Kann es nur einen geben?

Internen Streit hat es in der AfD von Anfang an gegeben, doch in den letzten Wochen ist dieser sogar von Bundesvorstandsmitgliedern in die Massenmedien getragen worden. Insbesondere Herr Alexander Gauland, stellvertretender Bundessprecher, ist hier sehr negativ aufgefallen (siehe z. B. Gauland legt Henkel den Rücktritt nahe“ und AfD-Politiker Gauland nennt Lucke einen Kontrollfreak“), so wie er auch schon vorher inhaltlich den rechtsstaatlichen Kurs der AfD aufgeben wollte. Zwischenzeitlich hat sich auch die zuvor loyale Bundessprecherin Frauke Petry der Kritik an Bernd Lucke angeschlossen (siehe „Führungsstreit: AfD-Sprecherin keilt gegen Lucke“ und Petry und Gauland haben Luckes One-Man-Show satt“), Er will eine neue Satzung mit nur noch einem Vorsitzenden an der Spitze. Dabei denkt er an sich selbst und droht andernfalls damit, gar nicht mehr anzutreten (siehe AfD-Chef Lucke erwägt Rückzug aus Parteispitze“). Das wäre vermutlich fatal für die Partei, wobei schon jetzt durch den offenen Streit die Umfragewerte für die AfD deutlich sinken (siehe Führungsstreit: Zwei Drittel der Deutschen bezweifeln langfristigen AfD-Erfolg“).

Dabei sollten jedem ganz unabhängig von der persönlichen Einstellung gegenüber Herrn Lucke und seinen politischen Positionen klar sein, dass dieser für die AfD unverzichtbar ist (Frau Petry, aber auch Herr Gauland rudern entsprechend wieder zurück, siehe „AfD-Basis will Bernd Lucke als Nummer eins“). Wenn er unter einen Bus geraten sollte, findet sich auf die Schnelle vermutlich kein Ersatz, doch wenn er politisch gesehen unter den Bus gestoßen wird, ist die AfD ganz sicher am Ende. Deswegen muss man nicht jeden schlechten Satzungsentwurf mittragen (siehe ‚Detailkritik am Satzungsentwurf‘ für Erfurt), doch hoffentlich wird der neue Satzungsentwurf ohnehin besser und außerdem genügt Herrn Lucke vermutlich schon eine simple Satzungsänderung, nämlich von mindestens zwei Bundessprechern auf genau einen Bundesvorsitzenden.

Ich gehe davon aus, dass Herr Lucke nicht einfach hinschmeißen wird, wenn es dafür keine Zweidrittelmehrheit geben sollte. Schon jetzt wird er doch als der faktische Vorsitzende wahrgenommen, obwohl es drei Bundessprecher gibt. Umgekehrt kann auch ein alleiniger Vorsitzender wenig machen, wenn er im übrigen Vorstand in wichtigen Fragen keine Mehrheit mehr findet, so wie es mir letztes Jahr in NRW erging. Diese Frage der Satzung und Organisation wird deshalb in meinen Augen überbewertet, während man sich in diesem Zusammenhang tatsächlich einmal mehr mit Personalfragen beschäftigen sollte (was sonst in der Politik eher zu oft geschieht und die Inhalte zu verdrängen droht, die allerdings ihrerseits mit Personen verknüpft sind).

Wer hat sich denn im bestehenden Bundesvorstand bewährt und wer könnte vor allem im nächsten Bundesvorstand die AfD stabilisieren und auf Erfolgskurs halten? Von den Liberalen ist leider nur noch Herr Henkel übrig, während Herr Lucke als gemäßigt Konservativer nun auch von den rechten Kräften überrollt zu werden droht, die er einst rief und nicht hinreichend bändigte. Rechts ist nicht schlechter als links, doch die Grenze zu Rechtsradikalen oder gar Rechtsextremisten muss noch klarer gezogen und verteidigt werden, während umgekehrt der liberale Flügel in der AfD zu halten ist. Das macht die AfD nicht zu einer FDP 2.0, sondern zu einer konservativ-liberalen Partei, die das Grundgesetz verteidigt statt angreift.

122 Gedanken zu „Kann es nur einen geben?

  1. Ich kann nur davor warnen, weiterhin alles auf die Karte Bernd Lucke zu setzen. Einerseits ist Herr Lucke ein unberechenbares Risiko für die AfD, da er sein Fähnchen gerne opportunistisch in den Wind hängt und schon mehr als einmal gezeigt hat, dass ihm seine persönliche politische Karriere wichtiger ist als die Inhalte, für die die AfD einst stand. Andererseits ist das mit dem Kaprizieren auf nur ein Gesicht einhergehende Schlüsselpersonenrisiko – völlig unabhängig von der Person Luckes – für eine politische Partei generell viel zu hoch.

    • Ihre Warnung hat keinen Wert, solange Sie keine anderen Personen benennen können, die für die oberste Spitze der AfD (besser) geeignet und willig wären. Machen wir uns doch nichts vor, die reale Alternative zu Bernd Lucke heißt Alexander Gauland, hinter dem noch fragwürdigere Gestalten drängen.

      • Ich könnte schon einige geeignetere Personen benennen. Man muss diesen aber selbst überlassen, ob sie in der gegebenen Lage der AfD überhaupt bereit wären anzutreten.

      • Gauland wäre für die AfD der Supergau. In einer internen Diskussion habe ich einmal die Außenwirkung der AfD beschrieben. Auslöser war eine E-Mail, die die HoGeSa-Vorkommnisse ins „rechte“ Licht rücken wollte. Ich habe diese Rundmail als Anlass genommen, einmal auf die erschreckende Außenwirkung hinzuweisen:

        „[…] Wenn man sich die letzten Umfragen anschaut, dann wird auch deutlich, dass die Nähe der AfD-Mitglieder zur HoGeSa, Elsässer, Putin nicht gut tat. Ich bringe einmal verkürzt den Vorstands-Zoff in Erinnerung:
        1. Jemand lanciert an die Öffentlichkeit, dass Starbatty, Kömel, Lucke und Henkel für die Sanktionen stimmten.
        2. Pretzell brüstet sich dagegen gestimmt zu haben.
        3. Pretzell verlässt BuVo.
        4. AfD gewinnt [ trotz Querelen ] die Landtagswahlen.
        5. Lucke beschwert sich über Querulanten.
        6. Mitglieder meinen sich mit HoGeSa-Veranstaltung profilieren zu müssen. Einer [ aus NRW ] gründet einen außerparlamentarischen Untersuchungsausschuss. Es finden Ausschlussverfahren statt. Derjenige, der den außerparlamentarischen Schwachflugausschuss gründet, verliert jede Wahl ( LaVo und BeVo ) und wird aus den LFA ausgewiesen, bzw. tritt freiwillig wegen angeblicher Arbeitsüberlastung aus.
        6. Henkel schämt sich zeitgleich öffentlich über den Weltverschwörungsunfug.
        6. Ebenfalls zeitgleich kommt es zu dem Weltverschwörungskongress, der als „Wissenkongress“ bezeichnet wird, organisiert durch die NRW-Bezirksvertretungen. In der Presse wird über den Schwachsinnskongress gelästert. Landesvorstand und Bezirksvorstände rudern zurück.
        6. Gauland fordert ebenfalls zeitgleich öffentlich den Rücktritt von Henkel.
        Die AfD baut einen Prozentpunkt ab.
        7. Lucke droht den Rückzug an. Petry fordert das Ende der One-Man-Show
        8. Gauland nimmt an Elsässer-Veranstaltung teil. NPD-Funktionäre sitzen als Gäste mitten drin. Das geht durch die Springer-Presse
        9. In Hessen fliegen die Fetzen. Ein Ex-Rep hat sich den Sprecherposten erschlichen.
        Die AfD baut noch einen Prozentpunkt ab.

        Jetzt mal eine ganz ehrliche Frage:
        Warum soll ein Bürger die AfD derzeit wählen ? Wie ist denn die Außenwirkung zur Zeit ?! Sieht diese inzwischen besser aus als die der Piraten ?! Die Piraten sind gewählt worden, damit endlich mehr Demokratie ins Land kommt. Durchgesetzt hat sich eine ALG-II-Chaos-Truppe mit Linksextremisten.

        Die AfD begann als bürgerliche Alternative, v/o Professorenpartei, die sich gegen den EUR, gegen undurchdachte und links-ideologische Politik, gegen Lobbyismus, gegen EU-Zentralismus, aber für mehr Demokratie und mehr nationale Souveränität einsetzte.

        Wohin wandelt sich die AfD in der öffentlichen Wahrnehmung jetzt ?! In einen chaotischen und zerstrittenen Haufen, der sich mit Hooligans, radikalen Weltverschwörern, Islamhetzern und Kriegstreiber Putin in ein Boot setzt. Ist das gut ?! Nun – in der öffentlichen Wahrnehmung – es ist so schlecht, dass die führenden Köpfe Lucke und Henkel – für viele AfD-Wähler waren sie die Vertrauensträger, die Garanten für das Bürgerliche – sich über die eigene Basis schämen und den Rückzug erwägen. Und, jetzt kommt das Beste: Gauland solidarisiert sich erst recht ungeniert und öffentlich mit HoGeSa, Weltverschwörern und Putin, und die Öffentlichkeit darf erstaunt feststellen, dass Lucke und Henkel sich zu recht schämen. Gauland legt sogar noch eine Schüppe oben drauf, Henkel solle sogar zurück treten, er und seine AfD fühlen sich ohne ihn pudelwohl. Petry stößt ins gleiche Horn und fordert das Ende der One-Man-Show, also die Beschneidung von Lucke. Wenn er geht, sein Pech. Was ist in der öffentlichen Wahrnehmung von der AfD als bürgerliche Alternative, v/o Professorenpartei übrig geblieben ?!

        Glaubt jemand wirklich, dass normale Bürger, die üblicherweise FDP und CDU wählen würden, uns mit so einer Außenwirkung noch wählen ? Ich bin so erzogen worden, dass Hooligans, Rocker und Schläger der Abschaum dieser Gesellschaft sind. Ich habe gelernt, dass man sich von solchen Leuten in jeder Hinsicht fern hält. Ich vermute, dass viele unserer Wähler, die ja eben konservativ, bürgerlich oder erzkonservativ geprägt sind, über die HoGeSa-Sympathien – milde gesprochen – erstaunt sind. Wir wissen doch auch, dass Links-Ideologen Spinner sind und Weltverschwörer sind nichts anderes als Links-Ideologen. Dies erkennt man anhand der Personalie Elsässer besonders gut. Gestern war er ein linksextremer Ideologe „Nie wieder Deutschland“, heute ist er radikal-Weltverschwörer, der überall CIA wittert, der die HoGeSa ideologisch unterstützt, der die AfD-Basis gegen den Vorstand aufzuwiegeln versuchte. Ich habe gelernt, man solle zusehen, sein Geld zu verdienen, und nicht die Zeit mit solchen Idioten vertun. Ferner habe ich gelernt, dass wir uns über Demokratie und Bürgerrechte erfreuen und das Beste daraus machen sollten. Wie bringe ich so eine Erziehung mit Sympathien für den Verbrecher Putin in Einklang, der Völkerrecht und Menschenrecht ständig bricht ?! Wie kommt Gauland auf das dünne Eis, dass Bürger, die mit der USA wegen der Völkerrechts- und Menschenrechtsverstöße fremdeln, für Putin wären ? Wenn deutsche Bürger die Sanktionen gegen Russland nicht wollen, dann doch nicht, weil sie für Putin wären, sondern weil sie in Ruhe und Frieden Geschäfte machen wollen.

        Das was zur Zeit öffentlich von der AfD wahrgenommen wird, das hat mit Problemlösungen, die der Bürger sucht, gar nichts zu tun. Das alles ist auch weit weg von Konsolidierung. Ich wünsche mir, dass der Komplex HoGeSa, „Wissenskongress“ und Putin endlich beendet wird. Wir haben uns schon genug blamiert. Jetzt wird es Zeit, dass wir uns öffentlichkeitswirksam mit den bürgerlichen Themen auseinander setzen und als Bürger wieder erkennbar sind.“

      • Aus meiner Sicht läuft es auf eine Richtungsentscheidung hinaus. Herr Lucke hat diese immer gescheut, weil natürlich auch Herr Gauland mit seinen obskuren Thesen Wähler und Mitglieder anspricht. Zugleich schreckt er aber Wähler und Mitglieder ab, meiner begründeten Vermutung nach deutlich mehr.

      • @Herrn Dilger
        @Herrn Wilhelm

        Die Frage ist doch nicht „Lucke oder Gauland?“ bzw. „USA oder Putin?“.
        Es gibt nicht nur schwarz und weiß.

      • @Meister

        Natürlich stellt sich für mich nur die Frage, ob Lucke oder nicht, bzw. Gauland oder nicht. Lucke hat sehr viele Fehler gemacht, aber er ist derzeit die beste Lösung. Gauland ist für mich keine Lösung. Er ist für mich eine Katastrophe. Eine Gauland / Elsässer-AfD hätte sich für mich nie als Option dargestellt. Jedes Zeitinvest in eine bizarre Gauland / Elsässer-AfD hätte ich von Anfang an als reine Zeitverschwendung abgetan. Und die AfD als zukünftige Gauland / Elsässer-AfD würde rückwirkend jedes Zeitinvest ebenfalls zu einer Zeitverschwendung negieren. Zudem droht mir ein Reputationsverlust. Ich habe mich öffentlich stets für die AfD eingesetzt. Ich bin lokal auch als AfDler bekannt. Wenn sich das Bild festigt, dass die AfD ein Chaos-Sauhaufen, rund um den antibürgerlichen Ideologen Elsässer ( antiwestliche Weltverschwörung, Pro-Putin, HoGeSa, Islamhetze ) ist, dann bleibt mir nur das schamhafte Eingeständnis, dass ich mich in dieser Partei und ihre Entwicklung geirrt habe. Einen Imageschaden trage ich in jedem Fall davon. Derzeit gibt es tatsächlich nur Lucke und sonst keinen.

      • Das sehe ich ähnlich. Ich wünschte, es wäre anders, aber momentan ist es so. Sollte Herr Gauland Herrn Lucke von der Parteispitze verdrängen (bei der Wahl nur eines Vorsitzenden ist das kaum vorstellbar, doch bei mehr Sprechern könnte Herr Lucke zurückziehen oder innerhalb des Vorstands marginalisiert werden), dann war es das endgültig für mich mit der AfD. Ich habe immer betont, dass ich solange in der AfD bleibe, wie diese für Liberale eine Perspektive bietet. Ob das unter Herrn Lucke langfristig der Fall sein wird, ist leider auch noch nicht ausgemacht, doch unter Hernn Gauland wäre das definitiv nicht so.

      • Wie bereits geschrieben. Es geht nicht um Lucke oder Gauland. Beise stellen ein großes Risiko für die AfD und ihre ursprünglichen Ziele dar. Genauso wenig geht es um die Fortsetzung der bedingungslosen Anbiederung an die USA oder um den Austausch der USA gegen Russland. Etwas mehr Differenzierung stünde dieser Diskussion sehr gut, Herr Wilhelm und Herr Dilger.

        Was das Fremdschämen und die Gefährdung der persönlichen Reputation angeht, teile ich Ihre Befürchtungen. Allerdings gilt das auch für eine reine Lucke-AfD. Luckes Fernsehauftritte übertreffen inzwischen häufig sogar die von Frau Petry an Peinlichkeit.

      • Herrn Wilhelms Beitrag sagt alles! Bravo! Leider lesen unsere Mitglieder lieber in alternativen Schriften als sich mit Fakten zu belasten!

        Ich bin genau als Waehler diese Stufen gegangen, CDU, FDP und jetzt AfD. Deswegen wundere ich mich ueber heterogene, nicht passende Mitgliedschaft die uns in eine andere, links-ideologische Richtung zwingen moechte.

      • @Ivan de Grisogono:
        „Linksideologisch“ ist in der AfD niemand. Jedenfalls bin ich in der AfD noch keinem wirklichen Linksideologen begegnet. Wenn man sich allerdings vor Augen hält, dass Auch Braune im Grunde Kommunisten sind, finden sie im rechtsextremen Spektrum der AfD-Mitglieder wohl am ehesten die von ihnen so gefürchteten Linksideologen.

    • Das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, Herr Meister, damit sind die Argumente von Prof. Dilger in keiner Weise entkräftet. Zudem ist die Sache mit dem Karrierismus eine böse Unterstellung. So verhält es sich ganz sicher nicht, da habe ich ein bisschen mehr Einblick als Sie. Allerdings sollte man auch sehen, dass er nur dann wirklich gestalten und den Zielen der von ihm ins Leben gerufenen Partei zuarbeiten kann, wenn er auch in den Bundestag strebt. Erst dann hat die AfD insgesamt den wünschenswerten Gestaltungsspielraum, also auch personell.

      Sie müssen Prof. Lucke nicht mögen, aber bitte sagen Sie mir ganz konkret, wie Sie sich ein Überleben der AfD als einer Partei, die wertekonservative wie auch liberal denkende Bürger binden soll, ohne Prof. Lucke zu diesem Zeitpunkt vorstellen. Ich hätte ganz große Bedenken, dass sich sehr schnell diejenigen in den Vordergrund schieben, die Sie vermutlich ebenso wenig dort haben wollen wie ich.

      • Danke Herr Dilger für diese klare Ansage! Prof. Dr. Lucke ist das Gesicht der AfD und Garant für den Erfolg der AfD.

      • Liebe Frau Noack,
        lieber Herr Dilger,

        der Einzige, dem ich im derzeitigen Bundesvorstand wirklich etwas zutraue, ist Herr Adam.

        Weitere gute potentielle Köpfe für den Bundesvorstand gibt es in der AfD zwar zur Genüge – die Frage ist nur, ob diese in der derzeitigen Lage der AfD überhaupt bereit wären, sich zur Verfügung zu stellen?

        Wer hat schon Lust, sich für ein ehrenamtliches Parteiamt den Schlammschlachten und Intrigen auszusetzen, wie wir sie schon seit der Gründung der AfD allerorten auf den Landesparteitagen erleben? Ich nicht. Sie vielleicht?

      • Wer nicht bereit ist, ein Spitzenamt zu übernehmen, ist allein schon deswegen nicht dafür geeignet. Die Schlammschlachten und Intrigen kann man sich auch nicht einfach wegwünschen, sondern ihre Bewältigung ist wesentlicher Teil der Aufgabe. Offensichtlich kennen Sie niemanden, der sich dem aussetzen will. Warum schimpfen Sie dann gegen Herrn Lucke, der es tut?

      • Natürlich ist das Leben kein Ponyhof, auch das Parteileben nicht. Aber es ist nun einmal verdammt widersprüchlich, „mehr Demokratie in den Parteien“ und „Demokratie nach Schweizer Vorbild“ zu fordern und dann nicht einmal innerparteilich dafür einzutreten. Eben Wasser predigen und Wein saufen. Für mich ist das völlig indiskutabel.

  2. Der Schlüssel ist doch Teamwork:
    Nach außen und an der Spitze ein Gesicht, das für die Partei steht und spricht.
    Nach innen ein Team, dass der Spitze arbeitsteilig nach einem Geschäftsverteilungsplan zuarbeitet und mit ihr zusammenarbeitet.
    Wie in Vorstandsteams von Industrieunternehmen.
    Es kann nicht sein, dass jeder seine eigene Agenda hat, die er durchsetzen will.
    Dass die politischen Ansichten und Ziele aller hundertprozentig deckungsgleich sind, wird nie der Fall sein und ist auch nicht erforderlich.
    Aber die konsensuelle Schnittmenge muß hinreichend groß sein, dass ein substanzieller Markenkern der Partei gebildet wird und erkennbar ist.

    • Da haben Sie meine volle Zustimmung.

      Es ist m.E. auch weniger wichtig, wie viele Vorsitzende die Partei hat. Aber diese müssen dem Meinungsbildungsprozess von unten nach oben Rechnung tragen und dürfen nicht top-down agieren wollen wie in einem Großkonzern.

      Eine Partei ist nun mal kein Unternehmen!

      Wer das nicht begriffen hat, hat zumindest an der Spitze einer demokratischen Partei nichts verloren.

      • Da stimme ich mit Ihnen vollständig überein. Eine Partei ist kein Unternehmen. Demokratie funktioniert von unten nach oben und nicht umgekehrt.

      • Na also. Mit unseren von CDU und CSU geborgten Landes- und Bundesvorständen ist das nur leider nicht umsetzbar.

      • Bottom-up ist nur Wunschdenken und fuehrt zum Populismus, siehe Herrn Gauland! Es muss in beiden Richtungen gehen um ein belastbares Ergebniss zu bekommen. Eine Partei ist keine Bergerinitiative, aber eher ein Unternehmen, wenn se funktionieren soll

        Sonst wird leicht die Frage vom Typ, „Wollt ihr den totalen Krieg?“ gestellt und dann werden sich manche wundern welche Antworten auch von AfD Mitglieder kaemmen!

      • Eine Partei ist definitiv kein Unternehmen. Sie hat weder Eigentümer noch ein Gewinnziel. Sie ist eine besondere Form eines Vereins. Sie muss, zumindest in Deutschland, demokratisch verfasst sein, was einen Aufbau von unten nach oben statt umgekehrt bedingt. Das Hauptproblem sind in der Regel auch weder die einfachen Mitglieder noch die Personen an der Parteispitze, sondern ist die Funktionärsschicht in der Mitte.

      • @Ivan de Grisogono
        “Wollt ihr den totalen Krieg?”

        So krass wird es nicht kommen. Wenn auch ich durchaus Potential dafür sehe, dass es genügend Dumpfbacken in der AfD gibt, die „Ja!“ rufen würden.

  3. Jeder, aber auch wirklich jeder vernunftbegabte (Bindestricht-)Konservative und (Bindestrich-)Liberale den ich in der Partei kenne, steht hinter Bernd Lucke. Hier geht es nicht darum, mit Lucke in jeder Einzelfrge – von Satzung, bis – meinetwegen – Steuern, übereinzustimmen, sondern darum zu erkennen, daß er eine conditio sine qua non für die Partei ist. Ich bin Satzungsfragen nicht dogmatisch. Ob es einen, oder drei Vorsitzende gibt spielt für mich eine untergeordnete Rolle, zumal mir auch Petry, Gauland, Henkel, Adam etc menschlich, wie politisch sympathisch sind. Aber wenn Lucke sagt: Ich kann nicht bei meinem Job in Brüssel und einer partei im Wachstum und den damit verbundenen Schwirig- und Streitigkeiten auch noch immer mit zwei weietern Leuten auf der selben Hierachieebene zwischen Brüssel, Potsdamm und Dresden jede kleine Keinigkeit in Echtzeit absprechen, dann ist das so und dann handeln wir danach. Ohnehin frage ich mich was die Argumente derer sind, die sich hinter dem Dreier-Modell verstecken, aber selbst alleinige Vorsitzende ihrer Verbände sind. Ja zu Gauland! Ja zu Petry! Ja zu Henkel! Dreimal Ja zu Lucke!

    • Das ist ein wichtiger Hinweis, dass die lautesten Lucke-Kritiker, die nur einen Vorsitzenden auf Bundesebene als angeblich undemokratisch beklagen, ihrerseits auf Landesebene ganz selbstverständlich alleine regieren. Denn es geht ihnen nur um die eigene Macht und nicht ums Prinzip.

    • Die Alternative zu Bernd Lucke ist weder Frau Petry, noch kann es Herr Gauland oder Herr Henkel sein.

      Luckes „Argumente“ von wegen, er könne sich nicht auch noch mit zwei weiteren Bundessprechern abstimmen, ziehen für mich aber trotzdem nicht.

      Lucke kann sich nun mal nicht in Stücke reißen und ein ernsthaft wahrgenommenes Mandat im Europaparlament oder Bundestag ist schon aus Zeitgründen mit dem Parteivorsitz unvereinbar. Egal für wen!

      Da Lucke hinreichend bewiesen hat, dass er für den Vorsitz einer Partei, die „mehr Demokratie in den Parteien“ fordert völlig ungeeignet ist, sollte er nicht auch noch größenwahnsinnig nach dem Alleinvorsitz greifen. Er kann es nicht stemmen.

      • Wir haben nur drei ernsthafte politische Schwergewichte, die Herren Henkel und Starbatty plus Prof. Lucke. Trotz meiner frueherer Meinung ist auf Prof. Lucke weder in Bruessel noch in Berlin zu verzichten. Was bleibt ist es Ihm zu helfen als Vorstandsvorsitzender die Partei wieder auf Kurs zu bringen. Sein Verzicht auf Berlin wuerde seine Moglichkeiten reduzieren und AfD zu einem Verschwoerungstheoretiker- Verein degradieren.

        Selbstverstaendlich ist er geeignet diese Partei zu fuehren obwohl ihm Herrn Henkels Erfahrung und Unbeugsamkeit hilfreich waeren. Er soll offensiver werden!

      • Ansichtssache. Ich halte Herrn Lucke nicht für geeignet die AfD alleine zu führen.

      • Wenn Vorsitz einer (wirklichen) Volkspartei und Bundeskanzler (oder auch nur Ministerpräsident) in der Geschichte der Bundesrepublik zeitlich immer vereinbar waren (bei Ehrhard und Schmidt, bei denen jeweils der geschasste Übervater noch die Zügel in der Hand behielt bzw. mit dem BuVo abgespeist wurde, dürfte kaum die Zeit eine Rolle gespielt haben), dann zeugte eine Unvereinbarkeit von EP-Mandat und AfD-Vorsitz von mangelnder Professionalität auf seiten der AfD – entweder der Personen oder der Strukturen. Dieses „Argument“ der zeitlichen Unvereinbarkeit ist deshalb in Wahrheit ein starkes Argument FÜR Luckes Satzungsänderungspläne – zumindest der Grundtendenz nach, dh dem Fokus auf organisatorische Professionalisierung. Wir sind aufgrund unserer Größe und der Verwurzelung der meisten unserer Mitglieder außerhalb des (Berufs-)politischen Zirkuses nicht überreich mit potentiellen Vorsitzenden gesegnet und müssen deshalb umso mehr darauf achten, keine innerparteilichen Strukturen zu etablieren, an denen diese Leute sich aufreiben. Soviel strukturelle Erleichterung wie möglich, sofern nicht handfeste (dh nicht ideologische oder utopische) grundsätzliche Erwägungen dagegenstehen, sollte das Motto sein.

        Anstatt die Parteispitze aufzublähen (mehrere Vorsitzende, Konvent usw) sollte man lieber strukturelle Möglichkeiten schaffen, dass die Basis regelmäßig und in relativ kurzen Intervallen die Arbeit des Vorstandes, dh die Führungsleistung durch die augenblickliche Führung, überprüfen und diesen dann entsprechend bestätigen oder ablösen kann (dh Parteitage), dass die Basis aber auch bei eklatantem Fehlverhalten außerplanmäßig per veto eingreifen kann (Urabstimmungen,…) und auch in der tagesaktuellen Politik miteinbezogen werden kann (wobei man auch hier nicht die jetzige SOnderzeit vor einem verabschiedeten Gesamtprogramm zu sehr die Satzungsgestaltung prägen lassen sollte!).
        Ich bin ein Freund von klarer Verantwortung, sowohl inhaltlich als auch personell, was bei 1 Vorsitzenden gegeben wäre, bei kollektiven Führungskonzeptionen dagegen schon theoretisch und noch mehr praktisch sehr schwierig ist. Klare Verantwortungen, regelmäßige Rechenschaft und Re-Legitimation, effektive Veto-Möglichkeit gegenüber der Exekutive (für Fälle, die das Warten auf regelmäßige Rechenschaft und Re-Legitimation nicht zulässt).

      • Einen Vorsitzenden bzw. Sprecher finde ich auch in Ordnung. Vielleicht sollte man gerade jetzt in der Anfangszeit die Amtszeiten auf ein Jahr verkürzen. Urabstimmungen sollten deutlich erleichtert werden.

      • @Jörg Hartlieb

        Wenn die AfD sich ernsthaft als Alternative etablieren und als solche wahrgenommen werden will, darf sie Fehlkonstruktionen der Altparteien nicht zu ihrer Arbeits- und Organisationsvorlage machen.

      • Fehlkonstruktionen nicht, lange bewährte Modelle schon. Politik ist sehr kompetitiv. Parteien können sich (im Gegensatz zum Staat insgesamt) nicht dauerhaft schwere Fehler leisten, sonst gehen sie unter wie die meisten Parteigründungen und demnächst wohl die FDP.

  4. Als wir am 14.4.2013 ein Führungstrio hatten, bestehend aus einem Medienfachmann, ein X-mal dekorierten Unternehmerin und eben Herrn Prof. Lucke war ich hochzufrieden mit der Wahl.

    Frau Petry schien prädestiniert für die organisatorische Führung, Herr Adam konnte unsere Medienauftritte managen und Herr Lucke konnte Antworten zu unserem Hauptthema ‚Euro‘ an die Öffentlichkeit kommunizieren.

    Auch hier lese ich aber wieder einmal, dass Herr Lucke für die AfD unersetzlich sei. Wäre es denn so, dann wäre die AfD die schwachsinnigste Parteigründung die es seit Gründung der BRD gegeben hätte – denn Niemand darf in einer größeren Organisation unersetzlich sein. Wenn man das aber für den Moment einmal gelten ließe, dann müssten schnellstens weitere Persönlichkeiten neben Herrn Lucke aufgebaut werden.

    Richtig ist, dass Herr Lucke sowohl innerhalb als auch außerhalb der AfD als Gesicht der AfD wahr genommen wird. Und genau aus diesem Grund verstehe ich die Satzungsänderungs-variante nicht, die wohl von Herrn Lucke ausgeht.

    Wir waren bislang mit der Dreierlösung immerhin ungleich erfolgreicher als zum Beispiel NRW (mit seiner Einsprecherlösung), das mittlerweile den 4. Sprecher aufweist – und dabei weit in allen Ergebnissen weit hinter der Bundes – AfD liegt.

    Konnte man noch den 0,8 Punkte Rückstand zum Durchschnitt bei der BTW den schlechten Wählern anlasten, so konnte dies nicht mehr gelten, als man den Rückstand zur Europawahl glatt verdoppelte.

    Die eingestellten Pressemitteilungen sind mir zu selektiv – und in der Wirkung zu einseitig.

    Alle Beteiligten haben sich nicht mit Ruhm bekleckert – und das ganze wird ja noch garniert mit Nachrichten aus den unterschiedlichen Bundesländern.

    Man hat es als Mitglied momentan nicht leicht den Tag zu genießen – und die Werbung von Mitgliedern kann man sich sparen. Mir reicht es schon, wenn mein Nachbar mich immer mit der Frage begrüßt, wie denn der Goldpreis stünde.

    Der Parteitag in Bremen dürfte gut besucht werden. Es ist fraglich, ob die 1.600 Plätze reichen werden – die ja angesichts 20.000 Mitglieder nur eine Anwesenheit von gerade mal
    8 % kalkulieren.

    • Herr Lucke ist aber momentan für die AfD unersetzlich, ob er das nun darf oder Ihrer Ansicht nach nicht. Im Übrigen hat die Dreierspitze im Bund nur deshalb funktioniert, weil Herr Lucke für alle die unbestrittene Nummer eins war. Gerade weil Frau Petry, die keine Unternehmerin mehr ist, sondern Fraktionschefin in Sachsen, jetzt mehr Macht verlangt und ein Herr Gauland, ebenfalls Fraktionschef, schon gar nicht einen anderen Sprecher über sich akzeptiert, steht die Veränderung der Vorstandsstruktur auf der Tagesordnung. NRW leidet auch sicher nicht daran, dass es nur einen Sprecher gibt. Ich finde es gut, dass Herr Pretzell jetzt alleine Sprecher ist und auch eine Mehrheit im Vorstand hat. So ist die Verantwortung für die (mangelnden) Aktivitäten wenigstens völlig klar. In einer Demokratie soll es echte Wahlmöglichkeiten geben und nicht bloß Große Koalitionen.

      • Bernd Lucke ist nicht unersetzlich. Niemand darf für eine demokratische Partei mit 14.000 oder 20.000 Mitgliedern „unersetzlich“ sein. Das wäre Selbstmord für die Partei!

      • Natürlich – wenn man kritisiert, dass Frauke Petry ihre DEMOKRATISCHEN Rechte einfordert, dann braucht man sich nicht wundern, dass weite Teile der Basis, die AfD als undemokratisch bezeichnen.

        Denn – welche Basisvorgabe wäre je umgesetzt worden – selbst die Gelder werden nach Gutsherrenart verteilt – ohne dass man vorher auf Effizienz des Einsatzes geprüft hätte, noch nachher dies einer Effizienzkontrolle unterzogen hätte.

        Alles, was wir den Altparteien vorwerfen, haben wir als AfD längst überholt, und ich nicht einmal Merkel würde sich wohl wagen, die eigenen Mitglieder ständig zu beschimpfen – und das auch noch über die Medien.

        Aus meiner Sicht wird es in Bremen nicht zu der eigentlich einfachen Entscheidung über einen Satzungsantrag kommen, sondern es fällt die Entscheidung, ob die AfD weiter besteht.

      • Diese Entscheidung dürfte wohl kaum in Bremen fallen. Bei welchem Ereignis sehen Sie denn die Existenz der AfD (mehr) gefährdet, wenn der Satzungsentwurf angenommen oder abgelehnt wird? Auf dem Wahlparteitag danach könnte es allerdings zu einer Richtungsentscheidung und möglicherweise zu einer Spaltung der AfD kommen. Doch auch diese könnte die Existenz der Partei mehr sichern als gefährden.

  5. Mal ganz ehrlich, würde es der Öffentlichkeit überhaupt großartig auffallen bzw. die Öffentlichkeit überhaupt großartig interessieren, wenn eine Frau Petry oder ein Herr Gauland plötzlich wieder von der politischen Bühne verschwinden? Wahrscheinlich eher nicht, oder?
    Selbst den Verlust eines Herrn Lucke würde eine mittlerweile so gefestigte Partei wie die AfD ohne großartigen Schaden verkraften.
    Denn schließlich wird die AfD nicht von einzelnen Personen getragen, sondern vielmehr von einer mittlerweile sehr breiten und gut organisierten Basis. Von Tausenden Mitgliedern, Amtsträgern, Mandatsträgern, die sich tagein und tagaus um die Belange der AfD kümmern.

    • Halten Sie die AfD wirklich für so gefestigt? Ich denke eher, ohne Herrn Lucke würde die AfD keine einzige Wahl mehr gewinnen können. So rictig breit und gut organisiert ist die Basis leider auch nicht. Die AfD ist immer noch in der Anfangsphase und längst noch nicht über den Berg. Die FDP zeigt außerdem, dass selbst etablierte Parteien wieder verschwinden können, wenn ihr Führungspersonal völlig versagt.

      • Gefestigt genug, um zumindest nicht wieder sang- und klanglos in der Versenkung des Vergessens zu verschwinden. Nichtsdestotrotz wäre eine Beilegung der Personaldebatte natürlich wesentlich vorteilhafter und sollte daher in unser aller Interesse sein.

      • Die AfD kann durchaus noch in der Versenkung verschwinden. Die bisherigen Erfolge sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass es schon recht viele Parteien bis dahin schafften (etliche Landtage, Europaparlament, zweistellige Umfragewerte). Der wirklich schwierige Teil liegt noch vor uns. Bisher konnten sich nur die Grünen als neue Partei dauerhaft etablieren, worüber sie allerdings auch ihre Seele verloren haben. Da mir Inhalte wichtiger sind, sollten wir uns auf eine schnelle Umsetzung der wichtigsten Punkte (Euroausstieg und Volksentscheide) konzentrieren.

      • Genau das ist doch das Problem: Die vermeintliche Lucke-Abhängigkeit schwächt die AfD völlig unnötig. Diese Achillesferse kann sich die AfD nicht länger leisten!

      • Sie haben Ihren Punkt jetzt oft genug wiederholt. Ich brauche mein Gegenargument auch nicht weiter zu wiederholen, sondern wir sollten lieber neue Aspekte diskutieren, z. B. wie sich mehr innerparteiliche Demokratie erreichen lässt.

      • Ein erster Schritt in die richtige Richtung wäre m.E. der Abbau der Dominanz (z.Zt. absolute Mehrheit!) ehemaliger CDU- und CSU-Mitglieder in den Vorständen der Landesverbände und des Bundes.

      • @ Michael Meister

        Wie ich in einem anderen Beitrag schon erwähnt hatte: „Es wird schon einen guten Grund haben, warum wir Menschen uns im Zuge der Evolution mit nur einem Kopf entwickelt haben.“

        Auch wenn Herr Lucke innerhalb der AfD durchaus umstritten ist, scheint er in der jetzigen Situation aber tatsächlich die beste Alternative zu sein.

        Es liegt nun an der Basis, dem „Kopf“ klar zu machen, wer ihn trägt und am Leben hält.

      • @“AfDler“:
        Jeder Mensch ist ein Individuum und hat seinen EIGENEN KOPF zum Denken. Freiheit und Individualität werden bei mir GROSS geschrieben. Nur Kommunisten, Nazis und andere Lemminge folgen ihrem Führer blind.

      • @ Michael Meister

        Zitat:
        „Jeder Mensch ist ein Individuum und hat seinen EIGENEN KOPF zum Denken. Freiheit und Individualität werden bei mir GROSS geschrieben. Nur Kommunisten, Nazis und andere Lemminge folgen ihrem Führer blind.“

        Der „Kopf“ (alleiniger Sprecher) soll auch nur als SPRACHROHR dienen, welches den Willen der Basis nach außen trägt.

      • @AfDler:
        „Der “Kopf” (alleiniger Sprecher) soll auch nur als SPRACHROHR dienen, welches den Willen der Basis nach außen trägt.“

        Wenn er seine Funktion entsprechend verstehen würde, wäre ich damit einverstanden. Dass Bernd Lucke seine Sprecherfunktion aber mit Sicherheit nicht so versteht, hat er uns inzwischen zur Genüge bewiesen. Auch Frau Petry, Herr Gauland und Herr Henkel wären für eine derartige „Sprecher“-Rolle keinesfalls geeignet.

      • @AfDler
        „Alternative?“

        Adam,
        Dilger,
        Ermer (Bayern),
        Kruse (Hamburg),

        Da fallen mir noch einige ein, die sich eigneten.
        Fraglich ist nur, ob sie es auch machen würden.

      • Um eine tatsächliche Alternative zu Herrn Lucke als Sprecher der AfD darzustellen, bedarf es mehr als nur eine fachliche- und soziale Kompetenz (die ich hier im einzelnen nicht einzuschätzen vermag). Dazu bedarf es einen starken Rückhalt im eigenen Landesverband, eine starke Unterstützung aus den anderen 15 Landesverbänden und vor allem einen gewissen Bekanntheitsgrad in der Öffentlichkeit. Das trifft weder für Herrn Adam, noch für die anderen genannten Herren zu.

      • Wie schon mehrfach betont, gibt es momentan keine ernsthafte Alternative zu Herrn Lucke. Herr Meister hat sich da komplett verrannt. Allerdings werden auch noch weitere gute Köpfe gebraucht. Es gibt immer noch viel mehr wichtige Positionen als dafür geeignetes Personal in der AfD.

      • @AfDler:
        Welchen besonderen Rückhalt hat Herr Lucke in seinem eigenen Landesverband und wie oft lässt er sich dort überhaupt blicken?

        @Alexander Dilger:
        Warum „verrannt“?
        Das sind nur mögliche Beispiele.
        Bernd Lucke ist das Paradebeispiel für etwas, was man in einem Unternehmen als (völlig unnötiges) Schlüsselpersonenrisiko bezeichnen würde. Keine Aktiengesellschaft mit 14.000 oder 20.000 Anteilseignern und mehr als 2 Mio. Kunden würde das Risiko eingehen, alles von einer einzelnen Führungsperson abhängig zu machen. Wo bleiben da der viel gepriesene „Gesunde Menschenverstand“ und die Wirtschaftskompetenz der AfD?

      • Die AfD ist keine One-Man-Show und auch nicht abhängig von Herrn Lucke.
        Die AfD ist eine von der Basis getragene Partei und lediglich abhängig vom unermüdlichen Einsatz ihrer Mitglieder, die sich tagein und tagaus als Amtsträger, Mandatsträger, Unterstützer, etc. um die Belange der AfD kümmern.

      • Die AfD ist in der Tat keine One-Man-Show, aber trotzdem von Herrn Lucke abhängig, zumindest momentan. Wenn er jetzt aufhören sollte, verliert die AfD nicht nur ihr wichtigstes Gesicht nach außen, sondern droht auch im Inneren zu zerfallen. Ebenso sind die Basis und der Einsatz der Mitglieder notwendig, aber nicht hinreichend. Eine erfolgreiche Partei braucht viele Wähler, eine aktive Basis und eine fähige Spitze. Wenn auch nur eines davon fehlt, ist die Existenz gefährdet.

      • Zitat:

        @AfDler:
        Welchen besonderen Rückhalt hat Herr Lucke in seinem eigenen Landesverband und wie oft lässt er sich dort überhaupt blicken?

        Rückhalt muss nicht zwangsläufig von (emotionalen) Sympathiebekundungen begleitet sein. Denn oftmals überwiegt auch die Vernunft bzw. der (logisch- rationale) Verstand.
        Das Herr Lucke einen starken Rückhalt innerhalb der gesamten Partei genießt, spiegelt sich eindeutig in seinen bisherigen Wahlergebnissen wieder.

        Wie oft sich Herr Lucke in seinem eigenen Landesverband blicken lässt, kann ich Ihnen nicht sagen. Als Bundesvorsitzender und Mitglied des Europäischen Parlaments aber vermutlich nicht mehr oder weniger als wie in den anderen Landesverbänden.

      • Herr Lucke wohnt inzwischen in Brüssel. Von daher könnte er jetzt auch bundesunmittelbaren Mitglied ohne Landesverband sein oder werden.

      • @Michel Meister: Ich weiß nicht recht, aber Ihre Lucke-Phobie trägt langsam irgendwie obsessive Züge. Glauben Sie denn ernsthaft, dass die Afd jetzt schon ohne Prof. Lucke vorankäme? Was ganz konkret veranlasst Sie, ihm derart zu misstrauen? Haben Sie Beweise? Wie lautet Ihr Plan (die Absetzung ehemaliger CDU-Leute war ja wohl ein Witz, oder wie wollen Sie das durchsetzen?)? Wem trauen Sie aus welchen Gründen zu, so viel besser, effizienter und publikumsnäher zu sein als der, der die Partei im Nullkommanichts nach Brüssel katapultiert und überhaupt auf die Bühne gehoben hat? Warum hatten die Medien und die Politiker in Berlin sofort gestrichen die Hosen voll – das lag doch maßgeblich an der Scharfzüngigkeit von Lucke! Ich finde immer, dass Kritik konstruktiv sein sollte und auch nicht nur vom bequemen Schreibtischsessel aus in den Äther geblasen werden darf. Meiner Meinung nach ist Berlin das Ziel. Vorher sollte man auf Experimente mit nicht vorhersehbarem Ausgang verzichten. Das heißt nicht, dass die bisherigen Vorstandsmitglieder auf die billigen Plätze zu verweisen wären. Im Gegenteil. Die Mischung ist gut, nur muss sie sich im Kern treffen und keinen Flohzirkus präsentieren, wo jeder hinhüpft, wie er gerade lustig ist. Meine Lieblingsvariante wäre eine mit mehreren zwar durchaus etwas verschieden gelagerten, aber dennoch gut harmonierenden Gleichgestellten sowie einem Primus inter Pares. Aber wie es aussieht, gibt es eine andere Variante, die vermutlich derzeit die effektivste ist. Wenn die anderen ohne innerlich laut zu knurren mitziehen.

      • @AfDler am 02.12.2014 um 12:42
        „Die AfD ist keine One-Man-Show und auch nicht abhängig von Herrn Lucke.
        Die AfD ist eine von der Basis getragene Partei und lediglich abhängig vom unermüdlichen Einsatz ihrer Mitglieder, …“

        Gut, dass Sie das in Erinnerung rufen.
        Unser selbst ernannter kleiner König scheint das leider längst vergessen zu haben.

      • @Frau Noack:

        Liebe Frau Noack,

        vielen Dank für Ihre hoffentlich nicht ernst gemeinte küchenpsychologische Ferndiagnose. Aber ich habe keine „Lucke-Phobie“. Bernd Lucke hat durchaus Seiten, die ich sehr zu schätzen weiß und wenn es Ihnen nicht zu viel Mühe bereitet, meine Beiträge aufmerksam zu lesen, dann werden Sie das auch unschwer selbst feststellen.

        Was mir aber extrem sauer aufstößt, sind Luckes verschrobenes „Demokratieverständnis“ (insbesondere innerparteilich) – die Beispiele, die alleine ich live miterleben durfte aufzuzählen, würde diesen Thread endgültig sprengen -, die gezielt von ihm geförderte Amigowirtschaft in den Landesverbänden und seine maßlose Selbstüberschätzung, die zudem von zahlreichen Mitgliedern beflügelt wird. Rein psychologisch gesehen ist es da überhaupt kein Wunder, dass Bernd Lucke die Bodenhaftung längst verloren hat.

      • Lieber Herr Meister,

        meine küchenpsychologischen Fähigkeiten waren heute schon mit der Frage überfordert, warum bei uns das Kantinenenessen seit einer Woche dauernd versalzen ist, da hätte ich mich an eine tiefschürfendere Analyse Ihrer etwaigen obsessiven Luckophobie gar nicht mehr herangewagt;-) Ich hatte lediglich den Eindruck, dass Ihre Antworten auf die Argumente von z.B. Prof. Dilger oder dem „AfDler“ nicht selten aus Behauptungen und eher vagen, kaum in der jetzigen Situation umsetzbaren Vorschlägen bestehen. Das wirft die Frage auf, ob sie womöglich mehr von Animositäten, statt von sachlich haltbaren Begründungen getragen werden.
        Wir alle müssen vor dem nächsten Parteitag überlegen, was die AfD nach Berlin trägt. Da zählen die bisherigen Leistungen bestimmter Mitglieder (positiv wie negativ), da steht die Frage im Raum, wer die AfD in der Mitte zusammenhalten kann, ohne dass ihr die Fügel brechen, da gilt es aber auch den rechten Flügel am Rand zu stutzen. Da müssen die eitlen Pirouetten der Primadonnen und die Ego-Koller der Alpha-Männchen gebremst werden, da müssen immer wieder Feuer gelöscht werden. Sehen Sie jemanden, der das alles über die nächsten 3 Jahre leisten kann und leisten möchte? Prof. Lucke mag ehrgeizig sein, ja, vielleicht kann man es aber auch als höchste Form der Motivation und des Willens bezeichnen, das eigene Baby in die berühmten trockenen Tücher zu bringen. Er mag gelegentlich autokratisch wirken, vielleicht ist es aber auch nur die Sorge, der Laden könnte vorzeitig auseinanderbrechen, weil es Leute gibt, die Basisdemokratie vor allem so verstehen, dass sie sich selbst produzieren und verwirklichen können, koste es, was es wolle.
        Oder, was spricht dagegen, dass es so ist?

      • @G. Noack:

        Ich bin der AfD sehr früh beigetreten, nämlich ganz spontan nachdem ich Bernd Lucke zum ersten mal im Fernsehen diskutieren sah (Mitte März 2013).

        Leider hat sich mein damals ausgesprochen positiver Eindruck von Herrn Lucke alles andere als bestätigt. Ich dachte, Lucke wolle mit der AfD wirklich etwas verändern in unserem Land. Diesen Eindruck habe ich inzwischen nicht mehr. Herrn Luckes Motivation scheint mir vielmehr sehr profaner Natur und persönlichem Eigennutz untergeordnet zu sein. Er vertritt nicht das, was ich mir von der AfD erwarte, sondern steht in meinen Augen für bloßen politischen Karrierismus. Meine diesbezügliche Meinungsfindung ist abgeschlossen.

        Gleichwohl ich Luckes Engagement für die AfD durchaus zu würdigen weiß, bin ich nicht der Meinung, dass ER die AfD ist. Die AfD besteht aus ihren Mitgliedern und ihre Sprecher müssen diese angemessen repräsentieren. Persönlichkeiten wie Bernd Lucke tun sich damit nicht nur „schwer“, sondern kriegen das leider überhaupt nicht auf die Reihe. Aber Demokratie funktioniert nun einmal nur von unten nach oben und nicht umgekehrt.

  6. Ich begrüße den Vorschlag von Herrn Lucke. Ein Sprecher gibt auch gegenüber den Stellvertretern den Ton in der Außenwirkung an. Drei Sprecher, wovon zwei gegeneinander arbeiten, geben ein uneinheitliches Bild ab. Momentan kann Lucke nicht einmal den Gauland zurück pfeifen. Ihm würde Petry öffentlich in den Rücken fallen.

    Ein Generalsekretär kann zur Arbeitsentlastung beitragen. Er muss insbesondere die Medienarbeit übernehmen und die Außenwirkung koordinieren. Der derzeitige Vorstand, einschließlich dem LaVo-Sprecher, haben sich komplett disqualifiziert.

    • Es wird schon einen guten Grund haben, warum wir Menschen uns im Zuge der Evolution mit nur einem Kopf entwickelt haben.

      Was den Generalsekretär betrifft, so sollte dieser mit Bedacht ausgewählt werden, ansonsten erwartet uns bereits die nächste Personaldebatte.

      • Ein vom Alleinvorsitzenden benannter (nicht von der Parteibasis demokratisch gewählter) Generalsekretär wäre das endgültige Ende innerparteilicher Demokratie in der AfD.

      • Das ist doch kein Widerspruch. Der Vorsitzende sollte ein Vorschlagsrecht für den Generalsekretär haben, insbesondere wenn der Generalsekretär kein Stimmrecht im Vorstand hat. Auf den Vorschlag hin wählt dann der Parteitag den Generalsekretär. Theoretisch kann der Parteitag den Generalsekretär auch nicht wählen oder wieder abwählen. Das wäre allerdings ein klarer Misstrauensbeweis gegenüber dem Vorsitzenden. Trotzdem verhindert es völlig abstruse Vorschläge.

      • Die Evolution hat aber auch dafür gesorgt, dass jeder Mensch einen eigenen Kopf hat. Der Vorstand ist ein Kollektivorgan. Sprecher oder Vorsitzende sind hervorgehoben, aber dominieren nicht den Vorstand, der seinerseits vom Parteitag gewählt wird und sich diesem gegenüber zu verantworten hat. Allerdings denke ich schon, dass ein klarer Vorsitzender grundsätzlich besser ist als mehrere. Nur die Grünen und Die Linke leisten sich eine Doppelspitze, ohne damit wirklich zu überzeugen. Sie werden nicht deswegen gewählt, sondern trotzdem. Für den Generalsekretär sollte der Vorsitzende das Vorschlagsrecht haben. Damit stellt sich jedoch die Frage, ob dieser dem Vorstand mit Stimmrecht angehören muss.

      • Ein nicht vom Alleinvorsitzenden benannter und von der Parteibasis demokratisch gewählter Generalsekretär sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Natürlich sollte dem gesamten Bundesvorstand (und nicht nur dem Vorsitzenden allein) ein Vorschlagsrecht eingeräumt werden. Die endgültige Entscheidung sollte aber tatsächlich beim Parteitag liegen.

      • @Alexander Dilger:
        „Das ist doch kein Widerspruch. …“
        Es ist ein Unterschied, ob der Vorsitzende nur einen Vorschlag unterbreitet, den der Parteitag bestätigen muss oder ob er den Generalsekretär alleine benennen darf. Allerdings wird es in der Praxis wahrscheinlich sowieso darauf hinaus laufen, dass der Wunschkandidat des Bundesvorsitzenden schon mangels fehlender Gegenkandidaten bestätigt würde.

      • Natürlich ist es ein Unterschied, ob jemand einfach benannt oder gewählt wird. Allerdings sollte in der Regel der vorgeschlagene Generalsekretär tatsächlich bestätigt und nur in Ausnahmefällen nicht gewählt werden. Sie sollten von der Funktion des Generalsekretärs her denken. Deshalb würde ich dem Vorsitzenden auch das Recht einräumen, seinen Generalsekretär zu entlassen bzw. zum Rücktritt zu zwingen. Auch dieses Recht wird nicht beliebig oft ausgeübt werden können, doch es hat eine ungemein disziplinierende Wirkung.

  7. Ich denke gleichfalls, dass EIN Vorsitzender weit geeigneter ist, als mehrere. Er hat schliesslich die Richtlinienkompetenz. Das bedeutet Effizienz. Wobei die Richtlinien noch dazu zuvor abstimmungsbedürftig innerhalb des Vorstandes sind. Es sollte natürlich zunächst ausschliesslich dem Vorsitzenden obliegen, den Generalsekretär vorschlagen zu dürfen. Nur wenn er niemanden vorzuschlagen hat, dann sollten Mitglieder des Vorstandes subsidiär eine Empfehlung aussprechen dürfen bzw. müssen, bevor im ggF. andere am Zuge mit einer Empfehlung sein dürfen. Und der Vorsitzende sollte er im Rahmen der Abstimmung des Vorstandes über den Generalsekretär kein Stimmrecht haben. Nämlich um eine unbefangene Abstimmung der übrigen Vorstandsmitglieder zu ermöglichen. Allerdings sollte seine Stimme in diesem Punkt zum Tragen kommen, sollte die Abstimmung im Ergebnis zu einer Pattsituation geführt haben.

    • Meinen Sie, dass der Generalsekretär vom Vorstand gewählt bzw. kooptiert werden sollte? Ich halte eine Wahl durch den Parteitag für besser. Wenn er aber einfach wie die übrigen Vorstandsmitglieder vom Parteitag gewählt würde (ohne Vorschlagsrecht des Vorsitzenden bzw. der Sprecher), dann wäre er im Grunde ein normales Vorstandsmitglied mit nur einem etwas anderen Titel. Seine wichtigste Funktion ist aber, für den Vorsitzenden zu kämpfen und keinesfalls gegen diesen.

      • Völlig einverstanden, sehr geehrter Herr Dilger.
        Ich bin übrrzeugt, dies wäre die seriöseste Variante.
        Beste Grüsse
        Gunther Marko, Sonntagabend, 1. Advent 2014, 17 Uhr 38

    • @gunther Marko:
      „Ich denke gleichfalls, dass EIN Vorsitzender weit geeigneter ist, als mehrere. Er hat schliesslich die Richtlinienkompetenz.“
      Hat er die Richtlinienkompetenz wirklich?
      Nach meiner Lesart der gültigen AfD-Bundessatzung sind alle Mitglieder des Bundesvorstands gleichberechtigt. Die Bezeichnung „Sprecher“ ist im Grunde also Makulatur.

      • Gerade deshalb hat der Streit um die Zahl der Sprecher mehr symbolische als reale Bedeutung. Wichtig ist, wer überhaupt im Vorstand sitzt.

      • Das sehe ich genauso.

        Beispielsweise wäre eine Regelung, dass maximal ein Viertel der Vorstandsmitglieder in den vergangenen zehn Jahren Mitglied einer anderen deutschen Partei angehört haben darf, eine sinnvolle Regelung, die der Tatsache, dass etwa 75% der AfD-Mitglieder vormals parteilos waren Rechnung tragen würde.

  8. Der 12-Punkte Ablauf der AfD der letzten 6 Monate, dargestellt von Herr Wilhelm, ist in seiner Wahrheit ohne Beispiel. Er reicht aus, hier eine Neuinszenierung zu erörten mit einer unabdingbaren Programmatik, die heißen muss, dass kein Mitglied eines Landesvorstandes ein Mitglied eines Bundesvorstands sein darf. Damit wären alle Probleme gelöst und ein Miteinander garantiert. Satzungsmäßig braucht eine Begründung nicht mehr diskutiert werden, der 12 Punkte Ablauf von Herrn Wilhelm reicht wegen den Tatsachen aus.

    • Ich würde noch einen Schritt weiter gehen: Wer Europa-, Bundes- oder Landtagsabgeordneter ist, darf nicht zugleich Mitglied des Bundesvorstandes oder eines Landesvorstandes sein.

      • Ja, Michael,

        das entspricht auch meiner Vorstellung von gelebter AfD und nicht dieses Geplappere, dass ja die Altparteien das auch so machen.

        Wozu sind wir denn angetreten, wenn die Altparteien eh klüger sind, als wir.

        Zudem sehe ich immer mehr bezahlte Kräfte unserer MdEP, die mehr oder weniger erfolgreich versuchen, sich auch in Funktionen in 2. oder 3. Reihe zu etablieren.

        Die Zahl bezahlter Funktionäre nimmt dramatisch zu – und das ist auch so von oben gewollt – siehe Rundbrief von Herrn Lucke dazu.

        Diese Vermischung, besonders häufig auch noch mit Leuten, die in der freien Wirtschaft keine Anstellungsoption hätten, führt dann in Konsequenz zu dem Organsiationsaufbau der AfD.

      • Mir geht es vor allem um politische Inhalte. Dazu sollte sich die AfD einen Organisationsaufbau geben, der funktioniert. Der muss nicht zu 100 % den etablierten Parteien entsprechen, auch wenn deren Organisation meistens zumindest einigermaßen funktioniert. Man kann aber auch an gescheiterten Parteiprojekten der Vergangenheit studieren, was definitiv nicht funktioniert. Politisch ist die größte Gefahr ein Abkippen ins Extreme. Daran sind schon viele neue Parteien gescheitert. Organisatorisch und personell gibt es zwei Hauptgefahren, nämlich erstens das Verprellen der besten Köpfe. Herrn Lucke jetzt entsorgen zu wollen, ist z. B. ein totaler Irrweg. Zweitens droht eine totale Verfilzung durch Ämterhäufung und wechselseitige finanzielle Abhängigkeiten. Wer von der Partei oder einem anderen Parteifunktionär abhängig beschäftigt wird, kann nicht mehr unabhängig ein Parteiamt bekleiden. Es ist höchstens überlegenswert (aber auch gefährlich), bestimmte hohe Parteiämter direkt zu bezahlen.

      • Mein Reden, lieber Erwin.

        Wir haben in der AfD inzwischen ganze Legionen von Erfüllungsgehilfen, die nicht die Spur von politischem Engagement haben und eigentlich für nichts stehen, außer dafür, dass sie gerne Herrn Luckes Tasche tragen möchten, um einen Job in der Partei zu bekommen. Lucke, als Professor entsprechende Anbiederung von seinen Tutoren gewohnt, durch 33 Jahre CDU zusätzlich geprägt, hält einen solchen „Organisationsaufbau“ wahrscheinlich für ganz normal. Mit einer „Alternative für Deutschland“ hat das allerdings nichts zu tun.

    • Eigentlich muesste eine Briefumfrage an alle Mitglieder sehr klar zeigen was die Mehrheit denkt und wuenscht! Und man muss nicht viel Mut dafuer haben. Alle Parteitage und Beschluesse sagen absolut nichts aus was eine Mehrheit denkt!

      Dann ist es Schluss mit Behuptungen was fuer eine Partei AfD ist und was fur eine Ausrichtung fuer alle Mitglieder massgebend sein soll! Und wenn es am Ende 15000 Mitglieder sind, waere es kein Beinbruch, besser wenige vereinte Mitglieder die zusammenhalten als Tausende „Querulanten“ die Partei ausbremsen.

      • Den Mut zu einer solchen Briefumfrage (unter allen Mitgliedern) brächten unsere derzeitigen Vorstände niemals auf. Schon gar nicht den Mut zur zeitnahen Bekanntgabe der Ergebnisse.

    • Diese Entflechtung der Parteiämter auf verschiedenen Ebenen wäre sicher sinnvoll. Man könnte noch die Kreis- und Bezirksverbände einbeziehen. Auf jeden Fall sollten auch Anstellungsverhältnisse einbezogen werden. Wer von einen Amtsträger oder einem Gremium abhängig beschäftigt wird, kann unmöglich diesem Gremium mit Stimmrecht angehören, sollte aber auch nicht auf anderer, insbesondere höherer Ebene einem Parteivorstand angehören.

      • Dafür sollten wir uns schnellstmöglich einsetzen.

      • nachdem ich immer mehr Meldungen bekomme, bei denen sich bezahlte Kräfte der AfD immer mehr für Funktionen bewerben – durchaus auch über den KV’s –

        bin ich mittlerweile der Meinung: Wer in irgend einer Form in der AfD beschäftigt ist, darf keinerlei Mandat oder Funktion wahrnehmen.

        Für diese strikte Ablehnung von Abhängigkeiten gibt es aus meiner Sicht keine Alternative.

        Maximal kann man aber generell ansonsten nur 2 Funktionen oder Mandate ausüben. Also ein Mandat plus eine Funktion.

        Die angestellten Mitglieder der AfD sollten qualitativ in der Lage sein, die Organisationsaufgaben auch wahrnehmen zu können – wir wollen doch nicht die Amigowirtschaft der CSU übertreffen.

        Und dann bleibt für die Funktionäre auch genügend Zeit für die politische Arbeit.

        P.S. wenn ich aber sehe, dass in einer Mitgliederdatenbank das Geburtsdatum als Textfeld angelegt wurde, dann könnte ich –äh – verzweifeln.

      • Wir könnten in Bund und Land einen Satzungsänderungsantrag stellen, der Parteiämter mit einer durch die Partei oder deren Fraktionen und Mandatsträger bezahlten Positionen für unvereinbar erklärt. Für öffentliche Mandate darf hingegen jeder kandidieren.

      • @Alexander Dilger:
        „Für öffentliche Mandate darf hingegen jeder kandidieren.“

        Stimmt.

        Aber was spräche dagegen, in der Satzung festzulegen, dass wer ein öffentliches Mandat ausübt nicht zugleich ein Parteiamt inne haben kann, respektive dieses bei Antritt eines öffentlichen Mandats zurück legen muss?

      • Das könnte man machen. Ich hielte das aber nicht für besonders klug. Wer von der Partei oder einem anderen Mitglied bezahlt wird, ist abhängig. Mit einem Mandat ist man nicht abhängig, sondern umgekehrt finanziell unabhängig für politische Arbeit. Vermieden werden müsste trotzdem Ämterhäufung, also mehrere Parteiämter zugleich und dazu noch ein oder gar zwei öffentliche Mandate.

      • Das eine schließt das andere doch nicht aus.

        Ich bin sowohl gegen Ämterhäufung als auch für die Trennung von Amt und Mandat.

        Zu überlegen ist allerdings, ob sehr zeitintensive Parteiämter (Mitglied des Bundesvorstands, Mitglied eines Landesvorstands etc.) inzwischen nicht ohnehin mit einer angemessenen Aufwandsentschädigung versehen werden sollten. Nur so können Spitzenämter in der Partei und öffentliche Mandate wirksam getrennt werden. Das sollte sich die AfD mittlerweile leisten können. Wenn nicht, ist es höchste Zeit, sich um die Professionalisierung der Akquisition neuer Mitglieder und die Parteifinanzen ganz generell zu kümmern.

        DENN: If you pay peanuts, you get monkeys …

  9. Die Kritik an Herrn Lucke kann ich als Außenstehender in Teilen nicht nachvollziehen.

    Es ist absurd wenn Herr Gauland, der soweit ich weiß der einzige Sprecher der AfD Brandenburg ist, Herrn Lucke (der de facto als alleiniger Kopf wahrgenommen wird) dafür angreift, dass er ein ähnliches Arrangement im Bund wünscht. Das Verhalten ist unprofessionell und albern. Eine Partei, die für schlanke Strukturen eintritt, sollte über keine aufgeblasenen Hierarchien verfügen. Ein Sprecher genügt völlig, solange er demokratisch legitimiert ist und kontrolliert werden kann. Ich sehe nicht welchen Gewinn mehrere Sprecher bringen.

    Ich kann auch nicht ganz nachvollziehen, wie Herrn Lucke vorgeworfen werden kann, er habe irgendwelche Kräfte rechts außen „gerufen“. Aus meiner Sicht hat er sich viele Feinde gemacht, indem er die Partei systematisch gegen UKIP & Co. abgegrenzt hat. Es war allerdings in der Tat falsch, als Bundessprecher auf diese Änderung zu drängen, und auch noch in dieser Form. So etwas muss zwangsweise wie ein „power grab“ wahrgenommen werden.

    Die Umfragewerte der AfD gehen aus meiner Sicht v.a. „automatisch“ von ihrem Hoch nach den Landtagswahlen zurück, da die Partei nicht im Bundestag vertreten ist. Ähnliches war nach anderen Wahlen zu beobachten. Trotzdem ist das destruktive Verhalten nicht zu rechtfertigen, zumal es die Wahlen nächstes Jahr gefährdet. Diese sind derzeit wichtiger als der Wert im Bund.

    Ihre Analyse ist allerdings insgesamt gesehen aus meiner Sicht zutreffend, ausgewogen und klug. Sie sollte unbedingt beherzigt werden. Wahr ist auch, dass die Breite der AfD ihre Stärke ist. Das gilt nicht nur für das Programm allgemein, sondern auch für den Euro. Deswegen lehne ich es ab, stur auf einer Rückkehr zur D-Mark zu beharren, auch wenn diese Position für einzelne Mitglieder völlig in Ordnung ist und als eine Möglichkeit unter vielen im Programm Platz haben muss.

    Ich gehe übrigens davon aus dass jede Person, die der AfD de facto oder de jure allein vorsitzt, von einem erheblichen Teil der Mitglieder für alles Mögliche beschuldigt und angegriffen wird. Es gibt da leider Leute, die primär ihren Frust ventilieren wollen und keine Fähigkeit zur Kompromissfindung haben. Es wäre schön, wenn ich daneben liege.

    • Idealerweise könnten sich mehrere Sprecher die Aufgaben teilen, doch vermutlich steigt der Koordinationsaufwand, schlimmstenfalls gibt es ständiges Kompetenzgerangel bis hin zu offen ausgetragenem Streit. Gerade Herr Gauland zeigt doch schon jetzt, dass er gerne zu diesem Mittel greift.

      Herr Lucke verfolgt leider einen erratischen Kurs gegenüber rechtsaußen. Mal grenzt er sich ganz deutlich ab, dann äußert er öffentlich, NPD-Wähler gewinnen zu wollen (niemand sieht einer Wählerstimme an, woher sie kommt, doch das explizite Ansprechen bestimmter Wähler ist ein aktiver politischer Akt). Gerade in der Anfangszeit hat der erste Bundesvorstand viele Ex-Funktionäre aus rechtsradikalen Parteien aufgenommen. Dagegen ist UKIP gar keine rechtsradikale Partei. Die Positionen zur EU sind andere, weshalb eine gemeinsame Fraktion keinen Sinn machte, doch die weitere Ab- und Ausgrenzung war übertrieben. Schließlich regiert Herr Lucke sehr stark in die Landesverbände hinein und hat dort schon mehrfach, insbesondere in Hessen, die problematischeren Kandidaten unterstützt.

      Wenn die AfD nicht mehr ernsthaft gegen den Euro ist und auch die Forderung nach mehr Demokratie nicht mehr so wichtig erscheint, wofür steht sie dann eigentlich noch? Was ist für Sie der Markenkern der AfD? Braucht man sie nur, weil sie noch keine etablierte Partei ist? Das pauschale Geschimpfe auf alle Politiker richtet sich dann eben auch schnell gegen die eigenen Amts- und Mandatsträger.

  10. Ich sehe aktuell die große Gefahr, dass sich die AfD zerstreiten und selbst zerlegen wird, vgl. BfB (Starbatty) oder Piraten.

    Die größte Gefahr geht von dem extrem parteischädigenden Wirken von Gauland aus. Sein Auftritt im heute journal am Freitag war ein neuer Tiefpunkt. Er scheut sich nicht, Vorstandskollegen über die Medien zu demontieren.
    Mit seinen dubiosen Veranstaltungen (Stichwort Elsässer) zieht er obskure Personen an, die in ihrer Gesamtheit eine tickende Zeitbombe sind. Ich meine damit nicht Sanktionen-Gegner und Putinversteher, sondern Antiamerikaner, Israelhasser, darunter auch Antisemiten, sogenannte Reichsbürger und Anhänger andererer Weltverschwörungstheorien (Bilderberger, Rothschild, Rockefeller……).
    Diese Leute werden geködert durch Gauland, Elsässer und diverse Veranstaltungen.

    Für Wirtschaftsliberale wie mich, ist die AfD Mitgliedschaft längst zu einem peinlichen Fakt geworden, für den man sich rechtfertigen muss und nicht selten schämt.

    Ich wünsche mir keine Führerpartei, sondern einen Vorstand, der geschlossen arbeitet und in dem mehrere Wirtschaftsliberale sitzen. Gauland möchte ich nicht mehr im Vorstand sehen. Er schadet.
    Wie soll Lucke als alleiniger Vorsitzender die Partei von Brüssel aus führen?
    Ist das praktikabel?
    Er muss auf jeden Fall mehr Zeit in Berlin verbringen. Seine Macht in Brüssel ist sowieso begrenzt.

    Ein Generalsekretär benötigt den Rückhalt des Vorsitzenden, des Vorstands,der Landesverbände und der Basis.

    Wer käme da in Frage?
    Hansel?
    Nickel?
    Pazderski?

    Nickel wurde gerade in Hessen abgewählt, trotz Unterstützung von Lucke.
    Hansel und Pazderski sind der Öffentlichkeit kaum bekannt.
    Der nächste Konflikt wäre vorprogrammiert.

    Vielleicht wäre eine Doppelspitze Lucke Petry geeigneter!

    • @Steffen B.
      „Wer käme da in Frage?
      Hansel?
      Nickel?
      Pazderski?“
      ..
      „Vielleicht wäre eine Doppelspitze Lucke Petry geeigneter!“

      Gott möge abhüten …

    • Generalsekretär ist ein sehr politisches Amt, Geschäftsführer und Geschäftsstellenleiter sind dagegen eher administrativ und könnten auch zur Professionalisierung mit Nichtmitgliedern besetzt werden. Außer den Professoren Henkel und mit Abstrichen Starbatty gibt es doch leider gar keine (Wirtschafts- oder gar sonstige) Liberalen mehr auf Bundesebene.

      • Wie kommen Sie auf die Idee, dass der Großkapital- und Industrie-Lobbyist Hans-Olaf Henkel und der ehemalige CDU-Mann Starbatty „Liberale“ seien? Das ist für mich nicht nachvollziehbar.

  11. Nicht jeder muß jeden mögen….

    Ich halte sowohl Gauland als auch Frauke Petry für wichtig und kann nicht sagen,das sie einen schlechten Job im Land machen.
    Allerdings braucht die AFD einen Vorsitzenden und das kann ernsthaft nur Prof. Lucke sein.

    Herr Gauland und Frau Petry sollten starke Landesvorsitzende bleiben und nicht gleichzeitig noch nach dem Parteivorsitz streben.Hier bietet sich der Posten zweier Stellvertreter an,die aber gewählt werden müssen.

    Es sollte ein Vorsitzender und zwei Stellvertreter von allen Mitgliedern der AFD gewählt werden.
    Dazu noch ein Sekretär,der den Vorsitzenden entlastet vom Vorsitzenden bestimmt werden.

    Das ist dann demokratisch beschlossen und daran darf sich dann auch jeder halten.
    Dieses öffentliche und gegenseitige korrigieren muß endlich aufhören.
    Das schadet ungemein.

  12. Herr oder Frau „kdp“, ich greife Ihre Vorstellung auf und konkretisiere sie so:

    1. Herr Lucke wird Präsident der AfD.
    2. Drei oder mehr Herren und / oder Damen werden Sprecher. Jede Person übernimmt einen Themenbereich des Wahlprogramms der AfD.
    3. Das Zusammenspiel des Präsidenten und der Mitglieder des Vorstandes setzt voraus deren grundsätzliche Abstimmung untereinander.

    Professor Lucke ist nun einmal Gesicht und Stimme der AfD; dazu haben die Medien ihm verholfen. Er ist auch einer der Gründungsinitiatoren. In der öffentlichen Wahrnehmung ist Herr Lucke das Schwergewicht der jungen Partei.

    Allerdings scheint mir sein Verhältnis zum Parteivolk ein distanziertes zu sein. Wie ergründet er den Meinungsstand der Mitglieder der Partei zu Brennpunktthemen?

    Mich nimmt nicht Wunder, daß Herr Gauland Zuspruch findet, wenn er Deutschland als unser Vaterland beim Namen nennt. Deswegen geifern so viele „Internationale“ bzw. „Europäer“ und schwingen die Nazikeule. Wenn Herr Henkel zu den US-Amerikanern blickt, braucht es als Gegengewicht das deutsche Interesse gen Osten (Putin hin oder her, das riesige Reich Rußland ist unser Schicksal). Herr Adam und Dame Petry möchte ich nicht missen.

    Herr Lucke als Präsident besitzt die Zeit – und sollte sich die Muße nehmen! -, die großen Themen der Zeit für die Partei aufzubereiten – und dank seiner herausgehobenen Stellung in der Partei nötigenfalls auch Streithähnen deren Positionen vor Augen führen. Er sollte in Brüssel den Auftrag seiner Wähler erfüllen und den Monsterdrachen „EU“ töten.

    Die Mitglieder des führenden Gremiums müssen – wie „kdp“ ausdrückt – stets den Markenkern der AfD herausarbeiten. Selbstverständlich erfordert dies stetige Kommunikation untereinander, dank IT (z.B. Telefon- , Videokonferenz) doch wohl realisierbar.

    Ob es dann noch eines Generalsekretärs bedarf, der seinem Herrn treu ergeben ist, glaube ich nicht.

  13. @ Wilhelm

    „9. In Hessen fliegen die Fetzen. Ein Ex-Rep hat sich den Sprecherposten erschlichen.“

    Wie kommen sie zu dieser Aussage?

      • Herr Meister, Sie sind immer nur gegen alle und haben noch nie einen konstruktiven Vorschlag gemacht. Sie bemühen gerne Unternehmensbeispiele, doch in einem privatwirtschaftlichen Unternehmen hat man mit dieser Einstellung keine Chance.

      • Lieber Herr Dilger,

        warum sollte ich Vorschläge für einen Generalsekretär unterbreiten?
        Diese Position ist zur Zeit in der AfD gar nicht zu vergeben!

        Da ich weiß, dass Sie sich für diesen Posten ohnehin nicht interessieren würden, dürfen Sie sich doch nicht gekränkt fühlen, wenn ich Sie in diesem Amt nicht sehe.

        Anders sieht es mit der Besetzung des Bundesvorstand aus (siehe weiter oben). Hierfür halte ich Sie für einen geeigneten Kandidaten, sofern Sie sich dafür zur Verfügung stellen würden. Würden Sie denn?

        Was die anderen Vorschläge von „Steffen B.“ für den etwaigen Posten eines Generalsekretärs angeht, kann ich Ihnen bei Interesse gerne genau begründen, warum ich KEINEN, der von Herrn B. aufgezählten Vorschläge für geeignet halte. Am ehesten noch Herrn von dem Bussche, von dem ich aber nicht annehme, dass er sich für diesen Job tatsächlich bewerben möchte …

        Was den Vergleich mit der Privatwirtschaft angeht, gehe ich davon aus, dass ich im Laufe meines Berufslebens schon ein paar hundert Leute mehr eingestellt habe als Sie. Natürlich waren darunter nicht nur Lotto-Sechser, aber auch nur selten wirkliche Nieten.

      • Dass ich weder Generalsekretär noch Sprecher auf Bundesebene werden möchte (und dafür auch nicht die erforderlichen Eigenschaften mitbringe), hatte ich doch schon geschrieben. Bei einem anderen Vorstandsposten käme es sehr auf den Rest der Mannschaft an. In manchen Zusammensetzungen lässt sich sehr viel Positives bewirken, in anderen nur das Schlimmste verhindern, in wieder anderen nicht einmal das.

        Die Zahl meiner Einstellungen ist bislang zweistellig. Wenn Sie schon eine höhere drei- oder gar vierstellige Zahl von Mitarbeitern eingestellt haben, frage ich mich, warum Ihnen in der Partei niemand gut genug erscheint. Haben Sie in einer Partei viel höhere Erwartungen? Ich bin über jeden in der AfD froh, der einen professionellen Eindruck macht. Leider haben diese Personen meist mehr als genug anderes zu tun.

      • @dilger & meister: Meine Güte ! Da wird in Ihrer Korrespondenz ja in regelrecht „Unterster-Schublade-Manie“ aufgerechnet, meine Herren ! Glauben Sie mir bitte – das bringt nichts. Ihnen nichts, keinem „hohen Roß“ nichts, und jedenfalls keinem vernünftigen Leser Ihrer Zeilen.
        Bitte kehren Sie zu einer konstruktiven Unterhaltung zurück – besten Dank !
        Mit freundlichen Grüssen
        Gunther Marko, Dienstag, 2. Dezember 2014, 13 Uhr 27.
        (Nicht Euro – sondern natürlich Marko.)

      • Herr Meister ist bei Personalfragen leider immer nur destruktiv. Ich überlege schon, seine Kommentare zu dem Themenbereich zukünftig nicht mehr freizuschalten. Doch vielleicht finde ich vorher noch den Grund heraus.

      • @Alexander Dilger:
        Na, na, na … jetzt kommen Sie mal wieder ein wenig runter. 😉

        Das Dilemma ist doch, dass es Leute, die außerhalb der Partei einen guten Job machen gar nicht in ein Parteiamt zieht. Jedenfalls nicht, solange sie noch darauf angewiesen sind, Geld zu verdienen.

        Wer bleibt also?
        1.) Taugenichtse, die in der Wirtschaft sowieso niemand nehmen würde,
        2.) Beamte, die sich problemlos freistellen lassen können,
        3.) Rentner, Pensionäre und Umverteilungsempfänger (also Zeitreiche),
        4.) ein paar Privatiers (so weit sie leidensfähig genug sind, sich für ihr politisches Engagement von den Karrieristen zu 1.) rauf und runter diffamieren zu lassen).

        Der Tenor meiner Kommentare zu AfD-Personalfragen ist nur die Folge dieser leidigen Erkenntnis.

      • Wenn es tatsächlich so ist, dann sollten Sie sich doch freuen, dass sich aus den Gruppen 2 bis 4 ein paar ganz brauchbare Personen engagieren.

      • @Alexander Dilger:
        P.S.: Ein weiterer Grund ist, dass ich nicht bereit bin, meine Zeit sowie jährlich hohe vier-, wenn nicht fünfstellige Aufwendungen dafür zu vergeuden, einer abgehalfterten Bande von Armutsflüchtlingen aus Altparteien dazu zu verhelfen, sich als Steigbügelhalter und Mehrheitsbeschaffer Angela Merkels bei der nächsten Bundestagswahl anzubiedern. Das kann auch Ihr Interesse als aufrechter Liberaler nicht sein …

      • Wenn Sie die AfD tatsächlich so einschätzen, warum sind Sie dann noch Mitglied? Solange ich Chancen sehe, kämpfe ich in der und für die AfD. Sollte ich sie irgendwann nicht mehr sehen, trete ich aus.

      • @Alexander Dilger:
        „Wenn Sie die AfD tatsächlich so einschätzen, warum sind Sie dann noch Mitglied?“

        Nun, die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt und eine weitere Antwort auf diese Frage liefern Sie etwas weiter oben selbst.

        Im Übrigen werde ich es ähnlich halten wie Sie – wenn die AfD unumkehrbar zur CDU 2.0 verkommt oder unsere braunen Parteikameraden Oberwasser bekommen sollten, trete ich aus.

  14. Dass jetzt Namen an die Wand geschrieben werden ist doch lächerlich. Das sage ich nicht, weil meiner nicht dabei steht, es ist einfach unproffesionell, und das Thema „Generalsekretär“ steht noch garnicht auf der Agenda.

    • Ja, es gibt noch gar keinen Generalsekretär in der Satzung. Gegebenenfalls soll ihn dann der Vorsitzende bzw. Sprecher vorschlagen. Ich stehe dafür jedoch keinesfalls zur Verfügung.

      • Sehr geehrter Herr Dilger,
        lassen Sie mich doch bitte Folgendes vorschlagen:
        Kommen Sie bitte umgehend nach Baden-Württemberg.
        Bei uns steht im Januar 2015 erfreulicherweise die NEUWAHL unseres kompletten Landesvorstands an. Das wird eine regelrechte Schicksalswahl im Hinblick auf die Landtagswahlen hier im Jahre 2016. Und wir könnten absolut NOTWENDIG einen geeigneten Sprecher des Vorstands gebrauchen.
        Der Vorteil wäre, SIE hätten insbesondere die „destruktiven“ Kräfte in Nordrhein-Westfalen (übrigens meinem Geburtsland) völlig verdienterweise los – und WIR hätten einen aus meiner Sicht sehr geeigneten Vorstandsvorsitzenden-Kandidaten.
        Mit freundlicher Empfehlung
        Gunther Marko, Dienstagabend, 2. Dezember 2014, 17 Uhr 59
        AfD-Mitglied seit Dienstag, dem 17. September 2013
        Nicht Euro – sondern natürlich Marko.

      • Danke für den ehrenvollen Vorschlag! Allerdings lebe ich nicht in Baden-Württemberg und ein universitärer Ruf dorthin steht auch nicht an. Ich erneuere jedoch mein Angebot, in Ihrem oder auch einem anderen Landesverband in eine neutrale Sitzungsleitung zu gehen. Politische Auseinandersetzungen sind wichtig, doch dabei sollte es möglichst fair zugehen.

      • Netter Vorschlag, lieber Herr Dilger. Aber es hat schon seinen Grund, warum als Versammlungsleiter die immerselben Kader angeheuert werden. Unsere CDU-Gesandten Kölmel und Co. haben das Handwerkszeug zur Versammlungsleitung gelernt und sind bestens darauf geschult kritische Themen erst gar nicht zur Diskussion zuzulassen, indem sie so lange hinten angestellt werden, bis keine Zeit mehr zu ihrer Behandlung übrig ist. Dieses System hat Methode. Die Muster der Versammlungsleitung haben einen hohen Wiedererkennungswert.

  15. Pingback: Integrationsbeauftragte macht Sorgen | Alexander Dilger

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