In Hamburg AfD wählen

Morgen wählt Hamburg seine Bürgerschaft neu. Wenn ich Hamburger wäre, würde ich die Alternative für Deutschland wählen. Das ist vielleicht nicht überraschend, weil ich AfD-Mitglied bin, doch auch für die meisten anderen Menschen ist die AfD die beste Wahl. Wer etwas gegen die etablierten Parteien hat, trifft sie so am stärksten, denn die AfD schmerzt sie mehr, politisch und finanziell, als reines Nichtwählen, ungültige Stimmzettel oder Stimmen für Splitterparteien. Wer eigentlich die CDU präferiert, bringt sie so eher zu ihren alten Positionen zurück. Das gilt mehr noch für die FDP. Wer sie jetzt wegen einer äußerlich attraktiven Spitzenkandidatin wählt, schadet ihr, weil der Erneuerungsprozess noch längst nicht abgeschlossen ist bzw. kaum begonnen wurde. Doch ohne Analyse der Fehler und Rückkehr zu liberalen Positionen hat die FDP langfristig keine Chance. Trotz allem ist die AfD momentan die liberalere Partei, in Hamburg mit Professor Jörn Kruse an der Spitze ohnehin.

Die Neuen Liberalen haben sich selbst schon aufgegeben und werben für die SPD. Die SPD gewinnt sowieso, während echte Sozialdemokraten ein Zeichen gegen die Milliardenhilfen für Banken statt sozial Schwache setzen können, indem sie die AfD wählen. Die Linke kümmert sich auch kaum noch um die Bedürftigen vor Ort, während die Grünen ohnehin unbelehrbar sind, sondern nur andere belehren wollen. Gerade jetzt ist es wichtig, ein Zeichen gegen den Euro und die Eurorettungspolitik zu setzen. Die nächste Regierung in Hamburg steht ohnehin schon fest bzw. es macht keinen Unterschied, ob die SPD weiter alleine regiert oder mit den Grünen zusammen. Der Einzug der AfD ins erste Landesparlament in den alten Bundesländern wird jedoch einen großen Unterschied machen.

43 Gedanken zu „In Hamburg AfD wählen

  1. Wisst ihr welche Partei, konservative und rechte politische Postionen in der Bürgerschaft in derHansestadt Hamburg zur Zeit am radikalsten in und deutlichsten ausspricht?

    Das ist eindeutig die SPD, ein Onlineartikel einer Tageszeitung schrieb gestern die SPD ist in Hamburg so stark rechts, dass da keine andere Partei reinpast die nicht extrem ist. Die SPD ist eine CDU im roter Farbe dagegen kommt keiner mehr an, alle Positionen der CDU wurden von der SPD kopiert nur mit viel besseren Personal.

    Mit rechter oder konservativer Politik ist in Hamburg kein besonderer Erfolg zu gewinnen.

    Was Hamburg brauch ist eine alternative Politik die konservativ liberale Wähler erreicht.

    Mit Polizei, Sicherheit, Asyl, Zuwanderung und Islam wird da wohl keine 5% mehr zu erreichen.

    Olaf Scholz ist ein kluger Stratege und einer der wenigen vernünftigen Politiker bei der SPD.

    Olaf Scholz wurde sogar von Kruse (Afd) für seine Politik deutlich gelobt. Der Bürgermeister ist wohl det einzige SPD Politiker der Schulden abbaut als neue aufzunehmen. Die SPD erreichte schon 2014 das Ende der Verschuldung, statt wie geplant erst im Jahr 2017.

    Endweder Olaf Scholz ist der qualitativ klügster Politiker oder er hat das ück abonniert.

    • Die wirtschaftlichen Voraussetzungen sind in Hamburg einfach besser als in den meisten anderen SPD-regierten Ländern. Herr Scholz schaffte es jedoch zwischenzeitlich, aus einem Geberland ein Nehmerland beim Länderfinanzausgleich zu machen.

  2. Als Nicht-Hamburger bitte ich alle Leser, der Hamburger AfD eine Chance zu geben – ansonsten ist Herr Schäuble am Tag darauf definitiv mit Spendierhosen in Brüssel. Es gibt viele weitere gute Gründe, die Partei zu unterstützen. Es darf z.B. nicht auch nur der Eindruck entstehen, dass linksextreme Gewalt gegen Personen und Sachen über den Wahlausgang entscheidet. So etwas wäre fatal für uns alle. Außerdem ist jede Stimme für die AfD eine Stimme gegen diese einfach nur unmögliche Truppe:

    Ich hoffe immer noch dass es eine Fälschung ist, auch wenn es nicht danach aussieht.

    Stimmen für die AfD sind mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht verschenkt, da AfD-Umfrage-Ergebnisse bei allen Landtagswahlen letztes Jahr unter dem Endergebnis lagen. Wahrscheinlich, meine ich, weil ein Teil der Wähler sich nicht am eigenen (heimischen) Telefon „outen“ wollte. Wegen dieses Unsicherheitsfaktors sollte sich auch niemand täuschen lassen und irrtümlich meinen, dass eine SPD-Alleinregierung (falls diese überhaupt dramatisch besser ist als mit einem grünen Juniorpartner) mit der eigenen Stimme steht und fällt.

    Somit ist es in dieser europolitisch mal wieder bedrohlichen Zeit mit Abstand am besten, der AfD dem Rücken zu stärken und so über Hamburg hinaus aktiv Einfluss auf unser alle Zukunft zu nehmen – und besser als gar nicht zu wählen ist es allemal.

  3. Vielleicht ist AfD momentan die liberale Partei in Deutschland? Dann aber sieht es für Deutschland nicht gut aus. Wenn ich die Herren Henkel und Starbatty ausklammere, finde ich es schwer liberale Positionen innerhalb AfD „Basis“ zu erkennen. Auffällig sind, für liberal-konservative Menschen, eher unakzeptable Positionen die man in so einer Partei nie erwartet hätte. Nein, nach heutiger Situation würde ich in HH FDP wählen.

    AfD hat viel Glück gehabt, nicht immer verdient. Nur stake Signale können noch helfen zu Grundausrichtung zurück zu kommen. Die Entscheidung Prof. Luckes,- BuVo Wahl jetzt plötzlich als Delegierten-Parteitag 2 Monate später zu veranstalten ist bedenklich!

    • Die AfD ist keine liberale Partei, aber trotzdem liberaler als die FDP. Wie ist das möglich? In vielen Einzelfragen und beim Lebensgefühl der meisten Mitglieder ist die FDP liberaler, doch bei den ganz großen Fragen wie Euro, Eurorettungspolitik, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie oder auch Steuern ist die FDP momentan alles andere als liberal. Wer jetzt die FDP wählt, verhindert ein Umdenken und die Rückkehr zu liberalen Positionen. Bei der AfD starkt hingegen ein gutes Ergebnis in Hamburg den liberalen Flügel.

      Auf den nächsten Bundesparteitag werde ich in den nächsten Tagen eingehen.

  4. Dieser Kommentar ist eine Zumutung. Gerade die AfD in Hamburg ist doch komplett von Reaktionären (Ex-Schill-Leute, EX-Burschenschaftler und PEGIDA-Fanatikern) verseucht. Wie Sie nur ansatzweise auf die Idee kommen, dass hier eine liberale Partei antritt, zeigt im besten Fall Ihre Naivität. Die andere Möglichkeit wäre, die ich nicht (mehr) ausschließe, dass Sie deren stumpfsinnigen Ziele genau kennen und tatsächlich befürworten. Wann begreifen Sie endlich dass Wohlstandschauvinismus und Menschenfeindlichkeit nichts mit Liberalismus zu tun hat?

    • Für einen Linksradikalen wie Sie sind natürlich alle Liberalen rechts. Im Übrigen habe ich nicht behauptet, dass die AfD liberal ist, sondern nur liberaler als die FDP, was momentan aber auch keine Kunst ist.

    • In Hamburg ist es gelungen, einen vorzeigbaren, liberal-bürgerlichen Spitzenkandidaten zu präsentieren und die Republikaner 2.0 Fraktion auf die nachfolgenden Ränge zu schieben. Dort haben sie zum Glück nicht zu viel Porzellan zerschlagen. Wenn diese Leute nicht da gewesen wären, hätte es vermutlich eher zu den 7,5% gelandet, die jetzt bei der

  5. Eine erste Einschätzung zur Wahlbeteiligung will das Landeswahlamt voraussichtlich gegen Mittag abgeben. Basis sind dabei zwölf Wahllokale, in denen die Beteiligung anhand der Wählerlisten ausgezählt wird. Am Mittag zeichnete sich ein schleppender Start ab. Bis 11 Uhr hätten 24,2 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, teilte der Landeswahlleiter mit. Bei der letzten Bürgerschaftswahl vor vier Jahren hatten zu diesem Zeitpunkt 25,7 Prozent der Berechtigten abgestimmt. Bei der Wahl 2011 war die Beteiligung mit 57,8 Prozent auf einen historischen Tiefstwert gefallen.

  6. Das Ziel für mehr Wahlbeteiligung zu sorgen scheint die AfD nicht geschafft zu haben. Es wurden die Nichtwähler eben nicht überzeugt.

    Sich als Opfer von Gewalt zu verkaufen genügt nicht. Mitleid führt nicht zu Wahlstimmen, sondern zu der Aussage, wenn die sich nicht wehren können, wie dann im Parlament.

    Das mit den Schill Leuten sollte man auch rationaler sehen, bei Schill gegen Homosexuelle, nach Schill bei Kusch, der letztlich Ursache für Schills Offenbarung seines primitiven Menschenbild war.
    Nun bei Kruse ohne Hamburger Themen, nur Bundesthemen.

    Kusch scheiterte, nicht nur wegen seiner Sterbehilfe als Haupttheme. Schill gewann, weil man einem Richter geglubt hat. Richter sagen die Wahrheit. Lehrer nicht unbedingt, wie man weiß.

    Kruse ist also qua Berufsstand weniger glaubwürdig.

    Die AfD benötigt eine radikale Umdenke sich als Partei dem Wähler anzubieten. Nur ich befürchte die verantwortlichen Funktionäre sind beratungs unfähig. Teils auch weil die von schlechten Beratern abgeschirmt werden.

    • Nichtwähler wie Sie sind doch kaum zu überzeugen. Andere bleiben zu Hause, weil der Sieg von Herrn Scholz sicher, die Wahl also nur bei den kleinen Parteien spannend ist.

      Herr Kruse ist kein Lehrer, sondern Wissenschaftler. Diese sind noch stärker als Richter der Wahrheit verpflichtet. Für Richter ist es wichtiger, unparteiisch zu sein, so dass sie eigentlich auch keiner Partei angehören sollten…

      Am wichtigsten erscheint es mir, einen Landtagswahlkampf auch mehr landesbezogen zu führen. Bundes- und Europapolitik sind wichtig, doch bei einer Landtagswahl ist die Landespolitik noch wichtiger, in einem Stadtstaat außerdem die Kommunalpolitik.

      • Hochschullehrer sind keine normalen Lehrer, zumal an Universitäten die Forschung dasselbe Gewicht hat wie die Lehre und noch deutlich mehr Ansehen. Rechtsanwälte sind hingegen weder der Wahrheit noch gar der Unparteilichkeit verpflichtet, sondern in erster Linie ihren Mandanten. Aber es stimmt schon, dass es in der Bevölkerung und auch bei Politikern schon sehr seltsame Ansichten gibt. Z. B. glauben Politiker eher einem Unternehmensberater, der an einer Hochschule frisch seinen Abschluss gemacht hat, als den Professoren, bei denen er studierte.

  7. Sehr geehrter Herr Dilger,
    Sie haben die Situation in Hamburg präzise analysiert.

    “ … wer etwas gegen die etablierten Parteien hat, trifft sie so am stärksten, denn die AfD schmerzt sie mehr, politisch und finanziell, als reines Nichtwählen, ungültige Stimmzettel oder Stimmen für Splitterparteien … “
    Genau!
    Das gilt aber eingentlich auch für alle anderen zukünftigen Wahlen (inklusive der Bundestagswahl 2017).

  8. Herr Dilger,

    ein Unternehmensberater ist lediglich ein Mensch der eine eigene Meinung hat und diese Meinung möglichst teuer verkauft. Er muß weder eine Ausbildung nachweisen zum Erlangen der Meinung, noch deren Richtigkeit belegen.

    Wichtig sind eben in einem Wahlkampf die platten Vorstellungen der Wähler zu kennen um entsprechend besser zu argumentieren. Wer seinen Kunden kennt weiß was der braucht und wie.

    Ich finde diese Wahlbeteiligung sollte gerade für eine neue „alternative“ Partei ein Warnschuss sein, eben keine Alternative für 50% der Wähler zu sein, zumindest dies nicht verdeutlichen können, warum die AfD eine „alternatvie“ in Hamburg wäre.

    Wie ich gestern berichtet habe von dem Henkel Auftritt. So geht das nicht.
    Intern muß die AfD aus diesem Wahlkampf sofort lernen damit in Bremen es schon mal umgesetzt werden kann.

  9. „… die Neuen Liberalen haben sich selbst schon aufgegeben und werben für die SPD …“

    Das habe ich noch gar nicht mitbekommen. Ist ja interessant …
    Hier in NRW hört man in den Medien zu wenig von dieser Parteineugründung.

    Das wird wohl vermutlich eine zweite „Piratenpartei“ ??
    Vielleicht gräbt sie ja der FDP ein paar Stimmen ab. (Gut hier spricht ein AfD’ler …)

    Ah, der Bericht zur Wahl geht jetzt los. Melde mich ab.

  10. Petry attackiert die AfD-Wahlkämpfer in Hamburg
    Während die AfD um den Einzug in die Bürgerschaft bangt, greifen die Sprecher Frauke Petry und Konrad Adam ihre Wahlkämpfer in der Hansestadt scharf an. Konservative Inhalte seien unterdrückt worden.

    Quelle: http://www.welt.de/politik/deutschland/article137485286/Petry-attackiert-die-AfD-Wahlkaempfer-in-Hamburg.html

    Dabei sprechen die Umfrageergebnisse der infratest dimap eine andere Sprache:

    – „Ist zu zerstritten, um ernsthafte Politik mitgestalten zu können“ , gaben 69% der Befragten an.

    – „Löst zwar keine Probleme, nennt die Dinge aber beim Namen“, gaben 32% der Befragten an.

    – „Finde es gut, dass sie sich für eine grundsätzlich andere Euro-Politik einsetzt“, gaben 23% der Befragten an.

    http://wahl.tagesschau.de/wahlen/2015-02-15-LT-DE-HH/umfrage-aussagen.shtml

    Demnach dürften wohl eher die konservativen Vorstöße innerhalb der AfD – und die damit geschaffene Unsicherheit in der Bevölkerung – die eigentlichen Gründe für das relativ schlechte Abschneiden der AfD in Hamburg sein.

    • Ja, letztes Jahr wurden Frau Petry und Herr Gauland bei ihren Landtagswahlen von allen unterstützt und niemand schoss quer, was gerade sie im Vorfeld der Hamburg-Wahl getan haben. Sie werden jetzt auf ihre besseren Ergebnisse verweisen, dabei haben sie in Hamburg viel mehr geschadet als genutzt.

      • Wenn überhaupt, dann hätten weniger konservative Themen und mehr wirtschaftsliberale Themen zum Erfolg der AfD in Hamburg beigetragen.

        Ganz klar zu erkennen an dem folgenden Umfrageergebnis der infratest dimap:

        – “ Hat dafür gesorgt, dass es uns wirtschaftlich gut geht“, gaben 79% der SPD-Wähler an.

        – „Bemüht sich am stärksten um den sozialen Ausgleich“, gaben 76% der SPD-Wähler an.

        – „Versteht in Hamburg am meisten von Wirtschaft“, gaben 67% der SPD-Wähler an.

        – „Olaf Scholz ist das wichtigste Argument, die SPD zu wählen“, gaben 64% der SPD-Wähler an.

      • Ich halte das Ergebnis für bedenklich, zumindest wenn man die Wählerwanderung betrachtet. Man fand eher wenig Zustrom von FDP und CDU, wurde dagegen vor allem wegen Pegida von Arbeitern gewählt. Ich halte persönlich viel von Gauland, aber ebenso viel von Henkel. Gauland spricht viele wichtige Punkte an, aber die Akzentruierung darauf ist zu groß. Mindestens ebenso viel Wert muss auf eine wirtschaftsliberale Politik gelegt werden, die vor allem die Steuergeldverschwendung auf vielfältiger Ebene im Auge hat. Also klassische Themen von CDU und FDP-Wählern. Jetzt hat man das in Hamburg versucht und ist damit gescheitert, weil es offensichtlich keine Stimmen eingebracht hat. Die Frage ist aber wieso? Waren die Themen falsch? Oder ist es vielleicht so, dass die zu starke öffentliche Wahrnehmung an Pegida diese Wählergruppen (auch in Hamburg) abgeschreckt hat? Genau das fürchte ich. Die Themen von Gauland sind wichtig (der mir im Gegensatz zu Petry deutlich sympathischer und klüger erscheint), aber der Markenkern müssen zweifellos monetäre Themen sein, wie etwa die Steuergeldverschwendung, der Zustand unserer Sozialsysteme, etc. Wenn Petry die AfD übernimmt, dann wird die Partei untergehen. Sie ist keine gute Repräsentantin, ich kann sie mir in einer Talkshow nicht ansehen. Sie wirkt arrogant, borniert und aggressiv. Man könnte fast sogar „menschenfeindlich“ sagen, zumindest kalt und gefühlslos. Die AfD darf nicht nur ein (wenn auch sehr wichtiges Problemfeld) bearbeiten. Das tut sie zwar nicht, aber wird von den Medien in der Öffentlichkeit so wahrgenommen. Vor der Bundestagswahl konnte man sich in gebildeten Kreisen noch (wenn auch unter Kritik) zur AfD bekennen, heute macht man es weniger, um nicht mit Frau Petry gleichgesetzt zu werden.

      • Ich finde auch, das dies ein schlechter Stil ist!
        Noch ist es auch etwas zu früh für eine Wahlanalyse. Da sollte man noch einige Tage warten …
        Aber Frau Petry darf 2017 gerne öfters nach NRW kommen. Zu uns hier ins Erz-Rote, bzw. Erz-Grüne, Ruhrgebiet …
        Hier in NRW ist sogar die CDU sehr „rot“ (bzw. „grün“), das dürfte „noch einen Spaß“ geben. Und die FDP muß man seit heute auch wieder mit „auf der Rechnung“ haben …

      • Warum können Gauland und Perry ab und zu auch schweigen?

        Mir gefällt wie sich Bernd Hocke verhält, dieser Beruf Schuldirektor ist national konservativ wie Petry und Gauland aber er sorgt nicht für Streit sondern arbeitet fleißig im Landtag von Thüringen und provoziert keinen Streit.

        Warum begreifen Petry, Adam und Gauland nicht, dass man mit den liberalen auch friedlich in einer Partei zusammen arbeiten darf ohne sich gegenseitig in der Öffentlichkeit zu beschümpfen.

  11. Bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg hat die AfD nur knapp den Einzug in das Landesparlament geschafft. Die FDP konnte Ihren Abwärtstrend offenbar stoppen. Hier zeigt sich auch ein zentrales Problem der Alternative für Deutschland. Sie schafft es offenbar nicht, bei einer traditionell eher liberalen Wählerschaft in Großstädten zu punkten. Unter dem Motto „Ran an die Wirklichkeit“ muss die AfD erkennen, dass es eben nicht ausreicht enttäuschte „ Zukunftsverweigerer“ anzusprechen. Es reicht auch nicht aus, auf die klassischen konservativen Themen wie „innere Sicherheit“ zu setzen. Auch das sogenannte „traditionelle Familienbild“ entspricht keinesfalls der Lebenswirklichkeit vieler Großstädter. Der liberale Flügel der AfD fordert bekanntlich auch, dass sich die Partei in zahlreichen gesellschaftlichen Fragen modernisieren muss. Gerade hier hat sich die Hamburger AfD und ihr Spitzenmann Jörn Kruse im Wahlkampf eher widersprüchlich präsentiert, indem nicht klar wurde ob die Partei beispielsweise im Internet gegen das homosexuelle Filmfest polemisiert hat. Dieser etwas „muffig“ wirkende AfD-Wahlkampf stand in krassem Gegensatz zu den eher liberalen, bunten Milieus in den Großstädten: Und genau dort schneidet die AfD seit der letzten Bundestagswahl unterdurchschnittlich ab. Möchte die AfD langfristig eine bundesweit wahrnehmbare Größe werden, muss sie den Spagat zwischen Liberalismus und Konservativismus deutlicher skizzieren.

  12. Schade, dass auf der homepage des AfD Landesverbands noch nichts zu den Hochrechnungen der Hamburger Wahl steht. 2,5 Stunden nach Schließung der Wahllokale würde ich mir von dort eine Bewertung wünschen…..Aber in diesem Landesverband ist man wohl so sehr mit telefonischen verabredungen, Netztwerkspinnen in den sozialen Medien usw. beschäftigt, dass es für eine offizielle Stellungnahme schlicht an Zeit fehlen dürfte

  13. Das mit den vielen Stimmen je Wähler ist schwer zu zählen und wird noch dauern.

    Augenscheinlich liegt die Wahlbeteiligung bei 56 % also doch höher alsich erwartet habe, dennoch niedriger.

    Betrachtet man die Wahlergebnisse der Stadtteile, die ich eigentlich immer als Dörfer bezeichne, da jeder Stadteil sehr unterschiedlich bevölkert ist, hat die AfD in typisch roten (Altona .. Rot Flora Gebiet) Stadtteilen sehr wenig Stimmen bekommen. Auch in den von öffentlich Bediensteten bevölkerten Stadtteilen ehr wenig.

    In den Stadtteilen mit hohem Ausländeranteil ( Harburg, Bergedorf, Billstedt) so um die 7 % – 8 %

    Interessant ist, dass in Blankenese oder Farmsen, Volksdorf die liberalen Kräfte eben nicht AfD gewählt haben, sondern ehr FDP.

    Mein erster Eindruck bestätigt das verzehrte Bild über die AfD. Man vermutet sie als „Rechten Themen – Ausländer so nicht “ Bereich, hingegen Schulpolitik, liberale Ansichten zu besseren Lebensbedingungen ehr nicht.

    Was mich nun garnicht wundert, dass in meinem Stadtteil die Wahlbeteiligung bei 46 % liegt. Aber eben meine immer vertretene Meinung auch regional geprägt ist. In anderen Stadtteilen ist die Parteienakzeptanz doch noch deutlich über 55 % – 61 %.

    Ich gratuliere der AfD für das von mir so nicht erwartete Ergebnis von ca. 6,1 % der Wähler.

    Mal sehen was die daraus machen in den 5 Jahren.

  14. Möchte jetzt eine kurze Zusammenfassung von den Bürgerschaftswahlen in Hamburg vornehmen.
    1. die SPD verlor 2.7% der Stimmen und verlor damit auch die absolute Mehrheit.
    2. Die CDU kam auf 15.9% und erhielt damit das schlechteste Wahlergebnis in der Hansestadt seit Menschengedenken.
    3. Die AfD erhielt von allen Parteien den höchsten Stimmenzuwachs und bekam auf Anhieb 8 Sitze in der Bürgerschaft
    4. Bei bislang 4 Landtagswahlen kam die AfD auf Anhieb in den jeweiligen Landtag.

    Da bei Landtagswahlen unser Kernthema „Euro“ keine Rolle spielt, sind hier bemerkenswerte Ergebnisse enttanden.

  15. Auch Herr Gauland meldet sich inzwischen, natürlich Hamburg-kritisierend, zu Wort:

    „Der Erfolg der AfD in Hamburg hätte ohne die öffentliche Wahrnehmung einer zu großen Nähe der Partei zu Pegida noch überzeugender sein können“, sagt Henkel. […] Ich [Gauland] weiß nicht, woher Herr Henkel noch am Wahlabend diese Analyse nimmt.“ Der Gedanke, die Nationalkonservativen seien schuld an einem weniger guten Ergebnis in Hamburg, „finde ich sehr kühn und sehr daneben“, sagt Gauland am Abend FAZ.NET.“ (http://www.faz.net/aktuell/politik/wahl-in-hamburg/schmaler-afd-erfolg-der-fluegelstreit-geht-weiter-13430896.html)

    Immerhin hat sich Herr G. aus P. während des Wahlkampfs in HH etwas zurück gehalten.

    • Der Führungsstreit selbst ist das größte Problem. Die AfD kann sowohl mit liberalen als auch konservativen Positionen und Personen punkten, aber nur gemeinsam, nicht im Streit gegeneinander.

      • Gauland und Petry sollten man mal die Mentalitätsunterschiede in Deutschland erklären.

        Brandenburg liegt näher an Polen und hat mehr Bauern als Hamburg und Sachsen hat zwar die Elbe, aber nicht den Hafen.

        Der Partei fehlt eine starke Basis um solche Einzeltänzer in der Führung unter Kontrolle zu bringen.

        Die Piraten haben es auch mal in Berlin geschafft und sind durch Streit zu einer unbedeutenden Gruppe geworden.

        Viel spannender ist es nun die AfD als Bürger zu erleben in der Bürgerschaft. Ich werde das aufmerksam begleiten.

      • Der Landesvorstand von Bayern und Thüringen hat eine national konservative Ausrichtung, der Landesvorstand von Mecklenburg eine rechtspopulistische Meinung die fast schon grenzwertig für mich erscheint und Sie verstehen sich gut mit Lucke und den liberalen Mitglieder in der AfD.

        Die lauten und streitlustigen Mitglieder in der AfD wie Petry, Adam und Gauland sollten mal verstehen, dass man nicht immer laut rumschreien soll sondern die anderen Ansichten tolerieren sollte, es sieht si aus dass einige konserative sich deutlich profilieren wollen um vielleicht bei einer guten Aussicht, einen Umsturz einzuleiten.

        Konservative und liberale sollten lernen sich gegenseitig zu respektieren.

      • Es hat sich auch erwiesen, dass der Führungsstreit nicht mehr reparabel ist. Wir sollten schon im Sommer die Winterreifen auflegen.

      • Warum ziehen wir nicht im Frühjahr die Sommerreifen auf und geben dann richtig Gas? Eigentlich war der Bundesvorstand nur für zwei Jahre gewählt. Jetzt droht der innerparteiliche Streit auch noch die Bremen-Wahl zu überschatten.

  16. Der innerpolitische Streit droht nicht nur die Bremen-Wahl zu überschatten, er droht sie womöglich sogar zu gefährden. Ein unhaltsamer Zustand der umgehend beendet werden muss.

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