Auto verkauft

Vor drei Tagen hatte ich mein altes ‚Auto zu verkaufen‘, vor zwei Tagen, also bereits nach einem Tag, habe ich es verkauft. Mit dem (nach eigenen Angaben) privaten Käufer habe ich mich auf 6.750 Euro geeinigt (als Verhandlungsbasis hatte ich 7.490 Euro geschrieben, während mir ein Händler konkret 5.800 Euro bot und andere auch in der Größenordnung lagen). Allerdings ist das Geschäft noch nicht komplett abgewickelt. Wir haben nur den Kaufvertrag geschlossen und ich habe eine kleine Anzahlung erhalten, dafür aber noch den Wagen und die Papiere behalten. Denn die Zulassungsstellen hatten schon zu und machen erst wieder am 5. Januar auf, um den Wagen umzumelden.

In den 90er Jahren hatte ich die schlechte Erfahrung gemacht, dass jemand einen von mir gekauften Wagen lange nicht ummeldete, so dass ich weiter Versicherung und Steuern bezahlen musste. Aus dem Vertrag hatte ich zwar einen zivilrechtlichen Anspruch, der sich jedoch nicht durchsetzen ließ. Deshalb übergebe ich den Wagen diesmal erst nach der Ummeldung, die von Behördenseite her jedoch fast zwei Wochen verzögert wird. Für diese Zeit muss ich ebenfalls Versicherungen und Steuern zahlen. Außerdem trage ich sogar das Risiko, dass noch ein Kaskoschaden entsteht, wobei der Wagen eigentlich nicht mehr genutzt wird.

Eigentlich sollte ich das alles noch der Volvo Auto Bank bzw. der Volvo Car Holding Germany GmbH i. L. als Rechtsnachfolgerin in Rechnung stellen (siehe ‚Ersatzfahrzeugbrief beantragt‘). Zumindest habe ich ebenfalls vor drei Tagen einen Mahnbescheid beantragt, damit mein Rückerstattungsanspruch wegen der unzulässigen Kreditbearbeitungsgebühr nicht verjährt.

7 Gedanken zu „Auto verkauft

  1. Wenn Sie Ihr Auto im angemeldeten Zustand an den Käufer übergeben, genügt es Ihre Versicherung und Ihre Zulassungsstelle über den Verkauf und den exakten Zeitpunkt der Übergabe zu informieren.

    Hierfür gibt es zum Beispiel in den Verkaufsvertragsformularen des ADAC eigenes vorbereitete Postkarten, die Sie ausfüllen, vom Käufer zur Bestätigung unterschreiben lassen und direkt an Versicherung und Zulassungsstelle senden können. Damit sind Sie als Verkäufer in jeder Hinsicht aus dem Schneider.

    Wichtig ist allerdings die Bestätigung durch den Käufer, dessen Ausweis Sie sich auch zeigen lassen und kopieren sollten, sofern sie ihn nicht persönlich kennen. Auch die ausgefüllten Karten sollten vorsichtshalber fotokopiert werden. Immerhin gehen sage und schreibe 2% aller Poststücke bei der Beförderung verloren.

      • Ich habe es schon ein paar mal angewandt und hatte damit noch nie Probleme. Auch nicht als ein Käufer den Wagen erst nach etwa zwei Wochen ummeldete. Steuer und Versicherung wurden mir gegenüber sowohl vom Fiskus, als auch von der Versicherung (Huk-Coburg) genau zum Tag der Übergabe abgerechnet.

      • Wenn der Käufer rückwirkend zahlt ist das kein Problem, sonst schon. Ich habe das selbst erlebt und die Rechtslage hat sich auch nicht geändert (siehe z. B. beim ADAC).

  2. Zur Verjährungsunterbrechung muss der Mahnbescheid noch dieses Jahr zugestellt werden. das wird knapp! Alternativ: Klage einreichen. Dabei ist das Datum des Eingangs bei Gericht für die Unterbrechung der Verjährung maßgebend.

  3. Pingback: Falsch erwischt | Alexander Dilger

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