EZB beschließt massive Anleihenkäufe

Letzte Woche musste ich die traurige Nachricht ‚Generalanwalt am EuGH befürwortet Staatsfinanzierung durch die EZB‘ kommentieren, um dann die geplante ‚Monetäre Staatsfinanzierung durch nationale Notenbanken‘ zu analysieren. Heute wurden die Pläne konkretisiert und beschlossen: „EZB kündigt erweitertes Programm zum Ankauf von Vermögenswerten an“. Es sollen monatlich Anleihen im Wert von 60 Milliarden Euro gekauft werden, und zwar mindestens bis September 2016, was einer Gesamtsumme von 1,2 Billionen Euro entspricht, oder auch länger, bis das Inflationsziel von knapp 2 Prozent für die Eurozone annähernd erreicht ist. Bereits angelaufene Programme zum Aufkauf gesicherter Bankkredite werden integriert und es können jetzt auch Anleihen von europäischen Institutionen gekauft werden. Doch vor allem sollen Staatsanleihen der meisten Eurostaaten am Sekundärmarkt erworben werden (siehe den „Technical Annex“, wobei griechische Staatsanleihen selbst die recht lockeren Bedingungen zumindest gegenwärtig nicht erfüllen). Dabei will die EZB nur 8 % der Käufe tätigen, jedoch für weitere 12 % gemeinschaftlich haften, die von europäischen Institutionen ausgegeben wurden und durch die nationalen Notenbanken gekauft werden. Die restlichen 80 % werden durch die nationalen Notenbanken formal ohne die übliche Verlustteilung gekauft.

Das Programm birgt eine Reihe von Risiken. Ernsthafte Inflationsrisiken sehe ich allerdings gegenwärtig nicht, zumal Sinn und Zweck des Programms gerade die Erhöhung der Inflationsrate ist (siehe ‚Deflation muss nicht schlimm sein‘). Dagegen ist zu vermuten, dass dieses Ziel gar nicht erreicht wird, jedenfalls nicht auf die intendierte Weise durch mehr Geld im Wirtschaftskreislauf, insbesondere durch Kredite an Unternehmen. Der Leitzins der EZB steht bereits bei 0,05 % und bleibt dort, wie heute ebenfalls beschlossen wurde. Doch die Banken wollen das Geld gar nicht verleihen oder finden keine hinreichend kreditwürdigen Kreditnehmer. Es ist eben nicht so, dass die EZB Geldscheine druckt und mit dem Helikopter verteilt, sondern sie kauft damit Anleihen und Kredite bei den Banken, was für diese einen Aktivtausch darstellt. Dabei freuen sich die Banken mehr über die Gelegenheit, nicht so gute Anleihen für gutes Geld verkaufen zu können, als über den Zugang an Geld selbst, welches gegebenenfalls sogar gegen Strafzinsen wieder bei der EZB geparkt wird. Wahrscheinlicher ist der Aufkauf anderer Vermögenswerte wie z. B. Aktien, was u. a. den heutigen DAX-Rekord erklärt.

Neben dem Scheitern des Programms, welches zu einer Ausweitung oder noch verzweifelteren Maßnahmen führen dürfte, ist der Aufkauf von so vielen Anleihen auch eher zweifelhafter staatlicher Schuldner riskant. Dass 80 % der Anleihen formal bei der jeweiligen nationalen Notenbank verbleiben sollen, ist im Ernstfall irrelevant, da z. B. die italienische Notenbank eben nicht Lire dafür herausgibt, sondern Euro. Diese sind auch dann noch in der Eurozone im Umlauf, wenn Italien eine Staatspleite erleiden oder sogar aus dem Euro ausscheiden sollte. Im Grunde erleben wir hier gerade eine große Vergemeinschaftung der europäischen Schulden oder zumindest Haftung ohne irgendeine demokratische Legitimation.

Ein weiteres Risiko ist die monetäre Staatsfinanzierung, also dass nicht einfach nur gegebene Staatsschulden aufgekauft werden, sondern das Programm den Staaten ermöglicht, sich stärker zu verschulden (und zwar über den Effekt durch das absichtlich abgesenkte Zinsniveau hinaus). Auf diesem Wege kann zwar tatsächlich das Inflationsziel erreicht werden, doch die Reformanstrengungen der Länder können erlahmen und das Problem der Vergemeinschaftung der Schulden stellt sich verstärkt. Weitere Rettungsmaßnahmen wird man dann so rechtfertigen, dass eine Rückführung der Staatshaushalte zu schmerzhaft sei und die Gläubiger bei offener Insolvenz zu viel verlieren würden, weshalb sie immer weiter und mehr zahlen müssten, was aber über den Umweg der EZB weniger auffällt.

Ein anderer Weg, auf dem das Programm tatsächlich die Inflation erhöhen kann, ist der einbrechende Eurokurs. Wenn die Zinsen im Euroraum sinken und mehr Euro zur Verfügung stehen, fließt weniger Kapital zu und mehr ab, weshalb der Euro sinkt. Das erleichtert Exporte und verteuert Importe, wodurch die Preise in Euro steigen. Für die Konsumenten ist das ein echter Nachteil und auch die Arbeitseinkommen werden real niedrig gehalten. In den Krisenländern ist das ein erwünschter Effekt, aber nicht im exportstarken Überschussweltmeister Deutschland. Schließlich sind die Niedrigstzinsen ein Problem für die Sparer, gerade wenn die Inflationsrate wieder etwas steigen sollte. Ich empfehle immer noch den Kauf von Aktien, da die Kurse zwar vor allem durch die EZB gesteigert werden, aber eine Umkehr dieser Entwicklung erst einmal nicht absehbar ist.

55 Gedanken zu „EZB beschließt massive Anleihenkäufe

  1. Eine Frage hätte ich aber zu ihrem Text. Die Zinsen sind auf ca. Null, damit die Banken das zusätzlich gedruckte Geld nicht bei der EZB Gewinn bringend anlegen, sondern das Geld in ihrem Lande investieren. Die Zinsen können aber nicht bei Null bleiben, wenn die Inflation gewollt steigt. Steigen dann die Zinsen können die Banken der maroden Staaten ja das Geld zinsgünstig parken, statt zu investieren. Wie funktioniert das genau?
    Dann habe ich noch eine kleine Frage. Der Wert des Euros gegenüber dem Dollar hat sich in den letzten 3 Monaten um 25% verschlechtert, das liegt sicherlich nicht nur an der Stärke des Dollars. Wenn jetzt mehr Euros gedruckt werden, wird sich der Verfall des Euros fortsetzen. Sehen sie das ähnlich?

    • Banken investieren in der Regel nicht selbst, sondern verleihen das Geld an Unternehmen und Unternehmer, die es dann hoffentlich investieren. Wenn die Inflationsrate etwas ansteigt, müssen die Zinsen nicht entsprechend steigen, sondern der Realzins könnte weiter fallen.

      Der Dollar dürfte weiter steigen im Verhältnis zum Euro. Ein Grund für den Anstieg in den letzten Wochen waren die heute angekündigten Maßnahmen. Da sie wohl etwas größer ausfallen als erwartet, steigt allein deswegen der Dollar weiter. Allerdings könnten sich irgendwann die USA beschweren, insbesondere bei Deutschland wegen der extremen Exportüberschüsse.

      • Herr Dilger Sie schreiben :
        Banken investieren in der Regel nicht selbst, sondern verleihen das Geld an Unternehmen und Unternehmer, die es dann hoffentlich investieren.

        1. Frage :

        Woher haben die Unternehmer plötzlich die notwendigen Sicherheiten für diese Milliarden zusätzlicher Kredite ? Keine Sicherheit kein Kredit.

        2. Frage

        Wenn durch diese Investitionen zusätzliche Produktivität geschaffen wird, wer kauft das dann und bei einem Überangebot sinkt doch der Preis, oder?

        3. Frage

        Wieso glauben Sie, dass Finanzunternehmen ( Banken/Versicherungen) sich nicht nun von Staatsanleihen trennen und lieber mit Aktien an den weltweiten Börsen spekulieren ?

        4. Frage

        Wenn Sie sich den Bundeshaushalt mit der schwarzen Null ansehen, wurden doch gerade Investitionen von der Bundesregierung radikal gekürzt, widerspricht dies nicht dem Sinn der EZB Maßnahme ?

        Sie sind auch Staatsdiener. Sie wissen wo man sparen könnte und so Geld für Investitionen zu haben, oder?

        1965 hatten wir bei ca. 55 Millionen Einwohner ohne PC, ohne Internet, ohne Handy ca 460.000 Staatsdiener. Alles mit Karteikarten und längeren Postverkehr geregelt.

        Heute haben wir für 80 Millionen Einwohner 4,7 Millionen Staatsdiener. und finanzieren Millionen Aufstocker mit 10 Milliarden, subventionieren Konzerne die zu wenig Lohn zahlen. Gab es alles 1965 nicht.

        Meinen sie nicht auch, dass wir viel zu viele auf Kosten des Souverän sich ernährende Menschen im Imperium haben ?

        Würden wir das zurück schrauben, hätten wir 4 Millionen mehr Arbeitslose zig leer stehen Bürokomplexe und sofort viel Platz für Flüchtlinge oder Wohnraum weil viel weniger Bürokratie.

        Meinen Sie nicht auch, dass ein radikaler Weg der Sanierung wie in Griechenland hier zu massiven Spannung in der Bevölkerung führen?

        Wenn Sie die Bürokratie in Ihrem Bildungsinstitut vergleichen mit 1965, wieviel kann da eingespart werden, wieviel % ist überflüssig ?

        Brauchen wir je Bundesland einen Landesverfassungsschutz ? LKA ? Parlamente in Bremen, Hamburg ?

        Gibt es irgendeine politische Forderung der AfD dieses Heer von 4,7 Millionen Staatsdiener massiv zu reduzieren um Kosten zu sparen ?

        Nein, es gibt in der AfD nur den Kampf möglichst viel der Steuergelder des Souverän zu erhaschen mit Goldhandel.

        Wenn die AfD damit dann wenigsten wie Titanic, also die Partei, Spenden an Bedürftige geben würde, aber so ?

        Wieviel Staatsdiener in Funktionärsposition gibt es nicht in der AfD.

        Glaubwürdigkeit „alternativ“ zu sein sieht wirklich anders aus. SRY.

        Ich behaupte, dass die Bundesregierung sehr genau weiss, dass der Euro tot ist.
        Man sucht nun krampfhaft nach einem Ausweg und ich kann nur hoffen das es nicht ein Krieg in der Ukraine ist. Diesen Krieg dann als Grund für die oder die Handlung der EU.

      • Bitte verwechseln Sie nicht die Argumentation der EZB mit der von mir. Ich denke (und habe das auch geschrieben), dass dieses billionenschwere Programm nicht wie intendiert wirken kann (also über mehr Unternehmenskredite und Investitionen), sondern höchstens über höhere Staatsausgaben und mehr Exporte bei einem sinkenden Euro. Zusätzliche Produktivität wäre hingegen gut, denn darüber wächst letztlich unser Wohlstand. Entsprechend würde ein Abbau der staatlichen Bürokratie die Arbeitslosigkeit senken statt steigern. Bürokratien haben leider die Eigenschaft, sich selbst zu vergrößern, wie man nicht nur, aber leider auch an Universitäten beobachten kann. Es wäre schließlich schön, wenn die Bundesregierung wusste, dass der Euro tot ist. Das glaube ich nicht, zumindest versucht man ihn dann noch als Zombie zu erhalten. Mit der Ukraine hat das nichts zu tun und die EU führt dort auch nicht Krieg, sondern Russland.

      • @Peter-Alexander Von Der Marwitz:
        „Gibt es irgendeine politische Forderung der AfD dieses Heer von 4,7 Millionen Staatsdiener massiv zu reduzieren um Kosten zu sparen ?

        Nein, es gibt in der AfD nur den Kampf möglichst viel der Steuergelder des Souverän zu erhaschen mit Goldhandel.“

        Die Antwort geben Sie doch selbst. Auch die AfD hat überwiegend Beamte und pensionierte Beamte in ihren Ämtern und Funktionen sitzen. Zeitreiche und solche, die sich risikolos freistellen lassen können, dominieren quer durch alle Parteien unsere Politik. Die AfD unterscheidet sich diesbezüglich leider kein Jota von den Altparteien!

  2. Wir sollen über deutsche Steuerzahler denken und reden. Verluste bei Lebensversicherungen und Spareinlagen werden beträchtlich. Lebenshaltungskosten sind vielleicht z.Zt. durch Erdölpreis stabil. Was heute gesagt wurde war schon lange erwartet. Offensichtlich ist AfD weder auf scharfe Reaktionen vorbereitet noch sehr interessiert an Euro. Unfassbar, dass man pro und kontra Pegida auf die Strassen zu zehn Tausenden spaziert , aber nichts gegen EZB-Missbrauch unternimmt! 200000 AfD Demonstranten in Berlin wäre ein Signal.

    Nach Medienberichten (32 S. AfD-Positionspapier v. Gauland, Petry &Co.) geht es bei AfD-Machtkampf um eine Ausrichtungs-Änderung, von EU und Euro zu Islamismus, Einwanderung, Innere- Sicherheit, also zu Pegida!

    • Wir sollten das Eurothema selbst besetzt halten. Wenn die AfD das mehrheitlich irgendwann nicht mehr will, dann eben außerhalb. Die angebliche Islamisierung des Abendslandes ist jedenfalls ein völliges Ablenkungsmanöver von den wirklichen Problemen unseres Landes und Europas. Warum ist eigentlich Herr Meister noch nicht auf die Verschwörungstheorie gekommen, dass nicht Herr Lucke, sondern Herr Gauland von der CDU geschickt wurde, um die Eurokritik zu diskreditieren?

      • @Alexander Dilger:

        „Die angebliche Islamisierung des Abendslandes ist jedenfalls ein völliges Ablenkungsmanöver von den wirklichen Problemen unseres Landes und Europas.“
        Volle Zustimmung! (das sage ich schon seit Monaten)

        „Warum ist eigentlich Herr Meister noch nicht auf die Verschwörungstheorie gekommen, dass nicht Herr Lucke, sondern Herr Gauland von der CDU geschickt wurde, um die Eurokritik zu diskreditieren?“
        Ach, Herr Dilger … Sie sind doch ein intelligenter Mann. Lucke und Gauland arbeiten Hand in Hand: „Good Cop – Bad Cop“. Beider Ziel ist es, möglichst viele Wähler zu binden und der CDU als Koalitionspartner 2017 im Bund zuzuführen. Offenbar sind sich die Bundesvorstände längst darüber einig, dass sich mit tumben Themen wie der „Islamisierung des Abendlands“ mehr Bodensatz einsammeln lässt als mit Wirtschaftsthemen. Also wird munter entsprechend weiter thematisiert. Dieses Spiel ist doch wirklich nicht so schwer zu durchschauen.

        Wenn Sie wirklich wollen, dass aus der AfD noch eine inhaltlich ernst zu nehmende „Alternative für Deutschland“ und nicht die Zweitmarke der Unionsparteien wird, dann müssen auch Sie sich dafür einsetzen, dass die CDU/CSU-Kamarilla in den AfD-Vorstandsgremien endlich abgelöst wird. Aber so lange Sie Bernd Lucke für einen Vertreter liberaler Interessen halten, können wir noch lange sinnfrei darüber weiterdiskutieren, ob nun die braune Pest oder die Pest im Gewand von Cholera „das kleinere Übel“ ist.

      • Wie kommen Sie darauf, dass ich „Bernd Lucke für einen Vertreter liberaler Interessen halten“ würde? Er hat mehrfach erklärt, kein Liberaler zu sein. Auch ich halte ihn für einen Konservativen, dessen inhaltliche Positionen aber gerade noch akzeptabel sind. Sie übersehen das simple Faktum, dass es keine liberale Mehrheit diesseits von Herrn Lucke in der AfD gibt. Wenn er geht, wird die AfD nicht liberaler, sondern gänzlich unwählbar.

      • @Alexander Dilger:
        „Auch ich halte ihn (Lucke) für einen Konservativen, dessen inhaltliche Positionen aber gerade noch akzeptabel sind.“

        Welche „inhaltlichen Positionen“ denn, Herr Dilger?

        Wo „Bernd Lucke“ drauf steht, ist leider nicht das drin, was er behauptet. Lucke ist mithin keinen Deut erträglicher als Gauland oder Petry.

        Ihr Namensvettter (Alexander) Gauland mag zwar ein Polterer sein und ist alles andere als auf meiner politische Linie, aber im Gegensatz zu unserem Leichtmatrosen Bernd Lucke ist er authentisch, eine echte politische Rampensau mit viel Medienerfahrung und glaubwürdig. Bei Gauland weiß man wenigstens gleich woran man ist.

        Frau Petry wiederum windet sich wie eine Schlange – sie hat sich diesbezüglich inzwischen offenbar sehr viel von Herrn Lucke abgeschaut. Vielleicht ist das aber auch nur eine Strategie ultra“reformierter“ (protestantischer) Politiker. Ich weiß es nicht, spielt aber letztlich auch keine Rolle. Hier auch noch Ursachenforschung zu betreiben, ist etwas für Psychoanalytiker oder für Parteien-Forensiker. Ich bin keins von beiden.

        Und nun fragen Sie mich mal, ob ich mich für Pest oder Pest im Gewand der Cholera entscheiden würde?
        Nun, wenn man von vornherein weiß, dass man es mit der Pest zu tun hat, kann man sich entsprechend wappnen und medikamentieren. Wenn man aber zunächst Cholera bekämpft, obwohl es sich um Pest handelt, verliert man nur kostbare Zeit und ist vielleicht schon längst gestorben, bis einen die richtige Diagnose ereilt.

        Ich vertraue von unseren Bundessprechern lediglich noch Herrn Adam, wenn auch ich keineswegs all seine Positionen teile (z.B. zur ‚Pegida‘).

        „Sie übersehen das simple Faktum, dass es keine liberale Mehrheit diesseits von Herrn Lucke in der AfD gibt. Wenn er geht, wird die AfD nicht liberaler, sondern gänzlich unwählbar.“

        Das übersehe ich ganz und gar nicht. Die AfD ist derzeit unwählbar! Aus diesem Grund habe ich mich bereits bei der Europawahl entschieden, lieber in meiner Wahlheimat Österreich zu wählen.

        Die Frage ist doch vielmehr, ob überhaupt noch eine Chance besteht, aus der AfD eine „Alternative (des gesunden Menschenverstands) für Deutschland“ zu machen, oder ob der Zug längst abgefahren ist und wir (also Leute wie Sie und ich) inzwischen nur noch sentimental am Bahnsteig herumstehen und dem verpassten Zug hinterherwinken, wie es ein türkischer Freund schon vor einem halben Jahr mir und dem ehemaligen bayerischen AfD-Landesvorsitzenden gegenüber ironisch bemerkt hat.

      • „Die AfD ist derzeit unwählbar!“ Das ist keine Aussage, die man als AfD-Mitglied öffentlich äußern sollte. Ich halte das für einen berechtigten Ausschlussgrund, wenn Sie nicht selbst die Konsequenz ziehen, zumal es keine Chance auf eine Entwicklung der AfD in Ihrem Sinne gibt. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, persönlich möchte ich Sie gar nicht loswerden, weil Sie trotz Ihrer vielen skurrilen Ansichten ein potentieller Verbündeter sein könnten. Doch wenn man Ihre Aussagen auch nur zur Hälfte ernst nimmt, haben Sie nichts in der AfD verloren.

      • Nur weil ich Mitglied der AfD bin, muss ich noch lange nicht jeden Kandidaten der AfD für wählbar halten. Und ob ich die Partei im Ganzen für wählbar halte, hängt nun mal maßgeblich von ihrer Liste ab. Die Europaliste habe ich persönlich als Zumutung empfunden. Daher zog ich es vor in Österreich zu wählen.

        Ich fühle mich von unseren AfD-Europaabgeordneten im Übrigen auch nicht gut vertreten. Sie vielleicht?

      • Ich bin schon froh, dass Herr Pretzell eigentlich gar nichts tut. Der heutige Beitrag von Herrn Starbatty ist dagegen doch ganz in Ordnung.

      • Ich muss Herrn Meister Recht geben. Eine Parteimitgliedschaft bedeutet nicht jede Dummheit einer Parteiführung mitzumachen und dafür automatisch zu stimmen. Bis zum Austritt ist aber noch ein langer Weg! Solange Lucke-Henkel-Starbatty eine liberal-konservative Eurokritische Partei führen bekommen sie meine Stimme. Eine gaulandisierte Pegida-AfD bekommt meine Stimme nicht. Auf Landesebene bekommt eine Putin-Versteher Partei auch keine Stimme etc.
        Selbstverständlich gibt es für Parteimitglieder Konstellationen und Programme die heute nicht mehr wählbar sind. Manchmal wirken verlorene Wahlen wie Wunder und es kommt zu Erneuerung!

      • Bei der Hamburg-Wahl sollten jedoch gerade die bürgerlichen und liberalen Mitglieder der AfD die Daumen drücken (und als Hamburger für sie stimmen). Ein Erfolg dort könnte die FDP verhindern und würde innerparteilich die Liberalen stärken.

      • @Alexander Dilger:
        „Der heutige Beitrag von Herrn Starbatty ist dagegen doch ganz in Ordnung.“

        Habe ich nicht mitbekommen. Was hat Herr Starbatty geleistet?

      • Sie müssen die Sachen schon auch lesen, die Ihnen zugeschickt werden (hier konkret AfD Kompakt von heute, S. 4), wenn Sie mitdiskutieren wollen.

      • Der war gut! 🙂

        Wenn ich alles lesen würde, was mir in Sachen AfD so zugeschickt wird, müsste der Tag 96 Stunden haben und ich käme trotzdem nicht zum Schlafen.

        Aber trotzdem vielen Dank für den Hinweis. Ich werde es mir zu Gemüte führen, wenn Sie die aktuelle Ausgabe des „AfD Compact“ mit dem Prädikat ‚lesenswert‘ auszeichnen.

  3. Für die 1.200.000.000.000,00 € ja eine Billion hat tatsächlich 12 Nullen.
    Für diesen Betrag kann Herr Dilger tatsächlich 1,5 Milliarden Fahrräder kaufen.
    Alternativ 60.000 PKW a‘ 20.000,00 € kaufen.
    Er könnte auch 4.800.000 Einfamilienhäuser zum Stückpreis von 250.000 € bauen.

    Wenn die Afd in Berlin die Macht übernimmt kann Sie damit 4 Jahre den Bundeshaushalt finanzieren, d.h. wir brauchen in Deutschland 4 Jahre keine Steuer zu zahlen.

    Vielleicht überweist ja Herr Dragi das Geld nach Deutschland?

    • Bei den Pkw haben Sie sich um den Faktor 1.000 verrechnet, was bei solchen Zahlen aber durchaus passieren kann. Von dem Geld soll übrigens ein größerer Anteil nach Deutschland fließen. Nur nützt das nicht viel, weil die Bundesanleihen teilweise ohnehin schon negative Nominalzinsen haben. Geschenkt wird das Geld nur anderen. Schuldner mit höchster Bonität können und müssen immer zahlen.

  4. Wäre es für die AfD nicht einge geniale Chance in Bremen mit den 3000 angereisten Mitgliedern zu demonstrieren und die Forderung der EZB zu unterstützen für eine Inflation von 2 %.

    10% HÖHERE Löhne für alle Beschäftigten.

    Oder eben ein anderes Thema zu dieser EZB Entscheidung

    • Ich denke nicht, dass eine AfD-Demonstration für die EZB und deren Politik sinnvoll ist. Ich würde mich an einer Demonstration gegen die EZB, ihre Politik und den Euro allgemein beteiligen. Doch ich gehe fest davon aus, dass unsere Parteioberen nichts in diese Richtung planen. Wer würde sich von der Basis aus beteiligen?

      • Gerne werde ich mich an einer DEMO gegen die EZB Politik beteiligen. Auch bei der Organisation würde ich mitarbeiten. Wir können in Düsseldorf vor der LZB demonstrieren. Die Demo sollte von der AfD unabhängig stattfinden.

      • Eigentlich müssten wir vor der EZB in Frankfurt demonstrieren. Für AfD-Mitglieder bietet sich auch eine Demonstration in Bremen an. Motto (aus dem urabgestimmten Text): „Der Euro ist eine Fehlkonstruktion.“

  5. Herr Dilger wäre es nicht an der Zeit einen Verein Bund der Nichtwähler zu gründen ? Der dann zu allen Themen der Regierung sein Statement abgeben kann.

    So wie der Bund der Steuerzahler ja auch für alle Steuerzahler spricht?

    Wäre das nichts für Sie und einige der qualifizierten Fachleute die Sie kennen ?

    Nicht rechts, nicht links, nicht liberal oder konservativ sondern einfach nur für 50 % des Souverän sprechen, der bei den Wahlen nicht teilgenommen hat ? Dies evtl. sogar EU weit ?

    • Noch bin ich AfD-Mitglied. Doch auch ohne Parteimitgliedschaft bliebe ich vermutlich Wähler. Selbst bzw. gerade als Nichtwähler könnte ich nur für mich sprechen und nicht für alle anderen Nichtwähler. Gerade die große Gruppe der Nichtwähler ist sehr heterogen und kaum politisch organisierbar.

      • Sehe ich auch so. Es gibt sehr viele Gründe Nichtwähler zu sein und die lassen sich nicht zielgerichtet bündeln.

  6. Alle Steuerzsahler sind auch nicht im Bund der Steuerzahler, dennoch sprechen die im Namen aller Steuerzahler.

    Ebenso könnte ein Bund der Nichtwähler handeln. Nichtwähler sind da, wie Steuerzahler.

    Nichtwähler kann man auch ab und zu sein und bei ordentlichem Angebot mal wählen. Ebenso kann man Parteimitglied sein. Beim Bund der Steuerzahler sind auch Parteimitglieder der verschiedensten Parteien.

    Die Argumente von ihnen beiden ziehen also nicht..

    Herr Dilger als Sprecher des Bund der Nichtwähler würden Sie für den Bund der Nichtwähler sprechen, mithin für alle Nichtwähler. Da Wahlen geheim sind, wird nie belegt werden können, ob Sie manchmal oder nie wählen.

    • Der Bund der Steuerzahler spricht nicht wirklich für die Steuerzahler. Im Grunde ist das ein Marketingtrick. Sie mögen diesen Trick für die Nichtwähler wiederholen. Ich bin zu sehr der Wahrheit verpflichtet, um das zu tun. Ein wesentlicher Kritikpunkt an den etablierten Politikern ist doch gerade, dass sie es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen. Außerdem ist überhaupt nicht klar, welches gemeinsame Interesse die Nichtwähler im Gegensatz zu den Wählern haben. Es handelt sich jeweils um Bürger oder zumindest in Deutschland lebende Menschen, die eine gute Politik brauchen, wobei es Gegenstand des Parteienstreits ist, welche Politik gut ist. Schließlich ist bei Wahlen die abgegebene Stimme geheim, also wen man wählt, nicht aber, ob man wählt.

    • Lieber Herr Von Der Marwitz,

      Steuern und Zwangsabgaben summieren sich in Deutschland auf mehr als eine Billion Euro im Jahr, über die ein paar wenige wie auch immer entscheiden.

      Aber stellen Sie sich darauf ein, dass unser kleptokratischer Feudalstaat Ihnen in Zukunft noch viel tiefer in Ihre Tasche greifen wird!

      Blicken Sie auf die südeuropäischen Krisenländer wie Griechenland, Spanien und Portugal: Hier wurden durch die Euro-Einführung nicht nur die Preise massiv erhöht, was zu einer Kürzung der Real-Löhne und Unternehmergewinne kleiner und mittlerer Selbständiger führt, sondern stetig die Steuern angehoben oder – wie bei uns auch – neue verdeckte Steuern eingeführt.

      Das Ergebnis wird zwangsläufig in der gesamten Eurozone der totale Crash sein. Daran ändern Sie weder als Wähler noch als Nichtwähler irgendetwas.

      Im Grunde müssten alle Leistungsträger schlagartig die Abgabe aller Zwangsabgaben verweigern. Nur so könnte die Kleptokratie in die Knie gezwungen werden. Aber das traut sich hierzulande ja niemand.

      • Als Rechtsstaatspartei sollte die AfD nicht zum Rechtsbruch aufrufen. Wir sollten in der Partei dafür werben, dass sie sich im ganzen Land für Steuersenkungen und vor allem -vereinfachungen einsetzt. Die FDP bekam dafür bundesweit 14,6 Prozent. Im Gegensatz zu ihr muss die AfD dann aber auch halten, was sie verspricht.

      • Der Rechtsbruch wird durch die völlig überzogenen Abgaben doch längst vom Staat selbst begangen. Sich der hohen Abgabenquote zu verweigern, wäre also nichts weiter als der Versuch, die Kleptokratie zur Legalität zurück zu führen.

        Sie dürfen nicht vergessen, dass Steuerverschwendung nach wie vor nicht geahndet wird und vermutlich selbst in den allerschlimmsten aller Fälle auch gar nicht geahndet werden kann, da Politiker und EZB-Gouverneure Immunität genießen und vor strafrechtlicher Verfolgung für ihr amtliches Handeln und Tun sicher sind.

        Von Korruption (ja, so etwas gibt es auch in Deutschland und in den meisten Südländern sowieso) ganz zu schweigen.

      • Schauen Sie sich die Pfand Regelung an. Mal abgesehen von dem dümlichen Gesetz Verpackungsverordnung.
        Als Händler bezahlen Sie auf Pfand im EK Vorsteuer. Vom Kunden bekommen Sie jedoch nur den netto Pfandwert. (Beispiel Kiste Pfand 3,30 + 19 % Mwst bei Metro oder Fachhändler) Sie als Endverbraucher zahlen 3,30 incl. Mwst.

        Wo geht Leergut verloren ? Beim Endverbraucher. Schaden beim Händler. Mehr noch, kauft man beim Einzelhändler und gibt es bei Metro ab, verdient man am Leergut 19 %.

        Jetzt kommt der Politiker und sagt, quatsch Vorsteuer kann man absetzen von der Mwst . Das ist Unsinn, weil sich die Nettowerte verändern. Netto EK 3,30 zu netto VK 2,87.

        Unsere findigen Zuwanderer haben das Spiel längst raus. Im Supermarkt eingekauft im Sonderangebot und bei Metro oder Fachhandel abgegeben.

        Wenn man dies dann der Politik erklärt und weiter verfolgt zu Bundesministerien ( schon nicht einfach, weil sowohl Finanzministerium und Umweltministerium handeln müßten) bekommt man folgende Antwort:

        Wir können das nicht ändern, denn wenn einheitlich 3,30 incl MWST vom Hersteller bis zum Endverbraucher vorgeschrieben ist, würde Pfand in der Getränkeindustrie im Aktivbereich um 19 % abgewertet werden müssen. Pfand ist aber ein sehr großer Posten in der Bilanz, faktisch alle wären auf einen Schlag in der Kreditwürdigkeit in Problemen.

        Es dem Endverbraucher aufzuerlegen ist politisch nicht zu vermitteln.

        Dem Staat gehen wissentlich Milliarden so verloren an Steuer.

        Herr Meister diese und ähnliche Probleme lösen Parteien nicht mehr.

        Einem Bekannten wurden durch Schätzung vom Konto vom Finanzamt 3000 Euro gepfändet. Dann fand man die Unterlagen, entschuldigt sich für das Vorgehen und sichert sofortige Rücküberweisung des Guthabens zu. Nun hat er Post bekommen, er möge seine Kontonummer angeben.

        Das Imperium hat jegliche Kontrolle über die Behörden verloren.

        Die Unterschicht führt uns, Gesindel.

        Bei den Paketdiensten arbeiten viele Zuwanderer Subunternehmen. Gewerbeanmeldung vorgelegt beim Götter Boten oder der Post, Vertrag unterschrieben, nach kurzer Zeit Gewerbe abgemeldet. Null Ärger mit Finanzamt.

        Die Polizei kontrolliert die Fahrzeuge..und..richtig keiner prüft ob die ein Gewerbe haben.
        Wissen Sie wie viele Subunternehmer auf dem Bau so arbeiten ?

        Herr Dilger, „alternative“ Staatsführung ist gefragt, sei es durch eine einfache Steuerregelung, sei es durch weniger Bürokratie, sei es durch ein anderes Gesundheitssystem, Rentensystem.

        Das jetzige System ist schlicht weg….zerstört von den Politikern. Die AfD hätte Themen ohne Ende, wenn sie interlektuell vor Ort fähig wäre, Probleme vom Bürger zu hören und in Forderungen umzusetzen.

        Glaubt die AfD ernsthaft, wenn weniger Zuwanderer am Steuertopf sich laben, dass die anderen armen Mitmenschen mehr bekommen ? Niemals, die Bürokratie frist es auf. So kommt es, dass die aktuellen Zuwanderer Diskussion der AfD nur eine Publizität verschafft. Reklame auf Kosten der Armen.

        Hatten wir alles schon, Schill, alternativ ist es eben nicht.

      • @Peter-Alexander Von Der Marwitz
        „Einem Bekannten wurden durch Schätzung vom Konto vom Finanzamt 3000 Euro gepfändet. Dann fand man die Unterlagen, entschuldigt sich für das Vorgehen und sichert sofortige Rücküberweisung des Guthabens zu. Nun hat er Post bekommen, er möge seine Kontonummer angeben.“

        Solche Spielchen des Fiskus sind doch der ganz normale Kreditbetrugsalltag unseres ach so seriösen Staates.

        Wenn Sie dem Finanzamt irgendeine Steuer schulden, muss selbstredend sofort bezahlt werden. Wenn Sie aber zu viel bezahltes Geld zurück zu bekommen haben, wird die Erstattung hinaus geschoben bis St. Nimmerlein. Grundsätzlich werden Erstattungsanträge erst einmal liegen gelassen. Dann folgen unsinnige Nachfragen, nicht selten zu in Wirklichkeit genauestens erläuterten Positionen. Irgendwann bekommen Sie die Mitteilung, dass auf Grund des Sachverhalts eine Sonderprüfung durchgeführt werden muss. Der Prüfer meldet sich Monate später, um weitere Monate später mit seiner Prüfung zu beginnen. Diese wird aber meist nicht am Stück durchgeführt, sondern erstreckt sich wiederum auf einen Zeitraum von mindestens einem halben Jahr, oft sogar über zwei bis drei Jahre. Dann muss erst noch ein Bericht geschrieben werden, der selbstverständlich fehlerhaft ist. Gegen diesen können sie dann protestieren und das ganze Spiel geht in die nächste Runde. Alles schon ein gutes Dutzend mal mitgemacht.

        Und was leistet unser Staat dafür?

        Schulen, in denen der Unterricht ausfällt und Kinder nur mäßig motiviert und gefordert bzw. gefördert werden.

        Buckelige Straßen mit Schlaglöchern.

        Bürgerfeindliche Bürokratie bis zum Abwinken.

        Eine Bundeswehr, die zwar eine schicke PKW-Flotte mit den aktuellsten

        Neuwagen unterhält, aber im Verteidigungsfall nicht einmal einsatzfähig wäre.

        Eine Poliziei, die sich statt Verbrecher zu jagen lieber auf das Abkassieren von ganz normalen Autofahrern spezialisiert.

        Ein Rentenversicherungssystem mit dem schönen Namen „Generationenvertrag“, das schon heute mit etwa einem Viertel der gesamten Steuereinnahmen subventioniert werden muss.

        „Bankenrettung“, „Eurorettung“ usw., usf..

  7. „Ich empfehle immer noch den Kauf von Aktien, da die Kurse zwar vor allem durch die EZB gesteigert werden, aber eine Umkehr dieser Entwicklung erst einmal nicht absehbar ist.“ -???-

    Gestern, am 23.01.2015, verkaufte ich alle meine Aktien! Wie wohl ist’s mir jetzt! Ich sitze nun im Lehnstuhl und warte – auf den ganz großen Rumms – der womöglich gar nicht mehr so lange auf sich warten läßt. Wenn die Siemens so um die 40 € kosten und die Telekom so um die 8 €, dann tausche ich wieder die baren Euros in echte Beteiligungen.

    Übrigens, Staatsanleihen kaufte ich schon lange nicht mehr: Das Geld für die Zinsen, die der Fiskus mir gibt (damals noch gab),nimmt er mir ja vorher ab (als Lohnsteuer). Der Sparer, der dem Staat Geld leiht, ist im Grunde blöd: er kriegt vom Fiskus sein eigenes Geld zurück (und das auch nur zum Teil).

    • Das ist jetzt ein Witz, oder? Vielleicht können Sie demnächst Ihre Euroscheine zum Heizen verwenden, während ich mich an der Dividende meiner Aktien in welcher Währung auch immer erfreue.

    • Na dann legen Sie Ihr Bargeld mal lieber unter die Bettmatratze als auf die Bank. Denn demnächst kommt Herr Schäuble mit der Vermögensabgabe um die Ecke. Dann können Sie Ihre Euros auch gleich – wie von Herrn Dilger empfohlen – im Ofen verschüren.

  8. Mir geht es zur Zeit etwas schlechter, weil 70% meines Portefeuille über ein Dollarkonto laufen. Das Bargeld, welches ich in Euro noch auf dem Dollarkonto hatte ist währungstechnisch schon mal weg, es kommt aber wieder, wenn der Euro wieder über 1.17 Dollar liegt. Wenn ich jetzt sehe, dass jeden Monat 60 Milliarden Euro geistig gedruckt werden, dann kann ich lange warten.

    • Was soll es bedeuten, dass Sie Bargeld auf dem Konto haben, und wieso soll dieses bei einem niedrigen Dollarkurs weg sein? In Euro sind Ihre Euro doch immer dasselbe wert, während Ihr Dollarvermögen gerade in Euro ansteigt.

      • In meinem Portefeuille habe ich amerikanische Aktien, die nur in NY gehandelt werden, mein Broker OnVista verrechnet über mein Eurokonto. Wenn der Dollar sich zum Euro verändert bei unverändertem Kurs, dann ändert sich auch die Bilanz. Diese Bilanz wird augeglichen oder summiert sich entweder durch den Geldwert auf dem Konto oder durch Verkauf irgendeiner Aktie. Dieser Verkauf gilt aber nur, wenn sie nur Aktien ausländischer Währung im Portefeuille haben. Haben sie auch deutsche Aktien im Portefeuille, dann wird die Bilanz dadurch ausgeglichen, in dem man die Bilanz negativ stellt.

      • Das verstehe ich immer noch nicht. Ihre Aktiva in Dollar werden doch in Euro gerechnet jetzt mehr wert. Haben Sie einen Kredit in Dollar aufgenommen?

  9. Herr Dilger, wenn sie das nicht verstehen, dann kann es nur daran liegen, dass ich es lückenhaft erklärt habe. Zur Erklärung nehme ich jetzt mal fiktive Zahlen. Mein Broker ist die OnVistaBank. Dem Broker gebe ich jetzt 20000 Euro. Dann gebe ich dem Broker die Anweisung für 20000 Dollar auf dem OTC Markt in New York amerikanische Aktien zu kaufen. Er kauft die Aktien und zahlt dem amerikanischen Broker 20000 Dollar von meinen 20000 Euro. Der Barbetrag, der dann noch auf meinem Konto übrig ist, ist ein verfügbarer Betrag in Euro. Dieser Betrag ändert sich täglich, je nach Euro/Dollarkurs. Wird der Dollar stärker, wird der verfügbare Betrag in Euro kleiner.

    • Das verstehe ich. Doch solange Sie kein Defizit auf dem Konto haben, werden Sie in Euro nur reicher, nicht ärmer durch einen steigenden Dollarkurs. Die gekauften Aktien sind in Euro mehr wert und der Kontostand bleibt in Euro unverändert, während er in Dollar sinkt. Wenn Sie mit einem weiteren Dollaranstieg rechnen, was momentan vernünftig ist, dann sollten Sie allerdings überlegen, auch das Konto auf Dollar umzustellen, womit Sie in Euro noch reicher würden.

  10. Das stimmt soweit. Mein verfügbarer Betrag war mal 2500 Euro. Er ist jetzt minus 1200 Euro. Normalerweise hätte ich bei Null Euro Guthaben Bargeld überweisen müssen, weil der Broker einen Minusbetrag nicht duldet. Das liegt daran, dass die amerikanischen Aktien nur in den pink sheets gehandelt werden. Da ich bei dem gleichen Broker auch Aktien deutscher Firmen habe, braucht der Minusbetrag nicht durch Barzahlung ausgeglichen werden. Wenn ich meine amerikanischen Aktien aber jetzt verkaufen würde, hätte ich, wie sie richtig sagten, einen weiteren Mehrwert durch den Euro/Dollarkurs.

    • Nochmal zur Klärung, die +2500 Euro sind zu -1200 Euro geworden durch die Stärke des Dollars und nicht durch Transaktionen.

      • Was machen Sie da?
        Hebelgeschäfte?

        Finger weg – das ist sehr riskant und als Kunde eines Brokers haben Sie keine Möglichkeit wirklich zeitnah zu reagieren. Das ist nichts für Amateure!

  11. Herr Meister, ich bin wahrlich kein Amateur in Börsenangelegenheiten, das heisst aber nicht, dass man immer Gewinne einstreicht. Derivate oder Zinsoptionen habe ich nie gemacht. Herr Dilger, der Fall des Euros erhöht die Gewinne beim Verkauf, ein Anstieg des Euros gegenüber dem Dollar schmälert den Gewinn wenn ich hier ein Anstieg oder Fall des Aktienkurses vernachlässige. Deshalb mache ich mit der Votalität des Eurokurses keinen Gewinn oder Verlust, entscheidend ist einfach der Zeitpunkt. Hätten die Aktienkurse jetzt ihr Verkaufsziel erreicht, dann würde ich beim jetzigen Dollarkurs verkaufen. Wenn ich mal Millionär bin, dann gebe ich euch Bescheid, lach.

    • Sie haben immer noch nicht schlüssig erklärt, warum Ihr Kontostand durch den fallenden Euro negativ geworden ist. Wenn Sie ein positives Guthaben haben, wird dieses durch Kursveränderungen doch höchstens kleiner, aber nicht negativ. Haben Sie einen Fremdwährungskredit aufgenommen oder doch Derivate im Portfolio?

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