Umfrage zum Parteitagsablauf

Heute erhielt ich folgende E-Mail von der Bundesgeschäftsführung der AfD:

Sehr geehrter Herr Dilger,

in den vergangenen Tagen haben wir eine Reihe von Rückmeldungen aus den Gliederungen erhalten, die sich auf den geplanten Ablauf des bevorstehenden Bundesparteitags  vom 30. Januar bis 1. Februar 2015 in Bremen beziehen. Ein Teil dieser Rückmeldungen wendet sich dagegen, dass im Entwurf der Tagesordnung Zeit für die Behandlung von sozial-, gesundheits- und steuerpolitischen Themen auf der Grundlage von Beiträgen namhafter Experten vorgesehen ist. Es wird verschiedentlich vorgeschlagen, die dafür vorgesehene Zeit zur Klärung anderer Fragen zu nutzen.

Um ein klares Meinungsbild herbeizuführen, möchten wir diejenigen Parteifreunde, die sich bereits als Teilnehmer am Bundesparteitag angemeldet haben, darum bitten, uns ihre persönliche Präferenz für die grundsätzliche Gestaltung des Parteitags bis zum Sonntag, den 11. Januar 2015, um 23:59 Uhr mitzuteilen.

Bitte nutzen Sie dazu den beigefügten Link und Ihr Passwort.

Link: https://umfrage.alternativefuer.de/index.php/599887/lang-de

Ihr Passwort: […]

i.A. Georg Pazderski
Bundesgeschäftsführer

Wie ich schon zur ‚Einladung nach Bremen‘ anmerkte, finde ich die Fachvorträge spannend, aber in dieser Form nicht passend für einen Parteitag. Deshalb habe ich gegen die Verquickung gestimmt. Leider stehen keine weiteren Optionen zur Abstimmung und können beim Formular keine Anmerkungen gemacht werden. Doch es sollte bedacht werden, dass eine völlige Änderung des angekündigten Parteitagsablaufs insbesondere in zeitlicher Hinsicht die gesamte Einladung ungültig machen könnte. Schon die Abweichung der Einladung von der Vorabinformation war nicht unproblematisch. Zum Glück habe ich noch nichts gebucht. Zukünftig sollte man zuerst fragen und dann einladen. Die Anmeldung zum Parteitag ist übrigens noch bis zum 9. Januar möglich.

16 Gedanken zu „Umfrage zum Parteitagsablauf

  1. Unserem Bundesgeschäftsführer Georg Pazderski muss man aber zugestehen, dass er besten willens ist, eine optimale mitgliedsorientierte Tagesordnung vorzulegen. Ich finde es hervorragend, dass sich nahezu 2500 Mitglieder für den Parteitag angemeldet haben. Ich hoffe, dass die Anzahl bundesweit ausgeglichen ist.

    • Ja, das kann noch richtig lustig werden, wenn man bedenkt, dass der größte Saal (Hanse-Saal) des Maritim-Hotel in Bremen inklusive Empore (300 Personen) maximal 1600 Personen mit bloßer Bestuhlung (ohne Tische!) fasst.

      Avanti Dilettanti!

      • Das ist ein Nachteil von Mitgliederparteitagen. Bis zwei Wochen vorher kann jedoch noch eine Verlegung den Mitgliedern mitgeteilt werden.

      • Na hoffentlich wurde ausreichend vorgesorgt. Drei Tage Stehen ist nämlich auch eine Möglichkeit, MItglieder zu ermüden und dafür zu sorgen, dass wenn es am Ende der Tagesordnung endlich um die wichtigen Nebenordnungen geht, kaum noch jemand da ist. Angewandte „innerparteiliche Demokratie“ à la AfD-Führung eben.

  2. Ich werde nur an den Abstimmungen zum Satzungsentwurf teilnehmen, also eine Tagesfahrt unternehmen. Wenn Sie wollen, dann können wir eine Fahrgemeinschaft bilden. Möglicherweise schließen sich dieser einige mehr an. Dann ist die Fahrerei nicht so langweilig und die Kosten halten sich auch im Rahmen.

    • Gute Idee, aber es ist doch gar nicht so klar, wann die entscheidenden Abstimmungen (erst über die Zahl der Vorsitzenden und dann den gesamten Satzungsentwurf) stattfinden. Es wäre übrigens klüger, jede einzelne Änderung der Satzung separat abzustimmen. Nun droht Folgendes: Über Änderungen am Entwurf wird mit einfacher Mehrheit abgestimmt, die es dann auch für nur einen Vorsitzenden geben könnte, während ganz am Ende bei der Schlussabstimmung die Zweidrittelmehrheit fehlt.

      • Hallo,

        zu „Es wäre übrigens klüger, jede einzelne Änderung der Satzung separat abzustimmen“: dafür trommle ich seit Monaten. Lucke, Glaser et al sind auf diesem Ohr aber leider schwerhörig 🙂

        Ich kann mich auch mit einer Einerspitze anfreunden. Wenn, ja wenn, die Satzung diese Person einhegt. Das tut aber kein einziger der vorgelegten Entwürfe. Die schanzen alle dem Vorsitzenden sehr, sehr viel Macht zu. Und das feinziselierte Machtgefüge drumherum mit Kernvorstand, Konvent usw. dient letztlich nur der Zementierung dieser Macht des Vorsitzenden und eines inneren Zirkels.

        Ich habe keine Sorge, dass Herr Lucke die mißbrauchen würde, ihm vertraue ich. Aber was ist, wenn früher oder später jemand nach Lucke in diese Position, der sie mißbrauchen würde? Was, wenn einer der Satzungsvorschläge in Bremen beschlossen wird, und wenig später bei der Neuwahl des Bundesvorstandes wird Herr Lucke abgewählt und ein strammer Nationalliberaler oder radikaler Wirtschaftsliberaler der Parteivorsitzende? Will man dann die Satzung wieder zurechtbiegen? Wie? Get real: geht nicht.

        Ich halte es aus dieser Sorge für viel zu gefährlich, einem der vorliegenden Satzungsentwürfe zuzustimmen. Einerspitze oder sonstwas ist dabei zweitrangig. Denn es kommt ebenso auf das drumherum an, und das ist in allen Entwürfen auf eine stark zentralisierte Parteiführung ausgerichtet. Vom Generalsekretär hin bis zu doppelten Mehrheiten, sprich, der Parteivorsitzende kann nicht überstimmt werden. Das ist eher antidemokratisch, sorry.

        Vielmehr sollte die existierende Satzung Punkt für Punkt weiterentwickelt werden. Und Bernd Lucke in diesem Rahmen seinen Platz finden. Ein konstruktiver, alle Mitglieder mitnehmender Weg, den wir übrigens bislang in BW sehr erfolgreich eingeschlagen haben.

      • Eine Satzung, die speziell auf eine bestimmte Person oder Situation zugeschnitten ist, ist nicht mit demokratischen Grundsätzen vereinbar. So etwas geht in Unternehmen oder Privatstiftungen aber nicht in einer Partei (ausgenommen vielleicht „Team Stronach“, da bezahlt der der anschafft aber auch selbst).

  3. Leider, wie Herr Pazderski nach 12 mitteilte, es war ein Versehen! Und wie waere es mit KISS zu versuchen? Eigentlich wollen wir ueber Satzungen abstimmen. Zuegig und transparent! BuVo soll am besten TO revidieren und es einfach bekanntmachen, z.B. v. Freitag 18 PM bis Sonntag 11AM.

    • Das finde ich ziemlich unprofessionell. Entweder hätte man dann mit der Befragung gleich bis zum 10. Januar warten sollten oder nun die Daten abgleichen können (neuer Befragungslink nur für diejenigen, die sich später angemeldet haben).

      • Das ist nicht „ziemlich“, sondern völlig unprofessionell.

        Die Bundesgeschäftsstelle geht offenbar davon aus, dass die Mehrzahl der Mitglieder zu den Zeitreichen gehört, die sich von früh bis spät mit der AfD beschäftigen können und sich vielleicht auch noch an ihrem Dilettantismus erfreut.

  4. Die Mail „Meinungsbildungsgestaltung BPT Bremen“ von Herrn Pazderski habe ich auch gestern erhalten. Beim Öffnen des Link zur Erforschung meiner Meinung erscheint: „Leider haben Sie dafür keine Berechtigung“,
    obwohl ich mich sicherheithalber gleich zweimal zum BPT angemeldet habe. Um nicht Opfer von Softwarefehlern zu werden, habe ich den „Vielen Dank für Ihre Anmeldung“ beim zweiten Mal ausgedruckt! Oder hat jemand eine Anmeldebestätigung erhalten?

    • Haben Sie heute nicht die Mail von der Bundesgeschäftsstelle erhalten, mit der das Meinungsbild wieder abgesagt bzw. verschoben wurde? Dass Sie gestern die Mail zum Meinungsbild erhielten, war eine indirekte Bestätigung Ihrer Anmeldung. Direkte Bestätigungen gab es nicht.

      • Danke Herr Dilger. Diese Mail vom 7.1. der Bundesgeschäftsstelle war vom gmx-Spamfilter abgefangen worden und hatte meinen PC nicht erreicht. Ich habe sie bei gmx im Spamfilter gefunden.

    • Lieber Herr Franke,

      es ist so, wie es Herr Dilger beschreibt:
      Die Aufforderung zur Teilnahme an der Befragung ist die indirekte Anmeldebestätigung.

      Schließlich sind wir die Partei der Wirtschafts- und Managementexperten, die alle anderen stets darüber belehrt, was sie so alles falsch machen. Da können Sie doch nicht ernsthaft erwarten, dass sich unsere Bundesgeschäftsstelle mit so banalen Dingen wie der Übersendung einer zeitnahen Anmeldebestätigung zum Parteitag abgibt … (*Sarkasmus aus*)

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