Fazit vom Bremer Parteitag

Freitag begann der Bundesparteitag der Alternative für Deutschland in Bremen mit schwerfälligen Geschäftsordnungsdebatten. Das Ziel war nicht klar, denn das vorhersehbare Ergebnis lautete, dass die Mehrheit genervt alle Änderungsanträge pauschal zurückwies und die vom Vorstand vorgeschlagene Tagesordnung durchwinkte. im Prinzip wiederholte sich das am Samstag mit dem Satzungsentwurf und heute, am Sonntag, bei den Nebenordnungen. Etliche Details davon kann man kritisieren (siehe ‚Kommentar zum Bremer Satzungsentwurf (Teil 1)‘ und Teil 2 sowie ‚Kommentar zu den Nebenordnungen für Bremen‘), doch viel wichtiger ist das politische Signal: Bernd Lucke hat sich klar durchgesetzt. Für nur einen Vorsitzenden ab Dezember stimmten rund 80 Prozent und für den gesamten Satzungsentwurf die nötige Zweidrittelmehrheit. Jetzt wird er liefern müssen und wir sollten ihm dabei helfen.

Am wichtigsten sind jetzt die Wahlkämpfe in Hamburg und Bremen, dann die Neuwahl des Bundesvorstands im April sowie die Programmarbeit. Besser als gedacht passten die Fachvorträge in den Parteitag. Herr Kollege Stefan Homburg forderte heute z. B., man solle den „Solidaritätszuschlag auslaufen lassen“ (siehe ‚Inhaltliche Anträge für Bremen‘) und die Gewerbesteuer sowie die ‚Kalte Progression abschaffen‘. Das hätte der Parteitag eigentlich gleich beschließen können, die Zustimmung war jedenfalls groß.

73 Gedanken zu „Fazit vom Bremer Parteitag

  1. Dass die Satzung „durchgewunken“ wurde – die Formulierung stimmt bei knapp 68% Zustimmung zum Gesamtentwurf eigentlich nicht wirklich – ist kein Freibrief für Herrn Lucke, sondern einem erfreulichen Problembewusstsein geschuldet, welches die Partei positiv von den Piraten abgrenzt. Herr Lucke wird scharf darauf achten müssen, die Basis zu respektieren, wenn er die einsame Spitze sein will. In Bezug auf ihn möchte ich lobend erwähnen, dass er an die Adresse von „Herrn Gauland“ und der „lieben Frauke“ sagte dass „der Erfolg der AfD entscheidend davon abhängt, wie diese in der Mitte der Gesellschaft wahrgenommen wird – und nicht an ihren Rändern.“

    Was die lästigen Geschäftsordnungsanträge betrifft so steht zu hoffen dass sich die schlimmsten Querulanten tatsächlich von der Partei verabschieden werden. Vielleicht sollte geprüft werden, ob die Redezeit hier grundsätzlich beschränkt werden kann wie auch die Zahl der Anträge, die eine Einzelperson stellen darf. Vielleicht sollte man auch erwägen, dass Anträge vorher bei der Parteitagsleitung eingereicht werden müssen, allerdings weiß ich nicht ob das praktikabel und rechtlich zulässig ist.

    In der Tat muss jetzt alles in Hamburg und Bremen gegeben werden. In Bezug auf Hamburg gebe ich Herrn Kruse Recht, dass liberale Wähler ins Visier genommen werden müssen. Die Gesamtlage ist eigentlich günstig, denn auch der FDP die Schäffler nicht im Führungsteam haben wollte fliegt gerade die Euroretterei um die Ohren.

    Leider ist wieder offen zu Tage getreten dass im Vorstand viel Vertrauen untereinander verspielt wurde. Ob das durch eine neue Führungsstruktur gerade gebogen wird bleibt abzusehen. Ich unterstütze dabei auch die Einrichtung eines Generalsekretärs, wobei zu sehen bleibt wer diesen Posten erhalten wird. Es sollte jedenfalls niemand werden, der unangenehm auffallen könnte. Die Leute interessieren sich herzlich wenig um den „Way of Life“ innerhalb der AfD, allerdings für ihr inhaltliches Angebot, dessen Vermittlung und die Funktionsfähigkeit der Partei. Gerade letztere ist ein Indikator für Regierungsfähigkeit. Die letzten Tage veränderten die Partei diesbezüglich, denke ich, eher zum Positiven.

    Gut auch, dass alles sehr demokratisch ablief. Herr Lucke hatte seine Rede öffentlich zu halten (er wollte wohl eigentlich nicht andere Vorstandsmitglieder vor laufender Kamera rügen), und es gab auch faire Gelegenheit zur teils scharfen Gegenrede.

    • @Peter V.:
      „Vielleicht sollte geprüft werden, ob die Redezeit hier grundsätzlich beschränkt werden kann wie auch die Zahl der Anträge, die eine Einzelperson stellen darf.“

      Grundsätzlich sollte jeder Redner in der Lage sein sich so zu artikulieren, dass er sein Anliegen in 90 Sekunden auf den Punkt bringt (eine alte Radio-Regel), da es sonst auch für die Zuhörer mühsam wird, ihm zu folgen.

      Redezeitbeschränkungen in Diskussionen müssen allerdings auch für die Beiträge der Podiumsmitglieder gelten, damit „Waffengleichheit“ herrscht.

      Einem Diskussionsteilnehmer einfach das Mikrofon abzudrehen, empfinde ich als ganz, ganz üble Diffamierung, Diskriminierung und faschistoides Verhalten. Dieses auch noch mit Applaus zu goutieren ist in meinen Augen ausgesprochen primitiv.

      • Wir müssen da differenzieren zwischen inhaltlichen Redebeiträgen und Geschäftsordnungsanträgen. Wegen letzterer kam es kaum noch zu ersteren, wobei immer mehr Mitglieder dann auf die Idee kamen, ihre Inhalte in vermeintliche Geschäftsordnungsanträge und deren Begründung zu packen. Das ist nicht in Ordnung und auch unfair gegenüber allen anderen Rednern. Hilfreich wäre hier ein abgeschlossener Katalog an möglichen Geschäftsordnungsanträgen, die im Grunde auch ganz ohne Begründung und Gegenrede abgestimmt werden könnten. Man sagt dann nur noch eine Nummer oder zeigt diese nur hoch bzw. reicht diese beim Tagungspräsidium ein. Dieses lässt dann über den Schluss der Debatte, den Übergang zum nächsten Tagesordnungspunkt oder was auch immer abstimmen. Dasselbe sollte auch frühestens drei inhaltliche Redner später wieder beantragt werden dürfen.

      • Ich war zwar in Bremen nicht dabei, aber auf dem Bundesparteitag in Erfurt sowie auf den beiden letzten Landesparteitagen in Bayern (alle von Bernd Kölmel geleitet) kamen die Geschäftsordnungsanträge beinahe durchwegs von den einschlägig bekannten Laufburschen der Podiumsmitglieder und lauteten fast immer „Antrag auf Ende der Debatte“. Das ist nach meinem Empfinden keine demokratische Diskussionskultur.

  2. Ein Parteitag der sich und den Mitgliedern die Rechte selbst entzieht ist
    auch eine neue weitere alternative Möglichkeit.
    Es macht mich wirklich fassungslos.
    Zum Wählen des Vorstands gibt es dann einen Delegiertenparteitag und für
    die Pseudomitwirkungsentscheidung des Programms wird dann ein
    Mitgliederparteitag inszeniert.

  3. Innerparteiliche Konflikte werde ich nie kommentieren, da ich eine politische Ausrichtung der Partei als gegeben hinnehmen muß als möglicher Wähler.

    Aber, und das muß man ehrlich zugestehen, einen solchen Parteitag mit den ganzen internen Querulanten und möchte gern Funktionären, bei der Menge an Teilnehmern, dies über 3 Tage,
    nicht schlecht. Eigentlich finde ich, hat sich die Parteiführung mit den angeschlossenen Gremien sehr gut geschlagen.

    Ich war nicht vor Ort, habe mich aber gut informiert gefühlt durch die unzähligen Berichte auch aus der Versammlung heraus.
    Schade das es keinen Livestream gab. Hätte mir die ein oder andere Rede gern komplett angehört, aber vielleicht gibt es die ja noch mal irgendwo nachzulesen.

    Doch möchte ich nochmal den Finger zu einem Grundsatzfehler heben. Das die Führungskräfte Lucke, Henkel, Gauland, Petry, Pretzell usw. alle mit politischen Mandaten ausgestattet sind und denoch in der Partei eine Führungsfunktion haben ist brandgefährlich.

    Entweder ich arbeite zu 100 % im Parlament oder für die Partei. So geht Leistung verloren, entweder im Parlament oder in der Partei. Das denke ich als Bürger.
    Herr Dilger ist Prof. an der Uni zu 100 %. ürde er noch ein Forschungsinstitut leiten, wäre er eben nicht mehr zu 100% UNI Prof.

    Platt gesagt, ich kümmer mich nur um eine Frau, oder um 2 Frauen zeitweise, also weniger je Frau.

    Mal ganz abgesehen davon, dass politische Notwendigkeiten im Parlament ( Absprachen mit der Opposition ) mit Parteiprogrammen zu konflikten führen kann. Im Parlament Hüh und als Funktionäre der Partei dann Hoo ?

    Noch viel wichtiger der Aspekt, dass alle im Parlament Anfänger sind, wahnsinnig viel zu lernen haben, dies im Umfeld von „Feinden“.ohne Netzwerke, ohne Wissen von Tricks in den Geschäftsordnungen.

    Ich fand das von Gysi immer genial, sich nie sich mit Parteiarbeit belasten, sondern nur in Problemfelder intern einzugreifen. Seine Handlanger als Funktionäre in der Partei. Sollte Lucke und Co auch so machen, also entweder Brüssel oder Vorsitz. Aushängeschild kann er ja dennoch sein.Ein kluger Bundesvorsitzender würde Lucke so aufbauen.

    Wer will eigentlich in den Bundestag, wenn Lucke in Brüssel ist ? Oder wenn die in Brüssel das Mandat niederlegen, wer rückt nach ? Wie geschwächt ist dann die Brüsselergruppe?

    Pretzell bleibt in Brüssel ? Wer aus NRW wird für den Bundestag zur Verfügung stehen ?

    Gleiches Problem in Hamburg. Sollte Kruse in der Bürgerschaft sein, wer geht nach Berlin ?

    Oder wird die Alternative so wie die anderen Parteien die Funktionäre hin und herschieben, so wie Scholz nun in Hamburg sein Unwesen treibt.als ehemaliger Bundesminister ?

    Auf Bundesebene abgewählt, als Strafe bekommt man den dann vor die Türgesetzt als Landesfürst. Na toll.

    Man wird diese Politikerkaste einfach nicht los.

    Die AfD handelt auch so, zumindest ist das mein Eindruck von Bremen.

    Lucke hat Fehler am Management erkannt, nur die Ursachen nicht begriffen. Vielleicht liegt es am Mangel delegieren zu können, Teamfähigkeit zu leben nicht nur zu fordern von anderen.

    Spannend bleibt die AfD zumindest. Bremen lief besser als viele geunkt haben.

    • Sind Sie für einen hauptamtlichen Vorstand? Herr Lucke hat neben seinem Vorstandsamt auch noch das Mandat in Brüssel, doch die meisten haben (wie ich) einen ganz anderen Beruf neben der Politik. Herr Adam hat den ganzen Tag Zeit für sein Sprecheramt, beklagt sich aber trotzdem, dass die Mandatsträger mit ihren Mitarbeitern im Vorteil sind. Im Europaparlament rechne ich übrigens in den nächsten Jahren mit einem Exodus (wenn weitere Mandat in Landtagen und im Bundestag gewonnen werden). Da werden sich etliche Nachrücker von der Liste freuen.

      • Hauptamtlicher Vorstand bei gleichzeitiger Trennung von Amt und Mandat wäre die einzig richtige Lösung.

        M.E. sollten schon die Vorsitzenden der großen Landesverbände eine angemessene Aufwandsentschädigung bei gleichzeitigem Nebentätigkeitsverbot erhalten, um sich professionell der Parteiarbeit widmen zu können.

        Es ist doch außer der herrschenden Politiker- und Beamtenkaste niemandem gedient, wenn sich nur Zeitreiche in den hohen Parteiämtern tummeln. Das gilt übrigens für alle Parteien.

      • Nur bei Prof. Lucke halte ich es für nicht wünschenswert dass er zwischen EP und Berlin pendelt. Es geht nicht um moderieren sondern eine Partei programatisch zu führen aus Berlin. Das bedeutet viel Kraft anwenden um den Kurs zu halten. Prof. Starbatty und Herrn Henkel sind als MdEP schon repräsentativ genug.

        Bremen war ein Schritt vorwärts, kein Befreiungsschlag. Hoffentlich es kommt noch etwas schnell, z.B. ein Programm?

      • @Alexander Dilger:
        „Für hauptamtliche Vorstandsposten wird es noch mehr seltsame Bewerber geben, denen es vor allem um etwas Geld statt Politik geht.“

        Das fürchte ich zwar auch, aber wo ist da der Unterschied zu Bernd Lucke? Wenn die Parteibasis das nicht durchschaut und andere Kandidaten wählt, wir die AfD eben enden wie die Altparteien und als Juniorpartner der CDU die Politik Angela Merkels und Wolfgang Schäubles nach Kräften unterstützen. Dann können wir uns allenfalls ein wenig Selbstkorrektur durch die CDU erwarten, die sich bei einem Kurswechsel ja hinter der AfD verstecken bzw. auf deren (gespielte) „Forderungen“ verweisen kann.

    • Genau mein Reden, Herr Von Der Marwitz.

      Leider erkennen viele nicht, wie viel Potential durch diese unsinnige Ämter- und Mandatshäufung verloren geht. Es sind aber dieselben Machtspielchen, die genau diese Personen an den Altparteien kritisieren. Daher gehören m.E. Amt und Mandat streng getrennt und die Häufung von Ämtern ebenfalls unterbunden. Aber das wird mit der neuen Satzung der AfD nicht mehr möglich sein, da der Bundesvorstand im Grunde fortan alles alleine entscheidet.

    • @Peter-Alexander Von Der Marwitz:
      „Schade das es keinen Livestream gab. Hätte mir die ein oder andere Rede gern komplett angehört, aber vielleicht gibt es die ja noch mal irgendwo nachzulesen.“

      Hier eine etwas ältere Rede eines AfD-Sprechers (leider in sehr schlechter technischer Qualität), die es aber in sich hatte: https://www.youtube.com/watch?v=5FkMaCRkeCQ&feature=youtu.be
      Heute muss allerdings auf den Prüfstand, ob noch etwas vom Geiste des Berliner AfD-Gründungsparteitags geblieben ist.

  4. Einer gibt den Ton an und andere profitieren von seinem Einsatz. Das ist in der Politik üblich. Aus diesem Grund gibt es ein Gezerre an den Fresströgen. Aufräumen, aussortieren und die Spreu vom Weizen trennen. Das haben die etablierten Parteien scheinbar hinter sich gelassen, obwohl es dort noch genau so aussieht wie zu Beginn der Ämterverteilung. Die Pöstchensjäger stehen bereit und viele von Ihnen in allen Fraktionen wählen ihre eigenen Vorteile zu Ungunsten der eigenen Partei. Was soll man dazu sagen? Wenn es Lucke gelingen sollte, die Karre aus dem Sumpf zu ziehen, steht er ganz oben auf der Liste. Dazu gehört allerdings auch, dass man zu seinem Wort steht und sich nicht zu undeutlichen Aussagen drängen lässt. Eine Schulung für Gesten und Mimik wäre wünschenswert, dann wären die angesprochenen Themen vorteilhafter zu transportieren.

    • Bernd Lucke und Frauke Petry zieht es doch selbst nur zum Fresstrog. Wofür bitteschön stehen die beiden denn glaubhaft?

      • Von Lucke weiß ich, dass er kein Professorengehalt mehr vom deutschen Staat bekommt. Er ist von deutschen Wählern zum Europaparlament gewählt worden und hat jetzt mit seiner Familie eine Wohnung in Brüssel. Ob er mit seinem Gehalt aus Brüssel auskommt kann ich ihnen nicht sagen. Vielleicht muss seine Frau ja etwas zuarbeiten, seine 5 Kinder muss er in Brüssel auch durchbringen. Finanziell hat er sich vorher wesentlich besser gestellt. Lucke ist ganz sicher kein Fresstrogtyp. Sie sollten sich mal anstrengen, diese diffamierten Äußerungen etwas abzustellen. Ich meine, es ist ein Segen für unsere Partei, dass wir in Brüssel jemnd haben, der mit Draghi, Schulz und Schäuble die Probleme unserer Währung live bespricht

      • Lieber Herr Krebs,

        machen Sie sich bitte keine Sorgen um Herrn Luckes Auskommen.

        Ein EU-Abgeordneter verdient etwa das Doppelte wie ein einfacher Professor und genießt etliche kostenfreie Extras dazu. Von Steuervergünstigungen einmal ganz abgesehen. Auch für die Kinder der Europaabgeordneten und EU-Beamten wird in Brüssel bestens gesorgt.

        All das neide ich Herrn Lucke nicht. Ich erwarte nur von ihm – wie von allen Europaabgeordneten -, dass er in Brüssel einen guten Job macht und seine ganze Arbeitskraft diesem gut dotierten Job widmet. Dafür wurde er gewählt.

        Außerdem wäre ein wenig Loyalität zu Parteitagsbeschlüssen ein schönes Zeichen des Respekts an die Parteibasis gewesen, wenngleich ich durchaus damit leben kann, dass einzelne Abgeordnete auch mal eine von der ‚Parteilinie‘ (haben wir überhaupt eine?) abweichende Meinung vertreten und entsprechend abstimmen.

        Mit dem gleichzeitigen Parteivorsitz ist ein Mandat im Europaparlament allerdings nicht vereinbar. Das haben nicht nur die zurückliegenden Monate bewiesen – Lucke hat es indirekt ja mehrmals selbst zugegeben -, sondern zeigen auch die anderen deutschen Parteien, an denen sich der Bundesvorstand der AfD ja sonst inzwischen auch so gerne orientiert.

        LG
        Michael Meister

      • Das Grundgehalt eines Europaabgeordneten ist niedriger als die Bezüge als Professor, die Herr Lucke erhielt (deutlich über dem Grundgehalt für Professoren). Mit allen Extras verdient er jetzt mehr, hat aber vermutlich durch Brüssel auch höhere Ausgaben.

        Der Verweis auf die anderen Parteien überzeugt nicht. Frau Merkel ist nicht nur gleichzeitig Parteivorsitzende und Bundestagsabgeordnete, sondern auch noch Bundeskanzlerin. Auch die Vorsitzenden der anderen Parteien haben öffentliche Mandate, nur in der Regel in Berlin statt Brüssel. Herr Lucke möchte auch nach Berlin, am liebsten als Vizekanzler.

      • Was Herr Lucke als Professor genau verdient hat, entzieht sich meiner Kenntnis und ist mir im Grunde auch egal. Es hat ihn ja niemand gezwungen in die Politik zu gehen, also wird er schon wissen, was er in Bezug auf sein Einkommen tut. Ich denke nicht, dass wir uns darüber den Kopf zerbrechen müssen oder auch nur sollten.

        Was den Hinweis auf Frau Merkel angeht …
        Ich sprach davon, dass kein anderer Parteivorsitzender Mitglied des Europaparlaments ist. Die werden schon wissen, warum sie sich den Spagat Brüssel-Berlin nicht antun. Nur Bernd Lucke wußte natürlich mal wieder alles besser als die anderen. Aber so kennt man ihn ja.

        Im Übrigen bin ich grundsätzlich für eine Trennung von Amt und Mandat.

      • Es ist unglaublich, wie Sie immer Hintergedanken vermuten oder selbst haben, obwohl es ganz simple Erklärungen gibt. Herr Lucke hat erst für den niedersächsischen Landtag kandidiert und dann für den Bundestag. Wenn es dafür gereicht hätte, säße er jetzt dort. Die AfD war aber erst bei der Europawahl erfolgreich. So einfach ist das. Wenn die AfD bei der nächsten Bundestagswahl erfolgreich ist, zieht er natürlich nach Berlin um. Er ist auch nicht wegen des Geldes in der Politik, sondern wegen der Macht, die er dann hoffentlich besser gebraucht als Frau Merkel. Mit seinem Arbeitseinsatz könnte er nebenberuflich ein Vielfaches verdienen.

      • @Alexander Dilger:
        „Mit seinem Arbeitseinsatz könnte er nebenberuflich ein Vielfaches verdienen.“

        Bitte machen auch Sie sich keine Sorgen um ihren armen Kollegen Bernd Lucke, lieber Herr Dilger. Herr Lucke ist sehr fleißig und zielstrebig. Er weiß genau, was er will und wird seine erreichten Ziele zu gegebener Zeit schon auch gut zu nutzen wissen, um ein paar Milliönchen ’nebenbei‘ zu verdienen. Da bin ich völlig unbesorgt!

        😉

      • Mit Diäten oder selbst der Bezahlung eines Ministers verdient man keine Millionen. Neben- oder hinterher ist das zwar vorstellbar, doch seine Hauptmotivation ist keine monetäre. Wenn es Ihnen vor allem ums Geld geht, sollten Sie sich lieber wieder unternehmerisch statt politisch betätigen.

      • @Alexander Dilger:
        „Wenn es Ihnen vor allem ums Geld geht, sollten Sie sich lieber wieder unternehmerisch statt politisch betätigen.“

        Ich bin nicht Herr Lucke.
        Mir geht es bei MEINER politischen Betätigung um Inhalte!

        Ob die AfD mit dieser Einstellung tatsächlich die richtige Plattform ist, weiß ich allerdings heute weniger als ich es noch vor knapp zwei Jahren zu wissen glaubte.

        Meine Ideale i.S. AfD sind dahin und ich bin diesbezüglich inzwischen ganz schön desillusioniert. Aber wie Sie selbst wissen, stirbt die Hoffnung ja zuletzt.

      • In Ihren Kommentaren hier geht es leider kaum noch um Inhalte, sondern vor allem um das Beschimpfen von AfD-Funktionären. Was bezwecken Sie damit? Wollen Sie sachliche Kritik durch überzogene Polemik verhindern? Wenn Sie inhaltliche Positionen vertreten, sind diese leider auch meistens völlig abgedreht (Abschaffung der Bundesrepublik Deutschland, kein Wahlrecht mehr für die Mehrheit der Bevölkerung). Vielleicht sollten Sie einmal in Ruhe nachdenken, worum es bei realer Parteipolitik überhaupt nur gehen kann.

      • @Alexander Dilger:
        „… Wenn Sie inhaltliche Positionen vertreten, sind diese leider auch meistens völlig abgedreht (Abschaffung der Bundesrepublik Deutschland, kein Wahlrecht mehr für die Mehrheit der Bevölkerung). Vielleicht sollten Sie einmal in Ruhe nachdenken, worum es bei realer Parteipolitik überhaupt nur gehen kann.“

        Lieber Herr Dilger,

        als ich der AfD beigetreten bin, dachte ich, hier hätten sich engagierte Bürger zusammen gefunden, die mit der fehlgeleiteten Politik der Altparteien aufräumen und eine echte Alternative bieten wollen.

        Aber was sehe ich?
        Ein Häuflein langjähriger CDU- und CSU-Mitglieder hat sich die wichtigsten Posten unter den Nagel gerissen und macht nun Politik nach dem Muster der Altparteien.

        Ich habe auch nicht den Eindruck, dass ich der einzige desillusionierte Parteifreund bin, der das so sieht.

        Woher Sie Ihren grenzenlosen Optimismus i.S. AfD nehmen, ist mir wirklich ein Rätsel und ich weiß nicht wirklich, ob ich Sie eher für Ihr „positives Denken“ bewundern oder für Ihre Naivität bedauern soll.

  5. Das Bild ist das gehabte. Das, was man auch schon letztes Jahr oder 2013 hatte, haben konnte.

    Freundlichst unterstellt: Man weiss nicht, was man will.

    (Mal dies, mal jenes, stets gerne auch beides zusammen… Jedenfalls insofern gehen die vielen Widersprüchlichkeiten gänzlich ‚in Ordnung‘.)

    Und nicht nicht, wie man eine Partei führt:

    AfD vor der Durststrecke: Bisher hatte die Partei mehr Glück als Verstand
    http://www.tagesspiegel.de/politik/afd-vor-der-durststrecke-bisher-hatte-die-partei-mehr-glueck-als-verstand/11310974.html

    Keine Sorge, der sonderbar ostprotestantische (in meinen Augen maximalverheuchelte) Radio-Eriwan-Spagat wird noch eine Weile gehen:

    Für Lucke jedenfalls.

  6. Ich habe mal mit einigen Unternehmern ein Konzept erarbeitet für eine Parteistruktur, wobei das Programm nicht deffiniert wurde.

    Mitgliedsbeitrag monatlich 100 Euro. Durch diese Beiträge sollten Funktionäre full time beschäftigt werden und Verbot von Nebeneinkünften haben.

    Regionale Freundeskreise können so ebenfalls Mitglieder entsenden, wenn sie diese 100 Euro sammeln für den Abgesandten ihrer Idee.

    Zumindest wäre die Menge an Querulanten geringer.

    Wie in Südfrankreich, Cola 20 Euro im Restaurant und die Turnschuh Touristen nerven nicht mehr.

    • Noch besser fände ich Abschaffung der Wahlberechtigung für alle, die von der öffentlichen Hand und von Umverteilung leben (ganz im Sinne von F. A. Hayek).

      Es kann ja nicht ernsthaft sein, dass die Geldempfänger, die in der Mehrheit sind, über die Abgabensätze ihrer Geldgeber bestimmen und von Letzteren auf Grund der Mehrheitsverhältnisse nicht einmal abgewählt werden können. So ein System (und das haben wir spätestens seit der „Wiedervereinigung“) wird zwangsläufig kollabieren. Das kapieren nur öffentlicher Dienst und Prekariat leider nicht.

      • Lieber Herr Meister,
        Wahlrecht bedeutet gleiches Recht für alle. Sie können nicht ganze Gruppen davon ausschliessen. So etwas würde erst zum Missbrauch führen.

        Es gibt viele irre Gedanken. Wahlrecht für Kinder, mehrfaches Wahrrecht für Eltern, kein Wahrecht für Menschen über 70, 80…. Jetzt fehlt nur noch ein Vorschlag, dass nur Selbstständigen wählen dürfen?

        Bei 50% Wahlbeteiligungen müssen Sie z.B davon ausgehen , dass gerade die Leistungsempfänger weniger wählen gehen. Mit Wiedervereinigung hat es wenig zu tun.

      • Lieber Herr de Grisogono,

        wäre die Staatsquote nicht so extrem hoch und wären Beamte, Bedienstete der öffentlichen Hand, Pensionäre, Rentner und Umverteilungsempfänger nicht in der Überzahl, dann wäre ich ja durchaus bei ihnen.

        So aber versklavt die Übermacht der Umverteilungsempfänger ihre Leistungsträger. Leider auch noch zu blind oder dumm zu erkennen, dass dies auf Dauer nicht funktionieren kann und wird. Und genau an diesem Punkt versagt die Demokratie bedauerlicherweise.

        Die Risiken einer solchen Entwicklung hat F.A. Hayek frühzeitig erkannt. Damals wäre es nur eine kleine Minderheit von vielleicht 10% gewesen, die vom Wahlrecht auszuschließen gewesen wäre, wodurch die Auswüchse der heutigen Zeit vielleicht hätten verhindert werden können. Heute ist es offensichtlich zu spät und daher geht es nur noch um die Frage, wie lange es noch dauert bis zum totalen Crash.

    • Die Mitgliedschaft in einer Partei sollte zumindest nicht zu billig sein. Neben einem Mitgliedsbeitrag in Geld könnte auch der Einsatz von Zeit verlangt werden. Was halten Sie davon, dass das Produkt aus Beitrag in Euro und Zeiteinsatz in Stunden pro Monat mindestens 100 betragen muss? Man kann dann zehn Stunden für die Partei arbeiten und 10 Euro zahlen oder z. B. auch bei Zeitknappheit nur eine Stunde aufwenden und 100 Euro zahlen oder bei kleinem Geldbeutel 100 Stunden und einen Euro einsetzen.

      • „Was halten Sie davon, dass das Quadrat aus Beitrag in Euro und Zeiteinsatz in Stunden pro Monat mindestens 100 betragen muss?“

        Lieber Herr Dilger,

        ist Ihnen bewusst, was Sie da für einen Unfug geschrieben haben?
        Das Quadrat von (10 + 10) ist 400 – nicht 100 – und das Quadrat von (100 + 1) ist 10.201 …

        😉

      • 100 Stunden + 1 € = 100 € / – 1 €
        100 € – 1 € = 99 € = 100 Stunden / : 100
        1 Stunde = 0,99 €

        Donnerwetter, Herr Dilger!
        Sie sind der Erfinder des 99-Cent-Jobs (AfD-Parteiarbeit) …

      • Sie könnten doch auch rechnen, dass eine Stunde 100 Euro wert ist. Das ist die Idee des Produkts, dass man beide Inputs bringen muss und die Substitution immer schwerer wird.

  7. Wieso sind eigentlich keine Videoaufzeichnungen der Vorträge verfügbar? Speziell Homburgs Beitrag ist doch die beste AfD-Werbung, die man sich vorstellen kann. Hat irgendjemand einen Mitschnitt?

    • Livestream wollte der Bundesvorstand aufgrund
      der dadurch möglichen Kontrolle des Protokolls
      nicht noch einmal haben. Eine Aufzeichnung gibt
      es sicherlich, aber nicht für die Allgemeinheit.

      • Es ging PSteele ja nur um die Vorträge.

        Dass der Rest „Verschlusssache“ ist, versteht sich ja von selbst.
        Es wäre doch fatal, wenn tatsächlich jemand auf die Idee kommen könnte, in der AfD würden Protokolle manipuliert. So was auch …
        Sind Sie etwa einer dieser Querulanten?

  8. Ich denke, der Bremer Parteitag hat eine gute Ausgangsposition geschaffen, damit die bisherigen Sprecher, die bisherigen stellvertretenden Sprecher und der Schatzmeister ihre Ämter und Zusammenarbeit fortsetzen.

    Dies liegt weniger an den Satzungsänderungen selbst, denn an die Satzung hält sich ja sowieso keiner; zumindest keiner, der seinen Unterhaltungsauftrag ganz spießig ernst nimmt.

    Aber der Bremer Parteitag hat der Öffentlichkeit gezeigt, wie man Unterhaltung durch Harmonie sicher stellt. Der Bremer Parteitag wird als Alternativer Kuscheltag in die Bremer Annalen eingehen.

    Allerdings sollte – damit der Unterhaltungswert nicht sinkt ( Gauland bleibt ja Gott sei Dank dieser Obliegenheit prompt treu “ ) – die Waffengleichheit im geschäftsführenden Vorstand gestärkt werden.

    Wie Konrad Adam ja zu recht anmerkt, ist er nur Vorstand zweiten Ranges, weil er als einziger von denen kein bezahlter Berufspolitiker ist.

    Das ist in der Tat unangemessen, denn er ist mindestens ein genauso talentierter Unterhaltungskünstler wie die anderen. ( Die einzige die verzichtbar ist – Pretzell mag mir verzeihen [ was er ja doch nicht macht ], das ist die Frau Casale. In der AfD gilt nun einmal der Grundsatz: Schweigen ist nichts, Reden ist Gold. )

    Konrad Adam sollte daher Generalsekretär von Herrn Lucke werden.

    Dafür spricht ja auch, dass er Übung in der Betreuung von Medien hat. Ohne Konrad Adam wären Wähler und / oder Basis nur halb so gut betreut, denn die Medien wären allenfalls halb so unterhaltsam.

    Ich denke, wir Liberalen sollten uns dafür stark machen, dass Konrad Adam Generalsekretär wird, denn nur so stellen wir sicher, dass die Unterhaltungsqualität des öffentlich-rechtlichen Rundfunks verbessert und gegenüber den privaten Anbietern überlebensfähig und zukunftssicher gestaltet wird.

    • Herr Wilhelm, wenn es denn so kommt, bereite ich mich schon mal auf eine Erhöhung der Rundfunkgebühren vor.

      • Oh nein, Sie, ich und wir, wir werden alle sparen. Musste der deutsche Rundfunk bislang die brotlose Kunst in finanziell ergiebige Kost wandeln und die deutsche Politik ihrerseits das gleiche tun, so ergeben sich nunmehr ergiebige Synergien.

        Die finanziell ergiebige Politik übernimmt numehr auch die ursprünglich brotlose und anschließend – aufgrund der Rundfunkgebühren – ergiebige Kunst.

        Diesen Anteil der Rundfunkgebühren können wir uns nunmehr ersparen, das unterscheidet eben auch die AfD von den etablierten Parteien, denn diese würden die Ergiebigkeit der Politik durch Einverleibung der Rundfunkgebühren steigern.

        Sie müssen manchmal auch mal die Welt positiv sehen. 😉

  9. Um zum Thema zurück zu kommen:
    Mir hat ein Kommentar in der FAZ vom 2.2. mit dem Titel „Vertane Chance“ von Joachim Jahn zum Bundesparteitag der AfD gut gefallen: Vermisst werden deutlichere Worte zu dem eskalierenden Streit zwischen Griechenland und seinen Geldgebern.

  10. Gustav Greve sollte der neue Generalsekräter werden, dieser Mann ist ein Startrainer für Medienwirkung und Rhetorik. Er hatte sogar ein Buch geschrieben, dieses Buch wurde zum Bestseller unter Führungskältere.

    Für mich ist der Herr Gustav Greve der fleißigste im Vorstand und einer der vernünftigste.

    Das er aber seinen Job als freiberuflicher Coach aufgibt ist für mich eher unwahrscheinlich, da seine Honorare sehr gut sind.

    Herr Kölmel sollte besser nie wieder Versammlungsleiter werden, der kann einfach nicht etwas leiten egal was. Er ist dafür nicht geeignet, der kann nichts im EU Parlament, nichts im Lavo und auch nichts auf dem Parteitag aber erklimmt immer mit knapper Mehrheit durch. Das einzige gute bei ihm ist, dass er einer aus dem wirtschaftsliberalen Flügel ist und nicht einer von den Nationalkonserativen. Er ist einer von den Lucke Leute aber trotzdem taugt er zu keinen Führungsaufgaben.

    • Bernd Kölmel ist ein Manipulator vor dem Herrn, wie es besser nicht mehr geht. Genau der richtige Versammlungsleiter für CDU-Veranstaltungen wie den AfD-Parteitag in Bremen und einige vorausgegangene Landesparteitage sowie den letztjährigen Bundesparteitag in Erfurt.

      Kölmel ist selbstverständlich sehr lange CDU-Mitglied gewesen, wie mindestens sechs Mitglieder des AfD-Bundesvorstands auch (Lucke, Adam, Gauland, Diefenbach, Greve und Braun-Moser), was ihn zum Vertrauten von Bernd Lucke qusalifiziert.

      Im Übrigen ist Bernd Kölmer kein „Wirtschaftsliberaler“, wie Sie irrtümlich annehmen, sondern hat seine Karriere als Polizist begonnen und war vor seinem Sprung ins Europaparlament zeitlebens Beamter, wie die meisten Abgeordneten. Bernd Kölmel gehört also zum parteienübergreifenden Bemantenflügel.

  11. Also ob Prof Lucke Steuergelder bekommt als Prof, oder als Abgeordneter ist mir wurscht.

    Spannender ist die Überlegung, wie Staatsfinanzierte sich zusammenschliessen und dann nicht Staatsfinanzierten (Pretzell und Co ) Zugang zum Steuertopf ermöglichen.

    Wieviel Steuergelder konnte die AfD sich so holen ? Alles unter der Überschrift : Alternative Partei ?

    Was ist eigentlich an der AfD noch anders als bei anderen Parteien ? Basisdemokratie ? Nö. Ämterhäufung ? Wie bei allen Parteien. Kontakt zum Bürger ? Nö.

    Wenn man dann noch sieht, dass der % Satz der Parteiwechsler in Funktionärsposition hoch ist, kann man nicht mal erkennen, dass sich neue Kräfte gesammelt haben. Tauchen die auf, werden sie meist kalt gestellt.

    Also, nix Neues. Eine Partei, die mehr und mehr sprachlos ( wie bei Jauch Sonntag gut zu sehen war) am Rande der Geschehnisse nach Aufmerksamkeit sucht.

    Ob ein Lucke dort erschöpft war aus Bremen kommt, mag dahingestellt sein. Delegieren heißt eben auch anderen eine Plattform geben. Den Auftritt hätten viele andere aus der AfD besser machen können.

    Herr Dilger, immer nur auf die böse Presse, die böse Antifa zu schimpfen sich dann mit Anhängern dieser Gruppen in einer Diskussionrunde zu sitzen und dies nicht erwähnen, ist ? Feige?

    Ich bin gespannt wie die AfD in Hamburg abschneiden wird. Mein Umfeld ist mehr und mehr skeptisch. Nach den Bezirkswahlen vor einem Jahr hat man von den gewählten AfDlern nix mehr gehört. Was treiben die in den Bezirken ? Versprochene Bürgernähe, Info an die Bürger vor Ort ..null,null. Also wie alle Parteien. Wählt mich und dann ?

    Ich behaupte, dass die Euro Einführung, die gescheiterte Infopolitik der Parteien von 1988 bis heute zu dem Thema, die Faulheit der Abgeordneten, die Diktatur der Funktionäre, beim Wähler zu dem heutigen Stand geführt hat. Die machen was sie wollen, unsere Meinung ist wurscht. Entsprechend die immer höher werdenden Nichtwähleranteile.

    Eine von Akademikern begleitete Partei wie die AfD nicht will, oder nicht begreift, dass die Kommunikation mit dem Wähler, die Sorgen der schweigenden Bevölkerung vorgetragen werden muß auf dem politischen Schlachtfeld, mehr noch in der eigenen Partei Gruppen der Bevölkerung abgelehnt werden auf Grund von Vorstrafen, Verschwörungsgedanken oder auch nur Meinungen, ja ein EU Abgeordneter sich sogar schämt wenn er auf solche Leute trifft.

    Herr Dilger, Staatsdiener wie Sie kennen nicht die Angst, ob der nächste Lohn pünktlich gezahlt wird, der Arbeitgeber plötzlich pleite ist. Geldmangel privat zu Stress führt, Kinder weinen, weil Sie nicht am Luxus teilhaben können.

    Also stellt sich die Frage, welche Bevölkerungsgruppe will die AfD eigentlich vertreten ? Das ist in Bremen nicht deutlicher geworden, nein, noch nebelöser.

    • Ich kann nicht für die AfD sprechen, sondern nur für mich. Ja, als Lebenszeitbeamter hat man gewisse Vorteile, doch es kommt keiner als Lebenszeitbeamter auf die Welt. Gerade der Weg zu einer Professur ist sehr lang, äußerst unsicher und oft schlecht bezahlt. Von daher weiß ich schon, was es bedeutet, wenig Geld und eine unsichere Zukunft zu haben.

      Meine politischen Anliegen nutzen (fast) allen Bürgern. Ich denke nicht, dass die AfD wie die FDP Klientelpolitik betreiben sollte, sondern das Gemeinwohl im Blick behalten muss. Da gibt es genug große Baustellen (wie Euro oder EEG), von deren Erledigung alle profitieren.

      • Herr Dilger, Geldknappheit in den Ausbildungsjahren, können Sie doch nicht gleichsetzen mit den Sorgen, einer Familie, wo gerade im Laufe der Jahre die Arbeitsangebote geringer werden, Arbeitslosigkeit zu Katastrophen führen können wie Hausverlust usw. Mal abgesehen von Kindern, die Forderungen stellen.

        Sie werden aufgrund Ihrer Anstellung niemals mit Problemen abzurechnen haben, die viele Mitbürger in der freien Wirtschaft hinnehmen müssen. Sie werden kaum die absurden Formulare von Hartz Anträgen ausfüllen müssen.

        Sie werden kaum den Kampf mit gesetzlichen Krankenkassen führen müssen wenn es um die Gesundheit der Familie geht.

        Daher, Herr Dilger, wenn Staatsdiener in der Politik landen, fehlt denen jeglicher Bezug zu Problemen der Masse des Volkes. Wenn dann die Politiker nicht den Kontakt zum Volk halten, erfahren die noch nicht einmal von den Sorgen.

        Klientpolitik wird von Ihnen abgelehnt ? Partei — pars lateinisch, Teil. Teile einer Volksmasse versammelt sich. Entsprechend handelt die Partei für diese Masse. Das ist keine Klientpolitik ?

        Ihre politischen Anliegen nutzen (fast) allen Bürgern ?

        Ob es der Arbeiterklasse wohl vollkommen egal ist, ob es den Euro ausserhalb von Deutschland gibt ?

        Das Problem sind doch die Steuern. Und genau da fängt doch der Wahnsinn an. Sie als Staatsdiener müßten dann als Politiker viele Ihre Kollegen entlassen, Sparen und für weniger Kosten sorgen. Schon das glaubt niemand mehr, mehr noch, die meisten sorgen dafür dass immer mehr Staatsdiener geschaffen werden, und sei es wie die AfD im kleinen Stücken.

        Sprechen Sie mal mit einem Fernfahrer über die Schikanen der Empfänger der Ware, den Frechheiten der Absender, dem Druck der Arbeitgeber, den fehlenden Sozialkontakt weil selten zu Hause und dem Behördenirrsinn bei Kontrollen.

        Sie überholen vermutlich täglich vielle dieser Menschen in Ihrem Volvo, treffen die auf Tankstellen, aber würden Sie mit denen ein Gespräch suchen ? Oder abwarten bis die auf einer Parteiveranstaltung erscheinen ? Selbst dort würden Sie sich mit Ihres Gleichen beschäftigen, oder vielleicht wie Henkel sagen, ich schäme mich das der zu uns gefunden hat.

        Ebenso wird es diesem Arbeiter schwer fallen Sie als Prof. anzusprechen. Er macht den ersten Schritt und ist da und die Elite ignoriert ihn. Sehen Sie, dass ist mein Eindruck von dem Parteitag in Bremen.

        Stimmvieh ja, Reden lassen oder mit sprechen ? Nein.

      • Was Sie das als „Ausbildungsjahre“ bezeichnen, ist bzw. war für viele Kollegen das halbe Arbeitsleben. Beamte auf Zeit sind nicht einmal gegen Arbeitslosigkeit versichert. In den Wirtschaftswissenschaften ist es nicht so schlimm, doch in den Geisteswissenschaften erhalten am Ende viele Habilierte keine Professur, sondern schlagen sich mit Aushilfstätigkeiten durch. Bei Unternehmern sollte man doch auch nicht nur an Millionäre denken, sondern viele verdienen recht wenig und andere scheitern ganz.

        Ja, demokratische Parteien vertreten nicht totalitär alles, sondern nur einen Teil. Dieser muss jedoch nicht klientelmäßig bestimmt werden, sondern kann auch inhaltlich-ideologisch sein. Vielen Arbeitern, aber auch Rentnern und Hartz IV-Empfängern ist der Euro tatsächlich subjektiv egal, weil sie nicht darüber aufgeklärt wurden, wie er ihnen objektiv schadet. Die Realeinkommen wären ohne Euro höher und der Staat hätte mehr Geld für die hiesigen Probleme (einschließlich Spielraum für Steuersenkungen bei Rekordsteuereinnahmen).

        Herr Henkel schämt sich natürlich nicht für Arbeiter in der AfD, aber für die paar Rassisten und Spinner, die wir leider in der AfD haben (wie andere Parteien übrigens auch, wo diese jedoch nicht so laut sind). Ich spreche grundsätzlich mit jedem. In der AfD lerne ich dabei auch Menschen kennen, denen ich sonst kaum jemals begegnet wäre, was einer der Vorteile der AfD ist.

      • Ich kann mich dieser Diagnose von Herrn Von Der Marwitz nur 1:1 anschließen.

        Politik von Staatsbediensteten und Umverteilungsempfängern für Staatsbedienstete und Umverteilungsempfänger ist keine „Alternative“. Das ist vielmehr genau das, was uns die Altparteien seit Jahrzehnten bieten und zu den heutigen Zuständen geführt hat.

      • @Alexander Dilger:
        „Was machen Sie dann in der AfD, wenn Sie deren Positionen und Personen grundsätzlich ablehnen?“

        Zu den Positionen:
        Welches sind die Positionen der AfD?
        Können Sie die heute klar umreissen?
        Ich leider nicht.

        Zu den Personen:
        Niemand ist alternativlos. Auch die von mir kritisierten Personen und Persönchen nicht.

        Fazit:
        Ich warte auf bessere Zeiten. Vielleicht kommen die ja noch. Noch habe ich ein gewisses Grundvertrauen in die Basis der AfD. Wenn allerdings immer mehr selbst Denkende austreten und nur noch Jubelperser und braun Angehauchte übrig bleiben, habe auch ich keinen Grund mehr zu bleiben. Wir werden sehen.

      • Die AfD selbst ist nicht alternativlos, sondern eine Alternative sowohl zu den etablierten als auch den radikalen Parteien. Innerhalb der AfD ist Herr Lucke zumindest für die absehbare Zukunft durchaus alternativlos. Wenn er geht oder gegangen wird, war es das mit der Alternative. Von daher haben die von Ihnen so bezeichneten „Jubelperser“ am Wochenende in Bremen einen großen Erolg gegen die „braun Angehauchte“n errungen, doch vielleicht muss sich das erst noch bis zu Ihnen nach Österreich herumsprechen.

      • @Alexander Dilger

        „Die AfD selbst ist nicht alternativlos, sondern eine Alternative sowohl zu den etablierten als auch den radikalen Parteien.“
        Stimmt.

        „Innerhalb der AfD ist Herr Lucke zumindest für die absehbare Zukunft durchaus alternativlos.“
        Stimmt nicht. Das sehen nur Sie, Herr Lucke und seine Jubelperser so.

        „Wenn er geht oder gegangen wird, war es das mit der Alternative.“
        Das glaube ich nicht. Es gibt genügend kluge Köpfe in der AfD. Einige von ihnen sind sogar geradlinig und wechseln ihre Farben nicht wie ein Chamäleon. Und viele verstehen sich erheblich besser auf den Umgang mit den Medien als der vermeintliche „Medienprofi“ Bernd Lucke.

        „Von daher haben die von Ihnen so bezeichneten “Jubelperser” am Wochenende in Bremen einen großen Erfolg gegen die “braun Angehauchten“ errungen, doch vielleicht muss sich das erst noch bis zu Ihnen nach Österreich herumsprechen.“
        Keine Bange. Auch hier in Vorarlberg gibt es Fernsehen, Telefon und sogar Internet. Wenn tatsächlich ein paar braun Angehauchte austreten, haben wir sicher beide nichts dagegen. Aber wie sagte Bernd I. doch noch vor gar nicht all zu langer Zeit: „Besser die Leute wählen die AfD als sie wählen NPD“. Wie hat er das wohl gemeint?

      • Die „Jubelperser“ bilden immerhin über zwei Drittel der (aktiven) Mitglieder. Wenn die alle gehen sollten, bliebe nicht mehr viel übrig von der AfD (außer vielleicht in den neuen Bundesländern, dafür dann noch weniger in den alten). Im Übrigen sind doch nicht alle, die für die neue Satzung gestimmt haben oder beim nächsten Parteitag Herrn Lucke wählen werden, hirn- und/oder rückgratlose Idioten. Viele denken nur etwas politischer und zugleich pragmatischer als Sie.

      • Ich tue mir mit derartiger Schwarzweiß-Malerei generell etwas schwer.

        Genauso wenig wie die Mitgliedschaft nur aus Transatlantikern und Putin-Verstehern besteht, besteht sie nur aus Jubelpersern und Braunen.

        Ich hoffe, dass noch genügend vernunftbegabte aber dennoch zeitkritische Geister in der AfD verbleiben, dass die Partei sich nicht noch weiter zum Beiboot der CDU entwickelt. Sonst waren (bislang) zwei Jahre umfangreiches Engagement sinnlos oder nichts weiter als ein praxisorientiertes Psychologiestudium ohne Abschluss. Letzteres kann man aber schon als Student absolvieren, wenn man nebenher Taxi fährt. Im Gegensatz zur Parteiarbeit verdient man dabei sogar noch etwas und muss kein Geld mitbringen.

      • „Politik von Staatsbediensteten und Umverteilungsempfängern für Staatsbedienstete und Umverteilungsempfänger ist keine “Alternative”. Das ist vielmehr genau das, was“ „zu den heutigen Zuständen geführt hat.““ (Michael Meister)

        Richtig, auch deswegen ist diese Partei keine Alternative. Wobei ich selbst gegen „Soziales“ nichts einzuwenden habe (nicht das geringste, nicht mal gegen freiwillige ‚Sozialismen‘, soweit diese denkbar sind): WOHL ABER GEGEN STAATSSOZIALISMUS! Dieses ungeheuerliche Bürgerbetrugssystem, dass 1871 über das ohnehin in jeder Hinsicht zweifelhafte Preußen seinen Weg gefunden hat Bürger in ganz Deutschland zu quälen, auszupressen und zu überwiegend unsinnig zu kujonieren:

        „Es ist möglich, daß unsere Politik einmal zugrunde geht, wenn ich tot bin. Aber der Staatssozialismus paukt sich durch.“ – Otto von Bismarck

        „Mein Gedanke war, die arbeitenden Klassen zu gewinnen, oder soll ich sagen zu bestechen, den Staat als soziale Einrichtung anzusehen, die ihretwegen besteht und für ihr Wohl sorgen möchte.“ – Otto von Bismarck

        „Der Sozialismus ist die denkbar weiteste Ausdehnung der liberalen Methode auf alle modernen Herrschafts- und Abhängigkeitsverhältnisse.“ – Friedrich Naumann

        „Wir gehören zur Gesamtbewegung des Sozialismus als deren politisch rechtsstehender Flügel.“ – Friedrich Naumann

        „Weil wir den Sozialismus politisch stärken wollen, sind wir für Vaterland, Kaisertum und Flotte.“ Friedrich Naumann

        Luxustransfergeld-Empfänger Lucke (der gerne auf den kleineren Transfergeldempfängern rumtritt, „Sozialer Bodensatz“ usw.) (dieser ‚Herr‘ in gewisserweise tatsächlich das ‚beste‘, was das deutsche System zu produzieren vermag) will nun mit seiner Partei dieses (i.m.A. völlig) unrettbar dem Ende entgegentrudelnde Massen-Massiv-Ponzi-Schneeballsystem (das in den nächsten 15 bis 20 Jahren, wenn man nur Sinn und Borchert folgt, zwingend notwendig zu Ende geht) ‚retten‘, nicht etwa über echt realistische oder tatsächliche fortschrittliche Alternativen nachdenken, alleine das zeigt die Rückwärtigkeit dieser Partei, passend zur vorwiegend wahrnehmbaren Haarfarbe von Mitgliedern. Herr Dilger will leider (so ich das bisher richtig verstanden habe) vergleichbares, wenn auch in abgeschwächter Form, er glaubt, dass der nationale Staatskollektivismus durch ein ebenso nationales Funktionärszwangs-Papiergeldsystem (nebst gewissermaßen sozialistischem ‚Währungswettbewerb‘ zwischen künstlichen Zwangspapiergeldmonopolen) rettbar sei, weswegen er (soweit ich das verstanden habe) das Eurosystem ablehnt.

        Aus meiner Sicht ist das einfach nur schade, weil eben nichts davon tatsächlich oder auch nur in Ansätzen zukunftsweisend ist, weil selbst sämtlich denkbar gewünschte Rückdrehungen (im Zusammenhang) nicht funktionieren können, ergebnisseitig betrachtet, weil die Grundannahmen und -parameter sich eindeutig als nicht beständig, unsinnig, höchst verlogen und nicht tragfähig erwiesen haben.

        Mit dieser ‚Alternative‘ kann man – egal wie man es durchdenkt – nicht glücklich werden: Mir jedenfalls will das – bei aller prinzipiellen Offenheit – nicht gelingen.

        Rückwärtige Ziele (vielleicht) mit (ein, zwei) modernen Mitteln: Ist einfach nicht genug. (Ganz abgesehen davon, dass daran Preußen und die Folgeveranstaltung bis 1945 bereits gescheitert sind.

        Gründlichst: Bekanntermaßen.

        Solange das ganz Deutschland, nicht nur diese „Alternative“ betreffend, so ist und bleibt: Ist es überflüssig hierein und hierauf irgendwelche Hoffnungen zu setzen oder auch nur in Ansätzen zu verschwenden.

        Außerdem ist dann (für alle absehbare Zukunft auch erforderlich, was einige ‚Verschwörungstheoretiker‘ bereits jetzt vermuten, nämlich) im Bürgerinteresse zwingend erforderlich das hiesige schleichmordende Antibürgersystem (das seit 25 Jahren im größeren Maßstab neu blüht) jdf. auf den wichtigsten Ebenen unter amerikanisches Kuratel zu stellen: Alles andere wäre unter Intelligenz-, Individuellen-Freiheits- und Bürgerfreundlichkeits-Aspekten nicht mal annährend oder in irgendwelchen Ansätzen als halbwegs angemessen oder (berlinistisch gesagt) ‚gleichrangig‘ zu betrachten.

        Ich wüsste jedenfalls nicht, wie das geht.
        Jemand hier?

      • Wir haben kein „Zwangspapiergeldmonopol“. Doch mit Ihren Ansichten wären Sie in der Partei der Vernunft gut aufgehoben. Mir leuchtet auch bei Ihnen nicht ein, was Sie überhaupt von der AfD wollen, wo es doch schon eine andere Partei für Sie gibt. Diese ist zwar erfolglos, doch das wäre die AfD mit solchen Forderungen auch.

      • @Alexander Dilger:
        „… mit Ihren Ansichten wären Sie in der Partei der Vernunft gut aufgehoben. Mir leuchtet auch bei Ihnen nicht ein, was Sie überhaupt von der AfD wollen, wo es doch schon eine andere Partei für Sie gibt. Diese ist zwar erfolglos, doch das wäre die AfD mit solchen Forderungen auch.“

        Vernunft hat in der repräsentativen Demokratie eben offenbar keinen Platz, da Vernunft nicht sonderlich populär ist. Schade eigentlich.

      • So vernünftig ist die Partei der Vernunft nun auch wieder nicht, doch vermutlich wären Sie dort ebenfalls besser aufgehoben.

      • @Alexander Dilger

        Wie Sie vermutlich wissen, handelt es sich auch bei der PdV um eine Autokraten-Partei. Gleichwohl ich viele Forderungen dieser Partei tatsächlich für gut befinde und der Meinung bin, dass sie sich im Gegensatz zur AfD wenigstens klar und deutlich positioniert, wüsste ich nicht, was ich dort soll.

        So viel Ratio, dass ich meine Energie nicht für eine chancenlose Splitterpartei vergeude, dürfen Sie mir schon zutrauen.

        Allerdings stellt sich bei der angeblich ach so sehr von „gesundem Menschenverstand“ geleiteten AfD inzwischen auch zunehmend die Frage, ob es nicht erheblich effizienter gewesen wäre, den Mitgliedsbeitrag sowie die getätigten Spenden und Aufwendungen in Fünf-Euro-Scheinen im heimischen Kamin zu verheizen, als der AfD zukommen zu lassen.

      • Haben Sie einmal darüber nachgedacht, was chancenreiche Neugründungen von chancenlosen Splitterparteien unterscheidet? Dann würden Sie weniger schimpfen.

      • Diese Aussage, lieber Herr Dilger, ist mir zu undifferenziert.

        Man sollte schon genau hinsehen, wer wofür steht. Und dass es da in der AfD eine ganze Reihe seltsamer Frontfiguren gibt, sollte eigentlich auch Ihnen bewusst sein.

        Sehen Sie sich doch z.B. nur einmal diesen Bericht an:

        [Lange Anti-AfD-Propaganda von Andreas Kemper gelöscht, AD.]

  12. Herr Dilger, diesen Satz finde ich genial :

    Ja, demokratische Parteien vertreten nicht totalitär alles, sondern nur einen Teil.

    Ach was, und welchen Teil der Bevölkerung vertritt dann Frau Merkel als Bundeskanzlerin wenn es heißt, die CDU regiert ?

    Bezogen auf die erhaltenen Stimmen zur Zahl der Wahlberechtigten ja wohl eine Minderheit.

    Herr Dilger, würden Sie mir recht geben, dass der AfD jegliches Konzept zu mehr Bürgerkontakt nach Wahlergebnissen fehlt? Oder habe ich da irgend etwas an Programatik , Hinweisen der Vorstände von Gliederungen überlesen ?

    Anforderungskatalog ? Jede Stelle hat eine Stellenbeschreibung, mindest Anforderungen. Warum gibt es die nicht bei der AfD, ausser wählbar zu sein ?

    z.B. Es wird erwartet das der Abgeordnete an der Basis xx Stammtische organisiert im Monat oder ähnliches ?

    • Kontakt zur Basis?
      Von den beiden Lichtgestalten im AfD-Bundesvorstand nicht erwünscht.

      Lesen Sie hier, was ein ehemaliges Mitglied des AfD-Bundesvorstands hierzu kürzlich im Internet postete:

      „Stümperhaft, was für ein netter Vorstand. Gut das ich zum 31.12.13 aus der Stümpergruppe ausgeschieden bin. BL und Petry, haben in dieser Zeit nur an ihr eigenes Vorkommen im Auge gehabt, sich nicht geliebt, aber in einer Abhängigkeit gelebt zum eigenen Vorteil. Mir verbot BL mit der Basis zu kommunizieren. Wozu sich soviel Arbeit ans Bein binden, waren seine Worte. Jetzt bemängelt er den Kontakt zur Basis. Der Oberstümper ist BL. Danke für die Blumen Bernd.“

      und

      „… ich entschuldige mich, dass ich als erwachsener Mensch auf eine Mogelpackung hereingefallen bin“

      • Wo sagt er das denn? Haben Sie einen Link? Vielen Dank.

      • Diese Frau darf man doch nicht ernst nehmen. Was hat Sie für die Partei geleistet? Sie glänzte durch Faulheit und Abwesenheit, weil Sie hauptberuflich Schrott als Zähne verkauft hat und einige Leute über den Tisch gezogen hat.

  13. Hier übrigens noch eine sehr interessante Information zu dem in Bremen verwendeten Abstimmungsgerät: http://derblauweisse.blogspot.de/search/label/abstimmungsger%C3%A4t%20ivs

    Wenn es stimmt, was ein ehemaliger Parteifreund heute geschrieben hat
    „So die elektronische Abstimmung korrekt war (11 Stimmen Mehrheit, 22 Stimmgeräte sind nicht auffindbar usw.), hat eine hauchdünne Mehrheit entschieden …“
    wirft das natürlich schon ein paar Fragen auf.

    Der Verfasser vorgenannter Zeilen schreibt weiter:
    „Ich werde diese ehemalige Alternative also sich selber überlassen, das ist Strafe genug. Die Betreffenden haben sich gegenseitig verdient und werden sich im Laufe der nächsten Monate eh genug Messer in die wechselseitigen Rücken stoßen.

    Denjenigen, die meinen, ab jetzt ist die AfD noch toller, wünsche ich ein irgendwann dann hoffentlich nicht allzu schmerzhaftes Erwachen und verbleibe“

    Auch darüber sollten wir mal selbstkritisch nachdenken.

  14. Pingback: AfD-Gründung vergessen | Alexander Dilger

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