Stimmen bekommt. Dann klappt das auch mit der 5 %-Hürde.

  15. Sie sind lustig, Herr Dilger :-).
    MICH brauchen Sie doch nicht von der Richtigkeit einer Stimme für die AfD zu überzeugen.
    Wenn ich bei einer Wahl von einer Partei überzeugt bin, wähle ich die auch, wenn ich sicher wüsste, das sie nicht mehr als 0,5% bekommen würde.

    Aber stellen Sie sich vor Herr Professor, es soll doch tatsächlich Wähler geben, die ihre Stimme nur dann vergeben, wenn sie sicher sind, das die Partei auch ins Parlament kommt.
    Oder eine Option zur Regierung hat. Oder eine große Opposition im Parlament darstellt.

    Spielt keine Rolle wie Sie und ich das finden. Ist aber trotzdem so.
    Danke für Ihre Antwort.
    🙂 !

  16. Meine kritische Einstellung zur FDP hat sich nicht geändert. Daß die Beine der Hamburger Spitzenkandidatin einige Wähler ‚angespitzt‘ haben sollen, werden Sie vermutlich ebenfalls gehört oder gelesen haben. Nun ja, die Dame ist PR-Managerin, da weiß man eben, wie man seine Fans bei Laune hält.

    Aber das ist eigentlich nichts Besonderes und im Übrigen ein Armutszeugnis für diejenigen Wähler, welche sich dadurch beeinflußen lassen.

    Nein, mich stört die Verlogenheit der FDP, die von Freiheit und Demokratie spricht. Herr Professor Dilger, finden Sie, daß die Bilderberger-Konferenzen ein demokratisches Forum sind?
    Jene Organisation, welche im Geheimen tagt, Jornalisten zum Schweigen zwingt und Hotelpersonal unter Druck setzt? Diese Organisation, welche Politiker aussucht, von welchen wir meinen, wir würden sie wählen! Ein bekannter Vorwurf gegen diese Geheimtreffen lautet, daß die ‚Drahtzieher‘ wie Rothschild und Rockefeller eine Refeudalisierung der Gesellschaft anstreben, also das genaue Gegenteil von dem, was der Liberalismus in den letzten Jahrhunderten erkämpft hat! Doch Christian Lindner steht auf der Teilnehmer-Liste der Bilderberger-Konferenz von 2013: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Teilnehmern_an_Bilderberg-Konferenzen

    • Man kann der FDP viel vorwerfen, doch das ist eine Verschwörungstheorie, und zwar von der unsinnigen Sorte. Glauben Sie wirklich, dass Sie die Teilnehmerlisten von echten Geheimtreffen bei Wikipedia nachlesen können?

      • Das Organisationsbüro der Bilderberger teilt die Teilnehmerlisten im Nachgang zu den Treffen mit. Es bestätigt allerdings nur, dass ein Bilderbergertreffen stattgefunden hat und wer daran teilgenommen hat. Mehr nicht.

      • Lieber Herr Dilger,

        die Teilnehmerliste der Konferenz ist in der Tat das Einzige, was die Bilderberger veröffentlichen, – wie Herr Meister ja bereits festgestellt hat! Ich möchte Sie bitten, mal auf die inhaltlichen Vorwürfe einzugehen, als da sind:

        1. Tagung unter Ausschluß der Öffentlichkeit,
        2. Veröffentlichungsverbot für Jounalisten,
        3. Einschüchterung des Hotelpersonals; jene würden niemals wieder irgendwo
        eine Arbeitsstelle erhalten, wenn sie über das Treffen reden würden,
        4. Auswahl von Spitzenpolitikern, von denen wir glauben, wir würden sie wählen.

        Daß Sie in diesem Zusammenhang von „Verschwörungstheorie“ reden, ist ein Armutszeugnis vvon Ihnen! Doch in der Tat, lange Zeit wurde bestritten und als „Verschwörungstheorie“ öffentlich hingestellt, daß es die Bilderberger überhaupt gibt. Diese Organisation, welche geradezu der Gegenentwurf der Demokratie und vor allem der Transparenz ist und die Freiheit und selnbstverwirklichung nur für wenige anstrebt, da macht der Lindner mit! Wie können Sie als Liberaler so etwas billigen?

        Aber noch ein Wort zur radikalen Rechten, welche die Bilderberger als jüdisch gesteuert betrachtet: Ganz so einfach ist das nicht, dort wurde von Henry Kissinger und anderen Teilnehmern der Yom-Kippur-Krieg verabredet, bei welchem viele israelische Soldaten ihr Leben lassen mußten und Israel selbst am Rand der Katastrophe stand. Und was war der Grund? Das Öl in der Nordsee war zu billig, eine Krise mußte her.

        Das wird alles in dem Video des investigativen Journalisten Andreas von Retiy mitgeteilt, das ich Ihnen aber leider nicht bieten kann, weil es permanent gestört wird. Henry Kissinger und sein Club haben diesen Krieg angezettelt!

        Danach wurde Jahrzehnte lang gelogen, daß das Öl auf der Welt bald alle ist. Im Februar 1974 gab Prof. Hans Haber in der „WELT AM SONNTAG“ ein Interview und behaptete dort, wir hätten im Jahre 2000 „keinen Tropfen Öl mehr“. Glauben Sie vermutlich nicht? Dann gehen Sie ins Archiv! Ihr Kollege Werner Sinn vom IfO-Institut in München hat jetzt analysiert, daß erst 14% der weltweit bekannten Ölvorräte erschöpft sind. Offizielle Quellen gegen jetzt von reserven von etwa 65 Jahren aus. Die Kohle reicht übrigens noch für 300-400 Jahre, aber dafür gibt es bekanntlich eine neue Horror-Geschichte: Die Erde schwitzt sich zu Tode, wenn wir mehr als 450 Teile CO2² in einer Million Teile Luft haben (1.000.000 : 450, das sind 0,45 Promille!). Andere glauben, daß nicht das Klima, sondern unsere Freiheit in Gefahr ist, aber das sind ja „Verschwörungsstheoretiker“!

        Ich fand es echt schwach von Ihnen, daß Sie die „Verschwörungskarte“ gespielt haben, wo doch jetzt einerseits zugegeben wird, daß es die Bilderberger gibt, andererseits aber alle Beratungsgegenstände geheim gehalten werden, und das mit massiven Sanktionsdrohungen gegenüber Journalisten und Hotelangestellten.

        Wie man sich mit so einer mafiaähnlich organisierten Gangsterbande zusammen tun und gleichzeitig als „Liberaler“ firmieren kann, ist schon eine sehr dreiste Täuschung der Öffentlichkeit.

      • Also noch mehr verschwörungstheoretischer Unsinn von Ihnen. Von Ihren vier Vorwürfen gegen die Bilderberger treffen übrigens drei auch auf die AfD zu!

      • @Alexander Dilger:
        „Von Ihren vier Vorwürfen gegen die Bilderberger treffen übrigens drei auch auf die AfD zu!“

        Jetzt wird es ja richtig interessant!
        Welche drei meinen Sie?

  17. „(siehe hier mit weiteren interessanten Zahlen wie dem deutlich geringeren Anteil bei den Wählerinnen)“

    Besonders interessant ist der schnelle Wandel von der „Professorenpartei“ zur Arbeiter- und Arbeitslosenpartei, den wir wohl in erster Linie der Überthematisierung des Islam und der Flüchtlingsthematik auf Stammtischniveau verdanken.

    Nichts worauf man als AfD-Mitglied mit Hirn wirklich stolz sein kann.

    • Herr Meister, sehr gut beobachtet!
      Wenn man heute nachdenkt, fragt man sich, war es je eine „Professorenpartei“.
      Ich denke an seriöse, echte Profs. Welche Gedanken dieser „Greisenpartei“ sind noch leuchtend und begeisternd? Das BuVo in Juni durch Delegierte gewählt wird?

      • Lieber Herr de Grisogono,

        ich habe da schon auch so meine Zweifel.

        Kennen Sie diese AfD-Krise schon?
        http://www.bild.de/regional/bremen/alternative-fuer-deutschland/nicht-bei-der-bremen-wahl-zugelassen-39825544.bild.html

        All diese wiederholten Zulassungsprobleme bei Wahlen gäbe es überhaupt nicht erst, wenn Wahlen innerhalb der Partei nicht im Hinterstübchen und möglichst unter Ausschluss der normalen Mitglieder stattfänden, sondern ganz demokratisch, wie es von der AfD selbst unter dem Motto „wir fordern mehr Demokratie in den Parteien“ noch im Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2013 propagiert wurde.

        Ein konstruktiver Vorschlag dazu ist auch Ihr Briefwahl-Modell.

        Aber vielleicht hat ja ausgerechnet Frau Festerling – mit deren Positionen ich sonst bekanntermaßen eher nicht übereinstimme (insbesondere nicht was „Pegida“ und ähnliche Themen angeht) – den Finger in die richtige Wunde gelegt, als sie sich kürzlich wie folgt aus der AfD verabschiedete:

        „Nach einer Debatte – wie in der AfD üblich – mit selbsternanntem Versammlungsleiter, der eine angebliche Mehrheit grüner Stimmkärtchen erkannt haben wollte, wurde dem Antrag stattgegeben, die Gruppe bis zur Hamburg-Wahl zu erhalten. („smile“-Emoticon)

        Was haben wir für Spaß gehabt! Unvergessen der Tag, als Lucke ein selbstvertontes Filmchen hochlud, dass die AfD als Affenbande und ihn selbst natürlich – so wie’s Mutti gefallen wird – als oberschlauen Affen-Anführer mit Grips darstellte!

        Mein Resümee nach eindreiviertel Jahren engagierter Partei-Mitgliedschaft:
        Die AfD ist ein großer, politischer Volksbetrug. In den zwei Jahren ihres Bestehens hat sich die AfD ausschließlich mit sich selbst beschäftigt.
        Es gibt keine Positionen, keine klaren Forderungen, kein Programm. Es gibt einen diffusen, blauen Raum, der mal im Februar/März 2013 mit einem kleinen, knackigen Mitglieder-Fänger-Progrämmchen angefüttert wurde und der seit dem aufgeweicht und unscharf gehalten wird.

        Diese Unschärfe hat einen so strategisch genialen wie perfiden Grund:
        Die AfD-Ausdenker – vermutlich in Brüssel – wissen sehr genau, wie die menschliche Psyche tickt. Sie spekulieren auf den hohen Grad an Co-Abhängigkeit, Angepasstheit und Harmoniebedürftigkeit der Mitglieder.
        Je unschärfer also das Profil der AfD, desto eher kann ein Jeder SEINE Idee darüber, für was die AfD steht, hineinprojizieren.
        Und wer distanziert sich schon gerne von eigenen Überzeugungen, Ideen und Meinungen?

        Also besteht die Abhängigkeit genau genommen zur den eigenen Ideen über Charakter und Möglichkeiten der AfD.

        Eine nicht zu unterschätzende Anzahl an verdeckten „Agenten“ aus den einzelnen Bundesländern befeuern die Mitglieder regelmäßig in ihren Ansichten über die Inhalte und Potenziale dieser AfD.
        Gauland ist so ein prominenter Nebelkerzen-Zünder für die Konservativen. Immer, wenn sich Unruhe andeutet, wirft er Bismarck oder Schlieffen oder andere Tote in den Raum. Na gut, den „Kontrollfreak“ hat er uns auch geliefert. Aber Gauland hat das gesamte Bundesvorstandsspiel mitgemacht und auch den berühmten „Kompromiss“ unterzeichnet. Nie hat er sich wirklich wirkungsvoll gegen Lucke positioniert.

        Und natürlich kommt immer wieder die Standard-Phrase:
        Die AfD sei doch die einzige und vermutlich letzte Möglichkeit, in diesem Land etwas bewegen zu können.
        Wie verzweifelt muss man sein, dass man die AfD für alternativlos hält?
        Das ist überhaupt der Witz des Jahrhunderts – die AfD wurde gegründet, weil Merkel was von „alternativlos“ plapperte und jetzt meint die Alternative für Deutschland alternativlos zu sein! Herrlich – als Hintergrund-Stratege der AfD würde ich mir vor Lachen ständig auf die Schenkel schlagen und Champus auf die Dummheit saufen.

        Es gibt nicht mal mehr gutes Personal in der AfD. Alle weg, ausgetreten.
        Überall führen jetzt die Dünnbrettbohrer das große Wort – allein sie sind der Garant dafür, dass sich die AfD in Kürze marginalisieren wird.
        Resterampe-Politiker, die schon in etlichen anderen Parteien nichts wurden, aber wissen, wie das Geschachere um Posten und Pfründe funktioniert, haben die Partei von Anfang an gekapert. Um endlich auch mal an die Tröge zu kommen und sich Vorteile zu sichern. Konnte man in Hamburg studieren, geradezu schulbuchmäßig.

        Die idealistisch geprägten Mitglieder stören nur und dürfen als „Beifang“ Mitgliederbeiträge zahlen, Gold und Glühbirnen kaufen, Plakate stellen, Flyer verteilen.

        Alle, die den täglich wechselnden Vorgaben des Geliebten Führers und seiner kaskadenförmig organisierten Vasallen widersprechen, werden als Querulanten abgekanzelt und sollen die Partei verlassen.

        Ein interner Dialog, eine Willensbildung von unten nach oben ist in der AfD vollkommen unerwünscht.
        Bester Ausdruck dieser totalitären Struktur war das Bild des Versammlungsleiters Kölmel beim Bundesparteitag in Bremen, der zuvor in der Badischen Zeitung angekündigt hatte, für Lucke-konforme Ergebnisse sorgen zu wollen. Wie er das Geschrei, Gebuhe, Gejohle im Saal genüsslich grinsend beobachtete, mit dem Antragssteller gehindert wurden, ihre ausgearbeiteten, wohl begründeten und fristgerecht eingereichten Anträge zur Tagesordnung vorzutragen!
        Ein auch nur halbwegs demokratischer und anständiger Versammlungsleiter hätte für Ruhe gesorgt und die Minderheiten zu Wort kommen lassen.

        Die AfD ist in Deutschland die Partei mit dem totalitärsten Aufbau, mit Durchgriff ihres Parteivorsitzenden bis in alle Gremien und Organe der Partei, ja sogar mit der Möglichkeit untere Gliederungen einfach Schach matt setzen zu können.
        Das Lucke-Ermächtigungsgesetz, die neue, in Bremen durchgeklatschte Partei-Satzung, wird jede Willensbildung ausserhalb von Luckes Dunstkreis verhindern.

        Regt sich Widerstand? Naja, ein bisschen renitentes Facebook-Geplapper.
        So wie vor dem Parteitag, als vollmundig verkündet wurde, eine Austrittsparty feiern zu wollen, sollte sich Lucke mit seiner Satzung durchsetzen.
        Geplapper, gemixt mit Durchhalteparolen und einem kokettem „so läuft’s nun mal in der Demokratie“.

        Der deutsche Untertan ist in diesen Tagen nach Bremen besonders gut zu studieren. Doch der „totale Lucke … ist (leider) nackt. Und bald ist niemand mehr da, der ihm das im Vertrauen sagen könnte. Sein Hofstaat löst sich weiter auf—und ein Ende ist nicht absehbar.“ (Zitat blu news.)
        Wer da bleibt, sind die co-abhängigen Jubelperser, die einem Narzissten an der Spitze huldigen. Doch Narzissten scheitern am Ende immer an sich selber, es gibt keine Sättigung. Strukturen, die narzisstisch geprägt sind, scheitern auch.
        Es gibt kein Happy End.

        Alle Kategorisierungen in links, rechts, liberal, national, konservativ usw. sind nur oberflächliches Geplänkel, das vom Eigentlichen ablenken und die Menschen beschäftigen soll.
        Menschen teilen sich in die, für die Freiheitsliebe mit allen unbequemen Konsequenzen an oberster Stelle steht und in die große Masse der Angepassten, die Regeln, Vorschriften und Normen brauchen, um fehlerfrei durchs Leben zu kommen.

        Für die Angepassten ist die neue Satzung PERFEKT – gradezu ein Geschenk. Jetzt haben sie jederzeit die Ausrede und Rechtfertigung, nicht aktiv werden zu KÖNNEN, denn sie sind ja leider, leider verdammt zur Ohnmacht.
        Gleichzeitig kann man sich in den Foren als Widerständler und politischer Bürger präsentieren, denn man muss, dem Geliebten Führer sei dank – ja nie wirklich an die Front. Also dahin, wo’s ungemütlich und konkret wird. Und um diesen bequemen Zustand des Selbstbetruges so lange wie möglich zu erhalten, zeichnet man regelmäßig Online-Petitionen und bekräftigt sich gegenseitig in der Annahme, es könne ja noch mal besser werden. Irgendwann werde sich die AfD schon noch demokratisieren und alles wird gut. Man müsse dicke Bretter eben nur lange genug bohren. Zu dem Zeitpunkt sind dann wirklich nur noch Pfeifen an Bord.“

      • Lächerlich. In allen Parteien wird so gewählt, nur dass die AfD extra noch Wahlkabinen hatte. Hier sind die üblichen Querulanten am Werk, die vor allem der eigenen Partei schaden wollen. Frau Festerling war immerhin konsequent und ist ausgetreten.

      • Und in Bremen lebt man auch schon Basisdemokratie vor. Ob die überhaupt an der Wahl teilnehmen ist ja nicht soooo sicher.

        Wann kommt die AfD aus dem Schrebergarten – Vereins – Niveau raus ? Besser gefragt .. WIE?

      • @Alexander Dilger:

        Jeden, der Herrn Lucke nicht zu Füßen liegt, als „Querulanten“ zu bezeichnen, ist mindestens ebenso lächerlich …

      • Es ging konkret um diejenigen, die ihre eigene Partei bei der Wahlleitung wegen entweder völlig üblichen Parteiverhaltens oder minimaler Regelwiderigkeiten anzuschwärzen versuchen, nur weil sie selbst nicht auf aussichtsreiche Listenplätze gewählt wurden.

  18. Herr Meister, apropos „AfD-Mitglied mit Hirn“. Die Firma Facebook hat es jetzt auch zugelassen Gruppen zu gründen, wo AfD Mitglieder kein Hirn brauchen. Lässt sich ganz leicht beweisen, da dort jemand sagte, ich sei ein Depp. Das konnten sie ja nicht wissen, weil sie sich Facebook nicht angeschlossen haben. Bleiben sie diesem Instrument bitte weiter fern.

    • Lieber Herr Krebs,

      die Facebook-Aktivitäten der AfD sehe ich von Anfang an äußerst kritisch.

      Nicht nur, dass hier jeder echte Depp seinen geistigen Dünnpfiff abladen kann, wird der ganze Auftritt auch noch von sehr fragwürdigen Zeitgenossen „moderiert“, die sich der Bedeutung des Begriffs „moderieren“ nicht ansatzweise bewusst zu sein scheinen.

      Dass auf diesem – auch noch als reichweitenstärkstes offizielles Parteiorgan „gefeierten“ – intellektuellen Müllplatz Jedermann mitlesen kann, halte ich hinsichtlich der Werbewirkung für überaus fragwürdig.

      LG
      MM

  19. Mich beschäftigt die Idee, ob man nicht mit einer Volksinitiative hier in Hamburg das Aufstellen von Wahlplakaten verbieten sollte.

    1. Zerstören von unzähligen Wahlplakaten scheinen als „Behinderung“ der Wahl, formaljuristisch für eine Wahlwiederholung nicht zu reichen. Ergo braucht man keine.

    2. Ohne Wahlplakate haben auch kleine Parteien mit wenig Geld gleichere Chancen. Nämlich auf anderen Wegen sich dem Bürger vorzustellen.

    3. Bei 47 % Nichtwählern müßte so eine Unterschriftensammlung (10.000 Unterschriften in 180 Tagen) gegen Plakate zu schaffen sein.

    4. Parteien würden somit in eine Diskussion gezwungen, wie man denn Kandidaten anders oder demokratischer dem Wähler vorstellt, als auf bunten Bildern mit Schlagworten.

    Wie würde eine AfD auf so eine Volksiniatitive reagieren ?

    • Dieser Vorgang der im Video beschrieben wird, hat man auch mit Kruse gemacht…siehe Minute 5.58

      Da seine Briefwahlunterlagen angefordert waren, hätte bei seiner Stimmabgabe doch nachgefragt werden müssen, oder? Fragen Sie doch mal Herr Dilger Ihren Kollegen.

      Das kann doch alles nicht wahr sein. Was für ein System.

      • Das ist Satire, was aber leider nicht ausschließt, dass es funktioniert (wobei eine falsche Versicherung an Eides statt eine Straftat darstellt).

      • Da es funktioniert, ist es keine Satire sondern Realität. Bestenfalls Realsatire. Aber auch wir sollten froh darüber sein, dass „Die Partei“ den Finger in die Wunde legt und auf derartige Mißstände öffentlich hinweist.

    • Das ist eine Freiheitsbeschränkung, die kleinen und neuen Parteien eher schaden dürfte. Die etablierten Parteien sind schon bekannt und können sich teurere Formen der Werbung eher leisten (z. B. kommerzielle Plakate, aber auch Werbung in Massenmedien oder per Hauspost).

    • Je regionaler / lokaler, also kleinräumiger der Wahlkampf, desto wichtiger sind Plakate und auch Flyer als Werbemittel des Wahlkampfs.

      Großräumig verbreitete Medien sind für einen Wahlkampf in einem kleinräumigen Gebiet schon auf Grund des hohen räumlichen Streuverlustes ungeeignet und nicht bezahlbar.

      Der Europawahlkampf hingegen wird fast nur über das Fernsehen und andere Massenmedien entschieden.

      • Ihre Logik des Argument wird von der Landeswahlleitung nicht entsprochen, man könne sich auch anders informieren. Zerstörte Plakate wären zwar ärgerlich, würden aber ein Wahlergebnis nicht beeinträchtigen.

        In der Folge – Logik…müßte es auch ohne Plakat eben für alle gleich …gehen.

      • Ob der Landeswahlleiter sich wirklich mit der Werbewirkung von Plakaten im Vergleich zu anderen Werbemitteln auskennt, vermag ich nicht zu beurteilen.

        Unterm Strich dürften aber junge Parteien und Kleinparteien von einem Plakatierungsverbot schon aus Budgetgründen tatsächlich viel stärker betroffen sein, als die sogenannten „Volksparteien“ und die traditionell finanziell etwas besser gebettete FDP.

  20. Herr Dilger, es ist eine Satire Partei, ja, aber im Kommentar zum Video ist zu lesen, dass erst nachdem Erhalt der Wahlunterlagen von Kruse und Scholz das Landeswahlamt die Formulare geändert hat.

    Und, ie wollen Sie eine evtl. falsche eidesstattliche Erklärung feststellen ? Wurde Kruse darüber informiert ? Wenn also der Wahlberechtigte es nicht weiß und andere die Stimme abgeben ? Wie wird festgestellt, dass einer gelogen hat?

    • Muss denn bei der Rücksendung der Wahlunterlagen in Hamburg keine händisch unterschriebene eidesstattliche Erklärung beigefügt werden? Die Unterschrift kann dann ja (zumindest theoretisch) mit der im Einwohnermeldeamt bzw. Passamt hinterlegten abgeglichen werden. Das sollte im Zeitalter elektronischer Datenspeicherung auch praktisch kein Handling-Problem darstellen.

      Zumindest in Bayern ist es nicht möglich an der Briefwahl teilzunehmen, ohne eine entsprechende eidesstattliche Erklärung mitzuschicken. Briefwahlstimmen ohne eine solche Erklärung sind ungültig.

  21. Hoffentlich arbeiten die Hanseaten ordentlicher als Nordrhein-Westfalen.

    Der Vorstand Öffentlichkeits- und Pressearbeit AfD NRW Frau Renate Zillessen gibt die Adresse der Landespartei mit „Rosmarinstraße 33, 40235 Düsseldorf“ bekannt. Adresse auf der Pressemitteilung.

    Bekanntlich ist die Partei hier vor 1,5 Jahren ausgezogen.

    Wann ist Frau Zillessen in den Vorstand gewählt worden? Nach meiner Wahrnehmung ist Frau Zillessen bei der Wahl in Bottrop II nicht gewählt worden. Wie Recht die Delegierten hatten. Schmückt sich hier Frau Zillessen mit fremden Federn?

    Vielleicht wäre sie besser bei den amerikanischen Ureinwohnern geblieben.
    http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/rhein-sieg-kreis/siegburg/kreisverband-rhein-sieg-kreis-der-afd-twitterte-npd-spruch-article1384330.html

    Was ist los in der Alternative für Deutschland NRW? Schaffen es zwei festangestellte Mitarbeiter nicht, altes Papier auszusortieren? Oder wollen die hochbezahlten Mitarbeiter der Geschäftsstelle die Arbeit des „Vorstandsmitglieds Zillessen“ boykottieren?

      • Zur Klarstellung: Frau Zillessen kandidierte auf dem 7. Landesparteitag NRW für das Amt des stellv. Sprechers und unterlag im zweiten Wahlgang nur knapp mit 162 Stimmen gegen Herrn Rohlje mit 171 Stimmen.
        Für die Wahl zum Beisitzer stellte sich Frau Zillessen nicht zur Verfügung.

      • ach, dann wird man einfach kooptiert? Sachen gibt es, da schlackert der Wähler einfach mit den Ohren. Ein Vorstand sollte vorstehen und nicht hinter dem Vorhang agieren, sonst kann man die nächsten Parteitage in einem größeren Wohnzimmer abhalten.

      • Ich denke mal , dass man im Landesvorstand nicht auf die fachliche Kompetenz einer Frau Zillessen im Bereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verzichten wollte. Was durchaus zu verstehen ist, zumal die bisherige Pressearbeit des Landesvorstands alles andere als gut war.

      • @Horst Krebs:
        „Ein Vorstand sollte vorstehen und nicht hinter dem Vorhang agieren, sonst kann man die nächsten Parteitage in einem größeren Wohnzimmer abhalten.“

        So ähnlich wird es kommen, lieber Herr Krebs.
        Lesen Sie denn Ihre E-Mails vom Bundesvorstand nicht?
        Frau Petry hat uns doch in Ihrer E-Mail vom 15. Februar d.J. erklärt, wie das in Zukunft abzulaufen hat …

      • Herr Meister, es gibt aber noch Hoffnung durch den Aschermittwoch in Osterhofen und ausgerechnet von dem Professor aus dem hohen Norden. So viel karnevalistische Substanz hätte ich eigentlich Herrn Lucke nicht zugetraut. Da muss ich ihn trefflich loben, das alles hört sich nach Volkes Stimme an. Den lesenswerten Bericht gibt es hier: http://bernd-lucke.de/aschermittwoch-in-osterhofen/#more-1777

      • @Horst Krebs:
        Lucke muss endlich liefern. An seinem sentimentalen „die CDU vor 10 Jahren“-Wortschwall kann ich nur CDU-Revival 2.0 erkennen. Worte sind bestenfalls Silber, nur Taten sind Gold …

    • Ist die Geschäftsstelle Berliner Allee jetzt vom Vermieter gekündigt worden? Hat die Kündigung etwas mit der Pfändung des Finanzamtes zu tun oder ist die Kasse leer?

  22. Herr oder Frau Schneider, einfach mal die Geschäftsstelle in Düsseldorf anrufen unter 0211 – 54 76 14 10 und uns Bescheid geben. Herr Keith ist dort der bezahlte Geschäftsstellenleiter und wird Ihnen sicher gerne Auskunft geben. Ich kann ihn leider nicht anrufen, da er mir seit dem letzten Interview auf http://www.falschei.de nicht wohl gesonnen ist.

  23. „Also noch mehr verschwörungstheoretischer Unsinn von Ihnen. Von Ihren vier Vorwürfen gegen die Bilderberger treffen übrigens drei auch auf die AfD zu!“

    Ja, das möchte ich jetzt auch mal wisen, welche drei Vorwürfe sind das? Setzt die AfD Hotelangestellte unter Druck?

    Es steht doch so, Jahrzehnte lang wurde als Verschwörungstheorie dargestellt, daß es die Bilderberger überhaupt gibt. Und jetzt, wo das nicht mehr bestritten werden kann, darf niemand über die Inhalte reden. Wie können Sie als Liberaler so etwas auch noch abwiegeln? Diese Leute sind die Todfeinde des Liberalismus, welche die Herrschaft einer kleinen Elite anstreben.

    Warum tun Sie das als verschwörungstheoretischen Unsinn ab? Halten Sie Rothschild und Rockefeller etwa für Liberale? Oder finden Sie, daß die Spitzen von Wirtschaft und Politk im Geheimen über unser Schicksal bestimmen dürfen? Ist das Ihr Verständnis von Freiheit?

    Fakt ist, daß Lindner auf der Liste steht!

    • Was haben Sie für seltsame Vorstellungen vom Liberalismus? Es gehört zu den Grundrechten, dass sich Menschen, ob prominent oder nicht, treffen dürfen und darüber der Öffentlichkeit keine Rechenschaft schulden.

      • Es geht doch nicht um das Treffen und Diskutieren, sondern darum daß diese Leute über uns entscheiden, eine kleine Elite von ausgesuchten Personen. Wichtige Entscheidungen in Wirtschaft und Politik werden ausgehandelt. Alles hinter verschlossenen Türen, ohne jegliche Transparenz. Die großen Zeitungen dürfen darüber nicht schreiben! Und wir glauben, wir lebten in einer Demokratie und könnten mit dem Stimmzettel entscheiden! Finden Sie das in Ordnung?

        Und kritisiert man derartige Geheimkonferenzen, wird man als Verschwörungstheoretiker dargestellt.

      • Woher wissen Sie denn, dass dort wichtige Entscheidungen ausgehandelt werden? Doch selbst wenn, was spricht denn eigentlich dagegen? Es wird doch auch sonst vieles hinter verschlossenen Türen verhandelt. Sie dürfen trotzdem wählen, wer für Sie verhandeln soll.

      • Das spricht doch nicht gegen die ukrainischen Auftraggeber, sondern gegen Herrn Steinbrück. Seien wir froh, dass er nichts mehr zu sagen hat und vor allem nicht zum Kanzler gewählt wurde.

      • Mir sind die betreffenden ukrainischen Oligarchen nicht bekannt. Ganz unumstritten sind sie aber offenbar nicht. Wahrscheinlich alles „lupenreine Demokraten“, wie Ihr Lieblingsfeindbild Wladimir Putin.

        Höchst interessant und sehr bemerkenswert ist außerdem, wer sich außer Peer Steinbrück noch so alles in diesem aus einflussreichen Politikern bestehenden Beraterkreis „Agentur zur Modernisierung der Ukraine“ tummelt: http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_73123552/peer-steinbrueck-hat-einen-neuen-job-in-der-ukraine.html

  24. Zum Beispel TTip und Tisa mit privaten Schiedsgerichten, die ohne jede demokratische Kontrolle über unsere Märkte entscheiden. Ist Liberalismus nur etwas für wenige, für Geldsäcke?

    Oder wann der nächste Börsencrash stattfindet, denn das geht ja nur, wenn große Kapitalmengen bewegt werden. Oder daß hier Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, durch Inflation enteignet werden. Wer von uns hat die Europäische Zentrabank, wer Mario DRagi gewählt? Liberalismus ist etwa nur etwas für wenige, die restlichen Stimmen werden mit Bauernfängerei und Sex geholt.

    • Sie haben offensichtlich wirklich keine Ahnung, was Liberalismus bedeutet. Es geht um die individuelle Freiheit von jedem einzelnen Menschen. Das betrifft auch Reiche und Prominente, aber natürlich nicht nur. Wenn Institutionen falsche Entscheidungen treffen oder in sich falsch konstruiert sind (wie die EZB), dann sollte das korrigiert werden. Aber es handelt sich keineswegs immer um Verschwörungen. Der Euro wurde doch ganz offiziell eingeführt und die gescheiterte Eurorettungspolitik wird noch heute öffentlich abgenickt. Börsencrashs treffen schließlich vor allem die Vermögenden, die viele Aktien besitzen.

      • Individuelle Freiheit für wenige offenbar. Welche individuelle Freiheit haben denn drei Millionenen Griechen, die sich keine Krankenversicherung mehr leisten können? Haben die das individuell frei entschieden?
        Aber es gab Griechen, die ihr Geld in Sicherheit gebracht haben. Auch die 320 MIlliarden Euro sind ja nicht „weg“, sie sind nur anders verteilt worden. Als Einlagen auf Schweizer Nummernkonten oder als Kaufpreise für deutsche und britische Immobilien. Als ob jeder Grieche darüber hätte entscheiden können!

        Oder haben Arbeitnehmer etwa die Freiheit zu entscheiden, wann der nächste Strukturwandel ihre Arbeitsplätze vernichtet? Auch hier ist es die freie Entfaltung weniger Individuen, welche über das Schicksal vieler Menschen bestimmt. Natürlich bekommt man damit keine 5% hinter sich. Also wird den Leuten etwas anderes erzählt.

        Aber Sie haben natürlich recht, jedes Individuum kann frei entscheiden, ob es heute die Nacht unter der Brücke verbringt, der Milliardär und der Obdachlose, beide haben die gleiche Freiheit.

      • Deshalb sind Sie also für Sozialismus, damit der Staat bzw. die Politiker diese Entscheidungen für alle anderen Menschen treffen. Doch dabei sollten Sie nicht vergessen, dass auch in Griechenland die Politiker diese Fehlentscheidungen getroffen haben. Das hatte mit Liberalismus und Marktwirtschaft nichts zu tun.

      • @Alexander Dilger:
        „Deshalb sind Sie also für Sozialismus, damit der Staat bzw. die Politiker diese Entscheidungen für alle anderen Menschen treffen.“

        Woraus entnehmen Sie, dass Herr Engel „für Sozialismus“ sei?
        Er spricht doch lediglich völlig zu Recht undemokratische Zustände und die Tatsache, dass fundierte Systemkritik gerne mit der Verschwörungstheorie-Keule erschlagen wird, an.

      • Können Sie erklären, was undemokratisch daran sein soll, dass Menschen sich friedlich versammeln und dabei etwas Privatheit wünschen? Fundierte Systemkritik habe ich auch weder von ihm noch Ihnen gelesen, zumal sich diese eben gerade gegen unser demokratisches und freiheitliches System wendet, nicht gegen das autoritäre System von Herrn Putin oder gar in China.

      • @Alexander Dilger:
        „Können Sie erklären, was undemokratisch daran sein soll, dass Menschen sich friedlich versammeln und dabei etwas Privatheit wünschen?“
        Nichts, so lange sie dabei nicht über die Köpfe Betroffener hinweg weitreichende Entscheidungen treffen und darüber befinden, welche Marionetten als vermeintlich demokratische Kandidaten bei den nächsten wichtigen Wahlen antreten dürfen.

        „Fundierte Systemkritik habe ich auch weder von ihm noch Ihnen gelesen, zumal sich diese eben gerade gegen unser demokratisches und freiheitliches System wendet, nicht gegen das autoritäre System von Herrn Putin oder gar in China.“
        Vielleicht hilft ja eine Lesebrille?

      • Woher wissen Sie denn, was dort für Entscheidungen getroffen werden? Außerdem regte sich Herr Engel allein über das Faktum privater Treffen auf, was eine antiliberale Einstellung ist. Leider sind auch Ihre Kommentare immer weniger liberal und aufgeklärt, sondern fast nur noch argumentfreie Polemik.

      • Selbstverständlich weiß ich darüber wahrscheinlich nicht viel mehr als Sie. Es soll ja auch kein Normalsterblicher etwas erfahren. Allerdings wird außerhalb der im direkten Einflußbereich der westlichen Hemisphäre befindlichen Medien allerlei kolportiert. So zum Beispiel auch diese Meldung: http://www.epochtimes.de/Flug-MH370-Jacob-Rothschild-erhaelt-alle-Patente-fuer-implantierbare-Microchips-a1155306.html
        Es lohnt sich m.E. zumindest, einmal darüber nachzudenken, ob da nicht vielleicht doch ein Fünkchen Wahrheit dran sein könnte, statt alles was nicht ins Weltbild der Transatlantiker passt, immer gleich pauschal als „krude Verschwörungstheorie“ abzutun.

      • Ohne Kenntnisse dauernd irgendwelche Verdächtigungen in die Welt zu setzen, ist gerade das Kennzeichen von Verschwörungstheoretikern wie Ihnen. Ich möchte Sie bitten, das hier zukünftig zu unterlassen.

      • Auch Sie beziehen sich überwiegend nur auf Ihr Wissen aus fremden Quellen. Nach Ihrer Logik müsste ja jeder, der sich nicht persönlich von einer Sache überzeugt und trotzdem dazu äußert, ein Verschwörungstheoretiker sein (konsequenterweise auch Sie selbst). Das ist doch blanker Unsinn!

      • Stimmt, das ist blanker Unsinn. Doch man sollte zwischen seriösen und unseriösen Quellen unterscheiden können. Außerdem haben Sie mehrfach explizit eingestanden, von der Sache gar keine Kenntnisse zu haben, um dann trotzdem munter irgendwelche Verdächtigungen zu streuen.

      • Wer befindet darüber, ob eine Quelle seriös oder unseriös ist?
        Wessen Maßstab legen Sie dafür an?

        Es gibt keine wirkliche Objektivität. Alles ist eine Frage des eigenen Standpunkts und der Perspektive.

        Der Rest Ihres Beitrags ist leider einmal mehr nur plumpe Unterstellung.

  25. Tricksen, täuschen, tarnen ist ein Grundbedingung für erfolgreiche Lebensbiographien.

    Dazu gehören Treffen unter „vier Augen“, ebenso wie nicht öffentliche „Sitzungen“. Meinungsfindung die dann zu „gemeinsamen“ Standpunkten führen.

    Diese Bilderbergertreffen werden von dem Fußvolk zu gern genutzt um „vermeindliche“ böse Handlungen als Ursprung zu deklarieren.

    Letztlich steht das Fußvolk am Zaun, sieht und hört nix. Ärgert sich und phantasiert wild drauf los.

    Begründet wird es dann immer nach dem Ententest : Wenn ein Objekt aussieht wie eine Ente, schwimmt wie eine Ente und schnattert wie eine Ente, dann kann man auch denken, es ist tatsächlich eine Ente, obwohl sie kein sichtbares Etikett hat, welches sie als Ente bezeichnet.

    Wer sich also im Bereich dieser Ententestlogik aufhält gehört eben nicht zur Führungselite, mehr noch, wird nie dazu gehören.

    • Viele Vorstands- und sonstige Sitzungen der AfD sind ebenfalls nicht öffentlich. Das allein kann doch kein ernsthafter Vorwurf sein. Bei den Enten sollte man auch zwischen lebenden Exemplaren und Plastikenten unterscheiden. Beide Sorten sind übrigens nicht sonderlich gefährlich.

      • Ich habe keinen Vorwurf zu nicht öffentlichen Gesprächen gemacht. Selbst in der Wirtschaft ist es üblich, möglichst wenig dem Staat an Wissen zu vermitteln. Siehe Stiftungen, siehe GmbH System bei Aldi.
        In den mir bekannten Familienverbänden ist es durchaus üblich, den Nachwuchs zu fördern, entsprechend der Fähigkeiten.
        Auf den „Elite“ Internaten wird auch ein Netzwerkdenken gefördert. Warum nicht ?
        Wenn dann wie bei der AfD Angehörige anderer Netzwerke ( Lucke im Prof Netzwerk, Henkel im Unternehmernetzwerk, von Storch mit ihrem Netzwerk) sich nichtöffentlich austauschen um daraus resultierende Stärken zu finden, finde ich das absolut in Ordnung.

        Der Spagat beginnt doch erst in einem angeblich demokratischen Parteikonstrukt dann, wenn man Macher von Mitläufern trennen will.

        Mitläufer ist die Masse, Macher treffen sich immer wieder, weil die etwas machen.
        Und je mehr sie schaffen um so elitärer ist die Versammlung.

        Nur so am Rande, bei den Bilderbergern sind mehr „Angestellte“ als „Besitzer“ von Vermögen. Warum wohl ? Für mich sind die Treffen flapsig gesagt, erweiterte Jobbörsen mit Fortbildungsangeboten. Mehr nicht.

    • Ich spreche Organisationen wie den Bilderbergern oder Freimaurern keineswegs ihre Existenzberechtigung ab. Von mir aus können sich die dort Versammelten treffen so oft sie wollen.

      Was mir allerdings gehörig gegen den Strich geht, wenn selbst ernannte „Eliten“ dem angeblich so mündigen Volk etwas als „Demokratie“ zu verkaufen versuchen, was längst keine Demokratie mehr ist.

      Wahre Eliten zeichnen sich nicht durch den Missbrauch von Macht und Einfluss aus, sondern haben solche Mogelpackungen überhaupt nicht nötig.

      „Herrschen ist Unsinn, Regieren ist Weisheit. Man herrscht also, weil man nicht regieren kann.“
      (Johann Gottfried Seume)

      • Herr Meister,

        Demokratie ist ein Begriff, der so verhunst wurde, dass in der heutigen Zeit immer wieder versucht wird Volkswille wird durch Demokratiesystem signalisiert.

        Dem wahr nie so, und wird auch so nie sein. Demokratie in seinem Ursprung ermöglichte nur einer ausgewählten Bevölkerungsgruppe eine Meinung durch Wahl von Vertretern umzusetzen. Im Ursprung der Demokratie waren es eben die Selbstständigen und nicht die „Unfreien“ odr die „Sklaven“. Die durften nicht wählen.

        Selbst in Deutschland gibt es ein Wahlrecht von Frauen erst seit 96 Jahren, also noch recht frisch.

        Das jetztige Parteiensystem ist eben auch nicht demokratisch im Sinne von Volkeswille.

        Wenn Sie sich dann noch die EU Bürokratie mit den Kommisaren anschauen, ist klar und deutlich, dass wir von einer feudalistischen Gruppe geführt werden, nicht gewählt wie früher die Aristokraten. Einige bezeichnen diese EU Herrscher schon als das neue Adelstum.

        Selbst in Wirtschaftsunternehmen wird „Mitbestimmung“ durch Arbeitnehmer ad absurdum geführt durch das zwichen Schalten von Gewerkschaften, denn die sind ebenfalls nicht demokratisch legitimiert im Sinne von „Arbeiterwille“.

        Gerade dieLinke in Hamburg zelebriert gerade mit ihrer ehemaligen Spitzenkandidatin Demokratie Verständnis. Sie wurde als Fraktionsvorsitzende nicht gewählt. Bei 11 Abgeordneten nennen die das einen UNFALL

        Jede Partei stellt einen Bürgerschafts Vizepräsident. der von der AfD scheiterte, mehr noch Schill Vergangenheit darf ein Kandidat auch nicht haben. DEMOKRATIE ist das wohl auch nicht.

        Also Herr Meister, Demokratie gibt es nicht im Sinne von Volkswille. Es gibt nur eine Erlaubnis für das Volk sich mitzuteilen.

        Dann folgen die drei G. GGG Gelesen, gelacht, geschreddert.

      • Lieber Herr von der Marwitz,

        ich gehe nicht einmal so weit zu behaupten, dass eine Demokratie tatsächlich die beste denkbare Staatsform ist.

        Aber wichtig ist mir, dass die Dinge als das bezeichnet werden, was sie tatsächlich sind. Und unsere angebliche Demokratie ist in meinen Augen etwas anderes als das, wofür sie sich ausgibt.

        Insofern bin ich durchaus bei Ihnen.

        Beste Grüße
        Michael Meister

      • Sie outen sich hier immer mehr als Verfassungsfeind. Welche Staatsform soll denn besser sein? Natürlich leben wir (noch) in einer Demokratie, auch wenn diese nicht perfekt ist.

      • Warum wird man von Ihnen denn gleich zum Verfassungsfeind erklärt, wenn man mal öffentlich zum Nachdenken anregt?

        Wie wäre es z.B. mit einem Wahlführerschein, damit ein Mindeststandard an Mündigkeit gewährleistet ist?

      • Sie sprechen sich hier öffentlich gegen die Demokratie, gegen Deutschland und gegen das Völkerrecht aus. Wenn es demokratische Wahlführerscheine gäbe, dürften Sie keinen bekommen.

      • Lieber Herr Dilger,

        es ist unfassbar, was Sie mir alles unterstellen!

        Sind Sie sich noch sicher, dass Sie wirklich ein Liberaler sind?

        Ich spreche mich nicht gegen Demokratie aus, wenn sie denn tatsächlich eine Demokratie ist. Der Zustand den wir heute haben, hat nur mit Demokratie leider nicht mehr viel zu tun.

        Wenn die USA gegen das Völkerrecht verstoßen und das von Ihnen als bekennender Transatlantiker herunter gespielt oder gar gutgeheißen wird, sprechen Sie sich nach Ihrer Logik doch auch gegen das Völkerrecht aus.

        Ich würde Ihnen deshalb aber nicht gleich das Wahlrecht verwehren.

        Verwunderte Grüße
        Michael Meister

      • Jetzt leugnen Sie doch nicht immer sofort wieder, was Sie gerade eben erst selbst geschrieben haben: „ich gehe nicht einmal so weit zu behaupten, dass eine Demokratie tatsächlich die beste denkbare Staatsform ist.“ Sie sind immer noch die Antwort schuldig, welche Staatsform Ihrer Ansicht nach denn besser sein soll. „Und unsere angebliche Demokratie ist in meinen Augen etwas anderes als das, wofür sie sich ausgibt.“ Wenn Sie der freiheitlich-demokratischen Grundordnung und der Bundesrepublik Deutschland absprechen, eine Demokratie zu sein, was soll denn dann eine Demokratie sein und was verstehen Sie in dem Fall unter Verfassungstreue? Wenn schließlich die USA gegen das Völkerrecht verstoßen, spiele ich das keineswegs herunter. In der Ukraine ist aber ganz eindeutig Putin-Russland der Aggressor, auch wenn Sie das wechselweise leugnen und rechtfertigen wollen.

      • Was Sie da alles in einen Affront hinein packen ist doch ein einziges Geschwurbel.

        Aber mal schön der Reihe nach:

        1.) Aus meiner Aussage „ich gehe nicht einmal so weit zu behaupten, dass eine Demokratie tatsächlich die beste denkbare Staatsform ist“ zu schließen, dass ich zwangsläufig andere Staatsformen für besser hielte, ist schon einmal ein völlig unzulässiger Umkehrschluss. Aber Differenzierung ist offenbar nicht Ihre Stärke und eine Antwort bin ich dafür schon mal überhaupt nicht „schuldig“. Man etwas schließlich auch einfach nur zur Diskussion in den Raum stellen.

        2.) Aus meiner persönlichen Meinung “unsere angebliche Demokratie ist in meinen Augen etwas anderes als das, wofür sie sich ausgibt” zu schließen, ich würde der ‚freiheitlich-demokratischen Grundordnung‘ und der Bundesrepublik Deutschland absprechen, eine Demokratie zu sein, halte ich zwar für ziemlich grenzwertig, aber so lange Sie mich deshalb nicht zum „Staatsfeind Nr. 1“ erklären, sei´s drum. Im Übrigen ist die viel gepriesene „freiheitlich-demokratische Grundordnung“ ein ziemlich schwammiger und inhaltlich nicht definierter Begriff, der im Grundgesetz nur als Platzhalter (für was genau eigentlich?) verwendet wird.

        3.) Ihre sich anschließende Frage „… was soll denn dann eine Demokratie sein und was verstehen Sie in dem Fall unter Verfassungstreue?“
        Eine Demokratie ist für mich eigentlich nur dann eine echte Demokratie, wenn wesentliche Fragen durch direkte Volksabstimmungen entschieden werden. Ich denke mal, da liegen wir wahrscheinlich gar nicht so weit auseinander.
        Abgesehen davon, dass Deutschland noch immer keine Verfassung hat, sondern nur das Provisorium „Grundgesetz“, wäre auch eine Verfassung nicht in Granit gemeißelt, also nicht unabänderbar.

        4.) Ich rechtfertige keine Aggressionen irgendwelcher Staaten gegen andere Staaten. Sie hingegen spielen Angriffskriege und Einmärsche der USA in Drittstaaten latent herunter.

        Was sagen Sie überhaupt dazu, dass in ihren geheiligten USA noch immer die Todesstrafe angewandt wird und pro Kopf der Bevölkerung mehr Menschen im Gefängnis sitzen, als in jedem anderen Staat der Erde?

      • Meine Argumentation finde zumindest ich völlig klar im Gegensatz zu Ihrer. Gibt es dazu weitere Lesermeinungen? Soll ich das Geschwurbel von Herrn Meister vielleicht zukünftig komplett ignorieren oder gar nicht mehr freischalten?

        Ad 1.): Sie stellen dauernd irgendwelche Thesen oder auch nur Links auf völligen Blödsinn hier in meinen Blog, um dann nicht dazu zu stehen. Theoretisch denkbar ist grundsätzlich alles, doch wenn Sie sich konkret nichts dabei gedacht haben, gehört es nicht hierhin.
        Ad 2.): Sie wissen einfach nicht, was die freiheitlich-demokratische Grundordnung ist, nämlich der wesentliche Kern des Grundgesetzes.
        Ad 3.): Repräsentative Demokratie ist auch demokratisch. Ich bin nicht für deren Abschaffung, sondern für eine Ergänzung durch Volksentscheide.
        Ad 4.): Sie finden die ganze Zeit die Aggressionen von Russland entweder toll, entschuldbar oder nichtexistent. Über Angriffskriege der USA haben wir hier überhaupt nicht diskutiert, so dass ich diese auch nicht herunterspielen konnte. Die Todesstrafe und die Quote von Gefangenen (die in den USA übrigens nicht am höchsten ist) sind ebenfalls ganz neue Themen, die ich jetzt nicht auch noch auf Ihre chaotische Art mit Ihnen diskutieren werde.

  26. Herr Dilger, ich finde unsere Verfassung als die Beste der Welt. Nur was die Parteien. mithin die Politiker daraus machen ist eine Schande.

    Parteien sollten die gewollte Demokratie nach unserer Verfassung mal leben. Abgeordnete nicht unter Zwang setzen, (Fraktionszwang) anders Denkende Politiker nicht beruflich verfolgen. Politische Meinungen von Bürgern nicht mit Berufsproblemen verfolgen.

    Die von den Parteien/Politikern und auch den Medien im Namen einer Demokratie vorgelebte Demokratie, ist eben alles andere als Demokratie im Sinne unserer Verfassung.

    Wenn 50 % nicht wählen, ist dies eben eine Abkehr von 50 % des Volkes an dem Politikerangebot und deren Programmen. Da stimmt doch was nicht. Politiker können sich nicht ein anderes Volk suchen. Das Volk kann sich aber andere Politiker suchen.

    Es wird also gefährlich, so weiter zu handeln für die Parteien und auch für das Volk. Eine bessere (zu verbessernde?) Demokratie muss erreicht werden im Sinne von unserer Verfassung.

    Manchmal frage ich mich, ob wir nicht in einer Gesellschaft leben, die unfähig ist mit 70 Jahre Frieden umzugehen. Fortschritt zu mehr Demokratie im 21.Jahrhundert ist möglich, nur die verkrusteten Parteistrukturen haben Angst hinweggefegt zu werden.

    Glauben Sie ernsthaft dass unser Auswahlsystem der „Besten“ für Führungsaufgaben so gut ist?

    Schon an der UNI gibt es doch erste Erkenntnise zu dieser Frage. Studenten die mangels Qualifikation ( oder nicht genügende Qualifkation) keinen Arbeitsplatz finden promovieren und hoffen mit einem Dr. dann Anstellung zu finden. Die Besten haben schon vorher eine Anstellung gefunden. Sind Doktoranden dann evtl. die 2.Wahl?

    Warum gibt es keine verläßlichen Zahlen wieviele Versuche um Dr. zu werden abgebrochen werden. Warum scheuen sich die Kultusminister vor solchen Erhebungen.

    Und so ist es auch bei den Abgeordneten. Wer sucht aus. Parteimitglieder. Der Wähler bekommt also die angeblich Fähigsten vorgesetzt. Schon in Ihrer AfD dürfte dies doch nachdenklich stimmen. Die AfD Abgeordneten sind die Fähigsten aus ihren Reihen ? Ich bitte Sie, dass glauben Sie doch nun nicht, oder?

    Wo kann das Volk also die „Fähigsten“ wählen ? Und das o.a. ist dann Demokratie ? Wohl kaum im Sinne des Grundgesetz.

    • Sie beklagen hier Probleme der Verfassungswirklichkeit, die allerdings nicht am Grundgesetz liegen, sondern an einfachen Gesetzen (z. B. Wahlgesetzen, dem Parteiengesetz oder auch einem fehlenden Gesetz zu Volksabstimmungen) oder sogar einer täglichen Praxis ohne gesetzliche Grundlage (wie der Fraktionszwang). Das mit den Nichtwählern hatten wir schon diskutiert. Diese tragen gerade nicht dazu bei, dass sich das Volk andere Politiker sucht. Bessere Politiker zu finden, ist aber ohnehin nicht so einfach, wie leider auch die AfD zeigt.

      Bei den Promotionen widerspreche ich Ihnen allerdings aus Erfahrung: Die Bewerberzahlen für Doktorandenstellen sind wegen der guten Arbeitsmarktlage tatsächlich stark gesunken, doch ein Prädikatsexamen bleibt trotzdem formale Voraussetzung und ich lasse lieber eine Stelle unbesetzt, als dass ich sie mit einer nicht geeigneten Person besetze.

      • Ihre Erfahrungen werden richtig sein. Doch können Sie einen Grund benennen, warum nicht die Menge derer die einen Dr. Titel erarbeiten wollen in der BRD, erfassen und eben auch mal verläßliche Zahlen veröffentlichen, wie viele vorher aufgeben, evtl. sogar warum das wohl so ist? Ursachenforschung? Vielleicht muß an dem System was verbessert werden?

        Eine Verfassungswirklichkeit lebt von der Entwicklung der zivilen Gesellschaft. Hier sehe ich in der BRD das Problem. Die Bürger wollen eine andere Verfassungswirklichkeit, als die Politiker. Beide aus guten Gründen. Machterhalt die Parteien, mehr und bessere Politiker, das Volk.

        Ich weiß nicht wo es zum Bruch kommen wird. Bei 30 % Wahlbeteiligung? Oder noch weniger?
        Eine „alternative“ Partei sollte sich im Rahmen der verkrusteten Gesetze grenzwertig bewegen um eben eine neue Richtung einzuschlagen. Wie z.B. den Goldhandel der AfD. Ich fand die Idee SUPER. Man muß nur drauf kommen. Mehr von solchen Ideen.

        In Ihrem neuen Kommentar berichten Sie doch, wie SPD und andere Forderungen der AfD übernehmen um ihr Klientel, ihre Macht zu erhalten. Die AfD müßte mutiger neue Wege einschlagen, Thesen.
        Dazu gehört eben auch „bessere“ Kandidatenauswahl.
        Wenn man einen Henkel an die Front stellt um möglichst vile Stimmen zu bekommen, ist das o.k. nur der Rest der Truppe sollte dann nicht „Mitläufer“ Status haben, sondern „die Besten“ der Partei sein.

        So sollten die Delegierten einen Kompetenznachweis von Kandidaten abverlangen. Ebenso müßten die Delegierten sich verpflichten darauf zu achten.

        Wie auch immer, eine „alternative Partei sollte sich entwickeln zu neuen Ideen und nicht einfach die anderen kopieren und dann noch sagen, es ist alternativlos, weil so vom Gesetz verlangt. Findet die Lücken, den Weg.

      • Es ist nicht so einfach zu bestimmen, wer überhaupt eine Promotion anstrebt und wann dann gegebenenfalls ein Verfahren endgültig gescheitert ist.

        Eine geringere Wahlbeteiligung beeinträchtigt das Funktionieren der demokratischen Institutionen für sich genommen nicht. Es wird dann allerdings leichter, mit einer neuen Partei erfolgreich zu sein, was kein Nachteil sein muss. Den Goldhandel finde ich eher zweifelhaft und auch sonst sollte eine seriöse Partei besser durch vorbildliches statt grenzwertiges Verhalten auffallen. Bei der Kandidatenauswahl sollten Sie keine Illusionen haben, da geht es leider auch in der AfD nicht mehr um Kompetenz, eher im Gegenteil.

    • Sehr geehrter Herr Von Der Marwitz,

      auch in der Schweiz, dem Land der direkten Demokratie, dümpelt die Beteiligung an Volksentscheiden und Wahlen zwischen 46 % und 54 % vor sich hin.
      Die Form der Demokratie, ob direkt oder repräsentativ, scheint keinen Einfluss auf die Beteiligung bei der Stimmabgabe zu haben.

      • Gibt es in der Schweiz auch ein Auswahlsystem für Kandidaten durch Parteien wie in er BRD ?
        Letztlich wünsche ich mir ja auch nur eine Anpassung des heutigen Demokratie-Verständnis der Parteien an die Möglichkeiten des 21.Jahrhundert und der sich veränderten Zivilisation.

        Ich weiß nicht wie es in der Schweiz mit Volksentscheiden gehandelt wird. In Hamburg habe ich einige mit erlebt.

        Heute sind wir durch Internet viel schneller und wenn gewünscht viel umfangreicher informiert. Mußte man früher ein STGB im Schrank haben, spricht man heute mit google.

        Möchte man lernen, wie man bügelt, hilft you tube und nicht Muttern.

        Entsprechend könnten heute podcast auf einer Seite eines Kandidaten zeigen wie er sich äussert, spricht und versucht überzeugend zu wirken.

        Muß man heute warten bis die Kandidaten mal plötzlich irgendwo ein 2 Minuten Statement abgeben ? Oder können die sich nicht regelmäßig auf eigenen Seiten modern, also mit Film, zu Themen äussern?

        Warum wird von Kandidaten nicht eine Video Vorstellung verlangt mit vorgegebenen Aussagen ?

        Beispiel : BTW = Bewerbung so früh, dass in Landesverbänden alle Bewerber sich durch Video vorstellen ( auf einer Internetseite nur für Mitglieder zugänglich)

        In der Vorstellung Pflichtangaben zu beruflicher Qualifikation, und anderen Pflichtangaben die durch die Partei festgelegt sind.Kurz Anforderungsprofil.

        usw. usw. Einfach mal modern werden und diese Hinterzimmer kungeleien beenden.
        Und wenn die Kandidaten gewählt wurden in ein Parlament so über Podcast verpflichten regelmäßig (wöchentlich?) zu berichten über die Tätigkeit. Sanktionen vereinbaren wer sich nicht dran hält.

        Es gibt so viele Möglichkeiten es anders zu machen als bisher. Ich bin überzeugt, die anderen Parteien werden sich schnell anpassen, wenn eine anfängt. MUT zu ÄNDERUNG..schafft das die AfD ?

    • „Herr Dilger, ich finde unsere Verfassung als die Beste der Welt. Nur was die Parteien. mithin die Politiker daraus machen ist eine Schande.“

      Im Grunde weiß es doch jeder: Was im Grundgesetz steht, ist nicht der reale Staat. Da wird uns die Demokratie nur vorgegauckelt.

  27. Herr Dilger, sie argumentiere:

    Eine geringere Wahlbeteiligung beeinträchtigt das Funktionieren der demokratischen Institutionen für sich genommen nicht. Es wird dann allerdings leichter, mit einer neuen Partei erfolgreich zu sein, was kein Nachteil sein muss.

    Ihr Kollege Prof. Stefan Kooths (Professor für Volkswirtschaftslehre in Kiel) hat zur Wahl in Griechenland einen wie ich finde nachdenklichen Artikel geschrieben, der eben teilweise auch hier in Deutschland zu beachten ist.

    Zitat:
    Das Ergebnis einer demokratischen Wahl ist nicht der Volkswille. Willensträger können nur Individuen sein, aber niemals Gruppen oder gar ganze Völker. Jede Vereinnahmung eines demokratisch zustande gekommenen Mehrheitsvotums als „Entscheidung des Landes“ trägt zutiefst freiheitsfeindliche Züge, weil sie den Respekt vor der Minderheit vermissen lässt.

    http://prometheusinstitut.de/kollektivismus-sozialismus-und-demokratie/

    So finde ich schon, dass Ihre Aussage :
    auch sonst sollte eine seriöse Partei besser durch vorbildliches statt grenzwertiges Verhalten auffallen.

    grundsätzlich richtig, wobei neue Wege eben Grenzen des Bisherigen überschreiten können.

    Zum Thema schlechte Kandidaten wäre noch der Gedanke zu besprechen, haben Parteimitglieder/Funktionäre nicht auch die PFLICHT uns vor möglich schlechten „Volksvertretern“ zu schützen ? Also eine PFLICHT strenge Anforderungsprofile zu erstellen ?

    Letztlich im Sinne einer guten politischen Darstellung und Arbeit für Mitglieder und Anhänger?

    • Aus demokratischen Wahlen gegen Repräsentanten hervor, die dann alle repräsentieren, auch die Nichtwähler und die Wähler anderer Parteien. Eine ganz andere Frage ist es, wie viel Macht dem Staat und den Politikern überlassen werden soll. Demokratische Entscheidungen sind im Staatssektor besser als undemokratische, aber sie sind nicht unbedingt besser als private und individuelle Entscheidungen. Der gute Staat beschränkt sich selbst, während Etatisten den Staat und seinen Einfluss immer weiter ausdehnen wollen.

      Wenn viele Funktionäre nicht einmal ihre rechtlichen Verpflichtungen einhalten, was halten sie dann wohl von unverbindlichen moralischen Ansprüchen? Ämter und Mandate werden meistens ausgekungelt, wie Sie selbst wissen. Die Wahlverfahren werden diesem Zweck untergeordnet (wie die neue Wahlordnung der AfD NRW mit der Möglichkeit der individuellen Nein-Stimmen), statt bessere Kandidaten zu begünstigen.

      • Herr Dilger, Ihre derzeitige Forschungstätigkeit beschäftigt sich lt Wikipedia mit :

        Die Bandbreite reicht dabei von Problemen innerhalb von Organisationen über verschiedene Formen von Organisationen bis zu Fragestellungen familienbewusster Personalpolitik,…

        Parteien sind Organisationen. Familienbewußte ersetze ich mal mit Mitgliederbewusste..Personalpolitik.

        Dann biete ich mal das Konzept einer Videoplattform und Fragenforum im (misch)Stil von abgeordnetenwatch/You tube an. Dies parteiintern für Kandidaten und Funktionsträger.
        Übergeordnet:
        Für Abgeordnete dann gegliedert regional für Kommunen, Landesparlamente und letztendlich auch Bundestag.

        Wäre das nicht mal eine spannende Forschungsarbeit ? :

        Wie man unterschiedliche Organisationen (Parteien) deren Auswahl an Abgesandten in gemeinsamen kleinen Organisationen (Kommunen) oder Landesorganisationen ( Parlamenten) einem freien (Wähler?)Markt zum Dialog und Akzeptanz des Produkt (politische Arbeit) mit dem Ziel mehr Wahlbeteiligung, organisiert und Grundbedingungen erarbeitet ?

      • Es ist ein großer Unterschied, ob man aktiv Politik macht oder unabhängig darüber forscht. Vielleicht werte ich einmal im Nachgang meine Erfahrungen mit der AfD aus, doch momentan bin ich noch dabei. Sie könnten überlegen, Ihre politischen Erfahrungen systematisch darzustellen.

  28. Ihr Vorschlag Herr Dilger :
    Sie könnten überlegen, Ihre politischen Erfahrungen systematisch darzustellen.

    ist nett gemeint, jedoch bin ich nicht genügend gebildet um so etwas in einem ordentlichen System darzustellen. Genau an solchen Dingen scheitert es auch in Parteien. Es gibt Wissen zu Themen, aber keine systematische Aufarbeitung des Thema, weil dies eben viele meinen zu können, es aber, so wie ich, nicht beherrschen.

    Man kann es an Ihrem Blog doch bestens erkennen, Sie als geschulter Akademiker erklären mit kurzen Sätzen in logischer Reihenfolge eine Kernaussage.

    Die Besucher kommunizieren entsprechend ihrer Ausbildung, ab und zu eben, so wie ich es bei mir auch feststelle, vermischend. Die Kernaussage ist irgndwo im Text.

    Sehen Sie, daher hege ich die Hoffnung, dass Akademiker wie Sie, in Ihrem beruflichen Umfeld Studenten oder Mitarbeiter finden, die so eine systematische Darstellung und auch notwendig besseren Organisationsstruktur einer Parteiorganisation erarbeiten.( Mit akademischen Laien sprechen und deren Wissen einarbeiten) Eben auch die „schrittweise“
    Umsetzung nach den vorgegebenen Gesetzen und dem Aufzeigen von notwendigen Gesetzänderungen (Parteifinanzierung/Parteiengesetz/Wahlgesetz).

    Selbstverständlich respektiere ich Ihre Haltung, erst nach dem Ende einer Parteizugehörigkeit diesen Lebensabschnitt zu verarbeiten. Doch gestatten Sie die Anmerkung, Ihr Fachwissen könnte heute schon zu einer besseren AfD führen wenn Sie Ihr Netzwerk der Universität zu Hilfe nehmen um verkrustete Parteiformen (Organisationen) zu reformieren.

    Vielleicht sollte dies Ihre Kernarbeit in der AfD werden, eine moderne alternative Partei (Organisation) zu entwickeln aus einem veralteten Parteienkonstrukt des 20.Jahrhundert.

    Geschickt angefangen könnte dies sogar mit Fördergeldern ( es gibt da einige EU Programme übrigens) begleitet werden ( Mehrwahlbeteiligung, mehr Mitsprache der Bürger).

    Ich sehe nur eine bescheidene Möglichkeit Akademiker immer wieder zu motivieren Ihrem Ruf gerecht zu werden, Wissenschaft soll Wissen schaffen, nicht bereits vorhandenes Wissen immer wieder neue an den Meanstream anpassen.

    • Meine Reformversuche in der AfD sind leider gescheitert. Zumindest in NRW bekomme ich auf absehbare Zeit keinen Antrag mehr durch. Vielleicht sollte ich das Gegenteil von dem beantragen, was ich eigentlich will, damit sich die Realisierungschancen erhöhen. Das schließt aber nicht aus, an anderer Stelle mit neuen Partizipationsformen zu experimentieren. Mehr dazu demnächst in diesem Blog.

      • Hallo Her Dilger,

        Ich hatte Ihnen ja eine Abstimmung beim Thema Delegierte- vs. Mitgliederparteitagen vorgeschlagen.

        Dies aus zwei Gründen.
        Das ist hier ein Dauerthema; und Sie/wir hätten dann ein klares Bild was die Mehrheit hier wünscht.

        Der dann am stärksten unterstützte Vorschlag sollte dann Beantragt werden.

        Ich gehe dann davon aus, das dieser Antrag dann von mindestens 100 Mitgliedern unterstützt wird. Und DANN ist es eben auch für den NRW Vorstand schwierig, den unter den Teppich zu kehren.

        Oder ist das zu naiv von mir gedacht ?

  29. Es ist schon witzig, daß Herr Dilger erkklärt hat, ich sei für Sozialismus. Und das nur, weil ich nicht will, daß es persönlich freiheit nur für wenige gibt! Waren die „Freiburger Thesen“ sozialistisch? Waren Karl-Herrmann Flach und Werner Maihofer keine Liberalen?

    Es ist schon grotesk, ich soll ein Sozialist sein, aber die Herren Rockefeller und Rohtschild, welche eine neue Feudalherrschaft errichten wollen, das sind Liberale?

    Aber zurück zu den Bilderbergern und meinen „Verschwörungstheorien“. Wenn sich die Bilderberger einfach nur so treffen und miteinander debattieren, wie kann es dann angehen, daß in den USA und Kanada inzwischen massive Proteste der Bevölkerung stattfinden?

    [Link auf ultralanges Video gelöscht, AD.]

    Und warum, Herr Dilger, geben Sie das Video von Andreas von Rétyi nicht frei? Läßt Ihre Liberalität das nicht zu?

      • Der Hinweis auf die massiven Proteste der Bevölkerung in den USA und Kanada gegen die Bilderberger-Konferenzen war doch wohl klar? Oder war das keine Kommentierung? Aber ich habe verstanden, Beweise sind nicht erwünscht!

      • Der Kommentar, dessen Freigabe Sie anmahnten, enthielt nur einen Link, sonst nichts. Der jetzt gelöschte Link enthielt auch kein zusätzliches Argument oder gar einen Beweis über Ihre eigene Aussage hinaus (zumindest dem ersten Anschein nach, da ich mir das über zwei Stunden lange Video nicht angesehen habe).

  30. Da werden in Ottawa Demonstranten von der Polizei abgehalten. Und diejenigen Herrschaften, welche sich angeblich nur zu einem unverbindlichen Plausch treffen, erscheinen alle in abgedunkelten Limousinen. Das also soll rein gar nichts beweisen, ja?

    • Ja, was beweist das? Dass Sie Vorurteile gegen bestimmte Arten von Autos haben? Inzwischen hat auch mein Auto abgedunkelte Scheiben, zumindest hinten, um mein Kind vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. Ich hoffe auch, dass die Polizei gewaltbereite Demonstranten von meinen Privatveranstaltungen abhalten würde, wenn es dort solche Demonstranten gäbe (was zum Glück nicht der Fall ist).

      • Gewalt gab es schon, und zwar gegen friedliche Demonstranten. Menschen, die den Herren Wolfowitz, Rockefeller, Rothschild & Co lediglich ihre Meinung zugerufen hatten. Als ob die das getan hätten, wenn es dort bloß eine Diskussion gegeben hätte!

        Es steht doch so, uns wird hier eine freiheitliche Demokratie mit transparenten Entscheidungsprozessen vorgegauckelt, obwohl in Wirklichkeit eine Oberelite hinter verschossenen Türen die wichtigsten Entscheidungen trifft. Das ist kein Liberalismus, sondern Oligarchie! Und FDP-Politiker, die dort mitmachen, brauchen wir nicht, egal ob sie Westerwelle odr Lindner heißen!

      • Was machen Sie denn, wenn AfD-Politiker wichtig genug sind, um auch dorthin eingeladen zu werden? Grünen-Politiker waren doch auch schon da.

      • Selbstverständlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis den Oligarchen der amerikanischen Ostküste genehme AfD-Politiker zum Bilderbergertreffen eingeladen werden. Unsere TTIP-Befürworter im Europaparlament sind sicher schon in der engeren Wahl.

    • Parteien haben die Legislative, Exekutive und Judikative besetzt, dadurch ist die Gewaltenteilung aufgehoben. Gesetzesvorhaben werden von Funktionären der Regierungsparteien aus dem Thinktank Bertelsmann entgegengenommen und beschlossen. Dadurch wird der Gesetzgebungsprozess im Parlament nur noch ein Theaterstück für das Volk um Demokratie vorzugauckeln.

      Nur Herr Engel, nicht in allen Luxusfahrzeugen sitzen diese neuen geistigen Aristokraten. Auch die Bilderbergertreffen sind nur Randerscheinungen die neugierige und kritische Zeitgenossen sehen.

      Was Ihnen lediglich deutlich wird, Herr Engel, ist die Tatsache wo Ihr Platz in der Gesellschaft ist. Man will Sie dort nicht, man will Sie auch nicht informieren, oder informiert wissen, da Sie das für Sie notwendige Wissen über die installierten Kanäle früh genug erfahren.

      Die Regeln sind klar formuliert durch Gesetze. Das luschern am Wegesrand, das Stöpern in den Mülleimern der Versammlungsorte, führt zu vollkommen unwichtigen Fakten, die dann durch kleinbürgerliches Denken zu einer abenteuerlichen Geschichte führt, die mit der Wahrheit nun garnichts zu tun hat.

      Ich sage Ihnen aus gelebter Erfahrung, was Sie heute im Internet lesen, in Zeitungen lesen, im Fernsehen an Bildern bekommen, sind die Dinge die vor Tagen passiert sind und entsprechend im Sinne von „Demokratie zeigen“ vermittelt werden.
      Aber es passiert nicht nur so viel wie heute oder morgen in den Medien Platz hat, nein es passiert viel viel mehr. Das erfahren Sie als Bürger nicht, sondern erst dann, wenn es gewollt ist.

      Alles was man nicht weiß, muß nicht unheimlich oder bedrohlich sein.

      Eins sollte Ihnen aber allmählich klar sein, man wird Ihnen nur so viel zum Leben lassen, dass Sie keinen Hunger haben. Satte Menschen sind friedlich, hungrige nicht kontrollierbar. Also, alles läuft nach Plan.

      • Sehr treffend beschrieben, Herr von der Marwitz.

      • “ Auch die Bilderbergertreffen sind nur Randerscheinungen die neugierige und kritische Zeitgenossen sehen.“

        Und das glauben Sie wirklich? Allerdings hat Herr Dilger bereits angemahnt, daß AfD-Politiker dort auch präsent sein müßten. Begründung: FDP-Politiker und Grüne waren auch schon auf den Bilderberger-Konferenzen!

        „Parteien haben die Legislative, Exekutive und Judikative besetzt, dadurch ist die Gewaltenteilung aufgehoben. Gesetzesvorhaben werden von Funktionären der Regierungsparteien aus dem Thinktank Bertelsmann entgegengenommen und beschlossen. Dadurch wird der Gesetzgebungsprozess im Parlament nur noch ein Theaterstück für das Volk um Demokratie vorzugauckeln.“

        Bevor Herr Dilger mir etwas unterstellt, was ich nicht behauptet habe: Ich weiß nicht, ob [verschwörungstheoretischer Unsinn mit der der haltlosen Unterstellung von Mord gelöscht, AD]! Aber der Verdacht ist öffentlich geäußert worden. Das Video des inverstigativen Journalisten Andreas von Rétyi dürfen Sie ja nicht sehen. Herr Dilger möchte so etwas nicht!

        Aber wie dem auch sei, [weitere haltlose Mordvorwüfe gelöscht, AD]?

        Ansonsten haben Sie viel Richtiges gesagt, wir sind für die politische Klasse in der Tat nichts!

      • Wer arbeitet denn hier ständig mit Unterstellungen? Was Sie mir unterstellen, ist falsch, wie jeder nachlesen kann. Ihre Unterstellung von Morden ist nicht zulässig und wird deshalb konsequent gelöscht.

  31. Pingback: Zweiter Jahrestag meines Wechsels zur AfD | Alexander Dilger

      • Ist das hier auch „russische Propaganda“:

        ???

      • Russisch oder nicht, was ist mit dem Inhalt? Sind die Lizenzinhaber verschwunden oder nicht? Ja oder nein? Hat jetzt Jacob Rothschild allein die Lizenzen für implantierbare Mikrochips, oder stimmt das etwa nicht?

        Nebenbei, da ist noch eine Frage offen: Halten Sie Rothschild und Rockefeller für Liberale?

      • Woher soll ich wissen, ob das stimmt? Dazu bedürfte es seriöser Quellen. Grundsätzlich sind das überprüfbare Fakten. Es müsste sich allerdings jemand die Mühe machen, sie auch tatsächlich zu überprüfen.

        Die Familien Rothschild und Rockefeller sind für ihre unternehmerische Tätigkeit bekannt, nicht für ihre politischen Ansichten. Als Liberaler verteufle ich Unternehmer- und Reichtum nicht, vergöttere es aber auch nicht. Jeder soll auf seine Weise glücklich werden, solange er anderen damit nicht direkt schadet.

      • Wenn es stimmt, was wegen des Verschwindens von MH 370 kolportiert wird, dann wurde aber schon anderen Menschen unmittelbar (immerhin mit deren Leben!) geschadet, um Macht und Reichtum weiter auszubauen.

        Aber wie so Vieles, wird wohl auch dieses Mysterium nie aufgeklärt werden. Jedenfalls nicht öffentlich.

      • Sie werfen hier anderen Menschen schwerste Verbrechen vor, ohne irgendeinen substanziellen Beleg zu haben. Finden Sie das in Ordnung, insbesondere wo Sie so gegen die Äußerung der durchaus belegten Vorwürfe hinsichtlich Herrn Pretzell protestieren?

      • Bitte lesen Sie genau, Herr Dilger.

        Ich habe geschrieben „Wenn es stimmt …“.
        Da ich nicht weiß, ob es stimmt werfe ich mit dieser Aussage niemandem irgendetwas Unbelegtes vor.

        Sie hingegen verurteilen Ihren Landesvorsitzenden auf Basis von Spekulationen. Und das obwohl Sie wissen müssten, dass auch in Deutschland die Unschuldsvermutung gilt.

      • Natürlich sind das schlimme Vorwürfe gegen konkrete Menschen, die Sie da erheben und durch den Zusatz „Wenn es stimmt..“ nur gegen Kritik immunisieren wollen. Bei den gut belegten und viel weniger gravierenden Vorwürfen gegen Herrn Pretzell setze ich gerne noch hinzu, dass sie natürlich nur erhoben werden, wenn sie denn stimmen. Das ist doch selbstverständlich, denn wenn Vorwürfe nicht stimmen, sind sie definitionsgemäß nicht berechtigt. Das gilt aber auch dann, wenn man wild spekuliert. Auch Sie sind, wenn es stimmt, ein Verbrecher. Wenn es aber nicht stimmt, sind Sie kein Verbrecher, während der letzte Satz diesen Anschein erweckt.

      • @Alexander Dilger:
        „Natürlich sind das schlimme Vorwürfe gegen konkrete Menschen, die Sie da erheben …“

        So?
        Gegen wen genau habe ich selbst denn Ihrer Ansicht nach – und an welcher Stelle genau – welchen „schlimmen Vorwurf“ erhoben?

        Was Sie mir hier vorhalten, ist vollkommen absurd.
        Mich würde wirklich einmal interessieren, was Sie dazu treibt, anderen Leuten Derartiges überhaupt zu unterstellen.

      • Jetzt fangen Sie schon wieder mit Ihren Ablenkungsmänovern an. Sie arbeiten hier ständig mit Unterstellungen und kruden Verschwörungstheorien, konkret gegen Jacob Rothschild, und dann im Kontext gegen die ganzen Familien Rothschild und Rockefeller. Natürlich nur, „wenn es stimmt“. Es stimmt aber nicht und ich möchte solche haltlosen Spekulationen in meinem Blog nicht mehr haben. Also lassen Sie das bitte ganz oder suchen Sie sich zumindest eine andere Plattform für Ihren Unsinn.

  32. Alexander Dilger
    sagte am 12/03/2015 um 21:18 :
    „Was machen Sie denn, wenn AfD-Politiker wichtig genug sind, um auch dorthin eingeladen zu werden? Grünen-Politiker waren doch auch schon da.“

    Und ich dachte, da fänden nur zwanglose Unterhaltungen statt! Das hatten Sie doch bisher vertreten, oder?

      • Und mehr machen die nicht? Also dann verstehe ich nicht, weshalb wir es der FDP und den Grünen gleich tun müssen. Wenn da keine verbindlichen Entscheidungen getroffen werden. Wenn das alles nur unverbindliche Plaudereien sind.

      • Wir müssen es ihnen nicht gleichtun. Sie sollten nur damit rechnen, dass irgendwann auch AfDler eingeladen werden könnten, wenn sich die Partei nicht vorher selbst zerlegt. Man muss nicht jeder Einladung folgen, aber was sagen Sie, wenn es Spitzen-AfDler doch tun?

      • Ich rechne schon seit Herrn Henkels Beitritt zur AfD damit, dass Bernd Lucke und/oder Hans-Olaf Henkel beim nächsten Bilderbergertreffen dabei ist/sind. Würde Sie das etwa ernsthaft überraschen?

  33. Alexander Dilger schrieb:
    „Wer arbeitet denn hier ständig mit Unterstellungen? Was Sie mir unterstellen, ist falsch, wie jeder nachlesen kann. Ihre Unterstellung von Morden ist nicht zulässig und wird deshalb konsequent gelöscht.“

    Es geht um einen Mordverdacht, welchen Andreas von Rétyi in seinem Video auch substantiiert hat. Es war ja so, daß Alfred Herrhausen nicht die sonst üblichen Sicherheitsmaßnahmen erhalten hatte. Fest steht auch, daß er für Afrika andere Vorstellungen hatte.

    • Das ist doch ein alter Hut Herr Engel. Der Anschlag auf Alfred Herrhausen war für RAF-Verhältnisse (zumal der „3. Generation“) auch viel zu professionell ausgeführt. Dieses Ereignis trägt die Handschrift von Geheimdiensten und nicht von einem Häuflein übrig gebliebener Amateur-Terroristen.

      • Und das ist keine „russische Propaganda“? Waren das westliche Geheimdienste? Welchen Grund gab es denn, Alfred Herrhausen aus dem Weg zu räumen?

        Bemerkenswert ist, wie Herr Dilger zunächst reagiert hatte. Das sollte alles „verschwörungstheoretischer Unsinn“ gewesen sein. Und jetzt waren es immerhin Geheimdienste!

        Herr Meister, merken Sie wie es voran geht? Erst gab es die Bilderberger gar nicht. Dann waren das Freizeittreffen wohlhabender Herrschaften. Doch jetzt meint Herr Dilger, AfD-Politiker dürften eine Einladung nicht ausschlagen. Was für eine Entwicklung!

      • Mir geht der verschwörungstheoretische Unsinn von Ihnen und Herrn Meister wirklich auf die Nerven. Vor allem verbitte ich mir diese ständigen Falschbehauptungen über mich. Ich habe nie geleugnet, dass es Bilderberger gibt, und auch nie behauptet, dass AfD-Politiker deren Einladungen nicht ausschlagen dürften, im Gegenteil.

      • Selbstverständlich werden unsere AfD-Heroen, die von den Bilderbergern eingeladen werden, die Einladung nicht ausschlagen. Selbst dann nicht, wenn sie dafür mit dem Kanu aus Manaus anreisen müssen.

      • Meinen Sie das hier?

        „Alexander Dilger sagte am 12/03/2015 um 21:18 :

        „Was machen Sie denn, wenn AfD-Politiker wichtig genug sind, um auch dorthin eingeladen zu werden? Grünen-Politiker waren doch auch schon da.“

        Ihre Frage will ich gerne beantworten: Ich halte die Bilderberger für eine Oligarchen-Vereinigung, welche uns demokratische Prozesse vorgauckelt und sich dabei nicht in die Karten schauen läßt. Über die Verstrickungen dieser Vereinigung in mehrere Verbrechen haben wir uns ja bereits unterhalten. Auch leitende Mitarbeiter der CIA habe ich auf den Listen bereits gesehen. Wo die Lügen für den Irak-Krieg produziert worden sind, werden Sie vielleicht im Laufe der Zeit erfahren haben!

        Dort mitzumachen ist, – mit Verlaub, Herr Dilger -, keine alternative Politik!

      • Ist das jetzt eine Antwort auf meine Frage gewesen? Machen Sie nicht mehr bei der AfD mit, wenn einzelne ihrer Funktionäre an einer solchen Veranstaltung teilnehmen sollten? Leitende CIA-Mitarbeiter sind übrigens auch schon im Weißen Haus gesehen worden. Dürften AfD-Politiker also auch dort nicht hingehen?

  34. Michael Meister sagte am 04/04/2015 um 20:11 :

    „Selbstverständlich werden unsere AfD-Heroen, die von den Bilderbergern eingeladen werden, die Einladung nicht ausschlagen. Selbst dann nicht, wenn sie dafür mit dem Kanu aus Manaus anreisen müssen.“

    Treffend ausgedrückt, Herr Meister. Daß unsere lieben amerikanischen Freunde uns in der Tat für Eingeborene halten, indiziert auch folgender Umstand: Mit Australien haben die USA ein Freihandelsabkommen abgeschlossen, in welchem sie auf private Schiedsgerichte verzichtet haben. Bei uns wollen sie nicht davon ablassen, weder bei TTIP noch bei TISA! Und der Bilderberger Sigmar Gabriel verkündet in der BILD-Zeitung, es ginge nicht anders.

    Herr Dilger, würden Sie denn eine Einladung zum Bilderberger-Treffen annehmen?

  35. Alexander Dilger sagte am 08/04/2015 um 13:27 :

    „Ist das jetzt eine Antwort auf meine Frage gewesen? Machen Sie nicht mehr bei der AfD mit, wenn einzelne ihrer Funktionäre an einer solchen Veranstaltung teilnehmen sollten? Leitende CIA-Mitarbeiter sind übrigens auch schon im Weißen Haus gesehen worden. Dürften AfD-Politiker also auch dort nicht hingehen?“

    Weil sich ja dort Private zu einem unverbindlichen Plausch treffen, – zumindest behaupten Sie das hier ständig -, ist doch die Frage, ob Hans-Olaf Henkel dann daran überhaupt Zweifel haben könnte. Dürfen Bernd Lucke und Hans-Olaf Henkel denn nicht zu einem harmlosen Kaffekränzchen gehen? Was meinen Sie, Herr Meister?

    • @Herrn Engel:
      Ich weiss nicht, ob Herr Henkel in seinem fortgeschrittenen Alter noch sportlich genug ist, um von Manaus aus extra mit dem Paddelboot oder Einbaum zum Kaffeekränzchen mit seinen Freunden anzureisen. Vermute eher nicht.
      Und Bernd Lucke hat dafür momentan leider keine Zeit – er muss jetzt erst mal die Buchhaltung der AfD auf Vordermann bringen. Er ist ja schließlich der anerkannte Finanzexperte.

      @Herrn Dilger:
      Sie dürfen zum Lachen selbstverständlich politisch korrekt in den Keller gehen.

      • Ich habe gar keinen Keller und lege einmal wieder mindestens eine Woche Pause im Beantworten Ihrer zahllosen Kommentare ein. Im Grunde halte ich Sie für einen Troll dieses Blogs, doch da die Mehrheit der Leser damit kein Problem zu haben scheint, mögen Sie einfach Ihren Unsinn unkommentiert schreiben, bis Ihnen die Lust vergeht.

      • Selbstverständlich wissen Sie, dass ich kein „Troll“ bin, sondern nur ein kritischer Parteifreund, der auf manche Dingen eine andere Sicht hat als Sie. Aber in sehr vielen Punkten sind wir uns ja auch einig. So ist eben Meinungsfreiheit und gelebte Meinungsvielfalt. Ich wünsche Ihnen eine erholsame Woche!

        LG
        MM

  36. Über den Begriff des Trolls steht etwas sehr Interessantes in Rudolf Simeks „Religion und Mythologie der Germanen“: In heidnischer Zeit wurden sie als Erzieher von Königen angesehen. Ihre negative Konnotation wurde im christlichen Mittelalter begründet. Das nur als Fußnote.

      • Ich besitze einen Wohnwagen, der führt auch die Bezeichnung „Troll“.
        Sie sehen – der Begriff ist überaus vielseitig!

      • Die Konnotation der Trolle als Störenfriede oder gar Schädlinge geht sehr wohl auf die Umdeutung im christlichen Mittelalter zurück.

        In der altnordischen Mythologie hatten die Nordgermanen die Trolle von den Sami (Lappen) übernommen, mit welchen sie in überwiegend friedlichen Beziehungen lebten. Die Sami (Lappen) hatten eine schamanistische Religion mit zahlreichen Natur- und Erdgeistern. Die Nordgermanen (Wikinger) hingegen verehrten das kriegerische Göttergeschlecht der Asen und das agrarische (und friedliche) der Vanen. Durch den Kontakt zu den Sami (Lappen) kam es zu Synthesen, wozu auch die Trolle gehörten, welche nach der mythologischen Darstellung altnordischer Überlieferungen Könige erzogen. Inwieweit kleinwüchsige Menschen tatsächlich an den Höfen der schwedischen Yngling-Könige oder der norwegischen Jarle (Herzöge) waren, sei dahingestellt.

        Im christlichen Mittelalter ging es den Chronisten darum, alles was bis dahin als positiv angesehen worden war, umzuwerten. Deshalb wurden sämtliche mythologischen Wesen dämonisiert oder als Schädlinge dargestellt, demgemäß auch die Trolle. Das weiß man nur heute nicht mehr!

  37. Alexander Dilger sagte am 08/04/2015 um 13:27 :

    „Ist das jetzt eine Antwort auf meine Frage gewesen? Machen Sie nicht mehr bei der AfD mit, wenn einzelne ihrer Funktionäre an einer solchen Veranstaltung teilnehmen sollten? Leitende CIA-Mitarbeiter sind übrigens auch schon im Weißen Haus gesehen worden. Dürften AfD-Politiker also auch dort nicht hingehen?“

    Herr Dilger, das Weiße Haus ist der offizielle Regierungssitz der USA. Da kann man sich nie aussuchen, wer da noch so alles raus und rein geht. Ob man sich mit einer Oligarchen-Vereini- gung, die sich aus seht zweifelhaften Gründen in die Politik einmischt, gemein macht, kann man sich sehr wohl aussuchen. Oder denken Sie, die Teilnahme an Rothschilds „ehrenwerter Gesellschaft“ ist ein Muß?

    • Die Teilnahme ist kein Muss, aber auch nicht verboten. Mir ist es wichtiger, dass die AfD-Politiker gute Politik machen, als zu welchen Treffen sie (nicht) gehen. Sollte man nicht auch grundsätzlich mit jedem reden? Wer ein Treffen besucht, ist deswegen doch noch nicht gleich gekauft, sondern kann auch eine abweichende Meinung vorbringen oder zumindest behalten.

      • Und wenn Sie das Video Andreas von Retyis nicht gelöscht hätten, wäre Ihnen das Interview mit Andreas von Bülow hierzu bekannt.

  38. Der ehemalige Kanzleramts-Staatssekretär Anderas von Bülow (SPD) ist nicht abgedreht. Aber er teilt dort etwas sehr Interessantes dazu mit, wie bei den Bilderbergern die Diskussionen gelenkt werden.

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