Griechenland wählt ein neues Parlament und hoffentlich den Euro ab

Kürzlich fragte ich: ‚An welchem Land wird der Euro zerbrechen?‘ Heute sind die Chancen von Griechenland auf diesen Ehrentitel gestiegen. Die „Präsidentenwahl scheitert: Vorverlegte Parlamentswahlen in Griechenland“ sind die Folge. Idealerweise wird am 25. Januar 2015 Syriza die stärkste Partei und bildet dann eine Regierung, die mit der verfehlten Pseudoreformpolitik bricht, woraufhin Griechenland aus dem Euro ausscheidet und sich wirtschaftlich erholen kann, was dann Schule macht und zum allgemeinen Ende des Euro führt.

Natürlich kann dabei vieles schiefgehen. In den jüngsten Umfragen bröckelt der Zuspruch zu echten Veränderungen, so dass sich die korrupten etablierten Parteien an der Macht halten könnten. Auch Syriza und Parteichef Alexis Tsipras könnten einknicken und für kleines oder auch nicht so kleines Geld ihre Wahlversprechen brechen und die Zukunft Griechenlands verkaufen. Umgekehrt könnten auch die Geldgeber, vorneweg die deutsche Bundesregierung, einknicken und an Griechenland noch viel mehr uneinbringliche Kredite vergeben, um die bisherigen Kredite in den Büchern halten und den Euro noch etwas länger retten zu können.

Schließlich wird es starke politische Bestrebungen geben, Griechenland nach einem Grexit keinen Erfolg zu gönnen. Allerdings gibt es auch starke ökonomische Kräfte, die dann die Arbeitslosigkeit reduzieren und Wachstum ermöglichen werden. Die griechischen Waren und Dienstleistungen werden billiger und Investitionsmöglichkeiten entstehen, eben weil Euroaustritt und Schuldenschnitt nicht mehr drohen, sondern dann Vergangenheit sein werden. Ich gelobe, nach einem Grexit mit einer Reise nach Griechenland und dem Kauf griechischer Aktien meinen Teil zur Sanierung beizutragen.

71 Gedanken zu „Griechenland wählt ein neues Parlament und hoffentlich den Euro ab

  1. Die Analyse ist korrekt. Prognosen gibt es hier:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Opinion_polling_for_the_Greek_legislative_election,_2015

    Im Moment fehlt der SYRIZA eine eigene Mehrheit. Als Koalitionspartner ist statt der Kommunisten die pro-EU-Partei Potami im Gespräch. Es ist fraglich, wie die sich im Zweifel verhalten würde. Gleichzeitig dürfte es keine parlamentarische Mehrheit mehr für das Sparprogramm geben.

    Die Ukraine-Krise scheint hier zu nützen. Hätte es die nicht gegeben bestünde die Gefahr, dass die neue griechische Regierung sich das Geld von Russland holen bzw. mit der Idee die westlichen Geldgeber erpressen würde. Da Russland praktisch bankrott ist und sich zu sehr isoliert hat, ist das hoffentlich kein wahrscheinliches Szenario mehr.

    Fraglich auch, wie sich die EZB verhalten wird. Wenn die wie normale Menschen denken würden, könnten sie in der Situation eigentlich kein Anleihe-Kaufprogramm (zumindest unter Einschluss griechischer Anleihen) auflegen.

    Nur ein paar Wochen nach der griechischen Wahl findet die Bürgerschaftswahl in Hamburg statt. Gute Prognosen für die AfD bzw. ein gutes Ergebnis könnten den Druck auf die Bundesregierung erhöhen, Athen nicht nachzugeben. Es ist wichtig, dass sich die Partei auf dieses Ziel konzentriert. (Zur Erinnerung: Deswegen habe ich mich gegen Abstimmungen über den Euro zum jetzigen Zeitpunkt ausgesprochen.)

    Wenn es keine stabile Regierungsmehrheit geben wird stellt sich die Frage, was dann passiert. Typischer Weise würde so oft gewählt werden, bis es der EU passt. (Jean-Claude Juncker war ja schon mit Wahlempfehlungen zur Stelle.) Ich weiß nicht, ob es dann eine Übergangsregierung geben würde, wie diese aussehen würde und natürlich ob sie weiter Geld bekäme.

    „Schließlich wird es starke politische Bestrebungen geben, Griechenland nach einem Grexit keinen Erfolg zu gönnen.“
    Wenn ich Frau Merkel wäre (pro-Euro), dann würde ich Griechenland pleite gehen lassen. Ich würde den Staat inklusive Renten (plus Politiker-Altersbezügen) etc. komplett kollabieren lassen und dann zu Ländern wie Italien sagen: Seht ihr, dass passiert mit euch wenn ihr aus dem Euro raus geht. Wahrscheinlich würde man die (mitverschuldete) Misere auch gegen deutsche Eurokritiker instrumentalisieren. Gewiss würden sich die öffentlich-rechtlichen Medien nicht lumpen lassen und brav bettelnde, heulende Greisinnen zeigen usw. Dass ausgerechnet eine linksextreme Partei eine wirtschaftsfreundliche Politik betreibt, ist auch unwahrscheinlich.

    • Auch jetzt verstehe ich nicht, weshalb Sie wegen der Wahlen in Hamburg und Bremen gegen eine Urabstimmung zum Euro sind. Diese ist doch ein ideales Wahlkampfmittel. Die AfD könnte endlich wieder mit ihrem Kernthema punkten. Gerade in Hamburg wird das viele Wähler interessieren. Wenn die Eurokrise wieder in den Mittelpunkt des Medieninteresses gerät, wird das der AfD nutzen. Etwaige Probleme in Griechenland kann man auch unmöglich der AfD anlasten. Man könnte höchstens zu zeigen versuchen, dass ein Euroaustritt doch sehr schmerzhaft ist, weshalb wir das gar nicht erst leugnen sollten, sondern auf die langfristigen Vorteile verweisen müssen, die sich im Gegensatz zu denen der Eurorettungspolitik tatsächlich einstellen werden. Schließlich gibt es ökonomische Kräfte, die weit stärker sind als griechische oder selbst deutsche Parteien.

      • Herr Dilger, Ihr Fehler besteht nicht darin, dass Sie unvernünftig denken. Sie denken sehr logisch und verfügen über ein hohes Maß an Bildung. Ihr Fehler besteht darin, nicht richtig kalkulieren zu können, wie die Öffentlichkeit das Ganze sieht. Das liegt daran dass Sie Mitglied der Partei sind, ein „Hardliner“ zu gewissen Fragen sind (das muss nichts Schlechtes sein) und außerdem eben über Ihr Fachwissen verfügen.

        Ich bin hingegen der Wähler. Ich beobachte die Partei von außen, bin der täglichen medialen Beschallung ausgesetzt und sehe ja auch, wie die Leute in meinem Umfeld sich äußern.

        Sehen Sie, für die Menschen in Deutschland und der EU ist die AfD, sofern sie sie kennen, die deutsche Anti-Euro-Partei. Das war sie von Anfang an, und sie ist es auch jetzt noch. Die Leuten sehen sich nicht irgendeine zweideutige Äußerung von Herrn Lucke in der Huffington Post an und sagen sich dann „ah ja, jetzt ist die AfD keine Anti-Euro-Partei mehr“. Theoretisch könnten Sie die Probe machen und zufällig ausgesuchte Leute in der Fußgängerzone ansprechen: „Hallo, ich habe lange im Ausland gelebt, die AfD, das ist doch die Anti-Euro-Partei?“. Sie werden alles Mögliche zu hören bekommen, aber ganz sicher nicht: „Nee, die finden den Euro super.“ Herr Schäffler z.B. kann die FDP auch sozialistisch finden, für die Leute da draußen ist das die kalte marktliberale Truppe.

        Ich selbst erlebe regelmäßig auf Facebook, dass sich die AfD (einschließlich Herrn Lucke) kritisch zum Euro äußert, auch wenn das Twitterprofil eingeschlafen zu sein scheint.

        In der Situation wäre es fatal, wenn Schlagzeilen wie „AfD stimmt darüber ab, ob sie gegen den Euro ist“ die Runde machen. Genau so würde das aber dargestellt werden. Sie glauben doch nicht, dass man die Partei ausgerechnet in der kritischen Situation plötzlich differenziert behandelt? Die Leute kennen die Hintergründe nicht, und Ihre Bedenken können sie nicht nachvollziehen. Stellen Sie sich vor, die Grünen hätten nach Fukushima darüber abgestimmt, ob sie gegen Atomenergie sind. Was hätte es genutzt? Nichts, denn die Grünen galten immer als Anti-AKW-Partei. (Trotz der 30-jährigen Bestandsgarantie unter Schröder, die einigen Grünen sicher nicht passte.) Es hätte die Leute nur verwirrt, die Partei zerstritten aussehen lassen oder schlicht „neben der Spur“ gewirkt.

        Der richtige Umgang mit der jetzigen Situation besteht darin, dass die Wahlkämpfer und die Parteispitze die Wähler daran erinnern, dass die AfD schon immer gesagt hat, dass es mit Griechenland nichts werden würde, und dass es noch sehr teuer (noch teurer) werden könnte wenn das Volk nicht klar sagt, dass es genug hat. Eine Urabstimmung ist ein legitimes Mittel zur Gestaltung, taugt aber nur eingeschränkt dazu, die Öffentlichkeit auf ein Anliegen aufmerksam zu machen. Jedenfalls dann, wenn die Öffentlichkeit es missverstehen kann.

        Sie als Basismitglied sollten darauf drängen, dass die Partei genau dies tut. Ich rechne damit, dass sie es von selbst tun wird. Alles andere wäre unglaubliche Inkompetenz. Man wird noch etwas abwarten müssen, wie sich die Prognosen in Griechenland entwickeln, damit man sich nicht blamiert.

        Ich habe auch gesagt dass man abwarten sollte, wie der Euro im Parteiprogramm wegkommt. Sollte es Tendenzen geben, Dinge wie Bankenunion und Co. zu akzeptieren, würde ich sogar in die Partei eintreten, um eine Abstimmung dagegen mitzutragen. Jetzt ist es noch zu früh. Statt sich in – wie mir scheint – Phantomgefechten zu verausgaben wäre es doch großartig, wenn Sie in ein Gremium kämen, welches dieses Teil des Basisprogramms (mit)gestalten soll, oder wenn Sie dieses zumindest beraten könnten.

        „…sondern auf die langfristigen Vorteile verweisen müssen, die sich im Gegensatz zu denen der Eurorettungspolitik tatsächlich einstellen werden.“
        Natürlich, und ich hatte auch nicht gesagt dass es diese Argumente nicht gibt – auch wenn ich daran zweifle, das langfristige Wohl der alternden Bevölkerung dieses Landes mit ihrem Hang zu Griffen in die Rentenkasse als Argument verkaufen zu können. Allerdings muss man natürlich einkalkulieren, dass der Gegner jede Halbwahrheit und jeden dummen Trick gegen einen gebraucht. Das ZDF hatte glaube ich mal eine längere Doku gesendet, was Deutschland im Falle eines Euro-Austritts passieren würde. Ich kenne nur Auszüge und glaube mich an Hungernde und Straßenschlachten erinnern zu können. Die langfristigen Vorteile sind für viele unsichtbar, die kurzfristigen Probleme dagegen sichtbar. Ich empfehle, auf die Falschheit der Vorhersagen zu Griechenland zu verweisen. Wenn der Staatsbankrott eintritt muss klar gesagt werden, dass das vor ein Jahren ohnehin passiert wäre – eventuell weniger schlimm -, und dass Deutschland damals nicht Milliarden verloren hätte. Es muss gesagt werden, dass die Prognosen der Euroretter Märchen sind, und sich die Vorhersagen der Eurorealisten bewahrheiten. Erinnern Sie sich noch an die Talkshow mit Frau Reding und Herrn Lucke vor der Bundestagswahl? Da saß ein ziemlich selbstgefälliger Vogel von der Bremer Landesbank, der damals schon für krude Prognosen bekannt war und allen weismachte, Griechenland würde bald boomen und Herr Lucke sei ein Trottel. Wäre gut, wenn man die Aufnahme zur Hand hätte. Falls Griechenland zusammenbricht, wäre das nicht nur ein schöner Party-Gag.

        Dem leidgeprüften Volk Griechenlands wünsche ich ausdrücklich nichts Schlechtes. Vielleicht könnte die AfD eine Spendenaktion für in Griechenland tätige Hilfsorganisationen vorbereiten oder etwas in der Art? Hilfe für die Menschen, statt für die Politiker natürlich. Das würde auch zeigen, wer die wahren Anti-Europäer sind.

        PS: Das Deutschlandradio hat heute das Wort „Linkspopulist“ benutzt. Ich wusste gar nicht, dass es bei denen existiert.

      • Ihre Bedenken würde ich nur teilen, wenn es unsicher wäre, wie die Urabstimmung ausgeht (doch dann wäre sie innerparteilich umso nötiger). Bei meinem Text hätte es vielleicht noch eine Restunsicherheit gegeben, doch der Text vom Bundesvorstand dürfte eine Zustimmungsrate finden, wie man sie sonst nur von sozialistischen Parteien (einschließlich Merkel-CDU) kennt. Ein verbleibendes Problem könnte höchstens eine geringe Beteiligungsrate sein, wenn die Urabstimmung weiterhin überhaupt nicht beworben und diskutiert wird. Jedenfalls kann man mit dem Abstimmungsergebnis auch medial punkten, natürlich nicht bei allen Wählern, aber bei den gegenüber der AfD und Europroblematik aufgeschlossenen. Der Kontrast zu den etablierten Parteien ist riesig, die ihre Mitglieder entweder gar nicht über so wichtige Themen abstimmen lassen oder im Falle der FDP auf Druck einer inkompetenten Parteiführung dem ganzen Eurorettungswahnsinn mehrheitlich zustimmten.

      • @Alexander Dilger:
        „Auch jetzt verstehe ich nicht, weshalb Sie wegen der Wahlen in Hamburg und Bremen gegen eine Urabstimmung zum Euro sind.“
        und
        „Ihre Bedenken würde ich nur teilen, wenn es unsicher wäre, wie die Urabstimmung ausgeht (doch dann wäre sie innerparteilich umso nötiger).“

        Der CDU geht es bei den Wahlen in Hamburg sicher darum, die absolute Mehrheit der SPD zu brechen und sich so möglicherweise als Partner einer großen Koalition zu empfehlen. Dabei nutzt die AfD der CDU nichts. CDU und AfD zusammen können in Hamburg derzeit ohnehin keine Mehrheit erreichen.

        In Bremen sieht es in Bezug auf die Verhinderung von Rot-Grün ähnlich aus.

        Der Euro ist für beide Landtagswahlen (HH und HB) kein wirkliches Thema. Also hält Bernd Lucke die AfD brav zurück, wie Mutti es wünscht.

      • Glauben Sie den Schwachsinn eigentlich selbst, den Sie da verzapfen? Bei der Bundestagswahl hat die AfD der Union und insbesondere Frau Merkel objektiv geschadet. Bei den letzten Landtagswahlen war das ähnlich. Wenn Frau Merkel drei Wünsche frei hätte, wäre der erste ewige Kanzlerschaft, doch schon der zweite ein Verschwinden der AfD.

      • Wir werden sehen. Ich habe anfangs sogar geglaubt, Bernd Lucke stünde für Inhalte. Heute sehe ich das aus guten Gründen anders. Aber glauben Sie ruhig, was Sie wollen, ich will nicht versuchen, sie zu ‚bekehren‘. Für Missionsarbeit bin ich nicht zuständig, dafür hat die AfD ja ihren ‚Berufenen‘. Sie werden schon irgendwann selbst erkennen, was zwischen Merkel-CDU und Lucke-AfD so gespielt wird. Da bin ich mir ganz sicher.

  2. Gute Analyse.
    Ich habe allerdings einen Fehler entdeckt, dem ich bis zum lesen des wikipedia-links zu den Wahlumfragen auch aufgesessen bin: Die von den Medien (u. a. der heutigen Tagesschau) aufgestellte Behauptung, die Mehrheit der Syriza würde bei den Umfragen bröckeln, ist falsch. In der aktuellen Umfrage (26.-28. Dezember) ist die Zustimmung zur Syriza gestiegen und liegt bei 35%, wohingegen sie in den letzten Wochen bei 32-33% lag. Die regierende ND liegt mit 29,0% etwa auf dem Niveau der letzten Wochen.

    Man sollte auch bei Meldungen der Tagesschau immer skeptisch bleiben, denn es ist schockierend, daß eine als seriös bekannte Nachrichtensendung solche Fehlinformationen verbreitet.

  3. Alexander Dilger, in Griechenland wird sich nichts, aber auch nicht das Geringste nach einer Wahl Tsipras verändern.

    EU wird weiter zahlen, w i r Steuerzahler m ü s s e n weiter zahlen, haften. Es wird neue jahrelange erfolglose Verhandlungen zwischen sogen. Troika und Gläubigern geben, EZB und IWF werden weiterhin Geld drucken.

    Wunsch daß Griechenland i m p l o d i e r t , schön und gut, aber nicht realistisch mit den von uns Deutschen gewählten Politikern die viel zu tief im Sumpf der Kreditwirtschaft stecken.

    Opposition würde eh sofort den gewünschten Schulden-schnitt – sprich kpl. Schuldenerlass bei gleichzeitig neuen “ frischen “ Krediten – installieren.

    Was tun ? Es bleibt nur der Versuch aller Bürger Europas, die EU so zu destabilisieren, daß die EU an ihrer unmäßigen Ausgabenpolitik zerbricht, EZB auflösen in Nationalbanken.

    Die Briten sollen unser Vorbild sein. Sind die besseren Kaufleute.

    Jede Imponderabilie durch meinen Vorschlag ist besser und zielführender für einen kompletten Neuanfang, als das weitere Geschacher zu Lasten der heutigen und kommenden Generationen.

    Die Folgenden – Bürger/innen – werden uns eh verfluchen über das insolvente Erbe.

    PS Es ist über die Mentalität der Griechen zu ihrem Staat schon viel geschrieben worden. Fakt ist, wenn wir in den 80 iger Jahren nach Griechenland unsere Waren geliefert haben, mußte erst ein Akkreditiv eröffnet werden. O h n e dieses Zahlungsversprechen der Bank hätten wir von Griechen niemals, niemals unser Geld erhalten.

    • Dass sich bei einem Wahlsieg der Syriza garnichts verändern wird, glaube ich ganz bestimmt nicht. Sie wird ja vom grieschichen Volk gewählt, und es ist das Volk, welches in der Mehrheit die Schulden, verursacht durch den Euro, nicht möchte. Der Schuldenschnitt muss her, sicher nicht 100% der Summe, aber auch nicht allzu viel darunter. Wird der Schuldenschnitt diskutiert, wird man dem Verursacher (Euro) den Garaus machen. Mit der Drachme als Währung werden die Griechen wieder wirtschaften können und das Volk wird befriedet. Das wäre ein gesundes Szenario, zumal die Griechen aus dem vergangenen Wirtschaftsstatus etwas gelernt haben. Wäre noch abzuklären, ob ich meine Insel jetzt verkaufe oder noch eine hinzu kaufe.

      • Die EZB wird die maroden griechischen Staatspapiere kaufen und so aus dem Verkehr nehmen. Wir bezahlen es letztlich verdeckt nicht nur durch die niedrigen Zinsen, sondern auch durch Reallohnverlust, bedingt durch Inflation.

      • Von nennenswerter Inflation sind wir noch weit entfernt, davor schützt uns die Krise. Was wir erleben, ist das Aufzehren des in der Zentralbankbilanz versteckten Staatsschatzes. Weil er versteckt ist, fällt das kaum einem so richtig auf.

      • Wir bezahlen es nicht indirekt, sondern ganz direkt aus unseren Steuermilliarden, wenn auch die Ausreichung mittelbar via EZB erfolgt.

      • Was meinen Sie mit „direkt“, wenn Sie gleich danach „mittelbar“ schreiben? Es fließen keine Steuergelder an die EZB, sondern diese höhlt die Aktivseite ihrer Bilanz aus.

      • Die Ausreichung erfolgt mittelbar (über die EZB).
        Aufgebracht werden die erforderlichen Gelder aber direkt aus deutschen Steuereinnahmen.
        War das wirklich so unverständlich formuliert?

        Entscheidend ist ja nicht, welchen Umweg das Geld auf seinem Weg nach Griechenland nimmt, sondern wer die Zeche tatsächlich bezahlt. Und das sind nun mal die Leistungsträger unserer Gesellschaft und nicht die internationale Hochfinanz oder gar die Mehrheit des Wahlvolks, also die Umverteilungsempfänger.

        Man könnte es auch so beschreiben, dass reale Steuerzahler aus Bayern, Baden-Württemberg und Hessen das Hinauszögern des griechischen Staatsbankrotts finanzieren, obwohl sie in Griechenland gar nicht wählen dürfen.

      • „Aufgebracht werden die erforderlichen Gelder aber direkt aus deutschen Steuereinnahmen.“ Das ist doch einfach nicht wahr. Fragen Sie einmal Herrn Schäuble, damit er Ihnen erklärt, wie er noch an der Griechenlandrettung verdient. Es gibt keine direkten Zahlungen der deutschen Steuerzahlungen, jedenfalls noch nicht.

      • Eine Frage der Sichtweise.

        Bayern, Baden-Württemberg und Hessen sind die Nettozahler der Republik. Angeblich demnächst auch Sachsen (was ich mir aber schwer vorstellen kann).

        Wer bezahlt also?

  4. Egal, welche Regierung in Athen am Ruder ist, die unleugbare Wahrheit ist:
    Griechenland kann mit dem EURO weder seine Schulden jemals bezahlen – noch kann Griechenland den jeweils laufenden Staatshaushalt ohne zusätzliche Kredite ausgleichen: Allein der seit Jahren stetig betriebene Kapitalzufluss nach Griechenland verhinderte den Staatsbankrott bisher.

    Die Kapitalgeber, insbesondere EU und EZB, leugnen diese Tatsachen, indem sie das SPIEL spielen:
    Wir tun so, als ob die Griechen ihre Kredite bedienen. – Die Griechen tun so, als ob sie die Kredite bedienen wollen und können. – Wir finanzieren unter „schweren Auflagen“ den jeweils laufenden Staatshaushalt. – Die Griechen demonstrieren ihre erheblichen, aber leider doch noch vergeblichen Bemühungen. – Dann sagt Herr Schäuble: „Die Griechen sind auf einem g u t e n Weg, gerade jetzt könne man weitere Kredite nicht verweigern, so kurz vor dem Ziel!“
    Und so geht Spiel Jahre weiter, und es ändert sich nix.
    Der EURO ist mal wieder gerettet, aber um welchen Preis?

    Die politische Kaste will „um jeden Preis“ (Draghi: „what ever it takes“) die Fiktion eines funktionierenden EURO aufrecht erhalten. – Das Frage ist, kann sie es wirklich tun!!

    Denkbare Möglichkeit:
    – Die EZB kauft (mit oder ohne Zustimmung der EU) jede am Markt angebotene Griechenanleihe, mit der Konsequenz, dass ein Crash ausbleibt. Im Gegenteil: mit dieser Sicherheit im Rücken werden viele Anleihenbesitzer die Anleihen gern behalten, denn sie bringen hohe Zinsen. Griechenland bedient die Anleihezinsen mit Geld, das es nicht hat, aber von der EZB als Kredit gegeben wird. – In der Privatwirtschaft wäre damit der Tatbestand der (kriminellen!) Wechselreiterei erfüllt!! – Für den internationalen Kapitalmarkt kein Problem: Die Griechenanleihen werden vertragsgemäß bedient und am Ende neu aufgelegt, – nur wird die EZB dadurch zum Mülldeponie für Schrottanleihen. Konsequenz: Keine! – Draghi ist juristisch immun.
    – Nach außen hat der Staat Griechenland weiterhin Schulden zu denen jedes Jahr zweistellige Milliardenbeträge hinzukomme: Ökonomische Auswirkungen gegen Null, die EZB zahlt alles.

    Könnte das Spiel (zu Lasten der Steuerzahler) auf Dauer so weiter gehen?
    Griechenland bliebe weiterhin im EURO, würde aber ständiger Kostgänger der EU. – Genau das ist es, was Tsipras mit seinen Forderungen (Steuersenkung, Armenspeisung, freie Krankenfürsorge für alle, Schuldenerlass für private Haushalte, neue öffentliche Stellen, ….) anstrebt. Und wenn die EU nicht brav zahlt, dann droht Tsipras mit dem EURO-Austritt!!

    Im Grunde genommen beschreibt dieses Szenario den aktuellen Zustand, – lediglich kaschieren Schäuble, Junker und Co. die Situation schönfärberisch als Zwischenzustand auf dem „guten Weg“. – Tsipras wird als Regierungschef seine Erfolge mehr oder weniger offen verkünden und zeigen, wie er die EU an der Nase durch die Manege führt.
    Selbst die noch so regierungshörigen Medien in Deutschland und in Europa können dann die wahre Situation (ohne ständige EURO-Zufuhr ist Griechenland bankrott) nicht mehr verschleiern.

    Dann wird offen ersichtlich, dass das der Preis ist, den die europäischen Völker für den EURO, ihre hoch gelobte Gemeinschaftswährung, zu bezahlen haben, was dann selbst die hartnäckigsten EURO-Fanatiker eingestehen müssen. – Ihnen ist dann die Maske der Falschinformation und Heuchelei vom Gesicht gerissen. Dieses „Gesicht“ können die Verlierer des EURO, viele Millionen Menschen aus den unteren und mittleren Bevölkerungsschichten insbesondere der südeuropäischen Länder, nur als menschenverachtende Fratze erkennen.

    Die Völker Europas werden in diesem Wissen den EURO abwählen, indem sie EURO-kritische Parteien wählen, – es sei denn, die EURO-Polit-Kaste hätte die Demokratie bis dahin abgeschafft: Ansätze dazu sind bereits vorhanden: Weitgehende Machtlosigkeit des Europäischen Parlamentes; weitgehende (demokratisch nicht legitimierte!) Macht der Kommissare; juristische Immunität der EZB-Banker usw.

    So weit ist es noch nicht, der EURO ist noch da.

    Wer sind die Profiteure der oben umrissenen Griechenland- und EURO-Rettung?
    – Die Banken: Sie werden ihren Griechenschrott los.
    – Die europäische Großindustrie, die derzeit von dem EURO erheblich profitiert.

    Wer bleibt auf der Strecke?
    – Der derzeitige Steuerzahler und insbesondere die zukünftige Generation der Steuerzahler, denn der große Betrug (Wechselreiterei) wird natürlich überwiegend auf Kredit finanziert.
    – Der Sparer, der für sein Alter vorsorgen möchte.
    – Die Wahrheit: Wir werden von Schäuble, Junker und anderen EURO-Fanatikern weiterhin belogen.
    – Der ökonomische Sachverstand.

    Wie wird die o.g. Griechenland-Rettung auf andere angeschlagene EURO-Länder wirken?
    – Wird es den nationalen Regierungen der Südländer weiterhin gelingen, ihren Völkern riesige Opfer abzuverlangen, wenn sie sehen, dass es in Griechenland auch anders geht??

    Die Opferbereitschaft wird wahrscheinlich abnehmen und der Wunsch, aus dem EURO auszusteigen wird stärker werden: Dominoeffekt, das Ende des derzeitigen EURO ??

    Wenn die Nationen wieder ihre eigenen Währungen hätten, dann gäbe es diesen riesigen Klotz am Bein (den EURO) nicht mehr. Wenn ein Land Europas straucheln sollte, könnten die anderen beispringen und mit einigen Milliarden (DM, Gulden, Kronen, Franken…) Hilfe zur Selbsthilfe leisten. – Es stünde dann nicht stets das gesamte „EURO“-System auf dem Spiel.
    Nationalwährungen gab es schon immer, einige haben Jahrhunderte überdauert. Gemeinschaftswährungen haben noch nie auf Dauer funktioniert.

    Alternativ-Szenario:
    Tsipras wird als Regierungschef Kreide fressen und kein Aufhebens davon machen, dass er weiterhin Alimente von der EU erhält. Er müsste dann nur die dem Volk versprochenen Wohltaten etwas verkleinern und die Bilanzen ein wenig netter gestalten, was für einen regierenden Griechen erfahrungsgemäß kein Problem ist. – Dann könnte alles bleiben, wie gehabt, und die EURO-Heuchelei könnte weitergehen.

    Und Mutti könnte dem Volk verkünden: Uns geht es doch gold, schlaft ruhig weiter!!

  5. Die SYRIZA ist ein, aus diversen gesellschaftlichen Gruppierungen und kleineren Parteien, zusammengewürfeltes Bündnis. Es besteht aus Linksradikalen, gemäßigten Linken, Grünen, Anarchisten und Sozialdemokraten. Und eben innerhalb dieser SYRIZA gibt es eine kleine Strömung, die für den Austritt Griechenlands aus der Eurozone plädiert. Allerdings gehen diese Forderungen einher mit dem gleichzeitigen Austritt aus EU und NATO. Dieses Grüppchen ist, und da muss ich Sie leider enttäuschen, eine Minderheit und relativ isoliert. Gerade erst hat sich die DIMAR der SYRIZA angeschlossen. Deren Parteiführer Kouvelis glühender Europäer und starker Befürworter des Euros ist. Abgesehen davon wird die SYRIZA nicht alleine regieren sondern auf Koalitionspartner angewiesen sein. Da kommt dann „To Potami“ (Der Fluss) ins Spiel. Eine linksliberale europafreundliche Partei (Ich werde diese wählen). Die gemäßigten Kräfte innerhalb dieser Koalition werden schon dafür sorgen dass keiner Griechenland in den Abgrund reisst. Die wirklichen Probleme liegen woanders. Der ehemalige Außenminister Droutsas gibt es meiner Meinung nach am besten wieder:

    http://www.ndr.de/info/Ex-Minister-verteidigt-Wahlchaos-in-Griechenland,audio228074.html

    Zu Ihrer „Analyse“ und auch zu Ihrer am Ende hin unangenehmen und beinah peinlichen Gönnerhaftigkeit („Reise nach Griechenland und dem Kauf griechischer Aktien“) halte ich mich zurück. Es sind Feiertage und ich möchte nett bleiben. Einen guten Rutsch für Sie und Ihre Familie.

    • Wenn Sie genauer lesen würden, dann wäre Ihnen aufgefallen, dass mir durchaus bewusst ist, dass Syriza nicht mehr aus dem Euro aussteigen will, sondern so wie Sie immer noch mehr Transfer von anderen Ländern, vorneweg Deutschland, erwartet. Wenn man jedoch den Bogen überspannt, dann bricht er. Das wird Griechenland jedoch nicht in den Abgrund reißen, sondern ermöglichen, aus eigener Kraft aus diesem wieder herauszukommen. Es geht nicht um Gönnerhaftigkeit, sondern die Nutzung des durchaus vorhandenen, aber durch den Euro stark beschränkten Potentials von Griechenland als Reiseland und sogar Investitionsstandort.

      • Das wird ein Grieche nie so sehen wie Sie, lieber Herr Dilger.

        Zum besseren Hintergrundverständnis empfehle ich die Lebensverfilmung der griechischen Drehbuchautorin (und Hauptdarstellerin des Films) Nia Vardalos, „My Big Fat Greek Wedding – Hochzeit auf griechisch“ aus dem Jahr 2002.

        Danach sehen Sie klarer, warum das mit der Kompatibilität der Griechen zum Rest der Welt nie etwas wird.

      • In Ihrer Welt scheint es nur Menschen zu geben, die für einen „ehrlichen“ Austritt aus der Eurozone einstehen oder eben jene, die um Transfers „betteln“ und sich vom Euro korrumpieren lassen. Eine andere Möglichkeit scheint es nicht zu geben. Dass Politik, Ökonomie und Gesellschaft vielleicht doch komplexer funktionieren, dass der Euroaustritt für viele Griechen auch Isolation bedeutet und ewiges Abwerten einer ohnehin schwachen Währung nur vordergründig Erfolg verspricht, geschenkt. Sie als wahrer Kenner Griechenlands kennen sich aus. Ihre Analysen haben das hinreichend bewiesen. Wir erinnern uns: Der Tourismus und der Export „brach“ ja durch den Euro „ein“.

        Griechenlands Zustand heute hat zwei einfache Gründe. Unfähige Eliten, die einen verkrusteten und korrupten Staatsapparat geschaffen haben und die falsche fast bestrafende EU-Politik in einer Krise brachiale Sparpolitik zu betreiben. Das alles hat mit dem Euro nichts zu tun. Der Euro ist, für mich wie für alle anderen aufgeklärten Griechen, der Anschluss an ein modernes Europa und eine Chance für die Zukunft. Ob unbelehrbare Anti-Euro-Ideologen das nun verstehen oder nicht, ist nicht von Bedeutung.

      • Natürlich gibt es noch andere Positionen, doch wir beide vertreten genau die beiden in Ihrem ersten Satz skizzierten. Aufgeklärt sind Sie jedenfalls nicht, selbst was den ausgiebig diskutierten Tourismus und Export angeht. Sie sind doch selbst Teil der „[u]nfähige[n] Eliten“ in Griechenland und verkennen die Bedeutung des Euro in der Krise und davor. Was ist eigentlich „bestrafende EU-Politik“ und „brachiale Sparpolitik“ daran, dreistellige Milliardenbeträge auszureichen? Sie hätten natürlich lieber Billionen genommen.

      • Wer sich aus Spielfilmkomödien und kleinen You-Tube-Filmchen seine Weltbild zusammenschustert darf sich nicht wundern wenn er ausgelacht wird. Seien Sie froh, Herr Meister, dass der „Rest der Welt“ die Abbildung der deutschen Mentalität in internationalen Spielfilmen (z.B. Billy Wilder`s 1,2,3) niemand wirklich ernst nahm denn ansonsten würden heute Blauhelme auf deutschen Straßen wachen.

      • Lieber Herr Dilger,

        natürlich nehmen die Griechen lieber Billionen als nur ein paar Hundert Milliarden.

        Sie werden aber auch nicht müde, zu versuchen, Herrn Papapostolou ideologisch umzukrempeln. Das wird Ihnen jedoch nicht gelingen, da er als Hellene ein völlig anderes Selbstverständnis hat. Griechen sehen sich immer als die von allen missverstandenen armen Opfer. Fast wie Herr Lucke.

      • Herr Dilger, Sie glauben dass die „dreistelligen Milliardenbeträge“ den Griechen zugute gekommen sind? Und Sie glauben ebenfalls, als Ökonom, dass radikales Sparen in der Krise richtig ist? Der Euro ist schuld. Schon klar.

      • Warum sollte ich so einen Unsinn glauben? Sie scheinen solch einen Unsinn zu glauben, denn Sie befürworten doch die entsprechende Eurorettungspolitik, die wahnsinnig viel kostet und dafür vor allem Arbeitslosigkeit und Verelendung bringt.

      • @A. Papapostolou:
        „Seien Sie froh, Herr Meister, dass der “Rest der Welt” die Abbildung der deutschen Mentalität in internationalen Spielfilmen (z.B. Billy Wilder`s 1,2,3) niemand wirklich ernst nahm …“

        Das Image der Deutschen steht hier gerade nicht zur Diskussion. Als Zahlmeister der EURO-EU macht sich Deutschland ohnehin bereits zum Gespött Europas.

        Aber was die Mentalität der Griechen angeht, dürfen Sie versichert sein, dass mir diese nicht nur aus dem Kino geläufig ist. Wobei sich die von mir ins Spiel gebrachte Komödie mit meinen realen Erfahrungen nahezu hundertprozentig deckt.

      • Ich habe eigentlich keine Lust auf Ihren plumpen undifferenzierten und teilweise ungebildeten Mentalitäts- und Ländervergleich, Herr Meister. Mir ist das zu doof. Ich lebe hier in Deutschland, 90% meiner Freunde sich Deutsche. Ich liebe Thomas Mann, Fritz Lang, Otto Dix, Kraftwerk und den FC Schalke 04. Eigentlich ärgere ich mich am meisten über mich selbst, dass ich immer wieder auf dieses von Ihnen und ihren drögen AfD-Kameraden billige Kindergartenniveau herunterziehen lasse. Ich habe in Athen gearbeitet und arbeite jetzt in Köln. Proportional gibt es gleich viele Doofe in beiden Städten. Ich lasse mir von Menschen wie Ihnen keine stumpfsinnigen Vorurteile einreden. Ich würde Ihnen dringend empfehlen (endlich) ein Buch in die Hand zu nehmen und Ihre Bildung nicht über Spielfilme aus den USA zu beziehen. Dann klappt es auch mit der Integration in einem aufgeklärten Europa.

      • Vielleicht sollten Sie sich erst einmal über grundlegende ökonomische Zusammenhänge informieren, bevor Sie hier weiter herumpöbeln und anderen Ratschläge erteilen. Dann klappt das auch mit der Integration in Deutschland und zugleich dem Vertreten von griechischen Interessen.

      • @A. Papapostolou:
        Sie empfehlen mir hochnäsig, ein Buch zur Hand zu nehmen, bringen aber selbst ganz offensichtlich nicht einmal die Bereitschaft, Geduld und/oder das Konzentrationsvermögen auf, einen zehnzeiligen Kommentar aufmerksam zu lesen?

        Meine Erfahrungen mit der Mentalität der Griechen fußen nicht aus US-Spielfilmen (siehe weiter oben).

        Ich habe eine ehemalige Assistentin und heute sehr gute Freundin (Griechin), die in den 1960er Jahren im Alter von neun Jahren nach Deutschland kam. Ihre Eltern lebten da schon einige Jahre in Deutschland und hatten die Kinder zunächst bei den Großeltern in Griechenland zurückgelassen. Obwohl die alten Herrschaften inzwischen bereits mehr als fünfzig Jahre in Deutschland leben, weigern sie sich im Beisein deutscher Gäste deutsch zu sprechen und insbesondere der Familienpatriarch lässt auch sonst nicht ein gutes Haar an den Menschen seines Gastlandes. Ist im Übrigen nicht der einzige solche Fall, den ich kenne.

        Soviel zur „Integrationsfähigkeit“ Ihrer hellenischen Landsleute.

      • Herr Dilger, Ihr Kommentar ist jämmerlich. Menschen wie Sie und ihre Partei bilden doch gerade eine neue gefährliche Parallelgesellschaft. Ihre Kameraden (zugegebenermaßen Sie weniger) pöbeln doch gegen jeden und alles. Ich soll mich integrieren? Was wäre denn ein Beweis dafür? Mitmarschieren bei PEGIDA?

        Und mangelt es den Ökonomen, die den Euro befürworten eigentlich auch an Verständnis grundlegender ökonomischer Zusammenhänge? Sie benehmen sich wie ein Fanatiker. Entspannen Sie sich.

      • Es gibt wenige akademische Ökonomen, die den Euro befürworten oder gar die Eurorettungspolitik. In Deutschland handelt es sich eigentlich nur um solche, die direkt von der Bundesregierung bezahlt werden. Fanatismus findet sich vor allem bei den Befürwortern des Euro (oder von Gold statt Fiat Money).

      • @A. Papapostolou:
        „Herr Dilger, Ihr Kommentar ist jämmerlich. Menschen wie Sie und ihre Partei bilden doch gerade eine neue gefährliche Parallelgesellschaft. Ihre Kameraden (zugegebenermaßen Sie weniger) pöbeln doch gegen jeden und alles. Ich soll mich integrieren? Was wäre denn ein Beweis dafür? Mitmarschieren bei PEGIDA?“

        Lieber Herr Papapostolou,

        ich bin kein gläubiger Mensch. Aber zu diesem Kommentar fällt mir nur ein:
        Herr, lass Hirn vom Himmel fallen! (… oder muss es heissen: „bei Zeus, warum lassen die Götter kein Hirn über Griechenland und Köln vom Himmel regnen?“)
        😉

      • Herr Dilger, es gibt ein Ökonomenranking in Deutschland, dass Sie vermutlich kennen. Bitte sagen Sie mir kurz wie viele Ökonomen davon den Euro fundamental (wie Sie) ablehnen. Sie wissen doch genau dass Sie maßlos übertreiben.

      • Es gibt verschiedene Rankings. Bitte nennen Sie mir auch nur einen Ökonomen darauf, der dezidiert für den Euro und die Eurorettungspolitik ist, ohne von der Bundesregierung finanziell abhängig zu sein.

      • Sie antworten mit einer Gegenfrage? Anders kommen Sie aus dieser Nummer auch nicht raus. Sie glauben dass Ökonomen, die den Euro befürworten willige Befehlsempfänger der Bundesregierung sind? Dem folgt dann dass die Bundesregierung wider besseres Wissen den Euro mit korrupten Ökonomen stützt? Vermutlich glauben Sie das ebenso wie an meine Integrationsunfähigkeit. Übrigens ist die Ablehnung des Euro und die Ablehnung der derzeitigen Eurorettungspolitik nicht das gleiche. Selbst dafür kann ich Ihnen genug Ökonomen nennen, die das sicher anders sehen als Sie. Dass Sie das so plump vermengen, wundert mich. Sie als akademischer Ökonom mit allen nötigen Informationen grundlegender ökonomischer Zusammenhänge. Aber wenn Sie nächstes mal antworten dann bitte ohne Verschwörungstheorien. Ja, ich weiss, Sie sind bei der AfD. Trotzdem.

      • Ihre Ignoranz ist wirklich erschreckend. Schauen Sie sich das Plenum der Ökonomen an, wo jeweils über 90 % der abstimmenden Professoren gegen die Eurorettungspolitik und die Bankenunion stimmten. Wenn Sie auch nur etwas selbst nachdenken oder zumindest diesen Blog aufmerksamer lesen würden, dann wüssten Sie, dass der Euro ohne Rettungsmaßnahmen schon längst zusammengebrochen wäre. Aber natürlich sind noch viel krassere Maßnahmen denkbar, die Sie vermutlich sogar befürworten würden.

      • Nochmals Herr Dilger, setzen Sie die Ablehnung der Eurorettungrpolitik mit der Ablehnung des Euros gleich? So langsam glaube ich dass Sie das tatsächlich annehmen. Im übrigen waren die Analysen vieler Ökonomen auf dem letzten Plenum weitaus differenzierter als eine fundamentale Ablehnung des Euros. Richtger wäre es von einer Austeritätspolitik zu sprechen, was ja auch viele tun, die ich ebenfalls ablehne. Und „ohne Rettungsmaßnahmen“ wäre so einiges zusammengebrochen. Banken, Staaten, Menschen. Rettungsmaßnahmen heissen nicht umsonst so.

      • @A. Papapostolou

        Ohne zugehörige „Euro-Rettungspolitik“, die uns letztlich geradewegs in den EU-Zentralstaat führen wird, wäre doch gar keine Einheitswährung EURO möglich.

        Das ist wie mit dem innerdeutschen „Länderfinanzausgleich“ und all den anderen Transferleistungen, nur noch ein paar Nummern größer.

        Aber vielleicht verstehen Sie ja diese Situationsbeschreibung besser:
        [Link auf verschwörungstheoretischen Unsinn gelöscht, ob dieser nun ernst oder scherzhaft gemeint war, AD.]

      • @Alexander Dilger:
        „[Link auf verschwörungstheoretischen Unsinn gelöscht, ob dieser nun ernst oder scherzhaft gemeint war, AD.]“

        Es ging mir doch nicht darum, ob die Quelle ernst zu nehmen ist und auch nicht darum, ob die Story drumherum erfunden oder echt ist, sondern einzig und allein darum, unserem hellenischen Freund begreiflich zu machen, wie das System EURO-Zone funktioniert. Das ist dort nachvollziehbar erklärt.

      • Ich habe das nicht ganz gelesen, doch auf jeden Fall ist es unseriös und diskreditiert eher die sachliche Eurokritik. Dazu gibt es doch mehr als genug vernünftige Quellen.

      • Ich hätte die „Quelle“ des Herrn Meister gern gesehen. Gewundert hätte ich mich darüber sicher nicht. Sie wissen das und ich weiss das, dass die meisten Ihrer Parteikameraden ihre „politische und ökonomische Bildung“ aus obskuren Blogs und rechtsesoterischen Verlagen wie z.B. den Klopp-Verlag herholen. Dass Sie daran nicht langsam verzweifeln oder zumindest gefrustet sind, darf wohl angenommen werden. Sie dagegen sind nur stur und uneinsichtig. Eine Haltung, die man mir ebenfalls vorhält. Jedenfalls wird Griechenland dann noch Euromitglied sein, da sind Sie längst aus der AfD ausgetreten.

      • Die AfD ist doch für sich genommen gar nicht wichtig, sondern das Desaster des Euro. Dass Sie zugleich Ihr Herkunfts- und neues Heimatland ruinieren wollen, spricht leider nicht für Ihre Einsicht und/oder Moral. Bitte leugnen Sie nicht länger die Fakten. Den meisten Griechen geht es schlecht und den meisten Deutschen könnte es besser gehen. Hinzu kommen hohe Risiken in der Zukunft. Selbst als Eurobefürworter müssen Sie zugeben, dass es das Risiko eines ungeordneten Währungszusammenbruchs vor dem Euro nicht gab.

      • @Alexander Dilger:
        „Dazu gibt es doch mehr als genug vernünftige Quellen.“

        Das ist schon richtig. Aber die meisten davon sind leider für Menschen mit überschaubarem Intellekt nicht plakativ genug. Deshalb verstehen ja so wenige, was eigentlich abläuft und vermengen es völlig unnötig mit den Themen der Verschwörungstheoretiker, wie z.B. der angeblichen „Islamisierung des Abendlands“ usw., usf. (die allerdings in dem offensichtlich gefakten angeblichen Bilderberger-Papier als angeblich gezielt herbeigeführte Überfrachtung mit Einwanderern auch so ähnlich vorkommt).

      • Wunderbar, Herr Dilger. Nur leider versteht nicht jeder Grieche Englisch.

  6. Herr Papapostolou,
    das unschlagbare Argument eines Landes zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit ist die Abwertung seiner Währung. Sie können aber nicht abwerten, da sie sich an einer gemeinsamen europäischen Währung angehangen haben. Sie müssen aber doch zugeben, dass weitere Schuldenschnitte gepaart mit weiteren Krediten die Lösung für Griechenland nicht sein kann. Stete Geldtransfusionen verhindern griechische Eigenständigkeiten und verwässern den nationalen Stolz. Sie können sich selber aus dem Dreck ziehen, wenn sie eine eigene Währung generieren und ihrem Volke klarmachen, dass es sich lohnt, Eigeninitiativen zu entwickeln, die sie unabhängig machen würden. Die Hilfe Europas wäre ihnen sicher, nicht monetär, sondern im Mitwirken einer wirtschaftlichen Struktur. Das würde kein Leidensweg für die Griechen werden, das Gegenteil würde eintreten, eine hochmotivierte Gesellschaft, gepaart mit griechischem Stolz. Dafür schenken wir ihnen 240 Milliarden Euro. Es sind doch auch schon Fortschritte in ihrem Land vollzogen. Viele Blinde können wieder sehen, vieleTote leben wieder und viele Rentner sind wieder im Kindergarten. Wenn sie diese Korrekturen weiter führen, sich ein drittes Bein durch Industrieansiedlungen schaffen, ihre paradiesischen Landschaften in Gemeinschaft nutzen, dann wird das wieder was mit Griechenland.

    • In Ihrer, aus Halbwissen und Vorurteilen gepaarten, Welt mag alles was Sie schreiben ein „unschlagbares Argument“ sein. In einer komplexen und teilweise verworrenen Welt aber, vor der Sie Sich vermutlich fürchten, ist das Leben dann doch ein wenig komplizierter, Herr Krebs. Wenn doch alles so einfach wäre wie eine „Abwertung“. Was nutzen Strukturreformen, Korruptionsbekämpfung und der Kampf gegen Nepotismus? Einfach mit dem Krebs´schen Zauberstab drüber und zack „abwerten“. Übrigens liege ich grad erkältet im Bett. Hilft da auch eine „Abwertung“? Bestimmt. Und lassen Sie mich bitte mit Ihrem „Stolz und Ehre“ Kram in Ruhe. Das ist ihr urgermanisches Ding.

      Apropos blinde Griechen, nächstes Mal ziehe ich, ähnlich gönnerhaft wie Herr Dilger, eine Blindenbrille auf um mit Ihnen auf Augenhöhe zu diskutieren. Dann verstehen wir beide uns sicher ganz super. Versprochen.

      • Herr Papapostolou, eine Blindenbrille hat für mich keine Wirkung, es sei denn, sie ist gepaart mit der gelben 3-Punkte Binde. Diese gibts bei Ebay, für einen Apfel und ein Ei, um beim Thema zu bleiben.

  7. Kurz vor den Parlamentswahlen in Griechenland erwägt die Syriza eine Aussetzung der Schulden. Damit wird der EU klar gemacht, was man von der künftigen griechischen Regierung zu erwarten hat. Es geht um die besagten 250 Milliarden Euro, welche ich in einem vorherigen Bericht hier angesprochen habe. Dieser Betrag wird von der Syriza jetzt auf die Waagschale gelegt, als Erpressungsversuch eines massiven Schuldenschnitts. Ich habe fast die Ahnung, dass dies niemanden in der EU mehr in Panik versetzen wird. Damit ist klar, dass Griechenland zu hoch gepokert hat, da das Erpressungspotenzial immer mehr abschmilzt, in der Folge, dass Griechenland sich selbst aus dem Euro rauswirft. Dann müssten die Griechen wieder Drachmen drucken, und nicht zu wenig. Wir können zwar unsere Kredite abschreiben, aber die will Tsiprasja ohnehin nicht zurückzahlen, sondern streichen. Unsere Währungsunion käme dadurch nicht in Gefahr. Der Euro braucht die Griechen also nicht.
    Kommen wir zur Kehrseite der Medaille. Die Hyperinflation würde die Drachme immer wertloser machen, Waren können nicht mehr importiert werden, der schwache Export wäre nicht ausreichend für eine Abwertung der Drachme. Die Syriza gibt an, dies sei die Folge des Spardiktats.
    Nun bietet mir mal ein Szenario an, wie ihr die optimale Richtung für dieses Problem seht. Berücksichtigt dabei bitte, dass die Eigenständigkeit der griechischen Wirtschaft Jahre in Anspruch nehmen würde.

    • Griechenland hat gerade einen (kleinen) Primärüberschuss (also vor den Zinszahlungen) und (geringes) Wachstum. Wenn also der Ausstieg aus dem Euro und die Verweigerung aller Kreditzahlungen problemlos gelänge (was keineswegs ausgemacht ist) und nicht ganz neue große Ausgabenprogramme gestartet würden (die Syriza plant), dann würde eine einmalige, begrüßenswerte Abwertung reichen und keine Hyperinflation der Drachme drohen. Es überwiegen allerdings insbesondere die politischen Risiken (wie in Deutschland auch, wo wir eine Wirtschaft auf Weltniveau und Politiker von Provinzniveau haben).

      • Die letzen Wahlen 2009 vor der Krise hatte SYRIZA 4% Wählerstimmen. Danach wuchs diese Partei beträchtlich. Die allermeisten Stimmen kamen dabei, laut Wählerwanderunsanalysen, von enttäuschten PASOK-Anhängern. Nun, heute Abend wird im Museum Benaki Georgios Papandreou (s)eine neue Partei bekanntgeben. Um es kurz zu machen: SYRIZA führt mit wenigen Prozentpunkten vor der Nea Demokratia. Viele von den enttäuschten PASOK-Anhängern sind aber immer noch glühende Papandreou-Fans. Meine Prognose, und eben nicht nur meine: Das wars mit einer SYRIZA-Regierung. Herr Dilger muss jetzt bis Ende Dezember auf Spanien hoffen.

      • Hatten Sie nicht behauptet, Sie wären gegen die korrupten Eliten in Griechenland? Warum freuen Sie sich dann über Herrn Papandreou, der diese versinnbildlicht wie kaum ein anderer? Es tut mir leid für das griechische Volk, während ich hier bequem abwarten kann.

      • Wo genau lesen Sie raus, dass ich mich darüber freue, Herr Dilger? Ich will die alten Parteien ebenso nicht mehr in der Regierung sehen wie Sie (vermutlich) auch. Meine Beweggründe dürften allerdings andere sein als Ihre. Sie würden sogar eine aus Pinguinen geführte Regierung zujubeln wenn diese denn nur den Euro abschafft.

      • Wie wäre es mit Pinguinen als neue AfD-Sprecher?
        Damit könnten wir uns innerparteilich enorm verbessern!

      • Auch die Außenwirkung wäre gut. So sind Pinguine stets besser angezogen als so mancher Ex-Beisitzer, der jetzt ganz nach vorne drängt.

      • Herr Dilger, dass mit dem grünen Anzug hat sich erledigt, seit der Steuerzahler ihm einen monatlichen europäischen Obulus überweist.

      • Sobald Pinguine die Macht bei der AfD übernehmen, trete ich der Partei bei. Versprochen. Allerdings würden die meisten der heutigen Mitglieder empört austreten weil Pinguine (immerhin Migranten) sich kaum integrieren würden. Vermutlich würden die meisten Ex-AfDler gegen die Pinguisierung des Abendlands demonstrieren. Man kennt das ja.

      • Ich finde, Pinguine sind besser integriert als so mancher AfDler. Ich würde sofort für sie stimmen, wenn sie antreten. Auch die Bundesregierung könnte von ihrem Sozialverhalten nur profitieren.

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  10. Schon seltsam, dass es nicht gelingt, die Köpfe mit klaren Botschaften zu aktivieren. Es ist müßig, gegen die Volksverdummung seit Einführung der Gemeinschaftswährung zu plädieren. Viel besser wäre es, wenn uns die Politiker die Fakten auf den Tisch legen, die uns dieses Debakel kostet. Hierbei meine ich nicht den Euro als solches, denn dieser ist nichts wert und verliert auf Dauer ganz. Es ist die Freundschaft, die zwischen den Europäern leidet und auf dem Prüfstand steht. Alein aus diesem Grund bilden sich neue politische Strukturen und so lange sich keine ausgeglichene Struktur zwischen den Staaten bildet, hat der Wunsch, ein vereintes Europa zu sein, lediglich einen Zweck, nämlich ganz sicher und beständig die sozialen Leistungen zu reduzieren und das erarbeitete Vermögen der Bürgerinnen und Bürger aufzuzehren. Das große Erwachen kommt noch vor dem Fall des Euro, nämlich dann wenn die Demografie ihre Opfer sucht. Dann platzen so manche Lebensträume und die Finanzblasen, die der Euro europaweit verursacht hat. Schließlich kann man nicht weiter pinkeln als man springen kann. Es wäre doch eine tolle Sache, wenn sich Europa einig wäre und die eigene Infrastrukltur so stärkt und ausbaut, dass es auch in fünfundzwanzig Jahren noch Freue macht, in das Europäische Haus zu investieren. Was nutz es, wenn der Nachbar sich satt essen kann auf Kosten der Allgemeinheit?? Lasst uns mal über diesé Thematik nachdenken.

  11. Die Umfragen haben in den letzten Wochen zwar leicht geschwankt, aber die Syriza-Mehrheit blieb stabil und wurde in den letzten Tagen sogar massiv ausgebaut. Heute wird ein spannender Wahltag.

  12. Pingback: Wahlsieg von Syriza in Griechenland | Alexander Dilger

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